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NILS

Nr. 192

Beilage zur Fuldaer Zeitung

12. August.

verzehrt.

Epistel: Gal. 5. 1624.

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Nehmen Sie zum Aufwaschen, Spülen und Reinigen Henkels @

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HPflrn Henkels löasch-und Bleich-Soda

1A^/UAV macht hartes LOasser weich

Wissenschaft und Forschung.

= Russische Rordlandexpedilion entdeckt unbekannte Inseln. Die Funkstation des EisbrechersRussanoff" meldet, daß die sowjetrussische Nordlandexpedition in der Gegend 75 Grad 48 Minuten nördlicher Breite und 81 Grad 20 Minuten östlicher Länge bisher unbekannte In. sein entdeckt habe. Die Inseln sollen 90 Mtr. hohe felsige Steilufer besitzen.

glücklicher, wenn du dich von solcher Erdenhaftig- keit freimachst. Gibt es nicht noch vieles in unserem Leben, das des Dankes wert ist? Ist nicht jeder neue Tag ein Geschenk des himmlischen Vaters an uns? Sind nicht unsere Sinne, unsere Gesundheit, seine Gaben? Wer noch Sinn für Dankbarkeit hat, wird vom Mammon erlöst sein. Und je mehr er erlöst ist, desto reicher wird sein Leben.

14. Sonntag nach Pfingsten.

Eingangslied: Ps. 83, 1011.

Schau her, du unser Schirmherr, Gott, sieh an das Antlitz des Gesalbten dein. Ja, wahrlich, beiter ist ein Tag in deinen Hallen, mehr denn tausend sonst. (Pf. ebd. 23.) Wie wonnesam -st dein Gezelt, o Herr der Himmelsscharen! Ver­langend nach den Hallen Gottes meine Seele sich

Erdensorgen.

Betrachtung zum Sonnkagsevangelium.

Wofür plagst du dich eigentlich, mein Freund? Verdienst du deinen Lohn, um zu essen, zu schlafen und dir manche Annehmlichkeit zu verschaffen? Oder hat die Arbeit und ihre Frucht, der Erwerb, noch einen anderen Sinn?"

Wenn man viele Menschen in ihren Worten und in ihrem Tun beobachtet, so könnte man zu der

Brüder! Wandelt im Geiste, so werdet ihr die Gelüste des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch gelüstet nüber den Geist, der Geist aber wider das Fleisch: diese sind ja einander entge­gen. Ihr dürft al'o nicht alles tun, was ihr wollt. Wenn ihr aber durch den Geist geleitet werdet, seid ihr nicht unter dem Gesetze. Offen- kundig sind die Werke des Fleisches. Cs find: Unzucht, Unreinigkeit, Schamlosigkeit, Wollust, Ab­götterei, Zauberei, Feindschaft, Zank, Eifersucht, Zorn, Hader, Uneinigkeit, Spaltung, Neid, Tot­schlag, Völlerei, Gaukelum.züge und dergl. Was sch euch verkünde, habe ich schon früher gesagt: Die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben. Die Frückte des Geistes sind aber: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Milde, Güte, Langmut, Sanftmut, Treue, Mäßigkeit, Enthaltsamkeit, Keuschheit: wider dergleichen ist das Gesetz nicht. Die aber Christi sind, haben ihr Fleisch gekreuzigt mit den Lastern und Gelüsten.

Evangelium: Matth. 6, 2433.

Niemand kann zwei Herren bienen."

Hartes, also kalkhaltiges Wasser ist zum Wäschewaschen ungeeignet. Schon wenige Gramm Kalk in 100 Liter Wasser vernichten über Pfund Seife 1 Das muß jede Hausfrau wissenl Geben Sie jedesmal vor Bereitung der Waschlauge einige Handvoll Henko Bleich-Soda in das Wasser. Dadurch wird es weich wie das schönste Regenwasser, und das Waschmittel wird voll ausgenutzt. Auch zum Einweichen der Wäsche gibt es nichts Vorteilhafteres als die seit 50 Jahren bewährte

einenKaffer" schlägt, wenn oieser es wagt, auf dem Bürgersteig zu gehen, auf dem derBaas" daherkommt. Jedoch ging es diesmal gnädig ab. Im Begriffe weiter zu gehen, mußte der Schwarze aber wohl bemerkt haben, daß der Weiße blind sei. Er blieb stehen und fragte etwas, sicher in ganz schlechtem Englisch. Und dann nahm er chn plötzlich bei der Hand und brachte ihn sicher auf dw andere Seite der belebten Straße. Ich freute mich sehr über diesen Liebesdienst, den der ver­achteteKaffer" dem Weißen leistete, demselben Weißen, der vielleicht wie so viele seiner Stammes- genossen demKaffer" jedes Gefühl abgesprochen hatte.

Der Zufall wollte es, daß ich diesen jungen Eingeborenen am Nachmittag in der Eingeborenen- niederlassung traf. Ich konnte es mir nicht ver­sagen, aus chn zu zu gehen und ihn zu fragen» wie er dazu gekommen sei, dem weißen Manne zu helfen.Pater," sagte er treuherzig,ich bin ein Christ. Unser Pater hat uns gelehrt, daß wir alle Menschen lieb haben sollten und besonders den Armen, Schwachen und Kranken helfen sollten, wie es der Heiland getan hat". Und er zeigte mir sein Kreuzchen, das er um den Hals trug.

Obige Begebenheit hat sicher nichts Außer- gewöhnlühes an sich. Aber sie zeigt, daß der Eingeborene besseren Regungen zugänglich ist, ja, daß er das Ideal des Christentums, die werktätige Liebe, verwirklichen kann. Es ist also doch nicht verlorene Liebesmüh, den Schwarzen die christ- kche Religion zu bringen, es ist nicht verlorenes Geld, chnen Kirchen und Schulen zu bauen. Nein, Gott sei Dank, es ist nicht jo.

P. W. Sykla O.M.I.

Auffassung kommen, daß mit dem Essen, dem Schlafen, den Kleidern und den Vergnügungen des Lebens der Inhalt ihres Daseins erfüllt wäre. Sie freuen sich ihres Lebens und genießen es, soweit es ihnen in ihrer Lage möglich ist.

So denken die Sorglosen, die Heiteren, die Unbeschwerten die Leichtsinnigen. Für sie ist das heutige Evangelium, das von der Sorglosig­keit der Lilien auf dem Felde und den Vögeln des Himmels spricht, eine Rechtfertigung ihrer Le­bensauffassung. Und doch verstehen sie das Wort des Heilandes nur halb, wenn sie den Nachsatz nicht beachten: Suchet zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit und alles wird euch dazu gegeben werden.

Ganz anders die Schwermütigen, die Ueberängstlichen, die von den Erdensorgen be­drückt sind. Einem erwerbslosen Familienvater wird man freilich diese Sorgen nicht verdenken. Auch einem gesunden jungen Menschen nicht, der von dem Wohlwollen feiner Eltern lebt und sich statt dessen sein Brot gerne selber verdienen möchte. Für solche Menschen spricht der Heiland nicht. Denn er weiß um die Notwendigkeit des täglichen Brotes. Auch die Vögel des Himmels und die Lilien des Feldes brauchen die tägliche Nahrung zu ihrem Unterhalt.

Aber an jene denkt der Heiland, die klagen, ohne Grund zum Klagen zu haben. Solche, die keine Not leiden und doch des Jam­merns nicht müde werden. Solche, die gesichert le­ben und nach Besitz hungern. Solche, denen die Mark auf dem Sparkonto über die Not des Mit­menschen geht. Da gibt es zufriedene arme Leute, die froh sind für den Laib Brot, den sie eben noch kaufen konnten und Gott dafür danken. Und ne­ben ihnen wohnt vielleicht ein reicher Bauer, der bei der gefüllten Fleischkammer und dem vollen Brotgestell noch Himmel und Erde um die schlechten Zeiten anklagt. Da gibt «s Fabrikherren, die vor lauter Berechnungen vergessen, wie mühselig ihre Arbeiter leben müssen. Klagende Menschen gibt es genug, zufriedene wenig.

Als ob die Dinge ohne die Klagen und ohne die Wehleidigkeit nicht den selben Lauf nähmen! Du hast keinen Pfennig m e h r in der Kasse, wenn du jammerst. Es geht dir auch nicht im geringsten besser, wenn du unzufrieden bist. Aber du bist

DecWUbe.

Aus dem Vikariate Kimberley (Südafrika), dessen Missionierung den Oblaten-Patres anver­traut ist, und too auch ein Fuldaer Landsmann, Pater Viktor Kreß wirkt, geht uns folgender Be­richt zu:

Bei meinem -letzten Besuch in Kimberley stand uh eines Morgens am Fenster meines Zimmers und beobachtete das Straßenleben. Auf der gegen­über Wegenden Ecke bemerkte ich einen weißen Mann, der mehrmals versuchte, die Straße zu kreuzen. Aus seinem unsicheren Wesen schloß ich, daß er blind war. Viele Angehörige seiner Rasse gingen hastig an ihm vorüber, ohne sich um ihn zu kümmern. Schon wollte ich selber hinunteraehen, um den Armen über die Straße zu geleiten. Da wurde mein Blick durch einen Eingeborenen gefesselt, der eben von einer Seitenstraße in die Hauptstraße einbiegen wollte. Er trug eine billige Ziehharmonika in den Händen und entlockte ihr eigenartige Weisen. Der Eingeborene ist musik- Webend und wird auch mitten auf belebter Straße fein Liedchen singen. Jener Schwarze nun kam spielend und schaute sich gründlich nach allen Seiten um. Vielleicht war es fein erster Besuch in der Großen Stadt der Weihen". Zerlumpt sah er aus, wie alte Eingeborenen, die nicht viel auf das Aeußere geben. Im Augenblick, wo er um die Ecke bog, schaute er nochmals nach rückwärts und zur entgegengesetzten Seite hinüber, weshalb er den da stehenden Blinden nicht sah. So stieß er mit ihm zusammen. Vor Schreck Weß er beinahe seine geliebte Ziehharmonika fallen. Er stotterte einige Worte, die sicher nicht verstanden wurden. Er stand da, schuldbewußt, wie wenn er zur Strafe eine Ohrfeige vomBaas" (= Herr) erwartete. Denn es kommt auch heute noch vor, daß der weihe Mann

Anschluß nach Alleichen".

Originalroman von Anna d. Panhuys.

Hl ------

In ihrer Stimme lag Enttäuschung. Aber das fiel ihrem Vater nicht auf. Er war zu sehr mit seinem Aer- ger beschäftigt. Arna ging in ihr Schlafzimmer und be­schäftigte sich mit dem Einpacken ihrer Sachen. Sie wollte nichts mehr davon hören, daß James Maker nicht der Charakter war, für den ihn ihr Vater gehalten. Es ver­droß sie. Sie legte Wäsche und Kleider ordentlich zu­sammengefaltet in den großen Koffer, morgen reiste man ja ab. Eine Hoffnung zerrann, sie mußte sich damit ab­finden.

Baron Dorn und seine Schwester wußten nichts von dem, was Peter Paul Falke Joachim Rademacher vor- geschlogen. Sie empfingen ihn sehr freundlich, als er zum Abendessen herunterkam, und die Gräfin meinte: »Jetzt fängt Ihre Rekonvaleszenz an, Mister Maker. Der Arzt schreibt noch Ruhe vor. Täglich vor dem Mittag­essen dürfen Sie einen kurzen Spaziergang machen."

Er schüttelte den Kopf.

»Frau Gräfin, Sie trauen mir doch nicht etwa zu, 'ch würde Ihre Güte auf diese Weise noch weiter miß­brauchen? Ich bin durch meine Krankheit schon viel länger hier geblieben, als ich durfte. Ich bin Ihnen ein "ällig Fremder und fühle mich wohl genug, morgen ab« Kreisen."

Baron Dorn lachte schallend.

. »Sie machen Witze, Mister Maker, denn Sie können nicht, nachdem Sie kaum das Bett verlassen haben, losgondeln. Um es knapp zu berechnen, ohne acht ~Qge Nachkur kommen Sie hier nicht raus. Mein Vetter -at Sie mir empfohlen, Sie sind fein Freund, also auch ®er unsere. Nee, nee, Verehrtester, aus der Abreise wird Nichts."

Die Tür öffnete sich. Arna trat ein, hinter ihr Peter Paul Falke.

Der Baron rief ihnen entgegen:Was meint ihr nun bazu, unser Mister Maker möchte morgen schon abreisen. Cr muß doch erst die Krankheitsschwäche verlieren, er >'aht ja noch ganz misepetrig aus."

Peter Paul Falke erwiderte:Jemand, der so völlig unabhängig von der Zeit ist wie Mister Maker, sollte sich ruhig noch ausruhen."

Joachim Rademacher hörte gar nicht hin, was über ihn gesprochen wurde. Er sah nur Arna Falke, die er nicht mehr gesehen, seit er krank geworden. War das erst knapp vor zwei Wochen gewesen ober waren Jahre darüber hingegangen. Ihm schien es so. Er hätte ihr entgegenstürzen mögen und jubeln: Endlich sehe ich dich wieder! Statt dessen durfte er ihr nur eine Verbeugung machen und sich zu feiner Genesung von ihr Glück wün- schen lassen.

Arna tat das in freundlicher aber unpersönlicher Weise. Sie war doch zu sehr große Dame, um, trotz ihrer Verstimmung gegen ihn, nicht den richtigen Ton zu treffen. Es war überhaupt während der Mahlzeit ein kühler, unpersönlicher Ton in ihrer Unterhaltung mit ihm, und Joachim Rademacher spürte es mit wehem Her­zen. Erst als Arna später auf den Wunsch der Gräfin sang, kam wieder Wärme von ihr zu ihm.

Immer denke ich an dich, mein Leben lang! schrie sein Herz und tat dabei so weh, so entsetzlich weh. Er entschuldigte sich mit Müdigkeit, ging früher in fein Zim­mer, versprach:Morgen vormittag, wenn Sie abreisen, Herr Direktor und gnädiges Fräulein, werde ich mir er­lauben, Ihnen gute Reise zu wünschen!" Arna lächelte flüchtig, Peter Paul Falke nickte ihm zu.

Baron Dorn meinte:Da sind wir von morgen an sehr allein, Mister Maker. Ich bin froh, daß Sie, unser letzter Gast, wenigstens nötigem Weilchen bleiben."

Joachim Rademacher dachte, der gute Baron würde sich morgen wahrscheinlich etwas über seinen letzten Gast ärgern. Aber freiwillig ließ man ihn noch nicht fort, und ihm brannte doch der Boden unter den Füßen. Ein Wunder war es, daß man von Berlin aus anscheinend noch nicht nach ihm forschte. Er schlief wenig in dieser Nacht, sehr wenig. Woran ihn die plötzliche Krankheit verhindert, das tat er am nächsten Morgen. Kurz nach 4 Uhr schlich er sich mit Koffer und Handtasche die Treppe hinunter und zur Hintertür des Schlosses hinaus. Der Schlüssel zur Tür hing wie immer an seinem Platz. Mit Hilfe eines elektrischen Taschenlämpchens fand er sich draußen zurecht, und um 5 Uhr saß er im Zuge. Müde von der schlaflosen Nacht und dem Weg an die Station,

matt von der Krankheit, traurig zum Sterben, weil er Arna Falke nun nie mehr wiedersehen würde.

Als Peter Paul Falke und Arna um %8 Uhr mit dem Schloßherrn und der Gräfin Bärnwitz in der Halle zusammenstanden und auf das Vorfahren des Autos warteten, meinte Baron Dorn:Ich hätte eigentlich an­genommen, Mister Maker würde rechtzeitig aufstehen, um sich von Euch zu verabschieden, wenn ich'ihn aber jetzt noch wecken lasse, würdet Ihr den Zug versäumen."

Ein Diener stand in der Nähe, kam einen Schritt näher.

Verzeihung, ich hörte, was der Herr Baron eben sagten. Aber Mister Maker ist doch fort. Die Hintertür war heute früh offen und der Schlüssel steckte, der Koffer von Mister Maker ist auch weg." Man merkte dem Mann das Vergnügen an der sensationellen Mitteilung an, die er machen konnte.

Alle wechselten erstaunte Blicke.

Der Baron fragte:Warum haben Sie mir das nicht eher gemeldet?"

Der Diener zuckte unmerklich die Achseln.

Ich nahm an, Herr Baron wußten Bescheid. Weil ich die hintere Tür heute früh offen fand, und mir aus­gefallen war, daß die Tür von Mister Makers Salon nur angelehnt war, guckte ich vorsichtig zu ihm rein, und weil der Koffer fehlte" Er brach ab.

Baron Dorn lachte ärgerlich:Herrgott, wenn er durchaus wegwollte, festgebunden hätte ich ihn auch nicht." Er hatte es zu Peter Paul Falke gesagt, jetzt wandte er sich an den Diener:Sehen Sie doch nach, Julius, ob er wenigstens was Schriftliches hinterlassen hat!"

Der Diener eilte fort, und die vier Zurückgebliebenen sahen sich wieder fragend an. Die Gräfin Bärnwitz mur­melte etwas von Rücksichtslosigkeit. Der Diener kam schon zurück.

Auf dem Schreibtisch lag dieser Brief an den Herrn Baron."

Das Auto huppte. Man stieg stumm ein. Baron Dorn und seine Schwester begleiteten ihre beiden letzten

Gäste zur Bahn. Im Auto öffnete der Schloßherr den Umschlag, las vor:

Hochverehrter Herr Baron!

Da ich Ihre Güte, Ihre Gastfreundschaft nicht länger ausnützen darf, Sie mich aber nicht abreifen lassen wol­len, weil der Arzt noch Ausruhen für mich fordert, ver­lasse ich Ihr Haus heimlich. Seien Sie mir deshalb nicht böse und nehmen Sie herzlichen und aufrichtigen Dank für die schönen Tage, die ich bei Ihnen und der Frau Gräfin verleben durfte, und besonderen Dank für alle Mühe und Arbeit, die Sie beide durch meine Krankheit hatten. Ich werde Sie beide und alles, was mit Schloß Alteichen zusammenhängt, niemals vergessen.

Ihr sehr ergebener James Maker.

Er lachte:Ein glattes Brieflein. Ein kurzer Satz des Dankes aus feinem Munde wäre mir lieber gewesen. Jedenfalls ist es eine ganz verrückte Idee, sich aus dem Haus zu stehlen wie ein Dieb."

Die Gräfin schüttelte den Kopf.

Ich finde sein Benehmen wenig gentlemanlike, die Dienerschaft wird über die Art seines Abschiedes sicher allerlei Mutmaßungen austauschen."

Peter Paul Falke sagte verstimmt:Es gibt eben Menschen, die erst blenden und dann um so mehr ent­täuschen."

Ihn hatte ja James Maker sehr enttäuscht, aber her­über wollte er zu niemand sprechen.

Die Gräfin meinte:Wir wollen jetzt nicht mehr von dem merkwürdigen Betragen Mister Makers reden. Er ist weg, und damit ist das Kapitel über ihn aus. Wol­len diese letzte Viertelstunde lieber von uns sprechen. Also, Arna, grüße die Mutter herzlichst und Lissy. Lissy soll mir doch bald wieder mal einen recht langen Brief schreiben! Ihre Briefe sind immer fo urwüchsig und komisch. Aber das sage ihr natürlich nicht."

Man kam ein paar Minuten vor Abgang des Zuges an die Station. Von Mister Maker sprach man kein Wort mehr. Aber Arna dachte an ihn und wie sehr er sie enttäuscht. Hatten feine Augen sie nicht ständig be­wundert und hatte sie nicht glauben müssen, sie galt ihm etwas. Nun war er gegangen, als wäre sie ein Nichts. Ihre Eitelkeit war schwer verletzt.

Fortsetzung folgt.