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Ar. 106

Beilage zur Fuldaer Zeitung

S. Mai.

Maiarbeit im Siedlergarten.

Don Gartenmeister Braumann - Erfurt.

Der Wonnemonat Mai bringt uns überall in Deutschland den Höhepunkt des Frühlings und wer im April wegen der Witterung im Hausgar­ten noch nicht alle notwendigen Arbeiten erledigen konnte, was in diesem Jahre wegen des späten Eintritts wärmerer Witterung wohl sehr oft der Fall sein wird, muß sich jetzt etwas beeilen, denn jede weitere Verzögerung bedeutet gleich',eitig eine Beeinträchtigung des Ernteertrages. Neben sei­ner ideellen hat aber nun der Haus- oder Klein­garten gerade in der heutigen wirtschaftlichen Not- yit seine besondere materielle Bedeutung. Wir holen also die letzten Saaten nach, bestellen gut gegrabene Beete mit Rotenrüben, Erbsen, Zwie­beln, Salat usw. und pflanzen Frühgemüse aller Art. Da gegen Mitte des Monats, wenn die sog. Eisheiligen vorüber sind, mit Nachtfrösten nicht mehr gerechnet werden muß, kann man nun auch die frostempfindlicheren Gemüse säen, wie Busch- und Stangenbohnen, Gurken und Kürbis, wäh­ren man gleichzeitig Tomaten, Sellerie und Lauch in möglichst starken Pflanzen setzt. Man merke sich dabei, daß schwächliche Pflanzen niemals voll­wertigen Ertrag bringen können, sie lohnen meist die aufgewendete Mühe nicht. Gegen die Mitte oder Ende des Monats werden auch die im Mist­beet oder Freiland vorgezogenen Spätgemüse- vflanzen, also Rosenkohl, Wirsing, Blumenkohl, Weiß- und Rotkohl ausgepllanzt, nicht zu dicht und in gehörigem Reihenabstand, damit sich die Pflänzlinge gut entwickeln können.

Man macht nämlich immer wieder die Be­obachtung, daß aus falsch verstandener Sparsam­keit mit dem Boden geizig umgegangen wird, was die Entwicklung der Pflanzen nur behindert und ihren Ertrag schmälert. Selbstverständlich wird man auch immer noch einige Nachsaaten von Sa­lat machen, um bis in den Hochsommer hinein das nötige Pflanzmaterial zur Verfügung zu ha­ben. Pflanzen, die nicht mehr gebraucht werden, verwendet man sofort, ehe sie hart geworden sind, in der Küche. Spargelbeete müssen setzt jeden Tag, am besten sogar zweimal, nachgesehen wer­den. um alle Sgna-mu ernten, ehe sie blaue Köpfe haben. Alle Gemüsebeete sind natürlich vi­fen zu hasten, also viel hacken fleißig gießen und an regnerischen Tagen reichliche Güsse mit ver- düngter Jauche geben.

Im Ob st garten schützt man den Blütenver­lauf vor verspätet eintretenden Nachtfrösten durch schwelende Feuer mit starker Rauchentwicklung, weiter ist auf das Ungeziefer zu achten. Raupen­nester müssen entfernt werden. An den Sträu­chern wird man dafür sorgen, daß sich Stachel- beer- und Johannisbeerblattwespe nicht einnisten können. Als bestes Mitte! hat sich das Abklopfen und das Verbrennen der Raupen erwiesen. Erd­beeren sind nach der Blüte mit Holzwolle zu un­terlegen, damit man schöne gesunde Früchte erntet.

Im Blumengarten bringt der Mai nicht sehr viel Arbeit. Die blühenden Sträucher wird man möglichst stark schneiden, besonders den herr­lich duftenden Flieder, der dann im nächsten Jahre durch vermehrten Blütenansatz lohnt, daß man ihn seiner prächtigen blauen und weißen Dolden be­raubt hat. Die Sommerblumen, die man sich her­angezogen hat, werden entweder pikiert oder auf die Blumenrabatten versetzt, man wähle dazu kühle regnerische Tage, da sie dann leichter an­wachsen. Meint es die Sonne zu gut, wird man vielleicht auch für etwas künstlichen Schatten sor­gen.

Der Zimmerei arten.

Wegen des bekannten Kältsrückschlags gegen Mitte des Monats dürfen auch bei gutem Wetter vorerst nur die härteren Pflanzen ins Freie ge­bracht werden, und erst in der zweiten Maihälfte, wenn keine Rückschläge (auch kalter Regent m>hr zu erwarten sind, die zarteren: die ganz empfind­lichen bleiben bis zum Ende, ja bis in den Juni hinein, im Zimmer Es ist sehr gewagt die Pflanzen aus den geschlossenen Räumen sofort ins Freie oder in die Sonne zu stellen- arelle Son­nenbestrahlung, kalter Wind starke Temperatur­schwankungen würden sie schädigen, ja u U zum Absurden bringen. Sie müssen vielmehr einen kürzeren oder längeren Ueberaang durchmach-'n, halbschattig, hochlustig, am offenen Fenster gewöh­nen sie sich bald an den sväteren Blatz im Freien: ein luftiger Schupven, eine geschützte Laube lind hierzu besonders passend. Gartenbesitzer sollen ihre Schützlinge an geeignete Plätze im Garten brin­gen, Kakteen z. B. an die heißesten, Farne an die schattigsten. Den Allerweltspflanzen, wie Pe­largonien, Fuchsien usw. ist der Ort ziemlich gleich­gültig, sie wollen nur vor Zug geschützt sein. Kranke Stöcke topft man aus, entfernt die schlech­

ten, fauligen Wurzeln und pflanzt sie in gute Erde, die nicht frisch oder übermäßig gedüngt sein darf. Aber auch die gesunden, wenn sie in Töp- fen bleiben, sind am besten vor der Eingewöh­nung umzupflanzen, denn fast alle, insbesondere die triebigen, haben die Erde verbraucht und ver­langen nach frische, um gedeihen zu können. Wo kein Garten vorhanden ist und nur Balkons Ver­anden oder Fensterbretter zur Verfügung stehen, muß für Schutz gegen Wind, Zug und 'die aus- trocknende, brennende Mittagssonne gesorgt wer­den. Gegen letztere helfen Blumenkästen,' die zu etwa zwei Drittel mit Sägemehl, Erde, Torfmull, Moos usw. gefüllt werden, worinnen man die Töpfe einbettet. Dann wird die Tovserde bei son­stiger entsprechender Pflege nie ganz eintrocknen, was bei einzeln stehenden Töpfen trotz größter Vorsicht vorkommen kann. Sollen die Blumen­kästen unmittelbar bepflanzt werden, so ist für guten Wasserabzug zu sorgen, einerseits durch ge­nügend große Löcher im Boden, andererseits durch eine starke Schicht von Steinen. Scherben unmittel­bar darauf: die Bepflanzung darf nie zu eng aus­fallen. Sich einstellendes Unkraut ist natürlich zu entfernen und gelegentliche Düngung mit dünnen Nährsalzlösungen unerläßlich. Das Gießen ist während der Mittagshitze und direkter Sonnen­bestrahlung zu vermeiden und hat (u. U. mehrere Male am Tage) mit abgestandenem Wasser zu ge­schehen: eine Kruste darf nie geduldet werden, vielmehr ist die Erde von Zeit zu Zeit zu lockern.

Der Rasen.

Wer möchte nicht eine Rasenfläche in seinem Garten haben? Gibt es eine schönere Zier als ihr frisches Grün? Wie ladet sie uns im Sommer zum Sonnen ein wie gern tummeln sich die Kinder auf ihr, und ist nicht der Rasen zum Blei­chen eine Freude der Hausfrau? Freilich muß es sich um eine schön geschlossene Narbe handeln, die kräftige Pflarnen voraussetzt, wenn alle eine reine Freude am Rasen haben wollen. Oft wird der Fehler schon bei der Ansaat gemacht. In gutge­meintem Eifer wird die Saat zu zeitig vorgenora- men. Warum soll der junge Rasen' nicht auch einen leichten Nachtfrost vertragen können er muß doch später sogar den Winter überstehen. Das sunge Gras ist aber gegen Kälte sehr empfindlich. Wärme und Feuchtigkeit hingegen fördern das Auf­käufen der Saat. Wir säen daher nicht vor Mitte Mai aus. Die Saat wird leicht eingeharkt und mit Trittbrettern angedrückt. damit die Boden­feuchtigkeit an die Samenkörner heranzieht. Wer bei warmem Wetter die Saatfläche bebrausen kann, ist besonders günstig gestellt. Kräftige Pflanzen entwickeln sich nur dort, wo es nicht an Nahrung mangelt. Wo es möglich war, dem Bo­den garen Kompost, der durch Thomasmehlzusatz an Phosphorsäure und Kalk angereichert wurde, zuzusetzen, sind besonders günstige Voraussetzun­gen für die Entwicklung eines guten Rasen geschaf­fen. Natürlich kann man auch direkt, also ohne Kompost als Nährstoffträger, den Boden mit PhoLphorsäure und Kalk anreichern. Man gibt dann eine Vorratsdüngung von etwa 10 Kilo­gramm Thomasmehl je 100 Quadratmeter Rastn- fläche, die man besonders auf leichtem Boden durch Anwendung von 4 Kilogramm 40er Koli- düngesalz ergänzt. Es genügt, wenn diese Dün­gung etwa acht Tage vor der Aussaat dem Boden durch Harken einverleibt wird. Alljährlich, am besten im Herbst oder im Laufe des Winters ist dann von neuem mit etwa 6 Kilogramm Thomas­mehl und zwei Kilooramm 40er Kalidüngefalz zu düngen, um neue Nahrung für das kommende Jahr zu schaffen.

Auch sonst kann noch mancherlei versehen wer den. Hat das junge Gras eine Höhe von 68 Zentimeter erreicht, so ist es das erstemal zu schnei­den. Es wäre verfehlt, sich zu diesem Schnitt, wo die Halme noch weich sind und das Gras sich noch wenig bestockt hat, einer Rasenmähmaschine zu bedienen. Sichel bm. Sense erfüllen hier ihre Ausgabe besser fehlerhaft ist es auch, den Rasen Zu lang in den Winter gehen zu lassen. Durch die Feuchtigkeit legen sich die Halme, verfilzen sich fangen an zu faulen, und es entsteht eine unschöne Grasnarbe. Es ist ein sticktes, sich durch Beach­tung all dieser kleinen Winke einen geschlossenen, dauerhaften Rasen zu schaffen. as.

Der schwachwüchsiae BiHchbaum bildet im Gegensatz zu dem Wildling nur eine Menge klei­ner Wurzeln, die sich nicht weit ausbreiten. Er teilt daher an die Nährkraft des Bodens viel größere Anforderungen und muß viel sorgfältiger gedüngt und gepstegt werden als der Wildling, der durch sein weitverzweigtes Wurzelwerk sich die Nahrung aus weiteren Entfernungen zusammen- uchen kann.

Der Kleintierhof im Mai.

Da sich die Lebensbedingungen der Tiere in­folge der besseren Witterung und der leichteren Nahrungsbeschaffung immer günstiger gestalten, vereinfachen sich die Arbeiten des Tierhalters. Bei den brütluftigen Hühnerrassen läßt das Legen bereits nach, während die schlecht brüten­den in dieser Beziehung dem Höhepunkt entgegen­gehen. Zuebtbruten von großen und schweren Rossen haben keinen Zweck mehr, dagegen ist Mastzucht noch empfehlenswert. Mit der steigern­den Wärme nimmt auch das Ungeziefer zu, das zum Schutz des Geflügels mit allen Mitteln be- kärnpst werden soll, zumal den Brüterinnen schaffe man Ruhe vor den Blutsaugern und Plagegeistern durch Einstreuen der Brutnester mit Insektenpul­ver, Kalkstaub oder Schwefelblüte. Die anderen können sich beim Vorhandensein von Staubbädern selbst helfen, doch unterstütze man ihre Nachtruhe durch Reinhaltung der Ställe. Wenn voller Aus­lauf nicht möglich ist, fo halte man wenigstens aus genügend freien Platz um die Ställe, grabe auch mitunter einen Teil um, damit die Hühner Gelegenheit zum Scharren und zur Nahrungssuche finden und nicht faul und stumpfsinnig in den Ecken herumhocken. Am besten ist aber immer völlig freier Auslauf, bei dem die alten Hühner nicht nur den größten Teil ihrer Nahrung, sondern auch die ihnen zusagende, abwechslungsreiche Kost finden und die Kücken am besten gedeihen. Sie brauchen nur vor Taunäffe geschützt zu werden, indem man sie morgens nicht zu früh ins Freie läßt. Die Gössel ernähren sich schon selbst, verlan­gen aber viel Waller, und die Tauben brüten zu­meist schon aufs Neue. Es ist nun auch an der Zeit, die Puten brüten zu lassen. Kanin­chen und Ziegen können von jetzt ab gänzlich mit Grünfutter ernährt werden. Bei den Ziegen ist in der ersten Zeit vor Verabreichung des Grün­futters eine Gabe von Heu sehr angebracht, wo­mit dem Ueberfrefien vorgebeugt wird: sind sie erst an das frische Futter gewöhnt, so hat es feine Gefahr mehr. Bei den Kaninchen ist während der Zeit der Grünfütterung peinliche Sauberkeit der Ställe sehr notwendig, sonst können leicht lang­wierige Krankheiten eintreten, z. B. wunde Füße, entzündete Augen, Schnupfen usw., auch schränke man nunmehr die Sportzucht ein, während mit der Schlacktzucht fortgefahren werden kann. Die er­sten Würfe sind jetzt nach den Geschlechtern zu trennen. Die Zicklein werden entwöhnt und sind auf der Weide besser als im Stall aufgehoben: bei Weide und freiem Auslauf fühlen sie sich wie alle Haustiere am wohlsten und entwickeln sich dem­entsprechend. kol.

Grundregeln der Hühnerzucht.

Von Dr. Gurt Floericke.

Die sicherste und kräftigste Befruchtung zeigen die Eier in unserem Klima in den Monaten April und Mai. Deshalb soll diese Zeit namentlich zur Brut benützt werden. Setzt man die Glucken da­gegen schon früher, so erhält man einmal weniger Küken, und sodann macht die Aufzucht viel Mühe und Not, und trotzdem kommt man mit ihr nicht weiter als mit Jungvögeln, die von März bis Mai ousschlüpfen, weil jene durch das günstigere Wet­ter die von März bis Mai Ausqeschlupften völlig wieder einholen.

Wartet man dagegen mit der Brut bis zum Juni oder Juli, so ist die körperliche Entwicklung der jungen Hühnchen bei Beginn des Winters noch nicht vollmdet, und man bleibt im Winter ohne Gier. Noch schlimmer ist, daß solche Spätbrüter überhaupt körperlich Zurückbleiben und in ihrem aanzen Leben nicht so leistungsfähig werden wie die Frühbruten. Will der Geflügelzüchter möglichst großen Nutzen aus feinem Geflügelhof ziehen so muß er sich Winterleger ziehen, und das sind aus­schließlich Hennen, die aus Frübruten stammen. Gier, die von Hühnern der leichten Rassen stam­men, läßt man am besten im April und Mai, solche der schweren Rassen dagegen schon im März aus- brüten, da ihre Küken nicht fo rasch auswachsen.

Zur Brut verwendet man am >weckmäßigsten Gier, die von 2- oder 3-jährigen Hennen gelegt wurden, weil die Küken solcher älteren Tiere kräftiger werden als die Jungen einjähriger M'st- ter, besonders wenn es sich um Nachkommen bet schweren Rassen handelt. Ausfallend kleine Gier legt man den Glucken nicht unter, weil aus ihnen nur schwächliche Küken entschlüpfen werden. Aber auch besonders große Gier läßt man weg, weil sie ost zwei Dotter enthalten, die bann Fein leh-ms- söhiges Küken erzeugen. Enblich sind alle Eier von ungewöhnlicher Form nicht als Bruteier zu verwenden, da auch sie häufig keine lebenskräf­tigen Küken ergeben.

Je frischer die Gier sind, desto besser und ver­läßlicher ist das Brutergebnis. Unter allen Um­

ständen sollen sie nicht über drei Wochen, und wenn man sie von auswärts kommen läßt, nicht über 14 Tage alt fein. Haben die Bruteier eine Reife gemacht, so dürfen sie nicht sofor untergelegt werden, sondern müssen 2430 Stunden lang still an einem kühlen, lustigen Ort ruhen. Diese not­wendige Vorsicht wird oft außer Acht gelassen und hinterher auf die Bruteierlieferanten geschimpft, daß sie unbefruchtete Gier geschickt hätten, während in Wirklichkeit die Schuld allein beim Empfänger liegt.

Beschmutzte Eier sind, ehe man sie der Glucke unterlegt, in lauwarmem Wasser vorsichtig abzu- waschen. Weitere Eier legt man in vorher abge- kochtes, lauwarmes Wasser und läßt sie in diesem bis zur vollständigen Abkühlung des Wassers lie­gen, um sie dann erst ohne weitere Abtrocknung der Glucke unterzulegen. Die älteren Eier hatten nämlich durch bas Liegen bereits etwas von ihrer natürlichen Feuchtigkeit verloren. Im Wasser ha- ben sie durch Einsaugen das fehlende Naß ergänzt und kommen leichter aus.

Sämtliche Eier, die eine Glucke zum Ausbrüten erhält, sollen gleiche Größe haben. Sonst werden die kleinen Eier weniger erwärmt als die großen, sterben ab ober entwickeln sich langsam. Am 6. Tage untersucht man die Eier zum ersten Male, am 14. Tage nun 2. Male, und am 19. Tage macht man im Wasser, bas 42 Grad Celsius aufweisen sollte, eine Schwimmprobe, die obendrein das leichtere Aus'chlüpfen der Küken begünstigt. Was am 20. und 21 Tage nicht geschlüpft ist. ist in der Regel schwächlich und wenig lebensfähig. Be­kommt die Glucke während des Brütens Durchfall, was sehr leickt geschehen kann, so gibt man ins Trinkwasser Eisenvitriol, und zwar 5 Gramm auf einen Liter Wasser, und füttert geröstete Gerste, Reis und in Rotwein getauchtes altbackenes Brot.

Schmutzige, d. f). beschmutzte Eier, sind unan­sehnlich und unappetitlich, werden ungern gekauft und schlechter bezahlt. In reinen Nestern werden Beschmutzungen Wiener oorfommen, weshalb reine Nester sehr wichtig sind. Das eigentliche Nest muß deshalb öfter gewechselt und verbrannt wer­den, wobei auch viel Ungeziefer vernichtet wird. Daß die Gier an geeigneten Plätzen und nicht mit stark riechenden Gemüsen, z. B. Zwiebeln, auf« bewahrt werden sollen, deren Geruch und auch Geschmack sie leicht annehmen, ist wohl ziemlich selbstverständlich.

ISraftifche Winke.

Gegen die ErdslShe ist Sand das beste 2Uif- M. Es ist bekannt, daß der Erdfloh auf sandigem Boden nicht in größeren Mengen vorkommt. Wahrscheinlich findet er auf dem beweglichen Sande keinen festen Halt trnd sucht deshalb andere Beete und Orte auf, wo er sich roofjler fühlt. Man streue dort, wo Erdsiöhe die Aussaaten regelmäßig vernichten, Sand auf etwa Vi Zentimeter Höhe und wird sich bann freuen, wie dieses einfache Hilfsmittel wirkt.

Teich- und Grabenfchlamm kann bei richtiger Behandlung zu gutem Dünger werden. Er wird in Haufen gefetzt, damit Luft und Weiter auf ihn einwirken können, später wird Kalk dazwischen gebracht und die Masse einige Male umgesetzt. Wenn der Schlamm 12 Jahre so gelagert hat, erreicht er seinen höchsten Düngewert und ist für leichten Boden besonders dankbar.

Schwarzwurzeln werden im Gegensatz zu frü­her fast nur einjährig gezogen, sind demn die Wur­zeln auch nicht fo stark wie bei den zweijährigen, fo sind sie zarter und wohlschmeckender und neh­men den Boden nicht zwei Jahre in Anspruch. Die Aussaat loll möglichst zeitig erfolgen.

De Obsibäume, die regelmäßig gedüngt wer­den. sind widerstandsfähig gegen Krankheit und Ungeziefer. Sie tragen auch regelmäßig und brin«

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gen größere, ansehnlichere und schmackhafter« Früchte als solche, die sich selbst überlassen bleiben. Dies tritt am augenfälligsten in leichten, sandigen Böden in Erscheinung.

Die wurzeln der Obstbäume richten sich in ihrer Ausbreitung und Länge ganz nach dem Bo­den. in dem der Baum steht. In leichten, trocke­nen Böden gehen sie viel tiefer als in feuchten, und in wirklich nassen Böden verbreiten sie sich wieder weniger. Genau so ist es auch mit der Wurzelverzweigung. In leichtern, sandigem Bo­den bringt der Baum viel mehr Nebenwurzeln, i weil die Nahrung schwerer zu erhalten ist und di« Aufsaugungsorgane sich ganz anders entwickeln müssen als in schwererem und deshalb nahrhafterem.

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