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irr. 129

Anzeiger für die Stadt Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt.

Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen:Die Welt im Bild" undBuchenblätter". Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrift- :: leitung 3153, Fuldaer Actiendruckerei 3151 und 3152. ::

Dienstag, 7. Juni 1932.

Monatlich 1.65 einschließl. Postgebühr (48 Pfg.) ohne Pastell g Anzeigen-Preise: Kleinzeile <Col.) lokal 0.15 RM., auswärts 0.20 9m. Reklamezeile: lokal 0.60 RM., auswärts 0.80 RM Bei Wiederholungen Rabatt. Postscheckk Frankfurt a M 4051

fahr«. 59.

Itach der Reichstags-Auflösung.

Reichsinnenminister Freiherr von Gayl hat einem Vertreter der Presse gegenüber erklärt, daß in kürzester Zeit eine Neuordnung und Neu- Sssung sämtlicher Bestimmungen über die usrechterhaltung der Ruhe und Ordnung ergehen werde, durch diealle Ungerechtigkeiten gegenüber der nationalen Bewegung in ihren ver­schiedenen Formen" aufgehoben werden würden.

Zu der Frage der Reichstagswahl dementierte der Minister die Gerüchte über die Aenderung des Wahlgesetzes.

Der bisherige Reichsfinanzminister Dietrich ist als Spitzenkandidat für die staatspar­teiliche Liste Badens aufgestellt worden.

Vas der Führer der Vergarbeiler tagt

Der Führer des Christlichen Bergarbeiterver­bandes und des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Reichstagsabgeordneter Imbusch, sprach am Sonn­tagnachmittag im Kolping-chaus in E s se n über die letzten politischen Ereignisse im Reich. Im­busch führte u. a. aus:

Wenn man einmal von allem anderen absehe, so sei allein die amtliche Erklärung des neuen Ka­binetts ein Beweis dafür, daß die Arbeiter­schaft der neuen Regierung kein Ber- trauen schenken könne. Die Arbeiterschaft habe immer schon mit wachsendem Mißtrauen verfolgt, in wie starkem Maße Brüning und Stegerwald den Forderungen derjenigen nachgegeben hät­ten, die jetzt Brüning gestürzt hätten und aus de­ren Beauftragten das neue Kabinett bestehe. Trotz­dem habe die Arbeiterschaft Brüning und Stegerwald u n t e r st ü tz t, da sie an ihrem ehrlichen Willen zur Herbei, führung einer wirklichen Volksge­meinschaft nicht gezweifelt habe. Die Regierung v. Papen bedeute eine Her­ausforderung für alle, d i e diese Volksgemeinschaft wünschten, ins­besondere für die christliche Arbei­terschaft, die an diesem Ideal stets festhalte und viele Opfer dafür gebracht habe. Das Papen- Kabinett nenne sich eine Regierung derNationa­len Konzentration", aber es stoße die brei­te st en, die nationaldenkenden und handelnden Volksschichten brüsk vor den Kopf. Die in der Regierungserklärung zum Ausdruck kommende Meinung, als ob Staat und Wirtschaft in allen ihren Handlungen und in ihrer Entwicklung seit dem Kriege maßgebend von gewerkschaftlicher und marxistischer Seite beein­flußt worden seien, stehe mit der Wirklicheit i n schroffem Widerspruch.

In den bevorstehenden Wahlen müsse die christliche und die gesamte deutsche Arbeiterschaft mit aller Energie kämpfen, um die Anschläge der arbeiterfeindlichen Kreise abzuwehren. Jmbuschs Darlegun­gen fanden die Zustimmung der Versammlung.

Eine Treuekundgebung.

Eine Kundgebung, der unter den obwaltenden Umständen eine ganz besondere Bedeutung zu­kommt, ist seitens der Westfälischen Zen­trumspartei an den Vorsitzenden der Zentrumsfraktion des Reichstags er­gangen. Sie lautet:

Anläßlich der Auflösung des Reichstags nimmt die Westfälische Zentrumspartei Veranlassung, der Reichstagsfraktion ihren herzlichen und tiefemp­fundenen Dank für ihre große und umfassende Arbeit in der zweijährigen Tagung zu sagen. _

Gleichzeitig gedenkt die Westfälische Zentrums- parter der heroischen Pflichterfüllung und der wahr­haft aufbauenden und echt deutschen Politik des Reichskanzlers Dr. Brüning, die unvergeßlich und zukunftsstark in der deutschen Geschichte steht. Sein Name wird mit dem Ringen um deutsche Weltgeltung und mft dem Wiederaufbau der deut­schen Wirtschaft auf immer verbunden sein.

In den Wahlkampf werden wir mit alter Kraf 1 und stärkster Geschlossenhert ein­treten,, indem wir der Ueberzeugung sind, daß, wenn zu irgend einer Zeit, gerade jetzt dem Vaterland eine starke Zentrumspartei erhalten bleiben muß, um der deutschen Politik inmit­ten einer irregeleiteten Massenbewegung und in- mftten der Diktaturgelüste bestimmter Gruppen feste und sachlich begründete Linien einer Volkspolitik und Vaterlandspolitik einzuhändigen, die den Wie­deraufbau verbürgen. Gegen alle offenen und versteckten Gegner der Grundla­gen der Reichsverfafsung werden wir auf der ganzen Linie zum politischen Angriff übergehen.

Ein ungebrochener Rechtssinn und ein star- kes Grundgefühl für Treu und Glau­ben kennzeichnen die Haltung der West­fale n."

gez. Raestrup, Vorsitzender der Westfälischen Zentrumspartei.

Die Frankfurter Zeitung schreibt:

Die Regierung Papen wird zunächst einmal notverordnen, was unter der Regie­rung Brüning ausgearb eitet worden ist. Das ist, soweit wir sehen, die einzige Hand­lung, die in der Regierungserklärung involviert

ist. Vermutlich wird man hier von einer Erbschaft sprechen, die abzulehnen man nicht imstande war. Hoffen wir, daß diese Zwangsläufigkeit die neue Regierung n a ch d e n k li ch m a ch t. Denn es hat auch für die Regierung Brüning Zwangs­läufigkeiten gegeben. Zwar spricht das Kabinett von Papen von einer Bilanz, die das neue Kabi­nett vorfindet, und sie breitet nicht ohne Phathos diese Bilanz aus. Wollen wir doch der Gerechtig­keit Genüge tun und sagen, daß die vergangene Regierung vor der gleichen Bilanz gestan­den hat. Was anders könnte denn sonst jener Satz bedeuten, der ehemalige Reichskanzler Brü­ning habe als erster den Mut gehabt, eine klare Bilanz der Nachkriegssituation zu fordern. Oder glaubt man, andeuten zu müssen, es sei nur Bet der Forderung geblieben? Das Erbe, das man jetzt in Gestalt von Notverordnungen über­nimmt, beweist ja wohl, daß Herr Brüning und seine Mitarbeiter die Folgerungen aus je­ner Bilanz zu ziehen schon übernommen hatten. Das neue Kabinett kann noch nicht eine Andeutung dafür machen, was es anderes und besse­res zu tun gedenkt. Wir wollen uns freuen, wenn eine Liebesgabenwirtschaft aufhört, die zu be­kämpfen wir in den Nachkriegsjahren nicht unter« lassen haben. Was bis jetzt aus der Entstehungs­geschichte der neuen Regierung lautbar wurde, er­weckt jedoch gelinde Zweifel. Denn wenn der Staat keine Wohlfahrtsanstalt sein soll für Arbeit­geber und Arbeitnehmer, dann dürftedasauch für dre Zuschußunternehmungen ost­elbischer Landwirtschaft zutreffen. Was wir hiermit dem Herrn Ernährungsminister Magnus Freiherrn von Braun zur Kenntnis ge­bracht haben möchten. Im übrigen beschränkt sich die Kundgebung der neuen Regierung einerna­tionalen Konzentration" auf so allgemeine Formu­lierungen, daß in sie schlechterdings alles zu interpretieren ist.

Bagern auf der Hut."

Die offizielle Korrespondenz der Bayerischen Volkspartei übermittelte unmittelbar nach Ver­öffentlichung des Wahlaufrufs der Reichsregierung eine Erklärung, in der es heißt:

In einer Zeit, in der die gestürzte Reichsregie­rung die gesamten Kräfte des deutschen Volkes für einen außenpolitischen Kampf von höchster Be­deutung und westesttragender Entscheidung ein« setzen wollte, leistete sich Deutschland den Luxus, das Volk zum vierten Male innerhalb eines Jahres den aufwühlenden Lei­denschaften eines Wahlkampfes aus- z u l i e f e r n.

Die Erklärung, mit der die Reichsregierung sich der Oeffentlichkeit vorstellt, enthalte wohl eine Anzahl schöner Worte, guter Absichten und richtiger Diagnosen, aber sie könne keineswegs die Be­ruhigung schaffen, daß nun bessere, ge­schicktere und erfolgreichere Aerzte am Werk seien, den deutschen Patienten zu behandeln. Die Bayerische Volkspartei stehe dem Berliner Regierungsexperiment mit ausge- Ipro chener Reserve gegenüber. Sie grüße die neue Regierung mit dem Ruf:Bayern und mit ihm der deutsche Süden wer­den auf de r Hut sein, daß Deutschland keinen Schaden erleide, von dem es sich nicht wieder erholen kann."

Grade weil in der Regierungserklärung kein Wort von jener Kraft Deutschlands die Rede sei, der es seine bundesstaatliche Tradition und Existenz verdankt, fühlen wir uns in dieser ernsten Stunde des Reiches verpflichtet, den Satz auszu­sprechen: Komme, was kommen mag Bayern wird da sein. Die Bayerische Volks­partei wird dafür sorgen, daß Bayern da ist. Mit diesem Versprechen zieht die Bayerische Volkspartet mit Siegeszuversicht in den neuen Wahlkampf.

*

Auf einem stark besuchten oberbayrischen christ­lichen Jungbauerntag hielt Geheimrat Dr. Heim in Eudorf eine Rede, in der er nach einer Würdigung der Verdienste Dr. Brünings sehr scharfe Angriffe gegen die neue Re- gierung richtete. In dem Aufruf der neuen Re­gierung vermisse er die für Bayern wichtigste Frage, das Verhältnis zwischen Reich und Ländern. Die Länder müßten jetzt wieder zurückerobern, was man ihnen genommen habe. Wir haben, er­klärte Dr. Heim, die westlichen Republiken nach- geahmt, aber f o r t g e l a s s e n, was an ihnen gut ist. Wir sehen in jenen Republiken überall B r e ms- vorrichtungen gegen die Zügellosigkeiten eines ungehemmten Parlamentarismus. Es muß auch bei uns etwas kommen, was bremst, wobei er für Bayern an die Monarchie denft. Zum Schluß fei­ner Rede betonte Dr. Heim, daß er an keine Inflation glaube.

Unfreundliche Worte aus England.

In derSunday Times" kommentiert der Tunes"-Korrespondent in Wien und Berlin vor dem Kriege, Wickham Steeb, die Regierungserklä­rung. Der Rücktritt Brünings sei der Anfang vom Ende der deutschen Republik nach der Verfassung von Weimar. Papens Kabinett von Junkern, Baronen und Großindustriellen sei reaktionärerals Hitler selbst. Sein Manifest sei kein Meister­stück und werfe wenig Licht auf die Politik, die Deutschland in Lausanne verfolgen werde. Die Be­tonung von wirtschaftlicher und politischer Gleichheit und Freiheit und die Bezugnahme auf den Ver­sailler Vertrag deute an, daß die neue Regierung vielleicht da offen sein werde, wo Brüning Um­schweife gemacht hätte. Einer festen und einheitlichen Politik Englands und

Frankrerchs, unter st ützt von Amerika, die notwendig sei, würde sich dre neue Reg ierung jedenfalls nicht wider­setzen können. Innenpolitisch sei PapensMani­fest eine Kriegserklärung an den deutschen Sozialismus und Kommunismus. Die Wahlkam­pagne werde zeigen, wie die Linksparteien die Herausforderung annehmen.

ImObserver" erklätt Garvrn, daß die deutsche Regierungsbildung die Unsicherheit der Welt erhöhen und verlängern werde. Selbst ein Nazikabinett würde besser sein als eine Junta von Jun­kern. Den Freunden Deutschlands int Auslande hätte kein schwererer Schlag versetzt werden können. Die Kalkulation der Regie­rung auf eine lange Amtsdauer basiere auf der Annahme, daß die Nationalsozialisten keine klare Mehrheit erhalten und dann zur Unterstützung der Regierung gezwungen würden. Jede andere Re­gierung, gleichviel welcher Patteienzusammen- setzung, die den Anspruch erheben könne, die Majorität des Völkes zu vertreten, wäre jedoch besser als diese Regierung.

Besonders bedenklich ist, daß in England am Sonntag Falschmeldungen über eine Revolte in Deutschland verbreitet wurden.

Französische Stimmen.

Der Beschluß der Reichsregierung, den Reichs­tag aufzulösen, wird von Parifer Blättern als eine neue Etappe auf dem Weg zur Wieder­herstellung des alten Regimes be­zeichnet. DasPetit Journal" meint u. a., die deutsche Republik sei in einer Woche unter der Wucht ihrer natürlichen Feinde zusammen­gebrochen (!). Die Sieger hätten die Gewalt an sich gerissen. DerPetit Parisien" gibt u. a. der Ansicht Ausdruck, daß kein Zweifel mehr dar­an bestehe, daß sich die neue Regierung weder als uäbergangsregierung betrachte, noch gewillt fei, dem Nationalsozialismus den Weg vorzubereiten. Man habe im Gegenteil den Eindruck, daß der Reichskanzler und feine Mitarbeiter die Führung nur mit der Absicht übernommen hättten, sie so­lange wie möglich zu behalten.

Echo de Paris" ist der Ansicht, das Manifest fei eine wahre Anthologie von Reden des alten Regimes.

Die Abrüstung.

In einer Rede erklärte der englische In­nenminister Sir Herbert Samuel,, daß die Streichung der Reparationen und Kriegsschul­den eine allgemeine Rüstungsbegrenzung, die Ab­schaffung der allgemeinen Wehrpflicht und die Be- feitigung der Hälfte aller bestehenden Zölle zur Behebung der bestehenden Weltkrise unumgänglich notwendig sei.

Kürzung bet Beamtengehälter in Amerika. Der Senat in Wafhington nahm in seiner Sitzung am Samstag die Vorlage über die zehn- prozentige Kürzung der Bundesbeamtengehälter

wtb. New Jork, 6 Juni. (Gig. Meld.) Die Ve­teranenbewegung hat im Laufe des gestrigen Sonntags weitere beunruhigende Fortschritte ge­macht. Nachdem 111 Demokraten und 33 Republi­kaner sich dafür eingesetzt hatten, daß die Bonus- Bill am 13. Juni im Unterhause zur Verhandlung kommen soll, erklärten die in Washington ver­sammelten Veteranen, sie würden in Washington bleiben, bis die Bill angenommen worden sei. Die Polizei forderte die Veteranen wiederholt auf, Washington zu verlassen, erhielt jedoch die Ant­wort, man möge sie aus Washington hinaustragen. Die Frage der Ernährung der zusammenge-

über 1000 Dollar jährlich an. Es wird eine Haushaltsein spar u ng von jährlich 119 Millionen Dollar erwartet. -

Oie Lüge um Brünings Pension.

Schon vor einigen Wochen hatte ein natio nalft ozialistifch er Redner in einer öffent- lief)en Versammlung es gewagt, von Brüning zu sagen, er wolle nur deswegen noch im Amte blei­ben, damit er zwei volle Ministerjahve und damit Anspruch auf Pension hätte.

Dieser Tage konnte man in einigen Presseorga­nen in der Tat lesen, daß Brüning dieses Ziel er­reicht habe und nun mit einer fetten Pension ab- gche.

Dazu ist feftzustellen, daß Brüning nicht einen einzigen Pfennig Pension er- hält. Brüning selbst ist es gewesen, der diese Be­stimmung im neuen Ministerpensionsgesetz selber auf das entschiedenste s orderte.

Und wie Brüning es mit seinen Kanzlereinkünf­ten gehalten hat, spricht Rudolf Olden imBer­liner Tageblatt" (Nr. 262 vom 4. Juni 1932) aus, indem er sagt:Beim Gehaltsabbau hatte sein eigenes Gehalt immer den Vortritt."

In der Tat scheidet Brüning ohne auch nur den geringsten materiellen Vorteil, aber dasür mit ernstlich geschwächter Ge­sundheit, aus dem Reichskanzleramte.

* Emil Kiffer nicht mehr Chefredakteur der Germania". DieGermania" berichtet:Mit Rücksicht auf die politischen Vorgänge der letzten Tage tritt Herr Emil Ritter von der redaktionel­len Leitung derGermania" zurück. Die Ver­lagsleitung der Germania."

* Verhindertes Attentat auf Mussolini? Aus Rom wird gemeldet: In der Nähe des Venezia- Platzes, an dem der Palazzo Venezia, der Sitz des Regierungschefs, steht, nahmen Polizisten eine ver­dächtige Person fest, die im Besitze eines falschen schweizerischen Passes auf den Namen Angelo war, dessen wahrer Name als Sbavdellotto fest- gestellt wurde. Bei dem Verhafteten wurden zwei hochexplosible Bomben und eine schußfertige Pistole gefunden. Sbardellotto gestand, daß er sich nach dem Platz begeben habe, um auf Mussolini einen Anschlag zu verüben.

Aus Kaffee und Baumwolle folgt der Weia. Aus Lissabon wird gemeldet: Die portugiesischen Winzer haben die Vernichtung von über 45 Millio­nen Liter minderwertigen Weines beschlossen, um befsere Absatzmöglichkeit für die guten Weinmar- ken zu erzielen. ' '

In den Ausstellungshallen am Lehrter Bahn­hof in Berlin wurde die Ausstellung der Entwürfe für das Reichsehrenmal eröffnet.

100 junge Leute im Alter von 14 bis 15 Jahren find in Madrid unter dem Verdacht verhaftet worden, die zahlreichen Bombenattentate der letzten Woche ausgeführt zu haben.

strömten Veteranenmassen wird von der Polizei als hoffnungslos bezeichnet, zumal ein Zuzug von weiteren 4 000 Mann in den nächsten Tagen er­wartet wird. Auch die Unterbringung der Leute stößt auf ernsteste Schwierigkeiten. Mttüerweile fammeln sich an zahlreichen Punkten des Lande» weitere Taufende von Kriegsteilnehmern zu einem konzentrischen Marsch auf Washington. Sie schrek- ken vor Sabotageakten nicht zurück. Wenn ihnen keine Freifahrt auf den Eisenbahnen gewährt wird, beschmieren sie die Gleise mit Seife, um die Züge auf diese Weiße zum Stillstand zu bringen.

Der Marsch der amerikan. Kriegsteilnehmer

WM

Eine Abteilung der Kriegsteilnehmer mit beschlagnahmten Transport-Automobilen auf der Fahrt nach der amerikanischen Bundes-Hauptstadt.

Viele Tausende von amerikanischen Weltkriegsteilnehmer sind nach Washington aufgebrochen, um dort ihre Forderungen durchzusetzen, deren Erfüllung nach Ansicht der Finanzsachverständigen das ganze Land in eine furchtbare Katastrophe stürzen würde. Große Scharen umlagern bereits das Capitol, und die Behörden scheinen ihrem Treiben gegenüber völlig machtlos zu sein. Ja, Krieg- führen hat selbst für die Sieger manche unangenehme Nachwehen!

Beunruhigende Fortschritte.