s
irr. 110
Beilage zur Fuldaer Zeitung
n
5-
tt n S i» et
ie r it
keiner weiteren Erwägung.
Anna Heister.
Aus Mche und Haus
ht
fehlt,
sich
dir
!tt
es
«n«
ml
)ie
Leben allein Sicher
um gen Su. mb' di«
61 151 ge« en
btt eck« lew i>eit wt
ist die
ist
ist er« eit e« L
ich >er irt en.
t« ie se 15 M es
en litt«
«• fielet iV
ie e-
alte bo-
mit oer» Be- un- not-
D«ine Linde
Deine Wenn
Hand muß Regen senden, Luft und Sonnenschein.
Hand muß Gnade spenden mein Herz zum Lichte strebt,
:ür. un- »seß auf erber be« ) erlich,
tigkeit, Feinfühligkeit) leistungsfähiger sind als der Mann. So ist ein Auswechseln der Arbeitskräfte des gleichen Berufes nicht so einfach durchführbar. Die meisten Berufsarbeiten erfordern eine mehrjährige Ausbildung und bis zur Höchstleistung noch langjährige Hebung. Daß da Austauschmöglichkeiten fehlen, bedarf
natur wurzeln, fordern. Ebenso verhält es sich dem Beruf der Lehrerin. Wir werden jederzeit langen müssen, daß die Mädchen in unfern Volks-, rufsschulen und höheren Lehranstalten von Frauen terrichtet werden. Das erweist sich als unbedingt
geben. Inzwischen dünstet man feingeschnittene Zwiebel in Del goldgelb, gibt den Spinat hinzu, Wildkräuter wie Löwenzahn, Schafgarbe, Brennessel, Sauerampfer erhöhen den Geschmack. Man nehme zwei Drittel Spinat, ein Drittel Kräuter und gebe die geschnittenen Kräuter erst dazu, wenn man den Spinat in dem Del fertig» dünstet. Zum Würzen gebrauche man möglichst wenig Salz, mehr Petersilie, Selleriewurzeln ufro. Zum Spinat paßt sehr gut Ingwerpulver als Gewürz.
Es ist ein drüsenanregendes Gewürz und erhöht die Wirkung des Spinat. Der Spinat so zubereitet, ohne Mehl und viel Salz, ist ein ausgezeichnetes Mittel gegen
ttt so )a ti- irt in tn er en
iie b- tt. ie s- ett .0- tt! e8 n« lis a8 Ott tt! ll-
Daß es reiche Früchte bringe, Sich vom Erdenstaub erhebt.
Langsam, langsam wächst die Aehr«, Doch sie wächst — durch deine Huld. Langsam, langsam reift mein Herze. Herr, ich warte in Geduld!
rVaft alle Länder der Erde verzeichnen einen erheblichen Rückgang der weiblichen Straftaten, die mit Zuchthaus geahndet werden müssen. Nur in den Vereinigten Staaten von Nordamerika hat man eine ZOprozentige Zunahme festgestellt.
Herr, ich warte!
Herr, ich steh vor dir und warte — Wie der Baum im Sonnenlicht Wartet, daß die Knospen schwellen Und die braune Hülle bricht.
Herr, ich steh vor dir und warte Wie die Aehre in dem Feld, Sie will wachsen, sie will reifen, Daß im Herbst sie fruchtschwer fällt.
Dhn« deinen Vatersegen Wächst kein Halm, kein Blümelein,
als Selbständige und mithelfende Familienange- gehörige 613 800,
Angestellte und Beamte 355 500, Arbeiterinnen 1 959 400.
In Handel und Verkehr 1% Millionen
als Selbständige und mithelfende Familienangehörige 627 400,
Angestellte und Beamte 681 900, Arbeiterinnen 263 800.
Verwaltung und freie Berufe ufw.
Selbständige und mithelsende Famili--m^o-h''- rige 26 800, .
Angestellte und Beamte 220 800, Arbeiterinnen 42 900.
In Gesundheitswesen, Krankenpflege, Fürsorge ufro. 295 000.
Die große Zahl der Selbständigen und mithelsenden Familienangehörigen dürften auch hier von vornherein außer Frage stehen.
Niemand wird auch abftreiten wollen, daß die karitativen und sozialen Berufe eigens Frauenberufe sind, deren Ausübung die Fähigkeiten, die in der Frauen-
Skrosulose. .
Als Beilage verwertet man nach Dftern weniger Kartoffeln, ihr Nährwert ist nur noch gering; am sten paßt Reis, Hirse oder Gerste.
Löwenzahnpfannkuchen.
Man bereitet einen Pfannkuchenteich, gibt unter
wendig im Interesse der Erziehung unserer weiblichen Jugend und der Schulung der jungen Frauenwelt. Es ift ein großes Unrecht und zum Schaden unseres Volkstums, wenn man die Frau von der Schule und aus dem Bildungswesen verdrängen will.
Aber auch in den anderen Berufen muß man mit der Frauenarbeit als mit einer notwendigen Tatsache rechnen. Für den wirtschaftlich Erfahrenen ist es klar, und auch jedem unbefangenen Beobachter muß es einleuch- ten, daß man nicht ohne weiteres Frauen aus ihrem Beruf herausnehmen und Männer an deren Stelle beschäftigen kann. Rein volkswirtschaftlich gesehen, dürfte dieses Beginnen nur nachteilig sein. Hier muß man einmal mit der besonderen Eignung der Frau für viele Berufsarbeiten rechnen. Zu erwähnen sind z. B. verschiedene Zweige der Textil- und der Tabakindustrie und des Bekleidungsgewerbes, wo Überwiegend Frauenkräfte beschäftigt werden, die auf Grund ihrer besonderen Eig- nung für diese Arbeiten (Geschicklichkeit und Fingerser-
Spinalauflauf.
Pellkartoffeln schneidet man in Minne Scheiben, und gedünsteten Spinat wiege man fein. In eine ausgebutterte Auflaufform gibt man schichtweise Kartoffeln, etwas Kümmel und Salz, Spinat und feingewiegte Zwiebel; zuletzt Kartoffeln. Dann bereite man einen Guß aus wenig ganzen Eiern — auf 1 Form — 1 Ei, — Milch und geriebenen Parmesankäse. Der Forminhalt muß knapp bedeckt fein. Obenan kann man einige Brösel und Butterstückchen geben und backt es knusprig.
Kräuterbutter.
Auch als Brotaufstrich lassen sich Kräuter, besonders Sauerampfer und Kresse, gut verwenden. Entweder gibt man die feingewiegten Kräuter unter Zugabe von etwas Salz oder Paprika unter die Butter ober man mischt die Butter vorher mit etwas lomatenpuree: so daß sie rosa aussieht, etwas geriebenen Parmesankäs« und zuletzt fügt man die Kräuter hinzu. Von D.
Und welche Zeit gäbe mehr Möglichkeiten zu großer Menschenliebe, welche Zeit brauchte mehr echte Mütter als die unsere? Wo an jeder Ecke seelisches und körperliches Leid und Elend in den erschreckendsten Formen schreit! Wann je hätten wir notwendiger Mütter gebraucht, die leibliche Kinder behüten und trotz der Schwere und Zerrissenheit der Zeit zu tüchtigen Menschen bilden können? Mütter, Frauen, die ihren Mann immer wieder aufzurichten wissen, wenn er mißmutig unb verzweifelt die Hochachtung vor sich selber zu verlieren droht, da er nicht mehr die Möglichkeit sieht, für feine Familie zu sorgen, wo die Kinder ihn vielleicht darum nicht mehr als den Halt, die Autorität der Familie zu betrachten gewohnt sind. Mütter, die all das können mit schwerem, blutendem Herzen — und doch ein starkgläubiges, frohes, aufrichtendes Lächeln dabei zeigen. Vielleicht ist das überhaupt das Zaubermittel einer wahren Mutter.
Und mütterliche Frauen brauchen wir mehr denn je, die ihre ganze Kraft und Liebe und Mütterlichkeit allen Darbenden zuwenden dürfen. Geistige Mütter brauchen wir, die vielen vieles werden können. Es gibt soviel Schmerz, den nur eine Frau sieht, demütig und bescheiden sieht, wo nur eine ganz feine Frauenseele helfen kann. Die äußere Not ist übergroß und drückend, und doch glaube ich, daß soviele an der nagenden Verzweiflung und grauen Hoffnungslosigkeit noch schwerer leiden als an der Sorge um das tägliche Brot, daß soziale Ungerechtigkeiten viel mehr noch aufpeitschen als die fast unmöglich gewordenen Lebensbedingungen. Wenn man da einen Menschen weiß, bei dem man all das einmal von der Seele reden darf, was so riesengroß vor einem steht, einen Menschen, der die große Kunst versteht, zuzuhören und mit Liebe und Verstehen zu raten und zu trösten, einen Menschen, bei dem all unser persönliches Leid wohlverwahrt in unverbrüchlichem Schweigen ruht, bann ist es leichter zu tragen.
Mütter braucht unsere Zeit, leibliche und geistige, die opfern können, wofür sie selbst sich etwas versagen müssen, die ihre eigenen liebgewordenen Gewohnheiten und Bedürfnisse zurückzustellen wissen vor der ehernen Not und dem verzweifelten Kampf um das tägliche Stücklein, trockenen Brotes bei fo vielen Taufenden, — die ihr bescheidenes Opfer in Verborgenheit bringen.
lieber all diesem darf und soll die Frau, bas junge Möbchen natürlich nicht versäumen, sich nach Möglichkeit einen Berus zu sichern, der sie befriebigf, der sie nor ber Not des Lebens schützt, der ihr Überhaupt erst die Möglichkeit gibt, dem Drang ihres Herzens nach leiblichem Wohltun gerecht zu werben. Das ist bie grcffe Kunst ber Frau, bie nackte, kalte Lebensnotwen-
Masfe seingeschnittenen Löwenzahn unb backt bie<es. Statt Milch kann man unter ben Teig auch 1 Tasse Spinatsaft geben.
Sauerampfersuppe.
Feingeschnittene Zwiebel bünfte man in Del goldgelb, röste bann etwas Mehl mit, fülle biefes mit Gemüse» brühe auf unb gebe ben geschnittenen Sauerampfer hinzu, würze mit Salz unb Muskat.
Spinalklöße.
Man bereitet eine Masse wie zu Semmelklößen und gebe darunter seingewiegten, gedünsteten Spinat. Reste lassen sich gut dazu verwenden. Sehr gut schmeckt dazu Tomatensoße.
Etternbeiraiswahlen.
Wenn demnächst die Wahlen zu ben Elternbeiräten stattsinben, so hat jede katholische Frau, bie Mutter eines schulpflichtigen Kindes ift, sich nicht allein an der Wahl zu beteiligen, sondern sich nach besten Kräften um sie zu kümmern. Wir brauchen zur Durchführung einer gedeihlichen Zusammenarbeit von Elternhaus und Schule die Unterstützung der Lehrer durch Väter und Mütter, die von der gemeinsamen Erörterung pädagogischer Fragen, ber Einrichtung des Schulbetriebes bis zur Handhabung ber Schulzucht sich erstrecken. Mit biefer Arbeit wirb ber Geist ber Schule beeinflußt und geprägt. Es kann keiner Mutter gleichgültig fein, ob dieser Geist christlicher Art ist oder nicht Deswegen hat sie bei Aufstellung ber Listen und bei der Wahl darauf zu achten, daß überzeugte christliche Vertreter in den Elternbeirat gewählt werden.
Wir Frauen sollten aber auch anstreben, daß kluge unb verständige christliche Mütter gewählt werben Es ist für bie Aufstellung einer Frau kein fiinbernisgrunb wenn ber Ehemann schon Mitglieb des Elternbeirats ist ober werben soll. Ebenfalls muß darauf geachtet werben, baß durch die Bezeichnung „Eltern"-Beirat nicht die Annahme entsteht, es brauche nur e i n Esiornteil zu wählen. Vater unb Mutter finb wahlberechtigt unb haben b e ib e die sittliche Pflicht, zu wählen.
gen nicht — unb darf es nie tun — mit den harten Waffen des Mannes. Gegenseitiges Helfen unb Ver» stehen, Ausgleichen und Ueberbrürfen sind ihre Auf- gäbe im lauten Kampf ber Meinungen. Unsere Hoffnung soll es sein, daß mir Frauen uns nie von hoch- tönenben, unerfüllbaren Versprechungen täuschen lassen, daß wir bei aller Sachlichkeit in unfern Entscheidungen uns leiten lassen von dem, was unsere unbesiegbare Stärke ist: Liebe und Mütterlichkeit.
Maria Müller.
ort- -iß» der . er löse and litt» nb» ist— :art ern Setter, sind ich- und mir >i«r tem
Kann bie Aanen-Arbeil durch Muner-Arbeil ersetzt werden?
Mütterlichkeit.
Es ist etwas so Liebes, die kleinen Mütterchen ganz still und unbemerkt zu beobachten, wie sie mit ihren Lieblingen spielen. Wie sie sich plagen unb mühen, bereu Unarten mieber in Drbnung zu bringen, die Kleidchen zu waschen und bie Windeln, das Puppenkind zu baden unb trocken zu legen, Süppchen zu kochen ufw. Wie kann so eine Puppenmutter energisch werden, wenn bas Kind immer mieber ungehorsam ist und nicht hören will! So tun es bie Kleinsten, bie selbst mieber mütterlich betreut werden von ben größeren Schwestern. Unb wenn sich ein Mädchen habet ein bißchen ungeschickt anstellt, bann meint man, es sei gar kein richtiges Mäbchen.
Und sie werden größer; es winht der Tag ber „goldenen Freiheit". — Was nun? Mit bangem Herzen stehen sie ba unb fragen: „Was sollen mir beim wer- ben?" Nirgenbwo ist eine Stelle zu bekommen, unb daheim können sie nicht bleiben. Der Vater hat keine Arbeit, soviele sind ba, bie alle essen wollen unb gedeihet sein müssen, unb bie Mutter hat sowieso schon soviele Sorgen. Dann überlegt man mit ihnen, bies wird erwogen, jenes vorgeschlagen. Manchmal leuchten die Augen auf: ja, das möchten sie wohl! Aber für immer eigentlich doch nicht. Und wenn man ihr ganzes Vertrauen gewonnen hat, bann kann man es er- fahren, rote es fo ganz leise unb zaghaft herauskommt: „Eigentlich möchte ich später am liebsten Mutter sein!" Da ist es heraus. Unb sie werben ganz verlegen badet. Und doch, sie brauchten sich dieses ehrlichen Bekennt- nisses gar nicht zu schämen. Ein weiser Schöpser hat es doch so in sie hineingelegt. Wie her kleine Bud schon am liebsten immer raufen unb „Räuber" spielen möchte, so fühlt bas Mädchen sich doch erst recht glücklich, wenn es irgendwie „mütterlich" fein kann. Trotzdem es ba- heim soviel Sorgen spürt, trotzbem es all bas Leib unb all ben Kummer bei ber Mutter sieht: es möchte Mutier werben. Unb henkt sich habet, daß ee einmal verheiratet fein, ein gemütliches Heim, einen lieben Mann unb frifchfrohe Kinder haben möchte. So ist es üblich in ben Gedankengängen unserer jungen Mädchen. Der hoffte Sinn ist doch ein großes Sehnen, andere beglücken, andern helfen unb bienen zu können, Opfer, manchmal große unb-schwere Opfer für anbere zu bringen.
, wird bie Frage ber Frauenerwerbs- feitiannV^ erlr ert' Leibenschastlich verlangt man $e- tafln™9 ?er Frauenarbeit. Die Vertreter biefer Auf- ftrouen „ k9°"' ibie Millionen erwerbstätigen
lichkeiten ^sind" alfn W* Befchäftigungsmög-
2)arum » ,($u!b an deren Arbeitslosigkeit,
unb bem w./ ^rau beraus aus bem Erwerbsleben uno Dem Manne ben Arbeitsplatz einräumen.
auf arbeiten,?,Qnon- ba6 man ber Frau bas Recht anzustellen, ob fleh •« -« __d.
verarbeit etfehen rüst n ? 1 überhaupt durch Man- Ausführungen Meiden ad b w^'^igi f°“ in diesen gemildert wird, baft 'm™ ber Emilie dadurch nimmt und an ihrer Eh», h” ™tQU b,e Arbeitsplätze
faäftiflt die Landwirtschaft üb^ö M u'9^
als uoer 5 Millionen, und zwar
Spinal.
Diesen wäscht man gut unb gibt ihn ohne Waller in einen gutschließenden Topf. Bei mäßigem Feuer dämpft er im eigenen saft. Je nach Geschmack kann man ihn ganz lassen, grob wiegen oder durch die Fleischmaschine
Erprobte Rezepte.
Sdjiffs-Beefffeafs. (Für 4 Personen, ca. 30 Min). Zutaten: % Klgr. schieres Rindfleisch (4 Scheiben), 60 Gr. Butter, Salz, Plesser, 2 große Zwiebeln, 1 Ge- würzdosis, 15 Tropfen Maggi's Würze, 1 Teelöffel Zitronensaft. Z u be re i t u n g: Die Fleischscheiben werden geklopft, leicht gesalzen und gepfeffert unb in der Butter auf beiden Seiten schnell braun gebraten. Vorher hat man schon bie feingeschnittenen Zwiebeln mit bem Gewürz in Vs Liter Wasser gargekocht. Man rührt bies burch ein Sieb, schmeckt bie Soße mit Maggi's Würze unb Zitronensaft ab unb erhitzt bie Beefsteaks noch einmal in derselben. Man bringt sie in der Soße zu Tisch und reicht am besten Bratkartoffeln dazu.
M. A.
Reiswürstchen als Gemüsebeilage. (Für 4 Personen, ca. 1 Stunde). Zutaten: 150 Gramm Reis, 1 Liter Fleischbrühe, hergestellt aus 1 Liter kochendem Wasser und 4 Maggis Fleischbrühwürfeln, 100 Gr. deutsches Kraftfleisch (Büchsenfleisch), 1 geriebene Zwiebel, 1 Ei, 2 Eßlöffel Semmelmehl, 100 Gr. Schweinefett. Zubereitung: Der Reis wird in der Fleischbrühe gar, aber nicht zu weich gekocht. Nach dem Erkalten wird er mit dem gehackten Kraftfleisch und den übrigen Zutaten gut gemischt. Dann formt man längliche Würstchen daraus, bie man sofort in bem Schweinefett braun unb kroß brät. M. A.
Neuzeitliche Ernährung.
Es gibt heute kaum ein Gebiet, das fo umstritten wird, wie bas ber Ernährung, teils aus mangelnber Kenntnis, teils aus ber Neigung, an ben alten, angeblich bewährten Grundsätzen festzuhalten.. Dabei wirb aber meist bie Tatsache außer acht gelassen, baß bie jetzige Ernährungsweise erst seit Anfang dieses Jahrhunderts üblich ist. Vorder bestand die Hauptnahrung aus Kartoffeln, Brot, Rüben und sonstigem Gemüle. Inzwischen haben diese Nahrungsmittel mancherlei Umwandlungen erfahren. Man hat sie konserviert, präpariert, raffiniert. Der Magen hat außer der Nahrung noch bie zugesetzten Chemikalien zu verarbeiten Zu gleicher Zeit ober wirb ihm burch die Nervenarbeit, bie ber moberne Menlch zu leisten hat, bas Blut entzogen. Es entsteht eine Blutleere im Magen, bie Nahrung wirb nur halb verbaut unb ber Rest zersetzt sich. Die Folgen sind Derbauungsschwäche unb Magenbefchwerden
Die Ergebnisse ber neuzeitlichen (Frnäbrungsforfrfiung zeigen, baß zu einer gefunben Ernährung ber Gehalt ber Nahrung an alkalischen Mineralien unb Ergänzungsstoffen wichtiger ist als bas Eiweiß Die Eiweißstoffe sind sozusagen nur bie bindende Malse: sie bür- I fen allerbinos nicht fehlen, wichtiger aber Und bie anderen. Enthält unfere Nahrung einen Ueb-rs-huß an bostichen Mineralstoffen, fo wird b»r Eiweißbedarf beschränkt und bie Bildung der Abfollstoffe v-rmmbert. Fehlt dieser Baienüberschuß, so steigt ber B'bars an Eiweiß bis auf bas Achtfache helfen, was wir hei einer genügenben Basenzufuhr nötig haben Die Ausnutzung wirb geringer, unb es entsteht ein Säureüberschuß, ber bekanntlich viele Krankheiten verursacht. Wir offen in ber Reael zu viel Eiweiß unb. Fett ober zuviel Brot unb Stäle. Hüllenfrüchte unb Mehlspeisen, aber meist zu wenig natron», kalk- und eisenhaltige Obst- und Ge- müfeforten. Zu ben Nahrungsmitteln mit Bas-nübcr- ichuß gehören alle Obstsorten, bie Salate und K-müse unb Kartoffeln; alle anderen Nährmittel hoben Säure- überl-ch>iß. Nun wird manche Hausfrau fragen, was fall ich ober kochen? — Immer das. was bie Jahreszeit aerobe bietet. Es ist eine falsche Annahme, wenn man oiaubt, bie neuzeitliche Ernährung fei teurer ah bie Übliche. Das gilt nur für die Ueb-rgangszeit. Wenn man die richtige Verwendung und die Zubereitung be« berricht, ist ■ b’ele Ernährunasrn-iie billiger als die üblich«. Man kann sich selbstverständlich nicht von heut- auf moraen umstellen. Doch sollte man es gerade sitzt nrabieren, bie (F-nähruna einmal zu weckf-in. In ber ’angen Ruhepause bes Winters hat bie Mutter Erbe hre besten Kräfte wieher a-^mm-lt und bietet uns Sa» 'ah und arüne "-w-str in Massen.
Zu einer vollständigen Mahlzeit gehören zuerst Salate, — man ißt Salat immer zuerst, weil er die wertvollsten Stolle besitzt —, bann vielleicht eine Suppe, gedämpftes Gemille und eine Beilage. Am schönsten unb heften ist iotzt Spinat in jeher Form. D-m gehängten ®P’not füge man noch einige heilkräftige Kräuter hinzu
Viele besitzen ein Gärtchen, da wächst belfer noch als *:e gehegten unb gepflegten Pflänzchen bgs Unkraut. Diele verachteten Unkräuter, wie Brennessel, Löwen- lohn, Sauerampfer, Schafgarbe, Kresle, wilde Möhre, -rnizwea-rich sind alles Heilkräuter und enthalten mehr Mineralstoffe als alle raffiniert zuberoitostn Speifen Di-lo Kräuter verarbeitet man täglich frisch
Bei Salaten gebrauche man statt Essig lieber Zitrone. Diese hat eine lösende Wirkung auf alle S*leimhärte tes Körners, löst rheumati'che unb g'chtig- Ablagerungen, auch Stein- unb Gries'ilbung. Zwiebll verbrauche man reichlich sie erhöhen ben Wohlgeschmack unb wirken roh und aebünftet äußerst reinigend; bei Erkältungen schleimlösend.
Nachstehend einige Rezepte:
EJilbftäufer’alaf.
Halb-Wildkräuter: Löwenzahn, Soueramnfer, Schafgarbe, wilde Möhre, Kresse und halb Spinat wiege ober schneide man fein und richte diese mit einer Salat- laße — wie zum grünen Salat — und genügend Zwiebel an. Man kann statt Salatsoße auch Mayonnaise verwenden Zu diesem Salat kann man etwas rohe Hafer- flocken nehmen, diese wirken roh gegessen und gut getaut stark entsäuernd.
digkeit mit ihrer Seele zu erfüllen, ihren Beruf sich fo zu gestalten, daß er wirkliches Leben und wirklichen Inhalt unb echte Befriedigung für sie birgt. Das ift heute umfo notwendiger, wo rein zahlenmäßig Hundert- taufenden deutscher Frauen jede Möglichkeit eine eigene Familie zu gründen.
eelbjftantngeQ unb miHjelfenbe Familienangehö- Slrbeiterinnen 1 053 000
Angestellte und Beamtinnen 112 000.
Die Zahl ber Selbständigen unb »«ui ~ millenangehörigen ist überhaupt nickt m» weiblichen Arbeitskräfte nicht ohne wder ubr.gen
Umfang, X b"
Dann richtet sich der Kampf auch nick. k- Staue—rheit in der Land- und Hau^mi-iickmk?*9*" b<*! Abwehr um die Arbeitsplätze ber ffrauen ie\ncbt Berufen tu. L »rauen tn anberen
3U,to
b" »-»-»>«,«-ft n°« »erufs?ährQb'9? 3n ber Hauswirtschaft sind nach ber HausangesfjM? t’°s tur1,3 9?.iUionen Frauen als für hem. unb Gehilfinnen tätig, beren Zahl aber fomteitsoV- gegriffen ist. Aus Spar,
sehr Bie(. bedingt durch bie Not ber Zeit, sind rungen unb wSan9e^eUte entlassen. Technische Neue- faHs zu 0, ■ßcreinfachungen im Haushalt führen eben- angebracht h Entlassungen. Es ist darum also nicht fie nicht m-h, $rau diese Berufe zu empfehlen, ba
Mb*
Berufen tätiq 5 miUionen Frauen, die in anderen werk fast 3 finä in Industrie unb Hand-
Der Einfluß ber Frau im öffentlichen zur Stunbe noch nicht so, baß man auf ihn Hoffnung für die Zukunft fetzen könnte, jedoch, baß bie echte, pflichtbewußte Frau bie Dinge draußen ruhiger unb klarer sieht. Sie führt bas Rin-
Der Preis der Opfer.
Seher von uns hat wohl einmal irgenwie bie Wärm«, bie blühenbo Freude unb bas gesegnete Leden gespürt, das kinderreiche Familien erfüllt, bie aus ber Sieb« wachsen. Da werden lebenswache unb roenbige Menschen groß, bie zupacken können, weil sie früh angehalten waren, sich selbst zu helfen. Sie finb hilfsbereit, weil fit Hilfsbebürftigkeit um sich erfuhren. Sie werben an den kleinsten Dingen bes Lebens froh unb kennen feine übersteigerten Bebürfnisse, weil sie nicht verwöhnt wurden und früh sich bescheiden und teilen [ernten. Aber Liebe haben sie viel erfahren und sind darin froh gewesen. Wo aber ist bas Bewußtsein der Fülle solchen Lebens heute noch in voller ßebensbejahung vorhanden? Im Maiheft bes „Frauenlanh", herausgegeben vom Katholischen Deutschen Frauenbund, legt eine Mutter in so starker und dabei innigeinfacher Weise von ben feinsten Beglückungen des Kindersegens Zeugnis ab, haß sie ganz unkämpferisch zur erfolgreichsten Verfechterin des 8 218 wird. Das fielt, bas mit Kinberbilhern großer Maler entzückenb illustriert ist unb auch in feinem unterhaltenden Teil sehr fein auf seine grundsätzlich« Note eingestimmt ist, beschäftigt sich außerdem mit den Lebens- und Seelenschwierigkeiten, aber auch mit ben Wirkmöglichkeiten der ungewollt kinderlosen Frau unb stellt unb beantwortet herzhaft die leider sehr aktuelle Frage „Nur Lebenskameradin ober auch Mutter?" Ein« fo verinnerlichte unb positive, babei oufmunternbe Behandlung des TOutterfums. wie sie „Frauenlanh" hier gibt, ift eine von Herzen frohmachenbe Gabe zum Muttertag des harten Jahres, bas mir burchloben. All« Mütter aber mögen auch bie zu Eingang bes Hostes go- gebene Deutung des Pfingstfestes als Familienfest beachten unb warmen Wiberhall finden lassen. bo.