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uldaerZeitung
Amtliches kreisblatt
Anzeiger für die Stadt Aulda und den Landkreis Fulda
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Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: „Die Welt :___ lmX flJAlrttirtMahriiif unh tRorlflrt
Sonntag, 20. Dezember 1931
a A J im Biw" und „Buchenblätter". Rotationsdruck und Verlag JIC« ÄröTt der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrift-
:: leitung 3153, Fuldaer Actiendruckerei 3151 und 3152.
legen.
Die deutsche Delegation für die Abrüstungs-Konferenz.
Landbund und Nationalsozialisten
Arbeiter-
Landvolksrak- o. <51) b e l.
Partei ist, ergänzt hat. *
Die drei im Sommer aus der
Zavans Ultimatum an China.
' wtb. Tokio, 19 Dez. (Gig. Meld.) An zuständiger Stelle wird bestätigt, daß Japan demnächst ein Ultimatum an die chinesischen Behörden richten werde, in dem es die Zurückziehung dex chinesischen Truppen von Tschintschau hinter die graste Mauer innerhalb einer noch festzusetzenden Frist verlangen werde. Wie verlautet, wird der sapanische Oberbefehlshaber erklären, dast seine Armee die chinesischen Truppen zurückschlagen, wenn diese die Bedingungen des Ultimatums nicht erfüllten.
zwei Stühlen.
* Strafanzeige gegen den ehemaligen Gesand- len v. Reichenau. Wie die Pressestelle des Staatsministeriums in Karlsruhe mitteilt, hat das gegen den früheren kaiserlichen Gesandten v. Reichenau,
* Der amerikanische Bandenführer Jack Diamond erschossen. In seinem Landhaus in Albany wurde der berüchtigte Chikagoer Unterweltkönig Jack D i a m ond während eines Gelages erschossen, das anläßlich seines Freispruches in einem Entführungsprozeß stattfand Plötzlich erschienen zwei Unbekannte im Zimmer und eröffneten das Feuer auf Diamond aus Maschinenpistolen. Diamond erhielt viele Treffer in den Kopf, ins Genick und in den ganzen Körper. Die Täter entkamen unerkannt in einem Kraftwagen. Jack Diamond war ein berüchtigter amerikanischer Alkoholschmuggler und neben Al Capone der bekannteste Verbrecher- kömg der Chikagoer Unterwelt. Auf ihn wurden in den setzten Jahren mehrere Mordanschläge verübt, wobei er zum Teil schwer verwundet wurde.
wtb. Paris, 19 Dez. (Eig. Meldg.). Das Echo de Paris glaubt, den bereits gestern gemeldeten Inhalt der englischen Note in der Reparationsund Sch-uldenfraoe durch folgende fünf Punkte kennzeichnen zu können:
1. Die Bezahlung der Regierungsschulden, d. h. der Reparationen und der internationalen Schulden lei die fianpturfacbe der Weltwirtschaftskrise.
2 Der Zusammenbruch der deutschen Wiri- sthast würde den Zusammenbruch der europäi - •eben Wirtschaft zur Folge haben; man mäste deshalb die deutsche Wirtschaft retten und darum
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Gegen den Rechtsanwalt Löwenstein in Ober- Hausen, der annähernd 100000 RM.- Notar.a t s- gelber unterschlagen hat, ist ein Strafverfahren eingeleitet worden.
In den letzten Tagen haben einige Solinger Fabrikanten Drohbriefe erhalten, die-außer der Aufforderung, Geldbeträge ■ bis - zu 20 000 RM. Zu hinterlegen, em Dum-Dum-Geschoß, mit dem vermutlich tue Art des Erschießens angebeutet werben soll, enthielten. Sämtliche Briese tragen die Unterschrift „Die rote Rache .
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Als Opfer ber letzten Stürme finb In Tunis 30 Leichen geborgen worden.
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Um das Schicksal der deutschen Fliegerin. Elli Beinhorn herrscht in Basra ernste Besorgnis, da fte dort erwartet wird, aber keine Nachrichten vor chr vorliegen. i • »
die Rückzahlung der kurzfristigen Handelsschulden möglichst bald erleichtern.
3. Die von England an Deutschland gewährten Anleihen hätten in großem Ausmaße dazu beigetragen, Deutschland wieder hoch $u bringen und es in die Lage verletzt, von 1924 bis 1930 die Reparationen zu zahlen.
4. Die kommende Regelung der Reparationen dürste weder unbestimmt noch provisorisch. sondern sie muffe endgültig fein.
Neu ist Punkt 5. der besagt: Da die Priorität der materiellen Entschädigungen für Pensionen niemals zugelassen sei, habe Frankreich, wenn alle Schulden kompensiert seien, ebensowenig das Recht, noch einen Netto-Ue bersch u ß zu fordern, wie die anderen Gläubiger Deutschlands, die die Reparationen hauptsächlich für Deckung ihrer Pensionsausgaben erhallen.
wtb. Washington, 19. Dez. ((Eig. Meld.) Das Repräsentantenhaus nahm das Hoover- Moratorinm mit 317 gegen 100 Stimmen mit den vorn Finanzausschuß angenommenen Zusatz an, der sich gegen Streichung oder Herabsetzung der Kriegsschulden richtet.
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wtb. Washington, 19. Dez. (Eig. Meld.) Nach Ansicht führender Senatsmitglieder dürste die endgültige Annahme des Hoover Moratoriums, das nunmehr dem Senat zugeleitet worden ist, noch vor dem 21. Dezember erfolgen.
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Präsident Hoover stimmte dem Antrag des republikanischen Senators Reed zu und schloß M a c Fad den, der durch seine scharfen Reden gegen das Hooverjahr bekanntgeworden ist, aus. Nötigen- saNs soll bei der nächsten Wahl ein Gegenkandidat aufgestellt werden.
wk Newhaven (Connecticut), 19. Dez. (<Eig. Meld.) 3n einem von ber Aale-University veröffentlichten Merk Prof. Zahn Clarks werden die Kriegskosten ber Bereinigten Staaten auf 52 Milliarben Dollar geschäht. Sie wär den sich um weitere 38 Milliarden erhöhen, falls die Kriegsschulden seht gestrichen würden.
Ministerpräsident Laval stellte am Freitagabend die Vertrauensfrage. Er erhielt eine Mehrhell von 59 Stimmen.
Die enaMche ÄoNrnauer wächst.
wtb. Conbon, 19. Dez. (Eig. Meldg.). Daily Telegraph erfährt von maßgebender Selle, daß die neue 5 0pr ozenki ge Abgabe, die auf Grund der Anti-Durnping-Verorbnungen eingeführt wird, nicht etwa an Stelle von bereits bestehenden Abgaben tritt, sondern zusätzlich ist.
einem Nationalsozialisten, auf Schloß Rotenburg durchgesührte Verfahren Anlaß zu einer Straf- anzeige gegen v. Reichenau wegen Verdachts zur Vorbereitung von Hochverrat gegeben. Der Oberreichsanwalt in Leipzig ist für dir weitere Ermittlung zuständig, lieber das (Ergebnis der bisherigen Erhebungen kann noch nichts veröffentlicht werden.
* Die erste Sitzung des preußischen Landtags nach der Weihnachtspause soll am 19. Januar stattfinden.
* Die bayerische Notverordnung. Die bayerische Regierung hat am Freitag auf Grund der Notverordnung des Reiches vom 8. 12. eine Notverordnung erlassen „in der die Gehaltskürzungssätze des Reiches übernommen und die Be- stimmlmgen aufgehoben werden, die einige Monate lang die Dienstbezüge der bayerischen Beamten über das Maß der Kürzung int Reiche hinaus gesenkt haben. Aus technischen Gründen kann die Gehaltskürzung in Bayern nicht am 1. Januar, sondern erst am 1. Februar erfolgen.
Die amerikanische Regierung sandte an Japan eine neue, in freundschaftlichen, aber bestimmten Worten gehaltene Note, in der sie ihre Beunruhigung über die Ereignisse in der Mandschurei wiederum ausspricht. Staatssekretär Stim- son gab dem amerikanischen Botschafter in Tokio Anweisung, dem japanischen Minister des Auswärtigen darzulegen, die amerikanische Regierung lege Wert darauf, daß die im Vertrag der neun Mächte und im Kellogg-Pakt enthaltenen Verpflichtungen eingehalten werden.
Der Kongreß billigt das Hoover-Zahr.
Er verweigert aber die Zustimmung zu Kriegs-Schulden-Erlatz. — Nord-Amerika hat 52 Milliarden Dollar auf den Weltkrieg verwandt. — Deshalb letzt überall die jämmerliche Armut.
Namentlich für katholifche Bauern, die noch im Landbund organisiert sind, ist es sehr wesentlich, zu erfahren, daß der Bundesvorstand des Reichslandbundes das Präsidium des Reichslandbundes durch Zuwahl des Hofbesitzers Willi k e n s-Groß-Föthe (Kreis Goslach, der Reichstagsabgeordneter und Mitglied der Reichsleitung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiker-
Aus der Praxis.
„Gelegenheilskon^effionen an religionsfeindliche Parteien".
In Sachsen wurde ein Volksbegehren veranstaltet. Zurückzuführen ist es auf einen kommunistischen Antrag, der kräftigste Unterstützung von den N a t i o n a I f o 31 a I i ft e n und Deutschnationalen gefunden bat. Deren Presse ist es auch, welche von dem Ausgang des Volksbegehrens als einem „großen Sieg" spricht.
Was schreibt nun die kommunistische „Arbeiter stimme" in Dresden in Nr. 207??
„Roles Volksbegehren siegt."
„Das rote Volksbegehren ist ein voller Sie«, ber werktätigen Massen Sachsens . . . Weit Über 600 000 Stimmen erzielte die Kommunistische Partei mit ihrem roten Volksbegehren . . . Nun heißt es, diese gewaltige außerparlamentarische Kampffront des sächsischen Proletariats zu erweitern, den Masseneinfluß der KPD. zu steigern und den Kurs auf ben roten Volksentscheid... zu nehmen. Vorwärts zum Sturm voran . . . f ür ein rotes Sachsen ..."
Und dafür haben die Deutschnationalen und die Nationalsozialisten gestimmt!
tion ausgeschiedenen Abgeordneten Mendhausen und Sieber sind bisher obwohl die Absicht des Uebertrittes zur NSDAP bekannt gegeben wurde, von der natio- nalso'ia!istischen Reichstagsfraktion nicht au’; genommen. Diese Tatsache hänat der ..Daz. -ufolge, damit zusammen, daß die Nationalsozialistische Partei grundsäßlich auf dem Standpunkt steht, sie könne Abgeordnete, die auf den Listen anderer Parteien gewählt sind, nicht bet sich auf nehm en. In einem früheren Falle ist einem solchen Anwärter mitgeteilt worden er möge zur Nationalsozialistischen Partei übertreten und sich später aus einer nattonch sozialistischen Liste w ah l en lass«». Ein direkter Uebertritt zur nationalsozialistischen Fraktion sei aber nicht möglich ,
In dem Falle der drei ehemaligen Landnoir- abceortmeten ist das offizielle Verfahren zur Aufnahme noch nicht abgeschlossen.
Die drei Herren sitzen allo zur Zell zwischen
Heber das Ergebnis der Baseler Verhandlungen ist zu sagen, daß der Sonderausschuß sich für eine einstweilige Unterbrechung der Tri but - zahlunqen aussprechen werde, nicht aber für eine gänzliche Streichung. *
Die preußische Notverordnung ist fertiggestellt worden. Sie wird bis Mittwoch veröffentlicht werden.
Urteil im Werk-Spionageprozetz.
Das Erweiterte Schöffengericht in Ludwigshafen fällte am Freitagmittag in dem Prozeß gegen die der Werkspionage bei I. G. Farben zu Gulnsten Rußlands angeklagten Kommunisten folgendes Urteil: Dienstbuch, Steffen und Schmid je zehn Monate, Herbst vier Monate Gefängnis. Die Untersuchungshaft wird angerechnet. Oehlenschläger und Acker sowie Frau Oehlenschläger werden fteigesprochen.
In der Begründung wies der Vorsitzende darauf hin, daß eine Anstiftung zum Diebstahl, wie sie ursprünglich die Anklage angenommen Halle, fortfallen mußte. Festgestellt wurde, daß Dienstbach an den Schlosser Hölzer herangetreten ist, um von diesem über den kompressorlosen Dieselmotor Näheres zu erfahren. Auch an den Ingenieur Segewitz von der Firma Stotz ist er heran- getreten. Diese Vergehen stellen sich als Verstöße gegen § 20 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb dar und sind Vergehen der Aus- toäSung. Strafmildernd wurde den Angeklagten ihre bisherige Unbestrasthett zugutehalten. Unter das Höchstmaß ist man gegangen, weil ein nach
weisbarer Schaden nicht angerichtet worden ist. Straferschwerend war der Umstand, daß durch die Vergehen der Angeklagten eine schwere Schädigung nicht nur des deutschen Unternehmers, sondern auch den deutschen Arbeiters hervorgerusen werden konnte,
* Tumulte auf einem Wohlfahrtsamt. Im städtischen Fürsorgeamt in Duisburg erschienen 40 bis 50 Er- werbslose und forderten durch eine Abordnung von Frauen die Ausgabe von Kohlen und Kartoffeln und die Zurückzahlung von eingehaltenen Mieten für die ftabh« sch en Barackenwohnungen. Als die Beamten des Fur- sorgeamtes die Nachprüfung der Forderungen zufagten, verlangten die Erschienenen sofortige Zusage. Sie stürmten. als sie ihnen nicht gegeben wurde .die Büros des Füriorgeamtes und griffen die B e a m t e n t a t 11 ch an. Diese alarmierten die Schnellhilfe, die die Leute aus dem Gebäude trieb. Auch auf der Straße gingen die Demonstranten gegen die Beamten vor. Vier Personen, drei Frauen und Mann, wurden f e st g e n o m- men. ' .
Waffen bei Kommunisten.
-- Kassel, 19. Dezember. (Tel.) Der bekannte Kommunistenführer Knöchel in Kassel war in den Verdacht gekommen, an einem größeren Zigarretten» Diebstahl beteiligt zu sein. Eine überraschend durch» geführte Haussuchung der Kasseler Kriminalpolizer führte zur Aufdeckung eines großen Waffenlagers. Man beschlagnahmte 13 Gewehre, in der Hauptsache Atuitär- und Jagdgewehre, einige Kleinlallber- Gewehre und zahlreiche Revolver, über 100 Schutz S-Munition für die MMärgewehre, ferner Muni- tion für die Jagdgewehre, die Kleinkaliber-Waften und Revolver. Außerdem sand man auch ziemllch beträchtliche Mengen Sprengstoff und dazu gehörige Zündschnuren. Die Kriminalpollzer ver» mutet, daß es sich um ein parteiamtliches Waffen lager der Kommunisten handelt Knöchel wurde verhaftet und dem Untersuchungs- richter vorgeführt. Man vermutet, daß er auch über weitere Waffenverstecke der Kommunisten unter- richtet sein dürste.
Xantbampfer explodiert.
Mit 600 000 Litern Petroleum in die Luft geflogen.
Im Petroleumhafen von Rouen explodierte ein Tankdampfer, nach der Uebernahme von 600 000 Litern Brennstoff. Ein Matrose wurde getötet Die Stichftamme erreichte eine Stoffe von 150 Metern. Ein Rettungsdampfer wurde ebenfalls von den Flammen erfaßt, sodaß die Besatzung über Bord springen mußte. Dex Schaden wird auf eineinhalb Millionen Franken geschätzt.
Der bekannte Berliner Opernsänger Leo S ch ü tz e n- dorsf ist im Alter von 45 Jahren einem Herzschlag er-
Dr. Brüning, ber Führer Groener, der als Fach- von Bülow, der zusam» der deutschen Delegation beratet des Reichskanz- men mit dem Reichs- bei derEw.fnungslitzung. lers mit nach Genf fährt, kanzler die außenpolitischen Interessen wahrnehmen soll.
Unten: Weitere Mitglieder der deutschen Delegation.
Don Mutius, der srü- Generalleutnant vom Graf Welczek, I Here deutsche Gesandte Blomberg, Vellreter des der deutsche Botschafter fe in Bukarest. । Neichswehrministeriums. in Madrid.
In der Sitzung des Wiener Nationalrates kam es bei der Behandlung der letzten Putschangelegenheit zu wüsten Lärmszenen.
* Freispruch im Grazer Heimmehr-Prozeß. Im Pftimer-Prozeß verkündete der Vorsitzende aufgrund der einstimmigen Verneinung der Schuldfragen durch die Geschworenen die Freisprechung sämtlicher Angeklagten. In der österreichischen Sozialdemokratie. ist durch das frei- sprechende Urteil von Graz eine starke Erregung bewirkt worden.
Hört, hört!
Aus dem vielstimmigen Echo, das die Notverordnung in der Oeffenllichkell gefunden hat, verdient festgehalten zu werden, was die Bergwerkszeitung (292) schrieb. Sie behauptet daß der Nationalsozialismus überhaupt keinen Systemwechsel bringen könne.
„Denn," so schreibt sie, „es ist kein Systemwechsel, wenn nach dem Abtreten Brünings der Staatssozialismus nun erst recht bis zu fernen letzten Konsequenzen durchgefühll wurde .
In wirtschaftlicher Hinsicht habe , sich, .fährt die Bergwerkszeitung dann fort, „d i e L t n l e auch auf ber äußersten Rechten eine Hochburg geschaffen — Das macht verantwortungsvollen Wirtschaftspolltikern die Entscheidung zwifchenBru- ning und seinem mutmaßlichen Nachfolge r s o u n g e h e u e r s ch w e r, j a f a st u n- möglich."
Daß die Bergwerkszeitung in so pointierter Form vor dem Nationalsozialismus warnen zu müssen glaubt, ist wirklich beachtlich. Denn man barf annehmen, daß gerade die Ber g w e r k s - zeitung nicht un orientiert darüber ift, aus welchen Kreisen die Nationalsozialisten bislang erhebliche Förderung erhalten haben. Allmählich spricht sich bas, was hier schon lange festgestellt worden ist, „tion bei Hochburg, bie der Linken auf der äußerten Rechten erwächst" auch in ben bürgerlichen Rechtskreisen herum. Wenn bic Deichchnationolen
nicht so viel geistige Energie darauf verwandt hätten, sich mit dem hoffnungslosen Problem der Gewinnung politisch denkender Katholiken für die Hugenberg-Partei zu beschäftigen, würden sie schon längst hinter den Kern der national- sozialistischen Bewegung gekommen sein und entsprechende Maßnahmen getroffen haben.