Fuldaer Zeitung (Amtliches kreisblatt)
Mittwoch, den 3. August 19 32
erhielten
(April 1932: 25100) abgestimmt. Es
daß auch
Landkreis Fulda diesmal stärker
1682
2465
2118
18 775
387
14
107
66
32
29
46
2
18
(1143)
(2607)
(1513)
(18 856)
(241)
(123)
(121)
(155)
(54)
(43)
(37)
(5)
(29)
im ge.
Stimmen:
Sozialdemokraten ‘
Nationalsozialisten
Kommunisten
Zentrum
Deutschnationale
Radikaler Mittelstand
Deutsche Volkspartei
Wirtschaftspartei
Deutsche Staatspartei Landvolk
Christlich Sozialer Volksdienst Deutsch-Hannoveraner Sozialistische Arbeiterpartei
Die neuen Zahlen beweisen,
Der erschossene Willy Fröhlich wurde gestern vom Krankenhaus m die Leichenhalle des städtischen Friedhofs überführt und wird heute beerdigt. Fröhlich wohnte in der Sandhohle. Die dortigen Bewohner bitten uns, nochmals darauf hinzuweisen, daß am Sonntag dort keinerlei Zwischenfälle eingetreten sind und aus Anlaß des Trauerfalles Ernst und Trauer geherrscht habe.
Aber der Obstgenuß auf der Straße erfordert Rücksicht auf den Nebenmenschen. Wer fleischig« Kirschkerne sonstige Reste von Steinobst oder Dir. nen- und Apfelreste achtlos auf die Straße wirst, gefährdet damit die geraden Glieder und die Gesundheit seiner Nebenmenschen, von der Versündi. gung gegen die öffentliche Hygiene und das Rein- lichkeitsgebot gar nicht erst zu reden. Also: Eßt Obst, wann und wo es Euch schmeckt, aber werft keine Obstreste weg!
Schriftleiter: Dr. phil. Johannes ff r am er,
Teil erst einige Tage gut abtrocknen, bis sich eine feste Haut auf der Wunde gebildet hat, setzt ihn dann einfach auf sandige Erd« als Steckling und ein Glas da- rub^, bis die Bewurzelung nach zirka drei bis vier Wochen eingetreten sein wird, dann wird dieser ge- rettete Teil der alten Pflanze als neue Pflanze munter weiterleben.
Behandlung kranker Kakteen. Die schlimmste Krankheit der Kakteen ist die Stammfäule, meist die Folge unrichtigen Gießens. Der Pslanzenkörper wird dabei weich und glasig wässerig. Her ist natürlich nicht mehr viel zu retten, es sei denn, daß der untere oder obere Teil der Pflanze noch gesund ist. Dann schneidet man den faulen Teil sorgfältig heraus, verpflanzt entweder den unteren Teil in frische Erde oder läßt den oberen
In unserer gestrigen Wahlbetrachtung über das Wahl-Ergebnis im Kreise Gersfeld haben wir der NSDAP, weitere Fortschritte zugeschrieben. Bei näherer Betrachtung stellt sich aber heraus, daß ebenso wie in der Stadt und im Landkreise Fulda die Stimmenzahl der NSDAP, aurütfgegangen ist. Im Wandergebiete der Rhön ist eine große Anzahl Stimmscheine abgegeben. So sind auf der Wasserkuppe, auf welcher in diesem Jahre ein besonderes Wahllokal eingerichtet war, 962 Stimmen, fast alle auf Stimmscheine abgegeben. Darunter sind 508 nationalsozialistische Stimmen, die ganz zweifellos von kreisfremden Personen stammen. Zieht man diese Stimmen von der Gesamtstimmenzahl der NSDAP, im Kreise Gersfeld mit 5170 ab, so verbleiben noch 4662 Stimmen, oder rund 100 Stimmen weniger, als bei der Preußenwahl im April. Wenn man weiter in Betracht zieht, daß sicherlich noch eine Reihe weiterer nationalsozialistischer Stimmen auf Stimmscheine abgegeben ist, erhellt ein noch grö- feerer Rückgang der NSDAP, bei dieser Wahl im Kreise Gersfeld.
Strenges Vorgehen gegen ungenehmigte Sraftfahr. Linien.
Das Amtsgericht in Oldenburg hat jüngst ein für den Betrieb gesetzwidriger Krafffahr-Linien bemerkenswertes Urteil gefällt, in dem die ver- schärften Strafbestimmungen der 3. Notverordnung zum Ausdruck kommen. Der Unternehmer W. hatte ohne Genehmigung regelmäßige Fahrten ausgeführt; er behauptete zwar, daß er nur „bestellte Fahrten" mache. Die Beweisaufnahme fiel aber zu feinen Ungunsten aus. Da er bereits mehrere Male wegen Ausführung gesetzwidriger Fahrten mit Geldstrafen belegt worden war und trotzdem solche Fahrten weiterhin ausführte, erkannte das Gericht aus einen Monat Gefängnis und Einziehung des Kraftwagens.
Derfk keine Obstreste weg!
Kaum kommt mehr Obst auf den Markt, so macht sich auch schon wieder der grobe und rücksichtslose Unfug des gedankenlosen Wegwerfens von Obstresten aus Bürgersteigen und Fahrbahnen bemerkbar. Vielen Leuten bietet es einen besonnen Genuß, frisch gekauftes Obst sofort auf der Straße zu verzehren. Das soll niemand verwehrt I A?'. denn Obstgenuß flefunl)/ unI) e5 ladet wohl P“?.*5 i° ststr zum frohen Genuß ein, wie verlok- rerwzu^chau gestelltes rollreifes, duftendes Obst. '
Srastpost-Sonderfahrt nach Bad kissingen und Brückenau.
Bei genügender Beteiligung verkehrt am Sonntag, den 7. August, eine Kraftsonderpost von Fulda über Poppenhausen, Gersfeld, Bischofsheim nach Bad Kissingen. Rückfahrt über Bad Brückenau, Wildflecken. Abfahrt Fulda-Postamt 7.30 Uhr, Ankunft in Bad Kissingen gegen 10 Uhr, ab Kissingen
Ein Kilogramm wiegt in 10000 Meter Höhe nur 997 Gramm, 1 Klg. wiegt am Nordpol ungefähr 6 Gramm mehr als am Aeguator.
Otto Goebel 70 Jahre.
Herr Bankdirektor i. R. Otto Goebel, Stadt- ältester der Stadt Fulda, kann heute seinen 70. Geburtstag begehen. Herr Otto Goebel hat durch Jahrzehnte im öffentlichen Leben der Stadt Fulda «ine führende Rolle gespielt. Getreu dem Vorbild seines Vaters, des unvergessenen Fuldaer Gym- nasialdirektors Eduard Goebel, hat sich Otto Goe- bel auf den verschiedensten Gebieten in selbstloser Weise dem Wohle der Allgemeinheit gewidmet. Neben den Aufgaben, die er im Fuldaer wirtschaftlichen Leben als selbständiger Bankier und
Fulda, Den 2. August 1932.
Die Wahl im Landkreis.
Das Wahlergebnis des Landkreises Fulda hat eine nicht unwesentliche Korrektur erfahren. In dem gestern mitgeteilten Ergebnis waren die in der Gemeinde H o r a s abgegebenen Stimmen nicht berücksichtigt. Das Wahlergebnis int gesamten Landkreis Fulda sieht so aus:
Von 28 730 Wahlberechtigten haben 25 802
des Abteils allmählich in andere verteilt. Das französische Beamtenehepaar blieb allein.
An der Grenzstation liefen Zollbeamte durch den Zug, niemand hatte Zeit, sich um dar Ehepaar zu kümmern. Es fiel mir nur auf, daß Herr Landru, der Name stand auf seiner Tasche, sobald als möglich den Wagen verließ und draußen, mit den Händen auf dem Rücken, hin und her wanderte, gleichsam, als wollte er nichts von dem wissen, was sich unterdessen Schreckliches etwa in seinem Abteil ereignen könnte.
Endlich setzte sich der Zug wieder in Bewegung. Mit dem Passieren der französischen Grenze schien das Ehepaar ruhiger zu werden. Draußen fing es an zu dunkeln.
Da begann plötzlich der Wagen zu schwanken, dann gab es einen furchtbaren Stoß, der mich in die Arme der alten Engländerin warf, zugleich krachte, klirrte und schrie es von allen Seiten; und schließlich stand der Zug
Es war ein Unglück geschehen. Die Maschine war umgefallen, zwei Wagen, auch der unsrige, hatte sich stark zur Seite geneigt. Wir wurden durcheinandergeworfen und mit Glassplittern überschüttet. Glücklicherweise schien niemand ernstlich verletzt.
Alles sprang, kletterte oder kroch ins Freie. Die alte Engländerin stieg mit einer Ruhe durchs Fenster hinaus, als hätte ihr gar nichts geschehen können. Im zerbrochenen Fenster des Nebenabteils erschien der Kopf eines kleinen Zollbeamten. Herr Landru sah sich um wie ein erschrockener Frosch. Rot vor Angst und Auftegung, versuchte er, sich durchs Fenster zu zwängen, und schrie:
„Ah, das fehlte uns grab' noch! Das fehlt uns grad' noch! Aber so helfen Sie mir doch aus diesem verdammten Käfig!"
Man zerrte ihn heraus, dann tauchte seine Frau herauf, reichte ihm den unheimlichen Korb, den niemand anzugreifen sich getraute und der arg zerdrückt war, und dann zog man auch sie hervor.
Die Gleise liefen erhöht auf einem Damm, und jenseits dunkelte ein Gehölz. Als könnten die entgleisten Wagen ihnen irgend etwas antun, sinnlos, wie Schreck und Furcht die Menschen machen können, rannten viele, auch Herr Ladru und seine Frau, kaum hatten sie sich aus dem Wagen befreit, den Damm hinab und kletterten drüben in den Schutz des Gehölzes. Eine andere Schar wieder sammelte sich vor der umgestürzten Lokomotive, neben der heulend der Führer stand, und bettachtete bas Ding, wie sie einen umgefallenen verwundeten Elefanten angeglotzt hätte.
Für Wahrheit, Freiheit und Recht!
Aul da, den 2. August 1932.
wählt worden ist als irn April. Es kommen nämlich zu den abgegebenen Stimmen noch 1120 Stimmscheine hinzu, darunter sicherlich zahlreiche Zentrumsstimmen, die die kleine Minus- Mfferenz beim Zentrum von 81 Stimmen gegenüber der letzten Wahl stark ausgleichen dürfte.
®ie Senfrumspatfei tm Regierungsbezirk Kassel,
____________________ Rhiel, Vorsitzender.
| später als Direktor Ser Commerz- und Privatbank wahrzunehmen hatte, galt seine Arbeit vor allem kommunalen Fragen. Nachdem er schon im Jahre 1890 in den Bürgerausschuß eingetreten war, lag der Schwerpunkt sei. ner Tätigkeit im Magistrat, in dem er lange Jahre auf allen Gebieten eine rege und verdienstvolle Mitarbeit entfaltete. Als er vor einigen Jahren aus Gesundheitsrücksichten seine städtischen Aemter niederlegte, wurde er zum Stadtältesten ernannt.
Ein treuer Mitarbeiter war Otto Goebel unS ist er auch heute noch im katholischen Leben der Bonisatiusstadt. Als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Fuldaer Actiendruckerei nimmt er besonders herzlichen Anteil an dem Schicksal Ser katholischen Presse. Liebevolle Aufmerksamkeit schenkte er wie immer so auch heute der Arbeit im Vinzenzverein. Auch sm Albertus. Magnus-Verein zur Unterstützung katholi, scher Studenten wirkt er in der wichtigen Stelle als Diözesankassierer mit. Es gibt wohl in dem letzten halben Jahrhundert kaum eine gemeinnützige Unternehmung in Fulda, der Herr Goebel nicht in irgend einer Weise feine Unterstützung geliehen hätte. Wenn es ihm heute beschieden ist, in körperlicher und geistiger Frische den 70. Geburtstag ZU feiern, so werden mit uns viele Mitbürger und Freunde Herrn Otto Goebel den Wunsch übermitteln: Noch recht viele Jahre!
Mit einem Mal hörte ich einen entsetzten Schrei. Die kleine, dicke Madame Landru hielt ihren zerbrochenen Korb in der Hand, ließ ihn jäh fallen und schrie, wie eine Henne am Gartenzaun am Waldrand hin und her rennend: „Rititi! Rititi!"
Die gute Person schien verrückt geworden. Ihr Mann wollte sie beruhigen und rief ärgerlich: „Ah, mois, tais- toi donc!" — „Halt' doch den Mund! Ich hab' Dir ja immer gesagt, das wird nicht gut ausgeh'n!"
Da aber feine Frau, ohne auf ihn zu hören, sich in das Gehölz stürzte und weiter „Rititi! Rititi!" rief, so überließ er sie ihrem närrischen Tun, kletterte eilig wieder hinüber auf den Bahndamm und verlor sich in ber Gruppe derer, die an der Maschine herumstanden.
Man fing an, über die komische Verzweiflung der kleinen Frau zu lochen. Die alte Engländerin aber bemerkte ttocken; „Die Kobra feien ihr entwischt. Man darf nicht in das Wald hineingehen zu das gefährliche Tier."
Ein dicker Herr warf die Bemerkung hin: „Aber meine Herrschaften, das Tier scheint ja zahm zu sein, weil sie nach ihm ruft. Da wird es doch nicht beißen."
„Zahm oder nicht, ein so giftiges Vieh muß man töten!" rief der Lehrer aus Earcaffonne.
„Die Schlange wird auf das Baum sein", meinte die Engländerin.
„Man muß so ein Reptil immer aus den Kopf schlagen", versicherte der Lehrer, „dann ist es sofort erledigt" Und er sah sich kampfesfreudig um.
Eine Frauenstimme zeterte, es solle doch lieber end- lich mal ein Herr nach der nahen Grenzstation zurück- laufen und einen Hilfszug holen, und eine andere Stimme antwortete aus dem Dunkeln: „Der Schaffner ist schon fort."
Aber niemand wollte den Schauplatz des interefsan- ten Erlebnisses verlassen. Die einen betrachteten, erörterten, ratschlagten unter lebhaften Worten von diesem nunmehr ganz unnützen Klumpen der Maschine, die anderen waren vom gefährlichen Waldrand wieder herab in den Graben ober auf den Damm zurückge- wichen und folgten mit Spannung dem Unternehmen des Lehrers, der vorsichtig am Waldrand hinschritt. Madame Landru lockte noch immer unter den Bäumen- „Rititi! Rititi!"
Plötzlich rief einer: „Ich sehe sie! Da drüben ist sie! Da! Sie hängt von einem Ast herab!"
Wir sahen in der Tat etwas dunkles herabhängen, das sich leise bewegte. Der Held aus Earoasonne lief herbei, holte aus und führte einen gewaltigen Stteich
gegen das Reptil. Atemlose Spannung folgte. Dann mit einmal ein Gewirr in den Büschen, auch die kleine Frau Landru stürzte herzu, warf sich auf den Boden und erhob sich wieder, etwas im 2Jrm tragend. Ein Herr leuchtete mit seiner Taschenlaterne. Es war keine Schlange, wie man feststellte, sondern ein seltsames Knäuel verfitzter spanischer Spitzen, aus denen der Kopf und die Gliedmaßen eines kleinen Affen vorschauten. Alles sammelte sich um Madame Landru; man vergaß sogar die Lokomotive, die stoßweise in die Nacht bließ. Die alte Engländerin gab auch diesmal mit ihrer ruhigen, tiefen Stimme zuerst eine Erklärung ab: „Ah, sie hat wollen ihre Spitzen mit das Tier einschmuggeln".
Der Lehrer, der sich in seinem Iagdeiser blamiert vorkam und seinen Mut so unnutz vertan sah, fuchtelte mit den Armen und hielt das Ende einer schwarzen Spitze hoch.
„Voyez ca!" So also sind die Frauen unserer von der Regierung verwöhnten Zollbeamten! Man macht auf Staatskosten eine Reise nach Spanien, kauft sich Spitzen und wickelt sie an der Grenze einem Affen um. Nun erklärt es sich, warum die Zölle nichts einbringen! So etwas muß man ohne Rücksicht in der Kammer -. *
Weiter tarn er nicht, denn die kleine Frau riß ihm die Spitze aus der Hand und versetzte ihm eine schallende Ohrfeige. Der Lehrer griff aus Rache nach dem zappelnden Affen, da warf sich ihm Herr Landru selbst entgegen. Und dann hörte man wieder zwei Ohrfeigen klatschen, die gut gesessen haben müssen, und schließlich rollten beide Feinde den Hang hinab in den Graben am Eisenbahndamm. Dort erst wurden die ergrimmten Helden von den Mitreisenden getrennt und die feurige Auseinandersetzung mit guten Worten gelöscht. Madame Landru hatte während des Männerkampfes taut um Hilfe gerufen,. Denn der spitzenumwickelte Affe wollte, erschreckt von dem Tumult, durchaus auf ihren Kopf slüch- ten. Sie hatte Mühe, das Geschöpf an ihre Brust zu drücken. Dem kleinen, dicken Mann war der steife Hut ins Genick gerutscht und zerbeult worden, er kletterte zu feiner Frau herauf, wies auf seinen herausgeriffenen Aermel und ächzte: „Was ich Dir gesagt habe! Waich Dir gesagt habe!"
Noch immer dumpf schnaufend, lag die sterbende Lokomotive verlassen und unförmig auf den Geleisen.
Der anläßlich der Verhaftung des SS.-Führers Maier festgenommene Kommunist Alois S eb an, der an dem Angriff auf die Nalionalsozial'isten m erster Linie beteiligt gewesen seist soll, wurde dem hiesigen Amtsgericht zugeführt und auf Grund richterlichen Haftbefehls gleichfalls in Untersuchungshaft genommen.
Welkere Waffenbeschkaguahmuug.
Im Anschluß an den blutigen Vorfall vor dem Gasthaus „Zur Sonne" wurden am Sonntagnachmittag durch Kriminal- uni) Polizeibeamte Durchsuchungen in der Wohnung des verhafteten Mater und im Verkehrslokal der SA., Restaurant „H o h e n z o lle rn", nach Waffen vorgenommen. Hierbei wurden in der Maier'schen Wohnung bezw. tn der dazu gehörigen Holzremise versteckt ein gebrauchsfertiger Karabiner nebst reichlicher Munition, so- wte fünf Seitengewehre vorgefunden und vorläufig beschlagnahmt. Der Besitzer wird sich wegen Vergehens gegen das Gesetz über Krtegsgerät zu verantworten haben. Die Durchsuchung tn dem genannten Restaurant verlies, abgesehen von dem Auffinden zweier Gummiknüppel, ergebnislos. ,
Für Reise u. Wanderung
und Staub erschlaffen den Körper besonders Beim Reisen unb Wandern. Eine gründliche Zahnreinigung mit Chlorodon" Zahnpasteund- Zahnbürste, sowie eine kräftige Mundspülung mit bem herrlich erfrischenden Chlorodon t-Mundwasser wirken wohltuend, verschaffen das Gefühl der Eauberkeü und immer schöne weiße Zähne
An die Zentrumswähler!
Wohl noch nie in der Geschichte der Zentrumsparlei sind von rechts und links die Gegner so heftig gegen uns angerannf wie in dem Wahlkampf, der hinter uns liegt. Bor keiner Verdächtigung, vor keiner Beschimpfung unserer Varlei und unserer Führer ist man zurückgeschreckt. Doch unerschütterlich war die Treue der Manner und Frauen des deutschen Zentrums. Aber auch neue UWet wurden gewonnen. Fast in allen Kreisen unseres Heimatbezirkes sind die Zenlrumsstimmen in die höhe gegangen. 3n keinem Kreis konnten uns die Gegner nennenswerte Verluste beibringen. Biejen schönen Erfolg verdanken wir dem vorbildlichen Einsatz bewährter Kräfte während des Wahlkampfes. Opferwillig haben alle ihre Schuldigkeit getan, voran die Jugendorganisationen.
Unseren Mitarbeitern und allen freuen Wählern herzlichen Dank.» Ihre Treue im Kampf für das Wohl von Volk und Vaterland, für Kirche und Staat wird sicherlich gute Früchte fragen. Unsere Losung bleibt wie in der Käfer Tagen so heute und immer:
gegen 15 Uhr, an Bad Brückenau gegen 16 Uhr, ab Bad Brückenau gegen 18 Uhr, an Fulda gegen 20.30 Uhr. Sowohl in Bad Kissingen wie auch in Bad Brückenau ist Gelegenheit zum Besuch des Kurkonzertes. Fahrpreis 5 Mk. je Person; Kinder Zahlen die Hälfte. Fahrscheine sind erhältlich beim Schalter 2 des Postamtes sowie beim Reise- unb Verkehrsbüro Fulda. Schluß der Amnelbungszeit Samstag, den 6. August, 15 Uhr.
Reue Sonnfagsfahrkarfen.
Vorn 6. August d. 9s. ab werden im Bezirk des Reichsbahn-Verkehrsamts Fulda folgende Sonntagsrückfahrkarten zweiter und dritter Klaffe mit 33^prozentiger Fahrpreisermäßigung eingeführt. Don Fulda nach Bad Orb und G e» münden, von Langenbieber nach Fulda, von Hersfeld und Hersfelb Bad nach Neukirchen (Krs. Hünfelb) ober Niederaula. Da die dauernde Beibehaltung dieser Fahrkarten nur möglich ist, wenn der mit der Fahrpreisermäßigung verbundene Fahrgelbausfall durch Mehrverkauf der Fahrkarten gedeckt wird, so liegt es im Interesse der beteiligten Bevölkerung, die neuen Karten recht ausgiebig zu benutzen. — Mit der Einführung der Sonntags-Karten nach Bad Orb ist vor allem ein seit langem auch in der Fuldaer Zeitung zum Ausdruck gekommener Wunsch erfüllt. Hoffentlich statten dem schönen Badeort im Spessart- Wald künftig noch mehr Fuldaer einen Besuch ab I als es bisher schon der Fall war.
Fulda—vab kissingen.
Die Reichsbahnbirektion Frankfurt a. M. hat einen Antrag der Geschäftsstelle Fulda der Industrie- und Handelskammer Frankfurt a. M. - Hanau, Sonntagsfahrkar- I ten nach Bad Kissingen zu gewähren, mit Wirkung vom 6. August 1932 ab in der Weise entsprochen, I daß Reisende nach Bad Kissingen sich A n s ch l u ß- sonntaasrücksahrkarten in Gemünden lösen können.
Lin Fuldaer Lieferwagen verunglückte
am Sonntag auf ber Durchfahrt durch Gelnhau- en. Infolge Bruch des rechten Vorderrades rannte der Wagen gegen ein Eckhaus, wobei der Wagen schwer beschädigt wurde. Auch das Haus elbst wurde durch den Anprall beschädigt. Die auf dem Auto befindlichen 4 Personen kamen mit dem Schrecken davon.
KititL
Humoreske von Georg o. d. Gabelentz. fran^Jhfn «TLbem man <N hundert Schritt den ftanzosischen Beamten anfah, und seine Frau waren sischen^GrenIi» ®tafe”en oor ber spamsch-franzö- men ©renae m unseren Zug gestiegen. Die Meine örwu mtt emem altmodischen Hut, der ihr immer wieder aus Der schweißseuchten Stirn ins Genick rutschte, schien Mr nichts anderes Sinn und Interesse zu haben, als für einen merkwürdig geformten Korb, den sie so bchutfam vor sich hertrug und ins Gepäcknetz legte, als enthalte er ein gefährliches Sprengmittel.
Der Korb erregte die Neugier der im Wagen mit« rerfenben, zumal man darinnen leise Geräusche hörte, etwa wie wenn ein Tier darin hin und her krieche. Man n«t auf einen seltenen Hund, einzelne meinten, es konnten auch spanische Schildkröten fein. Eine lange cngianbenn, die mir gegenüber saß, erklärte mit sach- Ucher Bestimmtheit, der Korb enthalte nichts anderes hiLTt 3n ^dien, wo sie lange gelebt,
oatten die Fakire ihre Schlangen immer in genau diese unh^r^fT?; U~Ö ein Herr, der sich als Schullehrer
k“lben &es Jnstdklubs von Carcassonne vorstellte, fugte hinzu: „Diese Schlangen sind außerordentlich gif« meinem Metern.'^"' "^wachsen, "ne Länge von beJ^r .no^ ^was außer dem seltsamen Gepäckstück noA L;8k ®te Mitreisenden: Weder der kleine Herr Malt tt>aren..J“ bewegen, sich ihrerseits zum «nnarfp« KoffM zu äußern. Das wäre natürlich zu bürden Seroefen. Doch alle Andeutungen der anderen mit runh überhört. Die kleine Dame sah
nete «<<.-' lebhaften Augen aufmerksam um sich, trock- über die ^twährend das Gesicht, puderte sich, Magie
Bonbn Uber bie nüserabelen spanischen Züge, Korbe -in Jprad) aber nicht ein Wort von ihrem starr burAk- 6 fa6 mürrisch in feiner Ecke, blickte Augen ff, Z? Scheibe hinaus und schloß bald die ©eine 1d,len irgend etwas gründlich satt zu haben, habe als » erfIarte 0(15 mißgestimmte Wesen; ihr Mann Sitzuno bes französischen Grenzzolls zu einer
ihn dr? Barcelona fahren müssen, und sie habe schwül/ sm D'ese Reise, bie Verhandlungen und das
H 6 Letter hätten sie nervös gemacht.
Degen^d-?"? u ."°herte sich der stanzösischen Grenze, unheimlichen Korbes hatten sich die Gäste
jte. irr