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Anzeiger für die Stadt Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt.

irr. 172

Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen:Die Welt im Bild" undBuchenblätter". Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrift- :: leitunq 3153. Fuldaer Actiendruckerei 3151 und 3152. ::

Donnerstag, 28. Juli 1932.

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Iflitg. 59.

And sie tolerieren doch!

Je näher der Wahltag rückt, desto heftiger be­mühen sich die Nationalsozialisten das Kabinett Papen zu verleugnen, das sie in den ersten Wochen nach seiner Ernennung nachweislich mit der größten Rücksicht behandelt haben. Wir erinnern nur an das bekannte vertrauliche Rund­schreiben des Berliner Gauleiters Dr. Goeb­bels, das empfahl, die Debatte über das Kabi­nett Papen und die von ihm erlassene Notverord­nung etwas in den Hintergrund treten zu lassen. Auch die Lausanner Konferenz sollte nach einem streng vertraulichen Informations­schreiben der Reichsparteileitung der NSDAP, vom 12 Juli 1932 mit Vorsicht behandelt werden. Das war schon deshalb notwendig ge-worden, weil derVölkische Beobachter" in seiner Tolerierung des Kabinetts Papen schon zu weit gegangen war und erklärt hatte, daß man die Zahlung einer Restsumme als das kleinere Uebel hinnehmen müsse. Dem Reichskanzler von Papen sollte zunächst die richtige Einsicht zu Beginn der Konferenz zugespro­chen werden; die Kritik sollte dann mit aller Vor­sicht andeuten, daß Papennur unter der zermür­benden Taktik der Franzosen allmählich weich ge­worden" sei. Eine derart sanfte Kritik an der Au­ßenpolitik der neuen Regierung kann doch nur dem gemeinsamen Interesse an der Erhaltung des Ka­binetts Papen entsprungen sein.

Noch auffallender ist die Rücksichtnahme der Nationalsozialisten auf den Reichsinnenminister von G a y l. In Nummer 134 vom 22. Juni 1932 batte die nationalsozialistischePreußische Zeitung" schwerste Angriffe gegen den Reichsinnen­minister von Gayl gerichtet. Am Tage darauf mußte die Zeitung wahrscheinlich von der natio­nalsozialistischen Parteileitung gezwungen diese Angriffs folgendermaßen zurücknehmen:

Der gestern an dieser Stelle veröffentlichte ArtikelDie Nerven des Reichsinnenministers", der in einzelnen Teilen zu Mißdeutungen führen konnte, war eine Privatarbeit des Herrn Dr. von Grünberg, die weder im Einvernehmen mit Gauleiter Koch verfaßt ist, noch von ihm ge­billigt wird".

Maßgebliche Führer haben aber in noch viel deutlicherer Weife dem Kabinett von Papen ihr Vertrauen ausgesprochen, so z. B. (nach dem Be­richt derBremer Volkszeitung", Nr. 157, vom 7. 7. 1932) Gottfried Feder, der in einer Bre­mer Versammlung erklärt hat:Im Kabinett von Papen sitzen einige Männer, die das Vertrauen der Nationalsozialisten besitzen", und der Führer der nationalsozialistischen Fraktion im Preußischen Landtag K u b e erklärt in einer Versammlung, die am 14. Juli 1932 in der Berliner Union-Brauerei stattfand:Ein Mann im Kabinett Papen hat un­ser Vertrauen, dieser heißt General von Schlei­cher". Noch deutlicher schreibt das nationalsoziali­stischeHamburger Tageblatt" in seiner Nummer 157:

Dabei fühlt selbst ein Blinder, was es mit der Tolerierung durch die NSDAP, auf sich hat. Warum sollen wir nicht tolerieren? Haben wir doch erreicht, was noch bis vor Wochen fast aus­sichtslos schien: 1. Wiederaufstellung der SA. und 2. vor allem die Reichstagsauflösung."

Aus diesen Erklärungen verschiedener Blätter und prominenter Führer der Nationalsozialisten geht eindeutig hervor, daß die Nationalsozialisten von Ankana an die Tolerierung des Kabinetts Va- pen-Schleicher beabsichtigt hatten. Die leßten Ent­hüllungen der Zentrumspartei, denen Reichskanz­ler von Papen nicht widersprochen hat, dürften ie- den Zweifel an der Richtigkeit unserer Feststellun­gen beseitigen. Reichskanzler von Papen hat in einer internen Unterhaltung geäußert, daß er mit der Tolerierung der Nationalsozialisten unter bestimmten Vorausseßungen rechnen könne.

Trotzdem nun die Zusammenhänge zwischen dem Kabinett Papen-Schleicher und der NSDAP, nachaewiesen sind, hat Dr. Goebbels die Stirn, in Wahlversammlungen nicht nur jegliche ideelle Gemeinschaft der Nationalsozialisten mit dem Ka­binett abzustreiten, sondern auch jede stillschwei­gende Unterstützung und Duldung zu leugnen. Er erklärte:

Das Kabinett Papen ist nicht von uns be­rufen, nicht von uns bestellt und auch nicht von uns toleriert worden. Wir haben mit ihm gar nichts zu tun. Diese Regierung macht ihre Po­litik auf eigene Verantwortung."

Diese Behauptung von Dr. Goebbels ist eben­so unwahr, wie unbewiesen. Sie kennzeich­net nur die von uns oft angeprangerte Hem­mungslosigkeit und Lügentaktik der Nationalsozia­listen, die selbst Dinge in Abrede stellen, die nicht nur ohne weiteres bewiesen, sondern aus ihrer ei­genen Presse, aus Rundschreiben der Partei- und Propaganda-Leitung und aus Erklärungen ihrer Führer belegt werden können.

Die Wähler werden jetzt wissen, was sie von oen Behauptungen der Nationalsozialisten zu hal- haben. Wir bleiben dabei: das Kabinett Schleicher-Papen ist unter ausdrück­licher Zustimmung des ober st en Füh­rers Hitler zustande gekommen und ist von der NSDAP, weitgehend st tole­riert worden. Die überaus scharfe Notver­ordnung dieses Kabinetts fällt also somit auch auf die Nationalsozialisten zurück.

Voraussage über den Wahlausgang.

Ministerpräsident Held sagt: politische Schieber haben Brüning gestürzt. Eine Warnung Dingeldeys.

Das PariserJournal" gibt ein Interview des Berliner Sonderberichterstatters mit dem Reichs­tagsabgeordneten Dr. Breitscheid wieder. Dr. Breitscheid ist der Ansicht, daß die Sozialde­mokratie bei den Reichstagswahlen ihre Po­sition behaupten werde, und daß die N a- tionalsozialisten keine Mehrheit er­zielen würden. Die Sozialdemokratie sei zur Verteidigung der republikanischen Verfassung be­reit. Auf die Frage, ob sie auch einen bestimmten Plan habe, erklärte Breitscheid, er sei nur Fra>'- tionsführer, aber nicht Parteichef. Das passive Verhalten der Sozialdemokratie bei Verhängung des Ausnhmezustandes, erklärte Dr. Breitscheid da­mit, daß sie die Wahlen durch eine Mion nicht habe unmöglich machen wollen. Eine General­streikserklärung würde den Ausnahme zu­stand nur verlängert haben.

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ERB. Wiesbaden, 27. Juli. (Eig. Meldg.) In einer Wahlversammlung der Deutschen Volkspartei erklärte Dingeldey, das ge­samte deutsche Volk könne nicht, wie Hit­ler es wolle, im Nationalsozialismus vereint werden. Eine Einigung sei nur mög­lich, wenn ein Deutscher den anderen nicht wegen seiner politischen Gesinnung ächte. Dingeldey ver­wahrte sich gegen alle Bestrebungen, die auf In­flation hinwirkten.

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Am Montag abend sprach Ministerpräsident D r. H e l d in Regensburg in einer außerordent­lich stark besuchten Versammlung der Bayerischen Volkspartei. Er ging von der Tatsache des Stur­zes Brünings aus, den Unberufene hin­ten herum vorbereitet und damit eine ganz neue Situation geschaf­fen hätten, die durchaus nicht hoffnungs­voll fei. Politische Schieber hätten den Mann gestürzt, der das Vertrauen des Auslandes wie kaum ein Zweiter besaß. Das neue Kabinett o. Papen bezeichnete Dr. Held als einFehl- k a b i n e t t, weil es in seiner Zusammensetzung an die große Masse nicht heran- komme. Es sei nicht weniger als ein Spiegel­bild des deutschen Volkes, denn es fehle in ihm der ganze Bauernstand, es fehl­ten die Vertreter von Millionen v on Arbeitern und des Mittelstandes.

Zu der Einsetzung eines Reichskommissars in Preußen schilderte Dr. Held seine Maßnahmen ge­gen diesen Gewaltakt und stellte mit einer gewis­sen Genugtuung fest, daß nun Preußen, das Bayern immer allein gelassen habe, wenn es auf seiner Seite hätte stehen sollen, die Auswirkungen des von ihm betriebenen Zentralismus am eigenen Leib er­fahren habe. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß diese rechtlich sehr anfechtbare Maßnahme eine pädagogische Wirkung auf Preußen ausüben möchte.

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In einer von zirka 25 000 Zuhörern besuchten Kundgebung der ostwestfälischen Zentrums­partei sprach in Paderborn der frühere

Reichskanzler D r. B r ü n i n g. Er befaßte sich ein­gehend mit den immer wieder aufs neue wieder­holten Angriffen gegen feine Regierungspolitik. Sein System fei immer das gleiche gewesen, eine stets sich gleichbleibende Kraftanstrengunq, um einen Ausgleich der Gegensätze zu finden und alle verantwortungsbewußten Volkskreife heranzuziehen. Leider sei es 1930 nur die Sozialdemokratie gewesen, die sich ohne Bedin­gungen zur Verantwortung bereit erklärt habe. Unter brausendem Beifall geißelte Dr. Brüning dann alle D i k t a t u r g e l ü st e und forderte Freiheit und Gleichheit. Es sei eigentüm­lich, daß man gerade heute eine Diktatur errich­ten wolle, obwohl nur Kommandeure, aber kein geeigneter Diktator vorhanden sei.

von Papen und Dülmen.

Am Sonntagabend sprach Prälat Schreiber in Dülmen, der Heimat von Papens, in einer glänzend besuchten Massenkundgebung über die jüngsten politischen Ereignisse und die kommenden Wahlen. Gerade in Dül­men mußte die Auseinandersetzung zwischen dem Zen­trum und Herrn von Papen chas lebhafteste Interesse finden. Prälat Schreiber trat für die persönliche Unantastbarkeit und den guten Willen von von Pa­pens ein, machte aber kein Hehl daraus, daß der P o l i- t i k e r von Papen davon scharf zu trennen sei. Im weiteren Verlauf seiner Ausführungen übte er scharfe Kritik an der Wirksamkeit des neuen Kanzlers, brand­markte die Trennung zwischendem Zentrumsmann und dem nationalen Deutschen". Besonders beachtet wurden die Ausführungen, soweit sie sich auf dasrück­sichtslose Durchsetzen des Christentums" bezogen. Es fei fraglich, ob es dem Christentum diene,'wenn man große Teile desVolkes, die nicht au fdiefem weltanschau­lichen Boden ständen, von der Verantwortung im Staate a u s s ch l i e ß e. Dann ging Prälat Schreiber auf die außenpolitische Tätigkeit von Papens ein.

Nach den mit großem, einstimmigem Beifall aufge­nommenen Ausführungen des Redners wurde spontan aus der Mitte der Versammlung eine Entschließung var­gebracht, in der den Fraktionen der Zentrums­partei das Vertrauen ausgesprochen und besonders betont wurde , daß die Dülmener Zentrumsanhänger restlos mit der Haltung der Gesamt­partei und dem Standpunkt des Referenten, Prälat Schreiber, übereinstimme. Diese Entschließung fand be­geisterte Aufnahme und wurde einstimmig ange­nommen.

Die Stimmung in Franken.

Der Nationalsozialismus ist in die Derteidigung gedrängt.

Im Fränkischen Volksblatt, dem Organ der Bayerischen Volkspartei, liefen wir:

Nachdem nun der letzte Sonntag vor der Wahl vorüber ist, Aßt sich feststellen, wie die Stim­mung für die Wahl ist. Und da ist zu konstatieren, daß in unserer Partei noch nie solch eine glänzende Kampfesstimmung war, wie jetzt. Wer tn einer und derselben Gemeinde früher und jetzt Wahlversammlungen hielt, kennt die Gemeinde gar nicht mehr. Früher herrschte viel­fach Gleichgültigkeit und Resignation, jetzt ist Begeisterung und Kampfeslust bei Männern und Frauen! Die Situation hat sich besonders gegenüber dem Nationalsozialismus vollständig geändert. Früh« war er der Angreifer, jetzt

Weißt Du, um was es gehl?

Der 31. Juli bringt die Entscheidung! Ob Demokratie, ob Diktatnr. Ob gleiches Recht für alle oder Unter­drückung des katholischen Volksteils und Entrechtung der breiten Schichten des Volkes

Die Parteien des Reichstags vom QL 74.9.30

S.P.D. ^pTentr.

143 Sitze ui 68

Nat.-Soz. 107

KPD. 76

ist er in b ie Verteidigung gedrängt. Früher erweckte er den Anschein, als wenn er wie eine feurige Wolke über Deutschland dahin- brause. Jetzt ist von Feuer nichts mehr zu sehen und nur ein wenig Rauch ist übrig! In den meisten katholischen Gemeinden können sich bte Nazi überhaupt nicht mehr sehen lassen! Die Schlacht ist in Unterfranken schon fast entschieden, wenigstens was die katholischen Orte betrifft. Die Blütezeit des Nationalsozialismus ist vorbei, es bleibt ihm im wesentlichen auf unseren Dörfern nur die kleine Schar derer, die von ihm eine Inflation erhoffen o d e r eine bezahlte AnstelIung. Der 31. Juli wird das bestätigen!

Vettere Blutopfer des Bürgerkriegs.

Auch am Dienstag werden aus verschiedenen deutschen Städten wieder blutige Zusammenstöße zwischen rechts- und linksradikalen Gruppen ge­meldet. So kam es in Friedrichskoog (Schleswig-Holstein) im Anschluß an eine Ver­sammlung der SPD. zu einem Zusammenstoß zwi­schen Nationalsozialisten und Reichs­bannerleuten. Hierbei wurde ein 17jähriger Versammlungsbesucher getötet, drei weitere Reichsbannerleute erheblich verletzt. In Essen- Katernberg beschossen Kommunisten national« sozialistische Zettelverteiler. Ein SA.-Mann wurde durch einen Brustschuß lebensgefähr- l i ch verletzt. Ein zweiter Nationalsozialist er­hielt leichtere Verletzungen. Auch aus Buer- Backhäuser, wird ein kommunistischer lieber« fall auf nationalsozialistische Flugblattverteiler ge­meldet. Vier Nationalsozialisten wurden durch Hammerschläge verletzt. Ein Kommunist gab drei Schüsse ab, die jedoch fehlaingen. Er wurde fest­genommen. In dem Leipziger Vorort Brandig wurde eine Gruvve von 18 Nationalsozialisten, die Wablzettel verteilten, anaegriffen. Die Nationalso» rialisten gaben auf der Flucht mehrere Schüße ab. Kurze Zeit später entstand am Karl Marr-Platz eine schwere Schlägerei, on der sich etwa 170 Per­sonen beteiligten. 13 Mann wurden ver­letzt, darunter drei schwer. Das lieber« sallkomrnando stellte die Rübe wieder her.

Hau<-ki'ck'unaen f»« Breslauer Kommunisten.

Auf Grund von Mitteilungen, daß bei Führet der Breslauer KPD- Waffen, Munition und verbotene Druckschriften verborgen gehalten wür­den, nahmen etwa 50 Kriminal- und Schutzpolizei« W;*!,----Sun b-c TiT-nstoa fiatS«

suchkmgen bei einer Anzahl von Funktionären bet Kommunistischen Partei vor. Es wurden verschie­dene Waffen. Gewehr- und Pistolenmunition so­wie verbotene Druckschriften und Veröffentlichun­gen des Rotfrontkämpferbundes gefunden.

Die Schulden-Skreichung.

Vorläufig keifne praktische Aiismiirkung d« Vorschläge Borahs.

wtb. Washington, 27. 7. (Eig. Meld.) Prä- fibent Hoover und Staatspräsident Stimson haben die Frage der interalliierten Schulden im Zu­sammenhang mit den letzten Vorschlägen des Senators Borah erneut erörtert. Im Hinblick auf die politische Lage und die Tatsache, daß eine Lösung des Kriegsschuldenproblems im ge­genwärtigen Augenblick nicht möglich ist, wird die Regierung voraussichtli'ch jetzt nicht auf den Plan Borahs eingehen.

Rundfunk macht in Irreführung.

DerK. V." wird geschrieben:

Sowohl um 13.15 Uhr als um 14 Uhr wurde am Montag durch Rundfunk mitgeteilt, baß der Staatsgerichtshof in der Streitsache zwischen dem Lande Preußen und dem Deutschen Reiche die An­träge auf Erlassung einer einstweiligen Verfügung abgewiesen habe. Der Ansager des Rundfunks fuhr dann fort, damit fei der Rechtsstreit zugun­sten des Reiches entschieden. Die An. träge der früheren preußischen Minister und der Fraktion des Zentrums und der Sozialdemokratle seien damit erledigt.

Durch solche Rundfunkmitteilungen wird eine Täuschung der Hörer herbeigeführt. Jeder, der die Begründung der Entscheidung des Staatsgerichtshofs liest, wird nicht zu der Auf­fassung kommen können, daß die Anträge der frü­heren preußischen Minister und der Fraktionen erledigt seien. Lediglich der Erlaß einer einstwei­ligen Verfügung ist abgewiesen, und zwar, weil, wie es in der Begründung heißt, nach der bis­herigen Rechtsprechung des Staatsgerichtshofs die­ser durch eine von ihm zu erlassende einstweilige Verfügung die endgültige Entscheidung nichtvorwegnehmen darf, da sie im be­sonderen nicht auf der Grundlage ergehen kann, daß der Staatsgerichtshof sich den Rechtsstand­punkt des einen oder des anderen streitenden Tei­les zu eigen macht. Das Ziel einer solchen Rege­lung sei ein möglichst vereinfachtes, reibungsloses, die Belange beider Teile schonendes Verhältnis ihrer wechselseitigen Beziehung bis zur Ent­scheidung herbeizuführen.

Unter diesen Umständen kann man die Mel­dung des Rundfunks, es fei zugunsten des Deui- fchen Reiches entschieden worden, nur als eine Irreführung der deutschen und ausländischen Rundfunkhörer bezeichnen.

Auch auf Deine Stimme kommt es an! Wühle Zentrum, Lifte4