Bildet vom Tage
Fuldaer Land und Aachbargebiet
bracht.
Folgen der Hitze.
Die Wiederauferstehung des waugerooger westkurms
an. Passanten zu fesseln.
Spinale Kinderlähmung im Dillkreis.
= Dillenburg. Wie der Kreisarzt des Dillkreises mitteilt, sind im Dillkreis drei Fälle von Spinaler Kinderlähmung festgestellt worden. Die Kinder sanden Aufnahme im Krankenhaus Dillenburg. Ein 12jähriges Mädchen aus Niederscheld bei Dillenburg ist nach kurzem Kranksein gestorben. Die beiden anderen Kinder befinden sich außer Lebensgefahr. — Im Kreise Bieden-
Don der Segelfluggruppe Obersuhl.
Die Segelfluggruppe in Obersuhl hat in letzter Zeit eine große Vorwänsentwicklung erlebt. Die Zahl der Mitglieder hat eine beachtenswerte Höhe erreicht. Unermüdlich wurde gearbeitet, bis die S eg elf lug Halle aus dem Sportplatz fertig- gestellt war, ebenso wurde jetzt unter fachgemäßer Leitung ein zweites Flugzeug fertiggestellt, das ein wahres Kunstwerk ist. Es ist bereits den Dor - schriften gemäß von einem Prüfer abgenommen worden und wird am Sonntag, dem 21. August, aus den Solzer Höhen der Bebra seine Taufe und Weihe erhalten.
— Petersberg. Am kommenden Sonntag wird der Lohnarbeiter i. R. Valentin Wingenfeld 80 Jahre alt. Der Hochbetagte ist noch recht rüstig und nimmt an den Geschehnissen des Tages lebhaften Anteil.
* Den Vater im Streit getötet. In Flein bei Heilbronn bekam der 21jährige ledige Walter Aichert mit feinem Vater, dem 47 Jahre alten Schmied Christian Aichert, ein Streit. Der Sohn warf ein schweres Eisenrohr nach dem Vater, den er am Kopfe traf. Der Vater an der schweren Verletzung gestorben. Der Sohn wurde verhaftet.
kleine Nachrichten.
In der Mühle bei Bendeleben (Kyffhäu- ser) ereignete sich ein schwerer Unfall. Ein junger Müllerbursche geriet beim Auflegen des Riemens
Der Amerikaner Walter W. Waters, Führer der Veteranenbewegung, hat eine neue Partei gegründet, die sehr ähnliche Ziele verfolgt, wie sie in Deutschland die Nationalsozialistische Partei hat. Da seine Anhänger Khaki-Unisormen tragen, so ähnelst sie auch äußer- sich der Partei Adolf Hitlers.
21 us Oberhessen.
lleberfoll auf ein Auto.
— Marburg. In Staufenberg wurde nachts ein Marburger Automobilbesitzcr von sechs unbekannten Tätern überfallen. Der am Steuer sitzende Besitzer erhielt einen Messerstich in den Rücken, wurde dann aus dem Wagen herausgeholt und schwer mißhandelt. Auch sein Begleiter wurde derart geschlagen, daß er bewußtlos in die Klinik geschafft werden mußte. Ueifer die Täter herrscht noch Unklarheit.
= Eisenach. Die Kurverwaltung der Stadt will am 4. September ein neuartiges Volksfest hallen. Es soll in der Form, eines Marktfestes gefeiert werden, wie sie in anderen größeren thüringischen Städten schon mit großem Erfolge stattfanden. Deswegen sollen alle Bewohner auf dem Marktflecken zusammenkommen, wo die Gasthausbesitzer für Plätze und Erfrischung sorgen. Auch werden Musikkapellen zur Unterhaltung beitragen. Der Gewinn des Festes wird der nächsten Winterhilfe zufließen.
Der Herzog Medina-Celi, der größte Landbesitzer Spaniens, der jenem altatj Geschlecht entstammt, zu dem auch der aus Schillers „Don Carlos" bekannte Führer der spanischen Ar- mada, Admiral Medina Sidonia, gehörte, ist wegen Teilnahme an dem Monarchisten-Putsch verhaftet j worden. Em Gesetzentwurf soll eingebracht werden, nach dem er und tausend seiner Standesgenossen mit der Beschlagnahme ihres gesamten Vermögens wegen der Teilnahme an dem Aufstand bestraft^ werden sollen.
In die Sense gestürzt.
— Melsungen. Seinen Leichtsinn schwer büßen mußte der 24jährige Schneider F. in Ab eis Hausen, der mitzweiSensenausdemFahrradden Heimweg antrat. Bei einem Sturz drang ihm die Spitze des einen Sensenblattes in den Leib. In schwerverletztem Zustand wurde der Verunglückte ins Krankenhaus ge-
Dr. Heuer
übernimmt als Nachfolger des früheren Reichs, Wirtschaftsministers Wissel die SchlichtungsgeschLft» im Bezirk Berlin-Brandenburg.
Forschungen eines Arbeikslosen.
Eine alle Burg entdeck!.
— Aschaffenburg. Die Not der Zeit brachte den 27 Jahre alten arbeitslosen Joseph Lippert von Goldbach auf die Idee, der Entdeckung einer in der Nähe vermuteten Burg nachzugehen. Er bekam von der Gemeinde Goldbach, bi» Eigentümerin des Geländes ist, die Erlaubnis zur Grabung. Lipperts Versuche wurden bqL> van Erfolg gekrönt denn es gelang ihm, in mühseliger Arbeit die ganze Nordwand der Burg in 30 Meter Länge und zwei Meter Dicke freizulegen. Gewaltiges Grundmauerwer? auf der Westseite lassen die Vermutung zu, daß sich dort ein. Turm befunden haben muß. Die Ausgrabungen begegnen in Goldbach und Hösbach größtem' Interesse. Der junge Forscher, dessen Arbeit bereits an prominenter Stelle Aufsehen erregt hat, setzt die Ausgrabungen fort. Man hofft, daß es gelingen wird, noch weitere Teile der alten Kugelburg freikriegen. _______
Neues aus Frankfurt.
---- Ein neuer Favagprozetz. Gegen die Beschlüsse der vor kurzem abgehaltenen Generalversammlung der Fa- vag hat Rechtsanwalt Dr. R o s e n b u r g-Frankfurt am Main Anfechtungsklage beim Landgericht erhoben. Bekanntlich war in der Generalversammlung Aussichtsrat und Vorstand Entlastung erteilt worden.
— Was Kurpfuscher verdienens Die Polizei nahm einen Betrüger fest, der sich als Missionsdirektor Felix Lierau ausgibt. Verschiedentlich bezeichnete er sich auch als Landesgroßmeister des „Bahai-Ordens". L. ist 1878 in Steglitz geboren, war früher Buchdrucker und Heilgehilfe. 1930 hat er sich in Jerusalem als Arzt betätigt. In der letzten Zeit hielt er sich in Deutschland auf und weilte feit drei Wochen in Frankfurt. Er hat in Annoncen für eine „Deutsch-Christliche Mission" Leute mit 2000—3000 RM. Kaution als Leiter von Niederlassungen dieses Ordens gesucht. In Frankfurt und auch in anderen Städten sollen mehrere Leute auf diesen Schwindel hereingefallen sein. Die Polizei fand bei ihm umfangreiche Papiere, die meist gefälscht waren, darunter ein Lichtbild, das den Schwindler in der Tracht eines Rabbiners zeigt. Durch „seelische und körperliche Gesundung" hat er in der letzten Zeit an 25 Patienten in Frankfurt etwa 1500 RM. verdient.
Bad Orb und Umgebung.
Den Etat abgelehnt.
Bad Orb. Die Stadtverordneten haben den städtischen Etat, der mit einem Defizit von 84 900 Mark abschließt nach längerer Beratung abgelehnt.
köpf sind bekanntlich zwei Fülle von spinaler Kinderläh- mlmg bekannt geworden. Die Kinder befinden sich außer Lebensgefahr. Die Kreisärzte beider Kreise haben alle Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, um eine Weiterverbreitung der Krankheit zu verhindern.
Wespen auf der Zunge.
--- Hadamar. Ein nicht alltäglicher Unfall passierte einer hiesigen Hebamme. Bei der Hitze trank sie eilig ein Glas Wasser, ohne zu bemerken, daß in das Glas zwei Wespen gefallen waren. Die Tiere brachten ihr zwei Stiche auf die Zunge bei, die sofort derartig an- schwoll, daß die Frau nicht mehr sprechen konnte und auch bald die Atmung versagte. Glücklicherweise war ein Arzt in der Nähe, der sofort einen Luftröhrenschnitt vornahm und dadurch die Frau vor dem Tode des Erstickens rettete.
von des Großvaters Händen.
Von Hans Gstettner.
Meiner Mutter Hände haben mich gekost und ze- strast. Meines Großvaters Hände taten mir beides nicht. Sie sind wie lebendige Reliquien. Sie könnten nicht kosen, denn ihre Innenseite ist wi« eine dicke Baum- borfe und auch über den Knöcheln der Fingern, oben auf dem gelblichen Handrücken, sitzt solch eine zerfressene Rinde. Das kommt von der ätzenden Gerberavbeit.
Oft sah ich meinen Großvater, so wie man an einer eigenen Wunde arbeitet, mit hochgezogener Nase und Augenbraue mittels einer großen, eisernen Feile seine Hände zuraspeln und mit Fischtran gefügig machen. Oft sah ich in tiefen Schrunden hell schimmerndes Blut. Diese R'fse verklebte er dann mit schwarzem Schusterpech. Darum gab ich ihm immer sehr scheu die Hand und betrachtete meine weihen Händchen hernach aufmerksam, ob sie nicht so geworden . . . Dennoch liebte ich diese Hände immer schon, so, wie das braune, selbstgebackene Hausbrot. Darum fiel es mir nie em, daß diese Hände strafen könnten. „Sie können nur arbeiten und beten, — und man kann ihnen weh tun", fühlte ich unbewußt, voll inniger Liebe und wie voll mit Leid.
Daß sie zur Arbeit gut waren, erkannte ich, als ich dem Großvater einmal im Garten hals, beim Aus- putzen der Haselnuß-Stauden. Da wurden die meinen wund von der kleinen Handsäge und wurden heiß und zittrig. Als ich dann hungrig und voller Stolz mit ihm bet der „Brotzeit" saß, betrachtete ich geheim voll ehrfürchtiger Bewunderung diese zusammengekrümmten Hände, die so ruhig und unbeweglich auf der Tischkante lagen, als wäre nichts geschehen.
Auch wenn sie beteten, betrachtete ich sie sehr aufmerksam, jeden Tag. Sie standen hoch vor her Brust, schwer gekrümmt ineinander gelehnt, so daß sich nur bte Handballen und die Finger oben berührten.
Wenn ich beim Baumschälen mit draußen war, auf einem abgeholzten Platz, hatten die Arbeiter solche Hüttlein gemacht aus aneinander gelehnten Rinden. Oben auf lag auch eine Rinde darüber, wie ein Mantel für den Regen. In diese Riudenhüttlein bin ich gern gekrochen. Es war sehr heimelig darinnen, zwischen den rötlich-zarten, duftenden Wänden der rauhen Burg.
Daran mußte ich immer denken, wenn ich des Großvaters Hände beten sah.
Aus der Thüringischen Rhön Aus Geisa und Umgebung.
Reichsregierung zu Vuksch-Geröchien.
Der offiziöse Draht meldet:
Major a. D. von Stephani hat in dem Ber- toter Organ des „Stahlhelm" Mitteilungen über einen angeblich geplant gewesenen Putsch der Nationalsozialisten ver- ösfentlstcht, die auch in anderen Berllner Zeitungen erörtert worden sind. Dazu erfahren wir von zuständiger Stelle, daß den Behauptungen des Majors von Stepham von den zuständigen preußischen und Reichsstellen nachgegangen worden ist, ohne daß sich Beweise für die Richtigkeit der Darstellungen von Stephani ergaben.
Von unterrichteter Seite wird davor gewarnt, Meldungen der Nachrichtenstel- len der Verbände, die der nationalso- Hialistischen, des Stahlhelms, des Reichsbanners usw. als besonders glaubwürdig zu betrachten. Da sich die Verbände feindlich gegenüberftehen, sind die von ihnen ausgegebenen Meldungen gewöhnlich von Liebe ober Haß diktiert und derartig zu bewerten. In den unruhigen Zeiten vor den Wahlen sind solche Meldungen in Masse in die Oeffentlichkeit gegangen, ohne daß sich das geringste der darin behaupteten Dinge als wahr hätte nachweisen lassen.
Den konkreten Behauptungen des Majors Stephani wird übrigens von den zuständigen preußischen Stellen noch weiter nachgegangen.
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rückhaltlos als Produzenten von Tendenz-Nachrich- die hier spricht, die gesamten Wehroerbände so 'uckhaltlos als Produzenten von Tendenz-Nachrichten bezeichnet. ______________
in das Getriebe der Turbine. Mit tibgeriffeneffl Arm, gebrochenen Beinen und zerquetschten Risk pen brachte man den Verunglückten, der nach deg Unfall noch bei voller Besinnung war, zum Sta» tischen Krankenhaus. Er überlebte aber bj Transport nicht mehr. I
In Oberndorf bei Gera büßte ein Lar» wirt ein Auge ein, das er mit einem harten StrM Halm verletzt hatte- I
Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich J Weitramsdorf. Ein Auto, das mit zwZ Personen besetzt war, stieß bei der Einfahrt U” Dorf mit einem Gefährt zusammen, wöbet Dt« ältere Insasse einen komplizierten Schädelbruch d° vontrug, während sein Sohn mit leichteren VerUV jungen davonkam. 1
Zwei Knaben von Großbreitenba^ waren in den Abendstunden mit dem Pflücken »o» Lindenblüten beschäftigt. Als plötzlich ein Ast bra<9i stürzten sie vom Baume. Während ber eme ihnen mit einem Schlüsselbeinbruch davon zog sich der andere lebensgefährliche Kopfven^ zungen zu, die seine Ueberführung ins Kranke« Haus erforderlich machten. 3
Bei Gumpelstäbt geriet ein Liefert ber Werra-Konsum-Genossenschaft aus Bad M zungen aus bisher noch ungeklärter Ursache Brand. Die Flammen loderten fast eine «tun lang und versverrten anderen Automobilen ständig den Weg. Das mit leeren Listen geRl Lieferauto verbrannte vollständig. j
Ein Radfahrer, ber in einer Gumpelst ter Wirtschaft eingekehrt war, glaubte, daß .J ein Zechgenosse fein Rad versteckt habe und 91 ihm nach kurzem Wortwechsel das Bierglas derartiger Wucht auf ben Kopf, daß der Geiron mit blutender Wunde weggebracht werden
Tagesspruch.
— Verstand ist ein zweischneidig Schwert, aus hartem Stahl mit blankem Schliff. Charakter ist daran der Griff. Und ohne Griff ist's ohne Wert.
(Bodenstedt.)
Die feierliche Grundsteinlegung des neuen Turms.
Auf der Nordseeinsel Wangeroog fand die feierliche Grundsteinlegung für den neuen großen Westturm statt. Der alte Turm, der Jahrhunderte überdauerte, war vor 18 Jahren aus militärischen Gründen durch ein Sprengkommando zerstört worden. Sein Nachfolger wird als Jugendburg im alten Stile wieder errichtet.
* Zwei Personen beim Baben ertrunken. Der Kraftwagenführer Mazed ans Leipzig wurde beim Baden in der Elster von einem Schwächeanfall betroffen. Sein Schwager Mentzel, ber auf die Hilferufe Mazeds herbeieilte, wurde von diesem in der Todesangst umklammert und mit in die Tiefe gerissen. Beide Männer ertranken.
* Ein Epileptiker fiel in Ettlingen, bei Karlsruhe, nach einem Anfall zwei Knaben auf der Straße an. Er schlug derartig heftig mit einem Schlüssel auf den einen Knaben ein, daß der Junge tot liegen blleb. Kurze Zeit daraus fiel der Wahnsinnige einen dritten Knaben
“ “ gelang es, den Geistesgestörten
Bestellt Immer
frühzeitig die Zeitung des kommenden W 1
Eine furchtbare Tat.
cnb. Striegau, 19. 2lug. (Gig. Meld.) Bei Gäberr- dorf hat eine Ehefrau gestern abend ihre beiden Kinder im Alter von 3 und 5 Jahren in sogenannte Schafschwemme geworfen. Beide Kinder ertranken. Die Frau lief zum Oberlandjäger und erstattete Anzeige von ihrer gräßlichen Tat. Dann ö f f» n e t e sie sich mit einem Rasiermesser die Pulsader. Sie wurde ins Krankenhaus gebracht.
Freistaat Hessen.
Der letzte deutsche Schmeermann.
— Kirtorf. Nach sechzig Jahren rastloser Arbeit hat jetzt hier der letzte deutsche Schmeermann im Alter von 73 Jahren, genannt der Schmeerschorsch, seine Tätigkeit eingestellt Nach der Väter und Vorväter Weise brannte der alte Mann Tannenholzteer, den er tn ganz Ober- Hessen, Kurhessen und auch noch in Nassau den Bauern zum Wagenschmieren verkaufte. Sechzig Jahre hat ber Mann Teer auf einem Schubkarren durch die Welt gerollt. Die Gewinnung des Schmeers geschah auf aller» einfachste Weife in einem felbfttonftruierten Ofen. Die Wurzelstücke harzreicher Kiefern wurden ausgerodet, zerkleinert, kunstgerecht in den Ofen eingesetzt und dann desttlliert. Ein Steingutrohr führte aus dem Ofen die beim Brennen gewonnenen Destilate, Kienöl und Schmeer (Teer) ins Freie. Das Kienöl kauften früher gern die Apotheker, um es zu allerhand Salben zu verwenden. Der Holzteer wurde in Fässer gefüllt unb dann von dem Ofenbesitzer und Brenner eigenhändig auf dem Schubkarren durch das Land gefahren. Es war eine saure, mühselige und karge Arbeit, die ber wetterharte Mann in langen sechzig Jahren verrichtete. Sie ernährte ihren Mann nur- notfällig, aber der Alte blieb seinem Beruf treu bis heute. Goldene Jahre hatte der Schmeerschorsch eigentlich nur während des Krieges, als die Bauern in Ermangelung anderer Fette ben heimischen stark säurehaltigen Teer gern kauften. Die chemischen Fabriken haben auch dieses Handwerk, das einst in allen deutschen Kieferwäldern viele Perfonen ernährte, vernichtet. Schmeerschorsch aus Kirtorf war der letzte deutsche Schmeermann.
Schwere Vergiftung an verdorbenen Lohnen.
Zwei Tote, ein drittes Opfer wahrscheinlich.
= Darmstadt. In dem Ort Offenthal wurde die ganze Familie des Maurers Fritsch unter schweren Vergiftungserscheinungen in das Krankenhaus entgelte» fert. Soweit festgestellt werden konnte, ist die Vergiftung auf den Genuß verdorbener Bohnen zurückzufüh- ren. Fritsch und feine 18 Jahre alte Tochter sind bereits gestorben. Die Mutter liegt bewußtlos darnieder; an ihrem Aufkommen wird gezweifelt.
Die hessische Tabakernte.
— Lampertheim. Das Zollamt Lampertheim hat zu Beginn der Woche mit ber Schätzung ber diesjährigen Tabakernte begonnen. Soweit bis jetzt feststeht, ist der zuerst gefetzte Tabak in der Hauptsache gut ausgefallen. Der später gepflanzte Tabak dagegen kam zu sehr in die Trockenheit.
Erwetteruug des Pletzhauses für den Rhönttub.
Der Erweiterungsbau des Pleßhauses bei Salzungen steht nn Fachwerk bereits fertig da, so daß er also in wenigen Monaten dem Rhönklub zur Verfügung stehen wird. Schon an dem Gebälk sieht man, daß sich der Anbau in seinem Baustil dem alten Gebäude anpaßt, aber trotzdem ist man fast überall noch der Meinung, daß noch andere und wohl auch billigere Lösungen möglich waren. Die Baukosten des neuen Gebäudeflügels werden vom Staate bestritten, der Rhönklub zahlt ihm jährlich 800 Mark Miete.
— Kassel. Ein 28jähnger Schuhmacher bekam unter den Einwirkungen der Hitze einen Tobfud/tsanfall und begann wild um sich zu schlagen, wobei er sich bei ber Zertrümmerung einer Glasscheibe im Küchenschrank die Schlagader verletzte. Sanitäter mußten ihm den Arm binben und ihn ins Krankenhaus schaffen. Auch im Stabteil Rothen'""-"^ be' Mann einen Hob- fuchtsanfall. Er zertrümmei e einen Teil der Wohnungs- einricutuna nnb f''irirh a-"- > feine 2ln"'«'örioen.
— Der Wasserstand der Fulda ist so stark zurückgegan- gen, daß das Elektrizitätswerk iH Melsungen nur noch mi keiner Turbine arbeiten kann. Ein Teil des Stromes mub be=h""' ------ —-„H^rre
geholt werden. — In Groß-Almerode ist die Ver- torau-o b®* .....—''-r ««fSfcrbet -
jo baß ber Verbrauch von Wasser für andere als Haushaltungszwecke verboten wurde.
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