Fuldaer Zeitung
Anzeiger für die Stadt Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt.
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Am 10. April wählen alle Hindenburg!
Das ist die Voraussetzung für Gesundung der Wirtschaftslage.
Treffliche Ausführungen des Reichsarbeilsministers Adam Slegerwald.
In einer Kundgebung der Breslauer Zentrumspartei sprach Reichsarbeitsminister Dr. Sieger« Wald über die bevorstehende Reichspräsidentenwahl'. Er führte u. a. aus:
Es ist b tu tiger politischer Dilettantismus, zu behaupten, daß die unbefriedigenden gegenwärtigen deutschen Verhältnisse lediglich auf ein falsches politisches System zurückzuführen feien. Ist es etwa eine Folge der verfehlten deutschen Politik, daß die Vereinigten Staaten von Amerika im letzten Jahr in ihrem Staatshaushalt ein größeres Defizit aufzuweisen hatten, als der ganze deutsche Staatshaushalt überhaupt beträgt? Ist es eine Folge der angeblich verfehlten deutschen Politik, daß Amerika heute acht Millionen Arbeitslose hat, daß England, Italien, die Tschechoslowakei, Polen usw. relativ eine gleichgroße Arbeitslosigkeit aufzuweisen haben wie Deutschland? Ist es eine Folge des angeblich falschen politischen Systems der letzten dreizehn Jahre, daß es der Landwirtschaft in Amerika, in Italien, auf dem Balkan in Ungarn, in Polen usw. noch unvergleichlich schlechter geht als in Deutschland?
Kein Mensch hat etwas dagegen, daß die Nationalsozialisten auf legalem Wege die Verfassung zu ändern suchen. Das ist das gute Recht eines jeden Staatsbürgers und jeder politischen Partei. Der Streit geht aber um etwas anderes. Die Nationalsozialisten sagen, sie wollen auf legalem Wege zur Macht kommen, wobei ihre Reden häufig in schroffstem Gegensatz zu ihren Taten stehen. Noch kein Nationalsozialist aber hat ausgesprochen, daß, wenn man an der Macht sei, man von der Macht auch legal Gebrauch machen werde. Im Gegenteil: Man will die Diktatur, man will wie in Italien, neben der Staatsarmee ei ne Parteiarmee schaffen und mit dreier dem übrigen deutschen Volk den politisch dilettantenhaften nationalsozialistischen Willen aufzwrngen. Das nationalsozialistische Rezept würde dahin führen,
daß die französischen Chauvinisten erklären würden, daß sie mit Deutschland nichts anderes wollten, als das, was Hitler mit seinen eigenen Landsleuten mache.
Die Reichspräsidentenwahl vom 13. März d. I. hat eine Weser- und Main-Linie klar h e r a u s g e st e 'l l t. Glaubt man, daß der W e - st en und der Süden eine nationalsozial ist ische Diktatur ruhig hrnnehmen würde? Glaubt man, daß die Gewerkschaften und die Arbeiter in den Werkstätten sich mit einem solchen Regime abfinden würden? All das, was wir im letzten Jahrzehnt erlebt haben, würde eine Kleinigkeit sein im Vergleich zu dem, was uns bei einem Hitler-Regime in den nächsten Jahren noch bevorstehen würde.
Am 10. April kommt es darauf an, d a ß H i n - denburg mit überwältigender Mehrheit gewählt wird und daß aus den Köpfen der breitesten Schichten des deutschen Volkes die nationalsozialistischen politischen Phantastereien gründlich herausgebracht werden. Je nachdrücklicher das geschieht, um so schneller erfolgt die deutsche Gesundung. Wir haben 1932 noch ein sehr schweres Jahr vor uns. Und in diesem Jahre gilt es nicht, das deutsche Volk auseinander-, sondern es zusam- menzureißen und damit wieder feste Grundlagen zu schaffen für die deutsche Zukunft. Mit Ausnahme einzelner Blätter in Frankreich und Italien hat die Presse der Welt schon vor dem 13. März ausgesprochen, daß, wenn das deutsche Volk noch halbwegs bei Verstände sei, es für dieses gar keine andere Wahl als die Hindenburgs geben könne. Hindenburg ist heute wie kein zweiter das Symbol der deutschen Einheit. Er hat in seinem arbeitsreichen Leben den Nachweis erbracht, daß er in schweren Stunden Gemeinschaften der verschiedensten Art zusammenzuhalten versteht, und darum muß er am 10. April mit überwältigender Mehrheit wieder Reichspräsident werden.
„Dann wäre der Rhein für immer verloren".
Reichstagsvizepräsidenk v. kardorff redet in Düsseldorf.
Der Düsseldorfer Hindenburg-Ausschuß eröffnete den Wahlkampf zum zweiten Gang der Reichspräsidentenwahl am Sonntag abend mit einer Kundgebung im Kaisersaal der Tonhalle, in der der Vizepräsident des Reichstags v. Kar- dorff sprach, v. Kardorff würdigte einleitend die politische Wirksamkeit des Reichspräsidenten v Hindenburg, der immer bewiesen habe, daß er vollkommen unparteiisch das gesamte deutsche Volk vertrete. Die Geschichte beweise, daß man nicht einen Kanzler stürzen könne, wenn man keinen besseren an seine Stelle setzen könne. Es gebe aber keinen anderen Kanzler, kein neues Ministerium, kein neues Programm und keine neueMehr- heit. Die jetzige Steuergesetzgebung in den Vereinigten Staaten beweise erneut, daß d i e K r i s e eine Weltkrise sei, die natürlich Deutschland nach dem verlorenen Krieg am schwersten treffe. Der Kanzler habe also mit einem Weltschicksal zu kämpfen, mit dem Hugenberg und Hitler bestimmt nicht besser fertig werden könnten.
„Ihnen am Rhein sage ich", so erklärte v. Kardorff, „wenn heute die Franzosen noch am Rhein ständen, dann wäre die Reparationsfrage nicht mehr zu lösen und der Rhein für immer verlöre n." Sehr scharf setzte v. Kardorff sich mit der Agitation der Nationalsozialisten auseinander. Wünschenswert fei eine wirkliche nationale Einigkeit, aber nicht eine sogenannte nationale Front, die verkappterAus- druck des Bürgerkrieges sei. Die Wunden einer blutigen Auseinandersetzung in Deutschland würden sich nie ro i e b e r schließen. Hitler bedeute den Bürgerkrieg, Hindenburg dagegen den inneren Frieden.
Goebbels rutscht aus.
„Wenn Adolf Hitler", so erzählt Herr Goebbels im „Völkischen Beobachter", „von München aus mit dem Auto auf seine großen Versammlungsreisen fährt, dann hat er die Taschen vollgestopft mit Zigarette nfchachtel'n, und in jeder Schachtel steckt ein Zwei - oder Drei- Markstück. Fast bei jeder wandernden Gruppe wird angehalten. Ein kurzes Gespräch über „wohin ..und dann verteilt Adolf Hitler die Zigarettenschachteln. (Wir erinnern uns aus dem Krieg, daß auch der Kronprinz, wenn Front-Truppen in die Etappe zurückgezogen waren und ihm in seinem Kraftwagen dort begegneten, mit Zigaretten beschenkt wurden. Ganze Schachteln mit 2- und 3-Markstücken hat er allerdings unsers Wissens nicht ausgeteilt. D. Schriftltg.) Aber der Scherz hört auf, wenn Herr Goebbels von Hitler weiter schreibt: „Zwar versteht es dieser Mann nicht so,
der Oeffentlichkeit in rührseliger Weise zu zeigen, daß er Kinder liebt oder Vögel füttert. Ihm ist jede öffentliche Zurschaustellung in der Seele verhaßt." Hier wird Hindenburg angerempelt. Wenn er im Garten des Reichspräsidentenpalais mit seinen Enkelkindern morgens spazieren geht und dabei die Vögel füttert, so ist das nach Herrn Goebbels „öffentliche Zurschaustellung". Wenn Adolf Hitler von Versammlung zu Versammlung rast und unterwegs an Wanderburschen Zigarettenschachteln mit Zwei- und Drei-Markstücken verteilt, so versteht er nach Herrn Goebbels nicht, sich in rührseliger Weise öffentlich zur Schau zu stellen. Armer kleiner Propagandachef! Böse ausgerutscht ist er hier, denn in der gleichen Nummer bringt der „V ö l k i s ch e B e o b a ch t e r" g l e i ch z w e i B i l- d e r, die Adolf Hitler zeigen, wie er m 11 j u - gen blichen Anhängern schöntut, selbstverständlich nicht, um öffentlich um Beifall zu buh- len, zu welchem Beweise der „Völkische Beobachter" die beiden Bilder veröffentlicht hat und jeden Tag weitere ähnlicher Art veröffentlicht, wie überhaupt die gesamte nationalsozialistische Presse nunmehr aus Hitler einen Fetisch machen möchte, indem sie aufzählt, daß er weder Alkohol trinkt, noch Tabak raucht oder Fleisch ist. Fehlt wirklich nur noch die Versicherung, daß Hitler demnächst in den Trappistenorden eintreten und ein Gelübde ablegen wird, bis an sein Lebensende — schweigsam zu sein. Das wär' dann etwas!
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Namentlich akademisch gebildeten Lesern, die etwa einen Hitler-Komplex haben sollten, empfehlen wir zur Heilung ein Bilderalbum, das von Hitlers Leibphotograph zusammengestellt und im Buchhandel erschienen ist.
Was da an Persönlichkeits-Kult geboten wird, in welch kitschigen Situationen da Der „Führer" gezeigt wird, ist nicht zu übertreffen. Der kritische Beobachter muß gestehen, daß unfreiwillige Komik in klassischerer Form nicht denkbar ist. Vorsichtige Leute, die das Bilderbuch betrachten wollen, sollten sich ein Stärkungsmittel in die Nähe stellen.
Die organisierte Unzufriedenheit
Die „Nationalsozialistische Deutsche Arbeiter- Partei" ist die organisierte Unzufriedenheit der Massen. Sie ist die aufgeblähte und ausgenutzte Mißstimmung über die schlechte Wirtschaftslage. Neben manchem ehrlichen und selbstlos begeisterten Patrioten und Freiheitskämpfer (warum sollen wir dies nicht zugeben?) ist viel Flugfand darunter. Darauf kann man für die Dauer keine Häuser bauen; auch keine braunen. Nicht wenige ehemaligen Kommuni st en sind zu den Nazis herübergewechselt und nicht wenige Nazis versuchen ihr Heil jetzt bei den Bolschewisten. Radikale, fanatisierte Grundeinstellung hüben wie
drüben! Flugsand, kein Zement und erst recht kein Granit!
Wer am besten bezahlt, hat sie . . . Werden diese Leute nicht eines Tages Herrn Hitler ihre Rechnung präsentieren und Einlösung der ausgestellten Wechsel fordern? Und was bann?
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„Kommentare finb Kommentare, aber Ziffer bleibt Ziffer" schrieb jüngst bas „Oeuvre" in Paris. Die Ziffern ber Reichspräsibentenwahl vom 13. März find allen bekannt. Der S t a hl- hel m hat bie Folgerungen daraus gezogen. Nur nicht Herr Hitler! . . .
Vor der Wahl sagte eine Frauaus dem Volke: „Hindenburg oder Hitler? Da muß ich an die Vorkriegszeit und an diS Hohenzollern denken. Kaiser Wilhelm I. ober Wilhelm II.? Ich wähle Wilhelm ben Ersten. Also wähle ich diesmal Hindenburg!" . . .
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Das Werbeplakat mit Hitlers Kopf. Sieht Adolf Hitler darauf nicht aus wie ein — Hypnotiseur? Massenhypnose. Bluff. Mystischer Glaube an ben beutschen „Messias." Zweidrittel der Wähler sind nicht darauf hereingefalfen. Mit solchen Methoden, gepaart mit den Mitteln rein körperlicher Gewalt, kann man keine Staatspolitik machen. In Deutschland entscheidet Gott sei Dank noch der Kopf, und nicht der Kehlkopf!
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Im „Bayerischen Kurier" Nr. 89 setzt sich ein protestantischer Theologe mit der NSDAP, und jenen protestantischen Geistlichen auseinander, die für Hitler teils aktiv, teils indirekt eintreten. Wir lesen u. a.:
„Es wird eine b ö f e, böse Ernte geben, di« hier gesät worden ist, namentlich auch von der überaus tätigen nationalsozialistischen Lehrerschaft. Jede Achtung vor der Autorität des Alters und der geschichtlich-m Bedeutung einer Persönlichkeit hat man der Jugend aus dem Herzen gerissen, und man darf sich später bann nicht wunbern, wenn diese Jugend keine Achtung mehr vor ihren Lehrern unb Geistlichen besitzt . . . Diese Art Volkszersetzung ist die Vorstufe des Kommunismus. . ."
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Was muß das für eine „Arbeiter-Partei" sein, für die jetzt namens der sogenannten vaterländischen Verbände u. a. eintreten: General von Below-Kassel, Generaldirektor von Sorbet« Voschum, Bergwerksbirektor Kuers-Cssen, Konterabmiral Levetzow-Weimar und Friedrich F ü r st Wied-Neuwied am Rhein.
Exkronprinz und Hitler.
Ein ganz besonderer „Gewinn" ist ber Hitler- schen „Arbeiter"-Partei noch zugekommen. Der ehemalige Kronprinz, jetzige Gutsherr von Oels, toenbet sich mit folgender Kundgebung an die Oeffentlichkeit:
„Wahlenthaltung im zweiten Wahlgange der Reichspräsidentenwähl ist unvereinbar mit Dem Gedanken der Harzburger Front. Da ich eine geschlossene nationale Front für unbedingt notwendig halte, werde ich im zweiten Wahlgange Adolf Hitler wählen."
Wir verzeichnen bie Berliner Presse-Stimmen dazu:
Die „Germania" sagt u. a.: Daß ber Gutsherr von Oels schon im ersten Wahlgang nicht für Hindenburg gestimmt hat, war durch seine demonstrative Teilnahme an ber Düsterberg-Kund- gebung im Sportpalast öffentlich dokumentiert. Wir haben schon damals auf bie eigenartigen Auffassungen vom Begriff ber Treue, bie in Oels zu Hause sind, hingewiesen und wundern uns gar nicht darüber, wenn man in ber Hohen- zollernfamilie heute das Hindenburg-Bild ganz von der Wand nimmt, um Hitler an seine Stelle ZU setzen. Wir möchten dem Gutsherrn von Oels doch dringend raten, sich ja gewissenhaft zu überlegen, ob eine „Kundgebung", wie die heutige, den hohen Einsatz lohnt, den der Bruch seines Der Reichsregierung gegebenen Wortes, sich nicht politisch zu betätigen, bedeutet. Politischen Weitblick kann man zwar nicht lernen, wohl aber kann man durch die treue Erfüllung eines einmal gegebenen Ehrenwortes sich vor unangenehmen Enttäuschungen bewahren.
Die rechtsstehende „D. A. Z." meint u. a.: In diesem Wahlkampf war es für weite Kreise eine Überraschung, ja eine kaum glaubhafte Sensation, daß sich jetzt der Kronprinz für Hitler erklärt hat. Wir stehen nicht an, dieses politische Hervortreten des Kronprinzen zu bedauern. Legitimisten werden fragen, ob sich der Mann, der nach ihrer Rechtsauffaffung als Erbe der Kaiserkrone zu gelten hat, überhaupt an der Wahl eines Präsidenten der deutschen Republik beteiligen soll und kann.
Die deutschnationale „Kreuzzeitung" hebt u.a.
hervor: Wir haben auf das Gefährliche dieses Beginnens (Stimmabgabe für Hitler) mehr als einmal aufmerksam gemacht. Wer sich zum Führerprinzip bekennt, folgt den Weisungen der Führer!
Der „Börsen-Courier" stellt u. a. fest: Für ihn (den Kronprinzen) lebt der „Gedanke von Harzburg", von dem weder Hugenberg noch Hitler, bis auf weiteres, etwas wissen wollen.
Die „Voss. Zeitung" schreibt: „Der ehemalige Kronprinz liebte es früher, sich höchst liberal zu gebärden und zu betätigen. Sein öffentliches Eintreten für Hitler beweist, daß es ihm mit Der liberalen Haltung ebenso wenig ernst gewesen ist wie mit seinem Ehrenwort, sich nicht politisch zu betätigen."
Das „Berliner Tageblatt" überschreibt die Erklärung des Kronprinzen mit den Worten „Gebrochenes Ehrenwort" und fährt dann u. a. fort: Einige werden vielleicht von ihm (dem Kronprinzen) enttäuscht sein, andere, vor allem die große Mehrheit der republikani schen Wähler, wird Hitler den neuen Zuwachs gerne gönnen. Er grenzt die Fronten noch klarer ab als bisher. Wenn er Hitler wählen wollte, hätte ihn kein Mensch daran gehindert, aber die öffentliche Erklärung, daß er es tun wolle, greift selbstverständlich über die Grenzen hinaus, die er damals freiwillig anerkannt hatte. Zum Opfer des Intellekts hat er noch einen moralischen Makel hinzugefügt, der an ihm haften bleiben wird. Kein Gentleman!
Der „Vorwärts" betont u. a.: Wir sind mit der öffentlichen Parteinahme dieses Mannes für Hitler vollständig zufrieden. Sie ist ein Stern pek für Hitler.
361 Sotdatenleichen.
In Der Zeit vom 25. bis zum 29. März sind auf den ehemaligen Schlachtfeldern bei Arras 361 Soldatenleichen gefunden worden. Unter ihnen befinden sich 220 Leichen deutscher Soldaten, von denen bisher 40 identifiziert werden konnten.
Der Boden von A r r a s ist bekanntlich geradezu mit Blut gedüngt. Noch furchtbarer waren freilich die Opfer, die beim Kampfe um Verdun von den Völkern gebracht worden sind. Die Armee des preußischen Kronprinzen hat mehrere Hunderttausend Mann dort begraben. Da die Zahl der gefallenen französischen Soldaten noch viel größer war, ist die Umgebung von Verdun das größte Leichenfeld Europas geworden.
Am Sonntag fand in Rom die Eröffnung des Goethe-Jirstituts für germanische Studien statt, an der sich neben Italien, Deutschland und Oesterreich auch die Schweiz, Holland und die skandinavischen Staaten beteiligten. Mussolini feierte Goethe in einer Ansprache in deutscher Sprache, worauf der deutsche Botschafter von Schubert in italienischer Sprache dankte.
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Einer englischen Zeitungsmeldung zufolge hat das britische Kriegsministerium-D'epartement zur Erforschung chemischer Verteidigungsmittel nach 14jährigen Versuchen ein wirksames Gegenmittel für alle im Kriege verwendbaren Giftgase gefunden.
Der preußische Befund.
CNB. Berlin, 4. April. (Eig. Meld ) Wie wir aus zuverlässiger Quelle erfahren, haben sich aus dem bei der NSDAP, beschlagnahmten Material Anhal s p u n k t e dazu gefunden, daß Führer der NSDAP, landes- und hochverräterische Handlungen begangen haben. Der Berliner Polizeipräsident hat das Material dem Oberreichsanwalt übermittelt. Einzelheiten können wegen der gesetzlichen Bestimmungen über bie Strafverfolgung in Land es- verratssachen nicht mitgeteilt werden.
Feind erkannt.
Evangelischer Reichselterntag gegen „germanische" Religion.
Unter starker Beteiligung aus allen Gebieten des Reiches wurde in Potsdam der 10. evangelische Reichselterntag eröffnet. Nach Begrüßungsworten führte der Präsidenr des Reichselternbundes, Erz. D. Conze, u. a. aus, daß das positive Ziel' der Etternbünde, die im Kampf gegen die Verweltlichung des gesamten Schul- und Erziehungs- Wesens entftcsiben seien, in der Zusammenarbeit von Schule und Haus bestehe. Die evangelische Elternschaft werde nie darauf verzichten, das durch die Reichsoersasfung verbürgte Reichsschulgesetz zu fordern.
Den Hauptvortrag hielt der Präsident der hamburgischen Synode D. Dr. Schöffel über bas Thema „Deutsches Polksrum und Evangelische Schule". Der Redner führte u. a. aus, daß beri deutsche Mensch und der evangelische Mensch für