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Jtr. 183

Anzeiger für die Stadt Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt.

Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen:Die Well im Bild" undBuchsnblätter". Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Äctiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrift. ipjfunq 3153 vuldaer Äctiendruckerei 3151 und 3152. ::

Mittwoch, 10. August 1932.

Monatlich 1.65 einschließl. Postgebühr 148 Psg.s ohne Zufieilg Anzeigen-Preise: Kleinzeile »Col.) lokal 0.15 Rillt., auswärts 0.20 RM Reklamezeile: lokal 0.60 RM.. auswärts 0.80 RM Bei Wiederholungen Rabatt Voltscheckk Frankfurt a M 4051

lohtg. 59.

von papen will das Kabinett

Die Mitwirkung des Reichspräsidenten. Offiziöse Andeutungen über die Absichten der jetzigen Reichsregierung. Man mitt den Nazis Machtpositionen einräumen.

Die Berliner offiziöse Stelle teilt folgendes mit:

Die Pläne, die auf die Umbildung des R e"i ch s k a b i n e t t s abzielen, sind bisher noch nicht über Gespräche einer inoffiziellen Füh­lungnahme hinweg gediehen. Die eigentlichen Verhandlungen werden erst nach der Rückkehr des Reichspräsidenten (er kommt am Mittwoch von Neudeck zur Verfassungs-Feier nach Berlin) begin­nen. Gleich nach seinem Eintreffen werden der Reichskanzler und über die außenpoliti­sche Lage der Reichsaußenminister dem Reichspräsidenten Vortrag halten. Ein Empfang von Parteiführern beim Reichspräsidenten ist nicht beabsichtigt. Vielmehr werden die Ver­handlungen durch den Reichskanzler ge- führt, da ja nicht ein neues Kabinett geschaffen, sondern nur das jetzige Kabinett umgebildet wer­den soll. Die Verhandlungen darüber sind natur­gemäß Aufgabe des Kanzlers. Sind sie zum Abschluß gebracht, so wird er dem Reichsprä­sidenten, der die Minister ernennt, seine Vor­schläge unterbreiten. Für die Verhandlungen gilt als oberste Richtlinien, was hier bereits gestern be­tont wurde: daß der Charakter des Präsi­dialkabinetts aufrecht erhalten werden soll. Andererseits ist es aber auch nicht etwa so, wie ein englisches Blatt es heute hinstellt, als beabsichtige man, den Nationalsozialisten nur einige Sitzea u f der Rückseit des Wagens" zuzugestehen. Im Gegenteil ist man sich offenbar auch an den ver­antwortlichen Stellen darüber im Klaren, daß den Nationalsozialisten, wenn die Verhandlungen mit ihnen zu einem praktischen Ergebnis führen sollen, auch ein Einfluß eingeräumt werden muß, der ihrer Verantwortung entspricht."

...... *

Die sozialdemokratische Fraktion hat beantragt, den Preußischen Landtag zum 19. August einzü- berufen, die Kommunisten fordern Einberufung zum 16. August.

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Wie erst jetzt bekannt wird, hat die geschästs- sührende preußische Staatsregierung unmittelbar vor ihrer Abberusung den preußischen Haushalt für 1932 durch Notverordnung rnKraft gesetzt.

Der Bevollmächtigte des Reichskommissars für Preußen, Dr. Bracht, hielt auf der Zehnjahres­

feier der Polizeioffiziere Preußens eine Rede, in der er u. a. erklärte, er Hoffe, daß die. Tätigkeit des Reichskommissars nur eine vorübergehende bleiben werde.

Am die Aukoritäk des Staates.

Die Errichtung von Selbstschuhorganisationen.

CNB. Berlin, 9. Aug. (Eig. Meldg.) Im Zu­sammenhang mit Meldungen aus Braun­schweig über den Aufbau einer Hilfspolizei sind in der Presse vielfach Erörterungen über die Möglichkeit und Z u l ä s s i g k e i t von Selbstschutzorganisationen erfolgt. Von zuständiger Seite wird dazu noch einmal auf ine vor einigen Tagen vom Reichsinnenministerium bekannt gegebenen Richtlinien hingewiesen, wonach politische Organisationen nicht als Hilfs­polizei verwendet werden dürfen. Das Reichs­innenministerium wird genau darauf achten, daß diese Richtlinien e i n g e h a l t e n werden und die Maßnahmen der einzelnen Länder nachprüfen.

Bayern und Oesterreich.

In Anwesenheit von Bundeskanzler Dr. D o l I- f u ß und des bayerischen Ministerpräsidenten D r. H e l d sand in Waidhofen a. d. Pbbs die Hauptversammlung des Oesterreichisch-Baverischen Almwirtschaftsverbandes statt. Dr. Dollfuß ver­wies in seiner Ansprache darauf, daß der Verband von dem Grundgedanken einer möglichst weit­gehenden Zusammenarbeit von Menschen getragen sei, die einem Volke angehören und unter gleichen Verhältnissen leben.Wir wollen uns vorneh­men, so fügte Dr. Dollfuß ymzu, alles daranzu­setzen, um über den Rahmen der großen Kultur- und Sprachgemeinschaft hinaus auch auf wirt­schaftlichem Gebiet Gemeinschaft zu pflegen."

Dann ergriff Ministerpräsident Dr. Held das Wort. Er erklärte u. die Tagung scheine ihm von symbolischer Bedeutung. Die nachbarliche Zu­sammenarbeit von Oesterreich und Bayern sei in der Zukunft zu vertiefen und auch auf andere Gebiete zu erweitern. Niemand in der Welt könne es Übelnehmen, wenn Oesterr eich und Bayern, die gleichen Blutes und glei­chen Stammes seien, möglichst nahe n e b e n e l n a n d e r st ü n d e n. Die Bayern und Oesterreicher verständen sich und hätten die glei­chen Gefühle.So wünsche ich", so schloß Dr. Held,dem Oesterreichisch-Bayerischen Almwirt­schaftsverband, der dieser Gemeinschaft so deut­lichen Ausdruck gibt, eine erfolgreiche Zukunft".

Die Anli - Terror -Notverordnung

wtb. Hirschberg, 9. Aua. (Eig. Meld.) Gegen ein nationalsozialistisches Verkehrslokal wurde in der vergangenen Nacht ein ^Bombenan­schlag verübt. Personen sind nicht zu Schaden ge­kommen.

Bombenanschlag in Marienburg.

wtb. Marienburg, 9. Aug. (Eig. Meld.) In der Nacht zum Dienstag wurde auf die Wohnung eines Bäckers ein Bombenattentat verübt. Der ö^jährige Sohn des Bäckers wurde durch Sprengstücke am Kopf schwer verletzt Der Bäcker gehört k e i ner Partei an und betätigt sich auch nicht politisch.

i Wettere Anschläge in Schlesien.

wtb. Breslau, 9. Aug. (Eig. Meld.) In Rei­chenbach wurde von einem SA-Mann auf den Redakteur des sozialdemokratischen Blattes Der Proletarier" ein Hangranaten -An­schlag versucht. Die Handgranate e x »ko­dier te sedochnorzeitig. und der SA.-M^nn Lrlitt so schwere Verletzungen, daß er noch in der Nackt seinen Verletzungen erlag.

In Wünschelburg, Kreis Neurode, wurden heute früh 7 Schüsse auf die Wohnung eines Reichs­bannerführers abgegeben. Personen wurden nicht verletzt.

In Münsterberg erfolgte heute Nacht ein Feuerüberfall gegen das Haus der Münfterberger Zentrums-Zeitung und gegen ein Geschäftshaus. Personen wurden nicht verletzt.

In Strehlen wurden die Schaufenster von zwei jüdischen Kaufleuten durch Steinwürfe zer­trümmert.

In Waldenburg wurden heute nacht we- -gen unbefugte» Waffenbesitzes 11 Angehörige der

Reue Schandtaten.

wtb. Dortmund, 9. Aug. (Eig. Meld.) Gegen das Verlagshaus des sozialdemokrati­schenVolksboten" wurde heute früh eine Dynamit-Bombe geschleudert, die erheb­lichen Sachschaden anrichtete.

Die Hoffnung, der Sturm des Unmuts werde sich von selbst totlaufen, sei unberechtigt. Eine derar­tige Entwicklung könne eine Gefahr nicht nur für Deutschland, sondern für den Frieden Europas werden.

Auf Grund der Besprechungen, die am Dien s- tagmittag beim Reichskanzler von Popen abgehalten wurden und an an denen alle Reichs­minister beteiligt waren, wird nun für den Abend die Verkündigung der Notverordnung gegen den Terror angekündigt. Nach dem bisherigen Ent­wurf sollen Sondergerichte für Berlin, die Pro­vinzen Ostpreußen, Schlesien, Schleswig-Holstein und Brandenburg eingesetzt werden, zweifelhaft ist wohl noch Braunschweig. Eine solche bezirksweise Organisation entspricht der alten Notverordnung, auf die die neue Notverordnung zurückgeht.

Weiter verlautet in politischen Kreisen, daß die Notverordnung über die Strafverschärfungen, die Todesstrafe für ganz bestimmte Fälle vorsieht, u. a. bei Hochverrat, Brandstiftung, Herbeifüh­rung von Explosionen und Ueberschwemmungen, Beschädigung von Eisenbahnanlagen, Landesver­rat und bestimmten schweren Fällen von Ausschrei­tungen.

Außer der Todesstrafe sind aber auch bei den Freiheitsstrafen Verschärfungen beabsichtigt. Ueber die Einzelheiten entscheidet jedoch erst das Reichs­kabinett.

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Aus England kommen Pressestimmen ange­sehenster Blätter, die die Zustände in Deutschland als unerhört bezeichnen. Die LondonerTi- s"es" schreibt die Ausschreitungen den National­sozialisten zu und verlangt von der Reichsregie- rung, daß sie mit größter Unparteilich- f * i t und Schärfe Schritte zur Aufrechterhaltung der Ordnung ergreife. Irgendeine Schwäche oder ein Zögern der Reichsregierung könne nicht nur angesichts der jetzigen aufgeregten Stimmung in Deutschland sehr gefährlich fein, sondern schädige auch das Ansehen der Reichsregierung. Sollte die -Regierung es für richtig» halten, einige Mitglieder uer nationalsozialistischen Partei ins Kabinett auf- zunehmen, so sei sie mehr als je verpflichtet, auf eme scharfe Ueberwachung der unruhigen Elemente

langen. Man müsse aber stark bezweifeln, ob rX oührer der Nationalsozialisten die ungebühr- ttyen Elemente unter ihrem Banner noch weiter .^rkungsvoll in der Gewalt haben. Wenn x "Se, leicht erregbare Leute fahre- aefü+T'* einer giftigen Propaganda f i e T 1 würden, f o verlöre man

ei n aus der Hand, besonders in 21 r F p t n b e wie Deutschland, w o die licke m^losiakeit und die wirtschaft-

Crelenöung das Vertrauen zur "autoritätuntergraben h a de.

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NSDAP, festgenommen. Man fand bei ihnen zwei Trommelrevolver, eine Selbstladepistole und ver­schiedene Schlagwerkzeuge.

Auf das Haus des Gemeindevorstehers in Markowitz, eines bekannten Polenführers, wurde heute nacht ein Handgranatenanschlag verübt.

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Der kommunistische Pressedienst wendet sich in einer Erklärung gegen die von der Nationalsozia- lististischen Parteikorrespondenz veröffentlichten sensationellen Geheimanweisungen der Rotfrcmt- Zentralleitung", die er als Fälschungen bezeichnet. Die KPD., so heißt es weiter in der Erklärung, lehne programmatisch den individuellen Terror ab, weil er die proletarische Massenbewegung schwäche. Sie werde dem Vorgehen der NSDAP, mit dem verstärkten antifaschistischen Massenkampf begegnen.

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wtb. Küpper bei Sesdenberg, 9. Aug. (Eig. Meld) Auf den Reichsbannermann Maurer Hoffmann, Vater von 4 Kindern, wurden in der vergangenen Nacht aus nächster Nähe zwei Schüsfe abgefeuert. Er starb im Krankenhaus.

wtb. Orlelsburg, 9. Aug. (Eia. Meld.) Die Wohnung eines früheren kommunistischen Stadt­verordneten, der inzwischen zur SPD. übergetre­ten ist, wurde heute früh beschossen. Getroffen wurde niemand. Am vergangenen Donnerstag hatte der Getroffene auf einer Postkarte die Mit­teilung erhalten, daß ihn innerhalb 14 Tagen der Tod ereilen würde.

wtb. Gleiwih, 9. Aug. (Eig. Meld.) Wie die Polizeipressestelle mitteilt, wurden heute früh in Schönwald auf die Wohnung eines Schuhmacher- meifters, der der Zentrumspartei angehört, Pistolen- und Karabinerschüsse abgegeben. Verletzt wurde niemand.

In Hindenburg wurde heute nacht ein Spreng­körper in das Schaufenster eines jüdischen Gemischt- warengefchäftes geworfen. Kurz darauf wurde in einem Fenster des Büros der internationalen Ar­beiterhilfe ein Sprengkörper zur Entzündung ge­bracht.

In Schömberg explodierte gestern abend auf ei­nem Gartengrundstück ein Sprengkörper. Zwei Kommunisten wurden als der Tat dringend verdächtig festgenommen.

Die Langenstraße in Braunschweig nach dem Anschlag.

Sämtliche Fenster der Häuser wurden zerstört; zum Teil mußten sie durch Bretterverschalungen ersetzt werden.

Im Braunschweiger Arbeiterviertel wurde ein Bombenarsichlag verübt, durch den 21 Häuser mehr ober weniger in Mitleidenschaft gezogen wurden. Als Täter sind Nationalsozialisten festge­stellt worden.

Die Vaffen-Seuche.

Riefenrazzia im Hamburger Gängevierlel.

wtb. Hamburg, 9. Aug. (Eig. Meld.) Im Ham­burger Gängevierlel, das in letzter Zeit vielfach der Ausgangspunkt von Unruhen gewesen ist, und in dem schon des öfteren Polizeibeamte angegriffen und in verschiedenen Fällen auch tödlich verletzt wurden, nahm die Polizei heute in den frühen Morgenstunden eine ganz groß angelegte Unter­suchung vor. Nicht weniger als 1 500 Polizei- und Kriminalbamte riegelten das ganze Gängeviertel und durchsuchten es daraufhin aufs Gründlichste nach Waffen und verdächtigen Personen.

Es wurden 16 Handschußwaffen, drei Militär­gewehre, zwei Jagdgewehre, sieben Seiten­gewehre, zahlreiche Gummiknüppel, teilweise mit Blei- beziehungsweise Eisenfüllung ver­sehen, Stahltrossen, Eisenknüppel, Dolche, Schlag­ringe und große Mengen Munition beschlagnahmt. Bei der Durchsuchung wurden gleichfalls umfang­reiche Schriften hochverräterischen Inhalts gesun­den und beschlagnahmt. Etwa 50 Personen wur­den sistiert. Ferner wurde im Kornträgergang eine Falschmünzerwerk st att ausgehoben und die Falschmünzer verhaftet.

ptoteft!

S. P. D Gewerkschaften und Reichsbanner zu bett Anschlägen.

cnb. Breslau, 9. Aug. (Etg. Meld.) Die So­zialdemokratische Partei Deutschland (Bezirk Mit- telschlesien), der Allgemeine Deutsche Eewerk- schaftsbund (Bezirksausschuß Schlesien), der All- gemeine Freie Angestelltenbund (Gau Schlesien) und das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold (Gau Schlesien) haben an den Reichspräsiden­ten und den Reichsinnenmini st er gleich­lautende Telegramme ge'andt, in denen sie unter Hinweis auf die Anschläge in der vergangenen Nacht in Mittelschlesien um Schutz bitten.

Der Sprengsiosfanschlag auf die Kieler Synagoge.

wtb. Kiel, 9. Aug. (Eig Meldg.) In der An- Gelegenheit des Sprengstoffanschlags auf die Kie­ler Synagoge sind, wie die Polizei mitteilt, bisher vier Personen festgenommen worden. In der Wohnung eines Angeschuldigten wurde eine mit Sprengstoff gefüllte Zielhandgranate und eine Pi­stole mit 10 scharfen Patronen gesunden.

Anschläge gegen Konsumvereine.

wtb. Heidersdorf (Kreis Sauban), 9. August. (Eig. Meld.) Gegen das Konsumlager in Nieder- Heidersdorf wurden in der vergangenen Nacht Schüsse abgegeben und eine Stielhandgranate und eine Flasche mit explosiver Flüssigkeit geworfen. Personen sind nicht verletzt worden. Auch die Niederlassung des Konsumvereins in Marklissa wurde heute nacht beschossen.

Erhöhter Schutz des Reglürnngsmertels in Berlin.

cnb. Berlin, 9. Aug. (Eig. Meld.) Die Schutz- Polizei, die im Regierungsviertel Dienst tut, ift gestern abend, wie die B. Z. am Mittag mel- bet, aus Sicherheitsgründen in erhöhten Al'arinzustand versetzt worden. Sie wurde für die Nacht mit Karabinern ausgerüstet und er- hielt besondere Anweisungen für ihren Dienst. Der erhöhte Alarmzustand beschräntte sich aber nur auf das Regierungsviertel innerhalb der Bannmeile. Im Laufe des heutigen Vormittags wurden die Anweisungen bereits zurückgezogen.

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cnb. Köln, 9. Aug. (Eig. Meld.) Reichssinanz- minister Graf Schwenn-Krosyk hat geftem die west- Achen Erenzbezirke besucht.

Rückreise des Reichswehrminksters nach Berlin.

wtb. Kiel, 9. Aug. (Eig. Meld.) Reichswehr- Minister General von Schleicher, der an Bord des Kreuzers Königsberg dem Tag- und Nachtschießen der Linienschiffe und Kreuzer in der Kieler Bucht beigewohnt hatte, hat heute vormittag die Ruck- reise nach Berlin angetreten. An den heutigen Hebungen der Flotte nimmt der Chef der Heeres- lleitung, Freiherr von Hammerstein, an Bord des LinienschiffesHessen" teil.

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Am Donnerstagvormittag wird in Haag die Entscheidung in der Memelfrage gefällt werden.

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Die Mitglieder des Mandschureiausschusies des Völkerbundes sind nunmehr wieder aus Japan abgereift.

Oakem-Amerika.

Viermächkevorschlag für Erhaltung des Friedens in Südamerika.

wtb. Washington, 9. Aug. (Reuter.) Die Ver­einigten Staaten. Mexiko, Cuba und Columbien ha- den Bolivien und Paraguay aufgefordert, vom 10. August morgens ab alle militärischen Opera­tionen und Borbereitungen auf der Grundlage des status quo vom 1. Juni einzustellen. Paraguay soU dem Vorschläge zugestimmt haben.

Bevorstehende Gründung einer Gesellschask der amerikanischen Wirtschaft.

wtb. Rewyork, 9. Aug. (Eig. Meldg.) Die bevorstehende Gründung einer Gesellschaft zum Wiederaufbau der amerikanischen Wirtschaft mit einem Kapital bis zu 100 Mill, durch Newyorker Banken unter Leitung des Direktors der Federal Reserve Board Ergen Meyer, steht unmittelbar be­not. _______________

Ser neue schwedische Wnisterprüfidenk.

$. I. hamrin

wurde zum neuen Ministerpräsidenten Schwedens ernannt. Sein Vorgänger Ekman mußte zurück- treten, nachdem bekannt wurde, daß er kurz vor dem Tode des Zündholzkönigs Kreuzer von diesem eine große Bestechungssumme angenommen hatt^