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Beilage zur Fuldaer Zeitung

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Wir treten stumm in das heilige Haus und hauchen sterbend die Seele aus.

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weißer Leid ward uns geschenkt, bebend der grüne Schleier umfängt.

Lob unsrer Schönheit hellauf erklingt, Liedern sind wir innig umringt.

rührt kein Lied, gewinnt fein Kauf, sparen uns für einen anderen auf.

Es kommt ein Tag, wir fühlen'» bang, da rüsten wir uns zum Opfergang.

ihn. Sie wußten, daß er heute noch Wort „Es werde" sprechen wollte, schöpf auf Erden, der Mensch, sollte

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Fahnen wehen, Weihrauch würzt die Luft, Blumen Fülle hauchet süßen Duft!

Straßen führt, geziert;

Fuß, zum Gruß.

WaDes Duft, der Scholle Kraft, Wehen der Lüfte, der Wurzeln Saft,

Frieden der Nächte, des Tages Licht, tragen's vor Gottes Angesicht.

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hosianna bringen sie dem Höchsten dar. Der viermal Segen spendet vom Altar. Do- künden Böllerschüsse dröhnend an, 3n tiefster Andacht beten Weib und Mann: Oelöbet sei uns stets im Sakrament

Du, Jesu Herz, das man Fronleichnam nennt!

R. Ham.

riebenen Weißbrot sowie dem gehackten Spinat und formt apfelgroße Klöße von der Masse. Nachdem dieselben ca. 10 Minuten in Salzwasser abgekocht sind, bringt man sie auf erwärmter Schüssel zu Tisch und reicht folgende Soße dazu. — Von 1 Würfel Maggi's Braten- soße stellt man nach Vorschrift eine Soße her, in die man 100 Gramm ausgebratene Speckwürfel gibt.

ihrer Hand gehalten, daß er nicht in einer neuen Pfütze landet, und geht nun ganz sittsam, was ihm zum Schluß ein Lob einträgt. Das einzige, was er hierbei tun kann, ist dem Gesang der Vögel zu lauschen, und weil das langweilig wird, müde zu sein.

Beim nächsten Ausgang wird er schon feinen Stein mehr suchen, dessen Farben durch des Wassers Feuchtig­keit leuchten. Er läßt sich aus Angst vor den Schelt- Worten der Mutter, auch wenn es trocken sein sollte, nicht zur Erde nieder, wenn es gilt, einen Frosch, eine Eidechse zu beobachten. Er bleibt nicht stehen, wenn er einen Schmetterling, eine Raupe sieht, er hebt feine Heinen Blumenleichen auf . . .

Langsam ober heftig von der Hand der Mutter ge­zogen, trabt er dahin. Langsam und langweilig Der- laufen die Spaziergänge, und die Großen wundern sich vielleicht, wo des Kindes Fröhlichkeit geblieben ist.

Die ersten Fäden, die der kleine Hans mit der Natur ganz selbständig knüpfte, sind zerrissen und werden bei mancher kleinen Seele nie wieder heil. Gewiß, die Gro­ßen denken sich nichts Böses dabei; sie wollen nur das Beste der Kleinen und doch möchte ich dieser kleinen Be- trachtung den Satz anfügen, „wie man es nicht machen soll".

Fördert die KaWeb? bei Kindern.

wie man es als Mutter nicht machen soll.

Von Margaret Hohmann.

Der kleine Hans hatte einen vom Regen feuchten Stein aus der Pfütze gezogen und hielt ihn der Mut­ter freudestrahlend hin: „Sieh, steh, wie bunt und schön!" . . . Die schlug ärgerlich auf die kleine Patschhand.

„Laß den Dreck. Guck, wie du dir die Hände be­schmiert hast!", und als der kleine Sünde; sich zum Ueberfluß die nassen Fingerchen am sonntäglichen Kittel abwischt, setzt die Mutter hinzu, „und nun noch bas schöne, saubere Kleidchen voll Flecken machen, man hat nur Plage mit dir."

Hans sieht traurig seinem bunten Stein nach, der im Schlamm der Pfütze verschwunden ist und auf die Spu­ren, die feine Patschhand auf dem weißen Kittelchen zurückließ. Was weiß ein zweijähriges Gemüt viel, ob fein Kleid schön oder häßlich ist, aber nicht lange, da hat er etwas Neues, was ihn entzückt.

Es ist ein kleiner Frosch, der auf der Erde possier­lich hüpft. Er hält ihm einen Grashalm vor, damit er drüberhopsen soll. Die Mutter hat grabe eine Be­kannte getroffen, fo ist es ihm vergönnt, nicht nur ben Bewegungen des seltsamen Hopsers aus der Ferne zu­zusehen, er hat -sich richtig zu dem Tierchen auf die Erbe gesetzt, spielt mit ihm und ist beglückt.

Aus biefer Versunkenheit weckt ihn ein Schrei des Entsetzens. Er wird unsanft am Arm in bie Höhe ge­zogen unb ihm burch einige Schläge bebeutet, baß man sich als artiges Kind nicht auf bie Erbe zu setzen habe, befonbers nicht auf bie feuchte Erbe. Er muß hören, baß er ein nichtsnutziger Bub wäre, baß er nächstes Mal nicht mitgenommen würbe unb manches mehr . . .

Hänschen meint zuerst laut, bann (eifer unb trippelt unlustig an ber Mutter Hanb. Er guckt auf bie Erbe. Enblich finbet er etwas Neues, was er anfehen, was er besitzen möchte. Es ist nur ein Blatt von Bärenklau. Iemanb hat es abgerissen unb nicht mit nach Hause genommen. Es gefällt bem Kleinen. Er bückt sich täp­pisch, um wenigstens bics als Erinnerung an ben Spa­ziergang heimzubringen. „Latz ben Blattlappen liegen!" befiehlt bie Mutter, als sie bie Absicht des nach ihrer Ansicht ungezogenen Kinbes merkt.

Nun sieht Hans nur noch ben Schmetterlingen nach, dreht sich fast den kleinen Hals dabei ab, weil bie Mut­ter in ihrem viel zu großen Schritt nicht zögert, zeigt mit ber freien Hand nach ihnen, dann betrachtet er eine Raupe, stolpert dabei, wieder von der Mutter ge­scholten, über einen Stein, wird noch gerade so von

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Bet Schuhschrank darf nicht fehlen.

Von Irene Kromer, Limburg (Lahn).

Die Aufbewahrung der Schuhe im Haushalt gehört in vielen Familien zu den leidigsten Kapiteln der Wirt­schaftsführung. Man findet die Schuhe oft in irgend einer Ecke, unforgfältig, oft sogar noch schmutzig hin­gestellt, ohne Leisten und in wüstem Durcheinander. Darf man sich dann wundern, wenn bei solcher Behand­lung das Schuhwerk nicht seine schöne Form behält und vorzeitig unbrauchbar wird. Dabei ist es verhältnis­mäßig einfach, sich einen Schuhschrank zu besorgen. Jede alte Kommode kann dazu Verwendung finden, denn in den tiefen Schubladen sind die Schuhe luftig und or­dentlich aufgehoben. Auch fönst ein kleines Schränkchen mit verschieden breiten Brettern läßt sich zu diesem Zweck verwenden. Man halte streng Ordnung im Sckuh- schrank. Die Schuuhe eines jeden Familiengliedes müssen zusammenstehen, für bie besseren Schuhe empfiehlt es sich auch Leisten anzuschaffen. Nach bem Gebrauch wer­ben die Schuhe über Nacht gelüftet, wobei man feuchte ober nasse Schuhe über ben Leisten zieht ober in Er­mangelung eines solchen bitt mit Zeitungspapier aus« stopft. Am anberen Morgen werben sie sorgfältig ge­putzt, sofort roieber über ben Leisten gezogen ober mit Papier ausgestopft, um bann erst in ben Schuhschrank zu kommen. Schmutzige Schuhe dürfen niemals in den Schuhschrank, auch keine Schuhe, bie nicht sorgfältig trocken geworben sind. Man bekommt sonst sehr leicht Schimmel in den Schrank, er nimmt auch einen muffigen Geruch an, der sich allen anderen "Schuhen mitteilt. Eine besondere Abteilung des Schuhschrankes muß auch für bie Pantoffeln und Hausschuhe reserviert werden, die jederzeit auch im Dunkeln leicht greifbar sein sollen.

Die Fronleichnamsbirken

Don I. -Endringer.

Bräutliche Träume glücken uns nicht, immer umkreist uns ein wachsames Licht.

Ein paar kleine Mode-Notizen.

Von Berta Segura-Wien.

Pique unb gestreifte Baumwollreste gelten als her- Dorragenbftes Material für Sommerkleiber. Pique liebt man in möglichst grellen Farben, babei sieht man hübsche Streifenmuster unb Musterungen aller Art, je- boch wirb auch Pique unifarben viel verarbeitet. Selbst­verständlich fehlen auch Punktmusterungen in Pique- toffen nicht.

Der nicht nässenbe Babeanzug bürste bei vielen Da­men halb recht beliebt fein. Er ist nicht mehr nach ber Anfertigung imprägniert, vielmehr hat man schon bie Wolle vor ber Verarbeitung wasserdicht gemacht. Man rühmt diesen neuen Badeanzügen nach, daß sie nach dem Schwimmen sofort wieder trocken sind, also Erkäl­tungskrankheiten vorbeugen.

Als Sommerpelz bleibt der Silberfuchs weiter große Mode, aber auch den deutschen Rotfuchs sieht man in ehr schönen Exemplaren. Breite Schalkragen sollen für den Winter auf den Markt kommen, jedoch werden sich die Frauen jetzt vor allem einmal des Sommers freuen. Bis zum Winter ist es noch lang.

In der Frage der Unterkleidung scheint sich ein Wan­del anzubahnen. Die Nachfrage nach Taghemd unb Schlüpfer ist bebeutenb lebhafter geworden. Die Kom­bination hat offensichtlich von ihrer Beliebtheit eingebüßt.

Selten kommt einmal eine Hausfrau auf die Idee, durch Verbesserung ber Gestaltung häuslicher Arbeit Zeit unb Kräfte zu sparen. Unb boch liegt gerabe aus bem Gebiet der wirtschaftlichen Verwendung der der Hausfrau zu Gebote stehenden Kräfte noch viel im argen.

Denken wir z. B. einmal an das Aufwaschen. In der Regel befindet sich rechts vom Abwaschtisch der soge­nannte Trockentijch. Mit ber linken Hand nimmt die Hausfrau bie Teller aus ber Schüssel, scheuert sie mit einem Lapppen in ber rechten Hanb ab unb zum Schluß wirb ber Teller mit der linken Hand auf den rechts stehenden Trockentisch gelegt. Oder die Hausfrau läßt das Scheuertuch fallen, um den Teller in die rechte Hand zu nehmen. Beides ist unpraktisch. Daß erheblich an Zeit und Kraft gespart werden kann, wenn sich dieser unpraktische Vorgang nicht alltäglich zweihundertmal wiederholt, bedarf keines Beweises.

Ist bie Aufwaschschüssel nicht tief genug, fo spritzt Wasser beim Abwaschen umher und in kurzer Zeit wird außerdem das Wasser fettig. Vor dem Abtrocknen legt man bann gewöhnlich bie Sachen auf ein Tablett ober in eine Schüssel zum Abtropfen. Wenn bann bie untersten Stücke an bie Reihe kommen, sinb sie bereits kalt unb beschlagen, so baß auch noch bas Hanbtuch naß wirb. Wir wollen einmal versuchen, bie Zeit des Aufwaschens auf bie Hälfte abzukürzen.

Unser erstes Augenmerk gilt ber Arbeitshöhe ber Ab­waschschüssel. Die folgenben Angaben beziehen sich auf alle Arbeitsflächen auch z .B. auf bas Plättbrett. Die­jenige Höhe ist die richtige, die ben geringsten Aufwand an Armmuskelkräften erfordert. Bei der Größe der Frau von 1,50 Mtr. ist 0,70 Mir. die beste Höhe der Arbeits- fläche, bei 1.55 Mir. 0,73 Mtr., bei 1,60 Mir. 0,75 Mtr., bei 1,65 Mtr. 0,78 Mir., bei 1,70 Mir. 0,80 Mtr., bei 1,75 Mir. 0,83 Mir., bei 1,80 Mir. 0,85 Mir.

Die Abtropfvorrichtung muß auf der linken Seite des Abwafchtifches angebracht werden unb muß so beschaffen fein, daß das Geschirr nicht über einander, sondern neben- einander zu liegen kommt. Praktisch ist ferner ein Seifen­behälter am Rand der Aufwaschschüssel.

Das Aufwaschen zerfällt in drei Teilarbeiten, das Entfernen der Speisereste, das eigentliche Abwaschen unb bas Abtrocknen. Um bie Speiserückstänbe zu besei- tigen, füllt man Töpfe unb Pfannen mit warmem Was­ser, bas man bann vor bem Abwaschen wieber ausgießt. Glassachen können mit einer kleinen Bürste abgewaschen werben. Alle' Geschirrstücke gleicher Art kommen zu­sammen ins Abwaschwasser. Auf ber Abtropfvorrichtung können Porzellangegenstänbe noch einmal mit heißem Wasser übergossen werben, bann läßt man sie zum Trocknen liegen. Inzwischen reinigt bie Hausfrau Koch­töpfe unb Pfannen mit einer geeigneten Bürste. Die Abtropfvorrichtung erspart ber Hausfrau bas Abtrock­nen des Porzellans. Glasfachen werben nach wie vor abgetrocknet, da sie Uebergiehen mit kochendem Wasser nicht vertragen. Auch Silbersachen müssen abgetrocknet werden, da sie allzu langsam trocknen. Das Uebergießen mit kochendem Wasser gibt dem Porzellan einen viel

Hand hervorgehen.

Die Blümlein im Garten neigten

bem Schöpfer unb hauchten ihren feinsten unb lieblich­sten Duft aus. Da sprach einer ber Engel: „Herr, laß bie Menschenseele diesen Blumen ähnlich werben, auf daß ihr Dust zu Deinem Throne emporsteige." Doch der Herr schritt schweigend weiter, und fein Angesicht leuchtete in unvergleichlicher Schönheit.

Die Vöglein hoben chre Schwingen und fliegen zwit­schernd höher und höher in des Himmels Blau. Da sprach ein anderer Engel: „Herr, laß die Menschen- seele den Vöglein ähnlich werden, damit sie sich jubelnd zu Deinem Throne emporschwinge." Doch der Herr

Ruf zum Sammeln — ein Ruf an alle, sich anzufchlie- hen und dem Herrn in der Monstranz zu folgen. Wenig von ber einstigen Macht- unb Prunkentfaltung ber Kirche ist geblieben. Sie ist mit ihren Zeremonien unb Gnadenmitteln in bas Innere der Gotteshäuser zurück- gedrängt. Kein Priester segnet mehr öffentlich die Menge, kein festlicher Gottesdienst ruft ganze Land­schaften zusammen. Der Fronleichnamszug aber ist ge­blieben. In ihm verkörpert sich das Festhalten an der Weltmission der Kirche und an bem allgemeinen Gottes­reich • hinieden.

Eine eigenartige Wärme strahlt von bem Fronleich­namsfeste aus, eine ähnliche Wärme, wie sie von dem Weihnachtsfest ausgeht. Und tatsächlich haben diese bei­den Feste ja auch Berührungspunkte. Zu Weihnachten feiern wir das Fest der Menschwerdung, also der Der- körperung Gottes im Menschen; zu Fronleichnam feiern wir auch eine irdische Verkörperung Gottes, die in der heiligen Brotsgestalt. Sinnreich fft es also, daß die Kirche in ber Dräfation des Fronleichnamsfestes Gott mit benfelben Worten preist wie am Weihnachtsfest. Die anberen Feste führen uns zu Gott und zu den Heiligen empor, erheben uns über das Irdische, das Fronleichnamsfest führt Gott zu uns herab, in unsere Mitte. Daher schmücken wir unsere Gotteshäuser, da­her schmücken mir uns selbst, daher prangen die Sira- hen im Blumenschmuck, daher der irdisch« Glanz die­ses Festes. Gott kommt zu uns zu Besuch, und wir stellen ihm gewissermaßen die ganze Welt im Festkleide vor, damit sie ihm huldige. Da verschmäht auch bie Kirche, die sich sonst so gern in ihre geistigere und her- bere liturgische Freude zurückzieht, nicht ben Schmuck ber Blumen, ben Glanz der Fahnen, bas Bunt ber festlichen Gewänder, ben Klang ber Posaunen. Alles Irbische soll an biesem Tage demütig des Herrn warten und ihm bienen. Nicht nur im Himmel ist unsere Freude, nein, auch auf Erden schon, auf Erden, wo Gott seinen Thron ja auch aufgeschlagen hat, mitten unter uns. Daher fingen wir mit heiliger Freude: „Laßt, Christen, hoch ben Jubel schallen . . ." M. S

„So soll die Menschenseele sei«".

Eine Schöpfungslegende.

Es war am letzten Schöpfungstage. Die Erde prangte in ihrem ersten unb schönsten Frühling. Ihr Atem war ein einziger Hymnus zu Ehren des Schöp-

Erprobte Rezepte.

f. Zunge Steinpilze mit Reis. In Scheiben geschnit­tene Steinpilze werben mit Salz bestreut, zunächst im eigenen Saft, bann unter Hinzufügen von Butter, Pfef­fer unb feingewiegter Petersilie gebünftet. Inzwischen kocht man Reis in kräftiger Bouillon weich, gibt ihn ab- wechseln!» mit ben Steinpilzen in eine mit Butter aus- gestrichene Form, befällt bie oberste Reisschicht mit zer­lassener Butter unb streut Parmesankäse darauf. Back­zeit: Vi bis % Stunben.

f. Gebackener Kohlrabi mit Schinken. Junge Kohl­rabi werben in Scheiben geschnitten, mit etwas Salz in fetter Fleischbrühe weichgebünstet unb diese kurz einge­kocht. Sehr mild gesalzener, magerer Schinken wirb in feine Würfel geschnitten unb abwechselnd mit bem Kohl­rabi in eine gebutterte Form gefüllt, mit verquirlten Eiern übergossen, mit Parmesankäse bestreut unb zerlas­sener Butter befällt. Backzeit ca. 1 Stunbe.

Eier in neuer INeerrettichsoße. (Für 4 Personen, 25 Min.) Zutaten: 8 Gier, 1 Maggi's Bratensoßenwürfel, y4 Liter Wasser, 1 Tasse Milch, Saft einer halben Zi- trone unb 2 Eßlöffel geriebener Meerrettich, 50 Stamm Butter. Zubereitung: Die Eier werben nach Geschmack weich ober hart gekocht, von ber Schale befreit unb warm gehalten. Inzwischen hat man Maggi's Braten- soßenmürfel nach Vorschrift in -/« Liter Wasser auf­gelöst, bie Milch bazugegeben unb 20 Minuten gekocht. Dann wirb die Soße mit dem Zitronensaft und Meer« rettich abgeschmeckt, die Butter hineingerührt und die Gier in Hälften geteilt in der Soße zu Tisch gebracht. Salzkartoffeln dazu reichen.

SpinatHötze mit Specksohe. (Für 4 Personen, Vi Stunbe.) Zutaten: 500 Gramm Spinat, Vi Liter fo« chenbes Wasser, 200 Gramm Reis, Salz, Muskat, 1 kleine Zwiebel, 1 Gi, 2 geriebene Runbstücke, 1 Maggi's Bratensoßenwürfel, 100 Gramm Speckwürfel. Zuberei­tung: Der sauber vorbereitete Spinat wirb in bem Was­ser einmal ausgekocht. Darauf läßt man ihn auf einem Siebe abtropfen unb hackt ihn fein. In bem Kochwasser quillt man ben Reis recht trocken aus, mengt ihn mit Salz, Muskat, ber geriebenen Zwiebel, bem Gi, dem ge-

schöneren Glanz als das jeitraubenbe Abtrocknen, wobei außerdem noch gelegentlich ein Stück zerbrochen wirb.

gebe, auch bie unscheinbarste Aufgabe im Haushalt kann auf biefe Weise vereinfacht werben, mag es sich um Backen, Waschen, Kochen, Kartoffelschälen ober Staub­wischen hanbeln. Alle nutzlosen unb überflüssigen Be- megungen gilt es zu vermeiden. Bewegungsstudien gibt es nicht nur in ber Fabrik, sondern auch im Haushalt, denn die Arbeit ber Hausfrau ist aus Bewegungen zu­sammengesetzt.

Das Reinemachen geht heutzutage noch ganz allge­mein in ber Weise vor sich, baß in einem Zimmer bie Fenster geputzt, ber Fußboden gereinigt, bie Teppiche ge­klopft, gebürstet unb gekehrt unb die Möbel abgestaubt und poliert werden. Erst wenn bas Zimmer vollkom­men sauber ist, beginnt man mit bem Reinemachen im nächsten Zimmer. Heute lehren uns wieber bie Be- wegungsftubien, baß bas obige Verfahren bes Reine­machens eine Sräfteoergeubung bedeutet. Das Reine­machen jedes Zimmers besteht aus Arbeitsgängen, bie mitunter in feinem Zusammenhang stehen. Die Ar­beiten mit bem Besen, Staubtuch, Fensterleder, sowie Scheuerlappen und Eimer erfordern immer wieder eine andere Körperhaltung, so bah es nicht empfehlenswert ist, in allzu kurzen Zeitabständen „bie Schicht zu wech­seln". Die moberne Hausfrau wird also bie Fenster aller Zimmer der Wohnung hintereinander ber Reini­gung unterziehen, um bann vielleicht bie Möbel unb zum Schluß alle Fuhböben vorzunehmen. Der Wechsel von einer Arbeit zur anberen bringt stets eine Verlangsamung bes Tempos mit sich. Man muß sich eben erst wieber auf bie neue Arbeit einfteflen.

Das Fensterputzen darf nicht auf den Tag des gro­ßen Reinemachens verlegt werden, gerade diese Arbeit kann vollständig unabhängig davon ausgeführt werben.

Diele Hausfrauen lasten ihre Wäsche zu Hause wa­schen unb müssen bann am Waschtag tüchtig mit an­greifen. Viel Zeit geht babei verloren, wenn bie Wäsche vorher nicht genügend ausgesucht und gemustert worden ist. Das Plätten wird dadurch erleichtert, daß das Plätt­brett ganz fest steht. Eine Unterlage aus Stühlen kann niemals einen festen Halt gewähren. Die Wäscheleine spannt man am besten so, daß man gleichzeitig zwei Stellen bedienen kann. Steht ein alter Kinderwagen zur Verfügung, so setzt man den Korb mit der aufzu- hängenden Wäsche darauf und kann ihn bequem überall hinsahren.

Wichtig für bie Beanspruchung ber Kräfte ist bie Kör­perhaltung ber Hausfrau bei ber Arbeit. Viele Ar­beiten können sitzend verrichtet werden. Nicht nur das Kartosfelschälen unb Plätten, sondern auch das Aus­waschen unb vieles anbere mehr. Stehen bebeutet immer eine Anstrengung gegenüber ber sitzenden Haltung.

Dor Beginn der Arbeit müssen alle erforderlichen Zutaten, Hilfsmittel und Geräte beisammen sein, wenn nicht die Arbeit unnötig verzögert ober gar ber Erfolg ber Arbeit in Frage gestellt werben soll.

Ein weiterer Grunb übermäßigen Kräfteverbrauches ist die Verwendung abgenutzter und ungeeigneter Werk­zeuge in ber Küche unb im Haushalt. Es gibt außer­ordentlich viel zeitsparende Haushaltungsgeräte, erinnert sei nur an die Hackmaschine, mit deren Hilfe in einer Minute diejenige Arbeit erledigt wird, zu ber man unter Benutzung bes Hackmessers etwa 20 Minuten braucht. Wollte man nach den Haupturfachen forschen, die einem zu großen, übermäßigen Kräfteverbrauch im Haushalt zugrunde liegen, fo würde man im allgemeinen bie folgenben ermitteln: Vor Beginn ber Arbeit hat bie Hausfrau nicht bas gesamte notwenbige Gerät unb Material beisammen. Sie verliert Kraft zum Holen unb Suchen dieser Dinge. Mitten in der Arbeit hört sie manchmal auf, um eine andere zu beginnen, die mit ber ersten Arbeit in keinem Zusammenhang steht. Die Höhe bes Arbeitstisches ober ihre Körperhaltung ist un­zweckmäßig. Die Hausfrau hat nicht genügenb Vorräte unb verliert Zeit durch überflüssiges Einholen. Unb an letzter Stelle aller zeitsparenden Einrichtungen nennen wir die Gewohnheit, sich alltäglich einen genauen Arbeits­und Zeitplan zu entwerfen, denn planmäßige Arbeit geht stets rasch von statten.

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Da schritt der Herrgott selbst durch den Garten. Sem Antlitz war majestätisch ernst. Drei herrliche Engel, bie ben Kampf mit Luzifer überwunden hatten, begleiteten — ' ' einmal das große

schritt schweigend weiter. —

Die Sonne leuchtete in ihrer ganzen Pracht und wob tausend und abertausend Strahlen um bes Schöpfers Werke. Der dritte Engel blickte staunend zur Höhe und sprach: „Herr, laß die Menschenseele werden wie die Sonne, laß sie leuchten und strahlen zu Deiner Ehre." Doch der Herr schritt schweigend weiter. —

Aus einem Felsenzett sprang ein klares Bächlein. Seine Wellen waren wunderbar rein und durchsichtig. Die Sonnenstrahlen tauchten bis auf den Grund, und all die tausend Tropfen glänzten und glitzerten. Das Bächlein murmelte ein Lied, leise und geheimnisvoll, daß selbst die Engel es nicht verstanden. Als es seinen Schöpfer erkannte, schwoll es lauter, und feine Melo­die Hang wie reine, tiefe Sehnsucht. Da blieb der Herr stehen und lauschte. Er allein verstand diese Sprache. Dann beugte er sich nieder, und — o Wun­der — die Haren Wellen spiegelten Sein heiligstes An­gesicht in seiner ganzen unvergleichlichen Schönheit. — Da breitete ber Schöpfer segnend Seine Hände aus und sprach mit lauter Stimme: „So soll die Menschen­seele sein!"--

Es war, als ob die ganze Natur den Atem anhielte und lauschte. Dann schallte es wie ein tausendfaches Echo durch die Wipfel der Bäume und bis hinauf zu den Wolken: „So soll die Menschenseele sein." Unb droben wiederholte ein unendliches Heer seliger Geister in unendlicher Freude: „So soll bie Menschenseele sein." M. M.

Fronleichnam.

Wieder prangen die Gotteshäuser in reichstem 'Schmuck. Und nicht nur die Gotteshäuser. An den Straßen entlang, die der Heiland zieht, hängen Gir- landen, junge Birken stehen und lassen ihr zartes Laub im Winde spielen, Alläre erheben sich unter freiem Him­mel unb laden alle ein, zu Ihm zu kommen, der das Leben gibt. An alle, nicht nur an bie Gläubigen, wen­den sich diese Altäre. Sie legen Zeugnis ab von der Katholizität der Kirche, die ihren Gott zum Herrn der Welt erklärt und alle Menschen ohne Ausnahme zu sei­nen Dienern. Und wenn die Prozession sich durch die Straßen bewegt, was ist dies anderes als ein großer

Arbeitserleichterungen im Haushalt

Don I. H a r t i g.