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Metalle ändern ihren Charakter Metallegierungen und Metallveredelung. — Wissen­schaft als Schrittmacher der Technik. — Mekallschuh- flosfe.

Don Dietrich Rasmussen.

Auch dem in der Technik weniger Bewanderten ist heute bekannt, daß sich eins der „gewöhnlichsten", dabei aber wichtigsten Metalle, das Eisen, durch sachgemäße Behandlung in den wertvolleren Stahl umwandeln läßt; jeder hat von Duraluminium, dem Baustoff des „Graf Zeppelin", von rostfreiem Stahl und manchem Aehnlichen gehört, ohne allerdings in den meisten Fäl­len zu wissen, auf welche Weise die Technik dieses ver­edelte Material gewinnt. Nur dunkel ahnt man zu­weilen, daß dabei Legierungen und Mischungen ver­schiedener Metalle eine wichtige Rolle spielen.

Dabet gehört gerade das Gebiet der Legierun­gen zu den wichtigsten und interessantesten aus dem weiten Reich der Metallkunde überhaupt, zugleich auch zu einem der ältesten. Wie schon seit Jahrhunderten be­kannt ist, kann man die Eigenschaften mancher Metalle dadurch erheblich verändern, daß man sie miteinander zusammenschmilzt oder auch nur dem einen einen ge­ringen Zusatz eines oder mehrerer anderer zufügt. Die erzielten Ergebnisse wurden aber ausschließlich auf em­pirischem Wege gewonnen, durch praktisches Probieren. Erst in der jüngsten Zeit ist man daran gegangen, die Metalle und ihre Eigenschaften rein wissenschaftlich zu untersuchen und ihr Verhalten unter den verschiedensten Umständen zu prüfen. Dieser Weg war erst gangbar, nachdem man die Lehre vom hetergenen Gleichgewicht entdeckt, die Bedeutung des Thermoelements für Tempe­raturmessungen erkannt und elektrische Schmelzverfah­ren erfunden hatte. Wissenschaft und Technik greifen damit in zunehmendem Grade ineinander, und immer häufiger erweisen sich auf rein theoretischer Grundlage durchgeführte Studien und Versuche von höchstem Werte für die Praxis, in erster Linie die Technik.

Man hat das Thermo-Element in geschmolzene Me- tallmrschungen gebracht und mit feiner Hilfe den Ab- kühlungsvorgang im einzelnen verfolgt. Es lassen sich dann fogennnte Zustands - Diagramme aus, denen der Kundige höchst aufschlußreiche Folgerungen zu ziehen vermag. Die früheren empirischen Versuche kosteten viel Zeit und damit Geld. Heute zeigen bTe Kurven der erwähnten Diagramme, ob Metalle sich in einem beliebigen Gewichtsverhältnis miteinander mischen oder nicht, ob sie Reihen von Misch-Kristallen gehpn und in welchem Verhältnis usw. Selbst über die Zähigkeit oder Sprödigkeit bestimmter Metallegie­

rungen geben die Diagramme Auskunft. Diese Und andere Eigenschaften sind nämlich in hohem Maße von dem Kristallisationszustand der Metalle abhängig, der übrigens auch mit dem feit Jahrhunderten bekannten Abschrecken des Stahls in Verbindung steht. Dar­unter versteht man bekanntlich das Härten durch plötz­liches starkes Abkühlen des glühenden Stahls. Durch Abschrecken des Aluminiums unter Zusatz von zwei bis drei Hundertteilen Kupfer erhält man auch das heute in der Technik eine immer größere Rolle spielende Dur­aluminium, das dadurch fast doppelt so zug- und druck- fest wird wie das ursprüngliche Leichtmetall.

Don kaum geringerer Bedeutung für unser tech­nisches Leben als die Herstellung von Metallegierungen ist die sogenannte Veredelung. Man versteht heure den schädlichen Einfluß, den bekanntermaßen Luft und Wasser auf die meisten unedlen Metalle ausüben, durch Zufügung anderer Metalle weitgehend zu vermindern, wenn nicht ganz aufzuheben. Was das bedeutet, be­sagt allein die Tatsache, daß von der Jahreserzeugung an Ersen rund der dreißigste Teil durch Oxydation an der Lust wieder vernichtet wird.

Man bekämpst den Rost am besten durch Schutz­schichten, die manche Metalle, wie das Aluminium, durch Oberflächen-Oxydation sich selbst schassen. Bildet diese Oxydationsschicht aber nicht eine völlig zusammen­hängende, firnisartige Masse, so daß der Sauerstoff durch die Lücken hindurch dauernd weitere Angriffs­punkte findet, wie bei Magnesium oder Ersen, so sind andere Maßnahmen erforderlich.

Man braucht beispielsweise dem Magnesium nur ein wenig Mangan beizufügen, um eine weit stärkere und fast vollkommen schützende Schicht zu erhalten. Wichtiger ist, daß auch das Eisen sich gegen üble Ein­wirkungen der Luft, des Wassers und gegebenenfalls auch chemischer Stoffe schützen, mithin veredeln läßt. Hier hat sich vor allem das E h r o m als besonders tauglich erwiesen. Durch Mischung von Eisen mit f-5 bis 20 v. H. Chrom, gelegentlich auch noch geringen Mengen anderer Stoffe, erhält man verschiedene Edel­oder nicht rostende Stahlarten, durch deren Herstellung sich besonders die deutsche Stahlindustrie einen Namen gemacht hat. Je nach den Anteilen der bei der Mi­schung verwandten Stoffe gewinnt man Stahl von be­sonderer Härte, Biegsamkeit oder sonstwie gewünschten Eigenschaften.

Schließlich besteht noch di« Möglichkeit, ein unedles Metall wie etwa Kupker durch Mischung mit einem Edelmetall, z. B. Gold, zu einer Edellegierung zu verarbeiten. Obwohl die Tatsache seit langem be­kannt war, ist man doch erst in neuester Zeit in das Wesen dieser Legierungen — die nur zustande kom-

Elend im Schatten der Wolkenkratzer.

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Die „Wohnung" eines Arbeitslosen auf einem Schuttabladeplatz in unmittelbarer Nähe des wol- kenkraherviertels von Chicago.

Nirgends in der Welt sind die Gegensätze zwischen den Jahren des allgemeinen Wohlstandes und den Jahren der Wirtschaftskrise krasser als i n A m e r i k a. Im Schatten der riesigen Wolken­kratzer, der Geschäfts- und Vergnügungspalüfte, breitet sich das furchtbarste Elend aus, demgegen­über alle Maßnahmen der privaten Wohltätigkeit versagen.

men, wenn sich Mischkristalle bilden — näher ringe- brungen.

Um noch einen Blick auf die praktische Bebeutung her uns durch bie Wissenschaft vermittelnden neuen Kenntnisse auf dem Gebiete der Metallveredelung zu werfen, fei noch erwähnt, daß man zu einer Brücke heute nur noch etwa ein Drittel des Gewichts an Eifen benötigt wie vor einem Jahrhundert. Und daß eben­falls vor runb hundert Jahren ein guter Dampfkessel den Druck von fünf-, höchstens zehn Atmosphären aus­hielt, während heute einige hundert Atmosphären als selbstverständlich gelten. Welch ungeheure Bedeutung allein in diesen einfachen Tatsachen liegt, wird sich je­der selbst sagen können.

Turnen und Sport

Motorsport.

— Der Fuldaer Rennfahrer Hans Kahrmann, deut­scher Motorrad-Stratzenmeister der 250 ccm. Klasse 1931 und 1932, wurde, wie man uns berichtet, bei seinem Auf­enthalte in England von den Jap-Motorenwerken für alle Rennen des Jahres 1933 weiterverpflichtet. Neben zwei neuen Modellen wurde ihm auch die 1000 ccm. Ma­schine des englischen Meisterfahrers Wright zwecks An­griff auf bie bestehenben Weltrerorbe über eine Meile zur Verfügung gestellt. Kahrmann will sich anfangs bes nächsten Jahres zu einem Spezialtraining erneut nach Englanb begeben.

Handball.

— Dipperz 2.—Jungmännerverein Horos 4:0 (2:0).

Arn Sonntag trafen sich in Dipperz beibe Mannschaften zu einem Freundschaftsspiel. Nach kurzer Zeit brachte der Halbrechte von Dipperz seine Mannschaft in Führung. Wenige Minuten später erhöht der Halbrechte auf 2:0. Gleich nach Beginn der Halbzeit fällt durch den Mittel­stürmer bas 3. Tor für Dipperz, bas aber vom Schieds- richter wegen Abseits nicht anerkannt wirb. Trotz man­cher gefährlicher Durchbrüche kommt Horas zu keinem Erfolg. Einen Eckball verwanbelt ber Linksaußen zu einem weiteren Tor für Dipperz. Kurz vor Schluß wirft ber Rechtsaußen bas 4. und letzte Tor für bie Platzmann­schaft. H. K.

Neues in kürze.

Di» Dienstag-Sitzung hn Leipziger Söul» lerjahn-Prozetz wurde größtenteils durch das Plädoyer des zweiten Verteidigers, Professor Dr. Sinzheim er - Frankfurt, ausgefülllt, der Frei - sprechuna des Angeklagten beantragte. Das Urteil «st am Samstag zu erwarten.

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Der Rechtsanwalt und Notar Manmikian Truetzscher von Falckenftern aus Rasten­burg erschoß sich am Dienstag in entern. Berliner Hotel. Der Grund ist unbekannt.

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Der 44 Jahre alte Ztgarrenhändler Nassau ht Aachen erschoß seine 68jShrige Mutter und tötete sich dann durch einen Brustschuß. Aus htnterlassenen Briefen geht hervor, daß Nassau aus wirtschaftlicher Not gehandelt hat.

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Di« Sch isfahrt auf dem Panamakanal mußt« infolge Hochwassers eingestellt werden, das durch die großen Wassermengen des Chagres- Flusses verursacht worden sst. >

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In den Morgenstunden des Dienstag wurde in Santrago be Chile ein starkes Erdbe den verspürt. Ein größerer Schaden wurde nicht ange­richtet. '

Wie auS Banung auf Java gemeldet wird, ist ber Vulkan Krakatau wieder in sehr stark« Tätigkeit getreten. Innerhalb von 12 Stunden wurden 323 Ausbrüche beobachtet. Einer der Aus­brüche am Montag erreichte eine Höhe von rund 800 Metern. >

• Sinotvjeff nicht tot. Von russischer amtlicher Seite wird mitgeteilt, daß das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei die im Ausland verbreitete Meldung über den Tod Sinowjeffs nicht bestätigt.

Einern Teil unserer heutigen Ausgabe liegt ein Prospekt ber Firma Franz SSHler, Fulda bei. Er wirbt für bie bekannten Magnetwaren und bitten wir unsere werten Leser um gesi. Beachtung.

Aus der Mssenschal

Prof. Dr. Hang Much,

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der bekannte Bakteriologe und Leiter des tuts für Serologie und Tuberkuloseforschu im Alter von 52 Jahren gestorben.

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Der russische Kommissar für das Gesundheit! wesen Wl a d i m i r s k t ist zusammen mit 15 d, hervorragendsten russischen Aerzte in Berlin ei, getroffen, um an dem deutsch-russische Mediziner-Kongreß teilzunehmen.

Frankfurter Börse

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Staatspapiere

Industrie-Aktien

S’n Reichsanleihe 27

75,0

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Adt Gebr.

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Anl. Abi. Schuld

58,12

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Alle. Elektr. Ge«.

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do. ohne Ausl.

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Bad Salzschlirf

10,0

Oeatr. Goldr.

10,0

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Cem. Heidelberg

45,62

IPn Ungarn Goldr

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Contin. Ges.

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Daimler

18,75

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Bold. Ptdbr. u. Anl.

ü. Erdöl Berlin

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Wo Pt. Ldspfbr. R. 19

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D. Scheideanstalt

141,0

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6"/o Pr. Ldspfbr. R. 21

78,5

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Dürrkoppwerke

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Eisenw. Kaisers!.

R. 20

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Elektr. Lief.

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6°/o Frkft. Hyp.-B.

Elektr. Licht u. Kraft

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Gold.-Pfdb. R. 13

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Farbenindustrie

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Wo Frkft Pfdb. B.,

Frankf. Hof

27,6

Gold.-Pfdb. E. 15

80,37

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Goldschmidt

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6»/oL.K.Kaes.G.K.Obl

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Hammersen

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6°/o L. Kr. Kass.

Holzmann Ph.

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Gold-Pfdb. 86R.1

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Konsv Braun

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Lahmeyer & Co,

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Gold-Pfdb. 26 R. 2

84,0

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Lin geh Schuht

28,0

6-/o L. Kr. Kaas

Mainkraftw.

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Gold-Pfdb. 27 R. 4

78,0

78,0

N. ti. U. (Neckarfz.)

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Siem. & Halske

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118,1

Gold-Pfdbr E. 18

80,0

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V. Faßt. Cassel

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Bankaktien

Wayü & Frey tag

4,75

Commerzbank

58,6

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Zellst. Aschaffenb.

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Danatbank

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Zellst. Waldhof

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0.-0-Bank

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D. Eft. u. W. Bk Dresdner Bank

69,0 61,76

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Bergwerks-Aktien

Frankfurter Bank Frankl. Hyp.-Bank Meininger Hyp.-Bk. Reichsbank

Aktien dtsch. Transp.-

68,U 68,0 68,6 126,75

68,v 68,0 63,0

187,5

Bruderua Eisenw.

Gelsenk. Bergw.

Harpener Bergbau Ilse Bergbau Kali Aschersleben

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Anstalten

Mannesmann

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Case. Straßenbahn

41,0

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Riebek

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Hapag

Nordd. Lloyd

16,1

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Berliner

28. Nov Geld

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29 No Bnei

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Devisenkurse

Newyork

4,209

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Brüssel

68,27

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68,27

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Holland

169,33

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London

13,46

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Paris

16,47

16,51

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Schwei*

80,92

81,08

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Spanien

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34,40

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Italien

21,51

21,55

21,49

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Dänemark

70,28

70,87

69,58

69/7

Norwegen

69,88

69,58

68,98

69,18

Schweden

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78,12

72,98

78,12

Prag

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12,485

12,465

12,485

Wien

61,95

62,06

51,95

52.0»

Schriftleiter: Dr. vhU Johannes Krames Verantwortlich für bie Anzeigen: Direktor ber Fulda» Aettenbruckerei I Baraeller

Neuerlicher für den Weihnachtstisch.

Auch in diesem Jahr ist zu Weihnachten roieberum eine Fülle neuer, guter Bücher erschienen. Die Preise wurden von den Verlagen der heutigen Kaufkraft des Publikums angepaßt, womit bas Büch zu einem ber meistgeeigneten Geschenkobjekte geworben ist. Wer da­rum seinen Angehörigen und Freunden eine Weih- nachtsfreube bereiten möchte, bie dem Beschenkten zu­gleich einen Gegenstand von Dauer zukommen läßt, ber wähle aus ber hierunter folgenden Zusammenstellung feine Bücher aus; sie stammen sämtlich aus dem be­kannten Münchener Verlag Joses Kösel u. Friedrich Pustet, dessen Produktion auch Heuer Werke für jeden literarischen Geschmack und jede Leierschicht umfafjt.

Helene Haluschke, bie Verfasserin bes köstlichen Buches „Ser Pfarrer von ßamo11e“, hat so­eben einen neuen Roman „Der Sohn zweier Väter" vollenbet. (246 S. Ganzleinen Rm. 4.80.) Am Schicksal Wolf Wildes, eines ehrlich strebenden jungen Menschen, zeigt bie Dichterin den Kamps ber modernen Jugend, bie sich zwischen Gott und Unglaube zu ent« scheiben hat. Wolf Wilde, ber im Hause seines Stief­vaters, eines Wiener Rechtsanwalts, aufwächst, ver­fällt schon früh der Glaubenslosigkeit. Durch harte Prüfungen, Beispiel und Vorbild eines liebenden Mäd­chens, das später feine Frau wird, gelangt er zur Er­kenntnis ber Wahrheit. Dieses Buch wird insbesondere bie junge Generation mit lebhaftem Interesse lesen; daneben aber auch alle, die an den inneren Nöten ber Jugend Anteil nehmen. Ebenfalls für bie seelisch Not­leidenden unserer Zeit ist ber Roman „Schloß Vier» turm" (293 S. Ganzleinen Rm. 6.—) von Karl Bor­romäus Heinrich geschrieben. Viel mehr noch als tn seinem vorjährigen Roman „Menschen des Uebergangs" dessen Preis ber Verlag übrigens jetzt ebenfalls auf Rm. 6.— herabgesetzt hat, erfährt ber Leser in bieser neuen Dichtung bas Leben in unmittelbarer Gestaltung. In bem altbayrischen Schloß, das von feinen Bewoh­nern, einem freiherrlichen Zwillingspaar, aus wirtschaft­licher Notlage an einen Arzt verpachtet wirb, der dort ein Landgenesungsheim für seelisch Erkrankte einrichtet, begegnet ber Leser zahlreichen Schicksalen, bie für un­sere Zeit typisch sind; sie alle läßt ber Dichter aus den Gegebenheiten bes Glaubens leben, woburch sie ganz und gar in Gottes Obhut gestellt erscheinen. Einen Zeitroman, der in der Stoss wähl und Gestaltung an die sozialen Romane Franz Herwigs erinnert, legt Rudoli Henz mit feinem Buch „Bie Gaukler" (401 S. Ganzleinen Rm. 6.50) vor. Hier treten unter anderen auf: Aristokrat, Tänzerin, Künstler, Gutsbesitzer, Front­soldaten und einfache Menschen, bie mit mehr ober min­der heroischem Willen begabt, dennoch sich selbst und andere betrügen; sie sind Gaukler ihrer Zeit. Der Schauplatz ist Wien und ein Kärtner Gebirgstal. Die Handlung, von einer Kette bewegter, unterhaltsamer Episoden durchzogen, steigert sich bisweilen zu drama­tischer Stärke. Hinter bem bunten Treiben ber Men­

schen steht die Erkenntnis, die Wandlung zu einer bes­seren Zeit nicht von anderen zu erwarten, sondern vor allem von sich selbst. Auch Franz Johannes Weinrich, ber Dichter der Elisabeth-Biographie, hat heuer einen Großstadtroman, „Die ßöroengrub e", geschrieben. (284 S. Ganzleinen Rm. 5.30.) Er erzählt das Schicksal eines Bauerngeschlechtes vom Eichsfeld, das durch eigene und Schuld ber Väter in eine nord­deutsche Großstadt verschlagen und dort proletarifiert wird. Ihr bäurisches Blut wehrt sich zwar gegen die Einordnung, aber allmählich werden sie den anderen ähnlich, die gleich ihnen in ber Großstadt leben und rbeiten. Nur mit ihrem Glauben, bem sie treu bleiben, sind sie noch mit der ländlichen Heimat ver­bunden. Im Schatten der Mietskasernen wächst die junge Generation heran, die sich wiederum in neuen Konflikten gegen bie ältere wendet. Großstadt und bäuerliche Landschaft stellt ber Dichter in ihren wechsel- vollen Beziehungen nebeneinander. Frei von ber brüt« tenben Last, an ber die Lohrengels in Weinrichs Roman zu tragen haben, leben bie Herbstleute in Carl Tin - Hofers „Siebenforg". Ein Idyll von Liebe, Kindern und großen Leuten. Mit 63 Holzschnitten von Rudolf Wirth. (263 S. Ganzleinen Rm. 5.50.) Im Mittelpunkt steht die mütterliche Frau; bie gefestigte Natur bes Vaters beschützt die Gattin und bie sieben fpringlebenbigen Kinder vor den äußeren Stürmen. In diesem echten Volksbuch, das für jedermann ein Lab­sal ist, wird das Vorbild einer christlichen Familie ge­lebt. Wer Sinn für Geschichte hat und historische Ro­mane bevorzugt, wird zu dem Albertus Magnus-Ro- man „Meister Albert und der Ritter" von Juliana von Stockhausen (290 S. Ganzleinen Rm. 5.80) greifen, der Leben und Wirken des neuen deutschen Heiligen, Alberi des Großen behandelt. Um ihn und den Ritter Hubert vom Gerhof sst das reli­giöse und politische Ringen und Streben des dreizehn­ten Jahrhunderts, der Wesens- und A>eengehalt dieser Ken Epoche von ber Dichterin mit großer Meister-

t, wie sie all ihren Romanen eignet, gestaltet wor­ben. Die Freunde des Phantasieromans seien auf bie Neuauflage bes längere Zeit vergriffen gewesenen Bu­ches „Der Herr der Welt" von Robert Hugh Benfon aufmerksam gemacht. (304 S. Kart. Rm. 3.—, Ganzleinen Rm. 4.80.) Dieser 1907 geschriebene Zu­kunftsroman aus bem Jahr 2000 ist heute, nachdem ein großer Teil ber Voraussagen Benfons bereits eingetrof- fen sst, von besonderer Aktualität. ■ Felsenbourgh, bem Herrn der Welt, gelingt die Bereinigung des Ostens mit dem Westen in einem gemeinsam beschlossenen Weltfrieden. Sein Kamps richtet sich alsdann mit aller Schärfe gegen das Christentum, Rom wird eingeäschert, der Papst regiert bie Kirche von Nazareth aus.

In Anbetracht ber gesunkenen Kaufkraft bes einzel­nen hat ber Verlag heuer von zwei bekannten und viel- begehrten Romanen verbilligte Sonderausgaben her- gestellt, bie beim gesamten Buchhandel bereits leb- haft gefragt werden; es sind das „Die Soldaten der Kaiserin", der große Maria Theresia-Roman von Juliana von Stockhausen (351 S. Ganzleinen

Rm. 3.20), in bem die Kaiserin, die um Besitz und Be­stand bes Reiches hat kämpfen müssen, zu einsamer Größe emporsteigt, und „Das Singer lein", die Geschichte vom Sangerbüblein Hansl von Dolore» Vieser (347 S. Ganzleinen Rm. 3.20). Gerade die­ser Roman hat sich wegen feiner Zartheit und Innigkeit die besondere Gunst der Leser erworben.

Die reine Dichtung, die in der letzten Zeit einen stän­dig wachsenden Leserkreis gesunden hat, ist heuer mit Werken von besonderem Rang vertreten Gertrud von le Fort, deren „Hymnen an die Kirche" be­reits im 10. Tausend oorliegen, hat einen neuen Band „Hymnen an Deutschland" herausgege­ben. (51 S. Kart. Rm. 2.—, Geschenkausgabe mit Mehr- farbenaufdruck Rm. 6.—.) Deutschlands Schicksal, Sen­dung und Sieg erblickt dieDichterin in ber Abhängigkeit von der christlichen Reichs- und Kaiseridee bes Mittel­alters. Weit ab von allem Parteigezänk und dem Streit der Tagesmeinungen zeichnet Gertrud von le Fort in diesem neuen Buch die Stellung unseres Volkes in ber Geschichte. Auch Gottfried Hasenkamp wendet sich in seinem neuen Gedichtband „Der Königs ft uhl v o n A atf) e n" (88 S. Kart. Rm. 2.80) der religiös- politisch. Dichtung zu, in der er eine glühende vaterländi­sche Aufgabe erblickt. In dem großen Gedicht, das dem Buch den Namen gab, hält Hasenkamp Zwiesprache mit dem Engel Deutschlands, beklagt er den Verlust ber politischen Sendung des Germanentums und des alten Reiches, das Sachwalter ber Kirche Christi war, von der es abirrte. Das Buch enthält auch eine Reihe religiö­ser Gedichte und Elegien, die im Lause der letzten Jahre entstanden sind. Mit feinem ersten Gedichtband „Sprache der Dinge" (88 S. Halbleinen Rm. 2.80) tritt der Franke Friedrich Demi vor bie Oes- fentlichkeit, bie in ihm einen Lyriker von stärkster Ei­genart erkannt hat. Bon feinen Gedichten sagt Dr. Martin Rockenbach, ber Herausgeber der Orplid-Mo­natshefte, daß ihnen „schöpferische Originalität in ein­deutigem Sinn eigen sei. Neben diesen Dichtungen ste­hen gleichwertig bie geistlichen Lieder „St arme!" von Vater Erich Przywara S. I. (151 S. Halbleinen Rm. 3.50), bes bekannten Philosophen aus bem Je- suiten-Orben, ber den Gedanken bes Karmel, ber schon als Prinzip des religiösen Lebens in feinem philosophi­schen Lehrgebäude enthalten ist, nun auch in dichterischer Form ausprägt. Ruth Schaumann erfreut ihre große Gemeinde mit einem neuen Gedichtband „D e r Krippenweg", den 21 farbige Holzschnitte fchmük« ken. (47 S. Kart. Rm. 2.80.) Hirten, Könige, Kinder, ber verlorene Sohn, alle kommen in ben Stall zur An­betung bes göttlichen Kindes, das, von den Menschen abgeroiefen, dort feine erste Heimstatt sand. Zur Vor- bereitung auf bas Weihnachtsfest sei auch bas neue Be­trachtungsbüchlein „AbventsIichter". Besinnliche Worte zum Weihnachtsfestkreis (79 S. Kart. Rm. 1.60) des bekannten Münchener Kanzelredners P. Ludger Rib O. S B. empfohlen, das sich an die Evangelien ber Adventszeit, des Weihnachtsfestes und das bes hl. Jo­hannes anlehnt und Herz und Wille des Lesers zur Selbstbesinnung lenkt, Don P. Peter Lippert S, I.,

dem feinfühligen Psychologen und Seelenführer, ist e® neues Werk „Briefe in ein Kloster" (231 e- Kart. Rm. 2.80, Halbleinen Rm. 4.20) erschienen, W an einen jungen Menschen während der Zeit feiner Be­rufswahl und feines Klosterlebens gerichtet sind. Ne­ben dem Persönlichen werden in diesen Briefen so vielt allgemein gültige Fragen und solche über die Organe«* tion des heutigen Ordenswesens in der katholische" Kirche erörtert, fo daß dieses Buch nicht nur für Ml Klosterberufenen sondern für alle lesenswert sst, W bem Mönchstyp der Gegenwart Interesse entgegenbrin­gen. Die Frühzeit bes Christentums beschrieb der xM meister ber kirchlichen Forschung, Prälat Albert EWW Hard in seiner umfassenden Darstellung „Die Kirche ber Märtyrer". Ihre Aufgaben und ihre Lei­stungen. (XII und 412 S. Ganzleinen Rm. 10.— > Die Lektüre dieses Buches, das sich ohne Beschwerung durch den wissenschaftlichen Apparat gerade für den ggj bildeten Laien eignet, sst angesichts der GlaubenskärnM in Rußland, Spanien und Mexiko äußerst zeitgemäß Aus der Feder von Professor Siegfried Behn, »W Verfasser des Bandes „Philosophie ber Werte" «W Handbuch der Erziehungswissenschaft stammt bas neu Buch „Schönheit und Magie" (251 ©• leinen Rm. 5.80). Der Bersasser untersucht hier den Gebilden der Malerei, Musik, Plastik, Tanz, hing, Architektur bie Beziehungen bes Urmenschen 3U™ Magischen, bie auch im Genius unserer Tage fortwiv- ken. Diese „Kunstphilosophie vom lebenben MenMn ber", wie ber Bonner Gelehrte, Professor A. Dempl- Behns Werk nennt, wird allen Sunftfreunben wisskom

men sein.

Heber Leben und Wirken zweier heiligmäßiger Pkri sönlichkeiten berichten bie beiden Biographien „T i l Der Heilige im Harnisch (mit 15 Einschaltbildern.

S. Kart. Rm. 1.80, Halbleinen Rm. 2.70, Ganzleinen» Rm. 3.60) von Georg (9 i 1 a r b o n e und „Die gom* -i lige Mutter Franziska Schervier, Stifterin der D men Schwestern vom hl. Franziskus" zu Aachen (150 «»■ j Halbleinen Rm. 3.30) von P. Bruno G ofs ens u- M. Cap. In der Schrift über Tilly, die das großen katholischen Feldherrn bes Dreißigjährig M Krieges von allen Geschichtslügen befreit, sind bisher unbenutzte Dokumente aus bem München- q Staatsarchiv verwertet. Jnsbefonbere dürste auch Jugend aus bem Vorbild des tapferen Marienverehrers lernen. P. Gofsens führt den in die soziale Arbeit des „heiligen Fräuleins ziska" ein, wie die Drbensftifterin schon zu bei den Aachenern hieß. Ihre Genossenschaft umMM heute neunzig Niederlassungen mit insgesamt 2500 v | bensmitgliebern.

Im 68. Jahrgang erschien ber Regensburg Marien ka lende r, herausgegeben von Heilmann (128 S. Rm. 0.65). Er enthält neben wählten Beiträgen von Beter Dörfler, Jakob s'n^Sl Maria Veronika Rudat scher u. a. das vielen Bücherpreisen ausgestattete Rätsel sowie ein ßes Preisausschreiben mit Geldpreisen von über 3 Ä Mark, __ ____________ . ..... , _______-W