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Welhnachksplauderei.

Sollen wir es nicht versuchen, wieder ricktig froh zu werden? So froh wie in den glücklichsten Tagen unseres Lebens? Ich weiß, daß dazu eine Grcmmophonplaite mit „Stille Nacht, heilige Nacht" nicht reicht. O, ich schätze deinen Kummer nicht zu gering ein. Sogar mit der Tatsache rechne ich. daß man sich in seinen Kummer gerade.»,» ver­lieben kann. Es gehört eilftack heute zum guten Ton, daß man eine politische Rede mit der Welt­krise beginnt. Wir haben aus der Not eine ganze Literatur gemacht. Wir streiten uns mit Vorliebe darüber wer die größere Not leidet. Ja, es ist eine Not mit dieser Not. Ich achte es an Dr. Brüning, daß er möglichst wenig spricht, aber mög­lichst viel dagegen tut.

Fangen wir es einmal mit der Vergangenheit an, mit einem Blick aus Bethlehem. St. Joseph war fidjer in Not vonwegen einer Herberge Don der Mutter wollen wir schon gar nicht reden, denn dieser Stall war schlimmer als manche vchnitterwohnung aus einem mecklenburgischen Gut. Hätte damals einer unserer modernen De- »agogen eine Rede gehalten, so hätte er von der Weltkrisis des Imperium Romanum gesprochen. Kein Stern wäre in dieser Rede aufgeqangen und wir sähen heute noch Regenwetter über der Krippe von Bethlehem. Und doch waren die Men­schen um des Kind herum froh. Kaum ein Wort begegnet uns in dieser Schilderung menschlichen Elends, wie es die kchöne Erzählung des hl Lukas uns doch auch vorführt, häufiger, als das Wort Freude, Friede, guter Wille und ähnliches mehr. Ein wirklicher Weihnacktszauber hat damals schon begonnen. Wie war das möglich? Nun, weil das Auge ..sonnenhaft" war, um einen Ausdruck Goe­thes zu gebrauchen.

Aus dieses „sonnenhafte" Auge kommt es näm­lich an. So wenig wie die Sonne draußen unter­gegangen ist, ko wenig ist sie es auch In unserem Volke und in der ganzen berühmten Wirtschafts­krise. Aber lasten mir heute am Fest diese wirt­schaftlichen Gedanken einmal beiseite und danken wir unserem lieben Reichskanzler besonders da­für, daß er uns einen politischen Burgfrieden ge­schenkt hat. Stell dir vor, daß allerhand Hände, die setzt sinnlos in wilden Versammlungen ge­klatscht oder geprügelt hätten, ganz friedlich da­ran sind, Nüsse zu vergolden oder Silberfäden durch Tannenbäume zu ziehen. Ach, wäre doch im­mer Weihnachten! Im übrigen aber wollen wir heute nicht von diesen Dingen sprechen sondern eher von solchen, die etwa den Visckof von Kepp­ler beschäftigt haben, als er sein herrliches Buch schrieb: „Mehr Freude!"

Gehen wir auf den Grund der Sache. Warum fehlt es uns an Freude? Warum sind die Men­schen so hart und manche Geheimräte so mife« petrig? Vor mir liegt ein Buch von Jakob Schaff­ner. das den Titel trägt: „Die Predigt der Ma­rienburg." In dem Buch ist vieles, was ich nicht unterschreiben kann, aber in einem sieht der wak- kere Schreiber doch richtig. Vor dem Wunderwerk an der Nogat geht ihm die mittelalterliche Herr- lichEeit auf. die Größe und Schönheit einer Kul­tur der Freude war. Er schreibt: „Wofür lebten eigentlich die Leute, als die Dome entstanden und als die Marienburg gebaut wurde?" Was brachte die Handwerksgilden dazu, kostspielige Altäre und Fenster zu stiften? Wofür zahlten die Bürger und die Gläubigen, wenn sie Geld für so gewaltige Bauwerke hergaben: die nicht gewerblich zu nützen waren? Wofür gingen sie in die Kreuzzüge? Was ernten die Knaben auf der Schulbank? Es läßt stch alles in einem Wort zusammenfassen? Gott. Oder: Die Heilige Jungfrau. Für sie wurde ge­baut. gemalt, geschnitzt, gegossen, musiziert, gedich­tet. Für sie wurde gelitten, gekämpft, gehungert, kolonisiert, gelehrt, gefeiert, erniedrigt und erho­ben. Das Latein der Knaben in der Schule, die Mathematik, die Lefekunft. das Singen: Alles waren Wege zum Einen. Und das Eine war: Das Gemeinschastserlebnis. Und wie das Lateine der Knaben, so war die Arbeit der Maurer und Zim­merer. der Schlosser und Bäcker und Schuster im Grund Dienst des Höheren, des Einen, das sie alle zusammenfaßte. Weg zu ihm. Man glaubte Gott zu leben, lebte höchste Gemeinschaft, und nebenher ^orderte man fein Werk, maß es an den aroßen Erscheinunaen der Zeit an den modernen Domen, Geräten. Messen. Gekänaen, Bildern und Statuen, und auf diele Weile entstand eine Welt von bren­nender Neuheit, die uns nach 600 und 700 Jah­ren noch originell und mit unergründlicher Dämo­nie entgeaenblickt entstand ein Leben von unve- qreiflicher Einheitlichkeit, Wucht, Begeisterung und Fruchtbarkeit. Auf diese Weise entstand Größe und Herrlichkeit"

Da wird der tieffte Grund aller Freude aufge­deckt Der Mensch will schaffen aus einer großen Idee heraus Dieses Schaffen darf ruhig schwere und sogar furchtbare Opfer verlangen. Daraus kommt es nickt an Man kann froh fein in einem Gefängnis und traurig in einem Palast. Aber man kann nickt froh fein ohne eine große Liebe Erleben wir es nicht eben fetzt? Bricht nickt ein Strahl der Weihnackt durck die Mauer her Kirche hindurch? Wird nickt unglaublick viel Liebe im Namen des Kindes? Erfahren jene die Gutes tun, nicht hundertfach, daß Geben seliger ist als Nehmen? Du hast es Gottes wegen getan und stehe, er antwortet dir im Lächeln eines Kindes ober in den glück'icken Tränen einer armen Mut­ter! Als reiches Volk hätten mir nicht erlebt, was uns nun in unterer Armut aufgeht! Es ist et­was, das uns erhebt über Armut und Reichtum. Das wird ia wechseln, auf und ab wie das Rad des Glückes eben läuft. Was wird den Fran»o- fen vielleicht all ihr Gold nutzen, wenn die halbe Welt vom Golde adrückt? Auf solchen Wechsel kann man fein Glück nicht bauen.

Cs muß wieder erwachen das was den Men­schen zum Menschen macht. Das aber ist die Seele und ihr Reichtum. Gab es nicht Liebende, die be­reit waren alles ihrer Siebe zum Opfer zu brin­gen? Sie wollten lieber arm fein mit ihrer Liebe, als reich ohne sie. Nun sckau. von dieser Gesin­nung ist die Welt und insbesondere Europa ab­gekommen Es wollte reich werden auf Kosten der großen Liebe, die einst der Scklag seines Her­zens war. Reich ist es geworden, und der kleine Erdteil hat die großen beherrscht. Aber arm am Glück ist es auch geworden und bot am Ende mit­samt seiner Siebe seinen Reichtum verloren.

Richtig froh werden? Es ist io schwer Das Kind von Bethlehem ist noch da Wenigstens an Weihnachten b’Ibet es noch den Mittelpunkt aller Freude Da kommt kein Fünstabresvlan baaeaen an, keine Maifeier, kein Sportfest, kein organisier­tes Vergnügen. Große Freude macht still und häuslich. Siebt der Mann Frau und Kind und hat er ein Heim, fo pfeift er was auf all bas aut= gedonnerte Brimborium der heutigen Demagogie.

Findet er sie nur schön, dann bedarf sie nicht der Sieger in einer Schönheits-Konkurrenz. Noch heute ist die Religion von Bethlehem ein Geheim- nis der Freude. Und alle stillen Freuden wachsen aus ihm, wie Blumen an einer Ranke, die sich um Haus und Heim schlingt. Es gehört nicht viel ba*u," froh zu fein, aber ohne do» Kind von Beth­lehem geht es nicht.

Der Mann im Monde.

Ein EmaiMerrverk in Vrand.

Ein Großfeuer suchte Mittwoch vormittag die Lagerräume des Emaillierwerkes Bel lino u. Co. in Göppingen heim. Den ver­einigten Bemühungen der Feuerwehren von Göp­pingen und Eislingen gelang es. bas Feuer e;n zudämmen und zu lokalisieren. Die übrigen Teste des Werkes sind nicht mehr gefährdet. Die Höhe des Schadens läßt sich noch nicht übersehen, lieber die Brandursache ist nichts bekannt.

* Drr Stuttgarter Schloßbrand im Wesentlichen gelöscht. Am M'ttwochnachmittag war der Brand des Alten Schlosses in Stuttgart im Wesentlichen gelöscht. Einsturzgefahr besteht nirgends mehr. Die Schloß'apelle und die darunter liegende Fürsten- gruft der früheren württembergischen Herrscher im üblichen Flügel sind unversehrt, lieber einen Wie­deraufbau des Alten Schlosses ist noch nichts be» 'annt. Es sind noch verschiedene k l e i n e 93 r a n b- Herde vorhanden, an die heranzukommen aber keine Möglichkeit besteht.

* Sühne für die Novemberausschreitungen in Bremen. Das Schnellschöffengericht in Bremen

füllte das Urteil wegen der Ausschreitungen am 9. November, bei denen ein Nationalsozialist er­stochen und mehrere verletzt wurden. Von den angeklagten Reichsbannerleuten wurde einer zu zwei Jahren Gefängnis, zwei zu |e einem Jahr Gefängnis und zwei zu je sechs Monaten Gefängnis, vier angeklagte Mitglieder der Sozialistischen Arbeiter-Partei zu je vier Mo naten Gefängnis verurteilt.

* Folgenschwere Explosion an Bord einer beul- sch-n Dampfers. An Bord des 3000 Tonnen gro­ßen deutschen Frachtdamp'ers „Henry Horn" er­eignete sich, wie aus Newyork gemeldet wird, im Masckmenraum eine Erplosion. Vier Heizer wur­den schwer verletzt. Drei schweben in Lebens­gefahr, und zwar der erste Ingenieur Wajamar der zweite Ingenieur Schwaars und der Oeler Schneider. Die Verletzten liegen im Marinehospi. tal. „Henry Horn" ist in Flensburg beheimate«

Der Einsturz In der vali'aN"Mlloth?k.

Etwa 15000 Bände vernichtet.

Nach einer amtlichen Mitteilung sind bei dem Einsturzunglück in der Vatikanischen Bib kiothek in Rom ungefähr 15000 Bände vernichtet worden, von denen nur ein Teil aus Reservebeständen ersetzt werden kann.

Im Lesefaal wird ein Teil der Bücher über England und der größte Teil der Bücher über Deutschland vermißt. Ferner fehlt etwa ein Drittel der Abteilung für kanonisches Recht, Denk- maksaufschriften, Kalligraphie, die Geschichte der Ste und des Vatikans und fast sämtliche Hand- ege bet Bibliothek, sowie Sammlungen histo­

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le immer zu weihnachtlicher Jett Geht ln öen Walü, öer tief verschneit/ Der Michel, um sich zum hohen Kesie Den Vaum zu holen, öer ihm öer beste Unö schönste öeucht von all öen Tannen. Still schreitet er seinen Weg fürbasi - Müöe ist er von all örm Hast, Don all öem Llenö, all öen schmerzen, Don allem, öas Üa nagt am Herzen, Von all öen Sorgen, öie Kot zu bannen.

So ist er, von seinen Geöanken gefangen. Vis tief in Üen MalÜ hinein gegangen. Schon senkt hernieüer sich öie Nacht, Die Sterne schimmern in ferner Pracht, Matt leuchtet öes MonÜeS Silbersichel. Da sieht er plötzlich vor sich steh'n Die schönste Tanne, öie fe er geseh'n. Tiefes Schweigen schwingt in öer Runöe n Die Augen fallen ihm zu zur Siunöe Unö unterem Baum schlaft ein öer Mlchel Jur Lröe fallen öie Klocken linöe * Da naht ein Lnglein sich geschw nöe. Hascht nach Üem Schnee mit flinker HanÜ Unö le-t ihn auf öer Zweige Ranö. Unö als es leis' berührt öen Baum, Da wirö aus jeöer Klocke ein Licht. An feöem Aste, geörängt unö ö cht Erstrahlen tausenö helle Kerzen, Der Michel fühlt ihren G.'anz im Herzen Sa träumt er öen schönsten Weihnachtstraum. Vor ihm steht DeutschlanÜ stark unö grosi, Versunken öas harte, b ttere Los, Er sieht öes Glückes reiche Vpenöen, Sieht frohes Schaffen an allen Enöen, Hört Glocken jubeln wett unö breit h Ec träumt, um's Volk schläng' sich ein Vanö Unö alle reichen sich öie Hanö, Statt Bruöerzwist wäll' ew'ger Krieöen Den öeutschen Lanöen nun beschieÜen Als schönstes Geschenk zur Weihnachtszeit!

Lillu Zahr-Nils.

Des Michels Weihnachtstraum Lin üeutsches Märchen.

rischer, philologischer, theologischer und bibliogra­phischer Zeitschriften. Ferner ist ein Teil der photographischen Sammlung bet wettvollen Codices verloren. Die wertvollen Handschriften von Luther sind, wie einwandfrei festgestellt wor­den ist, nicht von dem Einsturzunglück betroffen.

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Bei den Aufräumungsarbeiten ist die Leichs e^nes vierten Vermißten geborgen worden.

* Ein Opfer der Vistenfchasl. Der Asiistenzarzt Dr. Mosbacher von den StaatsSranfenanfteT» ten Friedsrichsburg ist ein Opfer seines Berufes geworden. Vor einigen Wochen zog er sich bei der Untersuchung der Leiche eines Mannes, der unter ungeklärten Umständen gestorben war, eine Infektion zu. Dr. Mosbacher mußte schließlich in das Krankenhaus St. Georg aus­genommen werden. Dort versuchte man den Un­glücklichen durch Blutfusionen und Operationen zu retten Das Befinden verschlechterte sich jedoch wei­ter. Eine Lungenentzündung trat hinzu und führte rasch den Tod herbei.

Eine mutige Verkäuferin.

Sie entreißt Ladenk-ssenräubern die Beute.

Ein äußerst dreister Raubüberfall wurde am Mittwochabend auf de Fi'iate Hirschbergerstraß« der Konsumanstalt Einttacht in Köln ausge« lühtt. Kurz vor 8 Uhr fuhren drei Männer vor der Filiale vor. Zwei von ihnen, deren Gesichter durch schwarze Masten unkenntlich gemacht waren, drangen in die Geschäftsräume ein, und zwar hielt einer der Räuber das im Laden anwesende 93er* laufspersonal in Schach, während der andere sich der Kasse mit der Tageseinnahme in Höhe von 730 Mark bemächtigte. Als die Bandr. ten wieder verschwinden wollten, stellte sich ihnen an der Ladentür eine Berkäuferinent­gegen und entriß ihnen bis auf zwei Zwanzigmarkscheine die ganze Beute. Die Räuber stürzten daraus in den vor dem Ge­schäft bereitstehenden Wagen und flüchteten.

* Die kürkisck-persilchen Beranblun-rn Über die Abtretung eines Gebietsstreifens am Sirraras an die Türkei sind zum Abschluß gelangt. Die Grenzänderung ist zurückzuführen auf die, ständi­schen Kurden-Ueberfälle auf türkisches Gebiet.

* Der älteste Zeitungsverleger Deutschlands ge­storben. Der älteste Zeitungsverleger Deutsch- lands, Clemens Bauer, ehemaliger Verleger der „Recklinghäuser Zeitung", ist im Alter von 86 Jahren gestorben.

* Der Zechpreller mit dem goldigen herzen. Ein unglaublicher Fall von Zechprellerei, der der Ko- mik nicht entbehrt, fand vor dem Amtsgericht in Stromber (Nahe) sein gerichtliches Nach­spiel. Ein arbeitsloser Schlosser hatte feiner Braut einen Besuch abgestattet und nachher eine Gastwirt- schäft ausgesucht. Obwohl der Schlosser keinen Pfennig Geld in der Tasche hatte, zechte er lustig drauf los, und lud, als er in Stimmung kam. sämt­liche Gaste des Lokals ein, es sich auf seine Kosten gut fein zu lassen. Das ließen sich die Leute nicht zweimal sagen- Der Witt konnte nicht schnell ge­nug alle Wünsche nach Trank und Speisen befne- digen. Um seinem Eulenspiegelstreich die Krone aufzusetzen, holte der Schlosser 20 Schulkinder tn die Wirtschaft und ließ ihnen belegte Brötchen ge­ben. Als es an das Bezahlen ging, erklärte der Angeklagte mit gelassener Miene, daß er kein Geld habe. Der Wirt geriet außer sich vor Wut und schleppte den Zechpreller vor den Kadi. Drei Wo­chen Gefängnis mit Strafaufschub, Ersatz der Zehe und Gerichtskosten wurden ihm zudiktiert. Der An- geklagte erklärte dem Richter, es mache ihm immer eine unbändige Freude, wenn er andern Menschen Gutes tun könne. Sein goldiges Herz fei ihm tn der Wirtschaft durchgegangen und habe ihn ver­anlaßt, den armen Bauern und Arbeitern einmal einen Festtag zu bereiten.

Neues in kürze.

Der Berlin« Justizrat Herzfeld, ein als kommunistischer Verteidiger bekannter Ber­lin« Rechtsanwalt, hat einen Selbstmord­versuch unternommen. Infolge einer Gemüts- depression sprang « in die Spree, konnte aber ge­rettet werden.

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D« englische Dampfer „Somersby" melöete, daß « auf 30,25 Grad Nord und 14,55 Grad West, also nördlich der Kanarischen Inseln, einen Stahlmotorschoner treibend gesichtet habe. Das in Seenot befindliche Schiff habe keine Menschen an Bord gehabt.

Tarifwesen.

12—Hproyntige Gehaltssenkung im Bankgewerbe.

In dem Verfahren zur bindenden Festsetzung der Ge­haltssätze im Tarifvertrag für das Bankgewerbe auf Grund der Notverordnung vom 8. Dezember 1931 hat der besondere Schlichter eine bindende Festsetzung getroffen. Die Senkung der Gehaltssätze betragt 12 und 14 Prozent. Manteltarifvertrag und Gehalts- staffeln sind erstmals zum 30. Juni 1932 kündbar.

Wie wird das Wetter?

Das mächtige zentraleuropäische Hochdruckgebiet, das mit seinem Kern über Süddeutschland liegt und Baro­meterstände bis etwa 7 8 5 Millimeter auf» weist, beherrscht noch vollkommen die Wetterlage. Es kommt jedoch vielfach zu Hochnebel, der nur zeitweise von kurzen Aufheiterungen unterbrochen wird. Die tut Norden über den Kontinent ziehenden Tiefdruckwirbel werben in Norddeutfchland unb bei westlichen Winden eine vorübergehende Milderung der Temperaturen brin­gen. während im übrigen Deutschland die zur Zeit herr­schenden Temperaturen noch im wesentlichen erhalten bleiben. .

Witterungsaussichten für Freitag: Vielfach ausgehet» tert und sehr kalt.

Temperatur- und Varometerstaud tu Fulda.

Mitgeteilt von Diplom-Optiker Sauerborn.

tiatomeierftam au TiefTre1"-' r rebimrri

1 benno« meterftanb

23.1t. 6 Uhr abends

24 12. 8 Uhr morgens

24 12.12 Uhr mittags

782,0 mm

780,0 mm

780,0 mm

- 3.0 C

— 5,0' C

— 2.5 C

höchste lemperatui im Schauen am 23 12 - 1,0 C

Höchste Temperatur in der Sonne am 23 12. 4- 8,0 C

Uiebriafte Temperatur 'ei* 23 12 —10,0 C

Niederschlag v. 23.12. tnorg. 8 U. - 24.12. morg. 81L 0,0 mm

Relative Feuchtigkeit der Luft am 24.12. mitt 12 Uhr 69,0 %