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Freitag, 1. Januar 1932

Repar atio nsza hlun gen

könnten.

Auch in Frankreich steigt die Arbeikslosigkeil weiter

deutschen aus.

wtb. London, 31. Dez. (Eig. Meld.) Die Mor­genblätter sprechen sich für ein zeitlich mög - lichst ausgedehntes Moratorium der

Deutsche Zahlungen in irgend einer Form sind ausgeschlossen und das Verschwinden des Repara­tionsfaktors das einzige Mittel, um unter die Dauerkrise einen Schlußstrich zu setzen. Die Welt- meinung ist durch die Weltkrise aufgerüttelt ge­nug, um diesmal für den deutschen Standpunkt Verständnis zu zeigen."

auf lange Zeit Wird Fortschritt oder Rückschlag, wird Ausstieg oder Abstieg, wird beginnende Be- sreiuna oder verstärkte Ketten bedeuten.

In iolcker Lage wird jeder, der nicht an sich sondern an das Wohl der Volksgesamtheit denkt, sich der Relativität und Unwichtigkeit parteipoli­tischer Unterschiede und Gegensätze bewußt, wird

* Die französischen Wahlen, die ursprünglich im Mai stattfinden sollten, werden voraussichtlich aus den 17. April festgesetzt werden.

Sammlung das Gebot der Stunde und nicht Trennung und Entzweiung. Die Perioden deutschen Niedergangs sind mit deutschen Bruderkämpfen immer in tragischem Parallelis- mus zusammengefallen. Unsere Sorge an der Schwelle des neuen Jahres ist, daß diese deutsche Erbkrankheit sich im kritischsten Augenblick der

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Aus dem fernen Osten.

Die Japaner besehen Kupanglsu und Uiutschwang.

wtb. Tokio, 31, Dez. (Eig. Meld.) Die japa­nische Vorhut ist unter dem Befehl des Generals Tamon in Kupangtfu, einem wichtigen Eisenbahn­knotenpunkt eingerückt. Sie stieß auf keinen Wi­derstand, da die Chinesen sich in Richtung auf Tschintschau zurückgezogen hatten. Die Ja­paner sollen außerdem abermals Niutschwang be­setzt haben.

Die Lohnverhandlungen.

Heber die augenblicklich geführten Verhandlun- gen über Lobn- und Gehaltsfenkungen auf Grund der Notverordnung find eine Reihe von Kombina­tionen äufgetaucht. die aber einer Nachprüfung nicht standhielten Es war klar, daß bei der ge­waltigen Anzahl von Fällen, in denen eine vor­herige friedliche Einigung der Tarisparteien nicht gefunden werden konnte, der Schlichter in zahl­reichen Fällen selbst entscheiden mußte. Aber eben­so steht fest, daß Hunderte von freiwil­ligen Vereinbarungen setzt schon im Re'ichsministerium zur Allgemeinverbindlichkeiiser- klärung vorliegen, daß ferner auch die Schlichter durchaus in der Lage sind, die Streitfälle zu erle­digen. Schwierigkeiten treten meist nur bei den Fragen der regionalen Begrenzung und dergleichen auf, die aber keineswegs so geartet sind, daß sie die eigentliche Zielsetzung gefährden

Der Reichskommissar für Preisüberwachung setzt seine Tätigkeit in Verbindung mit den m Frage kommenden Organisationen des Handels, des Mittelstandes, der Konsumenten fort. Von allen Verbänden ist der Wille zur Mitarbeit be- reitwilligst bekundet worden. Die Preissenkung kann aber nicht schlagartig von einem Tag zum andern durchgeführt werden, denn sie soll ja auch nicht für eine kurze Spanne Zeit, sondern für eine weite Zukunft wirken. Wie neuerdings mitgeteilt wird, haben neben den schon bekannten industriel­len Verbänden oder Vereinigungen jetzt die Samt­bandgesellschaft, der Verband deutscher Wandplat- tenfabritanten, die Verkaufsstelle für gezogenes Dickglas, der Feuerton-Bund, die Verkaufsstelle mitteldeutscher Gipswerke, der Westdeutsche und Süddeutsche Zementverband eine zehnprozentlge Senkung ihrer Preise eintreten lassen.

ERB. Berlin, 31. Dez. (Eig. Meld.) Wie wir von zuständiger Stelle erfahren, hat die R e i ch s - regierung der englischen Regierung in Be­antwortung der vom britischen Botschafter über­brachten Einladung zur Reparationskonferenz am 18. Januar nach Lausanne mitgeteilt, daß sie mit Lausanne als Konferenzort und mit dem 18. Jan. als Termin dieser Konferenz einverstanden sei.

Im Zusammenhang damit wird weiter mitge­teilt, daß in Kreisen der Reichsregierung zwar bis­her keine positive Mitteilung darüber vorliegt, ob auch die anderen beteiligten Mächte mit Lausanne und mit dem 18. Januar einverstanden sind; aber es ist anzunehmen, daß von keiner Seite Bedenken erhoben werden. Die englische Anregung, Lausanne zu wählen, ist übrigens ledig­lich aus der praktischen Erwägung heraus erfolgt, daß fast zu gleicher Zeit die Tagung des Völkerbundsrates und der Abrüstungskonferenz be­ginnen werden. Deutschland hat sich diesen Argu­menten nicht verschließen können. Tatsächlich be­deutet es ja auch für die praktische Erledigung der Konferenzarbeiten eine wesentliche Erleichterung, wenn das nur 45 Minuten von Genf entfernt e Lausanne gewählt wor- d e n i st.

rofb.paris, 31. Dez. (Eig. Bleib.) Die ge­stern gemeldeten Grundlinien eines angeblich französisch.englischen Reparativns- problems werden in einer offiziösen Mittei­lung des Matin dementiert.

Die Konferenz von Laufanne.

Beginn am 18. Januar. Noch keine Einigung London-Paris

* Adolf Hitler hat an die Nationalsozialisten einen Neujahrs-Aufruf erlassen, der an Phrasenhaftigkeit alles bisher von dieser Seite Gebotene übertrifft. Hitler behauptet, daß das Z e n t r um und auch das übrigemittlere Bürgertum" Hilfskräfte des Bolschewismus seien, und ähnliches mehr Ec hätte Ueberlegungett darüber anstellen sollen, wie weit der Ratio- nalsozialismus eine Zukunftshoffnung des Bolschewismus ist. woraus sich namentlich aus den sog. Borheimer Dokumenten sehr viel An­haltspunkte ergeben Traurig isi. daß ein ernst zu nehmendes Telegraphen-Büro diesenAusruf" ver­breitet, als ob es sich um Worte staatspolitischer Weisheit handle. Auch Hu genberg hat eine Neujahrs Parole erlassen, worin er erklärt, daß er bessere Außenpolitik machen könnte als die jetzige Reichs-Regierung.

Erwerbslose warten vor einer Pariser Volksküche auf die Snppenausgabe.

Die Weltwirtschaftskrise hat jetzt auch das kapitalstarke Frankreich in einem Maße erfaßt, wie es noch im Sommer von den meisten fran wüschen Politikern nicht für möglich gehalten wor­den war. Die Arbeitslosenzahl soll bereits eine Million betragen.

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uldaerZeitung

Anzeigerür die Stadt Julda und denLandlreis Fulda. Amtliches Kreisblakt.

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wtb. Washington, 30 Dez. (Eig. Meld.) Die Namen der 5 amerikanischen Delegierten zur kommenden Genfer Abrüstungskonferenz sind heute dem Sekretariat des Völkerbundes mitgeteilt worden. Außer den beiden amerikanischen Botschaftern, General Dawes (Lon­don), der Hauptdelegierter fein wird, und Hugh Gibson (Brüssel) werden zur Delegation der demokratische Sena­tor für Virginia, Claude Swanson, der Finanzsachver­ständige Norman Davi und Miß Mary Wooley gehören. Der amerikanische Gesandte in Vern, Hugh Wilson, wird als stellvertretender Delegierter in Reserve gehalten werden. Mit dem Sekretariat, das aus drei Sachverstän­digen für staatsrechtliche, Heeres- und Marinefragen, und aus 7 technischen Sachverständigen sowie einem Presse­referenten (Mister Robert Pell) besteht, wird die ameri­kanische Delegation 17 Mitglieder umfassen.

Hindenburg an die Wehrmacht.

Reichspräsident v Hindenburg hat folgenden Erlaß in die Wehrmacht gerichtet:

Heer und Flotte entbiete ich zum Jahreswech­sel meine besten Wünsche.

Treu der beschworenen Verfas­sung, gehorsam den gesetzmäßigen Ge­walten. unbeirrt vom Kamps d er Par­teien, wird die Reichswehr auch im Neuen Jabr den alten Idealen deutschen Soldatentums dienen."

Das Finanzelend der Kommunen.

Die oberösterreichische Stadt Steyr bankerott. Schließung der Schulen und Einstellung der Straßenbeleuchtung.

Der Gemeinderat der Stadt Steyr, der zweit­größten Stadt Oberösterreichs, hat nach einer langen Nachtsitzung beschlossen, die Zahlung s- nnfähigkeit der Stadt zu erklären. Bei der Beratung des Haushalts für 1932 wurde fest- gestellt, daß der ungedeckte Fehlbetrag der Stadtkasse sich auf ungefähr eine Mil­lion Schilling belaufe. An die Ausnahme eines Kredits könne die stark verschuldete Stadt nicht denken. Es bleibe nichts anderes übrig, als alle Schulen zu schließen, die Beleuchtung der Straßen und Plätze einzustellen und die öffent­liche Tätigkeit stillzulegen. Es wurde darauf hin- gewiesen, daß 53 v. H. der Bevölkerung arbeitslos und etwa 90 v. H. aller Kin­der unterernährt seien. Die große Steyrer Waffenfabrik, die nach dem Kriege die bekannten Kraftwagen herstellte, ist bereits seit einiger Zeit stillgelegt.

Trostlose Finanzlage der Stadt Dortmund.

Die durch die schlechte Wirtschaftslage und die erhöhten Wohlsahrtsausgaben in den finan­ziellen Verhältnissen der Stadt Dortmund ein« getretenen mißlichen Kassenverhältnisse zwingen die Stadtverwaltung dazu, am 1. Januar 1932 nur ein Sechstel des Gehalts für die An­gestellten und Beamten zu zahlen. Die Stadtverwaltung hat sich weiter in einem Schrei­ben an die Hypothekengläubiger gewandt und um Stundung der Zahlungen gebeten.

* Der Wechsel im Berwaltungsrat der Reichs­bahn. Von Seiten des Reichsverkehrsministeriums erfahren wir, daß von den jetzt turnusmäßig aus dem Verwaltungsrat der Reichsbahn Auscheiden- den (Oberpräsident a. D. von Batocki, Staats­sekretär a. D. Bergmann, Präsident Grund, Jei- dels, von Miller und von Siemens), Staats­sekretär Bergmann als Vertreter der Vorzugs- aktionäre wiedergewählt wird. Wiederernannt wer­den von Siemens und Batocki. An Stelle der übrigen ausscheidenden Herren treten Ministerial­direktor Schulze und Staatssekretär z. D. Gut­brod. Eine Stelle ist vorläufig noch offen geblie­ben. In unterrichteten Kreisen nimmt man an, daß diese offene Stelle für einen Beamtenvertre­ter in Aussicht genommen ist. Der Staats­sekretär des Reichsverkehrsministeriums Dr. ing. ehrenhalber Gutrod ist zum Jahresschluß in den einstweiligen Ruhestand getreten. Zu seinem iRad)«

(frfrtiemt lechsmal^enUich. Wochenbellagen:Die Well im Bild" und Lu'diätter". Rotationsdruck und Verlag d7r Fuldaer Actieuckerei in Fulda. Fernrufe- Schrift- :: leituna 3153 F?er Äctiendruckerei 3151 und 3152. ::

Unter Hinweis auf die Auffassung in unter­richteten Londoner Kreisen, daß die Tributkonfe­renz angesichts der amerikanischen Haltung nur eine beschränkte Tragweite haben könne, da Re­parationen und Kriegsschulden nach Ansicht der britischen Regierung unzertrennliche Probleme seien, schreibt dieGermania" u. a., die deutsche Regierung sei nicht in der Lage, solchen Auffassun­gen Raum zu geben. Dies umso weniger, als das Moratorium nach französischen Plänen nicht die Gesamtheit der Youngzahlungen umfassen solle sondern lediglich die geschützten Beträge, während die ungeschützten Summen wie im Hooverfeier- sohr Deutschland nur oorgestreckt und damit kommer zialiliert werden sollen. Darüber hinaus sei sogar die Rede davon, daß Deutschland ein besonderes Sachlieferungsprogramm zugunsten Frankreichs und anderer notleidender europäischen Staaten durchführen folre. Wenn der Laytonbericht und das Gutachten des Baseler Sonderausschusses irgend einen Sinn hätten, so ist es der, daß Deutschland zu Leistungen in irgend einer Form nicht im Stande sei und daß jeder Versuch, es trotzdem dazu zu zwingen, mit der finanziellen Katastrophe enden müßte. Deutschlands Stand­punkt für die Konferenz in Lausanne sei denkbar einfach und durch die Macht d-r Tatsachen diktiert'

1932

- Jahr der Rol - Jahr der mmlung!

Von Dr. Ludwig Ka-

Vorsitzender der Deutschen ZeMspartei.

Schwere Not überschattet ufen Eintritt in das Jahr 1932 Materielle ungiftige Not in einem Ausmaß, wie nur mOe ootJ uns be der vergangenen Jahreswende bartet hatten.

Eine Bergeslast von VeraMtung liegt: au! den Führern der Nation. Ad'ktuch die Geführ­ten selbst sind im demokriHen Staat mehr als in jedem andern TrägePd Gestalter ihres Schicksals im Guten und impfen, ie nachdem sie durch ihre Gefolgschaft di.Hont aufbauendei Arbeit oder die Front demaoftcher Unfacbhcbb'il unterstützen Diele Front der magogüchen Selbu- und Massenillusion hat im mangenen Jahre aus dem weiten Lager der Enttichten und Gebroche­nen, der Verbitterten und Walten, der Verzwei­felnden und Nerz* stellen en. Massenzulauf er­fahren, der jeden DenkendeMt Rücksicht auf die Weiterentwicklung unserer lenpolitischen und au­ßenpolitischen Verhältnisse >it gesteigerter Sorge erfüllen muß ...

Zwischen den Wunschtümen der Extremisten von Links und Rechts unden harten Realitäten der politischen und wirtslltüchen Umwelt beste­hen unversöhnliche Spar^ngen, die kein menich- liches Bemühen je überhcken wird. Was roiru aus den gläubigen, allziöubigen Mitläufern sol­cher Bewegungen werd, wenn im Z u s a m - menprail von Jlliion und Wirklich­keit vor allem bePer Begegnung mit den harten Gegenspielern if der außenpolitischen Front sich zeigt, d die Versprechungen der Führer nicht zu verwiiichen, die Hoffnungen der Geführten vernichtet P? Wohin werden diese enttäuschten Massen ne dem Zusammenbruch die­ser ihrer letzten Hofstngen sich wenden? Wel­chemMessias" werd« sie dann Gefolgschaft schwo­ren? Werden sie daHakenkreuz zerschlagen nach Hammer und Siche greifen und der Jrrlicht- bahn des Sowjetstern folgen? Werden sie je wie­der durch den Hara Anschauungsunterricht ver­schärfter Katastrophe ernüchtert sich zurücksin- den zu dem Lagerfr geduldig aufbauenden, we­nig versprechenden, ber darum der Erfüllung am wirksamsten bienend Front politischer Zucht und Selbstb scheidung, Mater Versöhnung und orga­nischer Sammlung i einer aus dem Innern her­aus erlebten und 'stalteten Volksgemeinschaft?

- Wer es gut mitmferem Volke meint, wer über elender Parteiengnoch nicht verlernt hat, sich ak volksverantwortlicks Glied einer in unsagbarem Ringen um Sein Der Nichtsein befindlichen Volks­einheit zu fühlen kann nur wünschen, daß die Stunde bald fchicen möge, wo dos, was an auf= baufälligen und tufbaubereiten Kräften sich in das Laaer der Greme verirrt hat. sich zurückfinde zu einer sachlichen Betrachtung der nationalen und internationlen Wirklichkeit. Der Wille zur Freiheit ist nod nicht Monopol einer politischen Partei oder Ritung Er lebt in allen Lagern, die den Nameiveutlcher Parteien verdienen. Was uns trennt !nd vielfach zu Unrecht trennt ist nicht verschstene Einstellung zu dem Freiheits- z i e I, sondern iie auf abweichender Beurteilung der ralen Mösichkeiten beruhende Methoden- w a h l im Dieste dieses Ziels Es gibt keine ernst zunehmende plitifche Richtung in Deutschland (am wenigsten diedeutsche Zentrumsprtei), die sich nicht mit,anzer Seele und gesam­melter Käst dem unverzichtbaren Ziel de utfl) er Freiheit in Gleichbe- rerfjtigun und ebenbürtiger Zusam- menarbei unter den Kulturnation en der WeltDidmete.

Seit Iah und Tag haben wir immer und im­mer wieder nahnend darauf hingewiesen, daß die aus den fopnannten Friedensverträgen folgernde wirtschaftlich Erdrosselung und politische Deklassie­rung Deutstlands uns eine Stellung minde­ren Reckts zumeist, mit der ein Se chszi g- Milliown-Volk von solcher Vergan- genheitund solchem Zukunftswillen sich n i e» a ls abfinden könne. Seit Jahr und Tag oben wir auf die psychologischen Explo- sivwirkunxn hingedeutet, die das starr ablehnende Verhaltengewisser Siegermächte in sich birgt. Um­sonst! De Paragraphen haben über das Leben gesiegt: dr Buchstabe über den Geist! Einwlan sätze zu Zerständiaung und Zusammenarbeit sind über beahtenswerte aber ungenügende Zwischen- ergedniss nicht hinausgediehen. Trotz des erfchüt ternben Anschauungsunterrichts, den die zu gi­gantische Ausmaßen erwachsene Weltkrisis den Völkern erteilt, klammern manche und leider sehr maßaebiche Staatsmänner sich bis zur Stunde an die Pcragraphen früherer halberpreßter Abma- chunaer, deren Unwirksamkeit und Wirkllchkeits- fremdh'll heute längst erwiesen ist. Soll Deutsch land- mb mit ihm die Ordnung des internationa­len Wirtschaftslebens an diesen Anachronismen sterben?

Da; Ringen zwischen Vernunft und politischer Interessiertheit hat soeben in Basel mit einem bedauirlichen aber vielleicht gerade darum auf« rüttekbenUnentschieden" geendet. Was Basel nicht brachte wirb die Konferenz der Staatsmänner im Haag bringen müssen, wenn nicht unüberseh­bares Unheil uns und der Welt in diesem Entschei­dungsjahr 1932 befchieben sein soll. Deutfch- lands politische Führung steht in bem schwersten und entscheiden st en Kampf der an der anßenpoliti schen Fron> feit bem Zii' ammenbruch zu führen war. Mit heroischer Hingabe, mit vorbildlicher Geha! tenheit, mit anerkannter Sachkenntnis geht des deutschen Reiches Kanzler den schweren Weg. den ihm fein Amt und seine Ausgabe weist. Der Aus­gang dieses Ringens wird deutsches Schicksal fein

folger hat der Herr Reichspräsident den Mini­sterialdirigenten im Reichsverkehrsministerium K ö- nigs ernannt. Ferner ist der Ministerialdirektor im Reich5verkehrsministerrum, Prof. Dr. Phil. Dr. ing. ehrenhalber Gleichmann unter Versetzung in den einstweiligen Ruhestand ganz in die Haupt­verwaltung der Deutschen Reichsbahngesellschaft übernommen worden. Der Ministerialdirigent Dr. ing. ehrenhalber Brandenburg, Leiter der Luft­fahrtsabteilung int Reichsverkehrsministerium ist zum Generaldirektor befördert worden.

deutschen Nachkriegszeit zur Katastrophe ausroir» ken könnte. Unsere Hoffnung und unser hei­ßer Wunsch ist. daß die Not dieser Stunde die Kräfte bändigt, welche den Ein­heit s- und Sammlungswillen unse­res Volkes bisher gehemmt und ge­lähmt haben.

Si

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