Zatzrg. 59.
Jtr. 155 I
Freitag, S. Füll 1932
hineingepeitscht wurden.
Rahmen zwischen haben eraeben.
Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: „Die Well tm Bild' und „Buchenblätter". Rotationsdruck und ^Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrift- :: leitunq 3153. Fuldaer Actiendruckerei 3151 und 3152 ::
Nach Abschluß der Mittwoch-Verhandlungen wurde von deutscher Seite erklärt, daß die Schär.e der bisherigen Gegensätze in vollem Umfange weiterbesteht, und daß die Lage als sehr ernst anzusehen ist. In der Nachtsitzung habe, sich zum ersten Male eine vollständige Uebe re inst immung aller fünf Mächte gegen den französischen Standpunkt ergeben, wodurch praktisch eine völlige Isolierung I Frankreichs eingetreten sei.
Am Donnerstag, vormittag wurde weiterverhandelt. Reichskanzler von Papen in Begleitung von Staatssekretär von Bülow und Ministerialdirektor Dr. Gaus, die auch Mittwoch abend an den Verhandlungen teilnahmen, trafen um 10 Uhr vormittags bei Herriot im Palace-chotel ein. An den Verhandlungen nahm diesmal Macdo- n a l d nicht teil, hauptsächlich deshalb, weil sich sein Befinden seit Mittwoch abend noch nicht gebessert hat und er sich- schonen muß.
Auf französischer Seite ist jedoch, wie wir erfahren, der französische Kriegsminister Paul B o n c o u r zugezogen worden, was die Version unterstüßt, daß es sich jetzt hauptsächlich noch um die politischen Fragen handele, wahrend in der Ziffernfrage weniger große Schwierigkeiten bestehen.
Es hat sich dabei am Donnerstagvormittag herausgestellt, daß der Komplex der politi-I schen Konsequenzen, wie sie von deut- scherSeitezur Erörterung ge st eilt werden, aber auch Wünsche und Argumente von der Gegenseite, einen solchen Umfang und eine solche Bedeutung haben, daß das Z u st a n d e - kommen einer restlosen Ueberein- stimmung in der Kürze der noch zur Verfügung stehenden Zeit kaum als wahrscheinlich angesehen werden darf.
Auf französischer Seite handelt es sich dabei um gewisse Wünsche in der Richtung auf die Gedanken, die man früher als ein politisches „Stillhalteabkommen" bezeichnete. Welche Wirkungen diese beiderseitige Feststellung auf den Gang der Konferenz haben wird, ist im Augenblick noch nicht abzusehen. Es kann trotzdem ein gewisser Abschluß der Verhandlungen erreicht werden, aber auch eine Vertagung ist möglich. Jedenfalls bleibt die Entscheidung darüber bis zu der Sitzung des Donnerstag-Nachmittag offen.
wtb. Lausanne, 7. Juli. (Eig. Meld.) Die heutige Vormittagsbesprechung Papen-yerriot dauerte bis 12 Uhr mittags. Em Erfolg ist noch nicht erzielt; die Besprechungen gehen nachmittags weiter. Beim Verlassen der Sitzung gab Herriot auf Befragen die Auskunft man befinde sich in einem Dickicht von Texten, durch das Wege «eschlagen würden. Der allgemeine Eindruck ist etwas
daß Herriot seine Forderung bezüglich der deutschen Schlutz-odlunq auf 3 Milliarden herabsetzen werde; in der Frage der politischen Bedingungen aber werde er nicht nachgeben.
„Klärung in Lausanne. — Aber noch keine Endlösung."
wtb. Lausanne, 7. Juli. (Eig. Meld.) Die heutigen Dormittagsbesprechungen haben in den politischen Fragen zu keiner Verständigung geführt. Die Konferenz wird, auch wenn aus zeitlichen Gründen der ganze erwähnte Fragenkomplex hier nicht mehr gelöst werden kann, einen Erfolg dar stellen inso- I fern, als sie die ausgiebig erörterten Fragen der Reparationen und des wirtschaftlichen Wiederaufbaues völlig geklärt hat und in jedem Falle ttt einem absehbaren, nahen Termin zu erner notwendigen und wünschenswerte« Endlösung führen.
Die Regierung Papen—Schleicher—Gayl aber die oppositionelle Zeitungen verbietet, weitz nichts gegen den Oberpostsekretär Sprenger zu tun Der Bayern-Zorn ist nur zu verständlich. Am 31. Juli ist Gelegenheit, in vernünftiger Weise den Gefühlen Ausdruck zu geben, die die Verhältnisse unter der Regierung Papen- Schleicher—Gayl bei freien deutschen Menschen auslösen müssen. Der Stimmzettel richtig gebraucht, kann wieder befriedigendere Zustande schaffen.
Löbe-Kundgebung in hatte.
In einer Wahlkundgebung der SPD. in Halle sprach am Mittwoch abend Reichstagspräsisideiit Löbe Er erklärte u. a.: Nachdem die äußerste Rechte sich das Ohr des Reichspräsidenten erschlichen habe, sei die SPD. in den stand gesetzt, aus der Defensive in die Offensive überzugehen. Es gehe heute um die Frage: Freiheit "oder Knechtschaft. Wenn die Regierung Papen eine Uebergangsregierung zum Dritten Reich sei, so könnten sich die h e u t i g e n Invalidenrentner leicht einen Begriff davon machen, was ihnen im Dritten Reich bluhe. Di« Forderung nach Abkehr von der Erfu^rngs- politik sei ein Schlagwort; alle bisherigen Regierungen hätten Erfüllungspolitik treiben müssen, auch das Kabinett der Frontsoldaten, des Scharst
schützenleutnants Brüning. Schließlich habe auch Papen, als er nach Lausanne ging, die Zahlung von zwei Milliarden
rische Separatisten bezeichnet, denen es ergehen müsse wie den Separatisten 1932 m Pirmasens. Wörtlich fuhr er fort: „Und was tat die wütende Volksmenge? Sie nahm Benzin und Petroleum, begoß das Gebäude und räucherte die Bande aus. Wenn wir morgen an der Macht sind, dann werden wir es genau so machen. Auch vor keinem Ministersessel und vor keinem Bauerndoktor wird Halt gemacht."
In diesem Hetzton ging es weiter, so daß der Berichterstatter des Regensburger Mattes als Gesamteindruck fcststellte: Die sachlich Denkenden der Versammlung überkam ein Grauen ob der An und Weise, wie die Zuhörer in einen Blutrausch
Reichsmark z u g e s a g t, ebenso arbeite die Kritik am Bonzentum mit Schlagworten. Die h u tige Krise sei keine Krise der Staatsform sondern der Wirtschaftsweise, denn sie sei auch dort vorhanden, wo es keinen Marxismus gebe.
Zu Beginn der Versammlung war cs zu Rempe- leien zwischen Schufo und Nationalsoziaüsteri ge- kommen, in deren Verlauf d r e, N a t i v n a sozialisten schwer verletzt wurden.
Kabinett Papen und Mittelstand.
Der Mittelstand ist heute in großer Sorge. Jedermann weiß, daß er schwer 3« rmgen t) . Mittelstand ist aber auch m schwerer polnischer d-r neuen
Das „gastsretmdliche" Nntzland.
An der polnisch-sowjetrussischen Grenze im Wil- naer Gebiet wurden von einem polnischen Grenzposten zwei deutsche Flüchtlinge aus Sowietrußland angehalten. Es handelt sich um die Reichsdeutschen Johann Unger und Alfred Lanepern, beide aus Bayern, die ihren Angaben gemäß aus dem GPU. - Gefängnis in Minsk geflüchtet find, wo sie seit etwa einem halben Jahr gefangen gehalten wurden. Sie gehörten als Mitglieder der Kommunistischen Partei Deutschlands einer A b o r d n u n g an, die sich im vergangenen Jahre zur Feier der Oktoberrevolution nach Moskau begeben hatte. Auf dem Heimwege waren sie sie in Polozka abgestiegen, um dort Bekannte aus
der Zeit des Weltkrieges zu besuchen. Dort sind sie von GPU-Agenten verhaftet und m das Gefängnis nach Minsk überführt worden. Die beiden Flüchtlinge befinden sich zunächst im Gewahrsam des polnischen Grenzkommandos, das die notwendigen Nachforschungen eingeleitet hat.
hoffnungsvoller.
Die englische Presse rechnet mit erfolgreichem Abschluß der Lausanner Verhandlungen.
wtb London, 7- Juli. (Eig. Meld.) Die englischen Pressemeldungen aus Lausanne erkennen zwar den Ernst der Lage an, lauten aber dennoch ziemlich zuversichtlich. Eine Reutermeldung besagt, die Verhandlungen seien soweit gefordert worden, daß es keiner Partei möglich fein werde, die Verantwortung für einen Abbruch zu übernehmen.
Dieser Gedanke kommt auch in anderen Meldungen zum Ausdruck. Pertinax meldet _ dem „Daily Telegraf" aus Lausanne, es sei möglich,
Rechtsregierung.
Was die kleinen Gewerbetreibenden angeht, ,t> kann nicht laut genug darauf verwiesen- werden daß diese Regierung auch den Umsatz unter -wu Mark wiederum zur Umsatzsteuer herangezogen ht. Dr Brüning hat diesen Umsatz bekanntlich von der Umsabiteuer befreit und sich damit als wahrer Freund mittelständi'chen Lebens gezeigt. Die von Hitler unterstützte Regierung hat diese Umsatz steuerfreibeit wieder aufgehoben. Der Nilttelfran wird dadurch umso empfindlicher getrosten, als in zwischen die Umsatzsteuer erhöht werden mußte.
Auck darauf sei verwiesen, daß in dieser Regierung weder ein Vertreter der großen Konsumen- tenschichten sitzt der Lohn- und Gehaltsempfänger des deutschen Einzelhandels hebt diesen Mange ausdrücklich hervor und bedauert ihn aufs tiefst^
In diesem Zusammenhang sei auf die bekannte Tertiheitfchrift „Der Konfektionär vom 8. >funl 1932 verwiegen. Dort ist gesagt, daß „von w, - schaftlichen Belangen und Notwend gkeiten t J, tiahin wohl wenig die Rede sein wird. D 3- befürchtet ein« „schwere Beunruhigung des
ÄtÄÄSeÄ-.
nnlitifrh aevlant fei und „wenn wirklich neue noch schutzzölle geplant sein sollten, dann würde das eme Erhöhung der Preise bedeuten, dief .
ständischen Einzelhandel gerade nach durchgefuyr ter Preissenkungsaktion untragbar roore.
Sßeiter heißt es dann: „Wo sind überhaupt im neuen Kabinett die Vertrauensmänner der mütel- ttnnhüriipn Wirtschaft? Dankenswerterweise hat &ÄSS' de- Deutschen Ei^el ar^ s in einem Schreiben an den neuen Kanzler daruver ihrem Befremden Ausdruck gegeben, daß siAm der neuen Regierung „bei roeitqe^enöer ?Beru^ mmn einzelner Gruppen der GutererzeugiMg reme Persönlichkeit des Handels" befindet. Wir mochten UNS diesem Befremden voll und ganz anschließen.
Jedenfalls sieht ein großer Test des wirtschaft- lichen Mittelstandes den Dingen, die da kommen sollen, mit großer Msorgnis entgegen und man darf es der Hauptgemensichast des Deutschen un zelhandels sehr hoch °nrechnen daß s,e a .,® fürchtungen und Sorgen des von ihr,,vertret T-iles des Mittelstandes" hingewiesen hat. Wir
Mittelstandes berechtigt, die offene Frage z
'teI£tb die neue Regierung gewillt ist, die von der
Ncifi-ü kommt man dann am sichersten Hera ,
dauern, daß Brüning nun wicht mehr Zei gem g hatte, um seine mittelstandischen Plane m der Praxis durchzuführen".
Dielen Worten braucht nichts hmzugefugt zu
ning mußte gehen! Großagransche Einflüsse haben ihn gestürzt! — Was nun wird ....
Man hört heute immer wieder gerade ausKreisen des Mittelstandes: „Es lohnt sich eben nur noch.Z
iSen" Diese Stimmen haben vollkom- NI en recht Wirtschaftspartei? Sie hat es im Meu- ßischenSidtaa auch nicht zu einem A'gen K . süh^dem Herrn^Geh^eime^Finanzmt Hugenberg an
* Früherer Generalstaatsanwalt zum Priester geweiht. Der seltene Fall, daß ein Generalstaats, anwalt trotz fernes Alters von 60 ^ahrenTheolo. gie studiert und zum Priester gewecht wird hat sich jetzt in Paderborn ereignet. Dr. Peter Cl a e r, der iau§ Aachen stammt war zuleA Generalstaatsanwalt m Marienwerder. Nachdem er seinen Abschied aus dem Staatsdienst genom men hatte, studierte er in Bonn und Eichstatt Theologie. In Paderborn wurde er nunmehr zum Priester geweiht.
* Goethe-Ehrung 'm Innsbruck. Zur Er inne rung an den mehrmaligen Aufenthalt Goethes m Innsbruck und an seine geologischen ^orschun- gen wurde aus Anlaß des Goethejahres an dem 2334 Meter hohen Hafelekor eine Goethe- Gedenktafel enthüllt. Der neuerbaute Weg, der von der Gipselstation der seilschwebe- bahn am Süd- und Nordhang der Nordkette zur Psel's-Hütte führt, wurde Goetheweg benannt. -
Zn einer Wahlkundgebung der Bayerisch en Bolkspartei in Augsburg sprach Prälat Leicht, der Führer der Reichstagchraktion. Er forderte die Anerkennung des katholischen Glaubens denn gerade weil die Anhänger der Bayerischen Bolks- vartei katholisch seien, seien sie treue Deutsche. Prälat Leicht setzte sich dann mit den Ereignissen auseinander, die zum stürz der Re- aterung Brüning führten. Bei den kommenden Wahlen handele es sich nm d ie Wahr ung der Selbständigkeit Bayerns. Bayern lasse sich nicht ausschalten. Er, als katholischer Geis - Mer, lasse sich von niemanden sein« bürgerlichen Rechte rauben. Em deutscher Katholik beuge sich nur d em D iktate Gottes und keiner anderen Diktatur. Mit dem Wahlspruch: Für Wahrheit, Rechts und Freiheit! werde die Bayerische Volkspartei Schulter an Schulter mit dem Zentrum m den Wahlkampf ziehen.
Verstündlicher Bayern-Zorn.
Durch unerhört freche Drohungen, die der nationalsozialistische Reichstagsabgeordnete, Oberpostsekretär Sprenger aus Frankfurt, in Regensburg gegen die bayerische Regierung, sowie den alten Bauern-Doktor Heim ausstieß, ist der o b e r pf al zr s che Christliche Bauernverein zu einem Aufruf veranlaßt worden, in dem es heißt:
„Bayernwehr undBayernwacht an die Front. Alle Bauern- und Bayernsohne vom 18. Jahre an, die bereit sind, jederzeit auf jeden Ruf zum Schutz unseres Bauernführers Dr. Heim und unseres Bayernführers Dr. Held ein- zutr-ten, haben sich sofort schriftlich beim Sekretariat des Christlichen Bauernvereins in Regensburg zu melden. Wir Bauern lasten unsere Führer nicht kampflos abschlachten, mit Sagern lassen unser Bayernland nicht zum I Tummelplatz von Aufrührern und Umstürzlern werden, rotr Bayern lassen uns und unsere Kinder nicht zu Sklaven irgendeiner Parteidik- tatur machen. Darum auf zum Kampf für unser Bayernland, zum Kampf für die Freiheit des Bauernstandes und Bayernvolkes."
Sprenger hatte in einer Regensburger Wahlversammlung Held und Heim als landesverräte-
„Sin Katholik beugt sich keiner Matnr". Prälat Leicht spricht in Augsburg. — Entrüstung in Bayern über eine nationalsozialistische Drohung gegen Held nnd Heim.
In dieser bemerkenswerten Form wird von offiziöser deutscher Stelle der letzte Stand der Lausanner Verhandlungen umschrieben.
Die gtanftiteutfrage.
ERB. Berlin, 7. Juli. (Eig. Meldg.). Zu einer gestrigen Rede Vanderveldes 'N der belgischen Kammer, der inbeKig auf die 'Franktireurfrage die Schuld an den Borgangen zu Beginn des Krieges Deutschland gibt und für die Untersuchung durch eine neutrale Kommission eintritt wird von deutscher amtlicher Seite erklärt, daß Deutschland schon vor Jahren den Vorschlag gemacht hatte, eine Untersuchungskommission über die Franktireurangelegenheit emzusetzen. Aus diesem i Vorschläge könnte wohl jeder unabhängige Beobachter'auf das gute Gewissen Deutschlands schlie
ßen, das eine derartige Untersuchung in keinem Falle zu scheuen braucht.
Der ÜberwachnngsausHutz des Reichstags
Der Abgeordnete Hertz hat tm Namen der Sozialdemokraten an den Präsidenten Löbe einen Brief gerichtet, in dem er bittet, die notwendigen Schritte zur Einberufung des Ueberwachungsans- schusses des Reichstags zu tun. Präsident Lobe wird den Brief dem Ausschußvorsitzenden »traj- s e r mitteilen und ihn auffordern, dein Wunsche der Parteien auf Einberufung des Ausschusses Rechnung zu tragen. Strasser regt sich nämlich bisher nicht. Wäre statt Papen-sch-e:cher noch Brüning Kanzler, würden die Nationaliozialüten die Einberufung des Ausschusses als eine Lebensnotwendigkeit für Deutschland bezeichnet haben. —
Der Schmuggel au der Westgreme.
Wie umfangreich sich der Schmuggel an der Westgrenze des Deutschen Reiches, besonders m der Gegend von Aachen, entwickelt hat, geht aus einer Aufstellung hervor, die jetzt das Hauptzollamt Aachen über die Aufgriffe tm er st en Halbjahr 1932 veröffentlicht. Danach sind m
den sechs Monaten insgesamt 10431 Strafanträge wegen Schmuggels vom Hauptzollamt Aachen anhängig gemacht worden. Unter den beschlagnahmten Waren befinden sich u. a. über drei Millionen Zigaretten, fast 31 000 Kilo Kaffee, 60 000 Kilo Zucker, 22 000 Kilo Getreide, 20 000 Kilo Mehl sowie 12 500 Kilo Brot. An Transportmitteln, die beim Schmuggeln benutzt worden waren, wurden über 400 Fahrräder, 4o Kraftwagen und 18 Krafträder beschlagnahmt. Man muß bei diesen Zahlen noch berücksichtigen, daß bei weitem nicht die Hälfte der Schmuggler gefaßt wird.
Die Verhandlungen, die am Mittwoch zwischen den leitenden Staatsmännern m Lausanne stattfanden. sowohl im einer Sechsmächtebesprechung wie Macdonald, Papen und Herriot, eine ernste K o n f e r e n z k r i se Herriot lehnte schärfstens jedes Entgegenkommen für den deutschen Standpunkt ab und will insbesondere non der Anerkennung der d crnr i- schen Gleichberechtigung und der Erklärung über d i e Streichung des Kriegs sch uldparagraphen nicht sw i s e n. Von Seiten Macdonalds ist auf Herriot em ernster Druck ausgeiibt worden mit dem Hinweis, daß ein Zusammenbruch der Ko ns e- r« n 3 zu einer allgemeinen Kata - str op h e führen müsse. Nach einer kurzen Unterbrechung der Besprechungen wurde eme Nachtsitzung anberaumt, in der aber gleichfalls eine Einigung nicht zustande kam. Die SBernarti - hingen wurden dann auf Donnerstag vertagt, da alle Teilnehmer erschöpft waren.
Abschluß oder Vertagung?
Die Erwartungen der Deulschen, wen« noch rund 3 Milliarden bezahlt werden. — Die polnischen Gegenforderungen. — Die Franzose« wolle« nichts Ernstliches zugeftehe«. — Sie sprechen »eht wieder von einem „politischen Stillhalteabkommen d. h. der bestehende politische Zustand soll aus bestimmte Zeit garantiert werden. — England hoff», datz tzerrio» und von Papen sich doch noch einigen.
keine Eudlöfung und doch eine Lösung.
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FuldaerZeitung
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