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4. September

Beilage zur Fuldaer Zeitung

Ilr. 204

Der Garten im September.

Im Erntemonat ist gutes Wetter recht er­wünscht, einesteils für die Erntearbeiten selbst, an­derenteils aber auch zur Erhöhung der Güte von Obst und Gemüse. Im Obstgarten nimmt die Ernte ihren Fortgang, Spätsorten läßt man mög­lichst lange hängen. Das eigentliche -erbstobst hält sich nur kurze Zeit und muß deshalb bald verbraucht werden. Vor dem Laubfall entferne man die vertrockneten und abgestorbenen Aest«, da man sie seht noch gut erkennt, auch lockere man die Baumscheiben in weitem Umkreis, damit die Wurzeln von der Winterfeuchtigkeit möglichst viel Nutzen haben. An die nötigen Vorkehrungen für die Herbstplanzungen der Obstbäume ist fetzt ebenfalls zu denken. Bekanntlich ist ja die Herbst­pflanzung der des Frühjahres fast überall vorzu­ziehen. Man bestelle die Bäume möglichst früh­zeitig, solange noch genug Vorräte in den Baum­schulen vorhanden sind, und sorge bis zum Ein­treffen der Bestellung durch Auswerfen von Baum­gruben und Herbeischaffen entsprechender Erde, Pfähle ufro., daß die Bäume und Sträucher mög­lichst umgehend gepslanz werden können. Gegen die zu erwartenden Frostspanner schütze man die Obstbäume durch Leimringe und vergesse auch die Pfähle nicht, wenn solche vorhanden sind, damit die Frostspannerweibchen nicht etwa von ihnen auf die Kronen der Bäume übergehen. Die nach den Weintrauben lüsternen Vögel hält man durch arst- aehängte Netze ab, die Wespen durch Einbinden der Trauben in Gazesäckchen. 3m Gemüse­garten kann noch gut gesät werden: Spinat. Ra­pünzchen, Radieschen, Petersilie, Möhren; gesteckt: Steckzwiebeln, Schalotten, Knoblauch. Radieschen sind noch die einziaen Flachwurzler, die bei Trok- kenheit zu gießen sind, die Tiefwurzler haben es nicht mehr nötig, und damit ist eine Arbeit ver­schwunden, die in den vorhergehenden Monaten viel Zeit in Anspruch genommen hat. Mit Aus­nahme von Gurken, Tomaten, Bohnen und Kürbu­sen, die bekanntlich sehr leicht erfrieren, kann bis Ende des Monats und auch noch etwas länger mit der Ernte gewartet werden. An den geköpften Tomaten schneidet man zur schnelleren Reife alle überflüssigen Blätter ab. ist keine Aussicht zur Voll­entwicklung mehr vorhanden, lo pflücke man die rötlich angelaufenen Früchte ab und lasse sie an einem warmen Ort nachreifen; die Gurkenranken können unter den gleichen Verhältnissen heraus­gerissen und die kleinen noch vorhandenen Gürk­chen zu Pfeffergurken verwendet werden. Endi­vien sind nur für den baldigen Gebrauch zu blei­chen. Die Spargelbeete richte man für den Win- ter her. Hierbei schneidet man die abgestorbenen gelben Stengel einige Zentimeter über der Erde gb und verbrennt sie, behackt dann die Beete und harkt alle Reste ab. Aehnlich verfährt man mit den Kohlstrünken, die man wie auch alle anderen Pflan­zenrückstände wegschafft und die Beete, soweit sie nicht zu neuen Saaten oder Anpflanzungen benutzt werden, tief umaräbt und den Winter über in rohen Schollen liegen läßt.

Der Zimmergarten.

Nun füllt sich allmählich das Zimmer wieder, die Rückwanderung aus Garten und Kästen und von den Balkonen beginnt. Schon in der ersten Hälfte des Monats denke man an die empfind­licheren, die in Töpfen ausgepflanzt waren, wenn auch das Wetter noch so schön ist. Hierbei müssen die Töpfe sauber gewaschen, Algen und Moose entfernt und die Pflanzen gereinigt werden. Ein mäßiger Rückschnitt wird sich bei zu groß oder in der Form unschön gewordenen nicht umgehen lassen. Härtere können noch so lange im Freien bleiben, als es das Wetter gestattet, sie müssen aber geschützte Plätze erhalten, denn anhaltender kalter Regen und Witterumbildungen der Tag- und Nachtgleichen könnten ihnen schaden; gegen Früh­fröste sind die nötigen Vorkehrungen zu treffen. Die ins Freiland gepflanzten Gewächse sind ver­hältnismäßig zeitig unter Einhaltung der bekann­ten Regeln in Töpfe zu setzen und noch einige Zeit im Freien zu lassen, da sie so die unausbleiblichen Störungen am besten überwinden. Pflanzen, die jetzt ihrer Ruhezeit entgegengehen, was man daran erkennt, daß sie im Wachstum nachlassen und ihre Blätter vergilben oder abfallen, sollen nur noch mäßig begossen werden, damit sie einziehen kön­

nen; sie durch Gießen und Düngen zu weiterem Trieb zwingen zu wollen, hat keinen Zweck, es wäre gegen das Naturgesetz. Ziemlich trocken müssen auch die Kamelien gehalten werden, sobald die Knospen angesetzt haben. Zum Ankauf von Blattpflanzen und Winterblühern ist jetzt die ge­eignete Zeit, denn sie sind billig, da die Gärt­nereien über große Vorräte verfügen und gern, oft schon aus Platzmangel, damit räumen.

Der Balkon im Spätsommer.

Wenn der Sommer sich seinem Ende nähert, dann hoben auf einem gutgepflegten Balkon die Pflanzen ihren Höhepunkt an Schönheit und Ueppigkeit erreicht. Es ist natürlich der Wunsch jedes Balkonbesitzers, seine Pfleglinge so lange wie möglich in dieser Schönheit zu erhalten.

Aber leider sieht man recht häufig schon m der Mitte des August Balkone. auf denen die Blüten spärlicher werden. Das Laub wird vor der Zeit gelb und fällt ab. Das ist bei richtiger Pflege nicht notwendig.

Die Pflanzen haben jetzt einen großen Blätterreich­tum entwickelt, haben also einen starken Wasserver­brauch; sie müssen darum im Spätsonnner reichlich ge­gossen werden. Hin und wieder muß aber die Erde trocken werden, das ist für die Wurzeln gesund und ver­hindert ein Versauern der Erde. Der Trockentag darf aber nur ein trüber, feuchter Tag sein. Ein Welkwer­den der Pfleglinge ist auf jeden Fall zu vermeiden.

In den meisten Fällen ist Nahrungsmangel die Ur- fache des zu frühen Absterbens der Blätter. Kein Wun­der! Die Pflanzen haben bis jetzt die Erd« vollständig ausgesogsn; wenn jetzt nicht eine regelmäßige Hilfe ein­setzt, ist es bald mit aller Sommerherrlichkeit vorbei. Es muß eine gründliche Düngung erfolgen. Dazu eignen sich am besten alle künstlichen Guanodünger, die in kleinen Paketen in jedem Fachgeschäft billig zu haben sind. Auch aufgeschlossenes Hornmehl kann man nehmen. Die obere Erdschicht wird gelockert und gründlich mit dem Düngepulver gemischt. Von nun ab gießen wir auch regelmäßig mit einem Düngevollsalz entweder einmal in der Woche oder, noch besser, in einer kleinen Dosis alle Tage.

So sind alle Pflanzen zu behandeln, die nur für einen Sommer unseren Balkon zieren. Alle überwintern­den Pflanzen jedoch müssen jetzt allmählich zum Trieb­abschluß kommen, sonst faulen sie im Winter. Auf kei­nen Fall dürfen noch gedüngt werden: Alle Kakteen, Myrthen, Zimmerlinden, Palmen und alle abgeblühten Dauerpflanzen.

Etwas anders liegen die Verhältnisse bei Fuchsien und Pelargonien: sie fangen jetzt oft einen zweiten Blütenflor an. Wenn sie keine neue Nahrung bekom­men, dann entkräftet der neue Blütensegen die Pflanze vollkommen, und man will doch schließlich seine Freude an jeder Blüte haben, also müssen diese Pflanzen in dem Fall ausnahmsweise gedüngt werden. Es ist dann aller­dings notwendig, daß sie nach dem Abblühen noch so lange hell gestellt werden, bis sie ganz zur Ruhe kom­men. Stellt man sie in vollem Triebe ins Dunkle, z. B. in den Keller, so kann man bestimmt mit ihrem Verlust rechnen.

Der kleinlierhof im September.

Die Mauser geht weiter, und deshalb hat alles, was im August für diese Zeit empfohlen worden :st, weiterhin Geltung. Vor allem, was die Füt­terung anbetrifft, denn ohne kräftige Nahrung gibt es später keine oder nur wenig Wintereier. Schutz für die mangelhaft befierderten Tiere ist jetzt na­türlich noch nötiger als früher. Die älteren Hennen hören nun mit dem Legen fast ganz aus, und die jungen aus den Frühbruten fangen erst vereinzelt damit an, so daß der Eierertrag durchschnittlich gering ist. Dafür ist es jetzt günstige Gelegenheit zur Anschaffung von Stämmen für die Winter­zeit, die Geflügelhöfe verkaufen gern und zu mä­ßigen Preisen, um ihre großen Bestände den Win­ter über nicht burd)füttern zu müssen. Beim Kauf lege man Wert auf Hennen aus Frühbruten, denn die älteren kommen als Winterlegerinnen nicht in Betracht, und die halberwachsenen brau­chen wiederum lange Zeit, bis sie legen, nämlich bis zum Frühlingsanfang. .Die nicht für die Zahl bestimmten Gänse und Enten sind jetzt auf Mast zu füttern und finden dann stets guten Absatz, wenn sie nicht in die eigene Küche wandern. Die Tauben mausern ebenfalls und hören mit Legen und Brüten auf, dafür schreiten die Jungtauben der Frühbruten zur Paarung und Brut; junge aus dem September sind für die Zucht untauglich und nur bis zur Küchenreife aufzuziehen. Bei

den Kaninchen dauert der Haarwechsel an, das nö­tige hierüber ist ebenfalls im August gesagt wor­den. Mit der Zucht wird nun endgültig ausgesetzt, die Kräfte der Häsinnen werden durch den Haar­wechsel genügend beansprucht, so daß aus Jungen dieser Zeit nichts werden kann, ganz abgesehen davon, daß auch die Häsinnen Schaden erleiden können. Sonst ist es genau wie bei dem Geflügel, alles was nicht für die Zucht bestimmt ist, wan­dert nach guter Mast im Lauf der nächsten Mo­nate in die Küche. Ebenso ist das Angebot an ZuMtieren groß, so daß man verhältnismäßig billig zu solchen kommen kann. Die Ziegen hären natürlich auch und sind während der Zeit äußerst empfindlich, besonders gegen Zug, die Ställe müs­sen daher wohl gut gelüftet werden, aber nicht zugig sein. Die Nahrung sei kräftig, ausschließliche Fütterung mit Abfällen, Kohl- und Rübenblättern, Fallobst, Kürbis- und Gurkenschalen ohne Dörr­futter ist schädlich; nicht minder bereiftes oder be­tautes Gras. Während der kommenden Deckzeit sind die Böcke besonders reichlich mit Hafer zu füttern.

Verbilligtes Hühnerfutter.

Auf Grund einer besonderen Aktion der Reichs­maisstelle in Berlin können Hühnerhalter Hühner­mischfutter beziehen, das sich gegenüber dem zur Zeit im Handel befindlichen Hühnermischfutter durch besondere Qualität auszeichnet und bedeutend bil­liger ist.

Das Hühnermischfutter besteht aus einem Ge­misch von Weizen und Mais oder von Weizen. Roggen und Mais, das sich aus einem Teil Rog­gen oder Weizen und 1% Teilen Mais zusammen­setzt. Auf Bestellung des einzelnen Hühnerhalters kann der Hersteller des Mischfutters das Weizen- (Roggen-)Maisgemisch als Grundlage für die Her­stellung anderer Hühnermischfutterfabrikate ver­wenden.

Ein bestimmter Preis für das verbilligte Hüh­nermischfutter ist nicht festgesetzt. Es bleibt dem Besteller überlassen, sich die billigste Bezugsquelle auszusuchen. Die Hersteller des Mischfutters erhal­ten den Mais zur Herstellung des Gemisches um ca. 3.25 Rm. per Zentner billiger geliefert, als sie ihn bisher bezogen haben. Es wird dafür gesorgt, daß diese Vergünstigung bei dem Verkauf des Mischfutters dem einzelnen Hühnerhalter gugute kommt.

Die zur Verfügung stehenden Mengen des bil­ligen Hühnermischfutters sind beschränkt. Es ist daher bestimmt, daß das Mischfutter nur Hühner­halter beziehen können, die im letzten Erntejahr keinen oder nicht mehr als 1 Hektar Weizen und Gerste (zusammengerechnet) angebaut haben. Sie können dann bis zu 10 Kilogramm von diesem Mischfutter für jedes Huhn (Hahn und Henne, Alt- und Jung-Huhn) erhalten.

Hat der Hühnerhalter im letzten Erntejahr jedoch mehr als 1 Hektar Weizen und Gerste angebaut, so kann er das billige Hühnerfutter nur beziehen, wenn er am 20. August 1932 mehr als 100 Hühner hält. Er bekommt dann das billige Mischfutter nur für die 100 Stück übersteigende Anzahl der Hühner und auch dann ebenfalls bis zu 10 Kilogramm für ein Huhn.

Jeder Hühnerhalter kann aus den vorstehenden Angaben ersehen, ob und in welchen Mengen er das billige Mischfutter beziehen kann.

Der Hühnerhalter muß das Quantum, das er insgesamt beziehen will, in einer Bestellung auf­geben, da die Zuteilung des Mischfutters nur ein­malig erfolgt. Er kann aber mit feinen Lieferan­ten vereinbaren, daß er das Futter sukzessive ge­liefert erhält.

Die B e st e l l u n g selbst kann bei dem Lie­feranten erfolgten, von dem der Hühnerhalter bis­her sein Mischsutter bezogen hat oder auch bei irgendeinem anderen Hühnerfutterlieferanten. Der Hühnerhalter kann sich auch direkt an den Herstel­ler des Mischfutters wenden.

Zum Nachweis feiner Berechtigung zum Be­züge des verbilligten Mischfutters muß sich der Hühnerhalter eine amtliche Bescheinigung späte­stens bis zum 31. Oktober 1932 verschaffen, aus der hervorgeht, ob und wieviel Weizen und Gerste er im letzten Erntejahr angebaut hat und wieviel Hühner er am 20. August 1932 hält. Die Beschei­nigung wird von der zuständigen Gemeindebehörde

einmalig erteilt. Es dürfen dabei nur die von berl Reichsmaisstelle vorgaschriebenen Formulare benutzt I werden. Diese Formulare, die sich der Hühner» 1 Halter selbst besorgen muß, sind erhältlich bei dem i Klub Deutscher Geflügelzüchter e. V., bet dem ' Bund Deutscher Geflügelzüchter e. V., Sitz Halle 1 und den ihm angeschlossenen Provinzial- und Orts. 1 verbänden, bei den dem Reichsverband der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften Raiffeisen e. V. angeschlossenen landwirtschaftlichen Waren ge- nossenschasten, bet den Getreide- und Futtermittel» ' Händlern, bet den Konsumvereinen, bei den Her­stellern des Mischfutters, bei den Kolonialwarenge. schäften, die sich mit dem Absatz von Hühnermisch­futter befassen.

Der Hühnerhalter kann sich die Bescheinigung von der Gemeindebehörde nur einmalig ausstellen lassen. Auf der Rückseite der amtlichen Beschei­nigung muß der Hühnerhalter sich durch seine Un­terschrift verpflichten, das Hühnermischfutter nur in seinem eigenen Betrieb zu verfüttern. Die amt­liche Bescheinigung ist alsdann bet der Bestellung des Mischfutters dem Lieferanten zu übergeben. Da die Bescheinigung nur einmalig vom Gemeinde­vorsteher oder Polizeibehörde ausgestellt wird, muß der Hühnerhalter daraus achten, daß er die Be­scheinigung nicht verliert. Bei Verlust der Beschei­nigung erhält er kein verbilligtes Mischsutter.

Schädlmgsbekämysung im September.

In Blumenzwiebelbeeten müssen Zeliokörner ausgelegt werden, desgleichen in Gewächshäusern, um die dort häufig in großen Mengen auftreten» den schädlichen Kellerasseln gleichzeitig mit den Mäusen mühelos zu vernichten.

Wenn das Rutensterben an Himbeersträuchern auftrat, hilft eine gründliche Spritzung mit Ipro- zentiger Solbarlösung (100 Gramm Solbar in 10 Liter Wasser auflösen). Anschließend sind alle kranken Zweige auszuschneiden und zu verbrennen.

Gegen Ende des Monats kann in manchen Ge­genden schon an die Anlage der Raupenleimringe gedacht werden. Hierzu eignet sich sehr gut der RaupenleimHöchst" (Arbocol), der sich durch große Kälte- und Hitzebeständigkeit auszeichnet. Auch ist die Gefahr des Austrocknens durch den Wind bet ihm nur sehr gering. Dieser Raupen­leim ist außerdem sehr ergiebig und daher außer­dem sehr wirtschaftlich.

Die Räume, in denen das Obst gelagert werden soll sind gründlich zu säubern und womöglich auch zu desinfizieren. Caporit in 0,2prozentiger Losung (100 Gramm Caporit in 50 Liter Wasser) hat sich mehrfach besonders gut bewährt. Caporit kann man auch dem Kalkanstrich zusetzen.

Die Mistbeete sind für die zu überwinternden Aussaaten vorzubereiten. Besonders ist die Erde zur Vernichtung des Vermehrungspilzes und der Erreger der Kohlhernie mit einer 0,5prozentigen Uspulunlösung (50 Gramm Uspulun in 10 Liter Wasser auflösen) zu überbrausen. Je Quadrat» Meter Oberfläche genügen etwa 10 Liter Ufpulun« lösung.

Auslegen von Zwelschenkernen. Zwetschensteme kann man sofort nach der Ernte auf gut vochereitete Garten- beete auspflanzen, wo kein Mäusesrah in den Wtntermo- naten zu befürchten ist. Andernfalls schichtet man ine Steine den Winter hindurch in Sand, in flache Kistchen und die Aussaat geschieht bann im zeitigen Fruhiahr, etwa März-April auf die vorbereiteten Beete. Die Aus- saat sollte nicht zu dicht geschehen und am besten in Reihen ausgeführt werden. Aus Beete von 1,20 Meter Breite zieht man fünf Rillen 810 Zrntr. tief und m diese legt man die Steine in Abständen von 10 Zmtr. aus, stößt sie fest ein und bedeckt sie dann 5 Ztm. hoch mit guter Garten- oder Komposterde. Im ersten Jahr halt man die Saatbeete unkrautfrei und lockert j« nach Be­darf den Boden und fort bei trockener Witterung für Be- Wässerung der Beete. Es ist sehr zu empfehlen, gleich nach der Aussaat die Saatbeete mit Torfmull oder ganz kurzem Dünger zu bedecken. Im zweiten Jahr (Früh­jahr) wird das Verpflanzen (Verschulen") der Sämlinge vorgenommen. Der Abstand richtet sich bann ganz nach dem Zweck, was mit den Stämmchen späterhin geschehen soll, ob man sie in Kronenhöhe oder auf dem sogenann­ten Wurzelhals veredeln will. Letzteres kann schon trn zweiten Jahr nach dem Verschulen geschehen, denn es ge­nügt Bleistiftstärke für diese Veredelungsart, die man mit Okulieren bezeichnet. Für die Okulation in Kronen­höhe müssen die jungen Stämmchen mindestens eineLänge I von zwei Meter und darüber haben. Die Veredelung geschieht im Juli-August und muß dabei die Rinde sehr I gut lösen, sonst wachsen die Augen nicht an.

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