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Anzeiger für die Stadt Julda und den Landkreis Fulda

3ai|tg. 59

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Wie

In die

nicht verletzt.

wurden

Neue Terror-Akte.

mtb. Görlitz, 10. Aug. (Gig. Meld.)

wtb. Königstätten (Hessen), 10. Aug. (Gig. Meld.) Zwischen Angehörigen verschiedener poli­tischer Parteien kam es in der vergangenen Nacht zu einem schweren Zusammenstoß. Gin National­sozialist verletzte durch zwei Schüsse einen Arbeiter schwer.

Agentur folgende Einzelheiten: Zahlreiche Offiziere, die auf Grund der vom Ministerpräsi­denten getroffenen Reform pensioniert wor­den waren, befinden sich unter den Aufständischen. Zahlreiche Verhaftungen wurden vorgenammen. Im Innenministerium erklärt man, daß die Bewe­gung der Regierung bereits bekannt gewesen sei, und daß man Vorkehrungen getroffen hatte. Heute früh ist das Gerücht verbreitet, daß die Aufstands­bewegung auch in der Provinz Unterstüt­zung finden soll.

Man vermutet, daß die Führer der Bewe­gung General E a l v a z a n t i sowie mehrere Ge­neräle des alten Regimes find.

Presse" wurde heute früh ein Bombenanschlag verübt. Gs entstand Sachschaden.

In Friedland wurden fünf Pistolenschüsse auf die Schaufensterscheibe eines Hauses abgegeben.

Gefängnisstrafen für Polizeibeamte beantragt.

wtb. Dortmund, 10. Aug. (Gig. Meld.) Vor Gericht hatten sich 8 Schutzpolizeibeamte zu verantworten, die beschuldigt waren, bei Ansammlungen am 19. April d. I. sich Uebergriffe gegen Passanten haben zuschulden kom­men lassen. Der Staatsanwalt beantragte gegen die Angeklagten Polizeibeamten Gefängnis st rasen von 5 Monaten bis zu 1 Iahr 3 Monaten gegen den Führer der Polizeitruppe, einen Polizei- hauptmann, 4 Monate Gefängnis.

Sie wellivstlschaslslonserenz.

Wir befinden uns sozusagen in einem Kreis­lauf der Konferenzen, von denen die gesamte Welt eine endliche Gesundung erwartet. Jede dieser Konferenzen erweckt neue Hoffnungen und endigt doch mit mehr oder weniger großen Gnttäuschun- gen. Mit welchen Erwartungen ist man da seitens Deutschland z. B. nach Lausanne gegangen, mit welchen Erwartungen hak die Welt auf Lausanne hingeschaut, weil man von dort schon die erste An­kurbelung zu einem neuen Aufwärts erhofft hatte. Aber nachdem sich eine der Hauptwirtschaftsmächte, Amerika, offiziell bereite gestellt hatte, durfte man von Anfang an für die Gesamtweltwirtschaft nicht

In den französisch-amerikanischen handelspoliti­schen Verhandlungen sind erhebliche Schwierigkei­ten aufgetreten. s

In Penzig wurde gegen Mitternacht in die Wohnung eines Reichsbannerführers ein Spreng­körper geworfen. Der Reichsbannerführer wurde leicht verletzt. In das Gewerkschafsbüro in Pen­zig wurde' ein Sprengkörper geschleudert, der aber nicht explodierte.

In Reichenbach wurden in das Schlafzimmer eines Mitgliedes der Eisernen Front drei Schüsse abgegeben, die jedoch niemand trafen.

Auf die SA.-Schule in Neudorf bei Friedland wurden 10—12 Schüsse abgegeben. Personen

Militär-Ausstand in Madrid

Die Regierung ist schnell Herr der Lage geworden.

wtb. Paris, 10. Aug. (Eig. Meld.) lieber die Aufstandsbewegung in Madrid meldet die Havas-

Filiale des Konsumvereins wurde heute nacht eine Eierhandgranate geworfen. In mehreren Orten der Umgebung wurden die Schaufenster von Kom- fumvereinniederlagen zertrümmert. In Lau - b an wurde vor dem Arbeitsamt in der vergange­nen Nacht eine Stielhandgranate zur Explosion ge­bracht.

wtb. Paris, 10. Aug. (Eig. Meld.) Havas mel­det aus Madrid, daß heute früh 4 Uhr in der spa­nischen Hauptstadt ein Militäraufstcind ausgebro- chen sei, um die Regierung zu stürzen. Die Regierung beherrsche die Sage. Die Aufstän­dischen hätten beabsichtigt, sich des Kriegs- und Psstministeriums zu bemächtigen. Bisher würden drei Tote gemeldet. Sämtliche Verbindungen mit Madrid seien unterbrochen worden. Man kenne noch nicht den Ursprung der Bewegung, die jedoch gus ausschließlich militärischen Kreisen zu stommen scheine. Um 8.15 Uhr hatte sich die Auf­standsbewegung auf alle* Stadtviertel Ausgedehnt.

wtb. Breslau, 10. Aug. (Gig. Meld.) In Reußendorf wurde heute früh das Gemeindebüro beschossen. Desgleichen wurden einige Schüsse in die Wohnung der im Gemeindehaus wohnenden Witwe eines Rektors abgegeben. Auf das Haus des Konsumvereins in Kühnem bei Striegau wur­den heute nacht mehrere Schüsse aefeuert. In Streh­len wurde gestern abend ein Paket mit Spreng­stoffkörpern gefunden, das mit einer 1 Meter lan­gen Zündschnur versehen mar.

CNB. Berlin, 10. Aug. (Gig. Meld.) Die Bundes- sührer des Stahlhelm BdF. verössentlichen einen Auf­ruf, in dem sie zur Mitarbeit in den Arbeits- die st verbänden des Stahlhelm auf überpar­teilicher Grundlage gemäß dem Programm des Bundes auffordern.

„Marsch auf Berlin“ aussich'slos.

Dem Nachrichtenbüro des DDZ. wird von zu­ständiger Stelle zu den Gerüchten über die Sammlung von SA.-Leuten in der Um­gebung von Berlin und einem etwa geplan­ten „Vormarsch der SA. auf Berlin" erklärt, daß diese Gerüchte maßlos übertrieben seien. Wenn z. B. behauptet worden ist, daß an einem bestimmten Punkt in der näheren Umge­bung Berlins 20 000 SA.-Leute bereit lägen, so hätten die amtlichen Nachprüfungen ergeben, daß an die)er Behauptung kein wahres Wort 1 et. Im übrigen wird hervorgehoben, daß, selbst wenn vereinzelt derartige Bestre­bungen in bestimmten SA.-Kreisen be- st ä n d e n, sie von vornherein zurabso luten Unfruchtbarkeit verurteilt wären, denn nicht nur dte Schutzpolizei, sondern auchdieRet chs- wehr habe alle Maßnahmen getroffen,um der­artigen Beunruhigungen vorz ubeugen. Ge­genüber dieser organisierten Macht des Staates, die keinesfalls dulden werde daß ein Vormarsch auf Berlin oder ähnliches inszeniert werden könne, seren die Kräfte machtlos und wirkungslos, die sich solchen Ideen etwa hing eben würden.

viel erwarten. So endete Lausanne, das als ein- ziaen Vorzug das endgültige Gnde der Reparation gebracht hat, mit einem wirtschaftlichen Fragezei­chen. Kann es da Wunder nehmen, wenn die Völker Guropas nach all diesen Konferenzfehlschlä­gen, wie es der italienische Staatsmann Musso­lini einmal ausdrückte, konferenzmüde geworden sind? Nur praktische Grfolge, die in die Tat um- gesetzt wirkliche Grfolge bedeuten oder zum min­desten Grfolge versprechen, sind imstande, noch ir­gendwelche Hoffnungen zu wecken.

Lausanne hatte durch die Zurückhaltung Arne- rikas nicht nur für die Welt keinen Fortschritt ge­bracht, es hatte auch für Europa enttäuschen muf­fen, ja einen gewissen Rückschlag im Gefolge ge­habt, weil man hier die wesentlichste Aufgabe, das europäische Wirtschaftsproblem in Angriff zu neh­men, geflifsentl-ch mied, und nur infameit in Be­tracht zog, als es sich darum handelte, politische Ge­schäfte machen zu können, wie z. B. Frankreich mit dem Donauproblem. England hatte sich schon vor Lausanne, wohl in Erwartung, daß diele Konferenz nicht den Erfolg bringen würde, den man sich früher versprochen hatte, stark zurückge­zogen und versucht, die Weltwirtschaftskrise, unter deren Folgen es selbst am meisten litt, auf feine Weise zu absorbieren, daß es fick mehr auf sich selbst und seine Dominien zurückzog. Und das war für England von Anfang an der Grund, wes­halb man auf Ottawa englischerfeits so großes Gewicht legte und in diese ff eine Weltkonferenz, wenn man das englische Empire als weltumlpan- nend voraussetzt, zu große Hoffnungen setzte. Denn in englischen Augen batte diese Konferenz von Ot­tawa die zweifache Aufgabe, Mittel zur Uederwin» düng der Wirtschaftskrise für England zu wer­den und so gewissermaßen mit zur Hebung der Weltwirtschaftskrisis beizutraaen. Diese, Konferenz von Ottawa ist zur Zeit noch mitten im Gange, aber es zeigt sich immer mehr, daß sie die in sie gesetzten englischen Erwartungen enttäuschen wird und umsomehr enttäuschen muß, als es sich unmög­lich zeigt, das englische Empire durch einen sich abgeschlossenen Zollgiirtel und Wirtschaftsring zu- sammsnzufassen. Schon das Wirtschaftsverhältnis von Kanada zu Amerika stellt sich hier den engli- fchen Erwartungen mehr in den Weg, als das ursprünglich erkannt wurde. England selbst kann auch schon aus dem Grunde Amerika nicht vor den Kopf stoßen, weil die Vereinigten Staaten ohne- hin durch die letzten kanadischen Zollmaßnahmen schon schwer genug getroffen sind und England im Augenblick das größte Interesse daran hat, die Vereinigten Staaten wegen der guten Auswirkung der Schüldfrage nicht unnötig vor den Kops zu stoßen.

Der Gedanke eines abschließenden Zollringes für das englische Weltreich und einer sogenannten Empireautarkie, wie er von hervorragenden eng­lischen Staatsmännern und Wirtschaftlern propa­giert worden ist. läßt sich also nicht verwirklichen. Dafür ist die Verzahnung der Weltwirtschaft und die Verguickung der verschiedenen Weltwirtschafts­märkte schon zu weit vorgeschritten und zu fein verästelt. Umsomehr müssen deshalb , alle Völker ihre letzten Hoffnungen auf die Weltwirtschastskon- f ferenz setzen. Denn hier ist tatsächlich die letzt« Station, die erweisen muß. ob in den verschiede­nen Staaten die Erkenntnisse der Zusammenhänge soweit fortgeschritten sind, daß nur ein allgemeines Zusammengehen zwischen Europa und Amerika eine Besserung bringen kann. Und da müssen wir offen gestehen, sind mir heute sehr skeptisch, weil die Vorboten dieser Konferenz nicht allzu günstige Aussichten verheißen. Diese Skepsis wird vor al­lem in Frankreich vertreten. Die französische Presse hofft nickt viel oder viel mehr gesagt fast gar nichts non dieser Weltwirtschaftskonferenz, weil in ihr immer mehr der Gedanke zum Durchbruch kommt, daß Amerika einer großen Wirtschaftsverständigung nicht das Verständnis entgegenbringt, was not- wendig wäre. Allerdings hätte Frankreich am we­nigsten Recht zu solchen Vorwürfen, denn seine ganze Politik in Genf und Lausanne und auf frü­heren Konferenzen hat ja erst den stärksten Wider­stand hervorgerilser

Amerika fe'bft acht mit Dem bitteren Empfin­den in diese Weltwirtschaftskonferenz, daß das Er­gebnis der Lausanner Konferenz weiter nichts zu­tage gefördert hat, „als", wie der bedeutende Wirft schaffssachverständige Bauten jetzt im „Ecconomist treffend bemerkt, „die bittere Pille der deutschen Zahlungsunfähigkeit an Amerika weiterzugeben. Darum' auch das Bestreben der amerikanischen Re- aieruna. die Behandlung her Lausanner Repara­tion-, Schulden- und Zollfragen auf der kom­menden Weltwirtschaftskonferenz völlig auszuschal­ten Das bedeutet eine Einschränkung für die Weltwirtschaftskonferenz, ein Herausnehmen ge- tabe bezüglich der Zolltcirife, daß man tatsächlich einen praktischen Erfolg nicht mehr vorauszusehen vermag. Denn wie soll die Weltwirtschaft irgend­wie wieder aufgebaut werden und ihr Aufbau er- fvlgreicb durch"eftihrt werden, wenn gerade di« Pimke eines Programms gestrichen sind, die ge­eignet sind, der darniederlieaend-n Weltwirtschaft aufzuhelfen, die Weltarbeitslofigkeit zu mildern und, was noch das Schuldenvroblem als solches an­langt, vor allem die Bankkredite aufzutauen. Denn schließlich machen es Geld- und Währungsfragen nicht allein. Das hat ja auch der amerikanische Se­nator Borah jetzt in seiner Rede zu den ameri­kanischen Formern deutlich zum Ausdruck gebracht, als er erklärte, eine Konferenz ohne Beratung der Kriegsschulden- und Reparationsfrage und der Zolltarife fei von vornherein zum Scheitern ver­urteilt. Wenn fein Propagandafeldzug, und als solchen müssen wir auch diese Rede bewerten, kei­nen Erfolg bat, so ist wirklich nicht abzusehen mos I diese Weltwirtschaftskonferenz für Nutzen bringen soll.

wtb. Erlangen, 10. Aug. (Gig. Meld.) Im Stadtbezirk Büchenberg kam es zu einem schwe­ren politischen Zusammenstoß, , bei dem drei Reichswehrsoldaten von Kommunisten angegriffen und verletzt wurden.

der von der internationalen Rüstungsindustrie empfangen, zu veröffentlichen. lieber den Gin- prud) des Verlages gegen die einstweilige Ver- ügung fällte das Landgericht keine G n t f d) e t= >ung, sondern verkündete folgenden Beschluß: „Dem Antragsteller wird aufgegeben, glaubhaft zu machen, daß er von der ausländischen R ü- tungsindustrie kein Geld empfangen bat."

Aus Grund der Verordnung über die Neuord­nung des Rundfunkwesens sind jetzt den neun beut- chen Sendegesellschaften die Sendekonzessionen zum 30. September von der Reichspost gekündigt wor­den.

Wieder Ruhe.

mtb. Madrid, 10. Aug. (Eig. Meld.) Das Stra­ßenbild in Madrid ist wieder normal. Auch in den Provinzen herrscht völlige Ruhe. Der Polizeikorn- manbeur von Madrid erklärte, die A u f ft a n b s • beroegung könne als völlig geschei­tert betrachtet werden.

wtb- Elbing, 10. Aug. (Eig. Meld.) Auf das Verlagshaus der sozialdemokratischen „Freien

ERB Berlin, 10. Aug. (Eig. Meldg.) wir erfahren, empfing der Herr Reichspräsident um 11 Uhr vormittags Reichskanzler von Papen zum Vortrag. Für heute nachmittag um 5 Uhr :'st eine Kabinett.ssitzung angesetzt, aus deren Tagesordnung die Besprechung der politi­schen Sage steht. Das heißt also, daß da-Kabinett sich über die große Frage her Re gierungsum- bildung aussprechen will, nachdem die Richt­linien für die weitere Gestaltung der Regierungs­verhältnisse in den Empfang beim Reichspräsiden­ten festgelegt worden sind. Damit haben die Be­mühungen um eine Klärung der innerpolitischen Situation nunmehr voll eingesetzt. Man kann wohl annehmen, daß der nächste Schritt eine Einl a- bung des Kanzlers an Adolf Hitler zu einer Besprechung sein wird. Es ver­lautet, daß der Führer der Nationalsozialisten sich bereits in Berlin auf hält.

Wird Hindenburg Hiller als Kanzler berufen?

Der verlängerte „Burgfrieden". — Die neue Notverordnung gegen den Terror Die Sondergerichte. — Reichswehr und Polizei werden jeden putsch niederschlagen

Cricheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: „Die Welt tm Bild" und .Buchenblätter". Rotationsdruck und Verlag ber Fuldaer Actienbruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrift- -: leitung 3153. Äulbaer Actienbruckerei 3151 und 3152. ::

Von unterrichteter Seite wirb bestätigt, daß General o. Schleicher, her auch wieder in Berlin weilt, in den letzten Tagen die hier bereits gemeldete Unterredung mit Adolf Hitler gehabt hat, und zwar hat sie im Auftrage des Reichskanz­lers mit dem Zweck stattgefunden, feftzuftellen, was der Führer der Nationalsozialisten in der Regierungsfrage überhaupt will. In der Tat dürfte die Antwort, die Adolf Hitler gegeben hat, der Stellungnahme entsprechen, die in der nationalsozialistischen Presse mit der Formel „Hitler oder nicht s!" zum Ausdruck kommt. In einem Artikel der „Nationalsozialistischen Kor­respondenz" wird klipp und klar gesagt, daß das Ergebnis der Reichstagswahl feinen Niederschlag nicht in einer Beteiligung der NSDAP, an der Regierung finden könnte, sondern nur darin, da ß der Führer d er na t i o n al s o zi a listi- scheu Bewegung vom Reichspräsidenten zur Führung eines Kabinetts der Per­sönlichkeiten berufen werde, das der Stärke und Bedeutung der nationalsozialistischen Bewegung Rechnung trägt. Die Auffassung des Herrn Reichspräsidenten, den Eharakter des Reichskabinetts als einer überparteilich en Regierung aufrechtzuerhalten, liege durchaus in der Linie der Auffassung der NSDAP. Aber jeder andere Versuch einer Regierungsbildung, als er von der „Nationalsozialistisch. Korrespondenz" ge­fordert wird, werde unversöhnlichen Kampf finden.

Empfänge bet Papen.

cnb. Berlin, 10. Aug. (Gig. Meld.) Wie wir erfahren, hat der bereits gemeldete Besuch des Reichskanzlers beim Reichspräsidenten annähernd eine Stünde gedauert. Nach der Kabinettssitzung am heutigen Nachmittag wirb der Reichskan z- ler mit einer R e ich e p artei p o litt'sch er Persönlichkeiten Besprechungen pfle­gen.

(Weitere Nachrichten siehe auf der vorletzten Seite des Blattes!)

Die SA.-Hilfspolizei in Oldenburg wird heute entlassen.

wtb. Oldenburg, 10. Aug. (Gig. Meld.) Die in die Oldenburger Gendarmerie eingestellten Hilfskräfte aus SS. und SA. kommen in allen drei Landesteilen des Freistaates heute wieder zur Entlassung. In einer Rede, die der Ministerpräsident vor Gemeinde- und Amtsrats­vertretern in Berne gehalten hat, wies er daraus hin, daß die zur Entlassung kommenden Leute m ihren Heimatorten zum Schutze des Eigentums eingesetzt werden. Endgültige Be­schlüsse über die Form der Verwendung dieser Leute sind 'im Ministerium noch nicht gefaßt Worden.

Hamburger Büro des verbotenen Rotsronlkämpferbundes ausgehoben.

wtb. Hamburg, 10. Aug. (Gig. Meld.) In einem Hinterhaus im Gängeviertel würbe gestern bas Büro der Gauleitung des verbotenen Rotsrontkämpferbunbes entdeckt und aufgehoben. Man beschlagnahmte die ge­samte Kassenbuchführung unb die Mitgliederkartei, außerdem eine Menge Schriften militärpolitischen, hoch­verräterischen Inhalts, Schulterriemen, Koppelschlösser, Gamaschen, Armbinden und Abzeichen des RFB. Damit ist umfangreiches Material für den Beweis des illegalen Fortbestehens des RFB zusammengetragen. Die Leiter des Büros, die der Polizei bekannt sind, werden im Jn- tereffe der Untersuchung nicht genannt.

Hitler soll glaubhaft machen, daß er kein Geld von der ausländischen Rüstungsindustrie empfan­gen hat.

ERB. Hamburg, 10. Aug. (Gig. Meldg.) Der der NSDAP, hatte am 25. Juli beim ^"Nericht Hamburg eine einstweilige Verfügung B ,’r^> nach welcher dem Verlage Auer u. Go. hpL°ten wurde, weiterhin die in einer Wahlson- des sozialdemokratischen „Echo der

IX$e' verbreitete Behauptung, Hitler habe Gel­

wtb. Berlin, 10. Aug. (Gig. Meld.) Der Herr Reichspräsident von Hindenburg ist heute früh, flU5 Neudeck kommend, in Berlin einge­troffen.

v. Papons Auftrag.

Aus offiziöser Quelle wird mitgeteilt:

FuldaerZertung

Anzeiaer für die Stabt Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt.

mtb. Freital (Sachsen), 10. August. (Gig. Meld.) Heute nacht wurde von einem Motorrad­fahrer eine Bombe in die Volksbuchhandlung und Ausgabestelle der Freitaler Volkszeitung geworfen. Gs wurde niemand verletzt.

Eine Auflagenachricht im Angriff.

cnb. Berlin, 10. August. (Gig. Meld.) lieber den Sprengstoffanschlag in Reichenbach, bei dem, dem Polizeibericht zufolge, der SA.-Mann Jenke durch vorzeitige Explosion seiner Handgranate ge­tötet wurde, hat der „Angriff" berichtet, daß Jenke durch eine vom Gegner geworfene Hand­granate zerrissen worben sei. Wie wir von maß­gebender Seite erfahren, wirb bie preußische Staatsreglerung dem „Angriff" eine Auf­lagenachricht zu dieser Angelegen­heit z ugehen lassen.

wtb. Sagan, 10. August. (Gig. Meld.) Gegen die Wohnung des Ortsgruppenführers der NSDAP, in Hai­tz au wurden heute Nacht Pistolenschüsse abgegeben. In Friedland wurden auf die Wohnung eines Nationalso­zialisten 10 bis 12 Schüsse abgegeben. Auch in Sxrottau wurde eine Wohnung beschossen.

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