Spork-Blatt der Deutschen Jugendkraft
Amtliches Gauorgan -er Bezirke Fulda-Hünfeld. Sinzig-Jossa, Hessen-Kassel, Hohe Rhön und Vorder-Rhön
Nr. 76 Beilage zur Fuldaer Zeitung 2. April
Warum 3. Reichstreffen?
Mittsommer dieses Jahres stehen, so Gott es will, schöne und große Tage vor uns, die Tage des 3. Reichstreffens der Deutschen Jugendkraft. Tausende und Aber, tausende junge deutsche Sportler sollen in jenen Tagen nach Dortmund kommen, in die Hauptstadt des Industriegebietes, in den Mittelpunkt des Landes deutscher Sorge; sollen aufmarschieren zu einem Sportfest. Und es wird ein lebhaftes Treiben sein. Die Banner aller der Verbände, die zur DJK. stehen, die Jugendkraftbanner Deutschlands werden durch die Straßen der Stadt flattern. Trommelwirbel und Liederklang wird durch die Straßen der Stadt klingen, an die Ohren und Herzen all derer, die hier wohnen. Ein Festspiel wird deuten, welchen Geist, welcher Wille DJK befeuert, und die Feuer werden aufglühen in einem Fackelzug und werden auflodern lassen junge Begeisterung, jungen deutschen Willen, jungen katholischen Willen aus deutscher Jugendkraft. Und alle Sportarten: Turnen, Leichtathletik, Rasenspiele, Fußball und Handball, Kanu- und Rudersport, Fecht- und Tennissport, alles, was deutscher Jugendsport heißt, wird drei Tage lang in den Wettkampf treten. Am Sonntag, nachdem am Morgen all die Tausendschaften deutscher Jugendkrastler ihr Knie gebeugt vor dem Herrn, von dem aller Segen, alles Gute kommt und dem all unser Schassen dient, nach dem Festgottesdienst wird der Höhepunkt des Festes anheben im großen Stadion der Roten Erde, in einer der schönsten Kampfbahnen Deutschlands. Und heimkehrend werden alle die Tausende und Abertausende junger deut- scher Sportler junge Kraft, junge Freude hineintragen ins Land, das Wort Dortmund auf den Lippen und die Freude des Festes überall verkündend bis zu den Gren- zen des Reiches. So soll es, so Gott will, werden.
Dortmund haben wir gewählt, weil es der Mittelpunkt des Landes deutscher Not i st. Dort, wo das Herzblut der Industrie strömt, dahin wollen wir deutsche Jugend aus allen deutschen Gauen führen.
Manche werden die Frage stellen: Ist es gerechtser- tigt, in dieser Zeit das Reichsttefsen durchzusühren? Es gibt ja genug Philister, die diesen Gedanken ab- lehnen und vom „Sparen" sprechen. Aber bei diesen ist das „Sparen" beinahe eine fixe Idee. Weder sie, noch die politischen Unkenrufe können uns davon abhalten, unser Fest zu feiern. Gerade wegen der Not und des Druckes, der auf Deutschland, seinem Volk und seiner Jugend liegt, eben deshalb halten wir uns verpflichtet, ein Fest deutscher Jugend, ein Fest junger deutscher Freunde zu feiern.
Es ist zunächst der S p o r t g e d a n k e, der uns leitet. Dieser verpflichtet eine Sportorganisation zum Wettkampf, denn der Wettkampf ist ein pädagoisch notwendiges Mittel, um die Leibesübungen zu einem
Praktische Ratschläge
über die Behandlung der Fuß- und Handbälle.
Von Bezirksspielwart W a i d e r.
Sehr große finanzielle Ausgaben für di« Sportabtei- lungen erfordert di« Unterhaltung und Neubeschaffung der Fuß- und Handbälle. So mancher Präses und Abteilungsleiter klagt, wie schlecht es feiner Abteilung geht. Dauernd sind Reparaturen an den Bällen erforderlich, oder es müssen neue Bälle gekauft werden. Sehr oft muß man dabei allerdings di« Erfahrung machen, daß mit den Geldern nicht immer sparsam gewirtschaftet wird. Neue Bälle kauft man für die Spiele der ersten Mannschaft. . Di« weniger guten überläßt man der zweiten und di« schlechtesten werden für das Training genommen. Der schöne Ball der ersten Mannschaft bleibt nicht lange schön, bald wird auch er ungestalt und hart. Wer ist schuld? Die mangelnde Sorgfalt, mit der die Bälle behandelt werden. Wenn irgendwo, so kann hier gespart werden. Jede Abteilung muß einen tÜchtigen Ballwart haben, der die ihm anvertrauten Spielbälle in bester Ordnung hält.
Worin besteht die Tätigkeit des Ballwarts? Er hat dafür zu sorgen, daß die Bälle bei Beginn des Wettspiels und zum Training in gutem, spielfähigem Zustande am Sportplatz sind. Sofort nach dem Spiele ist der Ball obzuwaschen und neu zu fetten. Selbstverständlich muß die Luft herausgelassen werden. Durch das Einfetten bleibt das Leder weich und elastisch, und durch die Lustentleerung wird der Druck von innen auf das Leder und die Nähte beseitigt. Das bekannte Reißen der Näht« wird dann zur Seltenheit gehören.
Ein« solche sachgemäße Behandlung der Bälle erfordert natürlich viel Zeit. Denn so soll nicht nur der „schöne und neue Ball" der ersten Mannschaft behandelt werden, sondern so sorgfältig muß mit allen Bällen umgegangen werden. Arbeitet der Ballwart nach diesem Rezept, so wird der Präses und der Kassierer erfreut fest- stellen können, daß der Ballwart viel länger mit seinen Bällen auskommt, als bisher, und daß dennoch jeder Spielführer bessere Bälle hat als früher. Dann wird es auch nicht mehr vorkommen, daß der Schiedsrichter plötzlich während eines Spiels vor die Frage gestellt wird, ob er das Spiel abbrechen muß, weil kein brauchbarer Ball mehr zur Stelle ist. (Ich erinnere an Mackenzell—Welkers). Der Platzverein ist dafür verantwortlich, daß genügend brauchbare Bälle vorhanden sind. Denn wenn dieses nicht der Fall ist und der Schiedsrichter das Spiel aus Mangel an einem brauchbaren Ball abbrechen muß, dann wird das Spiel dem Platzverein als verloren gewertet.
Der Umfang des Fuß-Balles darf nicht weniger a l s 6 8% Zmtr. und nicht mehr als 71 Zmtr. betragen.
Amtliches aus dem Gau.
Ausschreibung der Turnwettkämpse zum zweiten Gaulurnfest in Burghaun am 19. 6. 1932.
1. Schüler einschließlich Jahrgang 1918: je eine Hebung am Reck und Barren (Kürübungen), 75 Meter Laus, Weitsprung und Ballweitwurf (Schlagball), eine Pflichtübung.
2. Jugendklasse 1, Jahrgang 1916 und 1917.
1. Am Reck: Aus dem Streckhang ristgrisfs, Felgaufschwung zum Stütz, Felgumschwung, Unterschwung mit einer halben Drehung um den linken Arm, beim Vorschwung einspreizen links in den Stütz, Ueberspreizen rechts mit einer Vierteldrehung rechts zum Stand. 2. Kürübung am Reck. 3. Am Barren: Aus dem Ouer- stand seitlinks Scheeronsschwung in den Oberarmliege- hang, Einschwingen Kippe in den Grätschsitz vor den Händen, Spreizest rechts durch die Holmengasse mit einer Vierteldrehung rechts und sosortigem Spreizen links zum Stand. (Spreizflanke.) 4. Kürübung am Barren. 5. Freiübung: 1. Gruppe der Dortmunder Freiübungen. 6. 100 Meter-Lauf. 7. Kugelstoßen, 5 Kg. 8. Weitsprung.
3. Jugendklasse 2. Jahrgang 1914 und 1915. In dieser Klasse werden sämtliche Uebungen der Ju- gendklaffe 1 ausgeschrieben.
4. Klasse E. (Senioren) Jahrgang 1913 und älter.) 1. Am Reck. (Sprungreichhoch). Im Streckhang rist- orisfs, Kippe in den Stütz mit anschließender freien Feige in den Hang und sofort Riesenfelgauffchwung in
System zu bringen und insbesondere, um die deutsche Jugend zu Leibesübungen zu bringen und daran zu fesseln. Für eine Sportorganisation ist es notwendig und unabweisbar, daß Wettkämpfe in großem Stile von. Termin zu Termin angesetzt werden.
Dann aber soll das Reichstressen werden ein Treffen der Freude.
Ist nicht Not genug, lagert nicht Elend genug über unserem Leben? Soll nicht auch wieder dann und wann ein helles Leuchten dazwischen kommen, das die Menschen wieder aufrichtet und stark macht? In unserer Jugend ist unendlich viel Erwerbslosigkeit. Ein großer Prozentsatz der Jugendkrastler steht in Lebensnot hoffnungslos vor den Toren des Lebens. Es ist letztlich nur die religiöse Kraft, die über diesen Notdruck hinweg Hilst, Kraft, die von Gott kommt. Darum ist, was wir unseren jungen deutschen Sportlern schenken dürfen und müssen: die Freude.
Der dritte Gedanke ist uns der vaterländische Gedanke. Es ist ein vaterländisches Werk, wenn wir dazu helfen, daß Deutsche ihr deutsches Vaterland kennen lernen. Deutschland soll wissen, daß nicht nur der Schritt des Radikalismus in den Straßen feiner Städte dröhnen kann, und daß noch eine Jugend da ist, staais- treu und christustreu. Und alle sollen sehen, hören und wissen, daß es noch Tausende und Abertausende gibt in der katholischen deutschen Jugend, die ihrem Vater- lande zu dienen bereit sind und die Kräfte ihrem Vaterlande zu schenken gewillt sind. Wir haben Mut und Kraft, zu marschieren!
Auch ein volkswirtschaftlicher Gedanke fördert den Willen zum Reichstreffen in Dortmund. Wir wollen auf vernünftige Weise weitergeben, was wir erspart haben. Die Jungens verzichten deshalb auf Zigarette und Alkohol. Das ist volkswirtschaftlich durchaus gesund. Und wir erhalten so di« Mittel zum großen Werk, das nicht zuletzt ein geistiges ist.
Der letzte Gedanke, der uns stärker zwingen müßte, und es doch oft nicht tut, das ist der Gedanke Gottes, der religiöse Gedanke. Haben wir vor dem Herrn nur die Verpflichtung, am Sonntag Gottesdienst zu halten, um uns zu erbauen und unsere Pflicht zu tun? Nein, unsere Aufgabe ist größer. „Geht hinaus auf die Dächer und predigt," heißt das Evangelium. Und auch der Sportler, der nach Dortmund kommt, verkündet die frohe Botschaft, daß Christus lebt und nicht tot ist. Schon der Gedanke, Christusjugend marschiert, ist Gloria bei.
Auch die Form und die Gestaltung wird Gloria bei fein.
So wird das Treffen ein Erfolg werden!
Generalpräses Msgr. L. Walker.
den Stütz, Senken rückwärts, Einspreizen links Knie- aufschwung zum Stütz, umgreifen zum Kammgriff, Schraubenwellabgang zum Stand. 2. Kürübung am Reck. 3. Am Barren: Aus dem Querftanb vorlinks. Sprung in den Oberarmhang, Kippe in den Stütz, Senken auf die Oberarme, Ueberrollen mit sofortiger Schwungstemme rückwärts zum Gräffchliegestütz (auf den Schenkeln),Taucherschraube vorwärts in den Oberarmliegehang, Einschwingen zur Kippe (Kehrwende). 4. Kürübung am Barren. 5. Freiübung. 1. Gruppe der Dortmunder Freiübungen. 6. 100 Meter-Laus. 7. Kugelstoßen 7% Kgr. 8. Weitsprung.
5. Massenfteiübungen der Turner. Es werden alle 4 Gruppen der Dortmunder Freiübungen ausgeschrieben.
6. Turnen der Gaumusterriege.
7. Austragung des Schlußspiels im Faustball zur Feststellung des " Gaumeisters.
Bestimmungen.
1. Zur Teilnahme an den Wettkämpfen sind sämtliche Turnabteilungen des Gaues, besonders der drei Bezirke Fulda-Hünfeld, Vorderrhön und Hohe Rhön verpflichtet.
2. Die Kämpfe werden nach der Turnordnung der DJK. ausgetragen.
3. Meldungen sind bis zum 5. Juni an den Gauleiter, Lehrer Kimmel, Soisdorf, Hünfeld-Land zu richten.
4. Die Pässe werden beim Antreten der Riegen eingezogen. Wer nicht im Besitz eines gültigen DJK.-Passes ist, wer nicht in vorschriftsmäßiger Kleidung und nicht mit vorschriftsmäßigem DJK.-Abzeichen antritt, schließt sich selbst von der Teilnahme aus.
5. Teilnahme an den vorgeschriebenen allgemeinen Freiübungen ist für alle Turner unbedingte Pflicht.
6. Das Startgeld beträgt für Jugendklasse 1: 30 Pfg., Jugendklasse 2: 40 Pfg., E-Klasse 50 Psg., die Schüler sind von der Entrichtung des Startgeldes befreit. Startgeld ist mit der Meldung zu zahlen.
7. Die Turner können sich auch an den für die Leichtathleten ausgeschriebenen Staffeln beteiligen. Ein« besondere Staffel für die Nurturner wird vorläufig nicht ausgeschrieben.
8. Auszeichnung: Di« Sieger aller Klassen erhalten Eichenkränze. Die drei ersten Sieger aller Klaffen erhalten Ehrenurkunden.
9. Das Einspruchsgelb beträgt 10 Rrn.
10. Turner anderer Verbände können an den Wett- kämpsen nicht teilnehmen.
Der Gauturnausschutz:
Kimmel, Gauleiter. Roth, Gauturnwart.
Alle Zahlungen sind an das Gaukonto Nr. 1028 bei der Kreissparkasse Hünfeld, Postscheckkonto 3293 Frankfurt a. M. zu richten.
Ausschreibung der leichtathletischen Kämpfe zum 2. <5au- sportsest in Burghaun.
1. Schüler einschließlich Jahrgang 1918: Drei- kamps: 75 Meterlauf, Weitsprung, Kugelstoßen 2% Kg., Staffel: 4mal 75 Meier.
2. Jugend I, Jahrgang 1916 und 1917: Dreikampf: 100 Meterlauf, Weitsprung, Kugelstoßen 5 Kg., Staffel: 4mal 100 Meter.
3. Jugend II, Jahrgang 1914 und 1915: Dreikampf: 100 Meterlauf, Weitsprung, Kugelstoßen 5 Kg., Staffel: 4mal 100 Meter.
4. Altersklasse: Jahrgang 1913 und älter: Dreikampf: 100 Meterlauf, Weitsprung, Kugelstoßen 7% Kg., Staffel: 4mal 100 Meter.
5. Einzelkämpfe zur Austragung der Gaumeisterschaften im Gau Kurhessen: 100 Meterlauf, 200 Meter, 400 Meter, 800 Meter, 1500 Meter, 5000 Meter, Weitsprung, Kugelstoßen, Hochsprung, Schleuderballwerfen, Diskuswerfen.
6. Staffel: Karl Mosterts-Stasfel: 800 — 400 — 200 — 100 — 100 Meter. Wanderpreis gestiftet von Herrn Reg.-Präs. Dr. Friedensburg, Kassel.)
Bedingungen.
1. Gewertet wird in allen Ausschreibungen nach den Wettkampfbestimmungen der DJK.
2. Startberechtigt ist jeder Jugendkrastler des Gaues Kurhefsen, der im Besitze eines gültigen DJK.-Passes
1932 ist und in feinem andern Landessportverband aktiv ist.
3. Meldeschluß ist am 10. Juni 1932.
4. Nach- und Ummeldungen werden nicht angenommen.
5. Meldungen ohne Startgeld sind ungültig.
6. Erscheint der Kämpfer nicht am Start, so verfällt das Startgeld. Startet der Gemeldete am selben Tage bei einer anderen Veranstaltung, so ist ein Reugeld von 2 RM. zu zahlen.
7. Personen, die aus der DJK. ausgeschlossen sind oder von einer Instanz disqualifiziert sind, können zu keinem Wettkampf gemeldet werden. Die Meldungen können nur von den Abteilungsvorständen abgegeben werden und müssen die Unterschrift des H. H. Präses und des Abteilungsleiters tragen. Jede Meldung muß enthalten: Name des Teilnehmers, Geburtstag, Paßnummer. Falschmeldungen werden bestraft. Die Abteilungen sind haftbar für die Richtigkeit der abgegebenen Meldungen.
8. Jeder Starter muß seinen Paß persönlich vorzeigen. Aus dem Paß muß ersichtlich sein, daß der Inhaber mindestens ein Monat Mitglied der DJK. ist.
10. Das Startgeld betr:gt: für Schüler frei; für Jugend I 25 Pf. zu den Dreikämpfen, 75 Pf. zur Staffel; für Jugend II 30 Pf. zu den Dreikämpfen, 75 Ps. zur Staffel; für Altersklasse 40 Ps. zu den Dreikämpfen, 1 Mk. zur Staffel; für Einzelkämpfe 40 Pf. zu jeder Kampfart, für Karl Mosterts-Stafsel 2 Mk.
11. Alle Meldungen gehen an Herrn Oskar Frech, Fulda, Abtstor 4.
Kimmel, Gauleiter . Frech, Gauleichtathletikwart.
Bezirk Fulda-Hünfeld.
Amtliche Bekanntmachung der Bezirksleitung.
1. Der für den 10. April 1932 angesetzte Gruppen- Waldlauf und Bezirkstag in Kerzell ist auf den 17. April verlegt.
Begründung: Familienfonntag und Reichspräfidenten- Wahl.
2. Der DJK-Lehr- und Sportwerbetag für das Vogelsberger Gebiet in Hofenfeld ist auf Öen 24. April verlegt worden.
3. Die DJK.-Abteilung des Jungmänner-Vereins Kauppen hat sich unserem Verbände angeschlossen.
gez. B i l z, Bezirkspräses. Lange, Bezirksleiter.
Bekanntmachung des Spielausschufses.
1. Die Mannschaft der DJK-Abteilung des Jungmännervereins von Marbach ist als Meister der Gruppe 1 der B-Klosse ermittelt.
Dem neuen Gruppenmeister unseren Glückwunsch.
2. Die 1. Mannschaft der DJK. Rückers (Kr. Hünfeld) ist in der Sitzung des Spielausschusfes vom 29. 3. 32 mit folgenden Strafen belegt worden:
Geldstrafen: 10 Mark (§ 31 der K. R.), 5 Mark § 40 der K. R. Spielfperre erhalten folgende Spieler für 6 Monate: § 31 der K. R. ab 1. 4. Paß Nr. 263, 264, 261, 463, 464, 811, 815, 816, 914. F. K. Paß Nr. 91.3 ist mit einem Jahr Spielfperre b e ft Pta ft. Die allgemeine Spielfperre (Monat Juli) kommt beß den ausgesprochenen Sperren nicht in Anrechnung. Ferner zur Kenntnis, daß Rückers durch den verursachten Spielabbruch um den Verlust des Einspruchsrechtes gekommen ist. Lt. § 9b der Verbands-Straf-Ordnung.
3. P. Sch. Paß Nr. 705 von Marbach gesperrt für die Endspiele um die Klaffenmeisterschaft.
4. Wir bringen unseren Mannschaften in Erinnerung, daß das Spiel gegen nicht Verbandsvereine, sog. wilde Fußballklubs, verboten ist.
5. Die alten Versicherungsmarken sind mit dem 31. März abgelaufen. Wer nicht erneuert, genießt keinen Versicherungsschutz.
Die Melde-Listen in doppelter Ausfertigung mit der Prämie direkt nach Düsseldorf an das Jugendhaus, Abt. Versicherungen senden.
Der Vezirks-Spielausschutz.
W a i b e r, Spielwart.
Bezirk „Hohe Rhön-.
Ausschreibungen zum Frühjahrsgeländelauf am 17. April in Larbach.
Klasse A: offen für alle Einzelläufe des Bezirks (außer Jugend) Bezirksmeister (6 Kilometer).
Klasse B: offen für Vereinsmannschaften Jahrgang 1913 und älter (Altersklasse) Bezirksmeister (6 Kilometer).
Klasse C: offen für Vereinsmannschaften Jahrgang 1914—1917 (Jugendklasse) (4 Kilometer).
Klasse D: offen für Schülermannschaften Jahrgang 1918—1921 (2 Kilometer).
Bestimmungen: 1. Die Wettkämpfe finden nach den Regeln der DJK statt.
2. Die Meldungen sind bis zum 9. April 1932 an die Bezirksleitung zu richten. Das Startgeld beträgt Einzellauf 30 Pfg., Mannschaften 0.75 Pfg., Schii- <«r 0,50 Pfg. Das Meldegeld ist gleichzeitig mit der Meldung auf das Postscheckkonto des Bezirks 59820 Frankfurt' a .M. einzuzahlen.
3. Jeder Einzelläufer der Kl. A kann gleichzeitig als Mannschaftsläufer der Kl. B gewährt werden.
4. Die Teilnehmer müssen einen Paß für das Jahr 1932 besitzen.
5. Jede Mannschast besteht aus 4 Läufern, wovon die 3 ersten gewertet werden.
6. Die Umkleideräume befinden sich in der Gastwirtschaft Kehl (Lahrbach).
$ufcball.
Spielergebnisse vom Ostermontag.
Marbach 1. — Rückers 1. 2:1 abgebr. Poppenhausen 1. — Dalberg 2:1.
Büchenberg 2. — Döngesmühle 2. 5:1.
Oberrobe — Sickels 7:2.
Hauswurz — Giesel 0:4.
Pfaffenrod — Hosenfeld 1:3.
Hilders 1. — Margretenhaun 1. 1:4.
Petersberg 1. — Bachrain 1. 4:2.
Herbstein 1. — Kleinlüder 1. 3:3.
Spielberichte.
DJK. Poppenhausen—DJK. Dalberg Fulda 2:1. Eckballverhältnis 13:3.
Am 2. Osterfeiertag trafen sich obige Mannschaften zum fälligen Verbandsspiel auf dem Sportplatz in Poppenhausen. Der Platz wurde durch den plötzlich ein- setzenden Regen sehr beeinflußt und machte ein genaues Ab- und Zuspielen des Balles unmöglich. Wer hätte an einen Sieg Poppenhausens gedacht? Ader trotzdem tarn er zustande, und wem ist er zu verdanken? Einzig und allein der gut geschlossenen Mannschaftsleistung, die man hier seit langem nicht gesehen hatte. Nach anfänglich ausgeglichenem Spiele schälte sich die Ueberlegenheit der Einheimischen immer mehr heraus, was ja auch das Eckballverhältnis von 13:3 für Poppenhausen besagt. Die gut gedachten Angriffe der Fuldaer scheiterten meistens an der noch besseren Abseitstaktik des hiesigen
Verteidigerpaares. In der Abwehr brauchte es nicht viel zu leisten, da die Läuferreihe fast nichts zu tun übrig ließ. Man kann wohl sagen, daß sie eins ihrer besten Spiele lieferte.
Gleich in den ersten Minuten erzielt Dalberg den Führungstresfer. Nachdem einige Torchancen vom Pop- penhäuser Sturm verpaßt worden waren, fiel etwa in der 15. Minute der Ausgleich. Beide Mannschaften kämpfen um die Führung, aber vergeblich. Beim Stande von 1:1 werden die Seite gewechselt. Nach der Halbzeit macht sich eine starke Ueberlegenheit der Einheimischen bemerkbar. Aber der längst verdiente Führungstreffer bleibt aus. Endlich 3Minuten vor Schluß saust eine Bombe vom Mittelstürmer aufs Tor, der glittschrige Ball entgleitet den Händen des Fuldaer Torhüters, und der schnell hinzulaufende Halblinke sendet unter großem Jubel der Zuschauer ein. Poppenhausen hat verdient gewonnen, dem Spielverlauf nach sogar noch zu gering. Das Spiel war äußerst fair und daher die Arbeit des korrekt leitenden Schiedsrichters leicht.
Hauswurz 1.—Giesel 1. 0:4 (0:3).
In der Freundschaftsrunde der neu hinzugekoinrne nen Abteilungen, die am 2. Ostertage begann, konnte Giesel nach zähem Kampfe fein erstes Treffen zu feinen Gunsten entscheiden. Nach zirka 25 Minuten verteiltem Feldspiel kam Giesel durch eine schöne Flanke des Linksaußen in Führung. Die Platzmannschaft setzt sich jetzt zeitweise sehr gut durch, kann es aber nicht verhindern, daß Giesel bis zur Halbzeit durch feinen Mittelstürmer noch zweimal erfolgreich wird. Nach der Halbzeit kam es auf beiden Seiten infolge des kurzen Spielfeldes zu gefährlichen Momenten, die im Anschluß an einigen Ecken nichts einbrachten. Durch schöne Kombination schoß der Halbrechte im Endspurt den 4. Treffer ein. Hauswurz stellte eine starke Hintermannschaft, wo besonders der Torwart und Mittelläufer überragte, während der Sturm noch etwas zerfahren spielte. Giesel spielte trotz durch Ersatz notwendig gewordene Umstellung einen schnellen und reiferen Ball, der Sturm war angriffsfreudig, auch die Läuferreihe war, vom Aufbau abgesehen, in der Zerstörung gut, während man die Verteidigung schon besser gesehen hat. Der Tormann hielt gut. Der Schiedsrichter Mathes-Oberrode leitete gut.
DJK wiffels—Sportklub 32 Friesenhausen 3:4.
Obige Mannschaften trafen sich am 2. Osterfeiertag zu einem Freundschaftsspiel. Die neu aufgestellte Mannschaft des Sportklubs konnte das Spiel gegen die spiel- erfahrene DJK.-Mannschaft von Wissels mit obigem Ergebnis für sich entscheiden. F. B.
DJK. petersberg 1. — T. und Spv. Bachrain 1. 4:1.
Eine stattliche Zuschauermenge hatte sich auf dem Sportplatz in Petersberg eingesunden, um diesem Öfter- spiel beizuwohnen. Die DJKler hatten in der Auswahl ihres Gegners einen guten Griff getan, denn man bekam einen von Anfang bis zu Ende spannenden und fairen Kampf zu sehen. Die heimische Elf präsentierte sich in bester Form, so daß sich die Gäste schließlich,, nicht zuletzt durch die bessere Arbeit der heimischen Stürmerreihe und Hintermannschaft, geschlagen geben mußten.
Der Gastgeber hat Anstoß und kann bereits in der 3. Minute im Anschluß an einen Eckball, den der Mittelstürmer durch schönen Kopfstoß verwandelt, die Führung übernehmen. Nach weiteren 15 Minuten ist es wieder der Mittelstürmer, der den Vorsprung des Platzvereins auf 2:0 erhöht. Die Gäste drängen mit verstärktem Tempo auf Sefultatnerbefferung und können sich auch im Feldspiel einen kleinen Vorteil verschaffen. Bei der ausgezeichneten Arbeit der Petersberger Hintermannschaft und nicht zuletzt auch durch großes Schußpech bleibt jedoch ein Gegentor bis zum Halbzeitspfiff verjagt.
Nach Seitenwechsel sieht man wieder ausgeglichenes Feldspiel mit beiderseits technisch guten Leistungen. Der Gästesturm liegt zwar etwas mehr im Angriff, kann aber vorerst selbst einige klare Torchancen nicht verwerten. Dagegen wartet die heimische Stürmerreihe mit wenigeren aber gefährlichen Durchbrüchen auf und kann
Ihr Radio-Fachmann
nur Funkhaus Leibold
Telephon 2412 Karlstraße b
nach schönem Durchspiel durch den Halblinken einen 3. Erfolg erzielen. Erst jetzt kommen die Gäste zu einem längst verdienten Tor, dem sie bis zum Schluß kein weiteres mehr hinzufügen können. Dagegen kommen die DJKler noch zu einem 4. Tor. Der Mittelstürmer kann eine scharf hereingegebene Flanke, die der Gästehüter im Fallen abschlägt, eindrücken. Beim Stande van 4:1 bleibt es bis zum Schlußpfiff.
Die Gäste verfügen über eine äußerst schnelle und allen Teilen gut besetzte Mannschast. Lediglich die Stürmerreihe sand sich nicht sonderlich gut zusammen, wobei allerdings zu berücksichtigen ist. daß sie gegen die gegnerische Hintermannschaft einen schweren Stand hatte.
Beim Gastgeber machte sich eine Umstellung der Stürmerreihe angenehm bemerkbar. Dagegen machte die Läuferreihe außer dem Mittelläufer einen etwas unsicheren Eindruck Die gesamte Hintermannschaft verdient ein Kesamtlob und hat den größten Anteil am Sieg.
Der Schiedsrichter hatte bei dem fair durchgeführten Spiel einen leichten Stand und leitete einwandfrei.
D3&.-Sport aus Bayern.
Deutscher Meister „Sparfa“-Jlütnbetg zum achten Male bayerischer Fußball-Meister.
Auf dem DJK.-Falkestadion zu Nürnberg kam vor einer stattlichen Zuschaüermenge das Endspiel um die die bayerische Kreismeisterschaft zur Durchführung.
Es standen sich der nordbayerische Meister „Sparta"« Nürnberg (Reichsmeister der DJK. seit 1927) und der südbayerische Meister DJK. St. Benedikt, München gegenüber. Beide Mannschaften traten in der derzeit stärksten Aufstellung an. Sparta war mit sieben Internationalen in folgender Aufstellung erschienen: Weidenbacher, Merzbacher, Bickel, Steurer, Schlick, Seppe- ler, Brendel, Hämpfling, Jobst, Ruppert, Dauer, und konnte diese Mannschaft in überlegener Manier einen 7:1 Sieg erringen.
Im Endspiel um die nordbayerische Meisterschaft schlugen bi« Nürnberger den Gauineister des Gaues Würzburg, DJK. Schweinfurt, mit 13:1 Toren — ein Zeichen dafür, auf welcher Höhe die DJK. auch in der Fußball-Hochburg Nürnberg steht. Von Interesse dürfte sein, daß die wackeren Spartaner die Liga-Reserven des 1. F. E. Nürnberg mit nicht weniger als 3:0 (!) beinückncken konnten.
In Kürz« ist nun auch den DJKlern des Gaues Kur- Hessen Gelegenheit geboten, den Reichsmeister im Fußball zu sehen. Die Nürnberger spielen am 1. Mai 1932 in stärkster Ausstellung gegen eine spielstarke Auswahl- Elf auf dem neu hergerichreien Sportplatz der DJK. „Schwarz-Weiß" Hilders. Näheres in den nächsten Sportblättern.