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Nr. 166

und für ihre Familie und Umgebung.

M.

Für Küche und Haus

Frau und Wahlversammlung

,(3efrorenen!"

E. F.

beschweren.

ten. Sie muß wissen, wie sie die unwissende Nachbarin aufklären kann. Wer in der täglichen Arbeit keine Zeit findet, regelmäßig zu lesen, gehört in die Versammlung, wo die Frau sich Rat holt und Kraft zum Aushalten. Und wenn sie auch alles wüßten, was in der politischen Versammlung gesagt wird .dann brauchen die Frauen gerade in der Zeit wachsender Mutlosigkeit das Gemein­schaftserlebnis, das Bewußtsein des Zusammengehörens, des Zusammenstehens in Not und Gefahr! Manche Frau bringt dann den Mut heimwärts, den sie für sich braucht

einer feine Jakobs.

Wird dir dein Los zu schwer, Schau, eh' du klagst, auf die andern: Schwerer belastet als du Muß mancher durchs Leben wandern.

von den Bergen beschafft, ihn gesüßt und mit Gewürzen abgeschmeckt hätten", um ihn zu verspeisen! Etwas später weiß ein Reisender aus Marokko zu berichten, daß die dortigen Bewohner ihren süßen Limonadegetränken klein gestoßenes Eis beigefügt hätten, damit sie erfrischend wir­ken sollten. In Neapel wir dieser Gebrauch bereits ebenso volkstümlich geworden wie daseßbare Eis" mit feinen Spezialitäten Granit, Sorbet und Grenadine.

In Paris kannte man 1797 schon ungezählte Hand­lungen von Speise-Eis (glace) und formte dort das Ge­frorene wie Aepfel, Birnen und Gurken, um auch dem Auge einen Genuß zu bereiten, wie es heute noch bei der Herstellung von feinem Rahmeis, Charlotte ruffe und Fürst Pückler üblich ist. Letztere beiden Eisspeisen sind Halbgefrorenes", also mit Schlagsahne, Früchten oder gebrannten Mandeln gemischtes Eis. (Fürst Pückler- Muskau gab als Erfinder feiner Eisfpeife den eigenen Namen, ebenso wurde jener der Kaiserin Charlotte von Rußland ihrer Leibspeise verliehen!)

George Washington, der amerikanische Nationalheld, besaß eine eigene kleine Eismaschine, die ihn auf Rei­fen und Kriegspfaden begleitete, bis sich in Amerika jene bis zum heutigen Tage konservierte Legende gebildet hatte, Washington fei--der eigentliche Erfinder des

scheiden zwischen der Sicherheit dessen, der in einer Be- wegung mit Idealen groß geworden ist und ihr mit gan­zer Kraft dient, und der Unsicherheit dessen, der zufäl­lig in eine Gesellschaft Heimatloser geraten ist, wo Schlagworte, hohle Phrasen und Gefühlsausbrüche we- der einen edlen Grund noch eine klare Form erkennen lassen.

Gerade der vielbeschäftigten Haus- und Landfrau muß die Wahlversammlung willkommen sein als Mittel, sich zu unterrichten, um in gleicher Gesinnung das Ge­hörte weiterzugeben an die Lauen, Müden und Verirr-

Sanftet Iuli-Abeud.

Das bunte Leben hat sich schon ''n zarte Schatten eingehüllt.

lur manchmal klingt ein ferner Ton Noch lockend auf und wunscherfüllt.

Die Erde aber spricht nicht mehr, Sie träumend ruht ihr Angesicht, m-d über Berg und Hügel her strömt sanft der Sterne mildes Licht

Und lieblich trägt der warme Wind Den Duft von Rosen felderweit.

Beglückt und tief verzaubert sind Die Wälder in der Einsamkeit.

Franz C i n g i a.

was andere uns zuleide getan, das Herz andern das, was wir ihnen angetan!

*

Es fft nicht eben etwas Seltenes, daß Ehre für ein Ehrenzeichen verkauft.

»

Kinder in Not!

Und wenn wir nicht alle unsere Kräfte einfetzen, un- fer Kind werden zu lassen, umgeben von Gedanken und positiver, oft nur mittelbarer Unterweisung, den Bruder im Nächsten zu sehen, es könnte kommen, bald schon, daß es fragt:

Mutter, was macht ihr denn so viel Lärm mit dem Loch im Kopf der Lisi?" Und sie dächten an den Vater, der gestern gesagt hat, es wären sowieso zuviel Menschen auf der Welt. Oder an die paar Toten, die um der Politik willen gestorben sind, und die man vor zwei Ta- gen gerat) so beiläufig mal erwähnt hat.

Dr. Ilse B r u g g e r-Masbach.

bewerb zu beteiligen. Er fand im Park der Stadt an einem kleinen See statt. (Eine große Menschenmenge kam dabei zusammen, die begeistert die schönen, jungen Mäd­chen bewunderte, die langsam, eine nach der anderen, an den Preisrichtern vorbeigehen mußten, zuerst im Abendkleid und bann im . . . Badekostüm. Die Preis­richter waren in Verlegenheit, welcher der Schönen sie den Preis zuerkennen sollten. Und so wurden fünf der Mädchen Preisträgerinnen: Eine Engländerin, zwei Russinnen, eine Irlcindirin und eine Türkin, alles Aus­länderinnen, die in Schanghai wohnten. Aber kein ein- zige- chinesisches Mädchen hatte an der Schönheitskon- kurrenz teilgenommen. Das war der Erfolg der uner­müdlichen Arbeit der katholischen Verbände, die an die Familien der eingeladenen, junger. Chinesinnen schrieben und sie baten, doch ihre Töchter nicht an der Schönheits- konkurrenz teilneymen zu lassen. Und China hat dem Abendland gezeigt, was sich nicht gebührt für Frauen- ehre und feine, edle Mädchenart.

wird durch den Mann? Im selben Augenblick, da wir die Jungfräulichkeit verachten, müssen wir bie unehe» iiche Mutterschaft und die Polygamie gutheißen. Das tut auch eine breite moderne Literatur.

Die verkümmerte Frau! Gibt es nicht auch ver­kümmerte. verbürokratisierte Männer? Und gibt es eine Statistik, die melden könnte, ob Frauentum nicht zur Blüte kam, weil es den Impuls geschlechtlichen Lebens nicht empfing, oder ob es dahinsiechte, verkümmerte, verdarb, edles Frauentum, reiner und gütiger Sinn, unter der Brutalität eines Menschen? Mag Frauentum verkümmern in der Einsamkeit, tausendmal mehr ver- kümmert unter den Händen des Nur-Sinnlichen. Die (Erfüllung der Frau liegt im Seelischen. Wenn sie nicht verbildet fft, wenn ihr nicht ein niederes Den­ken namentlich durch eine verheerende Literatur in die jugendliche Seele hineinsuggeriert wird, dann ist der Wesenspunkt des Frauentums der Liebe. Don hier aus will die echte Frau verstanden fein. Der Be­reich der Liebe fft groß und weit, ihre Farben und Formen sind mannigfaltig. Das Christentum sieht als höchste Blüte des Frauentums, als feinen Schutz und fein hinaufführendes Ideal die Entfaltung und Verklä­rung aller Kräfte in der Gottesminne. Waren die großen hl. Jungfrauen vergangener Zeit verkümmert? Sind es unsere Orbensfrauen ? Ist es die Frau, die sekb- ständig im Leben steht u. den Wert einer freien, reinen, verantwortungsvollen Persönlichkeit hineinstellt in die Gemeinschaft?

Verkümmert ist die oberflächliche Frau einer mo­dernen Literatur. Sie vermag dos Tiefste nicht zu schenken. Verkümmert fft die Egoistin. Verkümmert ist die Frau ohne Gott. Denn wo sie nicht hinansteigt, vermag sie nicht mitzureißen. Was ermutigt, lindert, heilt, zündet, emporzieht, das fft schöpferisch, da ist nie und nimmer Verkümmerung.

Wann hört man auf, den Menschen zu spalten in I Leib und Seele und davon jene Hälfte zu nehmen, die am wenigsten durch Verantwortung beschwert ist? Wann sieht man das wahre Menschsein in der Seele, die als Träger des Ichbewußtseins die flutende Kraft des Ganzen in sich aufichöpft? Dann, wenn man fähig ift, in Wahrheit zu lieben. Die moderne Literatur, die außerhalb des chrfftlichen Glaubens an den Wert der unvergänglichen MenschenisMe steht. Pt von dieser Kraft nicht infgiriert. Maria Evers.

warum rahmt die Mich nicht ans?

Von fachmännischer Seite wird uns geschrieben:

Man hört nicht selten sagen, daß der Wert der Milch I schon nach ihrem Aussehen ganz zuverlässig beurteilt I werden könne: Bilde sich nämlich auf der in Ruhe stehen­den Milch nach einiger Zeit eine schöne, dicke Rahm- I schicht, dann fei die Milch ausgezeichnet und gut, da­gegen minder nahrhaft, wenn diese Rahmschicht nur I klein fei, wahrscheinlich, weil der Lieferant (in des Wortes ursprünglichstem Sinne) denRahm abge- schöpft" und anderweitig verwertet habe.

Es ist also sicherlich interessant, wenn wir uns hier­über einmal unterhalten.Fett schwimmt oben" ist eine lustige Redensart, mit der wir im Schwimmbad demDicken" Mut machen, sich ruhig ins tiefe Wasser ju begeben. Daß er aber trotzdem untergeht, wenn er des Schwimmens nicht kundig ist, zeigt uns, daß diese Redensart eben doch nicht so ganz wörtlich genommen werden darf. Wer das meiste Fett hat, verbirgt dies bekanntlich oft schamhaft und mit allen Künsten und zeigt es nicht immer und unter allen Umständenan der Oberfläche". Auch bei der Milch ist das so, wie wir gleich sehen werden.

Weil es leichter ist, hat das in die Milch sozusagen eingebettete Fett das Bestreben, nach oben zu steigen. So bildet sich an der Oberfläche jene besondere fettreiche Milchschicht, die wir Rahm nennen.

Das Fett besteht nun aus lauter kleinen und kleinsten Kügelchen. Die größeren unter ihnen haben mehr Maße und deshalb natürlich auch mehr Auftriebskraft, als die kleineren, und können darum leichter auffteigen, weil sie die Widerstände, die der Auftriebskraft ent­gegenwirken, leichter überwinden. Die Fettkügelchen müssen sich nun durch die zähflüssige Magermilch, auch Milchplasma ober Milchgrunbstoff genannt, hinaufar- beiten. Die Zähflüssigkeit ber Milch ist bem Aufsteigen ber Fettkügelchen hinberlich, wirkt also ber Auftriebs- kraft entgegen. Je kleiner nun so ein Fettkügelchen ist, desto größeren Wiberstanb hat es zu überminben, es ift also in biefer kleinen Welt genau so wie in ber gro­ßen, in ber wir leben. Die kleinen Kügelchen haben nämlich im Vergleich zu ihren Maßen eine größere Oberfläche als bie großen Kügelchen. Daß ber Wi­berstanb mit ber Größe ber Oberfläche zunimmt, bebarf keiner weiteren Erklärung.

wie bei uns in Europa. Chinesinnen, Japanerinnen unb i Jahr 1600, baß sich bie Einwohner von PersienSchnee Hustanberinnen, alle jungen, schönen Mäbchen ber Ha-

fenffabt würben eingelaben, sich an bem Schönheitswett-

*

Im Augenblicke unseres Tobes wirb uns nicht das.

Die kleinen Chinesinnen.

Von Grete Voigt.

Von einer eigenartigen katholischen Aktion weiß ber Osservatore Romano" vor einiger Zeit zu berichten. Von einer Tat und einem Erfolg der männlichen und weib- lichen Vereine, die in Schanghai, der vielgenannten und umkämpsten Stadt im chinesisch-japanischen Konflikt, sich um die Reinhaltung der Sitten bemühen. Da war ein großer Schönheitswettbewerb ausgeschrieben, ganz so,

Gedanken.

Die Rache ist ein (Erbteil schwacher Seelen: Ihr Platz ist nicht in einer starken Brust.

Körner.

Frauenlnm in moderner Literatur.

Zu allen Zeiten hat man sich über Wert und Un­wert ber Frau gestritten. Nur Las Christentum strei- tet nicht. Vor Gott gilt nur der Mensch, nicht das Ge- schlecht. Mit nichtchrfftlichen Auffassungen über die Frau haben wir uns heute in einer entchristlichten Zeit stark auseinanderzusetzen. Wir streiten uns nicht mit Män- nern, die das Gehirn wiegen. Wir gehen hinweg über die Witzblattliteratur. Wir nehmen nicht jeden Versuch, uns zu zergliedern und unsere Kräfte und Schwächen mit bem Manne als Maßeinheit zu messen, ernst.

Aber es gibt eine moderne Romanliteratur, die treibt uns die Glut ber Empörung ins Gesicht. Wie man das Tiefste und Feinste der Frauenseele hinzerrt in eine Sinnensphäre, die man vergöttlicht, und es ausbreitet vor aller Augen, vor einem lüsternen Publikum. Es gibt kein Geheimnis, keine Grenze, keine Ehrfurcht mehr. Man gibt uns preis. Welch größere Schande kann man uns antun?

Unb es gibt eine Literatur, bie der Gerechtigkeit ins Gesicht schlägt. Unb biefer Mangel an Gerechtigkeit be­dingt wiederum die Erniedrigung der Frau. Jene heidnische Auffassung ist es, daß die Frau verkümmere, wenn sie sich nicht im Bereich des Geschlechtlichen er­fülle. Das Neuheidentum verachtet die Jungfräulichkeit. Was ist die Frau anders als ein Wesen niederer Ord­nung, als Sklavin, wenn ihre Menschlichkeit erst voll

wie alt ist Das Speise-Eis?

Gefrorenes" wird Heuer allenthalben in Wa,!el. düten feilgeboten, und auf offener Straße von jung und a(t voller Behagen verspeist. Mit diesem Straßenhandel Halen die Zuckerbäcker jene fliegenden Eishändler ab. gelöst, die mit weißlackierten, zeltbespannten Handwägel- chen im Umherziehen ihre kalte Süßigkeit verknusten. Man trifft dieseE'smü.mer" noch in kleineren Stödten tnb in Seebäbern, besonders in Italien, wo die .G lati"- Hersteller einen besonderen Berufszweig bilden. Man hält hält ja auch im allgemeinen das Gefrorene für eine neapolitanische oder sizilianische Svez-alität aus dem nortgen Jahrhundert. In Wirklichkeit ist jedoch das Speise-Eis eine recht betagte Erfindung.

Bereits in der zweite» Hälft- des !3. JaErljunberts fanb ber venetianifche Forfchungsreifenbe Marro Polo, der als erster (Europäer von Jnbien nach China gelangte, tm Orient eine (Eisfpeife aus Fruchtsaft unb gefrorenem Wasser vor, bereu Herstellung sich inzwischen nicht viel geändert hat.

Der sizilianische Seefahrer Garelli berichtet um das

ftrau und Wahlversammlung sind zwei Begriffe, die einander entqegenzustehen scheinen! Und wenn mrA f-: 13 Jahren die Frauen mitwählen, beweist diese Tatsache noch lange nicht, daß die Abneigung der Frau gegen baa Wahlen unb alles, was damit zusammenbängt, über, munben ist! Im Gegenteil, in manchen Kreisen wirb diese Abneigung als ein großer kultureller Wert gepflegt. Aber heute zwingt der Ernst der Lage auch die konser­vativsten Frauen zur politischen Entscheidung. Für diese Entscheidung muß sich die Frau unterrichten. Mag sie noch so sehr widerstreben, sie gehört in die Wahlver­sammlung!

Es gibt so sichere Frauen, die immer sagen, sie wüß- ten, was sie zu wählen haben. Sie besuchen grundsätzlich keine Versammlung. Manchen redet es aber auch der TOann so vor. Wohl hat er recht, wenn die häuslichen Pflichten die Hausfrau und Mutter zurückhalten: die gehen sicher vor. Aber die meisten habenkeine Lust", denn ohne Versammlung ist das Leben bequemer! Und roas ba g°s°Sl wird, wissen bieganz klugen" Frauen immer schon.

"3<h will gar nichts vorn Wählen hören!" rufen abwechselnd bie schöngeistige Frau unb jene, bie den Besuch einer Wahlversammlung als gesellschaftliche Sunbe ansieht. Diese treibt höchstens Neugier unb Sen­sationslust in eine Versammlung mit Uniform unb Spiel, in einen Kreis, ber bie gebanfenarme unb politik- ferne jfrau nicht aufregt, weil bort in rührseliger beflWünschen unbTräumen ber zeitfremden ^rnuen geschmeichelt wirb. Nur nicht in einebürgen

Kinder in Not.

Werner bas heißt ein sehr energisches Häufchen Mensch mit ganzen fünf Jahren, ljat ber kleinen Lisi von nebenan in plötzlicher Wut beim Spiel bie Sanbschaufel über ben Kopf geschlagen, unb es ist eine ziemlich ge­fährliche Geschichte braus geworben . . .

Aber schließlich: Kinber finb zu allen Zeiten jähzor- ntg und unüberlegt gewesen. Man wird es ihm sagen unb ihn ermahnen, baß es nicht mehr vorkommt. Viel­leicht wirb es sogar ein wenig unfreunblich zugehen bei tbm baheim, beim Vater unb Mutter haben gleichviel Prozent (unb es ist eine hohe Zahl) Nerven, bie ihnen durchgehen.

3a, man wird es ihm sagen, man wird vorzubeugen suchen unb . . . bamit ist wohl alles gut? Während man so benkt, beginnt man auf einmal zu fragen:

Wielange werden eigentlich all die Werner und Han- sel unb Gretel unb Marien sich bas sagen lassen, baß sie einanber schonen müssen unb nicht einfach roilb mit ber schaufel drein schlagen bürfen, wenn sie nämlich sehen unb bie kleinen Racker beobachten recht gut daß es tn der Erwachsenenwelt noch viel schlimmer zugeht ° 5 bei ihnen, daß Schaufeln das geringste sind, das man sich gegen den Kopf schlägt?

ro.:?s g'bt einen Augenblick, und er kann eine ganze

v6 DDn fahren dauern, manchmal sogar noch über die atäuh7$Cr J,inroe0' ba die reifenden Seelen unendlich lern i? f'nb' ebenso weich zu formen und mit allen Fa­do- fi» sLnT ra £as ®rfortoen dessen hingegeben, ob h 20 ÖCr ®r°6en nennt. Es ist nur die Frage, stell "Or °"em nicht merken werden, wie unsere Ein- mentapJT Mitmenschen geworden ist, daß nämlich trotz heut- so wohlfeil sind wie nichts anderes, Zeit bringt " unb versuchten Preisabbaues. Unsere überbaum nicht mehr auf, Achtung vor dem Leben

Da haben.

foö.lOfert b'e, Verkehrsstatistiken mit ihrer hohen Un- wieder än @ . f,nb Naturkatastrophen, dort fängt man wenig märe f 9 3U füf,ren- unb weil das alles viel zu

öffentlich1 man ganz nahe am Bürgerkrieg, tötet Partei. bcr ->3t>ee" willen, wo Idee soviel ist wie

N'osphäre^b^ abtkinb wächst ganz natürlich in diese At-

9 ein Verkehrsunfälle sind ihm etwas Ver-

liche" Wahlversammlung, wo der unerbittliche Ernst der Stunde eine Gewifsensentscheidung fordert, die nicht vom Gefühl diktiert wird, sondern Geist und Willen in die Schule nimmt.

Sicherlich wirb ein roürbiger, schöner Rahmen unb ein lebenbig jugenbfrohes Bilb ber Versammlung bie sonst uninteressierten Frauen anziehen. Häßlichkeit in Raum unb Formlosigkeit in ber Art ber Veranstaltung hemmen Rebner unb Zuhörerschaft. Wie wir ben Ge­halt werten, bas soll in bem äußeren Rahmen einer Versammlung zum Ausbruck kommen. Mehr als Außen- stehenbe glauben, wertet bie Frauenzuhörerschaft bie be­herrschte Form, Schlichtheit unb Echtheit ber Sprache. __Unb boch wollen bie Frauen jenen Ton von Herz­lichkeit nicht missen, ber aus ber innersten lleberjeugung kommt unb Vertrauen weckt unb erhält. Das geht ohne süßliche Sentimentalitäten. Gerabe bie leibgereifte Frau unserer Tage ist so empfänglich für ein warmes Ver- stehen ihrer Lage. Wir, bie wir auf bem Hoben christ- licher Weltanschauung stehen, können ernst sprechen, ohne bie bebrückten Gemüter noch mehr zu beschweren. Denn wir haben die Hoffnung, die Hoffnung, die mit der menschlichen Ohnmacht und dem Versagen der mensch­lichen Kräfte rechnet, ohne sich aufzugeben. Diese Hoff­nung macht uns froh, sie richtet uns auf, auch in den schwersten Stunden. Diese Hoffnung zwingt uns aber auch, aufrichtig zu sein unb unerfüllbare Träume ben Menschen nicht nahezulegen. Wahrheit wirkt immer. Unsere Frauen spüren, was wahr unb klar aus inner- ster Ueberzeugung gesagt wirb. Sie können auch unter- I

trautes, Revolvernachrichten springen es von allen (EcferT an, unb es wirb langsam abgestumpft. So jung es noch ift, wirb es boch in ben meisten Fällen schon mit Sorgen belastet, nicht nur mit solchen, bie ber Tragkraft bes Sinbergemütes angemessen wären. Sein unfrohes Ge­sicht scheint selbst bei bem seltsam lauten unb frechen La- dien, bas manchmal bie Spannung löst, gealtert. In Beantwortung einer Auflatzfrage über bas zukünftige Leben stellen kleine Mäbchen ganze Bubgets auf, unb sie wissen alle, baß Gelberwerb ihnen an erster Stelle stehen wirb, wenn sie erst groß finb. In Verbinbung bamit Horen sie es auch oft genug, baß viel zu viel Menschen finb, allzuoiele. Das wirb so ein Gebanke, ber sich ein- hämmert in bas jugenblidje Hirn, der bisweilen schläft, wie es alle solche Gedanken tun, und der dann plötzlich in einer verhängnisvollen Minute, unooraussehbar, her­vorspringen wird mit der ganzen Gewalt, bie solchen lang genährten Aussprüchen eignet . . .

Das ist:

Nun ist aber jebes Fettkügelchen noch mit einer flüs- stgen Hülle, einer Art Flüssigkeitsmantel, von vollstän­dig fettfreier Milch umgeben, besten Gewicht, genau so wie ein schwerer Pelzmantel unsere Schultern, bie Fett- kügelchen beschwert, sie also ihrer Auftriebskraft ent- gegen, gewissermaßen abwärts zieht. Dieser Flüssig- teitsmantel hat ben Zweck, bie einzelnen Fettkügelchen vor bem Ineinanberfließen zu bewahren, so baß sie nicht zu einem einzigen großen Fettklumpen in ber Milch werben. Darin liegt ja gerabe einer ber Hauptoorzüge ber Milch, baß sie bie Nährstoffe so schön, man möchte fagen, in richtigen Poxtionen verteilt, in sich enthält und darum für Groß und Klein so leicht verdaulich und bekömmlich ist. Es ist nun auch ohne weiteres ver­ständlich, daß der Flüfsigkeitsmantel, der bie einzelnen ivettfügeldjen umhüllt, nicht bei allen gleich groß unb schwer fein kann. Gerabe bei ben kleinen Kügelchen ist er bicker unb schwerer als bei den großen. Wenn nun

die Widerstände ebenso groß sind, wie die Auftriebs­kraft der Fettkügelchen, bann können sie nicht mehr auf­steigen, sie müssen sozusagen in ber Milch versteckt blei­ben, wie bie Veilchen, bie im Verborgenen blühen, und können sich beim besten Willen nicht stolz an ber Ober­fläche als bicke Rahmschicht zeigen. Die Qualität ber Milch wirb baburch nicht beeinflußt unb es ist folglich auch keinerlei Mangel ber pasteurisierten Milch, wenn sie eine weniger bichte Fettschicht an ber Oberfläche zeigt. Nicht auf bas Aussehen, fonbern auf ben inneren Ge­halt kommt es ja an.

Bekanntlich erspart bie Pasteurisierung der Milch bet Hausfrau bas nochmalige Aufkochen. Bei bem Pasteu- rifierungsoorgang, burch ben alle unter Umständen in der Milch vielleicht enthaltenen Krankheitskeime abge­tötet werden, wird nun die Milch schön umgerührt, und immer wieder umgerührt, damit auch jedes einzelne Milchteilchen noch kleiner wie ein Tropfen dem Pafteurifierungsverfahren unter­worfen wird unb sich nicht unkontrolliert im Gebrängs ber Menge bei Seite stehlen kann. Daburch werben bie größeren Fettkügelchen natürlich auch zerkleinert und in kleine unb kleinste Fettkügelchen zersprengt. Das Fett befindet sich bei pasteurisierter Milch bei längerem Stehen nicht in Klumpen an ber Oberfläche, fonbern in Form einer Emulsion burch bie ganze Masse fein verteilt, was natürlich auch bie Bekömmlichkeit pasteurisierter Milch wesentlich erhöht. Was bem flüchtigen Beschauer als ein Nachteil erscheint, nämlich bas Fehlen einer starken Rahmschicht, ist in Wirklichkeit in Vorteil.

Die Frau in der Küche.

He:delbeerfchnaps für den Hausgebrauch. Auf 1 Liter reife Heidelbeeren ist % Kilogramm feiner Zucker zu rechnen. Dies bleibt vier Tage am kühlen Ort stehen« dann reibt man die Masse durch ein Haarsieb. Die durch- gerührte Masse kommt in einen Steinkrug mit 2 Liter Kornbranntwein, 5 Gewürznelken und zwei fingerlange Stückchen Zirnmt, auch nach Belieben ein Stück Kalmus. Der Ansatz bleibt drei Wochen in ber Sonne stehen. Nachdem filtriert man die Masse und füllt sie auf Fla­schen.

Zuckerbrölchen. % Kilo Zucker rührt man mit drei (Eiern schaumig. Dazu kommt y4 Kilo geriebene Man­deln, eine Messerspitze gestoßene Nelken und y4 Kilo Mehl. Den Teig rollt man fingerdick aus, formt schmale, längliche Stücke davon, setzt diese auf ein mit Fett be­strichenes Blech und bäckt sie alsdann schön gelb.

Die praktische Hausfrau.

Unreine Kleiderbürsten verderben die Kleider mehlt als man glauben mag. Man reinigt daher feine Kleider­bürsten oft durch Ausreiben mit Kartoffelmehl oder auch, wenn es die Befestigung der Borsten verträgt, durch Auswaschen mit Benzin, warmem Soda- ober Salmiak­wasser. Sehr gut ist es, bie Bürste nach jebem Gebrauch gut auszuklopfen.

Zementfuhböden reinigt man am besten mit Bims­stein unb Schmierseife. Zuerst reinigt man ben Fuß- boben burch grünbliches Auskehren. Dann wirb ber Ho­ben mit Schmierseife eingerieben unb mit bem Hirns« stein gut verarbeitet. Danach spült man mit lauem Wasser nach unb reibt mit trockenen Tüchern ab.