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Anschluß nach Alkeichen".

Originalroman von Anna d. Panhuys.

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Ihre Augen leuchteten auf:Ich spiele gern, sehr gern, und da Sie ja ein Weilchen hierbleiben, wie ich an­nehme, können Sie mich noch oft spielen hören."

Wie trunken starrte Joachim Rademacher in das schöne Gesicht des bezaubernden Mädchens. Und schon hatte er nicht mehr den Mut zu bekennen, er wäre nicht der, für den man ihn hielt. Jetzt unter dem Blick der tiesdunklen Augen schon gar nicht mehr. Und schließ­lich war es ja auch gleich, für wen man ihn hielt, und die Zimmer würde er bewohnen, mochten sie kosten, was sie wollten, und wenn er sich fein gefamtesSparguthaben hierherfchicken lassen mußte, um sie zu bezahlen. Denn bezahlen muhte er natürlich. Wenn man ihn auch für Mister Maker aus Neuyork hielt, der von einem Vetter des Barons empfohlen und von Herrn von Dorn ein­geladen worden war. Im Gegenteil, er würde extra ®*el bezahlen müssen in diesem hochherrschaftlich geführ­ten Sanatorium.

Herr, Ende der Fünfzig, mittelgroß, sehr schmal, r. i'/dergrauem Schläfenhaar und etwas müdem Ge- ' streckte ihm die Hand entgegen.

chel'te bin der stolze Vater der Klavierspielerin",- curot)er'uni) heiße Peter Paul Falke. Bin so 'ne kleine York -- e Konkurrenz von Maker u. Sohn in Neu-

3oa»i^aU1 6°"-?

fjältiü Sot es, als ob seine Knie von einem hinter- Wie ein brten Schlag einkmckten. Peter Paul Falke! plötzlich baUnOthmuteter Kanonenschuß war der Name

In Un° hallt überlaut.

??b°atacher nahm unwillkürlich straffere Fa k T UnfQ6bar war es für ihn, vor Peter Paul scbaik bcm Direktor der Förderanlagengesell-

h 'nIa"b- Einer der Ersten in seinem Fach, die den firi?e 6 ^Eltruf. Unter seinen Ingenieuren befan- was hn hapzitäten. Er baute Förderanlagen und alles, hatte orlmt ""aiandt war, in allen Ländern. Wieviel . tn Fachblättern schon über Peter Paul Falke

und sein Werk gelesen. Er verneigte sich ehrerbietig, erwiderte mit seltsam schwerer Stimme:Wer kennt den Namen Peter Paul Falke nicht, und nicht den Ruf der Förderanlagengesellschaft Rheinland."

Der andere lächelte:Höflich und glatt seid ihr Ame­rikaner, das fällt mir richtig bei Ihnen auf, Mister Ma­ker. Aber es freut mich doch, daß Sie genau wissen, wer Peter Paul Falke ist."

Man muß sich auch nicht zu sehr verkleinern und Komplimente herausfordern, Vater," lachte Arna, und der weiche Glockenklang der Stimme schläferte Joachim Rademachers letztes Bedenken ein. Wozu feinen wah­ren Namen sagen, wozu Erklärungen geben? Man sollte ihn ruhig für Mister James Maker aus Newyork halten, für den Sohn eines amerikanischen Großindu­striellen, damit er sich ein paar kurze Tage hier gleichbe­rechtigt fühlen durfte.

Eigentlich lag ihm an diesem Sich-Gleichberechtigt- fühlen nun vor Arna Falke.

Ihre Augen, ihre Stimme, ihre ganze Schönheit zwangen ihn in eine Lüge hinein. Nur ein paar Tage lang wollte er die Rolle des Amerikaners spielen, nahm er sich vor, und dann unter einem Vorwand abreifen. Er schädigte ja niemand dadurch, wenn er hier als Mister James Maker galt.

Die Namen der übrigen Herren wurden ihm genannt. Wenn sie keine Adelsbeisügung hatten, gehörte ein wich­tiger Titel dazu. Manchmal war beides zusammen.

Man ging zu Tisch, und Joachim Rademacher saß zwischen Baron von Dorn und der schönen Arna Falke und war Mister James Maker. Er war froh, stets viel über Amerika, die Industrie und das Leben dort ge­lesen zu haben, er beantwortete dadurch alle an ihn ge­stellten Fragen schlankweg. Wenn seine Antworten viel­leicht auch manchmal nicht völlig stimmten, so war doch hier niemand, der es ihm beweisen konnte, das hat e er bald herausgehabt.

Der Baron sagte zu ihm:Mein Sohn wird sich freuen, Sie begrüßen zu dürfen. Er dewirtschastet unser Stammgut, sechs Kilometer weit von hier ift's gelegen. Im Sommer wohnen wir dort. Er will später noch kommen. Ader über unsere Familienverhältnisse sind Sie natürlich durch meinen Vetter Oskar etwas unter­richtet."

urun

NILS

11. August

Beilage zur Fuldaer Zeitung

Heimfahrt.

_ Weer spielt adichiednehmend um das Schiff Und langsam wächst das Land zu beiden Seiten. Begrenzung wird unendlich fernen Weiten, S^mmkronen bersten an dem letzten Riff.

Murmelnd verklingt der Wellen ew'ger Sang, Ein breiter Stromarm trägt das Schiff jetzt weiter, Gewalfge Scenerie wird harmlos heiter, Nur in der Seele schwingt noch Wogenklang.

Du fernes Meer, du Hort der Einsamkeit! Die Möoe kehrt zurück zu deinen Wogen, Und wenn wir längst durch Städte sind gezogen Rauscht uns im Traum noch deine Herrlichkeit.

Die Volksbewegung des Haffes.

Im Gespräch mit jungen Menschen sagt einer: Das imponiert an Hitler, daß er will, wir sol­len wieder hassen lernen! Das ist die Kraft, aus der ein stolzes Volk lebt!

Ja macht das nicht den Helden, daß er vernichten kann, daß er unerbittlich im Kampfe ist? Muß nicht der Gegner vollkommen vernichtet werden, wenn ich leben will? Da ist jedes Zittern des Herzens vor einer Grau­samkeit, die den anderen trifft, jeder Gedanke des Mit­gefühls feige Schwäche, jedes Verstehen seiner Art Man- ael an Stolz, jede Anerkennung seines Wesens oder fei­ner Leistungen Verrat an der eigenen Sache.

Welch kümmerliches Bild hat der Fanatiker des Haf­fes doch von der christlichen Nächstenliebe! Ist

Nächstenliebe, die auch den Gegner umschließt, wirklich ein Sich-selbstaufgeben, eine Art Selbstmord?

Wenn es uns niemals um Vernichtung des Gegners zu tun ist weder des politischen Gegners im eigenen Volk noch des Volksgegners jenseits der Grenzen so spricht daraus die Stärke, Gelassenheit unb Sicherheit des Menschen, der so sehr an die Macht des Rechtes glaubt, daß es der gemeinsame tragende Boden auch für solche werden kann, die ihrer Herkunft, ihren Interessen unb dem Gefühl nach gegeneinanderstehen. Die Fähig­keit, rechtliches Denken in sich selbst zu erhalten und in anderen durch die eigene Haltung wachzurusen, ist ein vollkommener Sieg als den andern erschlagen zu haben.

Der Mensch, der ein Jünger und Apostel des Hasses wird, vernichtet im Haß nicht nur den Feind, sondern sich selbst. Die Kräfte seines Geistes und feiner Seele werden so verbraucht im Dienst der Zerstörung, daß sie keine Werke des Lebens mehr zu schaffen vermögen. Cs schwindet die Fähigkeit, das Gute zu wecken, Wachsendes zu betreuen, stilles Werden in Ge­duld zu behüten. Das WortWer das Schwert er­greift, wird durch das Schwert umkommen" wird für den Hassenden furchtbar wahr, er zerstört sich selbst im Haß, fein seelisches Geben und seine menschliche Würde.

Durch unser Volk müßte eine andere Bewegung ge­hen, eine Bewegung, die uns in Festigkeit, Zähigkeit und Geduld mit den blanken Waffen der Vernunft unb des rechtlichen Wollens für das kämpfen läßt, was wir als unser Recht erkennen. Auch die Parteien untereinander und das deutsche Volk zu den andern Völkern sollten niemals ihre Gelassenheit, Großmut und Würde ver­lieren. Wer seines Volkes Größe liebt, soll für es ein­treten durch die besseren Gründe, mit denen er seine Zeitgenossen und die Geschichte überzeugt. Schr.

Born Waschen und Baden.

Von Dr. Ella Runge- Nordhaufen.

An dem gesundheitlichen Wert von Waschen und Baden. zweifelt niemand. Zweierlei wird damit er­strebt, erstens Reinigung der Haut, zweitens Anregung des Blutkreislaufes und bei geeigneter Anordnung Ab­härtung des ganzen Körpers. Der Zweck wird wie bei jedem Eingriff, nur bei richtiger Dosierung der Mittel erreicht. Da Wasser, Seife unb Heizung Gelb kosten, ist es nicht überflüssig, einmal festzustellen, mit welchem Minbestmaß von biesen Dingen ber Wächter ber Gesunb- heit sich im Notfall zufrieben geben barf. Praktisch weniger bebeutfam ist bie Grenze, wo die wünschens­werte Reinlichkeit in überflüssigen Luxus und schließlich in schädliches Uebermah ausartet.

Für den Säugling ist die Notwendigkeit eines täglichen warmen Vollbades allgemein anerkannt, und es wird auch unter ärmlichen Verhältnissen im Allge­meinen ermöglicht. Der Arzt ist damit einverstanden, denn die Reinigung der Haut wird so am einfachsten erreicht, und ein Kind, das die meiste Zeit in Windeln eingewickelt und mit wenig Beweglichkeit zubringt, kann die fünf Minuten Hautanregung und Strampelfreiheit gut gebrauchen. Man hat das Bad den Spaziergang oder die Turnstunde des Säuglings genannt. Auch zarten, ja kranken Kindern tut ein technisch richtig aus­geführtes, tägliches Bad wohl.

Zu stark ist aber ber Reiz täglichen Babens mitunter für Kinber, bie zu Ausschlag neigen. Man läßt diese nur zweitäglich ober noch seltener haben. Die notwen­

dige Reinigung erreicht man durch Waschen, ober wo auch das noch zu viel ist, durch Abwischen mit Del ober Vaseline. Die fehlenbe Bewegungsanregung kann man burch ßuftbäber zu ersetzen suchen.

Wo zwar die Haut des Kindes, aber nicht der Geld­beutel der Eltern dem täglichen Bad gewachsen ist, kann man gleichfalls seltener haben lassen ohne Schaben anzu­richten. Jebenfalls sind seltenere Bäder zuträglicher als tägliche mit zu wenig Wasser, in denen das nasse, nicht genügend überspülte Kind friert. Natürlich muß bas Gesäß nach jeher Beschmutzung abgewaschen werben.

Nach dem ersten Lebensjahr wird in weiten Kreisen tägliches Baden nicht mehr für notwendig erachtet. Und doch ist es gerade das Kriechalter, in dem die Kinder eine tägliche Generalreinigung am nötigsten zu haben pflegen. Die Besudelung mit den eigenen Ausscheidun­gen tritt allerdings bei gut gezogenen Kindern jetzt zu­rück. Dafür weifen Gesicht, Hände und Knie die. Spuren gemachter Entdeckungsreisen auf. Am Kriechen kann und soll man die Kinder nicht verhindern, das ist ja jetzt ihr Spaziergang unb ihre Turnstunbe! daß sie habet schmutzig werden, ist wenigstens in einfachen Verhält­nissen, nicht zu vermeiden. Wünschenswert ist also, das tägliche warme Bad mindestens im 2. Jahr noch bei­zubehalten. Am zweckmäßigsten wird es nicht wie beim Säugling vormittags, sondern abends gegeben. Muß warmes Wasser gespart werden, so nimmt man am

besten eine kleine, tiefe Bütte. Das Wasser braucht darin dem sitzenden Kinde nur bis zum Nabel zu reichen. Die Beine unb Hänbe werben einzeln mit Seife unb Bürste bearbeitet. Am Schluß ein kalter Ueberguß, Trockenreiben unb ins Bett. Mogens ist eine Reinigung bann noch nicht roieber nötig. Da bient das Waschen zur Erfrischung. Man nimmt deshalb kaltes Wasser und keine Seife. In einer leeren Bütte stehend wird das Kind rasch ganz abgewaschen. Bei zarten Kindern und in der kalten Jahreszeit beginnt man mit nicht ganz kaltem Wasser. Geseift soll ber Körper nicht mehr als 1 mal am Tag werben, sonst wirb bie Haut glanzlos unb rauh, so muß ihr nach jebem warmen Bab Fett zuge­führt werben. Am besten eignet sich bazu bas sogenannte Hautsunkionsöl". Man kann aber auch gewöhnliches Olivenöl nehmen, bas billiger ist. Als Seife ist milbe Toiletiefeife empfehlenswert. Nach Kernseife sieht man zuweilen Hautreizungen auftreten.

Für Küche

Die Tomatenzeit beginnt J

Von Betty Groß-Culmbach.

Nachdem wir nun schon seit Wochen ausländische To­maten auf den Märkten in der Großstadt kaufen kön­nen, werden nun allmählich auch unsere deutschen To­maten reif, die vor der Auslandsware deshalb den Vor­zug verdienen, weil sie nicht wie diese unreif gepflückt werden, fonbern vollreif, also int Besitz ihres ganzen Gehaltes an Nährwerten auf ben Markt kommen. Die Tomate gehört zu ben vitaminreichsten Gartengewäch­sen, obwohl ihr Wassergehalt nahezu 92 Prozent be­trägt. Vitamine braucht man aber zur Erhaltung bes Körpers, beshalb soll man bie Tomaten möglichst roh genießen, da ihr Vitamingehalt durchs Kochen erheblich nachläßt. Auf einen Unsinn barf in biesem Zusammen­hang hingewiesen werben. Allen Ernstes wurde be­hauptet, daß der Genuß roher und gekochter Tomaten die Ausbreitung der Krebskrankheit befördere. Da diese Gerüchte immer wieder in allen Landesteilen nur- tauchten, hat sich nunmehr ein Ausschuß des deutschen Zentralkomitees zur Bekämpfung der Krebskrankheit mit ihnen beschäftigt, und nach eingehender monatelanger Untersuchungsarbeit, die sich aller wissenschaftlichen Hilfs­mittel bediente, gab der Ausschuß der Ueberzeugung Ausdruck, daß kein vernünftiger Grund vorliegt, den Tomatengenuß für die Krebsentstehung ver­antwortlich zu machen. Es sei völlig unberech­tigt, vor ber Verwendung dieser wohlschmeckenden und nahrhaften Frucht zu warnen. Nun folgen einige der heften Kochoorschriften für Tomaten:

Tomatensalat.

Dieser sehr einfache und erfrischende Salat wird aus in Scheiben geschnittenen Tomaten und dem entsprechen­den Zusatz non kleingeschnittenen Zwiebeln, Salz und Pfeffer mit Essig und Del hergestellt. Anstelle des Essigs kann man auch Zitroneniaft nehmen. Der Salat schmeckt am besten, wenn er einige Stunden gezogen hat.

Tomalensuppe.

Zu dieser Suppe braucht man ein Pfund Tomaten, 40 Gramm Fett oder Butter, etwas Suppengrün, zwei Zwiebeln, einen Eßlöffel Mehl, eineinhalb Liter Was­ser, sowie das nötige Quantum Salz und zwei Lössel Rahm. Das Suppengrün wird mit der Butter und dem Mehl leicht angerästet, darauf gibt man bie in kleine

Wenn bas Kinb aus dem Spielalter heraus ist, un» terscheibet sich feine Lebensweise nicht mehr grunbsätz- lich von ber bes Erwachsenen. Ein warmes Bab jebe« Abend ist immer noch sehr schön, wird aber in viele» Fällen aus wirtschaftlichen Gründen nicht zu haben fein. Es ist auch jetzt zu entbehren, da bas Schulkind sich nicht mehr in bem Maße beschmutzt. Wir begnügen uns mit einer abenblichen Reinigung ber wirklich beschmutzten Körperteile, Hänbe, Füße, eventl. Kniee, im Winter mit warmem Wasser, im Sommer genügt kaltes. Die mor- genbliche kalte Ganzwafchung ist für bas Schulkind be­sonders nützlich, um den letzten Rest Schlaf zu vertrei­ben und ben Frühstücksappetit anzuregen. Wo eine Brause vorhanden ist, wird sie gewöhnlich gern benutzt. Wo nicht, tut eine flache Bütte norm Waschtisch und ein großer Schwamm denselben Dienst. Einmal wöchentlich soll, wo das irgend möglich ist, eine gründliche Reinigung im warmen Vollbad erfolgen.

und Haus.

Stücke geschnittenen Tomaten dazu, dünstet sie 5 Minu­ten und füllt mit dem Wasser auf. Die Suppe mutz dann eine halbe Stunde kochen. Darauf wird sie burch ein Haarsieb passiert, vielleicht noch mit etwas Mehl ober geriebenen Kartoffeln eingedickt, gesalzen und über ben mit Schnittlauch bereitgestellten Rahm angerichtet.

Gefüllte Tomaten.

Ziemlich große Tomaten werden ausgehöhlt und mit einer Fleischfarce, bie man aus Hackfleisch, Ei unb etwas Brötchen unter Zusatz ber nötigen Gewürze herstellt, ge­füllt. Der abgeschnittene Deckel kommt bann als Ver­schluß roieber auf bie Tomaten. In einer Kasserolle dämpft man darauf die gefüllten Tomaten in reichlich Butter bis sie weich geworden sind. Zu einer Rahm­sauce mit Spaghetti schmeckt das Gericht vorzüglich.

Tomaten-Küchlein. '

Tomaten werden in Scheiben geschnitten, gesalzen und gepfeffert. In einem ziemlich steifen Pfannkuchen- teig, den man selbstverständlich nicht zuckern darf, wer­den sie als kleine Küchlein in schwimmendem Fett her­ausgebraten upd vor bem Servieren mit gehackter Petersilie überstreut.

praktische winke.

Die vertreibt man Fliegen unb Schnaken? Fliegen und Schnaken gehören zu den unangenehmsten Plage­geistern. Ein Stückchen glühende Holzkohle, auf dem man eine Kampferkugel verbrennt, macht in kurzer Zeit dem unangenehmen Besuch ein Ende.

Ein wink für Radfahrer! Die Pneumatiks des Fahr­rades leiben durch Nüsse außerordentlich. Um nun die Einwirkung von Feuchtigkeit zu vermeiden, empfiehlt es sich, vor dem Fahren die Reifen stets straff aufzupumpen. Auf die äußere Gummidecke wirkt die Nässe nicht ein. Sie wird erst gefährlich, wenn sie in bas Innere bes Laufmantels gelangt. Hier entstehen bann in bem Ge­webe Stockflecke, welche bie Leinwanb zerstören und bewirken, daß es zum Platzen bes Luftschlauches unb bes Mantels kommt. Wenn aber ber Reifen straff aufge­pumpt ist, liegt ber Laufmantel fo fest an ber Felge, batz ein Einbringen von Feuchtigkeit oermieben wird. Um sich vor Schaden zu bewahren, ist es also erforderlich, den Reifen stets gut aufzupumpen.

Für Reise, Wanderung und Wochenende: Chlorodont

Hitze und Staub erschlaffen den Körper besonders beim Reisen und Wandern. Eine kräftige Mundspülung mit dem herrlich erfrischenden Chlorodont- Mundwasser und eine gründliche Zahnreinigung mit Chlorodont- Zahnpaste wirken wohltuend, verschaffen das Gefühl der Sauberkeit und D

immer schöne weiße und gesunde Zähne

Natürlich," bestätigte er und dachte, es kam jetzt aus eine kleine Lüge mehr oder weniger gar nicht mehr an. Das Essen war ausgezeichnet. Ein Diener und ein adrett gekleidetes Hausmädchen servierten. Dazu wurde Wein getrunken und niemand gefragt, ob er welchen wünsche ober ob man teuren ober billigeren wollte. Das schien alles im Pensionspreis eingerechnet zu sein. Ihm war alles recht; feit er in bie schwarzen Augen Arna Falles geschaut, war er wie bezaubert.

Wie ein schlecht koloriertes, verzeichnetes Bilb aus einem alten, längst vergessenen Buch huschte manchmal bie Gestalt Bettys flüchtig burch feine Gedanken. Aber neben ihm faß Arna Falke, neben ihm faß die lebendig gewordene Erfüllung eines fo berauschenden Traumes, wie er ihn nie zu träumen gewagt.

Jede Sekunde war kostbar, denn die paar Tage hier in ihrer Nähe, sollten sein Denken ausfüllen bis ans Ende seiner Tage.

Die Tür öffnete sich. Ein sehr großer Herr anfangs ber Dreißig mit etwas berben Zügen trat ein.Mahl­zeit, meine Herrschaften. Guten Appetit!" Er küßte ber Gräfin Bernwitz bte Rechte,Tag, Tantchen, wenn es keine Umstände macht, laß mir nachservieren, ich habe Mordshunger."

Er stand schon neben Arna Falke, drückte ihre Hand. Nun stellte ihn Baron Dorn seinem Sohn vor. Norbert hieß er, ihm gegenüber saß er bann, erzählte:Das Auto vom Sanatorium ist verunglückt. Als es nach ber Station fahren wollte, um eventuell angekommene Gäste abzuholen, fuhr ber Chauffeur gegen einen Baum. Er unb ber Hausbiener haben bis vorhin bewußtlos da- gelegen, kein Mensch ist eher vorbeigekommen."

Joachim Rabemacher, ber eben bie Gabel zum Munbe führen wollte, erschrak so sehr, baß ihm bie Gabel aus ber Hanb fiel unb auf ben Teller flirrte. Aber niemanb achtete darauf. Baron Dorn fragte seinen Sohn nach den näheren Umständen bes Unglücks Joachim Rabe­macher aber saß, obwohl er sich sehr zusammennahm, boch wie gelähmt ba. Schließlich fragte er seine Nach­barin:Gibt es hier in ber Nähe ein Sanatorium?"

Sie nickte:Jawohl, hinter ben Bergen, links an einem ber Hänge über bem Wald klebt es wie ein Vogel­nest. Man soll sehr nett bort wohnen, hörte ich. Es heißt Walbsanatorium Alteichen."

Joachim Rabemacher fühlte, wie es ihm kalt über ben Rücken riefelte, unb währenb er ein gleichgültiges, liebenswürdiges Gesicht zu machen versuchte, sagte er sich, daß er sich doch jetzt in einer brenzlichen Situation befand. Wenn Baron Dorn fein Schloß zum Sanato­rium umgewandelt hätte für Erholungsbedürftige und sich diö Zimmer und das Essen bezahlen liehe, hätte bie Sache für ihn selbst einfacher gelegen, aber er hatte sich unter falschem Namen hier unter bie Gäste bes Barons gemischt. Wenn jemand darum wüßte, würde ihm das als gröbste Unverschämtheit ausgelegt werden. Er stellte sich das Entdecktwerden vor, und ihm schien es, als müsse ihn Arna Falke bann voll Verachtung anblicken

Der Bissen quoll ihm im Munde, es wollte ihm nicht mehr schmecken.

Der Baron lächelte ihn an.

Sie finb so still, Mister Maker, versuchen Sie ein­mal biesen Meerburger, der gießt Feuer ins Blut."

Joachim Rademacher ließ sich einschenken und faßte den Plan, abzureifen. Morgen schon, ein Vorwand muhte sich finden.

III.

Im Nebenzimmer wurde Kaffee getrunken, unb Joachim Rabemacher unterhielt sich mit ben Herren unb Damen, spürte sein krampfhaftes Lächeln wie einen leichten Schmerz um ben Munb und hatte das Gefühl, jeder müsse ihm ansehen, daß er hier eigentlich nichts anderes war wie ein Hochstapler.

Später spazierte er mit Norbert von Dorn, dem Sohn des Schloßherrn, durch den Park. Vor ihnen ging Arna Falke mit der Komtesse Vlies unb hinter ihnen kamen gemächlich ber alte Baron Dorn und Peter Paul Falke.

Der alte Baron Dorn rief plötzlich:Mister Maker, wie war eigentlich bie Geschichte mit Ihrem Vater unö bem amerikanischen Präsidenten? Ich las darüber im vorigen Jahre und habe die Sache sehr originell gefun­den. Erzählen Sie das doch einmal in den Einzelheiten."

Joachim Rademacher fühlte wieder, wie es ihm kalt über den Rücken riefelte. Er hatte keine Ahnung, um was es sich handelte. Die Augen des neben ihm gehen- den jüngeren Barons blickten ihn fragerb an, unb Arna Falke sah sich nach 'hm um unb fragte:War dit Geschichte wirklich nett? Dann, b-n ich nämlich auch 1 neugierig!" (Fortsetzung folgt.;