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Fuldaer Land und Aachbargebiek

werden

Bücher unterm Christbaum

Walter schuf mit diesem Buch ein Gegenstück zumNils Holgers

IHM — rtttnnrfititi+iav f vX t-, f 4 ___ r _ ° "

fit die Kinder chichte vom

’olgt.)

Die Fuldaer Zeitung

das Juldaer Heimat-Slatt!

■

Haltestelle Oberforsthaus. In der Annahme, daß ein Verbrechen vorliege, brachten ihn Schaffner zum näch­sten Polizeirevier, wo man einen Arzt benachrichtigte, der seine Einlieferung ins Krankenhaus anordnete. Dort starb er einige Stunden später. Die herbeigerufenen Eltern des Toten erklären, daß es sich nicht um ein Ver­brechen handeln könne, daß vielmehr mit der Möglichkeit zu rechnen sei, daß ihr Sohn aus Liebeskummer den Tod gesucht hat. — Ein ähnlicher Fall ereignete sich in der Textorstraße. Als eine Frau abends ihre Wohnung be­trat, fand sie ihren Mann mit einer Schußwunde tot auf dem Stuhle sitzend vor. Da man zunächst die Schußwaffe nicht fand, wurde die Mordkommission alarmiert. Diese stellte einwandfrei Selbstmord fest: auch die Schußwaffe fand man bei näherer Durchsuchung der Wohnung. Der Mann dürfte infolge geschäftlich«: Schwierigkeiten Hand an sich gelegt haben.____________

sondere Zwischenfälle, während es vor und fnf Rathods Zu nennenswerten Ansammlungen überhaupt nicht kom- Dagegen wurde gegen 11% Uhr vormittags von einem Unbekannten in dem Voraum zu der im Siadtschloß be- legenen Wohnung des Oberbürgermeisters ein Spreng­körperniedergelegt, der unter starker Rauchentwicklung explodierte, aber nur geringen Sachschaden anrichtete.

= Zweimal die Mordkommission in einer Nacht alar­miert Die Frankfurter Mordkommission wurde Mittwoch nacht in zwei mysteriösen Fällen alarmiert, in denen man zuerst ein Verbrechen annahm. Ein junger Mann

Anruhen in Hanau.

Anschlag gegen die Wohnung des Oberbürgermeisters.

0 Hanau. Nach einer amtlichen Mitteilung ist durch Verbreitung illegaler Flugblätter und Bekanntgabe von Mund zu Mund am Dienstag nachmittag in der Stadt Hanau und in den Landgemeinden des Landkreises Ha­nau von kommunistischer Seite die Parole zu einem „H u n g e r m a r s ch" auf das Rathaus und das Landratsamt Hanau am Mittwochvormittag ausgegeben worden. Diese Parole ist von einigen 100 Per­sonen befolgt worden, die sich im Laufe des Mitt­woch-Vormittags einzeln und in kleineren Trupps teils von auswärts, teils aus Hanau selbst auf der Straße zeigten, wo die Schutzpolizei in genügender Stärke zur Stelle war. Nach Vorsprache der von den Vertretern der Behörden zugelassenen Kommissionen zerstreuten sich auch die im Kreishause zu Hanau Erschienenen ohne be-

Noch einmal zurück in die kunterbunte Abenteuer, und Mär. chenwelt des Kindes: Abenteuerliche Reise des kleinen Schmiedledlck mit den Zigeunern (3.40 M.). Elisabeth

•) Die Preise geben wir tn der Regel für in Leinen aebunbem- Bücher an, Ausnahmen sind gekennzeichnet!

Neues aus Frankfurt. Eine gefährliche Sache.

Schnellverfahren gegen einen Ralhausdemonstranlen.

Plakate und Aufklebe­zettel

— Die Erfinderin der Kochkiste f. Die Witwe des früheren Gewerbeschuldirektors Heinrich Back, Martha Back, ist vor kurzem in hohem Alter ge­storben. Sie ist weiten Kreisen dadurch bekannt ge­worden, daß sie die Kochkiste in Deutschland eingeführt hat. In ihrem gastfreien Hause bildete sich auch der erste Ausschuß für Jugendliteratur, und sie gründete mit ihrem Gatten den überkonfessionellen Verein „Iuqend- wohl."

— Lohnender Einbruch. Aus einer Wohnung in der Iahnstraße holten in der letzten Nacht Einbrecher f u r 5000 Mark Schmuckstücke, viele Wäsche und außerdem noch einen erheblichen Geldbetrag. Die Wohnungsinhaber haben nichts von dem Einbruch ge-

rückgeht, muß die Schule geschloffen werden. Auch in Trendelburg und Deisel wurden Masernerkran- kungen festgestellt. ____________________

Vom Eichsfeld.

Eie Schäfer'sche Million enErbschafk.

1800 Erben warten auf Auszahlung.

'ft auch den Fuldaern, die in der Ferne wohnen, als Bole aus dei Heima, ein liebe, Freund

Sie ist

Aus Oberhessen.

Unterschlagung bei einem Verkoppelnngsvecsahren.

= Warburg. Als im Jahre 1925 die Verkoppelungs- arbciten in der Gemeinde Rodheim-Bieber in An­griff genommen wurden, übertrug das zuständige Lan­deskulturamt in Dillenburg die Verwaltung der Nebenkoftenkaffe einem in^Rodheim wohnenden Kaufmann, der im Ort allseits größtes Vertrauen genoß. Die in den Jahren 1926 und 1930 vorgenommenen Kassenrevisionen wurden nur sehr oberflächlich durch­geführt, so daß sich keine wesentlichen Beanstandungen ergaben. 1931 fielen einem Kulturamtsbeamten ge­wisse Unstimmigkeiten in den Kassenrechnungen auf. Eine sofortige Kassenreoision hatte zur Folge, daß man Un- terschlagungen in Höhe von 16500 Mk. fest­ste l l t e, die der Kaufmann in den Jahren 1926 bis 1931 durch Falschbuchungen zu verdecken wußte. Er gab feine Verfehlungen zu und wurde wegen Untreue zu einem Jahr zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Jetzt beschäftigte sich nochmals die Große Strafkammer mit der Angelegenheit, da der Verurteilte gegen die Höhe des Strafmaßes Berufung eingelegt hatte. Er bat um eine mildere Bestrafung, da der entstandene Schaden durch Bürgschaftsleistungen und Eintragung von Hypo­theken auf feinen Grundbesitz größtenteils gedeckt fei. Das Gericht verwarf jedoch die Berufung und lehnte auch eine Strafaussetzung vorläufig ab.

Den Schwiegervater in den Rücken gestochen.

Empfehle Koch-Aepsel

10 Pfd. 90 Is-Etz-Aepfel 10 Psd. 1.40 Birnen

1 Pfd. 20 Ciftonen 10 Stück 50 Apfelsinen

3 Pfd. 55 Mandarinen

3 Pfd. 1.00 Feigen

1 Kranz 10 Big­in. Walnüsse

1 Psd. 38 Psd. la. Haselnüsse

1 Pfd. 38 Erdnüsse

1 Pfd. 28 Psg- Paranüsse

1 Psd. 55 Psg- Spinal

1 Pfd. 12 Psg- Rosenkohl

1 Psd. 20 Pfg- Schwarzwurzeln

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MM öflrtmoai Kömgstraße 74. I Ecke Steinweg'

Kleine Marktitraiie. ■ Teleton 2933.

seiner Einsichten und zeigt im Ethischen, Moralischen, Religiösen, wa» er selbst als objektive Wahrheit lebendig erfahren hat. StoW» der Jugendliteratur und den „Erwachsenenbüchern«

F' Clauß mit seinem Sieben Jahre unter Beduinen ( <®te Jugend wird als an einem starken Erlebnisbuch große Freude daran haben, der Erwachsene wird alles darin studen, was em exotisches Werk, ein Entdeckerbuch geben soll — Erweiterung des „geographischen Lebensgefühls«, das von der Gestaltung und Bewohntheit der Erdoberfläche nicht nur wissen will, sondern ihre Vielfalt zu schauen trachtet.

Die eigentlichen Weihnachtsbücher pflegen die meisten aus dem weiten Gebiet der Belletristik zu wählen. Uns scheint das nicht unbedingt richtig, denn sehr viele Romane, auch Erzäh. Iun^ni.‘Djrbe." kaum ein zweites Mal gelesen, indes gemein- verstandlich-wlssenschaftliche, soziale, naturkundliche, Reisebücher, ^.exika usw. doch über lange Zeit hin Freude machen und immer wieder vorgenommen werden. Für manche Fälle ist aber doch das schöngeistige Buch das richtige Geschenk, weswegen wir hier auch einige gute Unterhaltungs- und dichterische Werke aufzählen. Ludwig Mathar schrieb einen sehr interessanten Roman Das Schnelderleln im Hohen Venn (6 M.). Die spannend erzählte Handlung beginnt in Sinzig am Rhein, wandert das Ahrtal hinauf, verweilt im fröhlichen Malmedy und spannt sich dann aus über den weiten Wüsteneien des Hohen Venn. Alles was einen guten Bolksroman auszeichnet, findet sich da: spaw nungsreiche Handlung, getreue Menschenschilderung, Bericht er- ^unsicher Schicksale. Erich Müller-Ahremberg, junger Schriftsteller und Musiker, berichtet in epischer Form von der Ent- stehiing des Oberammergauer Passionsspieles — Der schwarze

* v°n Ammergau (4.80 M.). Nach Chroniken ist da mit dichterischer Freiheit und sehr lebendig vom Schwedeneinfall in Ammergau, von der Pest während des Dreißigjährigen Kriegs, von Kamps, Flucht, Liebe und Tod in dem kleinen Dorf erzählt Die Abenteuer des Peter Farde (4.60 M.) von Peter Dörfler sind kein neues Buch. Wir erinnern aber trotzdem daran, weil es sich bei dieser Lebensgeschichte eines Deutschen in einem lang vergangenen Jahrhundert um eins der Bücher handelt, die mit geringem Abstand zu den großen Entwicklungsromanen gehören, die kennzeichnend für die deutsche Literatur sind. Als ein Dichter von hoher Stimmungskraft erweist sich Johannes Kirschweng in dem Novellenband AufgehellteNacht(4.20M) sechs Erzählungen erleben Menschen vieler Art die Erweckung aus sündiger Verstrickung zur innere Freiheit, aus Lebensangst zu Lebenstapferkeit- In eine leider sehr große soziale Schicht des deutschen Volkes fuhrt Stephan Berghoff mit dem Buch

Stromern und Vagabunden (2.80 M.), das in vielen Selbstberichten von Landstreichern das wurzellose und erbärmliche aber ost auch ungebunden-heitere Leben der Dippelbrüder zeigt' Wer einen Liebhaber des schönen Schrifttums mit mehr als einem Einzelbuch beschenken will, der erwerbe, raten wir nachdrücklich putsche Dichtung der neuesten Zeit von Johannes M urn bauer, deren erster Band (16 M.) bereits erschienen ist und deren zweiter 1933 da fein wird. Wert und Brauchbarkeit dieser jüngtten großen Literaturubersicht liegen erstens in der Männlichen Belesenheit des Versassers im Verein mit seinem Back für das Wesenhaste, Dauernde, Fruchttragende: zweitens in der Deutlichkeit und Festigkeit des Urteilens, was seine Ur- facbe auch tn der hier gegebenen weltanschaulichen Grundlage hat.

Verbrechen an einem jungen Mädchen?

• ®ab. Homburg. Im hiesigen Krankenhaus starb ein 22iöhriges Mädchen aus Oberursel, das in besin­nungslosem Zustand eingeliefert worden war. Dis Todesursache konnte noch nicht genau festgestellt wer- ben, möglicherweise liegt eine Vergiftung vor. Das Mädchen befand sich mit Bekannten auf einer Feier

= Kirchhain. Weil er das Verhältnis nicht billigte, geriet ein Kirchhainer Einwohner mit dem Liebhaber iemer Tochter in Streitigkeiten, wobei er von feinem zukünftigen Schwiegersohn einen Messerstich in den Würfen erhielt. Die Verletzung ist so schwer, daß der Mann in die Marburger Klinik übergeführt mußte.

= Heiligenstadl. Vom Eichsfelde wanderte vor 218 Jahren Kaspar Schäfer nach Suriname in Nieder­ländisch Guayana (Südamerika) aus. Im wilden Urwald rettete er eine reiche Mulatin und wurde durch diese auch holte 1721 seinen damals vierzehnjährigen Sohn Johann Heinrich nach und setzt diesen 1735 zum Universalerben mit der Bedingung ein, daß Kaspars Frau, also desSohnes Mutter, die daheim geblieben war nichts abbekommen sollte, wohl aber die Mutter Kaspars' ?ie 5?e Frau erfährt aber davon nichts und stirbt spä­ter, 82 Jahre alt, zu P e t e r b o r f auf bem Eichsfelbe. Der Sohn Johann Heinrich lebt nun als Güterbefitzer, Sklavenhalter, Minenherr ufw. in Suriname weiter, bis er als ein Krösus 1764 stirbt. In bem Testament ver­ewigte er eine Bestimmung, bie also lautete: Meine Erben finb meine Verwandten in und um Nordhausen' Dem Testament zufolge besaß Schäfer bei feinem Tode liierte von insgesamt sieben Millionen holländischer Gul­den. Nun treten Vermittler auf, die bie Verwanbten su­chen wollen. Eine Aborbnung. von Erben reift sogar nach Amsterbam, aber aus Sübamerifa erscheint ber er­wartete Agent nicht. Auch eine zweite Reise hatte kei­nen Erfolg. Unsummen gehen darauf, werden aber von de« Erben in Erwartung der Millionen gern aufge­bracht. Hollands Regierung verschleppt bie Sache. Mitt­lerweile aber wirb bie Zahl ber Erben größer. Anbere Namen treten auf. Aber Holland will nur eine Gruppe von 14 Personen als erbberechtigt anerkennen. Es ba- g.elt nur so von Prozessen. Ein Freund des Erblassers, em gewisser Andreas Reinsdorf, hat indessen viel in feine Tasche gewirtschaftet. Endlich 1815 retten bie Erben aus ben Trümmern ber Riesenerbschaft 23 000 Gulben, müssen diese aber für Unkosten wieder hergeben. Vor gerade hundert Jahren entbrennt ein neues Erbschaftsfieber. Umfonft aber ist bas Bemühen. Dann spannt man vor 50 Jahren ben Kanzler Bismarck ein. Auch ber kann I nicht helfen. — Aber ber Millionentraum geht immer no^.^'*er" ^e Zahl ber Erben hat sich inzwischen 1800 vermehrt, bie ausgerechnet haben, baß nun nach l/0 Jahren bas Vermögen ihres „Ahnen" Johann Hein­rich Schäfer märchenhaften Umfang angenommen haben I muß... Em neues Erbfchaftsfieber rast durch bie Eichs- felbborfcr, wo nur irgend wie Schäfers wohnen. Alle 1800 fuhren den Nachweis, sie find Nachfahren des Krö­sus von Petersdorf. — Aber sie warten vergeblich. Denn I sie bilden sich nur ein, Nachkommen dieses Schäfer zu fein. Sie befinden sich, wie nunmehr einwandfrei fest- I

I

hoffen weiter. Immer größer wird bie Zahl ber angeb­lich Erbberechtigten. Es werden bald hunderttausend fein, bie nach ber hollänbischen Erbschaft jagen, aber n i e= manb wirb auch nur einen Pfennig erbat- t e n. Nur bie Hoffnung bleibt.

fugend Beibe Bände sind gut bebildert. Das Leben des he' ' mäßigen Kindes Maria Filippetto beschrieb Ernst Wagne"r An gleichnamigen Buch (3 M.). Es zeichnet sich durch Schlicht- heit und Eindringlichkeit aus — Eigenschaften, die ihm den Wea zum Kind ebnen werden. B

soll - kindertumlicher, fröhlich erzählter Anschauungsunterricht rn der Heimatkunde. Etwas wesensmäßig Neues ist auch Frille M.) von Herbert Alexander: ein Großstadtkinderbuch, das tn bunten Bildern und einfach-lustigen °°m Tun und Sein der Arbeiterjungens im Berliner Osten berichtet. Aber so notwendig und berechtigt es ist, schon die Jugend mit solchen Büchern in die Wirklichkeit von heute hinein- zuleiten, so unersetzbar ist für sie auch das alte Volksgut, der unendliche Schatz, den die Ahnen in Mythos, Legende, Märchen I jk* l^n von uns sammelten. Der Turm der alten Mutter ^20 M.) von Wilhelm Matthießen macht all die bekannten Marchengestalten und -motive aus dem Schicksalsweg unseres Volkes wieder lebendig: Riesen und Zwerge, Könige und Bauern, Herrgott und Teufel, Student und Handwerker, Zauber und Ver­wünschung, belohnte Ehrlichkeit und Arbeitssegen. Das alles wird von dem Dichter und Volksmann Matthießen in unsere Zeit hineingestellt. Eine Geschichte der Deutschen nicht so sehr für den Verstand als für Herz und Seele gibt Theodor Seiden- H^b°"buch (7.20 M.) und im Deutschen Schicksalsbuch (von dem der erste Teil Das Reich s7.50 M.s ^schienen ist). Alte Volksepen, Spielmannsgesänge, historische Erwiesenheiten, Mythen um einzelne Große — das alles verbindet Seiden aden zu einem Ganzen und zeigt solcherart dem einfachen wie gelehrten Leser die große Linie der deutschen Entwicklung, die Wurzeln unseres Wesens. 9

ben Jslandknaben, brauchte man in einer Weih- nachtsbücherschau bestimmt nicht mehr zu nennen. Es geschieht diesmal nur, weil Jön Svensson ein neues Nonin-Buch schrieb: Die tfeuerrefel im Nordmeer (etwa 4.50 M.) die Geschichte einer langen Reise zum isländischen Althing; Svenssons i unmittelbar-natürliche Erzählungskunst, wieder' an der Zauber- welk Islands erprobt. Die „Fahrtenbücher", die wir im letzten Jahr durch Wolf Hagenreuter vermehrt fanden, haben neuen Zu- wachs bekommen: Schmuggler in Masuren (2.70 M.) von vtrkau! bie Gerichte einer großen Fahrt von Pfadfindern, die durch eine höchst schlaue und aufregende Jagd I "ach Schmugglern sehr spannend wird. Ein wirklich bedeutendes unbewußt erzieherisches und zugleich sehr Handlungsreiches ^ungensbuch ist Die Meisterfahrt (4.60 M.) von Mat- 9fV.Zen' ^erzählt, wie „Rolf, der Hundertäugige", seine Abenteuer durch das Hegen und Urbarmachen eines großen deutschen Waldes krönt. Schließen wir das Kapitel des eigent- lichen ^ugentzschnfttums durch den Hinweis auf den Kalender katholischer Jugend 1933 (1.40 M.), der diesmal anders als in den früheren Jahren nicht so sehr die Jugend selbst als ihre Führer zu Wort kommen läßt, die von allen Bezirken des Lebens her ein Gesamtbild der katholischen Kultur- und Gegen- wartsgestaltung entwerfen.

Bücher, die zugleich an die Jugend und ihre Erzieher sich wenden: Lange hat man sich schon ein Sprechchorbuch katholischer fugend gewünscht - Wilhelm Peuler bringt ein solches Werk mit dem Titel Jugend spricht im Chor (kart. 2.60 M) heraus; es ist durch die Zusammenarbeit mit bedeutenden Dichtern Volkskundlern, Bunden studierender und werktätiger Jugend vor- trefflich gelungen. Die heute sehr notwendige Klärung und Fest-

.beS l.niteren Verhältnisses heutiger Jugend zu Christus gibt Tihamer Toth in Christus und die Jugend (3 M.). Dem Knaben, der mit den Schwierigkeiten der Übergangsjahre Buch ein Christnsideal — männlich, energisch, aufrecht. Als Gottessohn und Mensch zugleich wird Christi Bild der Jugend von Martin Manuwald in den Christuskreisen o- .gezeigt, daß sie wirklich seelisch davon beeinflußt, ja zur Liebe bewegt wird. Ganz der Gegenwart, ihren sozialen Problemen, soweit fie schon die Jugend bedrücken, zugewandt find die Bucher Jugend an der Maschine (4.40 M.) von Hans Hümmeler und Leben und Gegenwart (kart 1 20 91? 1 P°ter Dehen. Das erste wende? ffcj°an‘ffgiJS fitrh»n Religiösen her einen Weg zum Selbst-

Personllchkeitwerden, zum Gemeinschaftsethos, das sie tUr?r*n' zweite spricht die Handwerkerjugend an; Dehen selbjt aus btejer fugend hervorgegangen, gibt die Gesamtheit ]

wo es plötzlich infolge Um- Da kein Anhaltspunkt für vermutet die Polizei ein chung ist noch im Gange.

Di? 2luto-L Io«e Streiche eines hemmur = Wiesbaden. Einen tollen aus Frankfurt a. M.-Bockenheii^ Schlosserstochter Margarete * in Wiesbaden. Sie kam hierher ber Wilhelrnstraße, wo ihr ein lenber Kreisveterinärarzt auffiel T.“ schloß schnell Freundschaft. Der' " biert, denn er hatte eine tadellos Der Einladung des Wagenbefitzers chen, folgte Fräulein Margarete aeV bie Stabtgrenze hinaus, speiste und Rhein innige Freundschaft. Das fuhr dann mit dem Wagen wieder einem Hotel vor. Der Herr Veterinär Hotel, um ein Zimmer zu bestellen Margaretchen, das einen Führerschein h. ans Steuer und ließ die Maschine Wagen gehorchte, und feine neue verschiedene Straßen Wiesbadens mb und raste mit Schwung und Schick TL nehmend, gen Frankfurt. Hier ftöDt,te tempo, aber mit 90 Km. Geschwindigkeit bie Stadtgrenze im Rücken hatte, bie Rahr/"’ n°ch Halle. Da das Benzin ausging lieft ben Wagen auf der Landstraße stehen 1*1 bem Schlüssel, welchen der Kavalier in ber Seitentasche stecken hatte, ab, und überlü bem Gepäck bes Veterinärarztes [einem S< ber Landstraße. Ein Motorradfahrer sprarf» einen freien Soziussitz hatte. Dieser mw als Sozia mit nach der Reichshauptstadt m Hier blieb Margarete drei Monate lang und st als das Geld ausgegangen war, wieder ,,, nach Frankfurt. Dort wurde sie polizeilich Jetzt hatte sie sich vor bem Wiesbadener ~ wegen Diebstahls zu verantworten. Sie hatte sie einige Tage vor Erlaß ber schärferen mungen hinsichtlich der Autodiebstähle das bekam. So konnte sie nach dem alten milderen Paragraphen bestraft werden. Das Gericht die Geständige zu einer @ e f ä n g n i s ft r a f sechs Wochen mit Strafaufschub unter ix gung, daß sie sich freiwillig in Frankfurt unter aufsicht stellt, damit sie nicht wieder solche i begeht.

SJaram gerobe Bücher zu Weihnachten? Weil man mit mojere fefjoner und dauernder als mit irgend etwas anderem dem Beschenkten zeigen kann: „Ich kenne deine Art, ich weiß, was dir lieb ist, ich verstehe, daß du bei der Weihnachtsgabe uscht zuerst nach dem Geldeswert fragst, sondern als Mensch, als Persönlichkeit beschenkt werden willst I" Denn was ver! möchte besser den geistig-seelischen Sinn der Weihnacht und des Chrlstgescheuks auszudrücken als ein Buch — das ja immer Ausdruck eines Teils der Welt des Geistes und der Seele ist? Und: wer es weiß, daß die gemüthaften Verdunkelungen oder der verstandesmäßige Leerlauf den Menschen mehr bedrängen als das Materielle (freilich zu schweigen von dem letzten Physischen Elend, dem Hunger), der wird auch nicht glauben, mit Büchern .unpraktisch" zu schenken.

Weil aber sehr viele nur deswegen sich nicht zu einer Buch- gäbe entschließen, weil sie auf die Frage „Was?" keine genaue Antwort haben, wollen wir hier eine kleine Reihe echter Weih- nachtsbücher aufzählen und kurz beschreiben, aus denen fast jeder das chm Notwendige finden wird. Wir haben für diese Übersicht das Schaffen eines einzigen Verlags uns vorgenommen — Herder in Freiburg (Breisgau). Das hat seine Ursache darin: er steht fest tn unserer, der katholischen Weltanschauung und bezieht von ihr aus fast alle Lebens- und Wissensgebiete in sein Schaffen ein, so daß die in solch einem klaren Plan entstandenen Werke ber aller Jnhaltsverschiedeuheit das Gemeinsame haben — an ben katholischen Menschen unserer Zeit im Sinne der Ver- u toenben8 Berständnisses für ihre Fragen und Aufgaben sich |

Beginnen wir mit der Jugend! Da ist Das (3.10 M.)*) von Wilhelm Matthießen, ein

mit den Texten:

Herzlich willko Laden zu verm^ Möbliertes Zimm« zu vermieten Vorsicht Glas Nicht stürzen

vorrätig in der

Fuldaer i

Actiendruckere

wir Mit der Jugend! Da ist Das alte Haus von Wilhelm Matthießen, ein Märchenbuch für die Jüngsten, rote es nach Schönheit und Jnhaltsreichtum neben den Grimmschen Hausmärchen kaum eins gibt. Es ist ganz in der Kindermundart geschrieben, erschließt sich deshalb schon dem Verständnis der noch lange nicht Schulreifen. Dr Elly Reinrnger schrieb Geschichten aus der Bibel für die ganz Kleinen (kart. 1.40 M.). Hier ist endlich kindlich gesagt was dem Kind aus dem „Buch der Bücher" verständlich und forderlich sein kann - für Mütter zum Erzählen oder Vorlesett für die Kinder zum Betrachten der hübschen Bilder. Die Gc> schichte vom Jesuskind (3.60 M.) hat Wilhelm Straub ausgeschrieben, auch für die Kleinen. Trotzdem man das Nene Testament schon oft für Kinder zu bearbeiten versuchte, ist Straubs Buch doch etwas Neues: es ist ohne poetische Ausschmückung aber auch ganz lebendig und kindertümlich ausschließlich Jesu Jugendgeschichte. In der Reihe „Heiligenleben für Kinder von heute" ist als neuer Band Die Geschichte des heiligen Phi- lippus Neri (2.80 M.) von Helene Pages erschienen. Von einem Heiligen, der als Anführer einer Riesenschar von Jungens vor die Tore Roms zog, dort Spiel und Sport veranstaltete kaffen sich unsere Kinder gern erzählen und merken dabei nur wchte, daß dieser allzeit heitere Philippus doch ein Gesandter Gottes ist und daß sie durch ihn gesünder an Leib und Seele I werden. Eine der hellsten Erscheinungen unter den großen Prie­stern der letzten hundert Jahre war Don Bosco, der „Schlingel- erziehcr" Als ein ihm Verwandter hat der Dichter und Er- zieher Peter Dörfler die zwei Bücher Der junge Don Bosco (2.90 M.) und Der Bubenkönig (4 M ) geschrieben Das eine schildert die Entwicklung Don Boscos selbst das zweite sein abenteuerliches und opferfreudiges Schaffen für die 3“9$nh Beide Bünde sind gut bebildert. Das Leben des heilig-

Welchen Gefahren sich ein Familienvater aussetzi, der unter ben gegenwärtig geltenden Notgesetzen sich an einr nicht genehmigten Demonstration politischen Cha­rakters beteiligt, zeigte ein im Schnellverfahren be- Haube!ter Fall. Am Dienstagabend kam es gelegen!- lich der Stadtverordnetenversammlung zu Unruhen auf dem Paulsplatz. Ein Po- lizeibeamter beobachtete, wie ein Arbeiter einer Gruppe Erwerbsloser zurief: „Was haben bie Erwerbslosen?" Im Chor würbe bann entgegnet: „Hunger, Hunger". Der Beamte griff sich ben Mann heraus, bei dem ein Küchenmeffer gefunden würbe. Beinahe hätte bem Arbeiter, ber verheiratet und Familienvater ist, der Besitz dieser Waffe drei Monate Freiheitsentziehung gekostet, denn eine solche Strafe beantragte der Staats» arrroalt. Der Angeklagte behauptete, daß er bas Mester Zufällig bei sich gehabt habe, er habe nämlich nachmit­tags im Walde damit Gerten für Nikolausruten ge- fchnitten. Das Kleine Schöffengericht besah sich bas Messer einmal näher, und da es abgerundet unb nicht sehr gebrauchsfähig erschien, verneinte bas Gericht, baß es sich um eine Waffe handele. Der Angeklagte kam mit drei Tagen Haft und zehn Mark Geldstrafe davon, da in feinem Verhalten grober Unfug lag und er sich nicht an dem nicht genehmigten politischen Auf- zug beteiligen durste.

Aus Aiederh essen.

— Hofgeismar. In F r i e d r i ch s f e 1 d ist eine M a- fernepibemie ausgebrochen, bie 15 Personen, mei- ftens Kinber, befallen hat. Falls bie Krankheit nicht zu-

Das Segelfliegerunglück in Hirzenhain.

— Dillenburg. Zu dem schweren Unglück at Hirzenhainer Bergen erfahren wir noch fo" ‘ so tragisch ums Leben gekommene junge Bieber wollte seine Ablchlußprüfung, unb Prüfung ablegen. Er startete am großen H Eiershausen mit bem „Prüfling". Als er zu ’ blieb, machte man sich auf die Suche nach fand das Flugzeug im Tal bei Simmersbach vor. Aus den Trümmern wurde ber Flieger ber u. a. einen Schäbelbruch davon getrage Fluglehrer Schäfer nahm sofort eine Unters ' Unglückes vor. Das Flugzeug war bei dem vollkommen in Ordnung. Man nimmt an, daß, Winde bas Flugzeug zum Absturz gebracht Außer einem Handroerksburschen finb keine gen des Unfalls vorhanden. Das Gericht hat b freigegeben.

Schriftleiter: Dr. ohll. Johannes Str

Verantwortlich für allgemeine und kommun« litik Dr. phil. Johannes Kramer, für Heim genbblatt unb religiöse Beilage Dr. oec. pub seph Sauer, für den übrigen Text Dr. tt Karl Aust ermann, alle in Fulda. Seranti für die Anzeigen: Direktor der Fuldaer Actiend I. Parzeller.

— Edelzell (Kr. Fulda). Steuerobermadjtmeifter Robert Schneider von hier wurde zum Steuerbe» triebsaffiftenten ernannt.

Aus der Stabt Hünfeld.

— Volksvereinskundgebung. Am Sonntagabend sprach im Kath. Gesellenhaus der Landessekretär des Volksvereins für das katholische Deutschland, Dr. O b er­st a 11 e r-Frankfurt a. M. über bas Thema „D i e ch r ist- liche G e f e 11 f d) a f t s o r b n u n g im Sinne der Enzyklika Quabragefimo anno". Nach einem einleitenden schneidig vorgetragenen Marsch der Haus­kapelle und einem gemeinsamen Lied sprach Herr Kon­rektor Ackermann, der Vorsitzende ber Ortsgruppe bes Volksoereins, herzliche Begrußungsworte. Er gab kurz über Sinn, Zweck unb Geist ber Volksvereinsarbeit einige klare Erläuterungen. Nach bem weiteren Lieb „Wann wir schreiten Seit’ an Seit’" ergriff Dr. Ober­kailer bas Wort zu feiner nahezu zweistündigen Rede, ür bie die Versammlung am Schlüsse mit reichem Bei- all dankte. Herr Lehrer K r o tz-Rudvlphshan als Be­zirksleiter bes Dekanats Hünfeld dankte im Namen der Versammlung dem Redner für feine aufschlußreichen Ausführungen und forderte zur Mitarbeit im Volks­verein auf. Nach einem Musikstück der Kapelle des Gefellenvereins sprach Geistl. Rat Rektor So n d e r g e l d bas Schlußwort.

Ein Spielsalon polizeilich geschloffen.

= Kassel. In ber Königstraße hatte ein Unternehmer einen Spielsalon eröffnet, ber besonders von Er­werbslosen und Wohlfahrtsunterstüt- ungsempfängern besucht war, bie bort oft ihr letztes Gelb los würben unb bem Besitzer eine große Ein­nahme verschafften. Die Polizei hat den Betrieb jetzt ge­schlossen. J 8