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Fünf Minuten Denksport

Verwandlungs-Rätsel.

Auflösung des Silbenrätsels.

Pusselsp el.

gefteuert?'

Fahrt?

Jörgen

Er lief

und brüllte:

Ich höre auch nichts!"

,Wo? — Ich sah nichts.

di»

Die Matrosen sprangen

Es

Wir lassen ihn vorbei'"

„Halbe ‘

die

in

hingen an dem finster« Sie reicht vom Deck fast

mit ihm."

offen! Ich gebe Ihnen — Aber rasch muß es

unweigerlich unser Boot mit in die Tiefe/ fürchten sich ja auch nicht." führe den Befehl des Kapitäns aus."

„Sie geben? reißt er

„Sie „Ich

„Wer hat es aber vorhin „Das ist ein Rätsel." Jörgen Bollanders Augen

Schiffsleib:

„Dort ist eine Strickleiter!

bis zum Wasser herab."

möchte aus einem bestimmten Bord bleiben."

„Selbstverständlich fahre ich

„Halten Sie die Augen gut meine Scheinwerferlampe mit.

Ein Jeder hastet, rennt und schreit, Gekommen ist die Reisezeit._________

Indus, I Romanze, Nervi, 14 18 Euböa,

vor zur Kommandobrücke „Kiru-Iosai, was soll Der Steuermann hob

Arm:

„Ich sah ein Licht."

Der Spruch lautet: Gewitterregen wirket mehr al« tausend Gießkannen.

nung, daß es keine Kunst war, der noch einen Mann zu verschaffen?"

Schottisches. Flossie kommt ausgeregt zu McKarten gelaufen. „Edgar hat einen Pfennig verschluckt, Dateri" „O", sagt der schottische Bater, „das macht nichts, laß ihm den Pfennig, er hat ohnehin übermorgen Geburts­tag."

hinaus.

Langsam kam der Rumpf des „Tushintang" näher.

Drohend stand er vor ihnen.

Kiru-Iosai sah am Steuer, Jörgen Bollander ihm gegenüber. Der Japaner hatte noch kein Wort gespro­chen. Nun fragte er:

„Was wollen Sie da drüben?"

Sie waren dem fremden Fahrzeug ganz nahe ge- kommen. Es lag ziemlich stark nach Backbord. Bor- sichtig schob sich das Boot längst des Schisses hin.

Kiru-Iosai sah Jörgen Bollander gelassen an: „Da» Schiff ist verlassen. — Wir können umkehren.*

kommen sehen. Ein Schatten trat au» der Finsternis. Der Rumpf eines Schiffes war plötzlich da, schwarz, drohend. Die Umrisse des Deckaufbaues waren zu un­terscheiden, ein Schornstein, und über all dem ins Un- bestimmte, Finstere Getauchten, blinkte das Toplicht.

Die Dampfpfeife des „Kweipautu" heulte erneut; aber das andere Schiff ließ das Warnungssignal unbeachtet, es gab auch keine Antwort.

Brahusen stürmte die Kommandobrücke hinauf und schrie:

„Rasch! Hart Steuerbord-Ruder, Maschine äußerste Kraft voraus!"

Der Japaner wehrte hastig mit der Hand:

Gottheit mtbetet und sich seiner zur Schaustellung von Prunk und Würde bedient, so steht er doch nicht an, sich sein« gewaltige Kraft dienstbar zu machen. Als Träger von schweren Lasten, als Reittier durch die Dschungel, als Helfer beim Holzfällen und Wurzel­roden in den Wäldern, beim Transportieren und Sta­peln von schweren Holzbalken in den Sagemühlen wird seine Kraft ausgenutzt. Seine Geschicklichkeit und sein schnelles Begreifen, um was es sich handelt, und was er zu tun hat, sind so groß, daß man fast mit Ehrfurcht seiner Arbeit zusieht. Manchen in den Sägemühlen arbeitenden Elefanten wird ein Haken auf den Rest eines Stoßzahnes aufmontiert. Ist der Balken, den das Tier zu transportieren hat, zu schwer, um vom Rüssel getragen zu wrrden, oder kann es ihn wegen seiner Länge nicht durch die Gänge zwischen den Holzstapeln bugsieren, dann legt der Elefant mit Hilfe seines Riis- sels eine Eifenkette um den Balken, hängt die Schlinge über den Haken an seinem Zahn und schleift auf diese Art die riesige, unhandliche Last davon.

Einer besonders liebevollen Pflege bedürfen die Elefanten, dis den Holzfällern in den Dschungeln Trä- gerdienfte leisten und die Wurzeln herauszureißen haben. Wenn irgend möglich, werden sie jeden Tag ins Bad geführt. Wie übermütige Knaben kommen dies« Kolosse dann zum Fluß getollt. Tapsig springen sie im Wasser umher, schlagen mit den unförmigen Beinsäulen auf die Wasserfläche, bespritzen sich gegen­seitig, legen sich dann still nieder und lassen die Ströme über sich wegrieseln. Die Wärter gehen mit ins seichte Wasser, schrubben und waschen di« mächtigen Tiere, heben ihre Füße, untersuchen sie nach Dornen, reiben ihnen Rüssel und Ohren und säubern sie unter dem Schwanz. Wie Babys lassen sich diese Riesentiere verwöhnen. Sie blinzeln vor Behagen, denn in die

Das Signal, das man dem gerammten Schiff hin­übersandte, blieb ohne Antwort. Die Passagiere riefen aufgeregt durcheinander:

„Was soll das bedeuten?"

„Ist es ein Wrack?"

„Befinden sich keine Menschen an Bord?"

Brahusen suhr die Frager wütend an:

„Wer hat dann den Kassen so raffiniert vor den Bug des „Kweipautu" gesteuert?"

Er umkrallte Jörgen Bollanders Arm:

„Haben Sie es beachtet? Zwei Uhr nachts!"

„Sie denken doch nicht, Kapitän —"

„Nein, ich denke nicht! Ich weih jetzt nur, daß ich da drüben Umschau halten muß."

„Zum Teufel, wir rammen ihn ja! Was ist das für ein verfluchter Kasten?!"

„Er schwenkt ab, hat unser Signal gehört."

Cs sah so au», ols ab Kiru-Iosai recht habe. Aber plötzlich drehte das andere Schiff scharf um und legte sich jählings vor den Bug des „Kweipautu".

Brahusen stieß den Steuermann rauh zur Seite.

Er keuchte:

„Boll rückwärts!"

Es war aber schon zu spät. Der „Kweipautu" hatte den fremden Dampfer mitschiffs gerammt. Es gab einen fürchterlichen Krach. Holz splitterte. Ein Beben lief durch den Leib des „Kweipautu".

Die Stimme Brahusen» überschlug sich. Er schrie Befehl um Befehl durch die Nacht; Ueberall ward e» le­bendig an Deck. Aufgeregt rannten die Matrosen hin und her. Passagiere stürzten entsetzt herbei:

„Was ist geschehen?"

„O, ein Schift!"

„Wir sind zusammengestohenl"

„Sinken wir?"

Der Kapitän stieß alle grob zur Seit« und stürmte die Treppe hinab. Die Stimme de» Steuermann» scholl über di« erregte Menschenmenge:

„Ruhig verhalten! Wir werden keinen Schaden ge- nommen haben."

Der „Kweinpautu" glitt langsam rückwärts, weg von dem gerammten Schift.

Brahusen stand wieder an Deck:

„Alles in Ordnungl Wir haben kein Leck abbe- kommen."

Er schrie zu Kiru-Iosai hinauf:

„Stoppen! Wir können doch den da vorn nicht sich selbst überlassen."

Da setzt die Maschine au».

Jörgen Bollander trat zu dem Kapitän:

„Warum bleibt es so still da drüben? Warum geben die kein Signal? — vorhin, al» wir das Schiff ramm­ten, las ich feinen Namen: es heißt „Tushintang"."

„Tushintang"? — Der verkehrt zwischen Hongkong und dem japanischen Hafen Shimonoseki. — Verdammt, was ist da drüben los?!"

hat Kiru-Iosai? Warum verlangsamt er di« Verdammt, der Kerl dreht ja südlich!"

Er starrte auf den Kompaß in seiner Hand.

Bollander forschte:

„Was beunruhigt Sie?"

Aber Brahusen achtete gar nicht auf ihn.

Das Schiff verlangsamte seine Fahrt, es fuhr nur noch mit halber Kraft.

Brahusen hielt sich mit Jörgen Bollander abseits. Er konnte hier von Kiru-Iosai nicht gesehen werden.

Plötzlich heulte die Dampfpfeife langgezogen durch die Finsternis.

Brahusen stutzte.

„Was soll das? — Es ist nichts in Sicht! — Was

„Und wenn Sie chinesischen Seeräubern in Hände fallen? Wenn man Sie oben an Deck mord«t?"

„Das —? Wa» hätte da» für einen Zweck?"

Doch da fiel es ihm wieder ein:

rissige Haut der Dickhäuter setzt sich allerhand Unge- ziefer, da» ihn«n Jucken und Unbehagen verursacht. Deshalb sind sie ihrem Wärter dankbar für die Pflege. Andererseits aber sind sie auch sehr empfindlich gegen Quälerei und Hänselei. Wehe dem, der sie mißhandelt! Elefanten sind nachtragend in ihrem Haß. Sie haben ein gutes Gedächtnis und rächen sich oft noch nach langer Zeit, wenn es chnen nicht gelungen war, sich bei Verübung der Quälerei sogleich zu wehren.

Dagegen bewahrt der Elefant und seinem Wärter und dessen Familienmitgliedern, die ihn gut behandeln, besonders aber den Kindern, di« neben ihm aufwachsen, rührende Liebe und Zuneigung, für die zahlreiche Ge­schichten Zeugnis ablegen. So wird erzählt, daß eines Tages einer der gewaltigsten Elefanten eines Maharadschas in Zentralindien auf dem Wege durch die Stadt plötzlich wild wurde und feinem Wärter, ehe dieser ihn zurückhalten konnte, entlief. Mit lautem Trompetengetön raste er durch die schmalen Straßen der alten Stadt und zerstört«, was ihm in den Weg kam. Kreischend flohen die Menschen. Eine Gruppe auf der Straße spielender Kinder brachte sich schreiend in Si- cherheit. Doch eines davon, ein zierlicher kleines fünf- jähriges Mädchen erkannte in dem daherkommenden Tier den Elefanten seines Vaters, den es über alles liebte, und der ihm auch sehr zugetan war. Das Kind rief den Elefanten an, als er in seine Nähe kam. Er stutzte, blieb stehen und sah sich um. Das Kind sprach zu ihm, schalt ihn wegen seiner Wildheit und redete ihm gut zu, wieder verständig zu sein. Der Elefant hatte mit gesenktem Kopf zugehört und ließ sich von dem winzigen braunen Kind« gehorsam zurückführen.

In manchen Familien, di« einen Elefanten halten, sieht dieses langlebige Tier oft Generationen kommen und gehen und vererbt sich vom Vater auf den Sohn.

Kursänderung?" ungewisser Richtung den

asien, 16 Insel in der Nordsee, 17 schriftliche Probe- arbeit in der Schule, 18 Vogelwild, 19 Reichsbrannt- wein, 20 Prophet, 21 hoher chinesischer B»mt«r, 22 «u- ropäsiche Hauptstadt.

Reimergänzungs-Rätsel.

Wenn sich ein Memo — -- Gleichwie ein Hauptbuch —, So hat es vielleicht — Doch schwerlich Quali —.

Verschiebungs-Ausgabe.

Die Wörter: Schubert, Konrade, Sammeltrieb, Se- miramis, Stiefmutter, Gebirgsbahn sind untereinander zu schreiben und alsdann so lange seitlich zu verschieben, bis drei in gleichen Abständen von einander befindliche senkrechte Reihen drei erfreuliche Dinge nennen.

Da heulte die Dampfpfeife wieder durch die Nacht.

Jörgen Bollander zog seine Uhr und hielt sie nahe an die Decklampe:

„Zwei Uhr!"

Da stieß ihn Brahusen hart an die Seite:

„Da! — Sehen Sie dorthin!"

Auflösungen aus der letzten Sonntagsaummer.

Lösung des Sreuzworlräftels.

Tagessprüche.

— Wer sich um Weisheit müht und nicht anwendet die Weisheit, gleicht dem Manne, der pflügt, aber zu säen vergißt. (Herder.)

— Wißt: Edel werden ist viel mehr, denn edel sein von den Eltern her. (M. Zeidler).

— Man muß alles, ja sogar das Herz ausopsern kön- nen, um seine Pflicht zu tun! (Lafontaine.)

— Was in den Herzen anderer von uns lebt, ist un­ser wahrste» und tieffte» Selbst. (Herder.)

— Wer eines Menschen Freude stört, der Mensch ist keiner Freude wert. (Hausenstamm.)

gehen!"

Er rief Befehle über Deck.

zu einem der Boot« und machten es fertig. Kiru-Iosai übernahm die Führung. Es dauerte nur wenige Mi­nuten, bann glitt das Boot mit ihm, Jörgen Bollander, und acht Matrosen vom „Kweipautu" fort, in die Nacht

„Wollen Sie an Deck gehen?"

„Ja! Es können doch Mensche« oben sein, Die un­terer Hilfe bedürfen."

„Sie werden mit dem lecken Schiff in die Tiefe sinken!"

Kiru-Iosai warnte ober Jörgen Bollander ver­gebens; der beharrte: ,

„Wir werden gemeinsam an Bord diese» Schiffes geben."

Des Japaners Antlitz verzog sich zu einer Grimasse.

1 Grillparzer, 2 Eurowa, 3 Winkel, 4

Traktat, 6 Teneriffa, 7 Eylau, 8 Rubens, 9 10 Elfenbein, 11 Gotland, 12 Elbing, 13 Walkür«, 15 Isis, 16 Ramses, 17 Kautschuk, 19 Tatismann, 20 Mendelssohn, 21 Eibfee, 22 Hölderlm.

„Gleich Ihnen Nachschau halten, was diese Stille auf dem Schiff zu bedeuten hat."

wissen ab;r, daß Sie sich in Lebensgefahr be-

Wenn der Kasten da vor uns plötzlich sinkt,

Reiferes.

Auch eine Kunst. „Sie sind also der Heiraksvermitt- (er, der unserem Freunde, dem Kunstmaler, zu seiner Frau verhalfen hat? Wir haben geglaubt, daß die Kunst di« beiden zusammengesührt hätte." Heiratsvermittler: „Erlauben Sie, mein Herr, sind Sie vielleicht der Mei-

Swr Funkspruch! Nacht» zwei Uhr. Galt das dv< ihm? Wie aber? Hatte man es auf khn abgesehen Nein! Kein Mensch hat doch voraussehen können, da­gerade er sich mit dem Boote hierher zu dem geramm ten Schiff begeben würde. —•

Er erklärte bestimmten Tones:

„Ich will an Deck!"

Da ließ ihm Kiru-Iosai seinen Willen. E» war ein» harte Arbeit, das Boots bis an die Strickleiter heran' zubringen. Schließlich gelang es aber doch. KirN Iosai rief den Matrosen ein paar Befehle zu, dann g» er geschmeidig die Strickleiter empor. Jörgen HoUor- der folgte ihm, langsamer, vorsichtig.

Fortsetzung folgt

Ganz plötzlich tauchte ein Licht vor ihnen auf. war mit einemmal nahe, und si« hatten es doch nicht

„Lassen Sie mich mit hinüber, bitte!"

„Sie? — Gut! — Uebrigens rätselvoll ist das alles! Sagen Sie, würden Sie mit Kiru-Iosai fahren? Ich ' Grunde doch hier an

Endlich - nach mehr als dreijährigen Bemühungen — ist es gelungen, dem Panzerschrank des vor elf Jah­ren an der französischen Westküste gesunkenen Dampfers „Egypt" verlorene Millionen in Gold zu entreißen. Die Bergungsaktion hat nicht nur viel Geld, sondern auch Menschenopfer gekostet, gingen doch bei der vorzeitigen Explosion einer zum Sprengen des Schiffskörpers be­stimmten Dynamitladung mit dem Bergungsschiff „Ar- tiglio" einige italienische Matrosen unter.

Und dann schien es vor kurzem, als seien — wie schon einmal bei einem ähnlichen Versuch — alle Be­mühungen, alle Opfer umsonst gewesen. Denn als man endlich den Panzerschrank geöffnet und die ersten dort gefundenen Kisten an Bord des Bergungsschiffes „Ar- tiglio II" geschafft hatte, stand man nicht vor dem so lange gesuchten Gold, sondern vor unnumerierten indi­schen Rupiennoten. Sollte das der allgemein auf zwan­zig Millionen bezifferte, fast schon sagenhaft gewordene Schatz der „Egypt" fein? Vom Vorhandensein dieser in- zwischen durch eine Erklärung der Bank außer Kurs ge­setzten Noten hatte man wohl gewußt. Doch allgemein war angenommen worden, daß die Kisten mit den Ru­pienscheinen sich Im Laderaum befanden. Wie kamen sie nun in den Panzerschrank? Man hat bisher noch keine Antwort auf diese Frage erhalten, und die Leute auf dem „Artiglio II" fürchteten schon, bi« Opfer einer Täuschung geworden zu sein.

Aber dann erfüllten sich doch di« Hoffnungen der Su­cher: Hinter den Kisten mit den Rupiennoten fanden sich die Goldbarren, um derentwillen Schiff und Men­schenleben geopfert, Tonnen Sprengstoff in» Meer ver­senkt, neue Tauchapparate konstruiert und mehr al» zwei Millionen Mark ausgegeben worden waren. Nun bat sich also für die italienische Bergungsgesellschaft das Ge­schäft glänzend gelohnt, denn vertragsmäßig kann sie Anspruch auf 62,5 Prozent der geretteten Werte erheben, und bas sind an die 12,5 Millionen.

Unter Umständen lohnt es sich also schon, bem Meer versunkene Schätze entreißen zu wollen, unb bas Gelin­gen der Bergungsarbeiten des „Artiglio II" wirb sicher eine Reihe ähnlicher Versuche zur Folge haben. An sol­chen Schätzen auf dem Meeresgrund fehlt es nicht. So hört man davon, daß jetzt ernstlich daran gedacht wird, die rund neunzig Millionen Mark an Gold, Silber unb Wertgegnftänden zu bergen, bie an ber ägyptischen Küste im Wrack des französischen Schlachtschiffes „Orient" lie­gen müssen. Als Napoleon 1798 mit seinem Expedition»- heer unb ber größten Flotte, bie Frankreich bis bahin ausgeschickt hatte, nach Aegypten fuhr, entriß er auch den Johannitern die Insel Malta und nahm alles mit, was die braven Ordensherren im Laufe von Jahrhunderten in ihrem kleinen Reich an Schätzen auf gestapelt hatten. Alles wurde an Bord des Schlachtschiffes „Orient" ver­staut, das aber bald darauf von Nelsen in der Schlacht bei Abitur versenkt wurde.

Dann liegt unwett der englischen Küste ber während bes Krieges von einem beutschen Unterseeboot torpedierte Munitionstransportdampfer „Lufitania", der für rund zwanzig Millionen Mark Gold bei sich führte. Das gleiche Geschick hatte die „Arabic", deren Schatz im Werte von achtzehn Millionen Mark ebenfalls noch ber Ber­gung harrt.

An der Küste von Nordkarolina tummeln sich feit 1911 die Haie um das Wrack des dort untergegangenen Dampfers „Merida". In dessen Panzerschrank befinden sich außer einer Million in Gold die Kronjuwelen des 1867 erschossenen Kaisers Maximilian von Mexiko, die

Aus bem Worte „Gasse" entsteht durch 6malige Verwandlung in ein anderes Wort das Wort „Ganje", indem jedesmal ein Buchstabe des vorhergehenden Wortes durch einen anderen ersetzt wird. So entsteht aus dem Wort „Gilde" das Wort „Meile". Die Der- wandlungswörter bedeuten: 1 Trinkgefäß, 2 Teil des Klaviers, 3 Verwandt«, 4 Waldbaum, 5 Badegefäß, 6 Infekt (Schmarotzer), 7 engl. Schriftsteller, 8 Trieb, Datzentrum, 9 Haarkleid gewisser Tiere, 10 rhythmische Bewegung des Meeres, 11 Raum für Gefangene, 12 Teil einer Druckseite.

Silben-RStsel.

Aus den Silben a, a, ar, au, dach, de, da, «, «ft ex, fen, ger, go, he, hel, Horn, Huhn, i, jä, fas, k«, fei, tö, tu, land, land, I«, man, rni, mi, mu, mu, ne, ne, nep, ni, ni, nig, of, ohr, on, po, ra, rat, reb, rin, ring, si, ftos, tern, chen, ti, to, tür, tun, wald, man sind 22 Wörter zu bilden, deren Anfangs- unb Endbuchstaben, beide von oben nach unten gelesen, eine Bauernregel für Juli ergeben (ch - ein Buchstabe). Die Wörter be­deuten: 1 Blasinstrument, 2 östlicher Randstaat, 3 grie­chische Siegesgöttin, 4 Planet, 5 Waldmann, 6 Fahr­zeug, 7 Herrschertitel, 8 Schmuck, 9 Sumpffchnepfe, 10 Name russischer Zaren, 11 Verwalter wissenschaftlicher Sammlungen, 12 Operettenkompomst, 13 Schleßbedars, 14 einbalsamierter Leichnam, 15 Freistaat in Vorder-

Schatzsucher aus dem Meeresgrund.

Das Raffel um bie Banknofen ber „Egypt". —versunkene Sronjuwelen warfen aus den glücklichen Finder. — was würbe au» ben 10 000 Diamanten bet „Elisabefhville"?

Don Ludwig H a ß l i n g e r-Lonbon.

einen viel höheren Wert besitzen. Verschiedentlich ist ber Versuch gemacht worben, bie Schätze ber „Merida' zu bergen, doch bisher erreichte man nichts anderes, als bie Lage bes Wracks festzuuftellen.

Auf bem Hoben bes Mittelmeeres liegen außer bem „Orient" unb anberen Schatzschiffen geringeren Wertes der japanische Dampfer „Jsafa Maru" mit einer Gold- ladung im Werte von Millionen unb ber „Greelong , auf dem sich im Augenblick bes Unterganges der Maha­radscha von Kapurihala mit seinen gesamten Kronjuwe­len befand. In der Bucht von Navarin harren noch die ungezählten Millionen, die 1827 mit ber türkischen Flotte auf ben TOeresgrunb geschickt würben, ber Bergung.

Don allen Versuchen zur Hebung versunkener Schätze war bie „Laurentic"-Expebitton die erfolgreichste. Der Dampfer wurde bekanntlich kurz vor dem Eintritt ber Vereinigten Staaten in ben Weltkrieg von einem deut­schen U-Boot an ber Nordtüste Irlands torpebiert. An Borb befanben sich runb 125 Millionen Mark in Golb. Da bas Schiff in ber verhältnismäßig geringen Tiefe von 30 Metern sank, waren bie Bergungsarbeiten nicht schwierig unb sie förderten das ganze Gold wieder zu- tage.

Weniger erfolgreich waren bie Bemühungen, ben Schatz der „ßutine" zu heben, die 1799 bei Texel an der holländischen Küste mit 35 Millionen an Bord unterging. Jahrzehnte später wurde ein Bergungsversuch unternom- men, der aber nicht» weiter zutage förderte al» die Schiffsglocke. Der Finder schenkte sie Lloyds, der großen englischen Versicherungsgesellschaft. Seitdem schlägt sie jedesmal an, wenn ein neuer Schiffsverlust gemeldet wird.

Zum Schluß fei in diesem Zusammenhang noch ein tragikomischer Vorfall erwähnt. Im Jahre 1917 wurde der belgische Dampfer „Clisabethville" an der bretoni­schen Krisle torpediert. In seinem Panzerraum sollten firfi nicht weniger ols zehntausend ungeschliffene Diaman- ten ber verfchiebensten Größen befinben, bie Gesamt- jahresausbeute Belgisch-Kongos. Es bauerte ein volles Jahr, bis das Wrack auf dem Meeresboden gefunden wurde, unb endlich schaffte die vom belgischen Staat selbst al» dem Eigner der Diamanten ausgeschickte Bergung», expedition ben Panzerschrank an bie Oberfläche. Unter großem Jubel wurde das stählerne Ungeheuer geöffnet. Sein Inhalt bestand aus — 200 Mark in belgischen Danknoten und vier englischen Soldpfunden. Bis jetzt ist bes Rätsel, was au» den zehntausend Diamanten w": de, nicht gclöst.

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