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Nr. 240

Beilage zur Fuldaer Zeitung

liegen.

as.

men.

Salatöl, der das Atmen erleichtert. Dor­

trockener,

gen Baumtrieb«.

Teelöffel beuqung: zugfreier

und von und an»

Diels kräftigem

Ueberdachter Scharraum und Stall.

Praktische Winke.

Butterbirne ist sehr fruchtbar

Wuchs. Die Frucht ist groß

beim wird.

NIL

16. Oktober

honigartige Flüssigkeit aus, die wiederum unzäh­lige Schädlinge auf die Apfelbäume lockt.

Die winterliche Bekämpfung der Blutlaus wird dcvdurch erleichtert, daß sich die Tiere von den Unbilden der kalten Witterung zu schützen su­chen und sich an den Wurzelhals der Bäume zu- ri'.ckziehen. Bei geeignetem Wetter legt man den Wurzelhals frei und behandelt ihn durch Bepin­seln und Bespritzen mit einer lOprozentigen Ustin- lösunq, worauf man wieder die behandelte Stelle zudeckt. Dabei versäume man nicht, die blutlaus­befallenen Aeste und Zweige ebenfalls mit der Lö­sung zu behandeln. — Die Bekämpfung der Blut­läuse auf diese Art ist bequem und von sicherer Wirkung. Der Verbrauch von Ustin zum Bepinseln der verseuchten Stellen ist verhältnismäßig gering (für zirka 5 Buschbäume mittlerer Größe rechnet man 150 Gramm — pro Baum 0,25 Mk.). Die älteren Bekämpfungsmittel waren der Lebens­weise des Schädlings zu wenig angepaßt. Das zur winterlichen Bekämpfung vielfach angewandte Karbolineum vernichtet wohl die Larve der Blut­laus, nicht aber das widerstandsfähigere Ei. Wen­det man dasselbe Mittel zur Frühjahrsbekämpfung an, verbrennt man mit der Blutlaus auch die jun*

linge dort ihr Unterkommen, weshalb man Reinigen nicht wahllos alles, was gefunden vernichten sollte.

Die Pfähle der Obskbäume werden nicht mehr für so notwendig wie früher gehalten, doch wird man nicht überall ohne sie auskommen. Gibt man einen Pfahl, so soll der Obstbaum entsprechend an­gebunden werden. Am besten eignen sich hierzu die Kokosfasterstricke, die im sog. Achterband (®) befestigt werden. Damit der Pfahl den Stamm nicht reiben oder verletzen kann, ist es von Vor­teil, auch die Enden des Strickes zwischen Pfahl und Stamm zu bringen.

Schildläuse an Spalierreben sind sehr leicht zu beseitigen. Was nach dem Zurückschneiden nicht mit den Reben verbrannt wird, geht durch das spä­tere Eingraben in die Erde oder durch das Eindecken zu Grunde. Die Erdfeuchtigkeit tötet die Schild­läuse unfehlbar, so daß der Stock im nächsten Jahre ungezieferfrei ist.

wohl vermindert, aber durchaus nicht völlig unter­brochen. Jedenfalls hat aber die Erfahrung ge­zeigt, daß die Periode vom Laubabfall bis zuni Wiederaustrieb, also vom Frühherbst bis zum Spätfrühjahr, die beste Zeit zum Verpflanzen von Holzgewächsen ist. Hierzu gilt noch die allge­mein anerkannte Regel, daß abgesehen von den Fällen, in denen es sich um sehr empfindliche Ge­wächse handelt, oder der Pflanzort eine sehr kalte Bodenlage mit hohem Grundwasserstand ist, eine zeitige Herb st Pflanzung der Frühjahr­pflanzung vorzuziehen ist. Die Begründung dafür liegt schon in dem oben Gesagten, nämlich der Baum kommt auch im Winter nicht völlig zur Ruhe und wird sich daher bei einer frühen Herbst­pflanzung noch seinem neuen Standort etwas an­passen. Ferner leuchtet auch ein, daß die gesamte Winterbodenfeuchtigkeit dem Baum zugute kommt und bei der Herbstpflanzung also die Hauptgefg.hr für Neupflanzungen, das Eintrocknen einzelner Pflanzenteile oder das Vertrocknen der ganzen Pflanze, eine häufige Folge später Frühjahrspflan­zung, durchaus vermieden wird. Als dritter wich­tiger Punkt ist noch zu erwähnen, daß der Gar­tenbesitzer im Frühherbst noch volle Auswahl un­ter den Baumgewächsen hat, sich also die von ihm gewünschte Baumart und Obstsorte leicht beschaffen kann. Wie schon oft erwähnt, lasse man bei dem Baumbezug und der Auswahl der Sorte die nötige Vorsicht walten. Häufig sieht man von irgend­

einer Obstart eine gute, sogenannte Lokalsorte und hält diese für besonders begehrenswert. In der Folge wendet man sich dann wohl zwecks Heber* lassung von Ablegern oder Reiser, oft sogar ver­edelten Bäumen, an einen guten Bekannten oder Nachbar, und denkt, nun hat man's geschafft!

Gerade Lokalsorten sind aber besonders boden­ständig und werden schon bei ganz geringen Standortsunterschieden rückfällig, d. h. sie versagen im Ertrag, oder die erhoffte gute Sorte ergibt nur recht minderwertige Früchte. Es ist also schon besser, man wendet sich an eine reelle Baumschule, die nur erprobte und bewährte Sorten führt und für die Sortenechtheit Garantie leistet. Sehr be­währte und gut durchgezüchtete Lokalsorten wer­den ja auch zumeist von den Baumschulen des Hei­matbezirkes der betr. Lokalsorten geführt. — Ebenso wichtig wie der Bezug des richtigen Pflanz­materials ist auch die Bodenvorbereitung zur Pflanzung. Schon rechtzeitig, am besten einige Wochen vor der Pflanzung, hebe man die notwen­dige geräumige Pflanzgrube aus, oder nehme bei größeren geschlossenen Pflanzungen die notwen­dige Tiefenlockerung und Boüenverbesserung der Gesamtfläche vor. Alles notwendig« Hilfsmaterial, wie Baumpfähle, Baumbänder, Schutz gegen Wildfraß, verrotteter Dünger zum Bedecken der Baumscheiben usw., muß selbstverständlich bei Aus­führung der Pflanzarbeiten greifbar bereit-

Bevorzug! die Herbskpflauzung!

Der Zeitpunkt naht wieder, in welchem die Laubbaume, wozu auch die Obstgehölze gehören, ihre Blätter abwerfen und in den für uns sicht­baren Teilen in einen scheinbaren Winterschlaf hineingleiten, bis der Zauberer Frühling das L-ignal zum Wiedererwachen gibt. Der Fachmann sagt, nun hat die Pflanze mit ihren Wachstums­funktionen abgeschlossen, was aber nicht so gan? wörtlich zu nehmen ist. denn die im Baume vor­handenen Säfte sind auch im strengsten Winter nicht untätig und auch die Wurzelfunktionen sind

Der Meirttterhof im Oktober.

Der Herbst hat seinen Einzug gehalten, es sinh schon die ersten stärkeren Fröste zu erwarten, wes. halb man die Stallungen ausbessere, falls es nicht schon im September geschehen ist. Hierbei sorge man für weitgehenden Schutz gegen die Kälte und Rässe, z. B. durch starke Streu, Errichtung von Laufräumen, usw. Im Hühnerhof fängen die Frühbruten jetzt mit Legen an, während sich noch manche alte Hühner in der Mauser befinden, die bei schlechtem Wetter besonders gut gepflegt wer­den müssen. Die überalterten Hennen sind ohne vorhergehende Mast zu schlachten, da sich diese bei ihnen nicht bezahlt macht. Das Junggeflügel ist auf Weiterzucht und Legewert zu prüfen; man halte deshalb genaueste Musterung und wähle zur Verbesserung des Legestammes die Junghennen aus, die jetzt mit Legen beginnen, um von ihnen im Frühjahr die Bruteier zu nehmen. Alle übri­gen verkaufe man oder mäste sie. Die Gänse können noch auf die Felder (Rübenfelder) getrieben werden; ist dort nichts mehr zu finden, so beginne man mit der Mästung. Abwechslung im Futter regt die Freßlust an, wodurch auf guten Erfolg zu rechnen ist. Bei den E n ♦ e r> ist »s nickt anders. Die Tauben beenden die Mauser. Da sie noch emp­findlich sind, lasse man die Feldflüchter erst gegen Mittag fliegen, füttere aber trotzdem nicht viel, um sie nicht zu verwöhnen. Erst wenn naßkalte Witterung eintritt und die Temperatur erheblich sinkt, gebe man reichlicher Nahrung.

Bei den Kaninchen wird mit der Zucht aus­gesetzt, da Winterwürfe nicht gut gedeihen; doch braucht man es bei den Schlacht- und Pelzkanin­chen nicht genau zu nehmen, weil es bei ihnen nicht so sehr auf die Rassemerkmale an kommt Mit

Grünsütterung sei man vorsichtig und verabreiche vorher stets etwas gutes Heu, um Verdauungsstö- I rungen vorzubeugen. Für trockne, zugfrei« und I saubere Stallungen ist natürlich zu sorgen. Dies gilt auch bei der Z i e g e n h a l t u n g, denn ohne richtige Fütterung, reichliche Streu, trockne, warme Ställe können die meist empfindlichen Ziegen erst recht nicht gedeihen. Sie werden meist im Herbst belegt, richtiger wäre ein Wechsel zwischen Herbst und Frühjahr, und deshalb soll man bei den Jungtieren lieber bis zum Frühjahr warten, da sie sich inzwischen erst richtig entwickelt haben.

Die Fuklerzeiken der Kaninchen

| sollen regelmäßig eingehalten werden, damit sich die Tiere daran gewöhnen und das gereichte Fut­ter vorher auffressen können. I« nach dem Alter ist die Fütterung verschieden- Male am Tage vor­zunehmen. Frisch von der Mutter abgesetzte Jung, kaninchen sollen täglich 5—6 mal gefüttert werden, weil sie nur geringe Nahrungsmengen auf einmal aufnehmen können. Nach und nach vergrößere man die Zwischenpausen, und mit 4 Monaten kann die Fütterung genau rote bei den Alten auf 2—3 mal täglich verringert werden.

Gute Iuchkskämme von Geflügel erhält man am besten im Herbst, weil dann von den Züchtern der Ueberschuß gern abgesetzt wird. Diese wollen die überfüllten Ställe räumen und an Winterfutter sparen, weshalb sie eher als im Frühling geneigt sind, wirklich gute Tiere abzu­geben. Im Frühjahr bekommt man höchstens solche aus Spätbruten, die im Herbst noch nicht fertig ausgebildet waren. Wer also auf gute Zuchtstämm« Wert legt, der kaufe im Herbst, bedenke aber, daß dies zwar der schnellste, aber zugleich auch der teuerste Weg ist. Man lasse sich dennoch durch et­waige Preisunterschiede nicht verleiten, mindergute Tiere zu kaufen, denn der Grundstock, auf dem die Zucht auf gebaut wird, ist maßgebend für den spä­teren Erfolg.

Die Pronchzffs der Hühner.

Krankheitsbild: Das Tier röchelt und bring! Schleim aus der Kehle. Vorherfagung: Bei Be­handlung tritt in den meisten Fällen Heilung ein. Ursache: Erkältung, di« sich auf di« tiefer gelege­nen Luftgefäße erstreckt hat. Behandlung: Matt bringt das kranke Tier in einen erwärmten Raum, den man durch Wasserdampf feucht hält. Tritt das Röcheln besonders stark auf, so gebe man einen

sthnlich, der Geschmack gut, das Fleisch saftig. Lei­der hat sie den Fehler, daß sie ein weniger gün­stigen Verhältnissen, in mageren und kalten Böden, in nassen Jahren und bei schlechtem Herbst hart und rübig bleibt. Es ist schade, daß eine derartig gute, die weiteste Verbreitung verdienende Sorte durch diese unerfreuliche Eigenschaft immer mehr von größerem Anbau ausgeschlossen wird.

Jede Laube und jedes Gartenhäuschen ist eine Schädlingsherberge, denn in ihre Ritzen und Spal­ten ziehen sich im Herbst unzählige Schädlinge zurück und finden dort Schutz vor Kälte und Fein­den. Was so ein Häuschen an Tauf'.nüsüßen, As­seln, Wanzen, Puppen, Larven, Schnecken utzo. birgt, ist unglaublich. Natürlich suchen auch Nütz»

Von Otto

Der Siedler, der nicht auf eine lange praktische Erfahrung in der Bodenbearbeitung zurückblicken kann, hat bei der Auswahl des Bodens, den er mit den verschiedenen Nutzpflanzungen bebauen will, naturgemäß mit besonderer Sorgfalt vorm- gehen. Genau so wie der Landwirt muß er wis­sen,, wie sein Boden beschaffen ist, welche Nähr- toff« er enthält, wie die Wasseroerhältnisse sind. Dabei ist festzuhalten, daß für den Siedler in man­cher Hinsicht andere Gesichtspunkte maßgebend sind als für den Ackersmann, dem der Umfang der von ihm bewirtschafteten Fläche beispielsweise nicht die Sorgfalt und nicht die verschiedenen Bodenverbesse- rungen gestattet, die der Kleinsiedler mit seiner Fa­milie ohne große Kosten ausführen kann.

Von großer Bedeutung ist vor allem die ge­naue Kenntnis der Wasserverhältnisse, und zwar owohl hinsichtlich der Menge des im Boden be­findlichen Erundwcissers als auch hinsichtlich der Abflußmöglichkeit für die auf das Land heradrie- jelnben Niederfchläge. Von einer geradezu kata­strophalen Erfahrung, di« ein Beerenobst- und Spargelplantagenbesitzer machte, berichtet Dr. Haas in der „Chemiker-Zeitung". Hier bestand der Bo­den aus gelbem Sand, der an mineralischen Pflan­zennährstoffen nicht gerade reich, an Humus und organischen Stoffen aber eher arm war. Natür­lich erblickte der Besitzer zunächst seine vornehmste Aufgabe darin, den Boden gehörig zu düngen. Und zwar geschah dies in einer durchaus fachgemäßen Weise, da der Mann etwas davon verstand. Doch mußte er trotz allem wahrnehmen, daß die Er­träge immer nur spärlich blieben. Es dauerte eine Weile, bis sich die Ursache dieser Mißerfolge her­ausstellte. Das bebaute Land war nämlich eine Hochfläche, die nach Süden steil abfiel. Infolge­dessen drangen die Niederschläge kaum in nen-

Siebter, prüfe öeinen Boden!

Gefährliche Hochflächen. — Wann ist saurer Boden vorteilhaft? Oie Eigenart der Beerensträucher.

H e n n i e 5.

| ausweisen konnte, wie sie von dem Berichterstatter in der freien Natur noch nirgendwo in solcher Uep- pigkeit festgestellt wurde. Der Besitzer der Beeren­obst- und Spargelplantage hatte Mühe und Ko­sten so gut wie völlig vergeblich aufgewandt.

Daß Kulturpflanzen auf sauren Böden schlecht zu gedeihen pflegen, ist eine verhältnismäßig weit bekannte Tatsache. Dock hat vor nicht langer Zeit eine landwirtschaftliche Versuchsstation gerade in schwach sauren Böden ein Höchstmaß von Wachs­tum für Kartoffeln, Runkelrüben und Kohl fest- gestellt Dagegen sind die Hülsenfrüchte sehr emp­findlich gegen Bodensäure. Sie brauchen Kalk, der ihnen im sauren Boden fehlt. Die Faserwurzeln können sich nicht ausbilden. Empfindlich wie die Leguminosen sind auch das Kernobst und bi« Bee­rensträucher, vor allem Stachel- und Johannis­beeren, die Birnbäume mehr als die Apfelbäume. Starker Befall der Beerensträucher mit verschiede­nen Flechten und Algen kennzeichnet das Vorhan­densein von zuviel Bodensäure. Während also den oben genannten Beerensträuchern viel Kalk ziu- zuftihren ist, hat die Erdbeere großen Bedarf an Phosphorfäure. Dieser zeigt sich ferner in be­sonders hohem Grade im Humusboden, der be­kanntlich reich an Humussäuren ist und vor allem in Nord Westdeutschland vorkommt. Der Mangel an Phosphorsäure, der vorwiegend in reinen Moorböden auftritt, läßt sich unter anderem dar­an erkennen, daß die in diesen Gebieten wachsen­den sauren Gräser auffallend kleine Sarnen tragen, die also nur geringe Mengen von Phosphor er­halten.

Die Eigenreaktion des Bodens rote die Tätig­keit der Humussäure, die Düngesalze zersetzt und die darin enthaltene Säure freimacht, ist bei be­stimmten Bodenklassen ungefähr gleichbleibend. Dies« Eigenschaft der sog. „gepufferten" Böden kann sich, wie Dr. Haas hervorhebt, der Siedler durch entsprechende Vermengung mit anderen Bö­den zunutze machen, beispielsweise durch Vernü- fchung von silikatreichem Sandboden mit £onböben von hoher Beständigkeit der Eigenreaktion, Doden- bemegungen, die eben nur auf kleinem Gebiet möglich sind, wo sie wenig Kosten verursachen.

alsbald dank der ihm zuteil werdenden Nahrunas- mittelzufuhr eine außerordentliche Kleintierlebero<-!t

Schädlingsbekämpfung.

In den Wintermonaten, während der Zeit der allgemein bekannten durchzuführenden Schäblings- bekämpsungsmaßnahmen im Obstbau, wie das An­legen der Raupenleimringe, Abkratzen und Be­spritzen der Stämme, Aussichten der Baumkronen u. dgl. m., wird meistens die Bekämpfung eines unserer gefährlichsten Obstbauschäblinge — ber Blutlaus — übersehen. Einer früh einsetzenden Bekämpfung wird viel zu wenig Beachtung ge­schenkt, trotzdem die Vernichtung der Blutlaus nicht leicht fällt. Die in der Sommergeneration auftre- tenben geflügelten Läuse sorgen für weiteste Aus­breitung. Alte, blutlausverseuchte Obstanlagen (Ap­felbäume werden ausschließlich heimgesucht, selten nur Birnbäume) können in ben meisten Fällen nicht mehr von dem Schädling befreit werden. Eine Neuanpflanzung ist in solchen Fällen meist der einzige gangbare Ausweg.

Die Grundlage zur Vernichtung der Blutlaus- Herde bietet allein der Winter. Diese Jahreszeit muß wahrgenommen werden, um ein Masienauf- treten des Sch.dlings im Frühiahr zu verhindern. Die Vermehrung der Läuse ist recht groß. Die überwinternden Eier und Larven bringen im Frühjahr nach einigen Häutungen zirka 30—40 Junge zur Welt, die sich ihrerseits in derselben Weise fortpflanzen. Nur an der Rinde junger Apfelbaumtriebe ober an Wundstellen von Aesten äugen sie aus dem Splintholz der Bäume ihre Nahrung und verursachen krebsartige Wunden die von der Sommergeneration als gegebene Winter­schlupfwinkel aufgesucht werden.

Während der Vernichtungsarbeit der Läuse im Sommer scheiben sie weißes Wachs unb eine

nensroerter Tiefe ein, sondern flössen nach Süden ab, nicht ohne zuvor die nährenden Salze aufzu­lösen und sie so mit auf die Wanderung zu neh- Die Gewässer sammelten sich schließlich am Fuße des Hanges zu einem Tümpel, dem ein fel­siger Untergrund Beständigkeit verlieh und der

Der Zimmergarten.

Da jederzeit mit Frühfrösten zu rechnen ist, dürfen die im Freien befindlichen edleren und emp- mbhdjeren Zimmerpflanzen nicht zu spät in ge- fHutzte Raume gebracht werden, wobei man ’JSflan- 3en unb Töpfe säubere und alles, was schlecht, krank ober mißgestaltet ist. wegwerfe; es nimmt ,a ""r Blatz weg. Man sorge für einen Hellen v- n^hlen Stand unb lüfte reichlich, solange es bt« Witterung erlaubt. Nach einiger Zeit des llebergangs können die für wärmer« Zimmer ge­eigneten dorthin gebracht werden. Die harten, großen Kübelgewächse läßt man möglichst lang im -freien, denn sie überstehen vorübergehende leichte Froste. Wenn man keinen geeigneten Raum zur Verfügung hat, und da sie im Keller oder in keller- artigen Räumen leiden und an Schönheit verlie­ren, gibt man sie zur Aufbewahrung am besten einem zuverlässigen Gärtner. Eingezogene Knol­len und Zwiebeln werden aus den Töpfen genom­men, gereinigt und darauf trocken überwintert Die Allerweltszimmerpflanzen, wie Pelargonien und Fiichsien, können auch an weniger geeigneten frostfreien Plätzen den Winter über untergebracht werben. Da sie im Frühjahr sowieso stark zurück- geschnitten werden, kommt es bei ihnen auf ein paar vertrocknete ober sonstwie schlechte Zweige nicht so darauf an. aber eine gewisse Pflege sollten sie doch erhalten. Die Treibhyazinthen sollen jetzt auf Gläser gesetzt und dunkel gestellt werden (Kel­ler, dunkle Plätze im kühlen Zimmer, wo sie aber mindestens mit ben bekannten Tütchen zu decken sind). Doch vergesse man nicht, von Zeit zu Zeit Wasser nachzufüllen. Man berücksichtige, daß tast alle in die Stuben zurückgeroanberten Pflanzen ei- nen mehr kühlen als warmen Stand lieben und sie infolge ber trocknen Hitz« der Wohnzimmer leicht kränkeln, aber auch, daß ihnen direkter Zug sehr schädlich ist. Man stelle sie deshalb beim Lüf­ten in ein anderes Zimmer. kos.

Der Garten im Oktober.

Der Oktober bringt nochmals eine Zeit ber Ernte. Im Obstgarten ist bas Winterobst an ber Reihe, fobalb die Bäume bas Laub ab werfen, doch lasse man bie spätesten Sorten möglichst lange hönaen. Man pflücke sorgfältig mit der Hand, un­ter Schonung der Stiele, geschüttelt sollte Winter­obst nie werden. Nach dem Pflücken sortiere man bas Obst und bringe es zur Nachreife 2 bis 3 Wo­chen auf Haufen an geeignete luftige Orte, da­mit es ausdünsten und schwitzen kann. Erst dar­auf kommt es in die schon längere Zeit vorher gereinigten Ueberminterungsräume, wo es mög­lichst locker, am vorteilhaftesten auf Hürden und nicht in hohen Haufen lagern soll. Alle rückständi­gen Septemberarbeiten sind nachzuholen, wie das Reinigen, bas Auflockern ber Baumscheiben, bas Anlegen von Leimringen usw. Des Weiteren grabe man alte, überständige Bäume aus und pflanze neue nach Laubabfall. Die Herbstpflanzung ist auf Böden ohne hohen Grundwasserstand und Ueber- schwemmungsgefahr der Frühjahrspflanzung stets vorzuziehen. Das gleiche gilt für das Beerenobst, fca es im Frühjahr zeitig treibt; hierzu sind bie Wurzelausläufer alter Sträucher gut verwendbar. 2ie Erdbeerbeete find locker umzugraben unb mit Pferdemist zu decken, wobei die Blätter, minde­stens die Herbsthblätter, frei bleiben sollen. Die Reben ber Weinstöcke werden von den Spalieren getrennt, entsprechend geschnitten und niedergelegt; mit dem Decken hat es vorläufig noch Zeit.'

3m Gemüsegarten

können alle härteren Gemüse noch länger im Freien bleiben, oft bis Mitte November, weshalb man bis auf weiteres nur soviel ernte, als halb verbraucht roirb. Diese Gemüse entwickeln sich nämlich wei­ter, nur darf der Boden während des Erntens nicht gefrieren, weshalb man bei Frostgefahr d>e betreffenden Beete yrit Laub oder Streu decke. Selbft bei den Kartoffeln beeile man sich nicht zu sehr, da bei längere-m Verweilen in der Erde durch bas Werben des Krautes noch viel Stärke in die Knollen wandert. Die geernteten Winterrettiche, Roten Rüben, Speiserüben und sonstige Knollen­gemüse werden nach dem Ernten vor der Erde ge­säubert und zuan vorläufigen Abtrocknen auf dem Boden ausgebreitet. Hierauf sind bie Blätter so SU entfernen,, daß weder das Herz ganz ausge­schnitten, nüfj) die Knollen oder Wurzeln verletzt werden; es sollen sogar ein paar Herzblättchen fie­len bleiben, andernfalls sich die Gemüse schlecht erhalten. Dann läßt man sie noch ein paar Tage m kleinen Haufen liegen und schützt sie nur des Nachts «egen Regen durch leichte Bedeckung Ge­schädigt Stücke find vor dem Einwintern auszu- Aen und möglichst bald zu verbrauchen. Darau' schass« man auf allen abgeräumten Beeten Ord­nung, wobei man Strünke und Ueberrefte der an­haftenden Schädlinge unb Pilzsporen wegen tief Untergräbt, verbrennt ober sonstwie vernichtet. Die Beete selbst sind umzugraben aber nicht zu harken (rechen), da auf diese Weise ber Boden besser aus- miniert unb ausfriert.