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MMM-NUMM

Vellage zur Fuldaer Zeitung

NILS

27. Januar

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Gottes Wundergeige.

Don F. Golda u-Essen.

An deiner Seite will ich gläubig gehn Und aus den Wegen

Wo auch die Disteln und die Dornen stehn Die Rosen für dich pflegen.

Den Kelch de» Glückes und den Kelch der Not Sei's bis zur Neige

Trink ich mit dir und spiele dann dem Tod Der gläub'gen Sieger Gottes Wundergeige.

Die kaufende Frau.

Don Marianne L u tz-Hildesheim.

Statistiker wollen errechnet haben, daß mehr als drei Fünftel der Waren, die man gemeinhin im Haus­halt und in der Familie braucht, von der Frau ein­gekauft werden. Die Frau als Käuferin spielt also eine recht bedeutsame Rolle im deutschen Wirtschaftsleben, wobei es allerdings dahingestellt sein mag, ob sie zu dieser wirtschaftlichen hochbedeutsamen Aufgabe immer die notwendigen Kenntnisse mitbringt. Mir will es fast scheinen, als müsse die deutsche Frau gerade auf diesem Gebiet noch manches lernen, denn zu einem wirk­lich preiswerten Einkauf gehört nicht nur Erfahrung und Sachkenntnis, sondern vor allem auch etwas volks­wirtschaftliche Ueberlegung, wie man für das billigste Geld das für den gedachten Zweck qualitativ Geeignetste und Beste erwerben kann. Die Frau als Käuferin soll sich nicht immer auf das verlassen müssen, was ihr der Kaufmann sagt, sondern sie muß aus einem eigenen sicheren Urteil heraus ihren Einkauf tätigen können, sie soll durch Vergleiche in den verschiedenen Geschäften und den verschiedenen Preislagen sich das Maß von eigener Urteilskraft erwerben, das zu einem günstigen

Jetzt zu ermässigtem Preise.

Einkauf notwendig ist. Die denkende Käuferin geht deshalb auch nicht in den erstbesten Laden, sondern sie sieht sich in den verschiedenen Geschäften die Ware an, um dann erst das zu kaufen, was ihr am besten gefallen hat. Mit der Zeit bekommt die Frau auf diese Weise ziemlich Uebung und sie wird in kurzer Zelt nicht mehr auf die Angaben des Kaufmanns an­gewiesen sein, sondern sich aus Eigenem von der Qua­lität der Ware überzeugen können. Grundoerkehrt ist es auch, wenn Frauen fortgesetzt ihren Händler wech­seln, denn auf diese Weise kommt niemals eine gewisse Beständigkeit in ihre Einkäufe, die es allein ermöglicht, mit der Zeit Wert oder Unwert einer Ware zu er­kennen. Wohl kann man, um Vergleiche anzustellen, dann und wann irgendwo anders kaufen, wenn man aber einen Händler als reell, preiswert und in fei­nem ganzen Geschäftsgebahren als ordentlich erkannt hat, dann bleibe man ihm in der Kundschaft treu, denn wenn ein Kaufmann über recht viele Dauerkunden verfügt, ist er auch in die Lage versetzt, sich bei seinen Einkauf gewisse Vorteile zu sichern, die letzten Endes, wenn es sich um einen gewissenhaften Kaufmann han­delt, wiederum seinen Abnehmern zugute kommt. Noch einige Worte über die standardisierte Ware, an die sich die deutsche Käuferin, ganz im Gegensatz zur Englän­

derin und Amerikanerin, noch immer nicht recht gewöh. nen kann. Unter Standardware versteht man all die Produkte, die schon gepackt in den Handel kommen, die also hygienisch einwandfrei und meist auch von be­sonder» guter Qualität sind, da sich die Standardpackung meist nur die Firmen leisten können, deren Größe und deren Name für eine gute Ware Bürgschaft ist. In Amerika wird es jede Frau ablehnen, wenn sie ihre Lebensmittel noch offen ausgewogen bekäme. Schließ- lich noch einen wichtigen Hinweis für die unzufriedenen Käuferinnen. Wer mit der Ware ober der Bedienung in einem Geschäft nicht einverstanden ist, der bleibe nicht einfach weg, sondern sage e» mit einigen höflichen Worten dem Kaufmann, man weise auf das hin, was man zu beanstanden hat und jeder Geschäftsinhaber, der es mit seinem Betrieb ernst meint, wird für die­sen Hinweis dankbar sein, wenn er berechtigt ist, selbst dann, wenn die feiterige Kundin fortbleiben sollte.

Die künstlerische Mission des Rundfunks.

Von Professor W. B r a u n f e l s, Direktor der Hochschule für Musik, Köln.

Indem der Rundfunk Musik in die fernste Alpenhütte, gute Musik gewünscht ober ungewünscht in jedes Bürgerhaus trug, das bisher vielleicht von ihr nichts wis- sen wollte, hat er unendliches Bildungsfeld und uner­schöpfliche Genußquelle einer neuen Allgemeinheit zu er­schließen begonnen. Daß dies erst der Anfang seiner Aufgabe ist, wissen seine Leiter selbst am besten; die Mit­arbeit des unsichtbaren Hörers, in mannigfaltigen Ar­beitsgemeinschaften schon begonnen, wird auch auf dem Gebiete der Musik in steigendem Maße sich entwickeln.

Zunächst freilich mußte der Rundfunk ertötend für eine gewisse Form von Hausmusik wirken; alle diejenigen, die mit harmlosem Geklimper ihre Feierabend-Sentimen­talität in Aktion zu setzen gewohnt waren, mußten rasch erkennen, daß diese Ausgabe der Lautsprecher weit vor­züglicher vollbrachte. Auch diejenigen, die sich aus einem immerhin anerkennenswerten Idealismus an instrumen­talen oder vokalen Aufgaben zu versuchen gewohnt wa­ren, die ihr Vermögen weit überstiegen, mußte die aus dem Lautsprecher heraustönende, so vollkommen über­legene Konkurrenz zunächst bas Gefühl der Hoffnungs­losigkeit eines Wettbewerbes in eigenem Schweiße dar­tun.

Während aber die eben Auf geführten entmutigt glau­ben, das Klavier für immer schließen zu müssen, hat sich einer unermefjbar großen Zahl von Gemütern die große Welt von Musik neu aufgetan. Diese gilt es nun durch immer eindringlicheren Hinweis zu überzeugen, daß Musik selbst auszuüben heißt, eine Nähe zu ihr sich errin­gen, die man als reiner Hörer niemals kennen lernt. Das Spiel des Kindes lehrt es uns: indem es eine Schein­welt um sich erbaut, kommt es der Wirklichkeit des ihm vielfach unfaßlichen Lebens Schritt für Schritt näher. So auch in der Musik: wer sie selbst ausübt, und fei es kind­lich primitiv, vorausgesetzt, daß er sie in ihren Wertbezir­ken aufsucht und nicht in Kitsch, kommt ihr wirklich und wesentlich näher; denn ihm erwächst im Ausüben ein irgendwie schöpferisches Verhältnis zur Musik, und dieses wurzelt tiefer als alles, was er nur reinem Aufnehmen verdankt.

Ich sehe darum die Zeit nicht fern, in der Rund­funk und Hausmusik eine Art Zwiesprache führen werden, in welcher der Funkhörer das Wertvollste, was er vernommen hat, durch eigene Arbeit am Instrument sich näher bringt und so sich diesen wichtigsten Hauch be­seelter Verbindung mit dem musikalischen Werk verschafft, den er als Ausnehmender nirgend» erhalten wird.

Darum möchte ich allen Müttern zurufen: gönnt euren Kindern das Glück dieser einzigen bescheidenen Schöpferlust, daßt sie ein Instrument lernen. Sonst wird ihr Glaube an die Musik einstmals ein toter sein.

vom neuerwachenden (eben der Mode.

Eine verfehlte Spekulation. Das Mantelkleid in neuer Form. Federmode und Blumenschmuck. Der Aeberwurf. Ein ftil- voNes Einverständnis.

Bon Albertine Albrecht, Düffeldorf.

Es ist eine verfehlte Spekulation, mit trauriger Miene dem Untergang der Mode zusehen zu wollen. Selbst dunkle und winterharte Tage der Rot haben ihr kein Ende bereiten können. Leise regt es sich unter ber trostlosen Oberfläche unseres wirtschaftlichen Le­bens, und wir dürfen selbst bas kleinste Fünkchen von neuem Leben nicht für bedeutungslos halten. Denn, es ist auch hier wieder in Erfüllung gegangen, daß der Seift es ist, ber lebendig macht auch in der Mode. Aus tiefem Pessimismus, aus der größten Verzagtheit reißt uns der Geist zum Glauben an uns selbst empor, an unsere Kraft und an unseren Erfolg, selbst wenn er noch so klein und schwach erscheint. Neubelebung der Mode ist neues wirtschaftliches Leben, ist der Anfang zu neuem Aufstieg unterer Arbeit.

Es regt sich in den großen deutschen Modeateliers. Hin und her flutet ber Sturm des Arbeitsaustausches, und die Fabrikation bemüht sich, ihre Preise der Kauf­kraft des Volkes anzupassen mit einer Findigkeit, die in Erstaunen setzt. Es wird uns klar gemacht, daß die Modeproduktion Sachen des täglichen Verbrauchs her- stellt, und so sind immer noch Aussichten vorhanden, daß die Ware abgesetzt wird.

Schalten wir alle unsinnigen und überflüssigen Mo- deentgleisungen aus unserer Wunschliste aus, so bleibt da» Einfache und Notwendige, auf bas die neuerwachende Mode ganz besonderen Wert legt, übrig. Da sehen wir 3. B. bas schon vom Winter her bekannte Mantelkleid in neuer Form erstehen. Diese Form ist nicht so sehr eine Verände­rung von Linie dezw. Stoff, sondern durch einen neu­artigen Ausputz, z. B. durch bas Nebeneinanderstellen von zweifarbigen Besätzen, zu erreichen. Verbrauchte Stoffe soll man zum Mantelkleid lieber nicht nehmen. Aber alles, was noch eine Saison aushalten kann, darf zum neuen Glanze hinzugezogen werden. Die Knopf- feide an der Vorderseite des Kleide» bis zum Saum darf niemals fehlen, ebenso nicht die Knopfgarnitur an Aermeln und Taschen. Die Pelerine paßt zu diesem Klei­dungsstück ausgezeichnet, besonders, wenn sie mit einem schmalen Streifen Pelz abgesetzt ist. Ein kleiner hand­gearbeiteter Muff und ein ebensolcher Hut vervollstän­

digen den Anzug. In der Farbe sind den Modewün- schen keine Grenzen auferlegt, wenn es auch selbstver­ständlich erscheint, daß nur dunkle Farben für die Straße in Betracht kommen. Trotzdem darf ein gedeck­tes grün und orange als modern gelten. Die Feder- mode ist bei kleinen Hüten etwas abgeflaut. Sie scheint im kommenden Frühjahr dem Blumenschmuck des Hutes Platz machen zu wollen und damit auch die Vorliebe für bunte Hutbänder aus Samt und Seid« wieder zu ihrem Recht kommen zu lassen. Von dieser Verände­rung im Modegeschshen hoffen die bezüglichen In­dustrien auf Beschäftigung ihrer Arbeitskräfte, ein Wunsch, an dessen Erfüllung jede Frau eifrig Mitarbei­ten sollte.

Die Entwicklung der Kleibermode geht auch in die­sem Frühjahr Wege, die uns nicht ganz unbekannt sind. Es kommt also darauf an, neue Formen für alte Wünsche zu finden. Diese Wünsche richten sich, dem immer wieder neugestaltenden Leben der Mode ent­sprechend, darauf, anders als bisher zu erscheinen. Be­weglichkeit im Modegeschmack zu betonen, mit einem Wort, bas Kunststück fertig zu bringen, mit denselben Mitteln ein vollständig anderes Modebild hervorzuzau- bern, als das, für welches wir bisher schwärmten. Als Neuschöpfung" in diesem Sinne ist es anzusehen, wenn ber schon verengte Kleiberrock mit mehrersn kleinen Pli­sees ober Volants schürzenförmig so garniert wird, daß ber Taillenschluß in der Mitte des Rückens als Schluß­strich der Rockgarnitur zu gelten hat. Als Abschluß von besonderer Wirkung ist die breite Schleife aus Seiden- band gedacht, die in der Linienführung mit den Falten des Rockes zusammengeht. Eine andere Modeneuheit ist der große lleberrourf des Rockes, der art der 33orber= feite des Kleides weit auseinanderfällt, mit reicher Knopfgarnitur versehen wird und Gelegenheit gibt, di« aparte Wirkung eine» andersfarbigen Unterkleides zur Geltung zu bringen. Es fei hier ganz besonders auf den in feinen zarten Farben beliebten wohlfeilen Wasch­samt bezw. Maskaplüsch hingewiesen, beffen feine Reize von uns nicht übersehen werden sollen. Dabei sage man nicht, daß Waschsamt als Stoff zu warm fei. Ist es doch ein Baumwollgewebe und auch für den Sommer

nicht zu entbehren. Besonder» schöne Töne gibt es in hellgrau und in beige, während dunklere Farben als Besatz dienen.

Die Taill« ber kommenden Kleider wird in einem Gürtel eingesangen und ist anschließend in der Art der früheren Schneiderkleider. Diese Einfachheit der neuen Taille wird von mannigfachen Verzierungen ausgelöst. Aus Rüschen und Bändern, us Schals und Spitzen, aus hübschen Litzen und seinen Kordeln schafft die Hand ber geschickten Schneiderin ooer die Erfindungsgabe haus­fraulichen Geistes eine bunte Reihe interessanter Ver­zierungen mögen wir sie nun Kragen, Fischü, Pele- rine u. a. mehr nennen. Jedenfalls besteht zwischen ber Garnierung ber Taille und ber des Rockes ein stil­volles Einverstünbnis in der Anwendung der gleichen Mittel. Von den Aermeln sagt man, daß sie im Rag­lanschnitt bevorzugt werden. Dieser Schnitt motiviert die blusige Weite ber Aermel, die übrigens auch auf andere Weise erzielt werden kann. So kann der Aermel von der Schulterbahn bis zum halben Oberarm glatt anliegen. Dann beginnt ber Stoff, in unzähligen klei­nen Falten eingekraust, lose auszufallen bis zum Handgelenk, wo die Weite wieder in ein Bärtchen fest- gelegt wird. Ein Volant kann noch über die Hand hin­aus sehr hübsch wirken. Es wäre noch ein Wort über die Rockweite zu sagen. Sie ist Geschmackfache und bis jetzt nicht vonModevorschristen" beunruhigt. Ihre Zu­kunft braucht uns keine Sorge zu machen, denn allem Anschein nach hat die Mode von 1932 die Tendenz, einmal zu zeigen, was für schöne Dinge entstehen, wenn man

Aus Küche

Eintopfgerichte, die zeitgemäße Mahlzeit.

Au» ber Küche geplaudert von Core Stein.

Man braucht sich nicht darüber zu wundern, daß die Eintopfgerichte sich so rach in der Küche eingeführt haben. Sie schmecken gut, sind nahrhaft, sättigen und passen ihre Kosten ber heutigen Zeit an. Die Zusammenstellung, so bunt und voller Abwechslung sie auch sein mag, hängt eng mit ber Jahreszeit zusammen. Wobei bas Mischgericht aber sichtlich mit Herbst und Winter, schließlich auch noch mit bem Lenz einen Vertrag eingegangen ist zu gegen­seitiger Begünstigung. Es finb vor allem die Gemüse, die sich zu schmackhaftem Durcheinander im möglichst dicht schließenden Schmortopf zusammenfinben. Häufig werden sie mit einem Eckchen Fleisch gekocht Fisch wird gern herangezogen. Es kommt aber auch vor, daß nur Speck- würfelchen das Happy end vermitteln müssen, und schließlich verzichtet man auf alle» und röstet das Gemüse nur in reichlich Fett an, damit der Bratgeschmack sich wohltuend bemerkbar macht. Etwas Maggi kräftigt bas Gericht im Geschmack und gibt ihm die nötige Flüssigkeit zum Schmoren und Garwerden mit. Nicht übel ist es, wenn man ein Gänse- ober Putenklein spendieren kann. Die Zutaten werden schichtweise, meist mit Kartoffeln, eingelegt, mit Maggi-Fleischbrühe übergossen, baß sie knapp damit bedeckt sind, und dann schmort alle» sacht und sicher, keiner Fürsorge mehr bedürftig, gar. Es brennt nicht an wenn bas Gericht im eisernen Verschlußtopf zugeschraubt wird. Warum nicht? Well nichts verdun­stet, nichts verkocht; auch die Nährwerte und alles Naturaroma bleiben erhalten. Das Fleisch wird beim Anrichten in Würfel geschnitten, es sieht bann nach mehr aus und verteilt sich besser. Fischgräten sind sehr unbe­liebt. Nehmen wir also Fischfilet und schmoren die gro­ßen Stücke oben auf dem Mischgemüse. Sehr vorteilhaft verändert und bindet man die Soße unter bem Gericht mit einem Maggi'» Suppenwürfel, den man passend zu dem Gemüse aussuchen kann. Für Helle Kohl- und Rüben- geriete eine Königin-, Grünkern-. Pllz ober Blumen- kohlsuppe, für die dunkle Mischung, in der Mohrrüben, Rosenkohl und rote Rüden farbgebend sind, eine der tief- braunen ober rostroten Suppen man denke an Ochsen­schwanzsuppe ober Rheinische Suppe auch Reissuppe mit Tomaten. Ja, auch die Sternchensuppe kann auf An­ruf rechnen, denn Teigwaren sind in den Eintopfgerichten mindestens so heimatberechtigt wie die Kartoffeln. Wir wollen nur noch einige Zusammenstellungen als Beispiel für viele andere Möglichkeiten geben.

Eintopfgericht mit Fleisch. Für 4 Personen. 375 g Rind-, Schweine- ober Hammelfleisch, bas man mit 500 g gehobeltem Weißkohl, 500 g in Scheibchen geschnittenen Mohrrüben, je 100 g Sellerie, Poree und Petersilien- wurzeln, alles fein geraspelt ober geschnitten, 1 Zwiebel und 2 Tomaten einschichtet, mit Brühe aus Maggi's Fleischbrühwürfeln übergießt und unter festem Verschluß IS bis 2 Stunden kochen läßt.

Eintopfgericht mit Fisch. 750 g Fischfilet, 500 g Sel­lerie, 250 g Poree, eine kleine Kohlrübe, 750 g Kartoffeln, etwas Majoran und Kümmel, 1 Würfel Maggi's Reis- mit Tomatensuppe, gewiegtes Dillkraut und Petersilie. Die Fischstücke werden zwischen bas in Scheiden geschnit­tene Gemüse gelegt und der Anguß wird durch die mit reichlich Flüssigkeit angerührte Würfelsuppe ausgeführt. Auch ein Würfel Ochsenschwanzsuppe ist empfehlenswert, doch läßt man dann den Majoran weg. Kümmel bleibt als Gewürz.

Fleischlose» Eintopfgericht. Je 350 g Blumenkohl, Sel­lerie, Kartoffeln, Mohrrüben ober Kohlrüben, auch Kür­bis unb Poree ganz nach Vorrat, werden zerkleinert (in Stifte, Scheiden, Raspel, Ringel, wie man mag), in Fett gegeben, in dem eine Zwiebel hell angeschmort wurde. Man gießt so viel Maggi's Fleischbrühe an, daß das Gemüse gerade davon bedeckt ist, unb läßt fest zugedeckt etwa 1 Stunde langsam kochen. Beim Anrichten streut man reichlich geriebenen Käse ober auch gewiegte Peter­silie unb Schnittlauch auf bas Gericht.

Behandlung von gefrorenem Obst.

Bon Surfe Rothert-Magdeburg.

Trotz aller Vorsichtsmaßregeln kommt es im Winter immer wieder einmal vor, daß bas eingelagerte Obst durch den Frost Schaden erleidet, vor allem aber sind Birnen besonders empfindlich. Das nun früher vielfach angewandte Verfahren, die gefrorenen Früchte in kaltes Wasser zu legen, bas angeblich den Frost herausziehen soll, hat sich in ber Praxi» als falsch erwiesen, ba es bie gefrorenen Früchte nicht richtig auftaut unb sie zum un­gekochten Genuß untauglich macht. Weit besser ist es, wenn man im Aufbewahrungsraum des gefrorenen

sie selbst als Produkt ber neuesten Zeit, also einer Zeit ber Not, mit den üppigen Modeschopfungen vergange­ner Glanzperioden mischt, wenn man Modedinge in Form. Linie und Ausmaß so verändert, daß ganz an­dere Wirkungen entstehen. Das ist eben dasjenige, was bie Mode als ihre neueste Aufabe ansieht, die Ursachen zu verändern, um bie Wirkungen umzubiegen. Mit anberen Worten, das Gebot der Stunde, sparsam und bescheiden zu sein, so hübsch und elegant zu handhaben, daß man sein eigenes Werk kaum noch wiedererkennt. Die neuerwachende Mode ist darum ein Zusammenströ­men alter Geslogenheiten mit neuen Modeanschauungen. Schon jetzt dürfen wir an ein reizendes Modeereignis denken, das sich zart ankündigt, das man nur ahnen, noch nicht in fester Gestalt erblicken kann: Lachende Jugend im Schmuck des reizenden Sommerkleides aus ber Biedermeierzeit. Das ist wie ein Traum. Aber wir dürfen hoffen, daß er ganz in Erfüllung geht. Zarte, duftige Stoffe, Mull oder Spitze, Crepe de Chine und hauchdünne Seide umschließen in neuartiger Länge und zu weiten Faltenröcken verarbeitet, die Gestalten fröhlicher junger Mädchen. Die Bernsteinkette um­schließt den schlanken Hals mit dem rüschenbesetzten Ausschnitt, und aus krausen Puffärmeln schauen junge Arme in lieblicher Anmut hervor. Der rosenumschlun- gene Hut mit den wehenden bunten Bändern legt sich auf seiden« Locken und luftig flattert der Schal aus Crep de chine hinter dem eilenden Fuß her. Die Mode von 1932 wird im Frühjahr nicht absolut neu, aber höchst anmutig [ein unb Freude bereiten.

und Haus.

Obstes für ein langsames Ansteigen der Temperatur sorgt, was durch Aufftellen von alten Topfen mit glü­hender Holzkohle, durch Abbrennen von Hartspiritus, den man auf ein altes Servierbrett gießt, geschehen kann. Auf diese Weise hebt sich ganz allmählich die Temperatur, die Früchte tauen langsam auf und können bann wie vorher verwendet werden. Sind sie aber erst einmal richtig durchgefroren, d. h. haben sich Eiskristalle gebildet, so bleibt nichts anderes übrig, wie sie zu verkochen, auch trocknen kann man sie schließlich noch, doch ergibt sich auf diese Weise kein vollwertiges Genußmittel mehr. Am besten ist es allerdings, wenn man Frost in der Obstkammer vermeidet, wobei Voraussetzung ist, daß man die Temperatur sorgfältig kontrolliert. Man kann dann bei eintretender Kälte durch Abdichten der Fenster usw. jeden Schaden vermeiden, ber umso empfindlicher wirkt, wenn es sich um hochwertiges Tafelobst handelt.

Gefrorene Eier

legt man zum Auftauen in frisches Brunnenwasser, dem man einen Kaffeelöffel Kochsalz zugesetzt hat.

Der Zimmergarken.

welche Erde verwendet man für Zimmerpflan­zen? Die Zimmerpflanzen verlangen je nach ihrer Ei­genart verschiedene Erdmischungen zum Gedeihen; denn nur für die bekannten unverwüstlichen Pflanzen kann die übliche Normalmischung verwendet werden. Pflan­zen mit schwach entwickeltem Wurzelstock oder sehr fei­nen Wurzeln, 3. B. Heidekraut, Azaleen usw. verlangen leichte Erde. Pflanzen, die nicht besonders starke Wur­zeln aufweisen, aber flott wachsen, wie Fuchsien, Pela» gonien usw. brauchen mittelschwere Erde (die Normal­mischung); Pflanzen mit fleischigen unb dicken Wurzeln, die sich meist stark ausbreiten, verlangen schwere (Erbe.

Die praktische Hausfrau.

wieviel Hefe braucht man zum Kuchen?

Viele Hausfrauen finb sich nicht immer darüber klar, wieviel Hefe sie zum Kuchen nehmen müssen, damit er genügend aufgeht und trotzdem keinen Hefegeschmack an« nimmt. Handelt es sich um einen schweren Teig, so nimmt man pro Pfund 30 Gramm, bei mittlerem Teig 25 Gramm, für leichten Teig 20 Gramm. Für Brätchen oder Semmelteig sind nur 10 Gramm pro Pfund not­wendig.

Marmor-, Alabaster- und Gipsfiguren zu reinigen.

Frisches Brot ist bas beste Reinigungsmittel für Mar­mor-, Alabaster« und Gipsfiguren, die man solange da- mit abreibt, bis ber Schmutz völlig verschwunden ist. Dann werden die Figuren mit einem weichen Leinenlap- pen gut nachgerieben, um etwa noch anhaftende Brot- refte zu entfernen.

Al» bestes Scheuermittel

für grau gewordene Küchenbretter aller Art hat sich auch heute noch feiner, weißer Sand erwiesen, der mit einem feuchten Lappen aufgetragen wird. Man scheuert die Bretter solange, bis sie völlig weiß geworden sind, spült sie mit klarem Wasser nach und trocknet sie an ber Sonne.

Vergeßt bas Blumengiefjen im Winter nicht!

Auch die im Keller oder sonstwo überwinternden Bal­kon- und Gartenpflanzen müssen von Zeit zu Zeit ge­gossen werden, damit sie nicht vertrocknen. Wenn sich die Oberfläche ber Topfe trocken anfühlt, gieße man mäßig. Man achte auch barauf, daß die Pflanzen nicht durch Mäuse- ober Rattenfraß und durch anderes Ungeziefer Not leiden.

Etwa» von brr Pflege der Handtasche.

Handtaschen aus gutem Leder kosten auch heute noch viel Geld, deshalb sollte man sie beffer pflegen, wie dies im allgemeinen ber Fall ist. Das Abreiben der schwar­zen Lackledertaschen mit einer rohen Zwiebel bewährt sich nicht immer, viel besser ist es, man behandelt sie mit einem Tröpfchen Olivenöl, das man mit einem weichen Lappen sorgsam verreibt. Vor dem Aufträgen Öes Oeles müssen jedoch alle Staubspuren vom fieber und vor allem aus den Nähten gesäubert werden. Bei Taschen aus an­deren Lederarten genügt vielfach ein öfteres sorgsames Abreiben mit einem Stückchen weichem Fensterleder. Man vermeide Reinigung mit Benzin ober anderen Chemika­lien, denn nicht alle Geberorten vertragen eine solche Be­handlung. Besonders die Farbe des Leders leidet oft un­ter chemischer Einwirkung.