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Anzeiger für die Stabt Hulda und den Landkreis Aulda

Zahrg. 59

Sonntag, 28. September 1932

Jtr. 222

M Hal die r>eichslagsa«Mung gewollt?

Sie AdrWungstmierenz ohne SeuWand

Haft zu entlassen, wurd Antrag angenommen, wo

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besonderer Beziehung auf die deutsche Gleichberech- tigungsforderunq durchgesprochen worden ist. Be- stimmte Vorschläge seien von keiner Seite gemacht worden. Eine Verabredung über bie Fortsetzung der Besprechungen sei noch nicht getroffen worden.

Es verlautet, daß Sir John Simon den fron« zösischen Vertreter Paul Boncour über seine Unterredung mit Frhrn. von Neurath unterrichtet hat. Der Vermittlerrolle, die Sir John Simon of­fenbar zu übernehmen wünscht, würde es entipre* chen, wenn er seine Bemühungen darauf richtete, in den nächsten Tagen seine Besprechungen Mtt von Neurath auchaufandereMächteaus« zu dehnen: vorläufig sind weitere Besprechun­gen aber noch nicht anberaumt.

Bei einer Kundgebung des Provinzialausschus- ,es der Rheinischen Zentrumspartei sprach am Freitagabend der Mlvertretende Vorsitzende der Deutschen Zentrumspartei Joseph Joos. Er übte Kritik an der zweimaligen Reichstagsauflo- luna und erklärte dam. das Zentrum bleib-, bei einer Auffassung, daß sich ein Volk nicht aesund wählen könne. Die kommende Aeichstagswahl hätte nach Ansicht des Zentrums von der Regierung vermieden werden können. Das Zentrum habe keine Reichstags- auflöfung gewollt, nur die Deutsch- nationalen und die Kommunisten hätten sie gewollt. Die einen, um das Par­lament zu zerstören, die anderen, um alles zu zer­stören. Der Redner wandte sich dann gegen die innen- und außenpolitischen Maßnahmen der Re­gierung und schloß: Die Parole des Zentrums lau­tet: Gesundung durch Befriedung.

nach die kommissarische Regierung nur aste Maß­nahmen zu diesem Ziel treffen soll.

Nach weiterer Debatte wurde der von den Nationalsozialisten beantragte Gesetzentwurf über die Vorverlegung der Kommunalwatz- len rn Preußen auf d e.n ,6. Nov ember, den Tag der Reichstagswahl, angenommen. Dte kommissarische Regierung wird aber diesen Beschluß voraussichtlich n i ch t z u r Ausfüh­rung b r rn g en. Es stimmten für den Antrag Kommunrste n und Nationalsozialisten, die bekanntlich die Mehrheit haben. Alle ande­ren Parteien sind von der Unzweckmäßig­keit einer Vorverlegung der kommunalen Wah­len (auch Provinziallandtag usw. soll neu ge­wählt werden) überzeugt.

Zum Schluß wurde die große politische Aus­sprache beendet. Em kommunistischer Antrag auf Aufhebung sämtlicher Zeitungsver­bote und Amtsenthebung des Berlmer Polizei­präsidenten Melcher wurde mit den-Stimmen, der N a t r o n a lf o z i a l i st e n, Sozia Ide m o k r a- ten und Kommun.isten angenommen.

Der Landtag ermächtigte seinen Präsidenten, den Termin der nächsten Sitzung zu bestimmen, der, fasts nicht außergewöhnliche Umstände vor­liegen, er st nach der Reichstags wähl sern soll.

Rubes Wahlparole.

Die Korrespondenz der Nazi bringt einen Ar­tikel mit der Ueberschrift:Der Wahlkampf ist eröffnet!", worin der Verfasser, Landtags­abgeordneter Kube, u. a. schreibt: ,,Wir sehen m der Reichstagsauflösung vom 12. September nur den verzweifelten Versuch, die reaktionären Kreise der D N V P. und der D V P. unter allen Um­ständen in die dann notwendige Regierungsbil­dung einzuschalten. Eine neue Reichstagsauflöfung mit der ewig alten Begründung, Hitler dürfe nicht I an die Macht, würde die Fundamente des deutschen Staatswesens aufs schwerste erschüttern Eine Ue- bernahme der politischen Leitung durch die Kreise um Hugenberg findet nach dem 6. November so wenig unsere Anerken- I nung und Billigung wie vorher. Es handelt sich bei dem nun beginnendem Reichstagswahlkampf nur um den kläglichen Versuch, unter allen Um­ständen den Zeiger der Weltuhr rückwärts zu stel- len".

Kube wendet sich dann gegen die Angriffe insbesondere der Deutschnationalen wegen der Verhandlungen der Nationalsozialisten mit dem Zentrum und bemerkt bann, der Nationalsozialis­mus. Den Unterzeichnern des Aufrufes gehe es I bisher gezeigt, daß er auch nicht einen Punkt von seinen Forderungen aufzugeben gewillt sei.

Mitglieder des Deutschen Adels für Adolf Hitler.

Die adligen Mitglieder der nationalsozialistischen preußischen Landtagsfraktion veröffentlichen im

Nach den unerquicklichen Schimpfszenen tm Preußischen Landtag, die sich auch am Frettag wiederholten, wurde ein sozialdemokratischer An­trag angenommen, der das Staatsmimstertum ersucht, alle Sonder gerichtsur teile mtt größter Beschleunigung nachzuprüfen und unver­hältnismäßig schwere Strafen durch Begnadi- gung herabzusetzen. Abgelehnt wurde dagegen das Verlangen der Nationalsozialisten, alle Ver­urteilten, die nicht gegen die Lebensbelange des deutschen Vostes verstoßen hätten, sofort zu ent­lassen. Auf nationalsozialistischen Antrag wurde jedoch ferner dte Regierung ersucht, bet Oer Reichsregierung die sofortige Aufhebung der Ver­ordnung über die Sondergertchte vom 9. August zu fordern. Zustimmung fand schließlich noch eine von den Deutschnationalen beantragte Entschlie­ßung, wonach die Anklagebehörden in möglichst weitem Umfange Straffachen nicht vor draSon- dergerichte bringen sollen. Als Ersatz für den kommunistischen Antrag, dte Angeklagten des Fel- seneckprozesses aus der Haft zu entlassen, wurde ein nationalsozialistischer Antrag angenommen, wo-

Indien.

wtb. Puna, 24. Sept. (Eig. Meld.) Eine Per. ständigung über das Wahlrecht der Paria ist jetzt erzielt worden. Der Arzt, der Ghandi behandelt, erklärte, daß er wiederhergestellt werde, außer wenn er bald das Fasten aufgebe.

* Das neue schwedische Kabinett. Aus Stock­holm wird gemeldet: Der mit der Regierungsbil- düng beauftragte sozialdemokratische Redakteur P. A. Hannston hat dem König seine Mtmsterltste vorgelegt. Die neue Regierung wird im Thronrat vom König bestätigt werden.

ERB. München, 24. Sept. (Eig. Meld.) Dte Bayerische Landbauernkammer hat an den Reichskanzler ein Telegramm gesandt, in dem es u. a. heißt:

Die Bayerische Landbauernkammer stellt fest, daß das Wirts cha st-Programm der Re t d)5r e gierun g einseitig auf indu­strielle Verhältnisse zugeschmtten ist. Das der Landwirtschaft gemachte Versprechen der Aw wendung von Kontingenten muß nunmehr so rasch als möglich eingelöst werden. Die Landwirtschaft verlangt Gleichberechtigung innerhalb der deut­schen Gesamtwirtschast und sie muß die etnfethgen Vorstöße der Großindustrie und der Exportindustr ie mit aller Entscht e- d en h ei t zurückwe isen. Eme wtrffchastliche Besserung ist für Deutschland nur zu erwarten, wenn neben dem stark durch das Ausland unter­bundenen deuffchen Export der Binnenmarkt und der Inlandsexport eine besondere Stärkung er­fährt.

Eine zweckmäßige Vertagung.

Preußische Landtag wird voraussichtlich erst nach der Neuwahl des Reichstages wieder zusammentveten.

mit an die Hand nehmen".

; Selbstbewußt sind Sie, Herr Feder. Als lungft im Preußischen Landtag der sozialdemokratische Führer Heilmann kritisch über die Verhandlungen I der NSDAP, und des Zentrums sprach, rief der nationalsozialistische Abgeordnete Kube: Ste sind wohl neidisch, Herr Heilmann. Heilmann er­widerte schlagfertig: Dafür habe ich das Zentrum als einen viel zu klugen und zähen Derhandlungs- gegner kennen gelernt. Also: mit dem kleinen Kerl I ist doch nicht zu {paffen.

*

Wie das Verl. Tageblatt wissen will, soll in Reqierungskreisen der Plan erwogen werden, die gesamte für die Zwecke der Reichsregierung ^ar­beitende Propaganda in seiner besonderen stelle zusammenzufassen, um die Propaganda beweglicher zu gestalten und alle modernen Propagandamittel gleichmäßig in den Dienst der Regierungspoli- tik zu stellen. Die geplante Propagandasteste soll als eine Einrichtung zwischen der Reichskanzlei und der Pressestelle aufgebaut werden.

Emer Meldung aus München zufolge,. be- richten auch die Münchener Neuesten Nachrichten ; über derartige Pläne der Reichsregrerung. Diese -|

Das Büro der Abrüstungskonferenz wird be­reits am Montag wieder zu einer Sitzung zu­sammentreten.

Der französische Ministerpräsident Herriot be­richtete am Freitag in einem Kabinettsrat über die außenpolitische Sage. Die Ausführungen des Ministerpräsidenten wurden einstimmig gebilligt, zeugen.

Neurath und Simon.

In Genf fand eine Unterredung zwischen dem englischen Außenminffter Sir John Simon und dem deutschen Außenminister Frhrn. von Neurath statt, in der das ganze Abrüstungsproblem mit

Reichsarbeitsminister a. D Dr. Stegerwald äußerte sich in einer Unterredung mit einem Ver­treter derGermania" ausführlich über die politi­sche Lage und über den Düsseldorfer Gewerk­schaftskongreß. Am Schluß seiner Erklärung heißt es:

Ausgangspunkt für jede wirtschaftliche Bele­bung ist die Wiederherstellung des Vertrauens tn die politische Stabilität Deutschlands. Steigerung der wirtschaftlichen Unternehmungslust ohne politi­sches Vertrauen ist eine große Illusion. Die Reichs- tagsauilösung hat ohne Zweifel die Auswirkungs­möglichkeiten -edes Wirtschaftsprogramms stark zurückgeworfen. Sie bringt im Hinblick auf das, was ihr voraufgegangen, keinen gemäßigteren, I wndern einen radikalisierten Reichstag. Und des­wegen hätte sie unterbleiben müssen, deswegen waren ihr alle anderen Notlösungen vorzuzlehen. Nachdem jetzt das Unglück geschehen ist muß für alle wahrhaften Demokraten als Ziel des Wahl­kampfes angesehen werden: eine willens- starke Staatsführung, die ausreichend m Volk und P a r I a m en t fundiert ist Alle anderen Wege und Ziele führen zu Experimenten, die das deutsche Volk in seiner Gesamtheit teuer bezahlen muß."

- Justizrat Mönnig teilte auf dem Parteitag der Rheinischen Zentrumspartei mit, daß müdem Parteivorsitzenden Prälaten Kaas eingehende Be­sprechungen über die Neuwahl des Reichstages stattgefunden haben. D°e Meinung des Vorsitzen­den und das Votum des Parteivorstandes gehen dahm, den Wahlbezirken dringend zu empfehlen, ine gesamten Wah Nisten der soeben ge­tätigten Reichstagswahl en bloc wieder auf­zunehmen. Dre Versammlung bestätigte durch starken Verfall ihre Zustimmung zu diesem Vor- schlage des Gesamtparteivorstandes.

", Esser, der Vizepräsident des Reichstags und Handwerker-Führer des Zentrums erzählte in Köln: Als dre NSDAP, auf die Frage des Zen­trums, ob sie ernstlich gewillt sei, den Reichstag als verfaffungsmäßiges Instrument zu betrachten, mit einem klaren Ja geantwortet habe, habe Man auf dieser Grundlage weiter verhandelt. Es setz allerdings mancherlei besprochen worden. U. 0. habe Strasser offen erklärt:Wenn Sie eine Ahnung hätten wir sind gerne bereit, Ihnen später das Material darüber zu geben, mtt welchen Intrigen Dr. Brüning gestürzt worden ist, so würden ^;hnen die Haare zu Berge stehen!"

*

Bei einer Wahlkundgebung in Frankfurt sagte der Wirtschaftspolitiker der NSDAP. Gott­fried Feder u. a.: Die Verhandlungen mit dem Zentrum wären so weit gediehen gewe­sen, daß wenigstens ein vorläufiges und als Übergang gedachtes Zusammengehen der NSDAP, mit dem Zentrum hätte stattfinden können. Cr sei ein Gegner jeder Koalition, solange man tn einer solchen Koalition der Schwächere sei, aber als der Stärkere könne man ruhigeinen kleinen Kerl

Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen:Die Welt im Bild" undBuchenblätter". Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrift- :: leitung 3153, Fuldaer Actiendruckerei 3151 und 3152. ::

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Deutschnattonale und Kommunisten. Vorbereitungen zum S. Itovember. Keine Zentralstelle für Regierungspropaganda?

Zeitung nennt als den für diesen Posten M Aus­sicht genommenen Mann den Stahlhelmsuhrrr Major a. D. Morcziczewitz.

cnb. Berlin, 24. Sept. (Eig. Meld.) Don zu­ständiger Stelle wird zu der Meldung über die beabsichtigte Einrichtung einer Zentralstelle für Regierungspropaganda erklärt, daß eine derartige Zentralstelle nicht besteht, und daß sie auch nicht geplant ist. *

Das Reichskabinett hat beschlossen, einer Ein­ladung des Reichstagsuntersuchungsausschusses, am Dienstag als Zeugen zu. erscheinen, Folge zu leisten.

Reichskanzler von Papen hat sich am Freitag nach Ostpreußen begeben, um sich von dem Not­stand des Regierungsbezirks Gumbinnen durch eigenen Augenschein an Ort und Stelle zu über­zeugen.

Professor Wagemann zum Wahlleiter ernannt.

wtb. Berlin, 24. Sept. (Eig. Meld.) Der Reichsminister des Innern hat zum Reichswahllei- ter den Präsidenten des Statistischen Reichsamts, Professor Dr. Wagemann und zu seinem Stellver- freier den Direktor im Statistischen Reichsamt Re­gierungsrat M e i f i n g e r ernannt.

Nationalsozialisten verlangen Auflösung des säch­sischen Landtags.

wtb. Dresden, 24. Sept. (Eig. Meld.) Die Nationalsozialisten haben im Landtag einen An- ! trag eingebracht, der Landtag möge beschließen, sich aufzulösen, da er in keiner Weise mehr dem Volkswillen enffpreche.

i Forderung der Landwirtschaft.

cnb. Münchs«, 24. Sept. (Eig. Meld.) Die Bayerische £aftbeSbauernbemmerbte!! heute die 40. Vollsitzung ab, zu der auch ein Ver­treter der Bayerischen Staatsregierung erschienen war. Der Präsident der Kammer, Geheimer Lan- desökonomierat Periger, erörterte die Lage der Landwirtschaft. Durch die gute Ernte dieses Jahres, führte er u. a. aus, ist die Ernährung des deutschen Volkes mit Brotgetreide sich er gestellt. Die wirtschaftliche Lage der Landwirtschaft hat sich aber, in keiner Weise ge­bessert. Drei Forderungen müssen unbedingt er­füllt werden, soll die Landwirtschaft nicht gänz­lich zusammenbrechen: Einführung von Kontin­genten für Produkte, die bei uns in ausreichendem Maße erzeugt werden, Senkung der öffentlichen Lasten und nicht zuletzt Ermäßigung der hohen Zinsen. Die Industrie sollte endlich einsehen, daß ihre Exportmöglichkeiten, wie sievor I dem Kriege bestanden, ein für allemal vor­bei sind, daß ihr aber ein sicherer Abnehmer ihrer Erzeugnisse in der Landwirtschaft ersprießt, wenn deren Lage verbessert wird.

Blick aus die Eröffnungssitzung.

=x m.-f nabm das Büro der Abrüstungskonferenz wieder feine Arbeit auf, diesmal freillch ohne Teilnahme Deutschlands, das als Vorbedingung die prinzipielle Feststellung seiner Gleichberechti­gung gefordert hatte. t

Pressedienst ihrer Partei einen Ausruf für Adolf Hitler, in dem es heißt, Hitler sei die letzte Hoffnung im Endkampf mit den dem wirklichen Adelsbegriff so fremden Mächten des li­beralen Gleichheitswahns, der klassenkämpferischen Internationale und dem jüdischen Weltkapitalis- mus. Den Unterezichnern des Aufrufes gehe es um die revolutionäre Umwandlung und Neuord- rung des deutschen Lebens, nicht darum, dem Rad der Geschichte reaktionär in die Speichen zu fallen.

Ileus Ratssitzung.

wtb. Genf, 24. Sept. (Eig. Meld.) Der Vol- kerbundsrat erledigte heute die letzten Vor­bereitungen für die Entlassung des Jrakstaates aus dem Mandatsregime. Die letzte Bedingung, bte der Irak noch zu erfüllen hat, ist der Bei­tritt zum Völkerbund, der auf der dies- jährigen Völkerbundsversammlung vollzogen wird.

Der Rat nahm weiter einen Bericht über die Vergebung öffentlicher Arbeiten auf internationaler Grundlage entgegen. Mit diesem Plan hat sich ein Sachverständigenaus- schuß des Völkerbundes, der unter Leitung des Generaldirektors der Deutschen Reichsbahngesell- schäft steht, m mehreren Sitzungen beschäftigt. Der Rat beschloß, die bisherigen Ergebnisse dem von der Lausanner Konfernz mit der Vorbereitung der Weltwlrischaftskonsernz beauftragten Sach- Verständigenkomitee vorzulegen in der Annahme, daß diese Frage der öffentlichen Arbeiten indem Programm der Weltwirtschaffskonferenz eine Rolle spielen wird.

Sodann wandten sich die Beratungen erneut dem chinesisch-japanischen Konflikt zu. Der Ratspräsident schlug vor, in die von Ja­pan erbetene Fristverlängerung für die Prüfung des Layton-Berichtes einzuwillrgen. Der japanische Vertreter erklärte, daß lediglich prakti­sche und technische Gründe die japanische Regierung veranlaßt hätten, ihren Antrag zu stellen.

Der chinesische Botschafter Pen widersprach der Fristverlängerung. Er wies darauf hin, datz es Japan offenbar nur darauf ankomme, wieder Zeit zu gewinnen. Es wurde beschlossen, den Völkerbund s rat zum 14. November einzuberufen, um zu dem Laytonbe­richt Stellung zu nehmen.