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Fuldaer Land und Nachbargebrel

= Engelhelms (Sr. Fulda). Am Feste Allerheiligen, nachmittags 4 Uhr, findet in der Gastwirtschaft eine Ver­sammlung des Katholischen Arbeitervereins statt. Zu derselben werden alle Mitglieder mit ihren Angehöri­gen und die Ortseinwohner freundlichst eingeladen. Ar­beitersekretär G e l l i n g s wird einen Vortrag über die Entwicklung in Politik und Wirtschaft halten.

Wiedersehensfeier der ehemaligen 88er.

— Hanau. Im Zeichen echter Kameradschaft stand die am Samstag und Sonntag hier abgehaltene erste Wiedersehensfeier der Angehörigen des ehemaligen Res - Infanterie-Regiments 88, von dem zu Beginn des Welt­krieges das 1. und 3. Bataillon in Hanau zufammenge- ftellt war. Aus Rah und Fern waren Teilnehmer in großer Zahl in Hanau eingetroffen, das herzlichen Will­kommensgruß durch reichen Flaggenschmuck bekundete. Den Auftakt der Feier bildete am Samstagabend ein Festkommers in der Stadthalle, dem auch zwei Re­gimentskommandeure, die Generalmajore Berner und Stolz beimahnten. Die Feier vollzog sich unter den alten Regimentsfahnen des Regi­ments. Rach den Begrüßungsansprachen des Vorsitzenden der Ortsgruppe Hanau und des Arbeits­ausschusses sprach Oberbürgermeister D r. B l a u m, der dem Wunsch Ausdruck gab, daß ein Erinnerungs- m a l an das Regiment in Hanau errichtet werden möge. Die Festansprache hielt Generalmajor a. D. Stolz, der von 1916 bis 1918 das Regiment geführt hatte. Er er­innerte daran, Haß das Regiment stets im Westen ge­kämpft habe, vor Verdun dreimal eingesetzt wurde und dabei große Verluste hatte. Vom Vorsitzenden des Arbeitsausschusses wurde noch mitgeteilt, daß be­schlossen worden sei, einen festen Bund ehemaliger An- gehöriger des Reserve-Jnfanterie-Regiments 88 zu grün­den. Am Sonntagvormittag fand eine Gedenk- feier auf dem Ehrenfriedhof statt, bei der der ehe­malige Divisionspfarrer Veidt die Gefallenen-Gedenk- rede hielt. Mit einem Familienabend in der Stadthalle fand die Tagung ihren Abschluß.

Tagung des Hessischen Sängerbundes.

— Bad Bauheim. Unter starker Beteiligung aus dem ganzen Bundesgebiet, das außer den drei hessischen Provinzen aus den Bayerischen Spessart und das Preu- ßisch-Wetzlar-Solmser Land umfaßt, fand hier am Sonntag der 9. Bundestag des Hessischen Sängerbundes statt. Die Tagung begann mit einer Ehrung für den verstorbenen Präsidenten des Deutschen Sängerbundes, Geheimrat Hammerschmidt-München, und den ebenfalls verstorbenen Bundeschormeister Naumann (Main). Die Gedächtnisrede des Bundesvorsitzenden wurde von Gesangsvorträgen eines Massenchores um­rahmt. Die darauffolgende Beratung gab ein Bild der Geschlossenheit und Eintracht und war erfüllt vom Geist der Harmonie, der Begeisterung und Liebe zum deut­schen Lied.

Aus Oberhessen.

Unverschämtheit eines Stahlhelm-Studenten wird bestraft.

— Marburg. Vom Reichsgericht wurde unter Ver­werfung der von dem Marburger Studenten Ernst Wewers eingelegten Revision das gegen ihn am 31. Mai d. I. wegen Vergehens gegen das Re­publikschutzgesetz in zwei Fällen ergangene und aus eine Geldstrafe von je 100 Mk. lautende Urteil der Marburger Strafkammer rechtkräftig bestätigt. W. war am 2. Dezember 1931 als Versammlungsredner des Stahlhelms in Groß-Seelheim aufgetreten und hatte dort u. a. erklärt: „Bevor wir von der letzten Welle vernichtet werden, rufen wir Hugenberg und Hitler zu, die Gruppen zu formieren und die schwarz-rot-goldene Fahne herunter zu reißen". Ferner hatte er „denen, die da oben sitzen", Verrat am Volk vorgeworfen. Hierin erblickte die Marburger Strafkammer und mit ihr das Reichsgericht sowohl eine Beschimpfung der Reichsfarben, wie auch der bestehenden republikani­schen Staatsform, da der Vorwurf des Verrates, der sich festgestelltermaßen auf di? amtierenden Regierungs­mitglieder beziehen sollte, etwas Schimpfliches und Her­abwürdigendes fei.

Neues aus Frankfurt.

Tonung des Volksvereins.

Die Erneuerung der christlichen Familie.

Im Rahmen einer am Sonntag veranstalteten Tagung des Do-lksvereins für das katholische Deutschland sprach im Saalbau Professor Dr. Rosenberg von dem Pädagogischen Seminar in Bonn über die Erneue­rung der christlichen Familie. Der Redner erinnerte an die patriarchalisthen Familienauffassungen des ver­gangenen Jahrhunderts, die heute überlebt seien und auch in bewußt christlichen Kreisen als dem Zeitgeist nicht mehr entsprechend angesehen würden. Den Aus­gang einer Erneuerung des christlichen Familienlebens gebe die veränderte Stellung des Mannes, der mehr als

früher in der Ehegefährtin die e b e n b ü r t i g e K a m e- radin zu sehen habe, ohne daß dabei Zugeständ­nisse an einen wertezerstörenden Libe­ralismus gemacht werden müßten. Mehr als je bedürfe heute der christ-katholische Volksteil der leb- haften Anteilnahme an den modernen wissenschaftlichen Arbeiten über Pädagogik, Medizin und Wirtschaftswis­senschaft, soweit davon im besonderen Eheprobleme be­rührt werden. Die Erhaltung derKonfes- s i o n s s ch u l e und die Hineintragung gesinnungs- mäßigen Gehaltes in den Wissenschastsbetrisb unserer höheren Schulen und Hochschulen werde zur Erhaltung und Festigung christlichen Ideengehaltes beitragen, der in Toleranz und Anerkennung fremden Geistesgutes ge- pflegt wenden könne und müsse. Im Ansckluß an die Ausführungen des Hauptredners sprach Stadtplarrer, Prälat Dr. Herr über katholische Ehemoral.

Freistaat Hessen.

Schweres Molorradunglück.

— Offenbach. Der Trainer eines Hanauer Fußball­vereins fuhr am Sonntagnachmittag mit feinem Mo­torrad nach dem Spielplatz auf dem Biederer Berg. Ecke Grenzstraße stieß das Motorrad mit einem Auto zusammen. Der Motorradfahrer wurde gegen das Auto geschleudert und erlitt neben schweren Schnitt­wunden lebensgefährliche innere Verletzungen. Ein auf dem Soziussitz mitfahrender Fußballspieler aus Hanau erlitt eine Gehirnerschütterung und andere schwere Verletzungen. Das Auto gehörte dem Fabrikanten Sahm aus Jügesheim und wurde gleichfalls schwer beschädigt. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt.

Unvorsichtigkeit mit der Schußwaffe.

— Roßdorf (Odenwald). Hier probierten drei junge Leute einen Tesching aus, als sich plötzlich ein Schuß löste und den 28jährigen stellenlosen Musiker Sauer­wein in den Leib drang. Der Schwerverletzte wurde dem Darmstädter Elisabethenstift zugeführt.

Das schlechteste Siedlungsjahr.

Die Katastrophe der Siedlungspolitik der Regierung Popen

wird nun selbst von der diese Regierung mit am stärksten stützenden „Deutschen Allgemeinen Zei­tung" (v. 27. Oft.) festgestellt. Danach hat das Jahr 1932 das schlechteste Siedlungsergebnis feit Jahren erzielt. Sogar die deutschnationale „Kreuzzeitung" muß zugeben, daß die Bilanz der Siedlungspolitik geradezu traurig ist. Es fehle nicht an Siedlungslustigen, sondern an Land.

Mit diesen Feststellungen wird der Sieölungs- politik Brünings, wenn auch unfreiwillig, die beste Rechtfertigung zuteil. Man weiß ja, daß Brünings Sturz nicht zuletzt gerade von denjeni­gen ostelbischen ^Kreisen betrieben wurde, die in den Siedlungsbestrebungen des Kabinetts Brüning eine Gefährdung ihrer Interessen befürchteten, und man hat damals sich sogar nicht gescheut, Brüning „Siedlungsbolschewismus" vorzuwerfen, ein Wort, mit dem man insbesondere auf den Herrn Reichspräsidenten und seine Entschließungen Eindruck zu machen wußte. Und jetzt muß die Kata­strophe der Siedlungspolitik der Regierung Papen selbst von derjenigen Presse öffentlich festgestellt werden, die damals gerade wegen dieser Sied­lungsfragen den Sturz des Kabinetts Brüning för­derte.

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Die nationalsozialistischen Agitatoren ober ha­ben im Sommer, als sie mit den Deuffchnationa- len zusammen gegen Brüning hemmungslos zu Felde zogen, gerade den Wählern märchenhafte Fortschritte der Siedlung in Aussicht gestellt. — Fertig gebracht haben sie, Brüning zu stürzen. Aber in der Frage der Siedlung haben sie den oben gekennzeichneten Rückschritt erst möglich gemacht! __

Wie wir hören, ist durch ministeriellen Erlaß Landgerichtsrat i. R. Geh. Justizrat Wenzel (Marburg) als Vertreter des bisherigen Kurators Geh. Oberregierungsrat Dr. von Hülsen bestimmt worden.

Die RSK. veröffentlicht eine Erklärung des Fraktionsführers der Nationalsozialisten im Preu­ßischen Landtag, Kube, in der festgestellt wird, daß die Fraktion die Berwaltungsreformpläne Papens und Brachts eindeutig ablehnen.

Aenkrumsversammlungen im Geisaer Bezirk.

Sm Zentrumsbezirk Geisa spricht Herr Kurt Döbler- Gotha in folgenden Wahlversammlun­gen: Montag, den 31. Oktober in Vacha, Gast­haus Schmidt, Dienstag, den 1. Nov., nachmittags 3 Uhr in Kranlucken, Dienstagabend 8 Uhr im Gasthof ,-Zum Stern" in Geisa, Mittwochabend um 8 Uhr in Geismar, Gastwirtschaft Kehl. Herr Kolz.Vacha spricht: Dienstag, 1. Nov. in Zella (Rhön), Mittwoch, 2. Nov. in Bremen, Donnerstag, 3. November in Motzlar und Frei­tag, 4. Nov. in Wenigentaft.

* 20 Jahre Kerkerstrafe für einen enkmentfchken <Se- fängnsiauffeher. Der Oberaufseher des Sunbeam-Ge- fängnisses in Jacksonoille (Florida) ist wegen grau­samer Behandlung eines Gefangenen, der daran gestor­ben ist, zu 20jähriger Einkerkerung verurteilt worden. Der Gefangene, der 22 Jahre alt war, war von dem ent­menschten Aufseher in eine Holzkiste von 2 Meter Höhe und einem Meter Länge und Breite eingesperrt worden. Während der Nacht mußte er eine eiserne Sicherheitskette tragen, die ihm um den Hals geschlungen war.

Tagung des Deutschen Landwirtschafksrates.

Im Landbundhaus zu Weimar trat der Deutsche Landwirtschaftsrat zu einer wichtigen Ta­gung zusammen, die sich hauptsächlich mit verwal­tungstechnischen und verwaltungsorganisatorischen Fragen beschäftigte. Geleitet wurde die Tagung vom Grafen Baudissin - Berlin. Anwesend waren fast sämtliche Leiter der Deutschen Landwirffchafts- kammem. Sm Verlauf der Sitzung wurde beschlos­sen, drei Unterausschüssen besondere Richtlinien über die Verwaltungsvereinfachung in der Kam- merorqanifation zu geben. Ein Lehrgang des Deuffchen Landwirtschaftsrates mit dem Thema „Absatz, Werbe- und Pressewesen" läuft gegenwär­tig noch. ______

Der Arbeitsdienst im Bezirk Eisenach.

Zurzeit sind 3500 Arbeitsfreiwillige im Eisenacher Arbeitsbezirk beschäftigt. Durch Ge­nehmigung einer ganzen Anzahl neuer Arbeits­projekte im Bezirk des Landesarbeitsamts Mittel- : deuffchland können für 82 500 Tagewerke wei­tere 600 Dien st freiwillige zu Arbeiten herangezogen werden. Sm Eisenacher Bezirk sind folgende Arbeiten geplant:

Sn Dorndorf Bau von Wirffchastswegen und Anlegung neuer Entwässerungsgräben, des­gleichen in Förtha, Bremen, Kaltennord­heim, Schleid und Lauterbach. Sn Nazza wird der Bach reguliert und die Ufer neu befestigt, in Bischofsroda plant man neben dem Ausbau von Wegen die Kultivierung von 16 500 Quadratmeter Plantagenfläche für Obstbau in der Sollmanshäu- ser Flur. Sn Waldfisch sollen Vorflutgräben ge­räumt werden; weitere Wegeoerbesserungen sind in Berterode vorgesehen.

Eine Gemeindewahl.

Sn der Gemeinde Weimar bei Kassel wurde am Sonntag die Gemeindevertretung neu gewählt. Die Wahl hatte folgendes Ergebnis (Vergleichs­ziffern vom 31. Juli 1932): Wahlberechtigte 1048 (1009), abgegebene Stimmen 937 (976). Es er­hielten: Nationalsozialisten 435 (410), Sozialdemo­kraten 211 (243), Kommunisten 291 (288) Stim­men.

kleine Nachrichten.

Die Unterstützungssätze der in große Finanz- ' schwierigkeiten geratenen Stadt Arnstadt konn­ten wieder in der alten Höhe zur Auszahlung ge­langen, da das Ministerium die Sperre gelockert und einen entsprechenden Betrag der Stadt über­wiesen hat. Die endgültige Beilegung des Streites soll jedoch noch nicht erfolgt sein, weil die Gewerbe­treibenden sich nach Mitteilung von maßgebender Stelle noch nicht bereitgefunden haben, von sich aus eine Erhöhung der Gewerbesteuer zu beantragen, fon ’^nen vom Ministerium nahegelegt wor-

r • $ en f®te ein 14jähriger Junge, als

seme Angehörigen nicht zu Hause waren, eine mit Karbid, goß Wasser darauf und ver- Moß die Flasche. Noch während er sie in der Hand hielt, explodierte sie. Der Junge wurde dabei schwer im Gesicht verletzt. , ; lu w* j

Am die Lehrerbildung.

Die evangelische Elternschaft für die Erhaltung bet Lehrerbildung.

wtb. Berlin, 31. Oft. (Eig. Meld.) Sn einet Eingabe an den Reichskommissar Dr. Bracht sitzt sich der Evangelische Reichselternbund für die Wiederaufnahme von Kandidaten für die pädagogischen Akademien ja Ostern 1933 ein. Die Ausbildung des Lehrer- Nachwuchses müsse fortgesetzt werden, selbst, wenn die Unterbringung in Schulstellen außerordentlich erschwert ist und aus einer längeren Beschäfsi. gungslosigkeit den Erziehungsberechtigten und der Oeffentlichkeit finanzielle Lasten erwachsen. Der Evangelische Reichselternbund bittet weiter den Reichskommissar, darauf hinzuwirken, daß die Lehrerbildung in der gegenwärtigen Form erhalten bleibt.

Der Ursprung des Do-Do-Spiels.

Es gibt bereits eine Reihe von Theorien über den Ursprung des No-Ao-Spiels, von dem die eine be­hauptet, es sei von den alten Griechen erfunden, wäh­rend die andere Version dahingeht, daß bereits die Aegypter zur Zeit der Pharaonen das gekannt hätten. Wieder andere behaupten, das Spiel fei zur Zeit des Ausbruchs der französischen Revolution aufgekommen. Mit einiger Sicherheit läßt sich indes sesfftellen, daß das Po-Po-Spiel bereits vor 1789 bekannt war, wie eine Zeichnung m einem alten französischen Buch über Kostümkunde aus dem 18. Jahrhundert beweist. In dem gelehrten Buche heißt es, ,chaß man das Spiel nur in den Händen von Damen sah". Damals hieß es „Cran" oder auch „das Spielzeug auf der Normandie", woraus sich folgern ließe, daß die Normandie die Heimat des Po-Ao-Spieles ist.

November.

Des Herbstes Gold ist längst hinabgesunk I Vergilbte Matte deckt die Nebelerde, Auf weichem Grunde patschen Dämmer-Unk J Kriecht kalt' Getier mit schläfriger Gebärde. j Wir haben brünstig Leid und Licht getrunken, -1 Eh' Sonne sich von bunter Fläche kehrte.

Wir standen still und haben fortgewunken, Bis welke Nacht erlahmten Sinn beschwerte. J

Wie nun, soll man sich trüb im Dunkel lassen, Mit Seufzgetön die späte Zeit verprassen, Weil herbstlich Glück so schnell vorüberzog?

O sei getrost an solchem Sterbetage,

Der Einkehr fei zu jener Rätselfrage: j

Ob Leben nicht dich gier um Leben trog!

- A. SU;

Aus der Thüringischen Rhön.

Aus Geisa und Umgebung.

fuhren m schnellstem Tempo davon. Der Poli­zeibeamte feuerte aus seiner Pistole 7 Schüsse hinter dem Kraftwagen her und verletzte daoei den Beifahrer. Die anderen Schüsse haben den Wagen getroffen. Der Postzeibeamte hatte die Geistesgegenwart, ein auf der Straße stehendes Motorrad anzutreten und den Räubern nachzu- sagen. Er verlor aber das schnellfahrende Auto bald aus den Augen.

Raubüberfall in Erfurt.

Ei» Bankmspektor erschossen. — Die Täter entkamen.

wtb. Erfurt, 31. Oktober. (Eig. Meld.) Vor dem Gebäude der Deutschen Bank und Diskont- aefellschaft wunde heute morgen ein schwerer Raub­überfall verübt. Zwei Boten der hiesigen Filiale der Bank hatten von der Reichsbank 50 000 Mark abgeholt und befanden sich auf dem Wege zur Deutschen Bank. Kurz vor ihrem Eingang drangen plötzlich aus einem vor dem Bankgebäude halten­den Kraftwagen mehrere Männer heraus und gaben ohne irgendeinen Anruf auf die Bank­boten zahlreiche Schüsse ab. Einer der Boten sank sofort tot zu Boden, der andere erhielt einen schweren Bauchschuß. Die 50 000 Mark waren in einer Kiste verpackt, die zur Erde ftel. Die Räuber wollten sich der Kiste bemächtigen, wurden jedoch durch das Dazwischen- springen eines Verkehrspolizisten daran gehin­dert. Die Räuber bestiegen schleunigst ihr Auto, das eme Hamburger Nummer zeigte und

Zum 15. Jahrestag der bolschewistischen Revolution.

Oben links: Lenin, der Führer der siegreichen Revolution von 1917, der bis zu seinem Tode im Jahre 1921 die Geschicke der Sowjet-Union leitete.

Unten rechts: Josef Stalin, der heutige Diktator Sowjet-Rußlands.

Oben rechts: Zar Nikolaus II., der letzte monarchische Herrscher, Rußlands, neben ihm Großfürst Nikolay Niko­lajewitsch, Oberbefehlshaber der russischen Truppen im Weltkriege, der Niederlage das Kaiserreich zum Wanken brachte und die Revolution heraufbefchwor.

Unten links: Ein Panzerauto mit Anhängern der siegreichen Bolschewisten-Reoolution in den Umftuntaaen vor dem Smolny-Jnstitut in Petersburg, das damals der Sitz des Zentralausschusses der roten Arbeiter- und Soldatenräte war.

Am 7. November neuen Stils begeht Sowjet-Rußland die Erinnerung an den gewaltigen Umsturz, der vor nun 13 Jahren die Bolschewisten in die Macht einsetzte. Dieses Ereignis gehört zu den gewaltigsten Er­schütterungen, die die Weltwirtschaft und Weltpolitik jemals betrafen.

Die Einweihung der netten vatikanischen Pinakokhe

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Oben: Die Eröffnungsfeier, in der Mitte Papst Pius XI. (x). >■

Unten: Die Front der neuen Pinakothek.

3n der vatikanischen Stadt konnte jetzt die neue Pinakothek ihrer Bestimmung übergeben werden, die dazu dient, den größten Teil der herrlichen Kunftschätze des vatikanischen Staates zu vereinen. ?