Einzelbild herunterladen
 

Radikalismus zerstör! das Rauernkum.

Die folgenden Ausführungen find der Rede entnommen, die Abg. Schmelzer als unabhängiger Bauer im Preußischen Landtag am 18. Dezem­ber gehalten hat Auch über den eigentlichen Ge­genstand seiner Ausführungen, den Affront der Ostpreußischen Landmirtschastskammer gegen Hin­denburg, sind Schmelzers warnende Worte von Bedeutung.

Es geht nicht an, daß führende Leute der Land­wirtschaft sich aus politischen Gründen der Auf­gabe widmen, noch mehr Unruhe in die Landwirt­schaft zu bringen. Zu diesen Unruhebringern in der Landwirtschaft zähle ich auch Leute, die Briefe schreiben oder Beschlüsse fassen, wonach Hinden- , bürg und eine Regierung zurücktreten müßten, die anerkanntermaßen nach Aussprüchen derselben Leute viel für die Landwirtschaft getan haben. Der Beschluß — wie er lautet, kann man offiziell fast nicht mehr erfahren, — ist anscheinend den Beschlußfassern in Ostpreußen selbst unangenehm. Es ist anscheinend auch Herrn Dr. Brandes un­angenehm, daß unter seiner Führung oder wenig­stens unter seiner Präsidentschaft ein solcher Be­schluß gefaßt worden ist. Jedenfalls, einem Reichs­präsidenten von Hindenburg auch nur irgend­welche Dorwürfe zu machen, daß er nicht genügend für Ostpreußen sorge oder sorgen könne, ist so ab­surd, daß man darüber nicht reden kann, weil ei­nem die Worte fehlen, solchen Undank gebührend zu kennzeichnen.

Und ein Zweites! D i e Menschen, die damals aus dem Wirtschaftsgremium oder dem Ausschuß hinausgelaufen sind, der zu dem Zwecke eingesetzt triar, mit der gesamten übrigen Produktionswirt­schaft und mit dem Gewerbe zu überlegen, was in der neuen Notverordnung der Reichsregierung anzuraten sei, — die Leute, die damals hinaus­gelaufen sind, — haben der Landwirtschaft einen ganz schlechten Dienst erwiesen. Sie haben in der

Front auszuhalten; wenn sie auch einmal im Ku­gelregen sitzen, dann haben sie doch für uns Land­wirte dort zu arbeiten, wohin sie von der Regie­rung gestellt sind, und nicht feige davonzulaufen. Es ist mir ganz aleichgültig, wer das ist. Ich bin von niemand abhängig; ich bin ein unabhängiger Bauer, ich will kein Beamter oder irgend etwas werden. Sie werden mich in keiner besoldeten Stellung sehen. Ich sage: die Leute haben dort cuszuhalten, wo wir Bauern sie hinstellen, und wenn es noch so schwierig ist, mit Leuten von an­derer wirtschaftlicher Einstellung über irgend­welche Maßnahmen zu diskutieren.

Und ein Drittes! Die Leute sind nachher hin­gegangen — sie waren auch vom Osten — und ha­ben nun gesagt: die Regierung usw. hat nichts ge­tan — oder tut nichts, das System ist schuld da­ran; das System, unter dem diese Regierung mit Duldung der Sozialdemokraten regiert, nämlich die Regierung Brüning. Also: laßt alle Hoffnung fahren. Dieselben Leute haben aber dem Reichs­kanzler Brüning ein paar Tage vorher die Hand gedrückt und ihm für die Hilfe der Landwirtschaft gedankt. Nun frage ich: Gibt es überhaupt noch etwas Gemeineres! In den Augen ist man den regierenden Männern gegenüber freundlich, aber sobald man wieder unter feinen Hetzbrüdern sitzt, werden diese vergifteten Pfeile losgeschickt. Was ich sage, ist wahr. — Es krampft sich einem das Herz zusammen, wenn man als Bauer sieht, wie Leute, die uns führen sollen, uns in den Abgrund, in den Bolschewismus hineinführen.

In den Bolschewismus führen uns diefenigen, die die Unruhe und den Radikalismus im Lande heute schüren.

Es ist nicht umsonst von der Regierung der Weihnachtsfriede veröffentlicht worden, und dieser Weihnachtsfriede wird auch durch solchen Beschluß der Ostpreußischen Landwirtschaftskammer nur ge-

Amllicheöekannkmachungen.

Fulda.

J. K. Nr. 3782.

Nachstehend wird der Inhalt der vom Kreistag des Landkreises Fulda in seiner Sitzung vom 21. Dezember d Is. gefaßten Beschlüsse bekannt gegeben:

Zu Punkt 1 der Tagesordnung:

Einführung des neuen Sreiskagsabgeordnekea Gast- und Landwirt Emil »tarnet zu Rothemann.

Der an Stelle des Dr. Ensgraber tretende Kreistags­abgeordnete Land- und Gastwirt Emil Kramer zu Rothe­mann wurde gemäß § 66 der Kreisordnung für die Provinz Hesfen-Naffau durch den Vorsitzenden des Kreistages in s-in Amt eingeführt.

Zu Punkt 2 der Tagesordnung:

Wahl eines Mitgliedes In die »relsfinanz- koinmiffion an Stelle des ausgeschiedenen Hand­werkskammer-Syndikus Dr. Ensgraber.

Der Kreistag beschloß, an Stelle des Handwerkskammer- Syndikus Dr. Ensgraber ein neues Mitglied in die Kreis- sinanzkommiffion nicht zu wählen.

Zu Punkt 3 der Tagesordnung:

Wahl eines neuen Mitgliedes in de« Ausschuß de» Zweckverbandes Aeberlandwert Fulda-Hünfeld- Schlüchtern an Stelle de» ausgeschiedenen Hand­werkskammer-Syndikus Dr. Ensgraber.

Der Kreistag wählt einstimmig durch Zuruf Metzger- meister Grauer in Eichenzell in den Ausschuß des Zweck­verbandes Ueberlandwerk Fulda-Hünfeld-Schlüchtern,

Zu Punkt 4 der Tagesordnung:

Wahl eines Schiedsmannes für den Bezirk IX Hauswurz, bestehend aus den Gemeinden Puchen- rod, Hauswurz, »auppen, Rommerz und Weidenau an Siede des verstorbenen Allbürgermeisters Leinweber in Hauswurz.

Der Kreistag wählt einstimmig durch Zuruf an Stelle des verstorbenen Altbürgermeisters Leinweber in Haus­wurz den jetzigen Bürgermeister Leopold Leinweber ebenda zum Schiedsmann für den Bezirk IX Hauswurz.

3« Punkt 5 der Tagesordnung:

Vorbesprechung des Landwegebau-Ekaks für 1932.

Der Kreistag nimmt Kenntnis von dem vorläufig auf­gestellten Etat für die laufende Unterhaltung der Landwege im Jahre 1932 und stimmt der Durchführung der größeren Jnstandsetzungsarbeiten, die vom Kreisausschuß als unauf­schiebbar bezeichnet sind, zu. Als solche kommen in Frage:

1. Ausbau des Landweges Fulda-Keulos innerhalb Künzell......- . . = 14 000 RM.

2. Umbau der Brücke bei Weihershof . . — 3 000 RM.

3. Umbau der Brücke bei Elters .... — 2 500 RM.

4. Verbreiterung der Ortsausgänge in

Dipperz und Verbesserung der Vorflut- verhältniffe...........= 3 500 RM.

5. Reubefestung des Landweges Reuhof- Niedeckalbach (2 km Teerung und Pflasterung)...........— 12 800 RM.

6. Umbau der Brücke über den Kressebach in Schweben.......... — 1800 RM.

7. Umbau der Brückenfahrbahn über die Schwarza in Blankenau......= 1700 RM.

Sa: 39 300 RM.

Die weiterhin als sehr dringlich bezeichneten größeren Instandsetzungsarbeiten sollen nach den aus der Mitte des

Kreistages gestellten Anträgen — wenn irgend möglich — auch noch im Jahre 1932 zur Ausführung kommen, zumal die inzwischen eingetretene weitere Senkung der Löhne und Materialpreise die veranschlagten Beträge ermäßigen wird. Die Verbreiterung des Landweges im Orte Ellers, welche bis 1933 zurückgestellt war, soll entsprechend den Anträgen der Abgeordneten Kreß und Klüh schon jetzt in Angriff ge­nommen werden. Die endgültige Beschlußfassung über die Ausführung der vom Kreisausschuß als „sehr dringlich" bezeichneten größeren Instandsetzungsarbeiten soll im übrigen dem Frühjahrskreistag vorbehalten bleiben, nachdem die Kreiswegebau - Kommission nochmals zur Sache Stellung genommen hat.

Zu Punkt 6 6er Tagesordnung.

Verlegung des Landweges Hauswurz-Hainzell in den Gemeinden Getsrod und Schletzenhausen.

Der Kreistag beschloß die endgültige Beschlußfassung über diesen Punkt bis zur nächsten Frühjahrstagung des Kreistages zurückzustellen. Die Angelegenheit soll zunächst durch die erweiterte Kreiswegebau - Kommission nochmals nachgepiüft und die finanzielle Auswirkung der beiden vorliegenden Pläne gegeneinander abgewogen werden.

3« Punkt 7 bet Tagesordnung:

Abnahme der »reissparkassen-Rechnung fflr 1930.

Die Rechnung der Kreissparkasse für das Jahr 1930 wird vom Kreistag festgesetzt und dem Rendanten ein­stimmig Entlastung erteilt

Der Kreistag nimmt davon Kenntnis, daß

die Aktiven . . .......... 6801359,43 RM.

und die Passiven......... 6 781359,43 RM.

betragen.

3» Punkt 8 der Tagesordnung: Prüfung der Rechnung der »reiskommunalkafse durch die Reviflonsstede des Sparkassenverbandes fürHessen-Raffau gemäß Teil IV Kapitel II Ar-

Vereinigung der akt Feuerwehr der Stadt Fulda.

Zu unserer am Samstag, dem 2. Januar 1932, abends 8 Uhr Im großen Stadtsaal sialiflndenden

Weihnachts - Feier verbunden mit Theater und Tanz

laden wir hiermit die gesamte Bürgerschaft ergebend ein.

Das Kommando: Der Vorstand:

h Gauler, Branddirektor. F. Gutberiet, Vorsitzender.

MF" Der Saal Ist gut geheizt. 'W

Eintrittspreise: Herren 70 Pfg., Damen SO Pfg„ uniformierte Kameraden und Sanitätskolonne 50 Pfg.

Zwangsversteigerung.

Es werden versteigert gegen Barzahlung Dienstag, den 29. Dezember 1931, 10 Uhr im Frankfurterhos dahier 1 Motorrad (Zündapp), 1 Sopha, 1 Chaiselongue, 1 Sessel, 1 Waschkommode, 1 Bertikow, 1 Schreibfekretär, 1 Piauino, 1 Schreibtisch, 12 Bände Historische Städte­bilder u. a. m. Dihel, Obergerichtsvollzieher.

Achtung! Achtung!

Welle 2100

MkaIender193Z

Die so beliebten von mir seither jedes Jahr ausgegebenen Wand - Kalender sind eingetroffen und können von meiner werten Kundschaft beim nächsten Ein­kauf in meinem Geschäfte in Empfang genommen werden.

C. Pauly

Central-Drogerie und Sanitätsbazar.

Central-Photo-Haus — Central-Passage.

Vereinsanzeigen

Achtung!

Siebers Existenz 1,Hanse!

Gesucht

werd.ehrI.Pers. zwecks

Errichtung einer

Maschinen- HeimstrickereL

Geboten wird laut Be­schäftig, für uns zu hob. Preisen. Risiko u. Vor­kenntnisse nicht erford.

Verlangen Sie sofort

Gratisauskunft

Fr. J. Kerstlan 4 Co-

Bertln-Haleesee 253 1

M^Stadtpfarrl.

Heute, Montag, den 28. Dezent 1931, abd. 8.15 Uhr in der Harmonie die letzte

Probe im alten Jahre. Wer wird da fehlen?

FMMänner-Suartett

VZX Fulda 1912.

Unsere Gesangstunde findet in dieser Woche am Mitt­woch statt. Vollzähliges Er­scheinen erforderlich. D. V.

Kakhol. Zunqmännerverein Slaülpfarrei.

Dienstag 8 Uhr Krippenieier für die Jungmänner. Mitt­woch 8 Uhr Krippenfeier für die Iugendgruppen.

Iungschar.

Dienstag 5 Uhr Krippenfeier.

ßalhol. Zungmännervereiu Dompfarrei.

Heute Montag pünktlich 8 Uhr Sturmfchar. Dienstag 8 Uhr Weihnachtsfeier für den Gefamtverein wie all- jährlich. Alle Mitglieder muffen erscheinen.__________

T Dienstag vormittag

10.30 Uhr Singen im Winterheim, Bahnhfftt. Dienstag abend die 'Heiteren.

ftaffjol. Gesellenverein Kämmerzell.

Dienstag, den 29. Dez., abends 8 Uhr Versammlung.

Sakhol. Gescllenoerein Hofbieber.

Dienstag abend Punkt 8 U. wichtige Versammlung im Vereinslokal. Das Erscheinen sämtlicher Mitglieder ist er­forderlich. D. S.

kakhol. Gesellenverein Großenlüder.

Morgen Dienstag, den 29. 12. 31, abends 8 Uhr wichtige Versammlung im Jugendheim. Das Erscheinen der Mitglieder ist unbedingt erforderlich.____________D. V.

Mar. Aungfr. Soöalität der Oompfarrei.

Dienstag, den 29. Dezember Ausspräche - Abend geleitet vonHerrnRedaktemE Ritter. Beginn 8 Uhr im Kinderhort.

stört. Wir Bauern, wollen ruhig weiter arbeiten. Wir hoffen in jedem Jahr, wenn uns das vor­herige auch eine Mißernte gebracht hat und be­bauen das Land aufs neue, und wollen weiter hoffen können. Wir können aber nicht mit an­sehen, daß unsere Bauernmassen in einen Radi­kalismus hineingetrieben werden, der sich doch zum Schluß wieder gegen den seßhaften Bauernstand wendet. Können wir auf dem platten Land die Massen zu unserem Schutz zusammenbringen, die meinetwegen das Warenhaus in Berlin zu seinem Schutz zusammenbringen kann? Nein, wir sind auf dem Lande schutzlos aus unsere eigenen Kräfte schließlich angewiesen, wenn mal die Schranken der Ordnung durchbrochen sind. Diesem Durchbruch der Schranken der Ordnung dient alles dieses Radikalisieren, was so gern gemacht wird.

Ich weiß, daß wir Preise bekommet^, bei denen wir nicht existieren können. Ich weiß aber auch, daß wir nicht nur unter der Einfuhr leiden, son­dern tatsächlich auch unter der eigenen Ueberpro- duttion. Wenn wir z. B. 25 Millionen Schweine in Deutschland haben, weiß jedes Kind, daß das zu viel ist, daß die Ausfuhr begünstigt werden muß. Wir haben einen guten Abfluß nach Frank­reich hier in den letzten Monaten gehabt. Sonst wären die Schweinepreise noch billiger. Darin stimme ich meinem Vorredner zu, als er sagte: „Wir kriegen in Ostpreußen 8—12 Pfennig". Auch bei den jetzigen Fleischpreisen wäre ein Preis von 35 Pfennig berechtigt. Die Spannung usw. ist da poch groß, wenn auch Herr Metzgermeister Don­ners anderer Meinung ist.

In dieser Beziehung eine Aenderung zu schäften, ist Aufgabe der landwirtschaftlichen Organisatio­nen, die wir Landwirtschaftskammer nennen, die wir Bauernvereine oder Landbund nennen. Um diese wirtschaftliche Aufgabe können Sie sich nicht bekümmern, wenn Sie soviel in hoher Politik machen wie in Ostpreußen, und wenn Sie beson­ders eine Politik machen, die alles heiße Bemühen der Reichsregierung und der Preußischen Regie­rung letzten Endes zugrunde richtet.

Wir wollen uns doch mal die Sache überlegen. Wenn es dahin kommt, wohin uns diese Herren haben wollen, dann ist keiner mehr da, der uns auch noch den geringen Preis für das Schwein oder die Kuh im Stall zahlen kann oder wird, den wir jetzt bekommen. Vielleicht geht es dann so, wie es im Kriege im Feindesland von den feindlichen Heeren gemacht wurde. Dann wird uns das Dich aus dem Stall genommen, und wir wissen nicht, wohin es kommt, und bezahlt wird es nicht. Ich will keinen Teufel an die Wand malen. Ich bin nicht ängstlich. Aber es muß doch einmal an dieser Stelle gesagt werden, welche Gefahren diese radikalen sogenannten Führer der Landwirtschaft heraufbeschwören.

* Rundfunkansprache der holländischen Könitzin. Königin Wilhelmina hat am ersten Weihnachts­feiertag zum ersten Mal durch den Rundfunk einr Weihnachtsbotschaft an das holländische Volk ge» richtet, in der sie alle ihre Untertanen auffordert«, in Einigkeit und im Glauben auf die göttliche All­macht bei der Ueberwindung der Wirrschaftskrise zusammenzustehen. Der Empfang der Rede, die durch die beiden holländischen und die niederläu- S-indischen Sender verbreitet wurde, ist in and sehr gut, in Niederländisch-Indien jedoch größtenteils mangelhaft gewesen.

* Moskauer Mysterien. Der Sekretär der dipw« matischen Vertretung der Tschechoslowakei in Moskau hat das Gebiet der Sowjetunion innerhalb 24 Stunden verlassen müssen. Er soll einen Beam­ten des Verkehrskommissariats ausgefordert haben, einen Anschlag auf den japanischen Botschafter in Moskau auszuführen.

* Das unruhige Indien. Die englische Regie- rung hat drei neue Notstandsversügun- gen für die indische Nordwestprovinz erlassen^ um die Ordnung aufrechtzuerhalten. Nach Bekannt- werden der Verordnungen kam es zu schweren Zu- sammenstößen, wobei zahlreiche Personen getütet und verletzt wurden.

titel 2 § 2 Ziffer 3 d der Notverordnung des Herrn Reichspräsidenten von» S. 3uni 1931.

Die gemäß Teil IV Kapitel II Artikel 2 § 2 Ziffer 3d der Notverordnung des Herrn Reichspräsidenten zur Siche­rung von Wirtschaft und Finanzen vom 5. Juni 1931 R.G.Bl. Teil 1 S. 302 in Verbindung mit § 87 der Kreis­ordnung für die Provinz Hesien-Naffau vorn 7. Juni 1885 Borgefd)riebette Revision der Kreiskommunalkaffe und der Kreiskommunalkaffenrechnung wird bis auf weiteres der Revisionsstelle des Sparkaffenverbandes für Hessen-Nassau übertragen.

Die Revision soll nach den Richtlinien des Kurhessischen Landkreistages stattfinden. Die vom Kreistag gewählte Prüfungskommission soll zu diesen Revisionen zugezogen werden.

3u punkt 9 der Tagesordnung: Finanzlage des Kreises.

Der Kreistag nimmt die Ausführungen des Vorsitzenden über die Finanzlage des Kreises zur Kenntnis.

Zu punkt 10 der Tagesordnung: ktreisdiersteuer und Gemeindebiersteuer.

Der Kreistag nimmt Kenntnis von den Ausführungen des Vorsitzenden über die Rechtslage. Eine endgültige Beschlußfassung über diese Angelegenheit soll dem Frühjahrs­kreistag 1932 vorbehalten bleiben.

Zu punkt 11 der Tagesordnung: Regelung der Eigentums- und Lastenverhältniffe des Landkreises Fulda und der Landgemeinde Petersberg bezüglich der Gruppenwufferleikung B.

Der zwischen dem Landkreise Fulda und der Gemeinde Petersberg abgeschlossenen Vertrag über den Bau und die Unterhaltung einer Wasserleitung (Gruppenwasserleitung B) wird mit der Maßgabe genehmigt, daß die §§ 4 und 5 folgende Fassung erhalten:

§ 4.

Das Eigentum an dem im § 1 des Vertrages bezeich­neten gemeinschaftlichen Anlagen, sowie an den inzwischen hergestellten Quellfassungs- und Zuleitungsanlagen der Nässe­quellen steht dem Landkreise Fulda und der Landgemeinde Petersberg zu gleichen Teilen zu.

§5.

Die Kosten der Unterhaltung der gemeinschaftlichen An­lagen werden vom Landkreis Fulda und der Landgemeinde Petersberg zu gleichen Teilen getragen.

3« punkt 12 der Tagesordnung:

Erwerb der Turnhalle in Petersberg durch die Gemeinde Petersberg.

Der Kreistag beschließt, auf die Ansprüche des Kreises bett, die Turnhalle in Petersberg unter folgenden Bedin­gungen zu verzichten:

Im Falle der Weiterveräußerung an einen Dritten hat die Gemeinde ’/» des den etzigen Erwerbspreis Über­steigenden Verkaufspreises an den Kreis abzuführen. Bei der Berechnung des Mehrerlöses sollen die von der Gemeinde für die Turnhalle noch aufzuwendenden Beträge dem Er­werbspreis zugerechnet werden.

An den Einnahmen und Ausgaben aus der Turnhallen­verwaltung sollen Kreis und Gemeinde in den nächsten 5 Jahren je zur Hälfte beteiligt werden.

Fulda, den 23. Dezember 1931.

Der Vorsitzende des Sreisausschuffes: Frh. von Gagern.

Hünfeld.

Betrifft: Wert der Sachbezüge in der Sozial­versicherung.

Auf Grund des § 160 der Reichsversicherungsordnung und des § 2 des Versicherungsgefetzes für Angestellte wird der Wert der Sachbezüge vom 1. Januar 1932 ab ein­heitlich für alle Versicherte

pro Tag auf 1.40 RM.

pro Monat auf 42.— RM.

pro Jahr auf 504.— RM. festgesetzt.

Von den bevorstehenden Sätzen entfallen:

Vie auf freie Wohnung, Heizung, Beleuchtung.

Vie ans das 1. und 2. Frühstück

Vie auf das Mittagessen

Vie auf das Abendessen

Hat auch die Familie des Arbeitnehmers freie Ver­pflegung, so erhöht sich der Betrag für die Ehefrau und jedes Kind über 16 Jahre um Vs, für jedes Kind unter 16 Jahren um Vs.

Die Festsetzung ist für den ganzen Bereich der Reichs- versicherungsordnung (Kranken-, Unfall- und Invaliden­versicherung) und des Versicherungsgefetzes für Angestellte bis auf weiteres maßgebend. Da, wo der wirkliche Wert der Sachbezüge von den vorstehenden Sätzen erheblich ab­weicht, bleibt eine besondere Festsetzung vorbehalten, für die Fälle, die durch vorstehende Festsetzung nicht geregelt sind.

Die Bekanntmachung vom 10. 12.1925 im amtlichen Anzeiger Nr. 49 tritt dadurch außer Kraft.

Hünfeld, den 21. Dezember 1931.

Der Vorsitzende des Staats. Versicherungsamte» für den Kreis Hünfeld.

Ludwig.

War. Zungfr. Soöalifäf der Hl. Geist - Pfarrei. Heute, Montag, abend 8 U. Versammlung für die jüngere Gruppe und morgen abend 8 Uhr für die ältere Gruppe.

zu uermieien

3 Zimmmvohuung mit Zubehör und Garten­anteil in Nähe der Stadt sofort zu oerrn. (Pr 25 Mk.) Schrift!. Ansr. u. Nr. 2856.

Gut möbl. Zimmer evtl, mit Kost, am Petersberg billig zu vermieten. Krastvost- baltefteUe. Näh. Geschst. 2895

Z schöne große Zimmer

in bester Geschäftslage, für Büro oder Praxis vorzüglich geeignet, per so­fort oder später preiswert zu vermieten. Wo, sagt die Ge­schäftsstelle d. Zig. 2114

3wei

Zimmer, besonders auch für Büro oder Praxis geeignet, in bester Lage zu vermieten. Patterre, separater Eingang Zentralheizung, elektt. Licht. Näheres in der Geschäfts­stelle dieser Zeitung. 8369

Ab 1. Januar gut möbl.

Zimmer

in Einfamilienhaus in bester Wohnlage zu vermieten. Zentralheizung, elektt. Licht. Näheres in der Geschäfts­stelle dieser Zeitung. 8368

Wohnung (Mansarde) 3 Zimmer, Küche und Zub. sof. zu Perm. Näh. in der Gesch. dieser Zeitung. 2891

Schöne

3 Zimmer - Wohnung in der Nähe Fuldas preis­wert zu vermieten. Zu er­fragen in der Gefch. 2894

2 kl. Räume

(1 Zimmer und Küche) zum 1. Januar zu vermie­ten. Zu erfragen

Kronhosflratze 1.

verHäuie

Hasenpfeffer

solange Vorrat

1 Pfd. 35 pfg.

Albert Vogel Borgiasstr. 4, Tel. 3366. Ein Wurf Ferkel

7 Wochen alt, zu verkaufen. PH. Helmer. Külos b. Dipperz. -____________

Jagd-

Hund!

Verkaufe Weimuraner- rüde 4. Feld Hühnerfpe- zialist, Allesapporteur, Laut­jäger, Totverbeller, scharf, wacbsam. Besichtigung bis 30. Dezember. 2896

Grotzmann,

© a ft haus He Ifenbein

Laudenhausen.

Telefon Salzschlirf 317. III!!I!II!!!I!!!!I!I!!IIIIII!!II!II!!!IIIII!I!II Der Teufel hol' das Angeziefer! sagen Sie, aber er tut es nichtzwennSie kein bewährtes sicheres Mittel dazu kaufen aus der bekannten

Drogerie zum Krokodil Fulda G.8.SteyerKarlftt.31 llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll

Mein Appetit kam wieder und Magen­drücken verfchwand durch den 1000 fach erprobten

Skeyers Pepsinwein Flasche zu 1.— u. 2.— Mk.

Allein echt in der Drogerie zum Krokodil Fulda G.8.S1eyer Sarlftr.31

Formulare

für Umschuldung und Schuldscheine vorrätig-

Fuldaer Actiendruckerel

“Ä Klavier- und Gesangunterricht erteilt M. Andreae ■ Schmiickle.

Konservator iseh geprüfte, staatlich anerkannte Lehrerin. Mod. Technik.

Monatlich Klavier (8 halbe Stunden) Rra. Gesang O«— Rm.

Rinnweg 1.

Ingenieurschule Ilmenau

in Thüringen. Maschinenbau und Elektrotechnik. Wissen­schaftliche Betriebsführung. Werkmeisterabteilung.

Markenartikel

Bedeutendes Lebensmittelwerk mit eingeführten Marken sucht für den Bezirk Fulda einen tüchtigen Reisenden

zum Besuch des Einzelhandels. — Herren aus der Lebensmittelbranche im Alter von ca. 25 Jahren, die über gute Veikaufsromine verfügen und Erfolge nachweisen können, wollen ausführliche Bewerbung mit Lebens lauf, Eintrittstermin und Angabe der Gehaltsansprüche einreichen unt 746 an diese Zeitung.

Hasenpfeffer

Pfund 45 Pfg.

Eugen Wolf, Feinkost

Telefon 2702.

Achtung!

Kaufe laufend

Kanarien-Hähne und -Weibchen.

Arnolds Votiel - Handlung

Horengasse 40.