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FuldaerZeitung

Anzeiger für die Stadt Julda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt.______

lafira. 59

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Der Ausgang der Lönderwahlen

Nur im

gehallen

und eine klare

Wahlen ein A n»

Christl.-Sozial. Volksdienst 42 109

13 452

Sozial. Arbeiterpartei

Insgesamt Mandate: 128 (113).

Hamburg

früher

Mandate

(46)

49

(9)

7

(2)

2

Kundgebung des preußischen Zentrums

(35)

26

(7)

5

(2)

1

(14)

18

(43)

51

eine

(2)

1

Anhalt

jdsur ^Preussischen Igndfa&MQhß

|2, 13 , , 14, , , 15, , , |6| . « I». I . IS.MILL. 10, , , 11, . , a. , . ßi . . . I IS. I 4 Bt . , I7< I i B. 1

am

Stimmenzahl am 20V 28

604 078

127 963

1 272 074

259 400

66 012

253 260

1 270 602

206 572

53 410

254 675

116 644

19 319

133 645

59 689

328 188

52 352 (80).

0

160

14

3

17

7 0

9

4

23 r

wollen und damit Ruhe und Ordnung und forderliche Reichspolitik gefährden würden.

20

3

45

8 0

9

43

0 0

(0)

(160)

(8)

(1)

(3)

(30) (H) (40)

(3) (4)

(15) (9) (0)

(0)

früher

(21)

(4)

(16)

(6) (4)

(15)

Staatspartei weiter geschwächt Rechtsmehrheit entstanden.

Im ganzen zeigen also die

Sozialdemokraten Deutschnationale Volkspt. Zentrumspartei Kommunistische Partei Deutsch« Volksparkei Deutsches Landvolk

(Weinbauern)

Deutsche Slaatsparkei Nationalsozialisten Lhristl.-Soz. Volksdienst Insgesamt Mandate: 80

Parteien zusammen zu arbeiten, die auf der Grundlage der Verfassung dem Wohle des ganzen Volkes zu dienen entschlossen sind. Sie tritt in voller Uebereinstimmung mit der Reichs­partei für eine Politik ein, die dem deutschen Volke innere und äußere Freiheit, Z u - kunftsenlwicklung und Weltgeltung schasst und sichert. Die Zentrumsfraklion wird sich fürderhin mit aller Kraft Bestrebungen widersehen, die Staat und Verwaltung einer ein­feit igen Parteidiktatur ausliefern

Sozialdemokr. Partei Deukfchnationale Volkspt. Bayr. Volksparlei Kommunistische Partei Deutsche Volkspartei B. B. B.

Rakionalsozialisien

wachsen der Rechtsopposition, ohne ihr aber, mit der e i nzi g en Ausnahme von Anhalt, Regierungsmöglichkeiten verschafft zu haben.

Reichskanzler Dr. Brüning passierte Sonntag vormittag im Auto die österreichisch-bayerische Grenze beim Rebenzollamt Lindau-Ziegelhaus und fuhr nach Lindau, wo Reichsinnenminister Dr. Groener, der dort am Samstag abend ein« getroffen war, in das Auto des Reichskanzlers stieg. In Begleitung des Reichskanzlers befand sich u. a. auch Staatssekretär v. Bülow. Die Her. ren fuhren dann von Lindau nach Achberg, einer preußischen Enklave bei Lindau, um dort ihrer Wahlpflicht zu genügen. Danach setzten sie ihre Reise in Richtung Basel fort.

behauptet, obwohl die Nationalsozialisten ihr als zweite der Stärke nach sehr nahe gekommen sind. Die Sozialdemokraten haben schwere Verluste er­litten. Relativ noch stärkere der Bauernbund, bie schwersten aber haben die Deutschnatio- nalen mit einem Rückgang von 13 aus 3 Mandate zu verzeichnen, während die Kom­munisten einen mäßigen Gewinn davontraqen. Die bisherige Regierungskoalition aus Bay­erischer Volkspartei, Bauernbund und Deutschna­tionalen ist damit in die Minderheit gedrängt. Eine Regierung der Bayerischen Volkspartei, des Bauernbundes und der Sozialdemokraten würde dagegen möglich sein, ebenso auch eine reine Rechtsregierung aus Nationalsozialisten, Deutsch- nationalen und Bayerischer Volkspartei.

In Württemberg sind die Nationalsozialisten mit 23 von 80 Mandaten zwar die stärkste Par­tei geworden, aber auch zusammen mit den Deutschnationalen, die nur 3 Mandate erhielten, und mit den kleineren Mittelparteien, von denen nur der Christliche Volksdienst 3 Mandate erhielt, während z. B. die Deutsche Volkspartei und an­dere ganz ausfielen, könnten sie keine-, Mehrheit bilden.

Auch als negative Mehrheit, zusammen mit den Kommunisten, die 7 Sitze haben, reicht es nicht. Es gibt in Württemberg zwei Regierungs- Möglichkeiten: Eine Linksmehrheit aus Zen­trum, Sozialdemokraten, Bauernbund und De-

I mofretten mit zusammen 44 von 80 Sitzen und eine Rechtsmehrheit aus Zentrum, Deutsch- nationalen und Nationalsozialisten. Die bis­herige Rsgierungskoalition aus Zentrum, Bau­ernbund, Deutschnationalen, Bolkspartei und De­mokraten ist mit einem Bestand von 33 gegen bis­her 47 Mandaten in die Minderheit geraten.

In Anhalt schließlich ist die bisherige Min- derheitsregierung aus Sozialdemokraten und

Der Zenlrumslurm Hal trotz schwerster neuer Angriffe überall Stand Die Zentrumsstimmen find durchweg gestiegen.

CRB. Köln. 25. April. (6ig. Meld.) Die Köl­nische Volkszeitung veröffentlicht eine Kundgebung des Vorstandes der preußischen Zen­trumspartei, die von dem stellvertretenden Vorsitzenden, Justizrat Moennig. unter­zeichnet ist und in der es heißt:

Die neugewählte Ientrumsfraktion in Preu­ßen wird entsprechend dem Ausruf zu Beginn des Wahlkampfes und getreu dem Programm in der Ueberlieferung der Gesamtpartei auch im neuen Landtag das Ziel ihrer Politik in der Auf­rechterhaltung christlich-deutscher Volkskultur und einer gesunden volks- demokratie sehen. Sie ist bereit, mit allen

preutzen.

Abgegebene Stimmen: 22 069 849.

Wahlbeteiligiguna 81 Prozent.

Stimmen

Sozialdemokratische Partei 236 233 (214500)

Deutschnationale Döükspartei 32 344 (43 300)

Zentrumspartei

10019 (10800)

Kommunistische Partei

119 474 (168 700)

Deutsche Volkspartei

23 805 (35 900)

Bayern.

Stirn. Mandat, früher

In Preußen sind die bürgerlichen Mittelparleien von den Rationalsozialiften stark aufgesaugl worden. Alehrheiksbildung weder auf der Seite der Rechtsopposition noch bei der bisherigen Koalition möglich. Dagegen ist die Opposition einschlietzlich der Kommunisten unbedingt in der Mehrheit. Line recht unbequeme Lage. In Hamburg machte die Weimarer Koalition Fortschritte. Glänzende Behauptung der Bayerischen volkspartei bei der Bayern-Wahl. Sie kann eine Regierung mit der Rechten ebenso wie mit den Sozialdemokraten bilden. In Bayern sind die Deutschnationalen geradezu ausgerieben worden. In Württemberg liegt die Entscheidung, ob mit Links oder Rechts regiert wird, voNständig beim Zentrum. - *** kleinen Anhalt ist eine klare Rechtsmehrheit entstanden.

Reichspartei des deutschen Mittelstandes (Wirtschaftspartei) 4 880 (11400)

Deutsche Staatspartei 84139 (67100)

Nativnalsoz. Deutsche

Arbeiterpartei (Hitler-Bewegg.) 233 528 (202500)

Christ!. Soz. DoNsdienst (Evangek. Bewegung)

7 729 (10800)

Sozialistische Arbeiterpartei 2 200 (0)

Mandate

Zu dem preußischen Wahlergebnis ist folgen­des zu bemerken:

Die unter der BezeichnungNationale Front" Msammengefaßten Parteien haben Wahlerfolge, mindestens 50 000 Stimmen, in den Wahlkreisen nicht erzielt.

Aehnlich liegen die Dinge bei der deutschen Staatspartei und beim Christlich-Sozialen Volks­dienst. Beide Parteien haben je nur einen Sitz in den Wahlkreisen errungen. Obgleich auf ihren Landeswahlvorschlägen 282 441 bezw. 200 068 Reststimmen vorhanden sind und diese Stimmzahl an sich ausreichen würde für weitere sechs bezw. vier Mandate, kann diesen Parteien aus den Lan­deswahlvorschlag je nur ein Sitz zuerkannt werden, da bekanntlich einer jeden Partei aus der Landes­liste im Höchstfall soviel« Mandate zuerkannt wer- den dürfen, wie sie Sitze auf den Kreislisten er­rungen hat. Aus dem gleichen Grund können auch der Sozialisti'chen Arbeiterpartei und denNa­tionalen Minderheiten" Mandate nicht zugebilligt werden.

Die D.V.P. hat sieben Mandate insgesamt er­halten. Da nach Zuteilung dieser Sitze 24 926 un­verbrauchte Reststimmen auf der Landesliste ver­bleiben, ein Rest von 25 000 aber, einen weiteren Sitz erbringt, kann damit gerechnet werden, daß der D.V.P. bei der endgültigen Feststellung des Wahlergebnisses ein weiterer Sitz zufällt.

Di« Rundfunkrede des Ministerpräsidenten Braun, di« über alle preußischen Sender und auch die von Leipzig und Hamburg am Samstagabend übertragen wurde, ist ohne Störungen verlausen.

Württemberg.

©tim. Mand.

Wenn die Nationalsozialisten wirklich Sozia- I listen wären, die sich von den anderen, Soziali- ; sten nur dadurch unterschieden, daß die einen na- ! tional und die anderen i n t e r n a t i on a l zur Durchführung der Sozialisierung des Besitzes i schreiten wollten, dann wäre es für die, die Inte­resse an Privateigentum haben, in Preußen schlecht bestellt. Denn abgesehen von der Z entrums- partei, die sich glänzend geschlagen hat, sind die übrigen Parteien, die das Privateigentum grund­sätzlich anerkennen, in eine klägliche Minderheit versetzt worden. fjugenberg, dieser kurzsichtigste Politiker, der seit Menschengedenken in Deutsch­land wirkt, hat ein« neue katastrophale Niederlage erlitten. Der einzige Trost, den Hugenberg aus der heutigen Lage ziehen kann, ist ja nur der, daß dienationalsozialistische deutsche Arbeiterpartei" nicht das ist, für d as fie sich ausgibt. Was sie eigentlich ist, weiß sie wohl selb st nicht und darüber wird sie sich in den Riesenfraktionen, die ihr in den Länderparlamenten zu gefallen sind, fo schnell auch nicht klar werden. Hugenberg wird aber wohl h ffen, daß es diesen Fraktionen mit einer Soziali­sierung nicht sehr ernst ist. Denn von der nationalsozialistischen Arbeiterpartei" sind in Preußen u a. gewählt Graf von Helldorf, General Litzmann, Freiherr von Reibnitz, Freiherr von Eltz, Herr von Woyrsch. Das klingt nicht nach Be- fitzrevolution. Ebensowenig wie irgend jemand glauben wird, daß die Millionen, die den Natio­nalsozialisten am 24. April in Deutschland bei den verschiedenen Länderwahlen die Stimme gegeben haben, in ihren Anschauungen über die Fülle der praktischen Probleme auch nur im geringsten über­einstimmen.

*

«us Berlin wird uns geschrieben:

Die Signatur der Wahlen ist nicht ganz eindeutig. Zwar ist überall ein weiteres A n- wachsen der Nationalsozialisten, ge­messen an den früheren Parlamentswahlen sogar ein sehr starkes Anwachsen zu verzeichnen, da­gegen ist aber ein Rückgang der Kommu- n i ft e n sowohl gegenüber den umgerechneten Ziffern aus der Reichstagswahl vom 14. Septem- ber 1930 wie gegenüber dem ersten Wahlgang der Reichspräsidentenwahl festzustellen. Am deut­lichsten tritt aber der weitere Rückgang der kleineren Mit t e l p a r te i e n in Erschei­nung, von denen in Preußen nur drei, die Deutsche Volksparte', die Staats Par­tei und der Christlich-Soziale Volks- e überhaupt Mandate nach Haufe bringen.

Die D.V.P. kann von den 40 Abgeordneten, durch oie sie im vorigen Landtag vertreten war, nur fie» ben roteöer entsenden, wobei allerdings eine Ver- mmberung der Mandatszahl von 450 auf etwa 422 ^aaj5parfj oon 22 |

nur 2 Mandate behalten, obwohl sie fast genau die pletcfj-e Stimmenzahl wie die DÄP. aufzuweisen hat, und auch die Christlich-Sozialen büßen von ihren vier Mandaten zwei ein. Die Hannoveraner behalten einen Sitz. Wirtschaftspartei, Landvolk, Nationale Front, der deutschen Stände und Volks­rechtspartei, sowie all die übrigen Splitter gehen («er aus. Die Nationalsozialisten kommen auf 162, die Deutschnationalen auf 31, die Sozialdemo­kraten auf 93 und das Zentrum, das feinen Be­sitzstand reichlich behauptet hat, auf 67 Abgeord­nete, die Kommunisten auf 57 gegen 40 im vori­gen Landtag. Eine Mehrheitsbildung also, rote vorgesehen war, ist weder auf der Seite der Rechtsopposition, noch bei der bisherigen Koali­tion oder etwa durch deren Ausweitung mit Hilfe der Splitterparteien möglich-, dagegen ist die Opposition einschließlich der Kommunisten unbe­dingt in der Mehrheit. Die Frage der künftigen Preußenregierung ist also zunächst vollkommen of­fen.

In den anderen Ländern, in denen gewählt wurde, ist eine bemerkenswerte Wandlung nur für Hamburg zu verzeichnen, wo die Parteien der Weimarer Koalition gegenüber der Wahl des vorigen September einen namhaften Zu­wachs von 62 auf 69 Mandate zu verzeichnen haben, obwohl die Nationalsozialisten weiter ge­wonnen haben. Die Kosten tragen die Kommuni- ften, deren Rückgang den Gewinn der National- sozialisten um mehr als die Hälfte überfteigt; auch Deutschnationalen und die Deutsche Volkspar­tei, sowie verschiedene kleinere Parteien haben ?Ennensroerte Verluste. Immerhin reicht es auch fetzt nicht für eine Mehrheitsregierung des bis- yerigen Senats aus den Weimarer Parteien.

On Bayern hat sich die Bayerische Bolkspartei als die stärkste fast unverändert

5464767

1837820

höher Wirtsch. P. Landvolk) 1127179

3274897

639530

2870283

(früher NS.D.APtVolk.) 552 560

2237160

Stirn. Mandat, früher

$01. Partei

4 674 943

93

(137)

Deutschnat. Volksp.

1 524 931

31

(71)

Radikaler Mittelstand

9949

0

(1)

Zentrumspartei

3 374 413

67

(71)

kommunistische Partei

2 819 602

57

(48)

Deutsche Volkspartei

330 807

7

(40)

Volksrecht-Partei

44119

0

(2)

Wirtschaftspartei

191 032

0

(16)

Deutsches Landvolk

153 562

0

(12)

Deutsche Staatspartei

332 441

2

(22)

Nationalsozialisten

8 008 219

162

(9)

Deutsch-Hann. Partei

63 803

1

(5)

Christi. Soi. Volksdienst

255 068

2

(4)

Soiialistische Arbeiterpartei 80 437

0

(3)

Jngesamt Mandate:

422 (450).

Stimmen

Mandate

Sozialdemokratische Partei

75120 (85000)

12 (15)

Deutschnat. Volkspartei

12807 (13700)

2 ( 2)

Zentrumspartei

2630 (2600)

1 ( 0)

kommunistische Partei.

20414 (23700)

3 ( 3)

Deutsche Volkspartei

8194 (22900)

2 ( 6)

Wirtschaftspartei

( 1)

Deutsches Landvolk

( 4)

Deutsche Staatspartei

3227 (5000)

1 t 2)

Rationalsozialisten

89602 (4000)

15 ( 1)

Sozialistische Arbeiterpartei

803 (0)

haus-Grundbesih

6386 (8300)

1 X 2)

Insgesamt Mandate: 37 (früher 36).