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Fuld a er Z ertun g

Anzeiger für die Stadt Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatk.

Nr. SS

frfrtjemt sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen:Die Well m Bild" und .Buchenblätter- Rotationsdruck und Verlag >er Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrift- - rpihino 3153 Fuldaer Actiendruckerei 3151 und 3152;

Mittwoch, 13. April 1932

Monatlich 1 65 einlchliegl. Postgebühr (43 Psg > ohne .Suffellu Anzeigen.Preise: Meinzeile ((Sol) lokal 0.15 RM au»wärt° 0 20 NM Reklamezeile: lokal 0 60 RM auswärts 0 30 RM Rei W'^dertintunaen Rabatt BoMchessk Frankfurt a M 4051

lolitfl. 59.

Schnell erledigt!

DDZ. Berlin, 12. April. (Eig. Meld.) Dm preußischen Landtag wurde der Antrag der Regierungsparteien auf Aenderung der Geschäftsordnungsbestimmungen über die Wahldes Ministerpräsidenten mit 228 gegen 3 Stimmen bei 1 Stimmenenthaltung angenommen.

Die Oppositionsparteien hatten sich an der Abstimmung nicht beteiligt, da jedoch 232 Karten abgegeben wurden, was das Haus trotz­dem beschlußfähig.

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Zn der Abstimmung im preußischen Landtag über den Antrag der Parteien auf Aenderung der Wahlbestimmungen für den Ministerpräsidenten erfährt das Nachrichtenbüro des VDZ., daß zur Herbeiführung der Beschlußfähigkeit die Tatsache beitrug, daß die beiden Mitglieder der soziali - stischen Arbeiterpartei Frau Franken­thal und Gebhardt sowie der Deutsch-Volkspartei­liche Langer-Oberhausen m i t g e st i m m t haben. Von ihnen kamen die drei Neinstimmen. Ein Mit­glied der Regierungsparteien, der Abg. Maaßen (Zentrum) hatte sich der Stimme enthalten.

Die Abrüstungs-Vorschläge Lilwinoffs.

Die Abrüstungskonferenz begann ihre Arbeiten am Montag nachmittag im Hauptaus­schutz mit der Unterbreitung eines neuen amerika­nischen Abrüstungsvorschlages, in dem das Verbot der Hauptangriffswaffen gefordert wird. Die Ver­treter Englands und der Schweiz pflichteten dem Vorschlag bei und auch Botschafter Nadolny gab £er deutschen Zustimmung Ausdruck. Lediglich Tardieu hat einen Gegenstoß unternommen und in einer längeren Rede die amerikanischen Vorschläge rundweg abgelehnt.

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wtb. Genf, 12. April. (Eig. Meld.) Volks­kommissar Litwinoff begründete heute vormittag im Hauptausschütz der Abrüstungs- konfer enz in einstündiger Rede den Vorschlag seiner Delegation für eine sogenannte p r o g r e s - f itwe und proportionale Abrüstung deren Wesen darin bestehe, datz der Prozent­satz der quantitaven Rüstungsbeschränkung um so Höher sein solle, je größer die Rü­stungen des Staates sind. Entsprechend den seinerzeit eingereichten russischen Vorschlägen sollen Armeen von mehr als 200 000 Mann um 50 Prozent vermindert werden, während Armeen unter 30 000 Mann keinerlei Verminderungen unterliegen und die Herabsetzung der dazwischen­liegenden Heeresstärken sich zwischen 0 und .50 Prozent bewegen soll. Der gleiche Grundsatz,we nn auch mit anderen Zahlen, müsse auf die See- und Luftrüstungen angewandt werden. Zu dem gestri­gen amerikanischen Vorschlag erklärte Litwinoff, isolierte Vorschläge für die Abschaffung einer be­stimmten Art von Rüstungen seien nicht dazu angetan, die Probleme zu vereinfachen.

Nach Litwinoff hielt Tardieu eine längere Rede, um die französischen Vorschläge in den Mittelpunkt der Debatte zu stellen und gleichzeitig die amerikanischen Vorschläge als unüberlegt und un­durchführbar abzutun. Durch eine Häufung tech­nischer Argumente und Bedenken suchte Tardieu ben Nachweis zu führen, datz es überhaupt nicht möglich sei, den Begriff der Offensivwaffen allge­mein gültig festzulegen.

Ahnungsvoller Engel, Du!

Der Chefredakteur derKasseler Post" hat, nachdem er sich während unseres Kämpfens für i.n..b e n b u r g ausspannen konnte, jetzt klare politische Einsichten, wenn er ahnungsvoll schreibt:

War im ersten Wahlgange schon die Gruppe, die sich für Hindenburg einsetzte, ein buntes Ge- stz.Och 2°?. Parteien, die durchaus nicht als poli- tlsche Eeslnnungsgemeinschaft angesprochen werden möchten, )o entbehrte sicherlich im zweiten Wahl­gange auch die Wählerschaft Hitlers der gleichen Einheitlichkeit, die dieser Gruppe noch im ersten Wahlgange zuzusprechen ge­wesen ist. Das aber bedeutet, daß bei Parla- mentswahlen, bei denen es nicht mehr int Wesentlichen um Persönlichkeiten, sondern um par­teipolitische Meinungen und w e l t a n s ch a u l i ch e Bekenntnisse geht, eine vielfach andere Frontbildung eintreten kann. Die Preußen­wahlen und all die anderen Länderwahlen, die nun in 14 Tagen fällig sind, werden zeigen, wie stark oder auch w i e b r ü ch i g die Fronten waren, die gestern für Hindenburg und für Hitler zum Endkampfe um die Reichspräsidentschaft auf­marschiert sind. Dieser Wahltag wird aufschluß­reich sein über die wirkliche politische Zusam­mensetzung der Wählerschaft in Deutschland.

Das steht fest: Hugenberg hat seine An­hängerschaft sehr nahe an die Hitler-Bewe- S herangeführt. Wird er sie im Laufe von 14 m zurückführen können, wo er sie haben muß, um seine Politik zu machen? Wir bezwei­fln es. In Hannover hat sich Hugeirberg als Staatsmann bereits am Montagabend feiern lassen, und seine TU. verbreitet eine Meldung, worin es h^hl, die Stellen der Rede, an denen er die klaren Kampf! inien auch gegen den Ratio- nastozialismus zog, hatten den stärksten Beifall gefunden. Daß aber damit das politische Problem des 24. April für den Geheimrat schon gelöst ist, nnrd wohl niemand glauben.

Die Wahlen zum Mecklenburg-Schwerinischen Landtag finden am 5. Juni statt.

Wahlaufruf

Männer und Frauen in preutzen!

Am 24. April werden die Wähler die Zusam­mensetzung des zukünftigen Landtags bestimmen.

Damit fällt die Entscheidung über die Grund­richtung der Politik im größten deutschen Lande. Mehr als das. Nach den Kampsparolen der ver­bündeten Opposition von rechts und links wird damit auch über die Politik im Reiche entschieden.

Fünfmal in einem kurzen Zeiträume hat diese Opposition zum Sturme angesetzt.

Dm Sommer 1930 trieb sie mit der Auflösung und Neuwahl des Reichstags. Planmäßig ver­suchte sie die Parlamentsverhandlungen zu labo- tieren. Dm Sommer 1931 leitete sie ein über­flüssiges Volksbegehren und einen unnützen Volks­entscheid über den Landtag ein. Sie verhinderte die Wahl des Reichspräsidenten durch das Parla­ment und provozierte damit in Wochen außenpoli­tischer Hochspannung zwei weitere unnötige Wahl­gänge.

Das deutsche Volk hat alle diese Versuche zur Zerrüttung der politischen Verhältnisse im Reiche abgewiesen. Nur soll das Ziel über Preußen er­reicht werden.

Ueber Preußen zur Dachl im Reiche!"das ist der Sinn des Generalsturms gegen einSy­stem", das man stürzen will, um das eigene Sy­stem an die Stelle zu setzen.

Die Zentrumspartei nimmt den Kampf ent­schlossen auf. Was ihre Fraktion im Landtage in jahrelanger Arbeit erstrebt und geleistet hat, ver­antwortet sie.

Wähler und Wählerinnen!

Als Teil der Deutschen Zentrumspartei haben wir in Preußen jede Möglichkeit wahrgenommen, staatliche Ordnung und ruhige Entwicklung zu ge­währleisten, wirtschaftliche und soziale Kultur zu pflegen und die christlich-sittlichen Volksgüter sicherzustellen. Bei diesem Bemühen haben wir als Minderheit die parlamentarische Unterstützung da suchen und annehmen müssen, wo sie gegeben war.

Koalitionen im Parlament sind Arbeits- und nicht Gesinnungsgemeinschaften. Die Wesens­unterschiede der Parteien bleiben davon unbe­rührt. Das Zentrum hat niemals Bündnisse un­ter Preisgabe politischer und weltanschaulicher Grundsätze geschlossen. Es blieb frei nach allen Seiten bis auf den heutigen Tag. Das parlamen­tarische Zusammenwirken mit der Sozialdemokra­tie in Preußen war unter dem Mangel an Ver­antwortungsbereitschaft und Gemeinschaftswille der in nicht weniger als zehn Gruppen aufgespal­teten Rechten die einzige realpolitische Möglichkeit, um überhaupt eine regierungsfähige Mehrheit zu bilden.

An dem Willen des Zentrums, mit allen Par­teien zusammen zu arbeiten, die bereit waren, Verfassung und staatliche Autorität zu achten, eine soziale Politik zu bejahen und die Gewissens-. Re- ligions- und Unterrichtsfreiheit ernsthaft zu wol­len, hat es nie gefehlt.

Wir haben aber sehen müssen, daß diejenigen Parteien, die uns heuteVerrat an christlichen Kulturgütern" vorwerfen, zu einer ehrlichen Zu­sammenarbeit auf dieser Grundlage nicht fähig waren. Sie wollten nicht dienen, sie wollten herr­schen. Indes wir das ganze Volk sahen und ehe­malige schreiende Ungleichheiten in der Vertei­lung von Rechten und Pflichten im Staate aus­zugleichen uns bemühten, hielten sie fest an ihren sozialen und konfessionellen Voreingenommenheiten.

3tn Reiche versagten unsere Ankläger bei der Gestaltung des Reichsschulgesetzes, bei der Formung des Eherechtes, in Preußen standen sie und andere gegen uns in der Frage des Einbaues des Reli­gionsunterrichtes in die Berufsschule, in der Besei­tigung der simultanen Lehrerbildung, in der Kon­kordatsfrage. Dieses ihr Versagen suchen sie heute zu verschleiern durch unwahre Behauptungen.

Es ist unwahr, daß die Zentrumspartei in Preußen den Freidenkerverbänden Vorschub ge­leistet hat. Sie hat verhindert, daß diesen Verbän­den Körperschaftsrechte verliehen wurden.

Das Zentrum hat dem Treiben kommunisti­scher und sonstiger Gottlosenverbände entgegenge­wirkt, Gottlosen-Umzüge und Maskeraden sind verboten. Gottlofenrevuen verhindert, atheistische u. religionsfeindliche Ausstellungsgegenstände find auf Ersuchen des Zentrums beschlagnahmt worden. Das Zentrum ist antireligiösen Veröffentlichungen, wo immer es sie fand, entschieden entgegengetre­ten.

Der Kampf gegen Schmutz und Schund ist von uns ohne Rücksicht auf die parlamentarische Zusam­menarbeit mit der Linken weitergeführt worden, ohne jeweils die Unterstützung der gesamten Rechts­parteien zu finden.

Die Zentrumsfraktion hat sich mit der Abwehr nicht begnügt. Sie hat durch großzügige Woh- nungs- und Siedlungspolitik, durch Wohlfahrts­und Gesundheitspflege, durch Jugendfürsorge und Dugendertüchtigung die sittlichen Grundlagen des Staates und Familienlebens zu festigen gesucht.

Sie hat der Landwirtschaft weitgehende Hilfe zuteil werden lassen. Sie hat Handwerk und Mit­telstand geschützt und die Handels- und Gewerbe­politik mit sozialem und fortschrittlichem Geiste er­füllt. Sie hat insbesondere nie versagt im Schutze der gefahrvollen Bergarbeit. Die Beamtenschaft fand an ihr die Hüterin ihrer Berufsrechte. Der gefährdeten Grenzgebiete hat sie sich besonders an­genommen.

Was haben aber diejenigen getan, die heute ge­gen ein angeblichesschwarz-rokes System" anren­nen?

Unter hem Einfluß des jetzigen Führers der deutschnationalen Partei hat man jene volksver­derbende, revolutionäre Bewegung des National­sozialismus ermutigt und begünstigt: eine Bewe­gung, die bürgerliches Rechtsbewußtsein gemein­hin bedroht, jeglichen Besitz in Frage stellt, Blut- und Gewaltinstinkte züchtet, christliche Glaubens­begriffe verwirrt und unser Volk an den Rand des Bürgerkrieges aetrieben bat.

Die unter dem Einfluß des Führers der deutsch­nationalen Partei stehende Presse hat auch nach der Ueber,zeugung früherer Parteianhänger zur Zersetzung sittlichen Denkens beigetragen. Sie hat den Frieden unter den Konfessionen durch skrupel­lose Verdächtigung des katholischen Volkskeils im­mer wieder gestört.

Um politischer Machtziele willen haben Deutsch- nationale geschehen lassen, daß in weiten Volkskrei- sen christlich-konservatives Erbaut vernichtet wurde.

So haben die Kämpfer gegen den Marxismus das Lager gerade derjenigen gesprengt und ver­wüstet, die einig, geschlossen und stark zu halten ein Gebot staatspolitischer Klugheit und vaterländischer Pflicht gewesen wäre. Sie haben es der Zentrums­partei überlassen, staatspositiv zu wirken. Dhre Angriffe fallen auf sie selber zurück.

Wähler und Wählerinnen!

Das preußische Zentrum hat seiner klaren Ziel­setzung nichts hinzuzufügen. Sein Wille ist der des gesamten deutschen Zentrums.

Wir wollen die Festigung der staatlichen Au­torität in einem Preußen, das seine gesamtdeutsche Aufgabe erkennt und erfüllt.

Wir wollen die Erhaltung einer verantwor­tungsbewußten Volksdemokratie und eine gerechte Volksordnung, und lehnen Gewaltherrschaft und Diktatur in jeder Form nachdrücklichst ab.

wir wollen als Volk Freiheit und gleiches Recht in der Welt und Beseitigung untragbarer Lasten.

Dir wollen Lebensraum und Zukunft für eine deutsche Jugend, die willens ist, das Erbe der Väter aufzunehmen und zu entfalten.

wir wollen Volkszusammenhalt und Volksge­meinschaft und widerstreben der Zerklüftung durch klassen- und rassenkämpferische Haltung.

wir wollen die freischaffende, zum Wagemut und Risiko bereite Persönlichkeit im Wirschaftsleben und wenden uns darum gegen den Kollektivismus.

Wir wollen die bewußte Pflege und Stärkung jener Kräfte, die aus einer gläubigen, christlichen Ueberlieferung aufsteigen.

wir wollen den rücksichtslosen Kampf gegen die Propaganda und Wirksamkeit der organisierten Gotklosenverbände, wie der liberalistischen Zerset­zung des Gotkesalaubens.

Wir wollen weder Kulkurliberalismus, noch Kultursozialismus, noch Kulkurbolfchewismus und lassen uns durch Schlagworte nicht darüber hin­wegtäuschen, wo die Wegbereiter einer letzten Zer­störung zu finden sind.

Frauen und Männer!

Hört nicht auf die leeren Worte und Verhei­ßungen derjenigen, die bisher keine Verantwortung trugen, nichts geleistet und nun anmaßend ihre Hand zur Macht ausstrecken, zur Macht und Gewalt über andere.

Seht auf unsere in dreizehnjähriger harter Zeit geleistete Arbeit. Preußen war und blieb in diesen Jahren Schützer und Erhalter staatlicher Ordnung. Laßt Euch nicht beirren durch die politischen Nutz­

nießer einer Wirtschaftskrise, die die ganze Welt umklammert. Was heute ist, wird überwunden, wenn das deutsche Volk sich nicht auf falsche Wege locken läßt, an deren Ende Währungsverfall und Bürgerkrieg stehen.

Der 24. April ist Schicksalstag!

Was von der Reichspolitik für deutsche Freiheit und Gleichberechtigung begonnen, darf im entschei­denden Augenblick nicht von Preußen her zerstört werden.

Am 24. April müssen in Preußen alle positiv gerichteten Kräfte der politischen Vernunft und dem staatlichen Verantwortungsbewußtsein zum Siege verhelfen-

Wählt Zentrum!

Der Vorstand der Preußischen Zentrumsparkel.

wtb Berlin, 12. April. (Eig. Meld. Dem Herrn Reichspräsidenten find aus Anlaß seiner Wieder­wahl Glückwünsche von einer großen Anzahl von Staatsoberhäuptern, von den Staats- u. Minister­präsidenten deutscher Länder, von Provinzen und Städten, von Spitzen-Organisationen und Verbän­den sowie viele Tausende privater Kundgebungen zugegangen. Besonders zahlreich sind die Glück­wünsche und Treugelöbnisse, die dem Herrn Reichs­präsidenten aus Kreisen von Ausländsdeut­schen zugegangen sind.

Die Sozialdemokratische Partei in Berlin eröffnete den Landtagswahlkampf am Montagabend mit einer stark besuchten Kundge­bung im Sportpalast. Reichspräsident Löbe und der Berliner Polizeipräsident Grzesinski wohnten her Kundgebung bei. Die Hammerschaften waren in der Arbeitsbluse mit geschulterten Hämmern er­schienen. Reichstagsabgeordneter Künstler richtete an die kommunistischen Arbeiter die Aufforderung, im preußischen Wahlkampf die proletarische Ein­heitsfront herzustellen. Ministerpräsident Braun wandte sich gegen die Nationalsozialisten und sprach von dunklen Geldguellen dieser Partei. Hit­ler versuche, ein Gottesgnadentum zu kopieren und lebe von der politischen Unreife des deutschen Vol­kes. Deutschland stehe vor der Alternative: Ent­weder mit Hitler und feinen Desperados vollends in den Abgrund zu taumeln, oder in demokra.- tis'cher Gleichberechtigung auf dem Boden des republikanischen Volksstaates sich langsam und zähe wieder emporzuarbeiten.

Zeppelin an Europas Küste.

wtb. Hamburg, 12. April. (Eig. Meld.) Wie die Hamburg-Amerika-Linie mitteilt, befand sich das LuftschiffGraf Zeppelin" heute früh 6 Uhr Greenwilber Zeit auf 41 Grad Nord und 11,12 Grad West, also ungefähr auf der Höhe von O p o r t o.

* Anschlag aus einen Wiener Unwersikälspro- feffor. Der Universitätsprofeffor und Ohrenspezia­lift Gustav Alexander wurde in Wien auf offener Stttlße von einem Manne durch zwei Schüsse in das Herz getötet. Der Täter, ein Schneider­geselle, wurde überwältigt und der Polizei über, geben. Er behauptet, daß er den Professor getötet hat, da er ihn um seine Arbeit gebracht habe.

In dem Hauptausschuß des österreichischen Na- tionalrates ist von den Vertretern fast aller Par- teien zum Ausdruck gebracht worden, daß der französische Donauplan von Oesterreich abgekehnt werden müsse.

Andrew Mellon (links), der neue Botschafter der Vereinigten Staaten in London, wird bei seiner Landung in Southampton vom Bürgermei­ster feierlich begrüßt.

Als Nachfolger des zurückgetretenen amerikani­schen Botschafters in England, Dawes, ist jetzt der frühere Schatzkanzler Mellon in England eingetroffen. Mellon ist trotz seines Alters von 78 Jahren einer der aktivsten Politiker der USA. Als Teilhaber des Bankhauses Morgan gilt er als einer der reichsten Männer der Welt.