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Nationalsozialisten in der Wirtchlaft, nachdem her mehrere uniformierte S.A.» Leute mit Gästen scharfe Auseinandersetzungen gehabt ten. Es gelang zwar, die Nationalsozialisten dem Saal zu weisen, doch umzingelten

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Dattenscheid in finanziellen Schwierigkeiten.

Die Stadtverwaltung konnte die am Dienstag fälligen Wohlfahrtsunterstützungen nicht voll aus.

In Berlin spielten die Meister von Brandenburg und Norddeutschsand, Tennisborussia und Hamburger S. V., unentschieden 1:1. Im Derbandsspiel unterlag Hertha-BSE. gegen BV. Luckenwalde überraschend 1:2.

Das ErZffnungsrennen In der Kölner Rheinlandhalle, ein 75 Klm.-Mannschaftsfahren, wurde von der holländischen Mannschaft Pifnenburg- Braspenninq mit Rundenvorsprung vor Rausch-Hürtgen und Zims-Perelaer gewonnen.

Der Präsident der Security Däne in CH i ka go ist von Verbrechern entführt wokden, die unter Todesdrohung ein Lösegeld von 5 000 Dollar verlangen.

Grubenunglück in Transvaal.

57 Bergleute durch giftige Gase getötet.

wtb. Johannesburg. 11. Okt. sEiq. Meldg.) Bei einem Grubenbrand wurden 12 Weiße und 45 eingeborene Bergarbeiter infolge Gasentwicklung getötet. Die Rettungsmanschaft hätte fast das gleiche Schicksal erlitten. Sie konnte jedoch noch' rechtzeitig gerettet werden.

* Selbstmord eines Berliner Landgerichtsrats. Der seit einiger Reit auf Rügen zur Erholung weilende Landgerichtsrat Kleiner aus Berlin- Wilmersdorf wurde tot aus dem Schwarzen See aeborgen. Der Landgerichtsrat war von einem Spaziergang nickt zunickqekebrt, fo daß man be- sorgt um fein Schicksal auf die Suche ging. Es steht einwandfrei fest, daß Landgerichtsrat Kleiner, der seit längerer Reit nervenleidend war, freiwil­lig in den Tod gegangen ist.

Flug-Rekord.

In 514 Stunden Rom—Berlin.

Das dreimotorige Iunkersflugzeua „2202* Ju. 522, das erst kürzlich den Flug München—Rom in 3Vj Tagen zurücklegte, hat einen neuen Rekord aufgestellt. Es ist in der Reit von nur 5ZH Stund en von Rom nach Berlin geflo. gen. Ein Schnellzug benötigt zu der gleichen Strecke etwa 1% Tage.

Politik auf dem Schützenfest.

Nationalsozialisten provozieren eine Schlägerei. 30 verlelzke.

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Spielergebnisse aus der 2. Bezirke- klasse: Teutonia Großenlüder — Herolz 2:2, Bronn­zell — Altenburg 4:0.

geblich 400 Millionen Dollar unterschlagen haben soll und aus Amerika geflüchtet war. ist inAthen verhaftet worden.

* Schnellzug Paris—Basel entgleist. Der Schnellzug Paris—Bafel ist aus bisher noch nicht festgestellten Gründen in Villepatour bei Greiz entgleist. Nach den vorliegenden Meldungen sind 16 Personen verletzt. Der Rüg fuhr m i t 110 Stundenkilometern Geschwin­digkeit, als die Lokomotive aus den Schienen sprang. Wie durch ein Wunder entgleisten nur der Postwagen, der Gepäckwagen und ein Wagen erster und zweiter Klasse.

* Der flüchtige ehemalige Millionär Samuel Jnsull in Athen verhaftet. Der von den Polizei­behörden der ganzen Welt gesuchte ehemalige Mfl- lionär Samuel Jnsull aus Chicago, der an»

Fabruichuppen, die auf dem Gelände einer stillge legten Berliner Telefonfabrik gemietet wurden, um dem Bauhaus als künftige Unterkunft zu dienen.

Unten links: Architekt Mies van der Nahe, der auch nach der Uebersiedlung nach Berlin das Kunst» institut weiter leitet.

Das Bauhaus, das berühmte Lehnnstitut für angewandte moderne Kunst, das seinen bisheri- gen^Stz Dessau verlassen mußte, findet jetzt in Berlin eine neue, wenn auch recht bescheidene Un-

* Festnahme eines bekannten Londoner Juwe­lenhändlers in Ungarn. Gegen den englischen Staatsbürger Norman Weiß, einen der bekannte­sten Juwelenhändler Londons, hat die Budapester Polizei ein Verfahren wegen Uebertretung der Devisenvorschriften einqeleitet. Nor- man Weiß, der ungarischer Abstammung ist, weilte seit acht Wochen in Ungarn und hatte vor drei Tagen in Budapest geheiratet. Im Auto von Weiß, der mit seiner Frau Budapest verließ, wurden bei der Rollrevision in der Grenzstation Orosrvar- zwölf verschiedene Brillant-, Platin- und Perlen- juwelen im Werte von etwa 200 000 Pengö, fer* ner ein Paket von auf den französischen Märkten emittierten Aktien eines Budapester Derkehrsinsti- ; tutes und mehrere amerikanische Aktien vorgefun« l den. Norman Weiß und feine Frau wurden nach' Budapest gebracht und dort nach eingehendem Ver­hör auf der Oberstadthauptmannschaft wieder frei- , gelassen. Die bei ihnen Vorgefundenen Juwelen s wurden mit Beschlag belegt. Die Untersuchiung wird fortgesetzt.

* Drei Frauen vom Schnellzug zermalmt. In B r 0 n s bei Grenoble ereignete sich am Montag 1 ein Unfall, der drei Todesopfer forderte. Drei Frauen überquerten am Bahnhof Brons die Gleis- j anlagen. Dabei blieb eine der Frauen mit dem ’ Sckuhabfatz in der Weiche stecken. Als die beiden •" anderen ihr helfen wollten, wurde alle drei von i einem Schnellzug erfaßt und buchstäblich zermalmt.

* Betrügerischer Lagerverwaller. Um 300 000 Franken wurde eine Saarbrücker Speditions­firma durch ihren Lagerverwalter geschädigt. Der ungetreue Angestellte hatte es verstanden, q a nz e Wagenladungen von Waren für seine Rechnung zu veräußern. Bevor die Be­trügereien entdeckt wurden, hatte sich der Lagerver­walter bereits in Sicherheit gebracht. Die poli­zeilichen Nachforschungen nach ihm waren bisher ohne Erfolg.

Dänemarks Fußballelf siegte in Kopen­hagen vor 20 000 Zuschauern Über Schottlands Ama­teure mit 3:1 (2:0).

• *

Beim OffenburgerHallenfportfest gewann Arthur Jonath den Sprinterdreikampf mit 12 Punkten vor Welscher (Eintr. Frankfurt) 9 P. und Stahl (Pforz­heim) 6 Punkte.

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das Lokal und warfen mit Knüppeln und Riegel st einen sämtliche Fenster «i n. Als das Licht im Saal verlöschte, entstand «ine Schlägerei: mehrere Schüsse wurden ab­gegeben. Etwa 30 Personen wurden ver­letzt, darunter auch mehrere Frauen. Bier Mit­glieder des Schützenvereins erlitten schwere Der- letzungen. Beim Erscheinen der Polizei waren die Nationalsozialisten bereits geflohen.

* Selbstmord eines Berliner Forschungsreifen- &en. Der Forschungsreisende und Schriftsteller Heiland brachte sich In seiner Wohnung mit einem Jagdgewehr einen tödlichen Schuß in den Kopf bei. Heiland hat die Tat offenbar infolge seelischer Depression begangen.

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Vom Segelflug.

— von der Flugsport-Vereinigung e. v. Fulda wird UNS mitgeteilt, daß das Mitglied Fred Müller die B- und Arthur freien ft ein die A-Prüfung im Segel­flug Megten.

zahlen, da es an Mitteln fehlte. Man hofft je, doch, am Montag die Restbezüge nachzahlen zu können. Die Stadtverordnetenfraktion der SPP. sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund haben den preußischen Innenminister und die Regierung Arnsberg dringend um Hilfe gebeten.

Amllichevekmmtmachungen.

Vekannlmachung.

Der Halbfahresausweis über die Einnahmen und Ausgaben der Stabt Fulda pro April September 1932 liegt in der Zeit vom 14.—28. Oktober 1932 int Zimmer Nr. 1 des Rathauses (Stadtschloß) zur Einsicht der Gemeindeangehörigen offen.

Fulda, den 11. Oktober 1932.

Der Magistrat: Dr. Danzebrink.

A und klein 1 lob. cis i 3unq Sünt mir °us i «s u trete) tat, seine eine Üt u Sob 8-wü ks

Bei einem Familienabend des Schützenvereins in Babenhausen (Westfalen) erschienen

nationalen Lebens erweitern, 5. h. hinreichenden Entfattungs- und Lebensraum für jeden deutschen Menschen schaffen. Wenn wir die au'bauenben Kräfte von Millionen heute zur Untätigkeit verur­teilten deutscher Menschen nicht für immer brach liegen lassen wollen, müssen wir ihnen neue Tat­felder eröffnen. Wenn wir des Glaubens sind, daß dem deutschen Volke eine Mission gegeben sei un­ter den Völkern der Erde, deutsche Kultur fremden Völkern zu vermitteln und deutsches Wesen auszn- breiten, so dürfen wir uns dieser uns gesetzten Aufgabe nicht entziehen.

Trostlose Kastenlage in Duisburg.

Die Stadt kann die Gehälter nicht mehr auszahlen.

Die Kassenlage der Stadt Duisburg.Ham- b 0 r n hat eine derartige Zuspitzung erfahren, daß die Stadtverwaltung am 10. Oktober nicht in der Lage mar, bi e zweite Rate der B e a m t e n g e h ä l t e r zur Auszahlung p bringen. Es ist vorläufig die Regelung ge­troffen worden, daß Beamte und Angestellte mit einem monatlichen Nettoeinkommen bis

Ser deutsche Komps um Wirten Lebensraum

Von Erich Duem.s.

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Ein tragisch er Irrtum.

Jäger, die glauben, einen Fuchs vor sich zu haben, erschießen ein achtjähriges Kind.

Einem tragischen Irrtum zweier Jäger fiel in der Rotenhagener Jagd bei Lehrte ein achtjähriger Knabe zum Opfer. Die beiden Jäger, die sich auf Fnchssagd befanden, glaubten in einer Entfernung von etwa 150 Meter einen Fuchs zu sehen und leg­ten daraus an. In Wirklichkeit war es das acht­jährige Söhnchen eines Maurers, das eine braune Wildlederhose trug und sich spielend an dem Fuchs­loch beschäftigte. Das Kind erhielt einen Rücken- und Bauchschuß und war sofort tot. Die unglücklichen Schützen brachen unter der schweren Kemiitsdepresswn zusammen. Die Bielefelder Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingelei­tet, ob Fahrlässigkeit oder eine Verkettung unglück­licher Umstände vorliegt.

Sporrneuigkeiken in kürze.

Die Vorrunde um den DFB.-Pokal brachte wieder einige Ueberraschungen. In Gladbeck wurde die starke west deutsche Mannschaft von S ü d 0 st - deutschland mit 3:2 (3:1) geschlagen. Dagegen siegte die junge Nachwuchself des Südens in Leipzig über Mitteldeutschland mit 4:2 (3:0), und auch Brandenburg blieb mit seiner schwachen Mann­schaft in Danzig über den Baltenoerband „wider Willen" mit 3:2 (3:0) siegreich.

von einer Laufkatze erschlagen.

Drei Tote bei einem Betriebsunfall.

wtb. Grenoble, 12. Ott. ((Fig. Meld.) Ein Ar­beitsunfall hat in Grenoble 3 Todesopfer gefor­dert. Drei Arbeiter und zwar der Deutsche lllrni- cher und zwei Oesterreicher, die mit Kabel-Regu- lierungsarbeiten beschäftigt waren, wurden von einer mit R,ement beladenen Laufkatze, deren Ka­belführung riß und die daraufhin abstürzte, ge­tötet.

Aus Anlaß der 50-Jahrfeier der Deutschen Kolonialgesellschaft, die am 14. Oktober den Ge­denktag ihrer Gründung und damit den Gedenk- tag des Beginns der deutschen Kolonialpolitik un­ter Bismarck festlich begeht, veröffentlichen wir hierunter einen Original-Aufsatz des Generalsekre­tärs der Gesellschaft, Erich Duems.

Die Bedeutung neuen Lebensraumes für ein 23olt, das wie das deutsche, in allzu enge ®ren- gen gebannt, gezwungen ist, zu einem großen Teil im Auslande und vom Auslande zu leben, beginnt weiten Kreisen des deutschen Volkes erst jetzt un­ter den Wirkungen der Zerstörung der alten welt­wirtschaftlichen Beziehungen bewußt zu werden. Wohl hatten schon lange vor dem Kriege weitsich- tige Männer die zukünftigen Lebensnotwendigkei­ten des deutschen Volkes erkannt und unserem an Rahl stetig wachsenden, in die europäische (Enge ge­zwängten Jndustrievolk einen Teil der noch freien Erdräume in Afrika und der Südfee als Rohstofj- gebiete, Absatzmärkte und neue Wohnräume er­worben und erschlossen. Aber da die Welt den deutschen Waren und den deutschen Menschen of­fen blieb, erschienen vielen die neuen deutschen Ko­lonialräume als ein überflüssiger Lurus und kolo­niale Raumpolitik wohl gar als ein gefährliches Spiel. Die Folge war, daß unsere Kolonien sich bei Ausbruch des Krieges noch in dem ersten Sta­dium ihrer Entwicklung befanden und ihr Verlust von vielen leicht getragen wurde da ihr Volkswirt- fchaftlicher Wert noch nicht In Erscheinung getreten war. Wohl schmerzte unter den furchtbaren De­mütigungen, die das deutsche Volk nach seinem Verzicht auf bewaffneten Widerstand von einem übermütigen Gegner auf sich nehmen mußte, in vieler Herzen wie eine brennende Wunde die Lüge von Deutschlands Unfähigkeit und Unwürdigkeit. Erzieher junger Völkerschaften und Pionier abend­ländischer Wirtschaft und Kultur in neuen Erd- räumen zu fein. Ein Volk von Ehre und nafona- ler Würde wird immer gegen eine solche Diffa­mierung ankämpfen, bis sie beseitigt ist, auch wenn es allein um die Wiederherstellung der Ehre und di« Wiedereinsetzung in verbriefte Rechte geht.

Aber heute beginnt das Bewußtsein im ganzen deutschen Volke lebendig zu werden, daß wir, selbst

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Sie Deutsche Waffe r-Ballmel st erschaff siet erstmalig an Berlin-Weißensee 96 vor dem Titelverteidiger Hellas Magdeburg, gegen den Weihensee 3:3 spielte. Entscheidend war die 3:1 Niederlage, die sich Hellas gegen Poseidon Köln holte.

*

HermannlaFrankfurt gewann In Berlin nach feinen Siegen im Florett und Degen auch die Deutsche Mannschafts-Meisterschaft im Säbelfechten.

*

Belm Wiener Reitturnier, an dem die Ver­treter von acht Nationen teilnahmen, gewannen die deutschen Reiter und Reiterinnen an den beiden letz­ten Tagen sämtliche Wettbewerbe.

Fritzb all-Pokalspiele.

Bereits am nächsten Sonntage finden die ersten Po­kalkämpfe wiederum statt und fast alle Dereine der Oberliga und 1. Bezirksklasse machen von dieser Rück­versicherung Gebrauch, aber auch Vereine der 1. Eauklas.e beteiligen sich. Es gilt in 4 Gruppen, die nach rein geographischen Gesichtspunkten zusammenge- stelli worden sind, wiederum den Pokalmeister von Hes­sen-Hannover zu ermitteln, damit dieser dann sich mit den Pokalmeistern der anderen westdeutschen Bezirke um den Titel des westdeutschen Pokalmeisters bewirbt. Der endgültige Pokalmeister nimmt als westdeutscher Dritter bekanntlich ohne weitere Oualifikation an den deutschen Meisterschaftsspielen teil. Im verflossenen Spieljahre war es der B. f. B. Benrath. Die Gruppe Fulda rekrutiert sich aus den Vereinen: Borussia, Germania Fulda, Horas, Alsfeld, Lauter­bach, Neuhof Elm, Bebra, Schlüchtern, Künzell.

Die amtlichen Termine:

Gruppe Fulda:

30. Okt. Germania — Horas. (Wingenfeld-Fulda) Neuhof — Borussia, Fulda. (Ehrist-Horas). Schlüchtern — Elm. (Stamm-Fulda).

Alsfeld — Lauterbach. (Bott-Bachrain). Flieden — Künzell. (Helfrich-Bronnzell). Bebra, spielfrei.

Beginn 3 Uhr nachmittags, ohne Wartezeit.

Gruppe Kassel!

16. Okt. Niederzwehren — Kurhefsen Kassel. (Hörner-Kassel).

30. Okt. 03 Kassel — Hessen Preußen, Kassel. (Riippel-Kaffel).

Volkmarsen — Spielverein, Kassel. (Bönig-Kassel). Tura — Sport, Kastel. Kollmann-Kassel).

Hessen 09 — Hermannia, Kassel. (Markerl-Kastel).

Tabellenstand in der 2. Vezlrksklaste.

wenn wir niemals Kolonien besessen hätten, um der Zukunft unseres Volkes willen den Anspruch auf einen Anteil an ben kolonialen Reserveräumen der Erde erheben und durchkämpfen müssen. Das alte Europa und in seiner Mitte unser deutsches Stammland sind für die Fülle der Menschen und ihre kulturellen wie wirtschaftlichen Bedürfnisse zu eng geworden. Kein Jndustrievolk kann heute ei­gene koloniale Rohstoff-, Absatz- und Siedlung.«- rüume entbehren. Eine rein kontinentale Raum­politik würde für uns entweder den Stillstand des Wachstums und der Kultur unseres Volkes bedeu­ten oder den Kampf um einen größeren Anteil am europäischen Raum oder aber völlige wirtschaftliche und damit politische Abhängigkeit von denjenigen Ländern, die im Besitz der Reserveräume der Erde sind. Das deutsche Volk will aber leben uns sich weiter entfalten, es will den Frieden mit seinen Nachbarn und will und kann auf die Dauer nicht in völliger Abhängigkeit von den Wirtschastsguel- len anderer Völker bleiben.

Cs wäre ein verhängnisvoller Irrtum zu glau­ben. die gegenwärtige Wirtschaftskrise märe ein in allen ihren Erscheinungen nur vorübergehender Rustand und nach dem Sieg der wirtschaftlichen Vernunft über die Methoden der Politik werde der Rustand des Ausgleichs der wirtschaftlichen Inter­essen aller Völker, wie er vor dem Kriege bestand, im wesentlichen wiederhergestellt werden. Wer so denkt, vergißt, daß die zunehmende Jndustrialisie. rung der Welt uns für immer einen großen Teil unserer früheren Absatzmärkte in Ueberfee und da­mit gleichzeitig den Weg für die Abwanderung deutscher Bauern und Industriearbeiter versperrt. Wir müssen selbst für neues Land sorgen, in dem mir die Träger der Rohstoffversorgung unserer In­dustrie werden, in dem wir das Monopol für den Asotz unserer Waren haben, wie es alle Kolonial- ftaaten in den von ihnen erschlossenen und verwal­teten Neuländern besitzen, in dem wir selbst den Umfang und die Art der Neuansiedlung von Bau­ern und Handwerkern und der Schaffung eigener bodenständiger Industrien bestimmen.

Wenn mir wollen, daß das deutsche Vost Be­stand habe, fo müssen wir die Grundlagen feines

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