Sonntag, 7. Februar 1932
latitfl. 59.
*
war: es entfielen Stimmen
1 872 000 — 1 568 000 = 1 007 000 —
286 000 — 26 000 -
Von den
Prozent von
Jarres (Kand. d. Reckten) Braun (Sonaldemokrat) Marr (Zentrum)
fierung der Welt ab und sieht darin den Versuch, Europa in eine Zwangsjacke zu stecken, um den Versailler Vertrag und die anderen Verträge gewaltsam u _ recht z u erhalten. Borah erklärt weiter, es sei erfreulich, daß ein solcher Vorschlag nicht die Unterstützung einer nennenswerten Zahl von Regierungen finden werde.
Ludendorff Sonstige
wtb. Washington, 6. Februar. (Eig. Meld.) I Meuter: Das Staatsdepartement stellt entschieden in Abrede, daß die Vereinigten Staaten und andere Mächte unter Androhung eines Boykotts der japanischen Waren die Zurückziehung der japanischen Kräfte aus China bis zum 11. Februar gefordert hätten.
In einem Hotel in Breslau wurden zwei Berliner wegen Falschmünzerei festgenommen. In ihrem Hotel- zimmer fand man 87 falsche Fiinfmarkstücke.
Von den bei kommunistischen Tumulten in Berlin- Moabit festgenommenen 31 Personen wurden 27 dem Schnellrichter zur Aburteilung zugeführt.
Das Reichsgericht verurteilte im Altenaer Sprena- stoffprozeh drei Angeklagte wegen Vorbereitung » Hochverrat zu 4, 3 und 2 Jahren Zuchthaus Ein Ar- beiter wurde wegen Unterlassung einer Strafanzeige mit 8 Monaten Gefängnis bestraft.
.o<£er Prokurist einer Dresdener Brauerei unterschlug 131000 RM. Er wurde festgenommen und der Staatsanwaltschaft zugeführt.
wtb. London, 6. Februar. (Eig. Meld.) Die französische Denkschrift wird vom „Daily Herold" außerordentlich schroff ab gelehnt, während „News Chronicle" ihr freudig zustimmt. Eine Stellungnahme der konservativen Blätter steht noch aus.
Kühle Aufnahme des französischen Vorschlags in Amerika.
wtb. Aewyork, 6. Febr. (Eig. Meldg). Die Blätter bringen den Vorschlag Frankreichs auf der Genfer Abrüstungskonferenz in großer Aufma- ckung, heben aber zu gleicher Zeit die kühl« Aufnahme hervor, die der Vorschlag in Washington. namentlich in Staatskreisen, findet. Das Staatsdepartement lehnte eine Erklärung zu dem französischen Vorschlag mit dem Hinweis ab daß die Verwendung von Heer und Flotte ein Angelegenheit des Kongresses sei.
Der Kampf in China.
wtb. Schanghai, 6. Febr. (Eig. Meld.) Die 01:15 sind vollständig zer- 01 *• . Mehrere Bomben sind in die internationale Niederlassung gefallen, wobei mehrere Personen verletzt wurden. v
Keine Boykott-Drohung der Mächte gegen Japan.
Don effektiver Abrüstung zu Lande, zu Wasser oder in der Luft ist in dem Memorandum in keiner Weise die Rede. Und das nannte Tardieu in der kurzen Erklärung, mit der er dre Uebergabe des Memorandums an den Präsidenten Henderson begleitete, den positiven Beitrag Frankreichs zu den Arbeiten der Abrüstungskonferenz!
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-wtb. Paris, 6 Februar. (Eig. Meld.) Die Blatter betonen übereinstimmend, daß es sich bei der französischen Denkschrift um einen von der Regierung mit Unterstützung des Generalstabs und der maßgebenden militärischen Persönlich kelten ausgearbeiteten Plan handele. — „Echo de Paris ‘ erklärt, wenn Frankreich die vorgeschlagenen Garantien verweigert würden, könne es an seinem gegenwärtigen militärischen Status nichts andern.
Senator Borah gegen die französische Denkschrift.
wtb. ^Washington, 6. Februar. (Eig. Meld.) M-i(senator Borah lehnt die gestern veröffentlichte Denkschrift Tardieus über die Neuorganie-
Erscheini sechsmal wöchentlich. Wochenbeilaqen: Die Well im Bild" und „Buchenblätter" Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Aetiendruckerei In Fulda. Fernrufe: Schrift- :: tertung 3153 Fuldaer Aetiendruckerei 3151 und 3152 ::
zweiten Wahlganges auf:
von Hindenburg
Marr
Thälmann 7
sonstige - i -
Der Bruderkrieg.
wtb. Timmendorfer Strand, 6. Febr. (Eig. Meldg.). Bei einer nationalsozialistischen Versammlung kam es zu schweren politischen Zusammenstößen mit Reichsbannerleuten, in deren Verlauf auch mehrere Schüsse fielen. 15 Anhänger der NSDAP, sollen Verletzungen erlitten haben: ein Mann hat lebensgefährliche Schußverletzungen davongetragen.
10 417 000 — 38,8%
Thälmann (Kommunist) Hellpach (Demokrat) Held (Bayer. Volksp.)
Solche traurigen Zeiterscheinungen sind nur möglich, weil das Parteiinteresse über das Lebensinteresse von Volk und Vaterland gestellt wird und die nationalen und nationalistischen Führer voll Hoffahrt und von Eitelkeit erfüllt sind und ihre persönlichen - Bestrebungen mit denen von Volk und Vaterland verwechseln.
An Hindenburg aber reichen sie alle miteinander nicht heran. Hindenburgs Führertum ußt auf Treue und Fleiß: das der anderen auf großen Worten und Phrasen bei mangelnden Taten.
Darum steht das deutsche Volk zu seinem Führer
Hindenburg.
Siedlungsbank 100 Millionen zu überweisen, so bedeutet, wie dem Nachrichtenbüro des V.D.Z. weiter erklärt wird, dies durchaus nicht ein Scheitern ^der Verhandlungen Preußens mit dem Reich. Die Schwierigkeiten liegen zum Teil darin, daß das Reich Preußen durch kreditpolitische Aktionen etwa auf dem Boden der Wechselhergabe preußischer Betriebe helfen wollte, was der preußische Finqyz- minister abgelehnt haben dürfte, wett er für den preußischen Haushaltsplan eine echte Deckung finben will. Man kann wohl annehmen, daß aus den weiteren Verhandlungen mit dem Reich der Komplex Siedlungsbank-Preußenkasse nicht ganz herausbleibt und int übrigen die Meinung preußischer Regierungskreise dahin tendiert, daß es vielleicht schon Anfang kommender Woche doch noch zu einer Verständigung mit dem Reich kommen werde.
* Unterzeichnung der Osthikfeverordnung durch den Reichspräsidenten. Wie wir erfahren, hat der Reichspräsident die neue Verordnung über die Osthilfe Samstag mittag unterzeichnet.
Die Verhandlungen der Parteien untereinander zwischen dem ersten und dem zweiten Wahlgang führten sodann zu folgenden Ergebnissen:
1. Die Rechtsparteien zogen ihre gemeinsame Kandidatur des Oberbürgermeisters Jarres zurück An dessen Stelle wurde nach vielseitigen Bemühungen Generalfeldmarsckall von Hindenburg als Kandidat der Rechtsparteien aufgestellt.
2. Die Sozialdemokraten verzichteten zugunsten des Zentrumsmannes Marr auf die Kandidatur Braun: die Demokraten zogen die Kandidatur von Hellpach ebenfalls zugunsten von Marx zurück. Lasselbe llat die Bäuerische Volkspartei hinsichtlich .er Kandidatur Held. Die Kandidatur von Ludendorff verschwand klanglos.
Kommunisten hielten auch für den zweiten Wahlgang an der Kandidatur Thälmann fest.
Dex Wahfkampf war kurz und heftig; abge- ehen von einer öden konfessionellen Hetze die sich gegen die Kandidatur Marx wandte, kämen keine größeren Entgleisungen vor. Das Ergebnis des
VDZ. Berlin, 6. Febr. (Eig. Meld). Der Herr Reichspräsident empfing im Laufe des Vormittags den heule abend zur Abrüstungskonferenz nach Genf abreisenden Reichskanzler Dr. Brüning zum Vortrag.
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6. Febr. (Eig. Meld.) Der französische Abrustungsvorschlag liegt in seinem Wortlaut m Berlin noch nicht vor. Es ist deshalb noch nicht möglich, vom deutschen Standpunkt aus ir- gendwie abschließend Stellung zu nehmen- Natürlich wird der Reichskanzler in seiner Rede in Genf auch das,französische Projekt behandeln, aber doch wohl nur in größeren und allgemeineren Rahmen des Abrustungsproblems überhaupt. Jnzwi- lchen ist nun in der deutsche» Presse bereits eine einhellige Ablehnung der französischen Vorschläge erfolgt. Im übrigen geht ja der deutsche Standpunkt zum Abrustungsproblem selbst bekanntlich dahin, daß wir nach unseren großen Vorleistungen auf dem Gebiete der Abrüstung in Genf gewissermaßen alsAbrüstungsgläubiqer wschemen und nun zunächst einmal abwarten müs.
Erschlage die anderen Mächte machen.
'si die Tatsache, daß Frankreich mit einem Vorschlag an die veffentlichkeit tritt, durchaus n • UJ? ? r. raschend, sondern ganz l o -
N s das erste Auslandsecko zeigt, daß
chon ,ehr bald Wasser in den französischen Wein gegossen werden wird. '
Die Abrüstungskonferenz hat am Freitag nachmittag in geheimer Abstimmung die 14 Vizepräsidenten gewählt, d'e zusammen mit' dem Präsenten Henderson und dem Ehrenpräsidenten Motta das Büro der Konferenz bilden. Unter Beteiligung von 54 Staaten wurden die Vertreter folgender Delegationen gewählt: Frankreich mit 54 Italien mit 54 Großbritannien mit 53, die Der-' neinigten Staaten von Nordamerika mit 52 und Deutschland mit 50 Stimmen, ferner Schweden mit 48, Japan mit 47. Spanien, Argentinien, Belgien und Sowjetunion mit 36, die Tschechoslowakei und Polen mit 33 und Oesterreich mst 32 Stimmen.
Das prentzifche Defizit.
Weitere 35 Millionen Mart werden gespart. — Defizit beträgt 100 Millionen.
Merlin, 6. Februar. (Eig. Meld.) Wie das Nachrichtenbüro des V.D.Z. meldet, hat die Chefbesprechung der preußischen Staatsregierunq, die am Freitag bis in die Nachtstunden dauerte, eine Einigung der preußischen Minister über die Ausgabeseite des Haushalts für 1932 ergeben. Zahlenmäßig will das besagen, daß die preußischen Minister sich darüber verständigt ha- ben, weitere 35 Millionen RM. durch EElNsparungen in den einzelnen Haushalten auf der Ausgabenseite hereinzuholen. Hiernach blieb als Defizit, des neuen Etats, das anfangs fast 170 Millionen betrug, eine Summe von rund 100 Milsionen. Dies ist der Betrag, den die Staatsregierung in irgendeiner Form bei den weiteren Verhandlungen mit der Reichsregierung vom Reich hereinzubringen hofft. Wenn in einem Teil der Preise behauptet wird, die Reichsregierung habe es abgelehnt, Preußen gegen Ueberlassung der
26866 000— 100%
Wahlberechtigten hatten nur 68,9 ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht.
wkb. Genf, 6. -febr. (Eia. Meld.) Die Abrüstungskonferenz bot in ihrer heutigen Vollsitzung, die der Entgegennahme privater Petitionen geroidmet war, den Anblick einer großen Kundgebung der Weltöffentlichkeit für Frieden und Abrüstung. Bei Beginn der Sitzung bewegte sich ein Zug von etwa i 0 0 Vertreterinnen der verschiedenen Frauenorganisation der ganz en Welt in den Konferenzsaal, wo Miß Mary Dingman im Hamen von 45 Mill, organisierten grauen und Frau Skeenbergh e-Engering (Holland) im Namen der 25 Mill. Mitglieder der katholischen Frauenorganisationen sprachen und die gesammelten Unterschriften (über 8 300 000) auf den Tisch des Hauses niederlegten. Danach sprach Dr. Joachim Müller (Deutschland) für die Genfer Gruppe internationaler christlicher Organisationen und nationaler Kirchen und Kirchenbünde.
Znm'reichs AdrWngs-Vorschlag.
Am Freitag abend wurde in Genf ein französisches Memorandum den Vertretern der im Hauptquartier der französischen Delegation versammelten Weltpresse überreicht. Tardieu hatte vorher kurz feinen wesentliche» Inhalt mündlich skizziert.
Das Memorandum zerfällt in fünf Kapitel. Das erste ist dem zivilen und dem militärischen Luftfahrtwesen gewidmet. Für das erstereMieht es die Internationalisierung vor. Nach den im zweiten Kapitel gemachten Vorschlägen sollen gewisse Land- und Flottenmaterialien, wie schwere Artillerie mit einer bestimmten Tragweite, Linienschiffe mit einem gewissen Geschützkaliber und Unterseeboote von einer gewissen Tonnage an dem Völkerbund zur Verfügung gestellt werden.
Kapitel HI befaßt sich mit der Schaffung einer V o l k e r b u n d s a r m e e, und zwar in zweifacher tseftalt: erstens einer internationalen Polizeimacht zur Verhinderung des Krieges, zweitens einer ersten Staffel von sogenannten Zwangsstreitigkei- » . f'0™5 be eoercition) zur Unterdrückung des Krieges und zur unmittelbaren Hilfeleistung für lebe» etwa angegriffenen Staat. Kapitel IV spricht non dem Schutz der Zivilbevölkerung.
Im letzten Kapitel werden die „Bedingungen der Organisierung des Friedens", d. h. mit an- bercn SBorten: die gekannten französischen Si- i ttsf°rGerungen, behandelt. Dort taudji auch wieder das berüchtigte „feststehende und vertragliche Element (element fixe et contrac- luell) auf, womit offenbar ausgedrückt werden Wil, daß alle Bestimmungen zu Lasten der besiegten Lander in den Friedensverträqen unabänderlich sein sollen.
14 650 000 = 48,3 %
13 752 000 - 45,3 % !
1931 000 = 6,%'i'
13000 = 0,0 ’%'
Weltöffentlichkeit für Abrüstung.
Die gewaltige Friedens-Kundgebung der Frauen der ganzen Welt. — S,3 Millionen Unterschriften werden überreicht.
In 8en Erörterungen über die kommende Wahl eines Reichspräsidenten rühmt sich immer wieder die Rechte, daß sie im Jahre 1925 die Wahl H i n- I denburgs durchgesetzt habe. Umso verwunderlicher ist j e tz t, die Haltung gewisser . führender Rechtskreise, dje anscheinend immer ' noch nicht I wissen, we l ch e Haltung sie bei der bevorstehenden Reichspräsidentenwahl einzunehmen haben. Da die Vorgänge, die zur Wahl des jetzigen verehrten Reichspräsidenten geführt haben, weiten Kreisen nickt mehr in Erinnerung, auch inzwischen neue Wählerkreise herangewachsen sind, sei folgendes festgestellt:
Der Reichspräsident wird unmittelbar ! vom deutschen Volke gewählt. Wählbar zum Reichspräsidenten ist jeder Deutsche, der das 35. Lebensjahr vollendet hat. Wahlberechtigt sind alle Reichstagswähler und -Wählerinnen. Die Amtsdauer des Reichspräsidenten beträgt sieben Jahre.
Der erste Reichspräsident Friedrich Ebert wurde erstmals am 11 Februar 1919 auf Grund des Gesetzes über die vorläufige Reichsgewalt von der Nationalversammlung gewählt. Die Amtsdauer des ersten Reichspräsidenten lief bis zum 30. Juni 1925. Da Ebert vorher starb, fand schon im Frühjahr 1925 die erste Reichspräsidentenwahl nach den einschlägigen Bestimmungen der Deutschen Reichsverfassung statt.
Die Zahl der Stimmberechtigten betrug beim ersten Wahlgang am 29. März 1925 ca. 39,2 Millionen: im zweiten Wahlgang am 26. April 1925 jedock 39,4 Millionen.
Im ersten Wahlgang standen sich nicht weniger als sieben ernsthafte Kandidaten gegenüber. Das Ergebnis des ersten Wahlganges war wie folgt: Don den endgültigen Stimmen entfielen auf
aerZertung
Anzeiger für die Stabt Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt.
Mr. 31 I "
I Monatlich 165 einschließl. Postgebühr (48 Psg.> ohne ZusteUq 0 20Wn?SWfe: ffle;l,n3eife lCol > lokal 0.15 RM., auswötts «eflame3etle: lokal 0.60 RM.. aufwärts 0.80 RM Bei Wiederholungen Rabatt Posticheckk fironffurta M 4051
30352 000= 100%' Es haben im zweiten Wahlgang rund 3,5 Millionen Wähler mehr abgestimnlt; 77.6 Prozent aller Wahlberechtigten haben gewählt. Der Name von Hindenburg zog weite Wählerkreise an sich; hinzu kam die konfessionelle Seite der Wahl. Gegen Jarres würde Marr trotzdem Sieger geblieben sein. Auf die Hilfsstellung der Kommunisten zugunsten der Rechten sei ebenfalls hingewiesen.
Reichspräsident o. Hindenburg hat sich als ein treuer Hüter der Verfassung, wie als Schirm- und Schutzherr des ganzen deutschen Volkes bewährt. Sein Name genießt in der ganzen Welt hohes Ansehen. Hieraus erklärt sich auch, warum diejenigen Parteien, die bei der' letzten Reichspräsidentenwahl hinter die Kandidatur Marx sich stell- ten, heute bereit sind, geschlossen für die Wiederwahl Hindenburgs einzutreten.
Das Bemühen des Reichskanzlers Dr. Brüning, die Parteien zu einer einheitlichen Vertrauenskundgebung für Hindenburg zujammenzu führen, inbem der Reichstag mit einer qualifizierten Mehrheit (mehr als zwei Drittel der Abgeordneten), sich für die Verlängerung der Wahlperiode des ietzigen Reichspräsidenten aussprechen sollte, ist zwar gescheitert; hoffentlich kommt nunmehr die Möglichst einmütige Volkswahl Hindenburgs zustande.
Jene Kreise, die im Berliner Sportpalast Herrn Adolf Hitler — der noch nicht einmal deutscher Staatsangehöriger ist — als Reichspräsidenten gefordert und gefeiert haben, sind mit den Herren um Hugenberg die eigentlichen Gegner der Wiederwahl Hindenburgs. Trotzdem greifen sie das Zentrum, die Demokraten und Sozialdemokraten an, weil diese vor sieben Jahren Hindenburg nicht gewählt haben und jetzt sind sie es. die die Wahl Hindenburgs verhindern wollen. Die Gründe sind bekannt: Hindenburg ist zu verfasiungstreu!
Auch hoffen die Herrschaften von rechts her, auf dem Umwege über die Reichspräsidentenwahl die Regierung Brüning stürzen zu können. Es ist eine Sckande, daß angesichts der deutschen Notlage eine Verständigung in der Reichspräsidenten- frage durch die Schuld der Herren Hugenberg und Hitler und deren Mitläufer nicht zustande kam.
Das ist das deutsche Unglück, daß die innere Uneinigkeit gerade dann am heftigsten sich austobt, wenn die deutsche Regierung den schwersten Kampf um deutsche Freihest und deutsche Zukunftsgestal- tung zu führen hat.
Warum wir heule für Hindenburg einlreken
Die Reichspräfidenkenwahl 1925 und 1932.
, Bon Abg. Andre- Stuttgart.
Gruppenaufnahme der deutschen Delegierten nach einer Konferenz.
ünjs nach rechts: General von Blomberg, Vizeadmiral von fkrenbera Grat Melerek W« SBotrtafu. in MndA ssle!I»°rt-°t-nd-r toter b« dmtch-n D-W2 «jjS Rhembaben, General Schönheinz und Staatssekretär von Möltendorf. ' JL lXZ»
7 802 000 = 29 0 % 3 880 000 = 14,5 % 7.0% 5.8% 3.7% 1.1% 0,1%
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