Einzelbild herunterladen
 

Nr. 257

Pflanzung und Schnitt der Rosen

Belaubung als überständig kenntlich ist muh Her­

os.

Der Meinkierhof im Novemter

verschleiert wird.

Anlage von Taubenschlägen mH man

läßt manchmal lange auf sich warten.

as.

leicht vorkommen, daß die chell in übergebenden Toten die andren ge»

chendes Futter aus den meist trächtim Ziegen nichts rechtes werden kann, und daß au< der Nach­wuchs geschädigt wird.

sich nach den Tauben richten, oder umgekelt muß man sich beim Ankauf von Tauben nach da vor­handenen Schlag richten. Für niedriggegene Schläge kommen nur schwer fliegende Rasn in Frage, fi. B. die Huhntaube, und für hochgegene leichtfliegende, z. B. Tümmler und M»chen. Glücklicherweise gibt es aber auch welche, e es nicht so genau nehmen, wenn sie nur froierFlug haben, so die Feldflüchter.

Die Dienen im Winter. Ein Bienenvä be­darf im Winter der Ruhe und geniiHrnderNah- rung (Honig oder Zucker). Je kälter es wirldesto tiefer werden die Lebensäußerungen der Bnen herabgestimmt. Bei ruhiger Witterung ist diZeh- rung gering, denn sie beträgt nur 200500 ' im Monat. Dagegen veranlaßt Wetterwechsel uniwch mehr jede äußere Störung die Bienen, die Tmbe 3U lockern und sich auf die Nahrung zu sttzen. Dadurch wird diese unnötig verzehrt und der fast- darm der einzelnen Biene, der ohnehin den sin­ter über außerordentlich belastet ist, auf eineun­nötige Leistungsprobe gefeßt. Der Bienenzitter muß deshalb im eigenen Interesse alle StörUxen von den Bienenstöcken fernhalten.

so kann es Verwesung fährden.

Del der

Blütezeit erzielt man durch dei'Som- m e r s ch n i t t der Cdelrosen. Dieser geweht fol­gendermaßen: Haben sich im Spätfrühjac an den Jungtrieben die Knospen gebildet, so scheidet man jeden dritten von den starken Trieben auetwa die Hälfte seiner Länge zurück. In der Fotz bringen die so gekürzten Triebe einen oder zwei ängtriebe - hervor, die naturgemäß um einige Zeit nter dem | ersten Frühsahrstrieb Zurückbleiben anderst zur Blütenentfaltung kommen, wenn der ste Flor vorbei ist; sie füllen so die Lücke aus, eiche bis zum Nachflor der ersten Triebe entstehe würde, s Alle verblühten Blumen müssen allerdinz sofort j weggefchnitten werden, und der ganze alrblühte H Zweig muß möglichst bald bis auf denjenim star- ken Durchtrieb, der sich aus dem oberste guten Auge bildete, zurückqeschnitten werden, lt noch kein Durchtrieb erfolgt, so muß auf das ete gut ausgebildete Auge geschnitten werden, keissfalls darf aber der Rückschnitt so scharf sein ro: beim Winterschnitt.

Bei Rankrosen werden die verblM« Blü­tenstände ebenfalls entfernt, und zwar bst auf etwa die Hälfte des sie tragenden Krztnebes. Aelteres verblühtes Holz, das durch gellichgrüne

Rach dem werfen der Saninchenhän unter­suche man baldigst das Nest und entfern )ie etwa vorhandenen toten Jungen. Unterläßt nan es,

Die Rose ist entschieden die schönste und billigste Gartenpflanze, denn ein Rosenbeet bildet für lange Jahre hinaus den schönsten Schmuck für den Garten, und nur selten wird eine Erneuerung bzw. Nachpflanzung nötig sein, denn die deutschen Rosenpflanzen überstehen ohne Schaden auch selbst strenge Winter. Eine Schutzbedeckung ist nur für _

frfjr empfindliche Arten, wie beispielsweise die I ausgeschnitten werden, alle diesjährien Lang- Teerofen, notwendig, und es genügt dann auch schosse werden unbeschnitten sorgfältig mgeheftet. eine leichte Bedeckung mit Tannenreisig. Die beste

Der Garten im November.

Solange der Boden offen ist und die Witte­rung es gestattet, kann im Garten noch viel ge­schafft werden, wenn die Arbeit auch manchmal nicht lockt. Am notwendigsten ist das Düngen, da­mit dem Boden das zurückgegeben wird, was ihm im Laufe des Sommers entzogen worden ist. Man grabe ihn unter und kaffe den Boden in rauhen Schollen liegen, denn je hohler und lockerer er ist, desto mehr können Frost und Luft einwirken, desto stärker ist die Zerseßung und Vermischung und desto milder und fruchtbarer wird er. Im O b stg a r t e n bringe man den Dünger aber nicht in die Nähe des Stammes, weil sich die Saugwur­zeln in weiter Entfernung, etwa unter dem Kro­nenumfang, befinden. Dies ist allerdings nur ein . ungefährer Anhaltspunkt, da sich die Wurzelver­breitung ganz nach der Güte des Bodens'rich­tet. Bei Düngung mit Jauche grabe oder bohre man an, der gleichen Stelle die Löcher, die dann wiederholt zu füHen sind. Vom Kunstdünger nüßt nur der, der sich lanofam zersetzt. Eine nicht min­der wichtige Arbeit ist das Reinigen und Auslichten der Bäume. Das Moos und die Flechten an Stamm und Ast sind, da sie die Arbeit der Rinde erschwe­ren und den Schädlingen gute Verstecke gewäh­ren, zu entfernen. Nach getaner Arbeit ist ein Kalkanstrich zu empfehlen, weil er die durch die Reinigung empfindliche Rinde gegen die schädigen­den Einflüsse der Witterung schützt; übriggeblie­bene Insektenbrut vertilgt er aber nur, wenn der Kalkmilch Lysol oder ein anderes insektentötendes

eng, sondern wegen Platzmangels zum größten Teil auch ungünstig stehen. Die im Freien zum Treiben eingegrabenen Blumenzwiebeln sind bei Frosteintritt durch Laub- oder Düngerdecke^ zu schüßen, an das eigentliche Treiben ist dagegen noch nicht zu denken.

Jeßt beginnt der eigentliche Winter mit seinen rauhen, regnerischen Tagen, und damit sind die Haustiere mehr denn je auf ihre Stallungen an­gewiesen, die reinlich, trocken und teils auch warm zu halten sind. Auch die Fütterung hat sich der Witterung anzupassen. Die Hühner sollen un­bedingt einen Lauf- oder Scharraum erhalten, wo zwischen Spreu oder Sand kleinkörniges Futter zu streuen ist, damit die Tiere Gelegenheit zum Scharren haben und sich dadurch Bewegung ma­chen. Gegen die Kälte ichüßt Dachpappe, die man | außen annagelt, und Strohmatten, die man innen befestigt. Grünzeug sei bei der Fütterung nicht ver­gessen, das Weichfutter sei warm aber nicht heiß, und als Körnerfutter hat sich ein Gemisch von Gerste, Mais und Hafer bewährt. Für eine ge­nügende Anzahl von Legenestern ist auch zu sor­gen, da die Frühbruthennen jeßt mit Legen be­ginnen bzw. fortfahren. Die Gänse und Enten verlangen nicht minder trockne, warme Ställe, ob­wohl sie Wasservögel sind. Da die Gänse ein Jahr­zehnt lang zur Zucht geeignet sind, so können alle diesjährigen gemästet und geschlachtet werden. Von den jungen Enten dagegen nur die, die nicht zur Zucht bestimmt sind. Diese sind etwas knapp zu halten, damit sie nicht zu zeitig legen, was durch­aus nicht im Interesse des Besitzers liegt. Die Tau­ben sind sorgfältig zu füttern, bei strenger Wit­terung mit wärmebildendem Körnerfutter von Gerste, Mais und Weizen. Das Trinkwasser ist mehrmals tagsüber zu geben, weil es abgestanden und nicht kalt sein soll.

Die Kaninchen verlangen keine warmen, aber trockne Ställe, in denen sie sich sehr wohl füh­len und besonders gut im Fell werden. Aber Nässe vertragen sie nicht im geringsten, weshalb Einrich­tungen für guten Urinabfluß unerläßlich sind. Außer dem Trocken- und Grünfutter, dies darf we­der bereift noch gefroren sein, reiche man Zweige und Aehnliches zum Benagen; diese dienen nicht nur zur Unterhaltung, sondern sind zur Abnutzung der Zähne unbedingt nötig. Dagegen sind die Ziegen bei ihrer Behaarung sehr kälteempfind­lich. Man dichte deshalb bei leichteren Bauten alle Risse ab, gebe reichlich Streu und halte auf trocknen Boden. Gutes Heu ist das beste Futter, Gaben von Hafer daneben sind von großem Wert. Man bedenke stets, daß ohne Pflege und ausrei-

Rafchen und Stehlen junger Hnde

find zwei üble Eigenschaften, die in iniger Ver­bindung miteinander stehen. Macht de Besitzer die Erfahrung, daß sein Hund in dieser Sezirhung nicht zuverlässig ist, so muß er Versucher ihn mög­lichst auf frischer Tat zu ertappen, um ihm sofort eine Züchtigung verabreichen zu tönen. Man kann den Hund auch auf Probe stellen, ndem man fein Tun versteckt überwacht und zur rchten Zeit erscheint.

Mittel beigesetzt wird. Mit dem Pflanzen von Baum und Strauch kann fortgefahren werden, solange kein Frost Eintritt. Ueberrascht er uns. so müssen mir die Jungbäume einschlagen, was einem vorübergehenden Pflanzen zu entsprechen hat. Den Boden um neugepflanzte Bäume decke man mit Laub. Die Erdbeerbeete, die in schnee- armen Wintern und in leichtem Boden oft aus- wintern, sind bei Eintritt von strengerem Frost mft Nadelholzzweigen zu decken; am besten ist Tannenreisig, da es die Nadeln nicht verliert. Eine Düngerdecke tut noch bessere Dienste. Darüber ver- qeffe man den Obstkeller nicht. Er ist sorgfältig zu überwachen und bei mildem Wetter zu lüften; faulende Früchte werden schnellstens entfernt, ge­llen zu hohe Feuchtigkeit hilft Chlorkalium in of­fenen Gefässen.

Im Gemüsegarten ist das Land natür­lich erst recht zu düngen, was insofern nicht ganz der Obstbaumdüngung entspricht, als man sich hier­bei nach den Ansprüchen der später anzubauenden Gemüse richten muß. Deshalb sollte jetzt schon der Gartenplan für das kommende Jahr mit Be­rücksichtigung des Wechselwirtfchaft entworfen sein, wonach der Stand der Gemüse jährlich geändert werden soll. Die Spargelbeete können nur durch Aufträgen einer möglichst gleichmäßigen Decke gu­ten, alten Mistes gedüngt werden. Bei günstigem Wetter bleibt das Gemüse bis etwa Mitte des Mo­nats im Freien, aber nicht länger, weil dann stär­kere Fröste zu erwarten sind. Solch spät geernte­tes Gemüse hält sich vorzüglich; zwar wird es in der ersten Zeit auf dem Lager viel Abfall geben, weshalb man es genau wie beim Obst wieder­holt durchsehe, minderwertiges entferne und bei j milder Witterung ausgiebig lüfte. Aussaaten sind nicht mehr zu empfehlen, wenn auch bei gün­stigem Wetter, leichter Erde und geschützter Lage solche von härteren Gemüsen, wie Feldsalat, Pa­stinaken und Karotten, sowie von Gewürzkräutern, wie Fenchel, Dill, Kümmel angängig sind. Da­mit dürften die meisten Arbeiten für das Jahr er­ledigt sein; hat man übrig Zeit, so kann man auch den Komposthaufen umstürzen, doch ist es hierfür 'M Dez. oder Jan. noch nicht zu spät. Aber Ordnung soll man auf jeden Fall im Garten schaffen, denn nichts ist häßlicher als ein solcher, der den ganzen Winter über liederlich daliegt und dessen Unord­nung nur von Zeit zu Zeit durch eine Schneedecke

Obflbau und Baumzuchk.

Ganz späte Herbstpflanzung ist auch noch vorieilhasti

Vielfach wird angenommen, daß mit Beginn der ersten scharfen Fröste, welche die Boüendecke oftmals schon gefrieren lassen, der Zeitpunkt für eine Pflanzung von Holzgewächsen beendet ist und mit einer gedeihlichen Entwicklung später gepflanz­ter Bäume usw. nicht mehr zu rechnen ist. Man verschiebt also die Pflanzung lieber bis zum zeiti­gen Frühjahr. Gestrenge Herren regieren aber nicht lange, und die Efahrung hat gezeigt, daß nach anfänglicher kurzer Frostperiode gewöhnlich bis zum kalendermäßigen Winterbeginn und noch dar­über hinaus wieder offenes Wetter herrscht. Der kurze, scharfe Bodenfrost ist noch nicht tief einge­drungen, und man kann also im Garten und Feld wieder mit Spaten oder Pflug arbeiten, und solange dies möglich ist, kann man unbe­denklich auch Bäume pflanzen. Für den vielbe­schäftigten Landwirt ist die Zeit von Anfang N o- vember bis Weihnachten meistens die beste P f l a n z z e i t. denn er kann sich dann um feinen Garten kümmern, da nun Rübenernte, Win­tersaat und Tiefpflüge erledigt sind.

Einige schcm oft erwähnte Vorsichtsmaßnahmen sind allerdings bei einer sehr späten Pflanzung in Anwendung zu bringen. Die erste ist die rech t- zeitige Beschaffung des notwendigen Pflanzenmaterials. Dies muß greifbar am Pflanz-

Sorte, bringt also eine Sorte nach dem <Mieten starken Frühjahrsschnitt mehr Langsch/se <is Blütentriebe, so ist der lange Schnitt anzwenden.

Eine bedeutende Verlängern« der

Der Zimmergarken.

Nun sind die Zimmerpflanzen wieder ins Haus zurückgekehrt, ein Teil fleht im geheizten Zim­mer. ein Teil in kühlen Räumen und ein weite­rer sogar im Keller, je nachdem sie es aushalten, aber fast allen behagt der neue Aufenthalt nicht so recht. Man muß deshalb um so mehr bedacht sein, ihren Lebensansprüchen gerecht zu werden, was Liebe und Verständnis voraussetzt. Nur die wenigsten vertragen die trockne Luft des warmen Zimmers und es muß durch Spritzen und Abwa­schen mit lauwarmem Wasser für die nötige Feuch­tigkeit gesorgt werden. Da sich außer den Schä­den der Trockenheit und des Lichtmangels auch noch Ungeziefer einstellt, das nur durch Reinlich­keit und frische Luft niedergehalten werden kann, ist das Waschen und Spritzen doppelt notwendig Das Gießen bietet ebenfalls Schwierigkeiten und verlangt gleiche Sorgfalt. Zu starkes kann genau so schaden, wie zu geringes Einesteils faulen die krautigen Pflanzen verhältnismätz!" leicht, an- dernteils sind sie aber auch gegen die Trockenheit "'ißerst empfindlich. Das Lüften der warmen Stu­ben soll möglichst durch ein benachbartes Z'mmer erkolgen und beim Reinemachen sind die Pflanzen in einen anderen ungefähr gleich warmen Raum zu bringen. Einfacher ist das Gießen in den küh­leren Räumen, wo die Gewächse nur mäßig feucht gehalten zu werdeit brauchen und bei den ganz einae.waenen die Erde nicht staubtrocken wer­den darf. Die abgefallenen Blätter sind regelmä­ßig zu entfernen, der Staub darf nicht überhand nehmen, und wenn das Wetter es erlaubt, ist zu lüften ufro., aber Zugluft dabei vermeiden. Der Blumenfreund steht damit mancher Arbeit und mancher Schwierigkeit gegenüber. Schädlich ist es z. B. auch, wenn zuviel Pflanzen in einem Raum untergebracht werden, weil sie dann nicht nur zu

Schleifwaren, auch verschliffene zur AUNfl

Schneide*

Heinrich Straße »5 f |

Rosen im Kleingarten.

Es bereitet demKleingärtner", d. h. dem Be­sitzer eines bescheidenen Stückes Gartenland, doch häufig viel Kopfzerbrechen, wie er feine Garten­fläche am besten ausnutzen kann. Außer dem Nutzen soll auch die Schönheit nicht zu kurz kom­men, denn etwas Idealismus der sich in diesem Falle in der Freude an schönen Blumen offen­bart, trägt jeder Gärtner schon von Berufs wegen in sich, sonst ist er eben weder ein Groß- noch ein Kleingärtner. Die Beschränkung des Raumes er­gibt aber die Notwendigkeit, sich genau über die spätere Entwicklung der Einzelgewächse im klaren zu sein, denn wenn bei der Pflanzung alles wun­derschön oussieht. nicht voll und nicht zu leer, so zeigt es sich doch schon sehr bald, daß jedes Ge­wächs feinen bestimmten Raum beansprucht, und die anfäna'ich schöne lockere Pflanzung wächst sich schon nach einigen Jahren zu einer kleinen Wild­

ort, evtl, im Einschlag, bereit liegen. Mit Be­ginn der ersten starken Froste stockt naturgemäß der ganze Versandbetrieb in einer Baumschule, das Risiko die Baumpakete zu verschicken, wird zu groß, denn die Baumballots können unterwegs sehr schnell durch Frost leiden (angefrorene Baum­pakete in frostfreiem Raum langsam auftauen las­sen!). Kommt dann wieder offenes Wetter, des­sen Dauer doch sehr unbestimmt ist, wird es den Baumschulen nicht mehr möglich sein, noch alle Bestellungen auszuführen. Man fitzt also da und wartet, und inzwischen verstreicht vielleicht die kost­bare Zeit, in welcher man seine Pflanzung.noch ausführen könnte. Es sichere sich also jeder schleu­nigst das benötigte Pflanzmaterial! Wichtig ist ferner auch ein Frostschutz durch Bedecken der Baumscheibe mit kurzem Dünger, Einbinden oder wenigstens Ankalken der jungen Stämme; Rosen und andere empfindliche Gewächse sind außer einer Bodendecke noch mit Tannenreisig leicht zu schützen. Oft wird auch der Schutz gegen Wildverbiß ver­gessen; Drahtgeflecht und Dornen dienen hierzu. Gut bewährt hat sich auch das Hinstreuen von Zweigen, die man beim Aussichten älterer Bäume abgeworfen hat; man kann diese Zweige evtl, auch aufrecht in den Schnee stecken, das Nage­wild nimmt diese Lockspeise gern an und läßt da­für die jungen, frischgepflanzten Stämmchen in Ruhe. Kommt man im Spätherbst oder Frühwin- ter nicht mehr dazu, die Pflanzung auszuführen, hat aber die Bäume im Einschlag untergebracht, so versäume man nicht den Einschlaggraben gut ein­zuwässern, und bedecke den Einfchlagwall mit ver­rottetem Dünaer. Laub, Torfmull usw. Es ist selbstverständlich, daß man auch im strengen Min­ter einmal feine Neu Pflanzung oder feinen Ein­schlag kontrolliert, denn häufig haben trockene Stürme die Bodenbedeckung fortgeweht oder den Baum schief gestellt.

Wer es i.raenb ermöglichen kann, sollte aber noch im Herbst pflanzen, denn der Frühlingsbeginn

Inis aus. Hier in der notwendigen Weise mit dem Spaten oder der Schere Luft zu schaffen, ent« schließt man sich aber dann sehr schwer, und so sehen wir eben leider häufig, daß Kleingärten die Sammelstätte verwilderter Raritäten wurden und nun einen geschmacklosen ober unschönen Anblick bieten.

Dieses liebel läßt sich leicht vermeiden, und der Kleingärtner braucht auf kein Gewächs, das ihm Freude macht, zu verzichten, wenn er die richtige Auswahl im Pflanzmaterial trifft. Im Zweifels- falle lasse er sich von einem tüchtigen Fachmann beraten. Von Obstgehölzen sind die bekannten, I auf Zwergunterlage veredelten Formobstbäume und

Beerenobststämmchen für den Kleingarten zu ver­wenden. Auch von Ziergehölzen gibt es ver­edelte schönblühende Arten, wie Flieder, Mandel- bäumchen usw., auch Pyramideneichen, ferner auch schlankroachsende Koniferen oder im Schnitt zu hal­tende immergrüne Gehölze, die wenig Platz bean­spruchen. Am wenigsten wird wohl jeder Garten­freund auf die Rose verzichten wollen, und er will von dieser schönsten und dankbarsten Zier- ! pflanze zudem noch möglichst viel Sorten besitzen.

Wer genügend Platz hat, wählt da natürlich die billige niedrige Buschrose: diese beansprucht aber, namentlich in starkwachsenden Sorten, viel Raum, und man muß dann gewöhnlich auf andere Mu­rn en gemächse verzichten. Bei beschränktem Raum ist daher der Rosenhochstamm zu verwenden; er kann auf sehr geringe Entfernung gepflanzt wer­den da als Kronenveredelung meist nur ganz edle, schwächer wachsende Sorten verwendet werden, wie Teerosen, Moosrosen ufro. Der Platz unter den j

Stämmchen kann dann sehr wohl noch mit Som­merblumen ausgenutzt werden. Da es sich, roie schon erwähnt, um empfindlichere Sorten handelt und die Leredelungsstelle der Witterung mehr ausgesetzt ist als bei niedrigen Rosen, so muß na­türlich ein Winterschutz durch Niederlegen der Stämmchen und Bedecken mit Tannenreisig in An­wendung kommen; neuerdings gibt es auch sog. I Rosenschutzhauben aus wetterfestem Papier, die recht gut ihren Zweck erfüllen. Für das Nieder- legen der Rosenstämmchen sei noch kurz ein prak­tischer Wink gegeben: Man drückt mit dem Hand­ballen, langsam aufwärtsgehend, die Stämmchen vom Boden aus allmählich herunter; biegt man einfach die Krone zur Erde, so bricht der Stamm oftmals durch.

Bei dem augenblicklichen Tiefstand der Preise I für Rosenhochstämme ist jedem Gartenbesitzer die Möglichkeit gegeben, sich billig diese herrliche Gar­tenzierde zu verschaffen. Man nutze daher die günstige Gelegenheit! as.

Jetzt Blutlausbefämpfung!

Kurz nach dem Abfall der Blätter rft die geeig­netste Zeit zur Blutlausbekämpfung, da alsdann die Infekten im Begriff find, sich in ihre Winter- guartiere zurückzuziehen. Man kann sie also jetzt, wo keine Vermehrung ftattfinbet, mit lOprozenti- ger Ustinlösung mit einem Schlage vernichten. Sei vorgeschrittenem Winter haben sich die Läuse schon an ben Wurzelhals zurückgezogen, und es muß derselbe bann bei gelinder Witterung sreige- legt und ebenfalls mit Ustinlösung behandelt wer­den. Es kann natürlich trotz sorgfältiger Arbeit Vorkommen, daß man noch Läuse übersieht. Man achte daher im kommenden Frühjahr sorgfältig auf das Auftreten neuer Läuse und bepinsele die Be­fallstellen dann sofort mit Ustinlösung. Diese Be­kämpfungsweise ist sehr leicht und verursacht we­der größere Zeitverluste noch nennenswerte Aus­lagen. as.

I Pflanzzeit für niedrige Rosen ist erfabrunsnem-, 1 | der zeitige Herbst. Rosenstämme könnenauchAD Herbst gepflanzt werden, müssen aber h ben , S ften Jahren niedergelegt werden (Kronen iit g5r" fl bedecken und Stamm durch Reisig schütz,) hochstehend mit Schutzmaterial, wie Reis,, I usw., gut eingebunden werden. Die SRen den bei der Herbstpflanzung (sowie auch ei eu«l Frühjahrspflanzung) scharf zurückgeschnidn und am besten mit Erde etwas behäufelt und iit Tan­nenreisig leicht bedeckt. Im zeitigen Frühjhr kann die Behäuflung wieder engeebnet werde. Au» bei der Frühjahrspflanzuna sollte man nutäd'ft Zum Schutze gegen die Trockenheit bie, glanzen etwas anhäufeln. Eine reichliche Verwendy- von Torfmull zum Bedecken des Bodens und päteren Einhacken sichert die Erhaltung der notro.niigen Bodenfeuchtigkeit und verursacht eine schneie, eich, verzweigte Bewurzelung. Gute kräftige Röen- erde unter den Boden gemischt, fördert di 'Ent- Wicklung der Pflanzen ebenfalls erstaunlich auch stetige, gute Durchlüftung durch Bodenlockermg ist notwenbig.

Einige Schwierigkeit bereitet dem Roenlieb, Haber der richtige Schnitt der Rosen. Es si noch mals wiederholt, daß starkwüchsige Rosnsorten lang angeschnitten werden, d. h. mn be­läßt dem Trieb %1 Meter seiner Län>e. 3ie , Starkwüchsigkeit ist eine Eigenart der betretenen v