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29. Juli

Beilage zur Fuldaer Zeitung

Itr. 173

ihr

Sie

Warum mutz die Frau zurVahlume gehe«?

Mutter und Frauenberufsarbeit

helfen.

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Mr Rüche und Haus

vor-

Auch auf Deine Stimme kommt es an! Wähle Zentrum, Lifte 4

Das dem eine

nicht von Familienaufgaben Berufe auswirken können.

beanspruchten, Kräfte im Di« Betätigung von Fä­

higkeiten und der selbständige Erwerb des Lebensunter­haltes für die eigene Person und Familienangshörig«, ist ein dem Mann« und der Frau zustehendes Recht. Durch die ihr wesensgemäße Ausübung wird di« Frau nicht geschädigt, der Allgemeinheit aber werden lebendig« Kräfte zugeführt.

In Arbeit und Beruf hat die Frau ein Recht auf besonderen Arbeitsschutz.

3. Der geistige Reichtum und die seelische Kraft eines Bolles werden dadurch bestimmt, daß alle Glieder ihr

Weü sie Mutter ist: denn sie ist verant­wortlich für die Gestaltung der Zukunft unseres Staates utch unseres Dottslebens, dieser Zukunft, in der ihre Kinder leben und arbeiten sollen.

Weil sie Hausfrau ist: denn sie spurt in ihrem «eiWN Reich günstigen oder ungünstigen Stand unseres Handels, Steifen oder Fallen des Geldwertes. Die Ernährung und Versorgung ihrer Familie hänxt von den Geschehnissen der äußeren und inneren Politik ab, über deren Bahnen ihre Wählerftimme mitentscherdet.

Weil sie berufstätig ist: denn sie ist ein Schräubchen in der großen deutschen Wirtschafts- mafchin«, dessen pflichttreue Kleinarbsit mit dei- trSgt zu dem geregelten Verlauf der deutschen WirtschaftsleistunZ; sie hilft mit aufbauen: - an bet Wahlurne hilft sie dem Aufbau deu Weg bah­nen, der ihrer ftöberzeqgumg nach der beste ist.

Weil ffe Frau ist: denn sie muß darüber wachen, daß ihr Geschlecht nicht unter alten Vor­urtesten, alten Ungerechtigkeiten leidet. Sie muß die mühsam erkämpften Fraurarecht« wahren und

Muttertum und Frauenberufsarbeit begegnen einan- der oft im Leben. Einmal steht bie junge Slutter, die noch berufstätige Frau war, vor der Entscheidung: welchen Weg von beiden gehst du, den Weg ins Haus, in die Familie oder den Weg der Berufsarbeit, die dir Freude machte und dazu noch Geld einbringt? Ge­wiß spricht bei diesem Entschluß der Gatte mit, regt sich bas Lebensgefühl des erwachenden Kindes. Aber das endgültige Ja zur Familie muh die Mutter sich selbst abringen. Sonst ist es feine Entscheidung, die ihrer würdig wäre! Schwer wird es sicher der rührigen, de- rufstreuen Frau, den sichtbaren Dienst am schaffenden Leben auszugeben zugunsten der stillen, unscheinbaren Haus-, Heim- und Familienpflege. Leicht wird der Ent­schluß in diesem Fall nicht, mag der bisherige Beruf ein technischer oder gar mechanischer, mag er ein gifti­ger fein. Fällt die Entscheidung aus freien Stücken, aus Ehrfurcht vor dem Muttertum und aus Verantwortungs- gefüi)! dem bisherigen Beruf gegenüber, bann wirb das Opfer Segen bringen für die Familie. Auch die Rück­sicht auf andere, die arbeitslos find, bringt junge Frauen auf den Weg aus dem Beruf in die Familie. Ein Glück, wenn noch fo viel soziales Empfinden vorhanden ist. Angst vor Zwangsmaßnahmen schüchterten schließ- lich manche ein, die innerlich ein Entweder-Oder nicht anerkennen wollten.

Manche Mutter begegnet der Frauenberufsarbeit erst im Erziehungsgang der eigenen Tochter. Soll sie der Tochter eine hauswirifchaftliche Schulung, soll sie ihr eine berufliche Ausbildung ermöglichen? Ein Ja zum Leben muß die Mutter sprechen: Und das heißt: für Ehe und Berus rüsten. Mögen wir uns innerlich noch so sehr sträuben, diesen Kompromiß zwingt uns unsere Zeit auf.

Wir brauchen es uns aber nicht zu schwer zu ma­chen; eine natürliche Mädchenerziehung in der Familie gibt die charakterliche Vorbereitung für jeden Beruf. Die eigentliche Berufsvorbereitung in der Lehr- oder Studienzeit wird bei der richtig erzogenen Tochter die Werte für die künftige Gattin und Mutter nie verküm- mern lassen. Berufliches Können reicht nicht aus für die Lebensentfcheidung. Die seelische Kraft zum Opfern und Entsagen und ein starker Glaube an die Berufung

normaler Pfannkuchenteig. In die gut gefettete Pfanne setzt man dann mit dem Eßlöffel kleine Nockerln, die man auf beiden Seiten brät, wobei sie jedoch nicht braun werden sollen. Der leig muß soviel Heidel- beeren enthalten, daß die Nockerln ganz schwarz er- scheinen. Vor dem Anrichten werden sie mit Zucker und Zimmt überstreut.

sonderen Wefensaufgaben der Frau auf folgenden Ge­danken aufbauen:

1. jD i e Familie ist bas naturgetreue Wttkungs- gebiet der Frau. Die gestaltenden, führenden und er- zieh «lischest Kräfte der Frau finden hier ihre wesent­lichen Aufgaben. Sie bleiben immer auch bei Ver­änderung und Verengung der wirtschaftlichen Funktio­nen in Haus und Familie groß und bedeutend.

Die Anerkennung der kulturellen, volkspädagogifchen und volkswirtschaftlichen Bedeutung und Leistung der Frauen als Hausfrau und Mutter muß in der Frauen­bildung, in der verantwortlichen Beteiligung der Frau an der Regelung und Ausgestaltung aller das Fa- milienleben und die Hauswirtschaft betreffenden Fra­gen sowie in der gesamten Rechtslage der Frau in Ehe und Familie ihren Ausdruck finden.

2. Für W ir tfchaft, Kultur und Volk ist es von großer Bedeutung, daß die Frauen ihr« freien,

Weil sie Mensch ist: denn sie soll der Co» kenntnis zum Siege helfen, daß nicht Völker-, Klassen-, Rassenhaß zum Glück des einzelnen und des Volkes führen kann, sondern nur die Liebe, die unter Menschen wirksam wird; daß soziale Umgerechtigkeiten aus der Welt geschafft werden, sozial« Klüfte überbrückt werben müssen.

Weil sie StaatsbürN«rin ist: sie ist im Besitz aller staatsbürgerlichen Rechte und darum auch aller staatsbürgerlichen Pflichten. Sie ist voll verantwortlich für alles, was im Staate geschieht, und darum auch voll verantwortlich für die Wahl der Volksvertreter.

Well sie Deutsche ist: denn sie llebt di« Heimat, nmd das Schicksal des Vaterlandes ist ihr Schicksal.

Weil sie Christin ist: denn sie schöpft aus ihrem Christentum «inen ganz entschiedenen Kul- turwillen, den sie am Wahltag mit der ganzen Glut religiöser Begeisterung der DerwirNichung | entgegenführen will.

Es gibt noch eine größere Liebe als die nach dem Besitz des geliebten Gegenstandes sich sehnende: Die geliebte Seele erlösen wollende. Und diese Liebe ist so göttlich schön, daß es nichts Schöneres auf Erden gibt.

Morgenstern.

Die praktische Hausfrau.

Holzflecke aus bet wasche zu entfernen. Durch da» Waschen in neuen Holzzubern unb durch neue Wäsche- klammern entstehen in der Wäsche mitunter Holzflecken, bie den allgemein üblichen Fleckentfernungsmitteln sehr oft Widerstand leisten. Man bereitet ein Lösung von 1 Liter Wasser und einem Löffel Weinsteinsäure, in die bie Flecke 24 Stunden eingeweicht werden, daraus wer- den die so behandelten Wäschestücke gut nachgespült. Man kann auch die Wäsche mit einer starken Lösung unter« schwefelsaurem Natron behandeln. Auch in diesem Falle muß gut nachgespült werben.

fiarfoffelroaffer von rohen, geriebenen Kartoffeln als Reinigungsmittel hat sich ganz ausgezeichnet für Lino- leumteppiche und Läufer bewährt. Das Linoleum wird mit dem Kartoffelwasser abgerieben, mit einem wolle- nen Tuche nachgetrocknet und wie Üblich mit Bohner­masse behandelt.

Wasserglas ist ein vorzügliches Klebemittel für Eti« ketten, die auf Glas oder Blech halten sollen. Ein Wink, den sich die Hausfrau vor allem für die Einmachzeit merken sollte.

Thermosflaschen zu reinigen. Thermosflaschen las­sen sich im allgemeinen nicht gut sauber halten. Die beste Reinigungsmethode ist folgende: Man füllt die Flasche mit heißem Wasser, in dem mar ^rchsalz aufge­löst hat. Mit dieser Lösung bleibt die Flasche y4 Stunde stehen, darauf wird sie mit einer Flaschenbürste gründ- lich ausgescheuert und mit klarem Wasser mehrfach nach- gefpült. Die Flasche muß dann gut austrocknen unb bleibt bis zum nächsten Gebrauch vffenstehen.

Alle Silbersachen, wie Ketten, Knöpfe ober anbere. Schmuckfachen, bie burch langes Liegen unansehnlich ge« worben finb, werben am besten erst mit Weingeist abge- rieben. Nachbem bürstet man sie grünblich mit Salmiak­spiritus und heißem Seifenwasser. Zuletzt werden sie mit wollenen Tüchern trocken gerieben.

Zur Stellung der Frau

in Familie, Beruf unb öffentlichem Leben.

Der KDF. gibt aus den Beratungen feiner Rechts- kommMon folgende Gedanken heraus:

Angesichts einer schweren Zukunft hat das deutsche Volk nach dem Kriege fein Schicksal dadurch meistern wollen, daß es alle Kräfte, jeden Stand, jeden Beruf, Männer und Frauen zur verantwortlichen Mitbestim­mung im gesellschaftlichen, sozialen, wirtschaftlichen und politischen Leben berief.

Dieser Grundsatz vom Mitbe st immun gs recht des ganzen Volkes m allen seinen Gliedern wird heute durch große politische Parteien angegriffen. In der Stunde seiner Gefährdung bekennen wir uns alle noch einmal zu diesem Gedanken in seinem vollen Um­fang und in seiner dauernden Gültigkeit. Di« Ver­herrlichung der Diktatur und des männlichen Macht- willens, sowie bie Absage an die Freiheit der Persön­lichkeit verändert im besonderen dir Stellung der Fri/u in Familie, Wirtschaft und Staat. Um falsche An­schauungen und Bestrebungen, die dem gesamten Volke zum Schaden gereichen, wirksam zurückzuweifen, sind alle Bewegungen und Parteien auf ihre Grundsätze hin zu prüfen, nach denen die Frau ihren Platz in der ge- fellfchaftlichen, wirtschasttichen und staatlichen Ordnung finden soll.

Katholische Frauen werden nur solche Grundsätze un­terstützen können, die in Uebereinstimmung mit kathol

Auffassung vom persönlichen Menschenwert und den be-

Mes Verständnis kommt uns nur durch die Liebe.

Wagner.

dann wieder eine Lage Zwieback und so fort. Ganze muß bann einige Stunden möglichst auf Eis gut durchziehen. Es ist an warmen Tagen ganz vorzügliche Speise.

Heidelbeeren ohne Zucker einzumachen.

Die Heidelbeeren werden in der üblichen Weise

bereitet, d. h. verlesen unb gewaschen. Dann kocht man sie auf mäßigem Feuer ohne Wasser weich unb füllt sie in Flaschen. Auf bie Heidelbeeren kommt bann noch ein Teelöffel Kognak, Rum, Kirschwasser ober Korn- schnaps, darauf werden sie gut verkorkt und versiegelt und an einem kühlen Ort liegend aufbewahrt. Die auf diese Weise eingemachten Heidelbeeren halten sich bis zur nächsten Ernte. Man muh sie beim Verbrauch nur entsprechend zuckern.

Heidelbeeren mit Sahne.

Die Heidelbeeren werden sauber gewaschen, gut ab» getropft und durch ein Sieb passiert. Das so erhaltene Kompott vermischt man mit süßer Sahne, die auch zu Schlagsahne geschlagen sein kann, und süßt bas Kom­pott nach Geschmack mit Zucker ober Honig. Kalt ge­stellt schmeckt es am besten.

Gedörrte Heidelbeeren.

In jeden Haushalt gehören auch gedörrte Heidel­beeren, die man nach dem Verlesen und Waschen in der Sonne ober noch besser in der Ofenröhre langsam trock­net. Sie sind das bekannteste und wohl auch am sicher­sten wirkende Hausmittel gegen Durchfälle und Magen­verstimmungen aller Art, das selbst von ganz kleinen Kindern ohne weiteres oertragen wird und feine Wir­kung sehr rasch zu tun pflegt.

heideibeernockerl.

2 Pfund Heidelbeeren werden wie Üblich verlesen und gewaschen, darauf bestreut man sie mit 4 Eßlöffeln Zucker und einer Prise Salz. Gibt Milch und soviel Mehl dazu, daß der Teig etwas fester wird wie ein

Gesetzgebung, Verwaltung unb Rechts­pflege umfassen das ganze Volk, Mann und Frau. In Gefetzgebung, Verwaltung und Rechtspflege muß darum auch der Geist des ganzen Volkes, männliche und weibliche Wesensart zur Auswirkung gelangen.

Gedanken über die Liebe.

Man schweigt zweimal in ter Liebe dos erste Mal aus Furcht, das zweite Mal au* Vertrauen; das erste Mal im stummen Vorfrühling des Herzens, wo die Blicke noch zu laute Worte sind und wo jede Seele in ihrem dunklen Laube für d>e andere reift; das andere Mal im Nachsommer des Herzen,, roc zw-i vertrauende Menschen schweigend, erinnernd und genießend auf der erreichten stillen Höhe nebeneinander stehen, wie man im Frühling auf einem hohen Gebirge die Sonne über bie glänzende Ebene aufgehen sieht, aber das Morgen- geschrei der Vögel, die darin und Darüber schweben, oben nicht vernimmt. * Jean Paul.

Selig sind, die Liebes tun auf Erden. Sie sind in Wahrheit die einzigen Seligen. Wefendonk.

Wehe", oberGezwungene Ehe tut selten gut bringt großes Wehe unb höllische Glut." Daß bie Ehen im Himmel geschlossen werden, ist eine sprich­wörtliche Redensart, die oft die Frage auslöst: Wieso kommt bann aber, daß in so vielen Ehen der Himmel geschlossen wird? Selbst bei vorsichtiger Wahl ist ein Ehebund oft ein Wagnis:Die Ehen werden im Him­mel gemacht, auf Erden erfüllt und zu Ende gebracht. Da heißt es dann häufig:Ehestand, Wehestand" statt: Ehestand, Ehrenftand". AberHaben Eheleut einen Sinn, fo wird Unglück selbst Gewinn." Spötter sagen freilich, daß die Ehe einer Mausefalle gleiche: Man will durchaus hinein, und wenn man drin ist, möchte man gern wieder heraus. In solchen Ehen freilich bietet das Eheleben nicht immer jene Sicherheit, die den Schif­fen im Hafen verbürgt wird.Die Ehe ist Himmel und Hölle", sagt der Volksmund. Aber jeder der beiden Gat­ten hat es in der Hand, das eine ober bas anbere zu haben. Unb wenn ber Mann in der Ehe zu weibisch wird, muß eben die Frau ihren Mann stehen. Sonst heißt es:Des Menschen Wille ist sein Himmelreich. In mancher Eh' gibts beides nicht zugleich." 3a, die Ehe liegt oft im schlechten Willen", statt im guten schlichten Willen. Wo aber ein Gemeinschaftswille die Ehe beherrscht, da heißt es:Willst Du in der Ehe Zank nicht haben So wähl' eine Frau von gleichen Gaben", denn:In keiner Eh' mag Friede sein, Re­giert darin das Mein und Dein." Der Pessimist sagt dagegen:Wer ohne Eh' ist, will erfrieren; wer drin ist, will ersticken." Aber darum soll sich keiner vor der Ehe fürchten, denn diese Aengstlichen werden oft die besten Eheleute. Und wenn man sagt, daß man erst nach zwanzig Jahren beurteilen kann, ob eine Ehe glück­lich ist, so bewahrheiten sie diesen Ausspruch. Jedenfalls hat in der Ehe jeder viel zu lernen. Und wenn auch Ehe und Liebe zu jeder Frist Voll Honig und voll Galle ist", fo tut diese Mischung im allgemeinen gut, da tägliche Süßigkeit zuviel des Guten wäre. Wir wollen also als beste Sprichwörter solgende an den Schluß die­ser kleinen Bettachtung stellen:Wer entbehrt der Ehe Lebt weder wohl noch wehe", unb:Der Ehestanb ist der heiligste Orden "

Die Ehe im Sprichwort.

Don Richard Zoozrnann.

Don allen Gebieten des menschlichen Lebens ist die Ehe das im Sprichwort beliebteste. Hier findet die Dolksweisheit bett besten unb oft treffendsten Ausdruck. Eine glückliche Ehe zu führen, ist ja auch der einzig ver- nünftige Daseinszweck. Und eine Ehe wird nur dann heiter sein, wenn man sie ernst nimmt. In diesem Falle knüpft nicht nur die Freude, sondern auch der Schmerz ein inniges Band. Das Sprichwort sagt:Es geht nichts über eine wohlgeratene Ehe." Unb da hierin schon eine gewisse Einschränkung liegt, warnt ein anderes Sprichwort:Gezwungene Ehe bringt nur

Erprobte Rezepte.

Gurkensoße zu Hammelfleisch. Man läßt Margarine ober Fleischfett in einem Löffel Mehl unb Zwiebeln braun rosten, gibt in Stückchen geschnittene, von ben Kernen befreite Gurken sowie einen Söffet Weinessig dazu, läßt es zur sämigen Soße verkochen, die man durch ein Sieb rührt, und dann mit Salz, Pfeffer, Senf, Zi­tronensaft abfchrnecken. Man gibt zuletzt eine Prise Zucker und etaMs Soßenwwürze dazu. Diese kräftige Soße eignet sich besonders zu Hammelfleisch.

W Ehreahaad".

Der wildeste meiner drei Buben, ein siebenjähriger Sausewind, stürmt ins Zimmer, erhitzt, verschmitzt! Es ist ein heißer Sommertag.

Bitte, bitte, liebe Mutti! Darf ich haben gehen?" sprudelt es schon unter halber Kehrtwendung her­aus.

setzen und zum Ausdruck bringen.

Di« Frau trägt das Schicksal ihres Volkes mit. Sie weiß sich verantwortlich für seine Entwicklung. Sie arbeitet an seinem Wohlstand« und seiner Kultur. Darum hat sie den lebhaften, aus ihrer mütterlichen Na­tur erwachsenden Wunsch und das Recht, tätig, entschei­dend und gestaltend durch Wahl unb Parlaments­arbeit am Schicksal des Ganzen beteiligt zu sein.

Heidelbeeren.

Die Heidelbeeren, in vielen Gegenden auch Blau« oder Schwarzbeeren genannt, müssen als eines der nahrhaftesten und die Gesundheit forderndes Obst des Waldes bezeichnet werden. Sowohl roh genossen, wie in mannigfacher Verarbeitung gekocht und konserviert, sind sie gleich bekömmlich unb leicht verdaulich zugleich. Sie haben einen weiteren Vorzug, baß sie verhältnis­mäßig billig sind unb sogar ohne Zucker eingemacht werben können. Nachstehend einige erprobte Rezepte.

Heidelbeerkaltschale auf französische Art.

2 Pakete Zwieback werden in Milch eingeweicht und leicht überzuckert. Inzwischen kocht man 1 Pfund Hei­delbeeren mit Zucker. Der weichgewordene Zwieback wird nun in eine Porzellanschüssel lagenweise mit den warm darübergeschütteten Heidelbeeren vermengt und zwar immer eine Lage Zwieback, bann Heidelbeeren,

Denken, ihre Meinung, Sorge, Verantwortung, L,_ Urteil, ihre Hilfe und Kraft für Volk und Staat ein-

als ein Werk ber Vorsehung müssen ber gesamten Mäd­chenerziehung ausgeprägt sein. Sonst resigniert die Tochter und erliegt auf halbem Wege.

Die richtige Wertung der Frauenberufsardett durch die Mutter ist allerdings eine notwendige Voraussetzung für die ungestörte Entwicklung der Heranwachsenden Tochter. Die Mutter, der selbst das Berufsleben fremd ist, der das organische Wachsen aus dem Elternhaus in das eigene Heim noch befchieden mar, bringt nicht immer das richtige Verständnis auf für bie Berufsent­scheidung ber Tochter. Das hemmt die junge Frauen- traft. Wenn dazu die Berufsarbeit der Frau gering geschätzt oder gar von Eltern und Brüdern lächerlich gemacht wird, ist bie ganze Berusserziehung wertlos. Die Folgen einer berartigen Auffassung können sowohl für bie charakterliche Entwicklung bes Mädchen wie für bie gewählte Berufsarbeit verhängnisvoll fein.

Dabei berühre ich eine peinliche Frage: bie S te l lung ber verheirateten zur berufstäti­gen Frau, ein Kapitel, worüber schon vieles gesagt unb geschrieben würbe. Manchmal erzieht erst bie Lage ber eigenen Tochter die lebensfremde aber warmherzige Mutter zur richtigen Wertung der außerhäuslichen Frauenberufe. Neuerdings verbreitet sich durch natio- nalrabifale Propaganda wieder die Minderbewertung der berufstätigen Frau. Heidnisch und folgenschwer ist der Lehrsatz von der Unwertigkeit der ehelosen Frau! Traurig, wie selbst gläubig sein wollende Frauen sol­chen Auffassungen zujubeln, sie nachsprechen und ihre eigenen Kinder einem Abgrund entgegentreiben. Sie werben ernten, was sie in Unverstand unb Blindheit säen. Nicht oft genug können bie Frauenberufsverbänbe die Mütter heranziehen, daß diese die Freuden und Lei- den, die Opfer, aber auch den Segen der beruflichen Le­bensarbeit der katholischen Frau kennen lernen. Und die Arbeit im Katholischen Frauenbund könnte viel mehr als in den Vorständen ein harmonisches Zusammenar­beiten sein zwischen der Hausftau und der Berufsfrau. Es mußte erst ein Generalangriff kommen, ehe mir uns zur Abmehr einten. Heute sehen mir, daß ber Streit um die Frauenberufsarbeit schließlich ein Kampf ist gegen die Frauenpersönlichkeit schlechthin. D. M.

Halt! Um Gotteswillen! Allein ohne Aufsicht? So "erhitzt wie du bist? Ausgeschlossen! Wer garantiert mir, daß du wartest, bis du dich abgekühlt host, ehe du ins Wasser steigst?"

Mutti, ich warte! ich wart' ganz bestimmt!" Mit flehenden Augen bettelt er.

Nein, mein Kerlchen, ich glaub dir nicht recht. Wenn die Mutti dort nicht zuguckt, ist Das Fritzchen eins zwei drei drin im Wasser!"

Ratlosigkeit im Gesichtchen steht er da, schon wechselt d;r Ausdruck darin, maulend will er abziehen, da butzt ein Hoffnungsschein in ben blauen Augen auf. Er streckt mir feine kleine, braune Buvenhand hin unb versichert mir hündedrückenb mit halb verlegener, doch entschlosst- ner Stimme:Mutti, auf Ehrenhand!"

Ich fühle, es Ist bie größte Sicherheit, die er bieten kann, rr ist jetzt ein kleiner, ernster Monn in diesem Augenblick. Jetzt noch Mißtrauen? Jetzt noch Zögern? Grundverkehrt roärs, Vertrauen zerstörend! Und so. drücke ich denn fest und herzhaft seineEhrenhand" und schau ihn liebreich und verttauend an unb sage nur:

3a, nun barfft bu gehen!" Ob es recht war? vch meine ja! 5=8