AfllS
Arbeitslose auf dem Land
leicht den Kindern an —, dann warte nicht, bis der Mann zu dir kommt und Dir gute Worte gibt. Das Betteln fällt jedem rechten Menschen schwer, doppelt schwer, wenn er immer gefaßt fein muß, auf Unverständnis und Hartherzigkeit zu stoßen. Dann beißt schon einer lieber die Zähne zusammen und frißt den Groll in sich hinein. Das aber ist nicht gut u. rächt sich früher oder später. Sage also in diesem Falle: „Ich habe da noch etwas Korn liegen, wenn du brauchst, sage es. Du kannst mir dafür wieder einmal helfen". Sei ein bißchen freundlich dabei, das ist sicher so viel wert wie der Sack voll Korn.
Da könnten noch viele Möglichkeiten genannt werden, wie man sich gegenseitig unter die Arme greifen kann. Sie können gar nicht aufgezählt werden, denn die Dinge liegen in jedem Dors anders. Wem aber die Augen aufgegangen sind, der braucht nicht lange zu suchen, er findet Fälle mehr als genug, wo er helfen kann. Und wenn jeder an seinem Platze tut, was ihm möglich ist, bann hat er genug getan.
(Es ist möglich, daß du auch ausgelacht wirst, wenn du dich in dieser Art zu deinen arbeitslosen Mitmenschen im Dorfe stellst. Daß dir gar einer kommt und sagt, du hättest keinen Bauernstolz im Leibe, weil du dich so mit den geringen Leuten gemein machst. Da mache dir keine Sorgen. Wer so redet, der weiß überhaupt nicht, was rechter Bauernstolz eigentlich ist. Und daß er sich mit geringen Leuten abgab, dar haben sie schon dem Heiland vorgeworfen — wohlgemerkt: die Pharisäer.
Bielleicht gibt es auch hie und da Bauern, die die Arbeitslosen als billige Arbeitskräfte betrachten. S>e üben so eine Art Gewaltherrschaft aus, verlangen, daß die Leute auf Wink und Pfiff bereit stehen und glauben sich zu Grobheiten berechtigt, wenn der Arbeitslose ein-
triMv,', er ®ltQrbeiter macht in einer Schlußbe- aem„^? Vorschläge, wie aus der Not der Gert die Dorfgemeinschaft wachsen kann.
mal nicht zu Hause ist, wenn sie ihn gerade brauchen. Ihre eigenen Leistungen — Arbeit mit den Pferden, Korn und Kartoffeln — rechnen derartige Leute stets zu den höchsten Preisen, die Arbeit der Anderen wird so gering als möglich bewertet. Darauf ist nur das eine zu sagen: Wer in dieser Weise die Notlage der Mit» Menschen zu feinem eigenen Vorteil ausnutzt, 5er be* geht eine himmelichreiende Sünde, und sein ganzes Christentum ist keinen Pfifferling wert, er mag in bis Kirche gehen, so oft er will.
Nede Not will etwas von uns allen Sie will nicht daß man sich über bie Ursache streitet und sich gegenseitig die Schuld zuschiebt. Sie will nicht, daß sich die Herzen verschließen, und daß jeder meint, er hätte mit sich feine Last und könnte sich um die andern nicht kümmern. Nein, die Not will Besinnung, sie zeigt uns Fehler, sie reißt den Schleier von manchen Dingen. Es ging uns allen gut bisher und wir haben es nicht gewußt und hätten es auch nicht geglaubt. Nun wissen wir es und sehnen uns zurück. Vielleicht war das ganze Menschenwesen zu sehr eine Rechenausgabe geworden, bei der es hauptsächlich ums Haden ging. Vielleicht will uns die jetzige Not zeigen, daß das Menschenleben doch etwas anderes ist, als Geld zusammenraffen und sichs wohl sein zu lassen. Vielleicht will sie uns wieder zu einer brüderlichen Menschengemeinschaft hinführen. Denn nichts bindet fester als gemeinsam ertragene und gemeinsam überwundene Not. — Aus unseren Feldern wächst genug daß niemand zu hungern braucht. So laßt uns in dieser Notzeit zusammenstehen zu gemeinsamer Notwehr, und was jetzt eine Notgemeinschaft ist, das mag weiterwachsen zur rechten Dorf« und Volksgemeinschaft!
ist der rechte Platz, wahrhaft edlen Bauernstolz z u z e i g e n. Da ist dein arbeitsloser Nachbar, er hat ein paar Acker. Du hast ihm die Arbeit bisher mitgetan, hast sein Korn heimgefahren und für ihn gepflügt, denn der Mann konnte seine Geißen nicht anspannen: Du hast dich gut dabei gestanden, der Mann hat immer bezahlt, wie sichs gehörte, und seine Frau und Kinder haben dir in den Zeiten dringender Arbeit geholfen, auch in der Zeit, da Knecht und Magd kaum zu bekommen waren. Das war schon viele Jahre so, und ihr beide habt euch gut gestanden dabei. Nun ist der Mann schon jahrelang arbeitslos. Vielleicht fällt es ihm schwer, zu dir zu kommen und zu sagen: „Mein Korn muß heimgefahren werden", ober „der Acker muß gepflügt werden". Er weiß, daß er birs nicht bezahlen kann, weil er fein Geld hat. Du weißt das aber auch. Also sage ihm einfach: „Wenn du so weit bist mit deinem Korn, so sage mirs, es wird bann so zwischenburch mit heimgenommen." Ober: „Was soll benn biefes Jahr auf beinen Acker bahinten am Walb? Der Knecht kommt bie Tage in die Gegend, da kann er gleich mit zurecht gemacht werden". Und wenn es dann Neujahr ist und es wird abgerechnet, und der Nachbar hat feine paar Pfennige zusammengesucht und will dich bezahlen, bann sage ihm: „Lasse bein Gelb stecken. Wenn wieder bessere Zeiten sind, kannst du mirs ja bezahlen." Glaubst du, daß du diesen Nachbarn dann noch viel heißen mußt, wenn bei dir mal Not am Mann ist und die Arbeit drängt?
Oder wenn irgendwo bas Brotkorn knapp geworden ist, weil viele Kinder im Hause sind — du siehst das viel-
III. Ausblick.
zu es schwer, die Menschen auf dem Lande
Itci'n ■k1‘ennlms 311 führen, daß bas Verhältnis nt 8tiuern "Nb Arbeitslosen im «bi- bestehend Aw /°llg,ofe Frage ist unb baß Setneift 1 k5101 nur Don der religiösen Seite her 5äl[.>n ln,tBer&Cn..fann- Dielleicht ist bas in manchen Seronhnhv^ ""möglich. Allzusehr ist bie Meinung zur btn = „ 11 ^worden, baß Religion etwa für ■ tlltan m n.n 1 a ? unb für ben Pfarrer ist unb mit bem u,!d>ts 3U tun hat. Wie weit in biefer Wh X0». u-” ber Vergangenheit offenbar werben, I in AA, Anstel". Notwendig ist jebenfalls, baß K ^Shr^Punkte eine emgehenbe Besinnung bei " u"b ^führten einsetzt, unb je eher, turn ni<b V f T uns Religion unb Christenden aS E^b'° Kraftquelle ist- aus ber heraus wir “"oetfLrh.f1? m16, ®itteI f'nden, unseren Mitmen'chen W*dann i k tra8en ZU helfen, welchen Wert hat 3B e r UbCr^QUpt "°ch' ein Christ zu sein?
toas n,Au benn nun anfangen, wenn schon et-
Richte xtl? Der Bauer ober ber Arbeitslose? unzweii-AiA»? ° r Bauer anfängt, denn er ist heute Pflichten «r $e,iergefteHte, und das legt ihm Mensch , -Cs gehört sich nicht, daß man einen Mit- unb Ai etfeIn Iä6t Wo Not ist. greift man zu
g 1' "Uch wenn nichts Dabei zu verdienen ist. Hier
7, September
Beilage zur Fuldaer Zeitung
. 206
K. I.
zu einer Katastrophe auswächst.
Sie Zugend aus dem Katholikentag
auf heute abgesunken
Adel der Kinder des und die Auferstehung
Das Land scheint Christus bauen wol- der Zusammenbruch ist nur durch eine und diese hat ihr
Zu dieser Feier laben wir bie Brubervereine Iungmannen unseres Bezirks herzlichst ein, sowie Frunbe ber Jugenb. Besonbers willkommen finb
lichkeit haben, nach bestandenem Examen ihren Beruf ohne weiteres auszuüben. Bei der heutigen schlechten Lage auch des akademischen Arbeitsmarktes ist es s a st unmöglich, Überhaupt eine Stelle zu fin- ben, geschweige benn eine bezahlte. So verbringen biese jungen Menschen ihre Tage zu Hause bei ben Eltern ober Verwanbten mit irgenbeiner Tätigkeit. Arbeitslosenunterstützung erhalten sie nicht. Niemand kümmert sich um sie, keine Organisation betreut sie. Sie
der b e •
Jedes Mitglied der organisierten katholischen Jugend wird aus diesen Ausführungen merken, daß wir die Kreise, die hinter der Regierung stehen, genau beobachten müssen.
sind sich selbst und ihrem
Die Gefahren, die sich zu tage. Allmählich tritt Kenntnisse ein, zumal es
harter, körperlicher Arbeit sich die Mittel zum Studium selbst verdient hat, eine Menge wertvoller Kräfte. Ausgerüstet mit guten Kenntnissen, Haden sie den ernsten Willen am Wiederaufbau Deutschlands mitzuarbeiten. Dabei sind sie in ihren materiellen Ansprüchen durchaus bescheiden und wohl geeignet, neue Lebensformen zu finden, die der Not des deutschen Volkes angepaßt finb. Es kann für einen Staat nicht gleichgültig fein, ob biese Kräfte zur Mitarbeit herangezogen werben, ober ob sie, sich selbst Überlassen, in äußerste seelische unb materielle Not hinabsinken.
Die Formen ber zu ergreifenben Hilfsmaßnahmen können hier nur angebeutet werben: Den Jungakaberni- kern im staatlichen Vorbereitungsbienst wäre allgemein ein befdjeibener Zuschuß zu gewähren.
• Für bie Angehörigen freier Berufe wären in Serbin« bung mit ben einzelnen Berufsorganisationen für einen größeren Bezirk Arbeitsvermitllungsstellen zu planen, ba
Verantwortlich für „Dos Blatt Der Jugend": Dr. oec< mihi Joüvb Sauer- Fulda
Schicksal überlassen, hieraus ergeben, liegen klar ein Verlust ber erworbenen an geeigneter Literatur zur
bie örtlichen Arbeitsämter nicht immer in ber Lage sein bürsten, in ber engeren Heimat zu vermitteln.
Angehörigen stark überfüllter Berufe müßte bie Möglichkeit zur Umstellung gegeben werden.
Im freiwilligen Arbeitsdienst wäre besonders Ingenieuren und Lehrkräften eine Möglichkeit zur Betätigung zu geben. Nicht zuletzt müßte durch ein Abdämmen des Zustr 0 mes zu den Hochfchu- l e n dafür gesorgt werden, daß das Problem der arbeitslosen Jungakademiker sich in den nächsten Jahren nicht
heit der Kinder Gottes ist der Volkes. Christus ist das Ostern unseres Volkes.
Wir sind nicht von gestern
und alle uns
Weiterbildung fehlt, und diese nicht ohne Kosten beschafft werden kann. Hinzu kommt die gesellschaftliche Isolierung. Ist es doch vielen einfach unmöglich, mit abgetragener Garderobe und ohne Geld geselligen Anschluß an die ältere Berufsgeneration zu finden.
Ein solches Leben führt bei weicheren Naturen allmählich zu müder Resignation, wenn nicht zur völligen Lähmung der Willenskraft. Energische Naturern wehren sich natürlich gegen dieses langsame Absinken und kommen so beinahe zwangsläufig zur Betätigung im politischen Radikalismus.
Dieser materiellen und seelischen Not zu steuern, ist bisher noch von keiner Seite versucht worden. Hier bald helfend einzugreifen, müßte eine dringende Sorge des Staates sein. Bekanntlich setzt der Staat für jeden Studierenden jährlich etwa 1200 Mk. zu. Vom volkswirtschaftlichen Standpunkt aus betrachtet, kann es unserer Zeit nicht gleichgültig sein, ob dieses zur Berufsausbildung verwendete Kapital verloren geht.
Dazu besitzt gerade diese Generation, die oftmals mit
Sturm-Heil!
fiaffj. 3ungmänneroerein Florenberg.
die hochwürdigen Herren Präsides, die Herren Lehrer und die Jungführer. (Musik mitbringen! Singeschisf nicht vergessen!)
Bei schlechtem Wetter Benutzung des Flvrenberger Saales.
Die Noklage der Znng-Alademiker.
Wenn hier versucht werden soll, bie Nöte des akademischen Nachwuchses aufzuzeigen, so geschieht dies nicht mit der Absicht, innerhalb der allgemeinen Not unseres Volkes eine relativ kleine Schicht in den Vordergrund zu rücken. Aber bie Verhältnisse finb hier so schlimm, unb ber Ausblick in bie Zukunft ist so hoffnungslos trübe, daß es nicht mehr länger verantwortet werben kann, hier schweigenb zuzusehen. •
Mit ber Lage der Abiturienten unb Studenten beschäftigt sich die Oeffentlichkeit hin und wieder einmal. Aber nur selten wird die Frage gestellt, was die Tausende von jungen Menschen machen, die mit bestandenem Examen bie Hochschule verlassen. Hier ist bas Interesse ber Oeffentlichkeit mit einem Male erloschen. Unb boch fängt für ben Jung- ,’-b->miF‘,r ber eigentliche Lebenskampf erst an. Gerabe für bie Minberbemittelten, unb bas war seither ein überaus großer Prozentsatz ber Stubierenben, beginnt ber neue Lebensabschnitt unvermittelt hart. Die Fürsorgemaßnahmen ber stubentischen Selbstverwaltung, bie Sti- penbien unb sonstigen Vergünstigungen fallen mit einem Schlage fort. Unb boch ist bie Berufsausbilbung mit Absolvierung ber Hochschule in ben wenigsten Fällen been- bet. Gewöhnlich hat sich ber Jungakabemiker noch einer mehrjährigen Ausdilbung zu unterziehen, für bie heute ein auch noch so bescheidener Zuschuß nicht gewährt wird. Da beginnt für manchen aufs neue eine Zeit des Sorgens und gar oftmals auch des Darbens. Daß unter diesen Umständen bie Berufsfreubigkeit leibet unb ber Arbeitseifer nicht gerabe geförbert wirb, läßt sich leicht einsehen.
Trostloser noch ist bie Lage berer, bie nicht bie Mög-
Sfutmtag auf dem Florenberg.
Am Sonntag, ben 11. September, oeanftaltet Der katholische Jungmännerverein Florenberg zusammen mit bem Bezirk Fulda seinen Sturmtag verbunden mit Bannerweihe.
10. Benzin 30»
Etwa 40 000 begeisterte Teilnehmer und Besucher füllten am Nachmittag Des vergangenen Sonntags das Stadion, als um 14 Uhr Tausende von Bannern unb Standarten, Fahnen und Wimpeln unserer Jugendorganisationen unb Bünbe auf ben Kampfplatz getragen würben.
Nach bem Vorfrage Des Sprechchores „Junges Volk" von H. Herfch begrüßte ein junges Mäbchen den Apostolischen Nuntius O r f e n i g o und Weihbischof Dr. Stockums, sowie den österreichischen Ju- stizminister Schuschnigg. Während des Liedes „Unb wenn wir marschieren" formten Turner unb Sportler ihre Gruppen zu Spiel unb Turnen unb boten ein Bild der „Kraft der Jugend".
Dr. Wilhelm Reinermann, Köln, ber 2. Dor- sitzende ber Kath. Jugenb Deutschlanbs führte alsbann in seiner Festrede aus: „Mit tiefer Ergriffenheit und freudiger Bewunderung sehe ich Euch Zehntaufende heute teilnehmen an dem großen Tage der Deutschen Katholiken. Die Katholikentage werden immer mehr zu einem Tag der Jugend. Nach dem Bekenntnis und Erlebnis kath. deutscher Jugend im vergangenen Jahr in ber Diafporastadt Nürnberg feiern wir heute bas gleiche Erlebnis im TOutterlanbe des Deutschen Katholizismus.
Das Stadion ist bas Sinnbilb bes Kampfes. Kath. Jugenb ist gleich nach dem Spiele geneigt, ein ernstes Wort zu Horen. Wir stehen hier an der Ruhr a u f einem großen Feld ber Leiben. Das Antlitz unseres Herrn über biefer Millionengroßstabt Ruhrland ist ernst unb ergreifend. Viele finb ab gefallen
g e n b s fo, daß es nur einen Jugendbund gäbe, nämlich den staatlich unterstützten und kontrollierten Pfadfinderbund. Es fei dahingestellt, wieweit die Pfadsinberbünde in anberen Ländern tatsächlich staatlich kontrolliert finb. Fest sieht aber, baß sie in sämtlichen Ländern ber (Erbe mit Ausnahme Italiens nur ein Jugendbund neben anderen sind, unb zwar in sehr vielen Fällen längst nicht ber größte.
Es scheint mir nicht unwichtig, sich diesen Tatbestand klarzumachen, da daran schon ohne weiteres, wenn nicht an anderen Voraussetzungen, der Plan Ramlows zur Gründung eines staatlich kontrollierten Jugendbundes und Auflösung aller bestehenden Organisationen scheitern würde."
und werden nicht genesen. Darum verlieren viele den Mut. Da muß die katholische Jugend mit dem Radikalismus ihres Glaubens kommen und den Gleichmut überwinden wir brauchen nicht Totalmobilisation der Volkes sondern Totalmobilisation des Christenglaubens- Und wir wollen unseren Glauben hineintragen ins Leben unb in die Städte. Glühen wollen wir in der Liebe Christi und uns einreihen in die Reihen der Karitas. Gerade die Großstadt macht den Fernsten zum Nächsten.
Die Kirche ist nie die BundesgenossiN der hartherzigen Besitzer gewesen. Sie hat uns Männer wie unseren Hl. Vat^r Pius XI, wie Ketteier und Kolping geschenkt. Diesen Wegbereitern ber Botschaft Christi zu folgen rft nach Bekenntnis bes Glaubens und der Karitas unserer dritte Aufgabe.
Katholischsein heißt uns: Alles für Christus tun in Arbeit unb Sport, Berus unb Wirtschaft, Familien und Volk, alles für bas Reich Christi und so für Deutsch- lanb.
Nach bem neuen von Leo Fußhöller uns geschenkten Kreuzzuglieb zeigten bie Mädchen in ihren Tänzen diel „Freude der Jugend". Unb die Banner formierten sich zwischen den Kirchenfürsten und dem hochragen« ben Kreuzesbilb.
Weihbischof Dr. Stockums überbrachte die Grüße! Sr. Eminenz, des Kardinals Dr. Schulte, er gab feiner eigenen des Apostolischen Nuntius und aller Anwesen, ben Freube Ausbruck über Die Einigkeit in Denken, Wollen unb Hanbeln, in Lieben unb Glauben unserer Jugenb und ermahnte sie, jung, katholisch unb' deutsch zu bleiben zur Ehre Gottes und zum Segen bes Daterlanbes.
Der Apostolische Nuntius Drfenigo erteilte ber Versammlung ben päpstlichen Segen.
(Ein Jungmann schloß mit bem Rufe, noch einmal umzuschauen auf biefes herrliche Erlebnis, „unser Ruf an die Hunberttcncke!ih-> ist Ruf a v s her fflroftftabt unb in bie Großstabt. Freube und Kraft Der Jugenb werden Christus zum Siege führen. Das walte Gott unb bie hl. Jungfrau!"
Begeistert erklang Darauf bas Deuts chlanb- l i e b.
Ein grünes Blatt.
S!n Blatt aus sommerlichen Tagen, 3.T) nahm' es so im Wanbern mit, Auf baß es einst mir möge sagen, Wie laut die Nachtigall geschlagen, Wie grün ber Wald, den ich durchschritt.
Theodor Storm.
giös fundierten Jugendverbänben nicht gut zugemutet werben können, auf bie Nutzbarmachung ber starken päbagogi- s<Hen Werte zu verzichten, bie auf glaubensmäßigen Verwurzel ung ruhen.
in diesen Großstädten von Gott, folgen zu wollen. Doch, die ohne len, bauen vergebens. Das zeigt unseres Kulturbaues. Christus GroHstadt gewandert, Jerusalem;
Heil nicht erkannt, sondern suchte es in einem anderen Namen, der ihr eigener Name war. So stellt man auch heute wieder Götzen in stillen Winkeln auf. Doch das Volk sehnt sich nach Heil, nach Rückkehr zur Familie, Volk und Gott, nach der Erlösung.
Dieses Drängen und Sehnen und marschieren ist eine große Gnadenstunde Gottes, der untere in ben Riesenstädten schlaffgeworbenen Seelen wieder stark machen will. Wir müssen wieder erwachen, aber erwachen zu Gott! Das ist Deine Stunde, kathol. Jugend, Zeugnis zu geben für Christus den einzigen, der allen Völkern und vor allem Deutschland helfen kann.
Deutschland war einst ein Heliandland. Die Kronen Karls des Großen, der Dttonen, ber Salier und ber Staufen trugen ein Kreuz. Das Kreuz war das Lebenszeichen des Volkes. Unb Christus unb fein Kreuz müssen mieber in unserem ß a n b e herrschen unb unsere Stäbte erlösen, wenn unser Volk genesen soll. Wir müssen roieber sein Kreuz auf unsere Kultur setzen. Nicht Wirt- schaftsmächte und Heere machen ein Volk stark, sondern allein sein Glaube. Frei-
Briefkasten der Schrifttettirng.
— An den „Jungbauer". Warum verschweigen Sie Ihren Namen, wenn Sie uns eine Entgegnung auf den Aufsatz „Arbeitslose auf dem Lande" einsenden? Kommen Sie bitte einmal bei uns vorbei.
Programm.
Donnerstag, Freitag, Samstag, abends %9 Uhr, religiöse Vorbereitung durch den Bezirkspräses.
Sonntag: 8 Uhr: Besonderer Gottesdienft für die Jungmänner mit Generalkommunion. (Die Vereine werden gebeten, eine Bannerabordnung zu entsenden. Verköstigung derselben durch unsere Mitglieder). %3 Uhr Bannerweihe mit Ansprache und Sakra- mentsandacht. Anschließend: Vekenntniszug um ben Florenberg zum Lagerplatz.
Dort: Begrüßung durch ben Präses. Gemeinsames Lied: Und wenn wir marschieren---Ansprache
eines Jungmanns unseres Vereins. Lied: Wenn wir schreiten---
Lagertreiben: Unter anderem: Waldlauf um den Florenberg. Altersklasse über 18 Jahre: 3000 Mir. Jugendklasse: 600 Meter. Meldungen vor dem Start.
Bei eintretender Dunkelheit: Feuerweihe. Lied Flamme empor---. Reigen der Schuljugend um
das Feuer. Treuschwur auf das Fuldaer Bekenntnis und das neue Christusbanner. Schlußlied: Heilgem Kampf find wir geweiht--
Em deutscher ..Reichs-Zugendtmud"?
Als vor einigen Monaten die Pläne des Ministers (sroener bekannt wurden, bie beutfche Jugend ' in emer staatlich geförderten Sportorganisation zu sammzu fassen, wurden seitens der Sprecher der deutschen Jugendbünde und -Verbände die Bedenken bargelegt, bie gegen eine solche not- toenbiqerruciie bürokratische Zusammenfassung zu erheben feien. Es würbe betont, daß es ohne Gefährdung Harter pädagogischer Werte nicht darauf ankommen könne bie oorhanbenen Bünbe der jungen Generation erst zu zerschlagen, um ihre Angehöri- »en alsbann zum Beitritt zu irgendwelchen, erst auszu- denkenben Organisationen zwangsweise zu veranlassen, loirdern daß es vielmehr gelte, die vorhandenen Ansätze nattonalpoliti scher Selbsterz,ehung — bie von der jungen Generation (in der Slrbeitslagerbe- roegung, in ber Grenzlandarbeit usw.) geschaffen würben—auszubauen und zu gemeinsamen Einsatzpunkten ber Jugend aller Lager und Richtungen zu erweitern. — D'e inzwischen ergangenen Verordnungen über den Ausbau des freiwilligen Arbeitsdienstes haben bewiesen, daß die Regierung diesen Einwürfen der bündischen Jugendführer in erfreulichem Maße Verständnis und Beachtung entgegengebracht hat.
In diesem Augenblick hält Dr. Rudolf Ramlow es in der der Regierung von Papen-Schleicher besonders nahestehenden „Deutschen Allgemeinen Zig." vom 19. 8. 1932 für nötig,, wie der (Elefant im Porzellanladen von neuem für bie Auflösung aller bestehenben IugenOrganisationen unb die — von der Regierung aus oorzuneh- mende — ßrünbung eines staatlich kontrollierten Reichsjugendbundes einzutreten. Er hält das Bestehen von zahlreichen kleinen Jugendbünden für „Mangel an Organisation" und „Kraftvergeudung", während demgegenüber hervorgehoben werden muß, daß bie in den Ju- genboerhänben übliche starke persönliche Bindung zwischen Führern und Gefolgschaft (die eben nur bei verhältnismäßig kleinen Bünden möglich ist) iehr viel wichtiger und vom erziehlichen Standpunkt entscheidender ist, als etwa die Tatsache einheitlicher Kleidung u-nb körperlicher Ausbildung, die Ramlow als Vorteile eines Gefamtbundes nennt.
Auch in anderer Beziehung scheint Ramlow über bie Tatbestände bes bündischen Jugendlebens nicht sehr deutliche Vorstellungen zu haben, z. B. übersieht er völlig, daß einer ber Hauptgrünbe für die vielfache Differenziertheit der deutschen Jugendverbänbe in ber weltan schaulichen ©Heberung bes beutschen Volkes liegt. So sehr man bie konfessionelle Zerrissenheit Deutschlanbs bebauern mag — es sieht nicht ba- "ach aus, baß man sie auf organisatorischem Wege aus ber Welt schaffen konnte. Unb e s wirb ben reli«
, es sich bei diesem Einwurf nicht etwa um eine mit einer Handbewegung beiseitezuschiebenbe Neben- srage hanbelt, sondern um eines der Kernprobleme eines staatlichen Jugendverbandes, ergibt sich auch aus einer «tellungnahme des Reichswarts ber evangelischen suIn 9 m ä n n c r b ü n b e Deutschlands, D. Stange» ürmfel, die uns zu den Ausführungen Ramlows zugeht.
Es heißt darin:
„Bei ber (Einteilung ber Jugendorganisation in vier Siauptgruppen hat der Verfasser die weltanschau- ich bestimmten Jugendverbände der bei-
? großen Bekenntnisse völlig beifeite o ?' ,e "■ Das ist umso schwerwiegender, als es sich beuü<h A Um bie größten Gruppen unter ben (Srunnp0 ,x'u9enbDer5änben hanbelt. Die evangelische aeren ich führe, erreicht bei einer en»
ehno <ba-t Don reichlich einer halben Million vierten iugendlicher Menschen, b. h jeden
lieaf e- A", Evangelischen in Deutschland. Aehnlich füf-=rr,4x QUJ '"iholischer Seite. Darüber kann man 3rr?a einfach hinweggehen.
lanb ober ' “h QU<f> bas- roa5 über bie Sage in (Eng- anber-n x ikanbinavischen Staaten und „in vielen ®Mnnkm.U ber 9Qn3eri Erde" gesagt wird. Es ist mit MM—00n Italien unb natürlich Rußlanb n i r -