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l^" Anzeiger für die Stadt Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt.

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Zahrg. SS

Donnerstag, 10. Aon. 1932

r. 260

90 Prozent des deutschen Volkes stehen ge.

einer Deutlichkeit,

hatten.

runa im Reichstag

auf der anderen Seite das

W

Ä

erst einmal ein die Sachlage voll­

klar umschrieben.

90:10!

man ja über 2lrt und Mast der Reichsregieruna zum Volke sich Bild verschaffen mustte, dann ist kommen geklärt:

gebnisie noch. Die Führer des rechten republika­nischen Flügels, Watson, Smoot und Moses wur­den nicht wieder gewählt.

Von den 435 Sitzen des Repräsentantenhauses gewannen die Demokraten nach den bisher einge- lausenen Berichten 165 und die Republikaner nur 43. Rur 20 unentwegte Freunde der Trockenheit wurden wiedergewählt.

Roosevelt Sieger über Hoover

A yoosevell-Wahlmänner und nur 78 Hoover-Wahlmänner ghli, Der soziale Kandidat siegt über den Kandidaten der üschaft. Amtsantritt des neuen Präsidenten erst in einem halben Jahr. Der neue Vizepräsident.

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es war spinale Kinderlähmung. Roose­velt verließ das Krankenlager nur, um zunächst im Rollstuhl weiterzuleben. Aber sehr bald ver­biß er sich mit ungeheuerlicher Energie in den Vor­satz, sich die Herrschaft über die gelähmten Glie­der wieder zu erringen. Nach einem Jahre war er wieder imstande, seine Arme zu gebrauchen, und ein weiteres Jahr später konnte er auf den allerdings, wie auch heute noch, durch eine Stahl­schienenapparatur gestützten Beinen wieder stehen.

Der heroische Kampf Roosevelts gegen die furchtbaren Folgen jener tückischen Krankheit gibt zugleich den besten Begriff von dem Wesen und der Sinnesart des neuen Präsidenten der USA.: ein im Grunde urwüchsig gesunder Mensch mit ei­ner Vitalität ohnegleichen, die jederzeit zusammen­gefaßt werden kann in ein« konzentrierte Aktion auf ein Ziel hin, vor dessen Erreichung die ein­mal angepackte Aufgabe nicht wieder beiseite ge­stellt wird. Roosevelt pflegt allerdings nur Ziele ins Auge zu fassen, deren Erreichung er nach sorgfältiger Ueberlegung aller Chancen sicher sein zu können glaubt. Während seiner Lauf­bahn hätte er oft genug Gelegenheit gehabt, Ver­suche zu einer Beschleunigung seiner Karriere

Franklin D. Roosevelt, der neue Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

John Hance Garner, der Kandidat der Demokraten, für das Amt des Vizepräsidenten.

Zusammen mit dem Präsidenten wählte USA jetzt auch seinen neuen Vizepräsidenten. Diesem Posten kommt, solange der Staatspräsident im Amte ist, nur repräsentative Bedeutung zu. I Ist aber der Präsident an der Ausübung seines Amtes verhindert, so tritt der Vizepräsident au­tomatisch an leine Stelle. Erinnert sei an die Amtsübernahme des Vizepräsidenten Coolidge nach dem Tode des Präsidenten Harding im Jahre 1925. ___

Im englischen Unterhaus wurden die Regierungsmaßnahmen zur Unterstützung de» englischen Viehwirtschaft und Fleischerzeugung bekannt gegeben. Der Landwirtschaftsminifter teilte mit, daß ein Fleischzoll nicht in Frage kom­me, sondern nur eine Einschränkung der Fleisch­einführen.

Mit den Ergebnissen der Kongreßwahlen zu­sammen verstärken die Wahl-Resultate den Ein­bruch daß im zukünftigen Amerika Präsident und Parlament ausgesprochennaß" sein werden.

Senat und Reprasentanlen-haus.

wtb. New Jork, 9. Nov. (Eig. Meld.) Die Demokraten haben von den zur Wahl steheniden 34 Senatssitzen bisher 21 erhalten. Damit ver­fügen sie im Senat bereits jetzt über 52 Sitze und haben 3 Stimmen mehr als zur einfachen Mehr­heit erforderlich ist. Die Republikaner haben bis­her 2 Sitze gewonnen. Ihre Stimmenzahl im Se­nat beträgt 32. Aus 11 Bezirken fehlen die Er­

len Umständen ab! *

90 Prozent des deutschen Volkes haben dieser Reichsregieruna trotz ihrer täglichen Werbungen und trotz der aufgeregten Rundfunkansprache des Reichskanzlers die Gefolgschaft verweigert.

90 Prozent des deutschen Volkes haben es ab- gelehnt, dem Führer dieser von Parteien ,.un- abhängiaen" Regierung zu gehorchen, der in kei­nem letzten Rundfunkappell von dem deutschen Volke forderte, diePartei" zu wählen, die ihn und seine Regierung unterstütze!

Schon die Tatsache, daß von hundert Deutschen nur knapp acht bis zehn hinter diese Parole des Reichskanzlers traten und die Deutsckmationale Partei, die er zu wählen vorschlug, ablehnten, ist ein so katastrophales Fiasko, daß man sich eigent­lich wundert, daß der Reichskanzler auch nur noch eine einzige Stunde, nachdem ihm dieses Ergeb­nis bekannt geworden ist, auf seinem Platze ver­bleiben konnte.

Diese 10 Prozent, übrigens noch nicht einmal eine einheitliche Gruppe, sondern aus den ver­schiedensten Lagern zusammengewürfelt, verstärkt durchTreibholz", vor allem durch solche, die vor Prüfung ihrerUeberzeugung" erst einmal ihren Kassenschrank und ihr Portemonaie besichtigten, weiter von solchen, die .Konjunktur" witterten, diese 10 Prozent sollen dem deut­schen Volk und dem Deutschen Reich aus dem Sumpf heraushelfen", in dem das deutsche Volk nach den eigenen Worten des Reichskanzlers steckt, diese 10 Prozent sollen s o stark sein, um den Schutt der letzten dreizehn Jahre", den der Herr Reichskanzler, wiederum nach seinen eigenen Wor­ten, angehäuft sieht, fortzuschasten!

10 Prozent gegen 90 Prozent! Wirklich ein grandioser Erfolg, auf den ein Staatsmann, der sich auf Bismarck beruft, stolz sein kann!

Es hat schon nichts mehr mit normalen Ge­fühlen zu tun, wenn der Deutschnationale Presse­dienst (d. 8. Nov. 1932) unter solchen Umständen einen rückschauenden Artikel mit dem Titel ver­sieht: Nach demSiege"! Ueber was haben denn die Deutschnationalen eigentlichgesiegt"? Sie hatten den größten Propagandaapparat, den man sich überhaupt denken kann, und sie hatten diesen Apparat für ihre Partei ganz allein! Sie I verfügten über die reichlichsten Geldmittel und über ein sehr robustes Gewissen in ihrer Wahlpro­paganda. Und trotz allem aus eigener Kraft nur acht Prozent, und mit den Trabanten knapp 10 Prozent des deutschen Volkes zu gewin­nen, ist doch ein bischen wenig. Wenn die Deutsch­nationalen von einemSiege" zu sprechen das Recht hätten, und wenn die Reichsregieruna dem­gemäß wirklich Grund hätte, mit dem Ergebrls zufrieden" zu fein, dann hätte das Verhältnis umgekehrt sein müssen, dann hätten die Deutsch­nationalen samt Gefolgschaft die Mehrheit- für diese Regierung erobern, dann hätte sich ein ge­waltiger Erdrutsch vollziehen müssen Was aber >?tzt herausgekommen ist, 10 Prozent gegen 90, ist doch sehr kümmerlich! Ganz abgesehen davon, daß die Deutschnationalen ja jetzt auch noch nicht einmal die Hälfte derjenigen Mandate erhal­ten haben, die sie vor Hugenbergs aenialer Füh-

feit zu bewerten hat. Sie besagen auch schon einiges über feine voraussichtliche politische und wirtschaftliche Praxis. Stellte Hoover sich der furchtbaren Wirtschaftskrise als kühler nüchterner Rechner mit der scheinbar herzlosen Parole gegen­über:Keine Verschwendung!" (nämlich durch Zahlung von Arbeitslosenunterstützungen), so ge­wann Roosevelt die Massen mit dem einfachen Satz:Der Staat kann nicht ruhig zusehen, wie tigkeit, die alle Leute, die eine amtliche Stellung gehen!" Diese beiden Standpunkte waren wirk- lich entscheidend in dem jetzt abgeschlossenen erbit­terten Wahlkampf und nicht, wie man es sich i n Europa zumeist fälschlich vor stellte, die P r o h i b i t i o n s s r a g e. Und von der Art und Weife, in der Roosevelt das in seiner Pa­role enthaltene Versprechen einlösen wird, hängt es ab, ob seine Präsidentschaft erfolgreicher sein wird, als die Hoovers, den man vor vier Jahren mit so großen Hoffnungen begrüßte.

sich schwer belastet.

Dieseautoritäre", diesechristliche", diese konservative", diesegrundsätzlich neue" Staats­führung. die nach ihren eigenen Erklärungen aus- zog, um den Bolschewismusmit Stumps und Stiel" zu vernichten, hat es zuwege gebracht daß, was bisher im Deutschen Reich trotz aller politi­schen und wirtschaftlichen Nöte und Sorgen noch nicht möglich war, die Kommunisten im Hause des deutschen Volkes über rund hundert Sitze verfügen.

Sie hat des weiteren das gewaltige Vertrau­enskapital. das Brüning der Autorität des Herrn Reichspräsidenten in Gestalt von fast rund 20 Millionen Stimmen al­ler Deutschen ohne Unterschied von Partei und Konfession angetommelt batte, in Grund und Bo­den verwirtschastet. Nur drei Millionen dazu, wie oben ausgeführt, eine fahrige, feines-

Diese 90 Prozent lehnen mit die wirklich nichts mehr zu wünschen übrig läßt, diese Reichsregierung und ihre Führung unter al-

Dafür ist aber ..

Vertu st konto dieser Regierung außerordent-

g e n diese R e i ch s r e gi e r u n g!

Wenn sie damals, als der aufgelöste Reichstag zusammentrat, sozusagen unbewußt gegen diese Reichsregierung in Opposition standen, weil Beziehungen der

Mein!

Von zentrumsparlamentarischer Seite wird un» geschrieben:

Mit 512 gegen 42 Stimmen sprach der aufge­löste Reichstag am 12. September 1932 der Reichs­regierung von Papen das Mißtrauen des Reichs­tags aus.

Mit 530 gegen 50 Stimmen bestätigte das deutsche Volk durch die Reichstagswahl vom 6. No­vember dieses Votum.

In dieser Feststellung ist Bedeutung, Sinn und Konsequenz des jetzigen Reichstagswahlergebnifses

Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen:Die Welt im Bild" undBuchenblätter". Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Äctiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrift. .. (eitung 315.3, Fuldaer Äctiendruckerei 3151 und 3152 ::

machen; er stellte sich lieber in den Dienst der Sache, als in den Dienst der Förderung feiner eigenen Interessen. Auch diese kluge Zurückhal­tung darf als eine feiner besonderen Stärken gel­ten; sie schlug ihm zum Glück aus, als er sich 192-4 auf die Propaganda für die.demokratische Präsi- dentschaftskantidatur als Al Smiths beschränkte, während er, als Vizepräfidentschaftskandidat von 1920, durchaus in der Lage gewesen wäre, selbst feine Kandidatur zu betreiben. Die Gröhe seines jetzigen Sieges läßt erst recht erkennen, wie klug es war, daß er seine Zeit abgewartet hat.

Franklin ist ein entfernter Neffe von Theodore Roosevelt, dem großenTed­dy". Er ist zugleich verheiratet mit einer entfern­ten Kusine, die mit dem früheren Präsidenten näher verwandt ist, als Franklin. Franklins Pate warTeddys" einziger Bruder. Diese Verwandt­schaftsbeziehungen umgeben zwar Franklin Delano Roosevelt ein wenig mit dem Glanz des alten Na­mens ; sie waren aber doch nicht eng genug, um ihm in feiner Karriere wesentlich zu helfen. Im .Gegenteil: Franklin durchlebte eine ziemlich harte Jugend auf der nicht sehr großen Farm seines Vaters. Er wuchs auf wie ein sportliebender amerikanischer Junge, machte sich, als Student an der Harvard Universität, durch seine kritischen Stu­dien in der von ihm geleiteten Uninerfitätsjeitung reichlich unbeliebt und schloß sich später den Demo­kraten an, wo fein zwar' heiterer, aber treffender Sarkasmus ihm zunächst nicht gerade viele Sym­pathien einbrachte. Gläubig hing er an feinem bewunderten Vorbild Wilson wobei man sich bas Bild des idealistischen Professor Wilson der Vorkriegsjahre vergegenwärtigen muß und ent­faltete als Ünterfetretär im Marineamt eine Tä­tigkeit, die alle Leue, die eine amtliche Stellung nur als bequeme Versorgung ansahen, zu seinen Feinden machte. Mit den amerikanischen G e - werkschaftlern stand er von jeher auf ver- hästnismäßig gutem Fuß. Während des Krieges betätigte er sich dann noch in der Organi­sation der Truppentransporte in einer Weise, die die maßgebenden Leute in Washington auf ihn aufmerksam machte.

Diese flüchtigen Andeutungen über den Lebens- gang des neuen amerikanischen Präsidenten genü­gen, um erkennen zu lassen, daß man Roosevelt nicht als einen Parteikandidaten, sondern als i eine höchst eigenwillige Persönlich-

imetfta hat unter gewaltiger Teilnahme der Iferung die Vereinigten Staaten sind ein ^»akratisches Land aber in völliger bett Präsidenten gewählt. Es ist bei der besonders zu beachten, daß der Präsident tvie in Deutschland, unmittelbar vom Volke >näfi[t wird, sondern daß vielmehr 531 Wahl- isrner für die Präfidentschaftswahl getürt

die sogenannten Elektoren, die in ]

Monaten zusammentreten, um die Abstim- BrL über die Präsidentschaftskandidaten vorzu- jJen Da die Wahlmänner von den Parteien Stolt werben, und es sich praktisch um die Ent- ßung lediglich zwischen Republikanern und jwotraten handelt, sh, bedeutet bte Mehrheit, die «ne dieser beiden Parteien unter den Wahlmän- netn erhält, auch schon die Wahl ihres Kandi­daten. 1

Son den 531 Wahlmännerstimmen sind 453

<mf Roosevelt urtb nur 78 auf Hoover ent­fallen.

Präsident Hoover hat (wie das Wilhelm Marx tat als er Hindenburg unterlag, Hitler in dem gleichen 'Fall aber nicht tat), dem neuen Präsi­denten ein Glückwunsch-Telegramm gesandt. Es har folgenden Wortlaut:

,Jch beglückwünsche Sie zu der Gelegenheit, die Ihnen geboten wird, dem Lande dienen zu können."

Zum Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten ist John Karner gewählt worden, der ebenio wie Roosevelt der demokratischen Partei angehört.

Das wichtigste politische Ereignis des Diens­tag spielte sich damit außerhalb Europas ab. Die amerikanische Präsidentenwahl hielt seit Wochen nicht nur USA, sondern auch die Welt m Atem. Aber schon seit geraumer Zeit bestand eigentlich kein Zweifel mehr daran, daß Roose­velt gewählt würde. Die internationale Zurück­haltung diesem Ereignis gegenüber war mehr ober weniger ein Höflichkeitsakt. Man wollte sich nicht allzu aufdringlich in die amerika- nochen Verhältnisse einmischen. Diese Höflichkeit dürfte auch rn Zukunft noch beibehalten werden. Sie hat übrigens auch einen sachlichen Grund. Der alte Präs i d ent Hoover bleibt noch f a st ein halbes Jahr im Amt. Er kann in diesem Zeitraum noch manches an Freundlichkeiten oöer Unfreundlichkeiten in die internationale Politik einfließen lassen. Auch in Deutschland liegt des­halb keine Veranlassung vor, für den alten oder neuen Präsidenten zu optieren. Wir müssen die weitere Entwicklung abwarten, wobei es ganz selbstverständlich ist, daß wir die Aeußerungen Roosevelts uns in den nächsten Monaten sehr ge­nau ansehen werden. Zu seinen engeren Mitar­beitern dürften alte Wilson-Anhänger zählen, die als gebrannte Kinder das europäische Feuer etwas scheuen und auch über bte deutschen Verhältnisse ihre eigene Meinung haben. Wir haben mit dem Idealisten Wilson nicht sehr freundliche Erf.hrungen ge ammelt, und wir wo l n ] nur hoffen, daß die mit seinem Parteifreund Roosevelt besser sind.

Feststimmung in New Port.

wtb. New Jork. 9. Nov. (Eig. Meld.) Roose­velt nahm die Glückwünsche der Pressevertreter und seiner Freunde in der frühen Morgenstunde im Hotel Baltimore entgegen. Als er das Hotel verließ, um nach Haufe zurückzukehren, wurde ihm von einer ungeheuren Menge begeistert zu- sejubeU. Alle Siren in seinem Geburtsort Hyde- Park begrüßten das Wahlergebnis. New Port bietet einen Anblick wie sonst an den großen Na­tionalfeiertagen.

*

wtb. New Hork, 9. Nov. (Eig. Meld.) Bemer­kenswert ist an dem gestrigen Wahlgange die Tat­sache. daß er sich im ganzen Lande nahezu ohne jeden Zwischenfall reibungslos abgewickelt hat. 'Das ist um so auffallender, als die 42 Mill. Wahl- stimmen, die abgegeben wurden, eine Rekord- Zahl barftellcn. Die nach Hunderttausenden zäh­lende Menge auf der New Parker Broadway nahm die Ergebnisse ohne besondere Kundgebun­gen auf.

Der neue Präsident der A.A.A.

Als Erbe eines großen Namens und Träger schier grenzenloser Hoffnungen tritt Franklin Delano Roosevelt das Amt desm ä ch i g st e n Mannes der Welt" an. Selten ist ein Prä­sident der USA so rasch aus dem Dunkel der Un­bekanntheit zur Spitze des Staates emporgestie­gen, wie Roosevelt. Wenn man von den Bewoh­nern des Staates Newyork abfieht, dessen Gouverneur Roosevelt zweimal wurde, so kann man sagen, daß das amerikanische Volk bis vor kurzem noch fast nichts von feinem neuen Präsi­denten wußte. Es fei denn, daß man die tragische Geschichte seiner Erkrankung kannte, die vor H wahren die Karriere Roosevelts endgültig beendigt Zu haben schien. 1921 nämlich wurde der damals im Anfang der 40iger Jahre stehende Rechtsan- Walt Franklin Roosevelt beim Aufenthalt in ei­nem Badeort von einer jähen fieberhaften Erkran­kung befallen, über deren Charakter man sich erst klar wurde, als ein ganzes Konsilium von Aerz- - ten sich am Lager des Kranken versammelt hattet