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uldaerZertung

Anzeiger für die Stadl Fulda und denLandkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt

Nr. IS

Samstag, 23. Ianuar 1932

Zahrg. 59

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Zweller russischer 5-Zahres Plan.

wtb. Moskau, 22. Jan. (Eig. Meld.) Die vom Politbüro des Zentralkomitees der kommunistischen Partes entworfenen Direktiven für einen zweiten Fünf-Jahres-Plan wurden jetzt veröffentlicht.

In den Thesen wird als wichtigstes Ergebnis des Fünf-Jahres-Planes die end gültige Un­terwühl ung der Wurzeln des Kapita- l> ismus im Dorfe hervorgehoben, wodurch eine völlige Vernichtung der Klassen vorausbestimmt werde.

Durch den Zweiten Fünf-Jahres-Plan soll durch Steigerung des Volkseinkommens ein. erheblich rascher Aufstieg des Wohlstandes der Arbeiter­und Bauernmafsen erzielt werden. Die grund­legende Wirtschaftsaufgabe des 2. Fünf-Jahres- Planes sei die Vollendung der Umgestaltung der gesamten Volkswirtschaft und die Schaffung der modernsten technischen Basis für sämtliche Wirt­schaftszweige, insbesondere für die Maschinen- und energetische Industrie. Der Ausbau des Eisen­bahnverkehrssoll die Beschleunigung des Aufstiegs der Wirtschaft der nationalen Sowjet-Republiken gewährleisten. In der Nahrungsmittelindustrissei

Die Berliner Stillhalteverhandlungen haben nach vielen Umwegen und Schwierigkeiten, die oft­mals die stärksten Besorgnisse für die Durchfüh­rung der Aktion aufkommen ließen, nunmehr zu einem Plan geführt, der größte Beachtung ver­dient. Es handelt sich um die Verwirklichung ei­nes Planes, der praktisch auf eine zehnjährige Stillhaltung hinausläuft.

Die Rückzahlungsquoten sollen nach diesem Plan, der sich allerdings nur auf die deutscher­seits vom Auslande in Anspruch genommenen baren Kredite bezieht, halbjährlich in Höhe von ie 5 Proz. in Devisen getilgt werden. Man käme damit auf eine jährliche Tilgung von 10 Proz., und das wiederum würde eine Stillhaltung für zehn Jahre lang bedeuten. Allerdings bean­sprucht das Projekt, daß eine Quote von 15 Proz. im voraus sichergestellt werden soll.

. Eine halbjährige Zahlung von je 5 Prozent die­ser Kredite würde aber den Devisenbestand der Peichsbank außerordentlich stark belasten und ge­gebenenfalls je nach Läge der finanz- und wirt­schaftspolitischen Verhältnisse. sogar . gefährden. Dahet^ soll in die Abmachungen ein sogenannter Transfer sch utz für die Reichsbank einge­schaltet werden, so zwar, daß die Reichsbank nur gehalten ist, Devisen in solcher Höhe zur Ver­fügung zu stellen, die ihr die Aufrecbterhaltung ei­ner geordneten Devisen- und Währungspolitik überhaupt möglich machen. Sollte ein Transfer­aufschub in Frage kommen, so sollte nicht wie früher eine förmliche Exekution beantragt werden können, sondern es soll ein Komitee, gebildet aus der Gemeinschaft der Gläubiger und Schuldner, zusammentreten und prüfen, bis zu welcher Höhe die Devisenzahlung der Reichsbank gehen kann. Die finanzielle Inanspruchnahme an Devisen bei Durchführung des Planes würde pro Halbjahr für die Reichsbank etwa 120 bis 125 Millionen Mark ausmachen. Die Gläubiger ihrerseits be- abstchtigen, auf zehn Jahre laufende Gold,Zertifikate in Hühe ihrer Forderungen zu schaffen und diese bei der Bank für Internationale Zahlungen zu begeben.

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Die Arbeiten des Stillhalteausschusses sind so­weit gefördert worden, daß die Unterzeichnung des Abkommens voraussichtlich am Samstag erfolgen wird. Auch mit der Veröffentlichung des Textes des Abkommens wird schon am Samstag zu rech­nen sein.

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E.R.B. Berlin, 22. Jan. (Eig. Adeld.) Wie wir Horen, ist heute der deutsche Schuldner-Ausschuß für die Berliner Stillhalteverhandlungen zn^am- mengetreten, um den Bericht der offiziellen De­legierten bei den Stillhalteverhandlungen ent­gegenzunehmen Der Text des neuen Stillhalte- ^^ommcns wird inzwischen fertiggestellt werden, so daß morgen seine Unterzeichnung in einer letz­ten Vollversammlung erfolgt.

Druckmittel?

wtb. Paris, 22. Jan. (Eig. Meld.)Matin" macht heute Vorschläge für wirtschaftliche und finanzielle Druckmittel, die Frankreich anwenden müsse, wenn Deutschland die Repara­tionszahlungen einstellen sollte.

Der Reichsrat nahm am Donnerstag den berich­tigten Reichshaushalt zur Kenntnis und faßte ein­stimmig eine Entschließung, in der gegen die er­höhte Schuldentilgung durch das Reich Prote't ein­gelegt und dringend um Hilfe für Länder und Ge­meinden gebeten wird.

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Das Rcichswshrministerium verbreitet eine Er­klärung, in der die Behaupungten, die in der fran­zösischen Kämmer über angebliche deutsche Ge­heimrüstungen verbreitet wurden, als Verleum­dungen bezeichnet und die Angaben ihrer Er sinder widerlegt werden.

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Macdonald ist von Laval für das Wochenende nach Paris zu Tributbesprechungen eingeladen worden, hat die Einladung aber abgelehnt.'

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Botschafter v. Neurath hat den Außenminister Englands erneut von der deutschen Adlchmmg ei

eine allseitige Erweiterung der Produktion auf der Grundlage eines erheblichen Ausbaues der Roh­stoffbasis vorgesehen, damit die Verdreifachung der Verbrauchsnormen pro Kopf der Bevölkerung gesichert wird. In der Landwirtschaft soll das Viehzuchtproblem durch Vermehrung der Viehbe­stände und Steigerung der Warenproduktion ge­löst werden. Zur völligen technischen Umgestaltung der Volkswirtschaft müssen große neue Kaders technischer Intelligenz aus Arbeitern und Bauern geschaffen, muß . das Kulturniveau der gesam­ten Masse auf eine neue Höhe gebracht werden. Die Thesen heben die völlige Unvereinbarkeit der bürgerlich-kaufmännischen Einstellung des Grund­satzes der Rentabilitäts-Rechnung mit der Politik der Partei und den Interessen der Arbeiterklasse hervor und stellen fest, daß die Sowjet-Union durch den Zweiten Fünf-Jahresplan in technischer Be­ziehung an die erste Stelle Europas rücken werde.

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Die ganze Sache sieht auf dem Papierganz gut aus, aber in der Praxis?

nes Moratoriums unterrichtet. Neuerlich wird ein englischer Kompromißvorschlag vorbereitet, der an­geblich ein zeitlich unbegrenztes Mora­tor i u m vorsieht.

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In Berliner politischen Kreisen wird nach der Vertagung der Lausaimer Konferenz erklärt, daß Frankreich die volle Verantwortung für das Schei­tern trägt.

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Bei der Aussprache in der Kammer ist von ei­nem republikanischen Sozialisten der Vorschlag ge­macht worden, daß Frankreich auf die deutschen Tributzahlungen verzichet, wenn Amerika sich zur Unterzeichnung des Garantiepaktes bereiterklärt.

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Innerhalb des englischen Kabinetts sind M e i- nungsverschjedenheiten in der Zoll­tariffrage aufgetaucht.

Die französischen NattonaNsten.

Die PariserVolonte" stellt fest, daß das Or­gan der Schwerindustrie, finanziert von dem Großindustriellen de Wendel, dasJournal des Debats", eine plumpe, gar nicht mißzuoer- stehende Drohung gegen Deutschland ausgestoßen hat, indem es erklärte:Jetzt muß man gegen Deutschland handeln". DieVo­lonte" fragt:Was heißt das? Es handelt sich für uns hierbei um Aeußerungen von vollendeter Tollheit. Solche Aeußerungen sind Dolchstöße ge­gen den Ruf Frankreichs im Auslande." Das Blatt sagt übrigens, daß die Aeußerungen des Journal des Däbats" gewissen Zwischenrufen entsprächen, die in der letzten Kammersitzung ge­fallen seien, als der Abgeordnete Leon Blum fragte, ob man im Falle der Nichtbezahlung durch Deutschland zur Zwangsvollstreckung und zur Politik der Pfänder schreiten wolle.' Die Mitglie­der auf der äußersten Rechten hätten laut I a, j a," gerufen. Wie dieVolonte", verwahrt sich dagegen auch dasOeuvre", das in eine scharfe Polemik mit denen eintritt, die Alarm schlagen.

gar Abrüstung.

wtb. Berlin, 22. Jan. (Eig. Adeld.) Der Ver­band der deutschen Hochschulen erließ an die gesamte Weltöffentlichkeit einen Aufruf, in dem eine wahre Abrüstung gefordert wird.

* Zur Wiedereinstellung Br. Fricks im bayeri­schen Staatsdienst. Zn den Angriffen eines Mün­chener Blattes auf den bayerischen Innenmi­nister wegen der Wiederanstellnng des national­sozialistischen Reichstagsabgeordneten Br. Frick im bayerischen Staatsdienst äußert sich die Bayerische Volkspartei-Korrespondenz: Die Regierung habe lediglich in Konsequenz des geltenden Beamtenrechts gehandelt, vor allem des allerdings unverständlichen Spru­ches des D i szip li n a r h o f e s aus dem Jahre 1 924, ber dem damaligen Regierungs­rat seine Beamteneigenschaft gegenüber jeder bayerischen Regierung sicherte. Die Wiederanstel- lung Dr. Fricks beschäftigt nicht den Ministerrat, sondern nach der Ministerialgesetzgebung nur die beteiligten Ministerien. Auf unverständ­liche Sprüche hin muß gar oft in Deutschland etwas gemacht werden.

* Braunschweig gegen den Reichsinnenminisler. Ans dem Braunschweigischen StaatZministerium erfahren wir: Der Reichsminister des Innern hat die Braunschweigische Regierung ersucht, die Braunschweigische Landeszeitung" wegen eines Aufsatzes in Nr. 13 vom 13. dieses Monats unter bet UeberschristFort mit Brüning" im Hinblick auf die darin enthaltene Kritik des Reichskanzlers auf die Dauer von einer Woche zu verbieten. Der braunschweigische Innenminister hat diesem Ersuchen nicht entsprechen können und gemäß § 13 Absatz HI der Verordnung des Reichspräsidenten vom 28. März vorigen Jahres die Entscheidung des IV. Strafsenats des Reichsgerichts angerufen.

* Der Preußische Landtag begann die poli- . tische Aussprache über die Sparoerordnungen, die am Freitag fortgesetzt werden soff.

Die Leistungen an die Fürsten.

V. D. Z. Berlin, 22. Jan. (Eig. Meld.) Im Rechtsausschuß des Reichstages wurde die allge­meine Aussprache über den sozialdemokratischen Antrag auf Revision der Fürstenabfindungsver­träge fortgesetzt.

Der deuts.chnationale Abgeordnete Dr. E v e r l i n g warnte davor, die Fackel der Hetze gegen die Fürstenhäuser erneut in unser Volk hineinzuschleudern. Wenn ber Reichstag sich wie­derum wochenlang mit neidischem Nachrechnen des den Fürstenhäusern Verbliebenen beschäftigt, so heiße es, daß er feine fruchtbare Arbeit leisten könne. Es handele sich hier um nichts anderes als um ein agitatorisches Manöver zur Ablenkung von der marxistischen Mißwirtschaft^ '

Abg. Seeger- (Soz. Dem.) erklärte, nach den Ausführungen des Abg. Everling müßte man die Einbeziehung der Fürsten in die Win­ter Hilfe, erwägen. Der Redner betonte bann, daß der Vertrag mit den H o h e n z o l l e r n unter finanziellen Voraussetzun gen ge- schlossen worden fei, die heute nicht mehr beständen. In hohem Maße bestehe das Bedürfnis nach einer Neuregelung auch in anderen. Ländern. Der Redner erinnerte an die Urte i l s s p r ü ch e in Rostock und Weimar, die angesichts der heutigen Notlage für die Be­völkerung ungeheuerlich seien.

Abg. Dr. Sch etter (Zentrum) erklärte, man könne diese Frage nicht so mit einer Handbe­wegung beiseite schieben, wie der Abg. Everling es gefordert habe. Auch er sei in öffentlichen Versammlungen schon gefragt worden, wie es im Reichstag mit dieser Sache stehe. Aber man könne natürlich eine Entscheidung nur auf Grund eines umfangreichen Materials über den gegenwärtigen Stand der Angelegenheit in den Ländern treffen.

Die Grotz-Vensionäre.

V.D.Z. Berlin, 22. Jan. (Eig. Meld.) Im Haus­haltsausschuß des Reichstages wurde die Beratung des Pensionskürzungsgesetzes in 2. Lesung fort­gesetzt. Nachdem ein Antrag des A b g. L a o e r- r e n z (DeutschnationaN abgelehnt worden war, der überhaupt keine Höchstbegren- zung ber Pensionen zulassen wollte, wurden auch der Antrag Ersinq (Zentrum), ber die Be­stimmungen ber Notverordnung über die prozen­tuale Kürzung des Pensionsbetrages über 12 000 Mark in das Gesetz übernehmen wollte, abgelehnt.

Mit den Stimmen der Sozialdemokra­ten und Kommunisten wurde der Beschluß erster Lesung aufrechterhalten, wonach die Höchst­pension 12 000 Mark beträgt und wenn sich bei der Berechnung eines Ruhegeldes ein Mehrbetrag er­gibt, dieser nicht zur Auszahlung gelangt. Damit ist in der wichtigsten Frage des Gesetzes auch bei der zweiten Lesung eine Einigung der Parteien nicht erzielt robrben, die die Voraussetzung einer Annahme der Gesamtvorlage mit zwei Drittel Mehrheit wäre. Die Sozialdemokraten habe aber in einer Erklärung am Donnerstag bereit zu erkennen gegeben, daß sie in dieser Frage Ent­gegenkommen zeigen werden, sobald eine Verab- chiedung des Gesetzes durch den Reichstag über- ) a u p t gesichert ist. Nach den weiteren Beschlüs­sen des Ausschusses finden die Kürzungsvorschriften auch Anwendung auf Länder- und Gemein­debeamten.

Vrentzenkasse - Reich.

C.N.B. Berlin, 22. Jan. (Gig. Meld.) Wie die B. Z." meldet, verlaute in Berliner Bankkreisen, daß gewisse Bestrebungen im Gange seien, die In­teressen, die das Reich schon bisher an der Preu- ßenkasfe hatte, noch zu verstärken. Diese Verhandlungen stünden offenbar im Zusammen­hang mit dem Wunsche Preußens, feinen Etat mit Hilfe von Reichsmitteln zu entlasten. Es fei mög­lich, daß dieser schon länger bestehende Plan jetzt in ein akutes Stadium trete.

Krawalle in der Berliner llniversiläk.

Der Gummiknüppel tritt in Aktion.

E.N.B Berlin, 22. Jan. (Gig. Meld.) Im Vestibül ber Universität kam es heute vyrmittag zu Auseinandersetzungen, die in eine Sch lägerei ausarteten. Da die Pedelle gegen die Menge ber Demonstranten machtlos waren, wurde die Polizei herbeigerufen, die die Kämpfenden auseinander­brachte. Auch im Vorhof der Universität schritt dis Polizei gegen Zusammenrottungen der Studenten ein, und trieb sie mit dem Gummiknüppel ausein­ander. Sieben Studenten wurden fest - genommen.

Dorübergehende Schließung der Berliner Universität.

wtb. Berlin, 22. Jan. (Eig. Meld.) Die Uni- versifätsgebäude wurden wegen der heutigen Aus­schreitungen heute nachmittag 1.30 Uhr geschloffen und werden erst am Montag wieder ge­öffnet. ' ; ;

Der hisser der Hakenkreuzsahne relegiert.

Der nationalsozialistische Student, der am Dienstag eine Hakenkreuzfahne auf der Berliner Universität gehißt und den Versuch, zu den Studenten zu sprechen, unternommen hatte, ist auf Gründ eines außerordent­lichen Senatsbeschlusses vom Rektor relegiert wor­den. Der Senat sah sich veranlaßt, in diesem Falle mit besonderer Strenge üurchzugreisen, da im vorigen Se­mester ein kommunistischer Student, der sich der gleichen Verfehlung schuldig gemacht hatte, ebenfalls sofort rele­giert worden war.

* Reichstagsabgeordnete gegen Spielhöllen. Wie verlautet, find im Reichstag interfraktionelle Bestrebungen int Gange, durch einen Beschluß, zu­nächst des Haushaltsausfchusses, die Errichtung von Spielhöllen in Deutschland unmöglich zu machen. _____________________

keine Brotpreis-Erhöhung.

,C. N. B. Berlin, 22. Jan. (Eig. Meld.) Der Reichskommissar für die Preisüberwachung hat, wie wir erfahren, aus den ihm erteilten Informa­tionen die sichere Ueberzeugung gewonnen, daß die Versorgung der Bevölkerung mit Roggenmehl bis zur neuen Ernte zweifellos sichergestellt ist. Die Entwicklung des Roggen- und Roggenmehlmark­tes wird aufmerksam verfolgt. Es ist Vorsorge getroffen, daß eine Erhöhung der Preise, die eine Erhöhung des Roggenbrotpreises bedingen würde, nicht erfolgt. '

Das unruhige Spanien.

wtb. San Salvador, 22. Jan. (Eia. Meid.), In sechs Departements von El Salvador ist gegen kommunistische Unruhen ber Belagerungszustand erklärt worden.

* Haftbefehl gegen die Leiter ber Evangelischen Zentralbank. Die Berliner Justizpressestelle teilt mit: In bem aus Anlaß ber bekannten Schwierig­keiten ber Zentralbank bei ber Staatsanwaltschaft 1 Berlin eingeleiteten Ermittlungsverfahren hat der Vernehmungsrichter auf Antrag ber Staats­anwaltschaft 1 gegen ben Geschäftsführer Paul Runck und dessen Bruder, den Diplomingenieur Adolf R u n ck, Haftbefehl erlassen. Gegen beide Brüder besteht der dringende Tatverdacht des ge­meinschaftlichen Betrugs, gegen Paul Runck auch der Tatverdacht der Depotunterschlagpng und gegen Adolf Runck der Beihilfe dazu. Die jetzt insolvent gewordene Evangelische Zentralbank war zuletzt im Zusammenhang mit der Sanierung der kürzlich zusammengebrochenen Devaheim (Deutsch-evangelische Wohnstättenheimqesellschaft) genannt worden, für die sich Direktor Runck, der Leiter ber Zentralbank, einsetzte. Nach Darstellung der Bankleitung sollen die Schwierigkeiten auf das Ausbleiben von Zahlungen aus der Devaheimabwicklung zurückzuführen fein. In Wirklich*-'' soll aber der Zusammenbruch durch Verluste bei dem Ind u st r i ekonzern verursacht worden fein, ben die Evangelische Zen­tralbank aufbaute.

Schwere ankijopanische Anruhen in Schanghai.

Blick in eine ber Hauptstraßen des europäischen Viertels von Schanghai.

. Nachdem schon seit Wochen die japanfeindliche Stimmung in Schanghai sich durch kleinere Zu­sammenstöße^ zwischen chinesischen Nationalisten und den Soldaten der japanischen Konzession be­merkbar machten, sind jetzt schwerste Tumulte zum Ausbruch gekommen. Japan hat mehrere Krieqs- Ichisse nach schanghai entsandt, um seine Interessen wahrzunehmen, so daß jetzt in dieser größten Hasenstadt des Fernen Ostens sich ein ähnlicher Zustand, vorbereitet wie in der Mandschurei ZuBe- gum Letz xapamschen Lormarschetz. ........_______________ ' 3

Eine zehnjährige SMlhattung.