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Ehrenplakelke des Außballbuudes.

Vom Rundfunk.

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tobe. Jetzt

Verschiedenes

Diese Plakette ist vom Deutschen FußballbunÄ gestiftet worden und sM in Zukunft solchen Sport­vereinen verliehen werden, die sich besonders um die Förderung des Fußballspiels verdient machen

Das Nörrsbro-Theater in Kopenhagen wurde nach Schluß der Abendvorstellung durch einen Brand bis auf den Bühnenraum vernich­tet. Personen kamen nicht zu Schaden.

seiner tiefsten Vaterlandsliebe sehr geschmerzt. Kis der Kulturkampf siegreich überwunden war, machte man diesen Fehler wieder gut, indem man ihn wieder in den Reserveoffizierstand zurückversetzte.

Unter seiner Leitung erfolgten die Vorberei­tungen zu der 36. Generalversammlung der Ka­tholiken Deutschlands zu Bochum im Jahre 1889. Viele Jahrzehnte war Jultizrat Dr. Diekamp Vor­sitzender der Bochumer Zentrumspartei. Er ge­hörte mehrere Jahrzehnte dem Stadtverordnctenkol- legium an als Führer der Zentrumsfraktion, die unter seiner Leitung bei den Wahlen nach dem Kriegsende die stärkste auf dem Rathaus wurde. Mehrere Jahre hatte er in vorbildlicher Korrekt­heit das Amt des Stadwerordnetenvorftehers inne. Bei der letzten Stadtverordnetenwahl schied Justiz­rat Diekamp seines hohen Alters wegen aus dem Stadtverordnetenkollegkum aus, dtzs als äußere Ehrung eine Straße der Stadt nach seinem Na­men benannte. Vor einigen Jahren ernannte die Bochumer Zentrumspartei den verdienstvollen Mann zu ihrem Ehrenvorsitzenden.

Gelegentlich seines 70. Geburtstages im Jahre 1926 wurden ihm glänzende Ehrungen seitens der Partei und der katholischen Bevölkerung zuteil.

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Unvergessen bleibt Diekamp in der katholi­schen A k a d e m i k e r w e l t, wo ihn die An­gehörigen des K. V. als den unermüdlichen, um alles sich sorgenden „Vater des Verbandes" kann­ten und liebten. Noch bis in die letzten Lebens­tage hat der 75jährige praktische Arbeit für den I Verband geleistet. Sein bevorstehender 75. Ge­burtstag am 20. Dezember sollte Anlaß für eine große Ehrung sein.

Diekamp, der aus Geldern stammte, führte ein überaus glückliches Eheleben. Vor einigen Mona­ten ist ihm feine edle Gattin in die Ewigkeit vor- ausgegangen Zahlreiche Söhne und Töchter (dar­unter drei Priester und eine Ordensfrau) trauern um ihn. Zwei Söhne hat er im Kriege dem Va­terland geopfert.

Wer diesen edlen Menschen gekannt hak, wer wußte, wie dieser menschenfreundliche bescheidene Mann sein Leben, sein Können und Wissen, der Sache Gottes vorbehaltlos zfirr Verfügung stellte, der behält ihn als eine Gestalt vor Äugen, I die in einer Zeit des Niedergangs, der Selbstsucht, der materiellen Streberei und der platten Nütz­lichkeits-Erwägungen Trost und Aufmunterung spendet. ________

— Sie Ursachen von Störungen de, Rundfunkbetrie­bes. Bei Störung oder Unterbrechung der Rundfunk­darbietungen wurde bisher von den Rundfunkgefelllchaf- ten in der Regel nur angesagt, daß in der 3' bis . . . eine technische Störung vorgelegen hi—.. wird bei technischen Störungen den Rundfunkhörern die Art der Störung (z. B. Senderstörung, Leitungsstörung, Mikrophonstörung usw.) angegeben werden. Für an­dere, wie programm-technische Störunen, die mit der Tech­nik der Rundsunkübermittlung an sich nichts zu tun ha- den, bleibt es den Rundfunkgefellschaften überlasten, die Ursache näher zu erläutern. Die Begründung mit „tech­nischen Störungen" wird in solchen Fällen — weil irre- führend — nicht mehr angewendet werden.

Ausstellungsobjekte waren z. T. wirkliche Meister- stücke. Mit Eifer und Emsigkeit arbeiteten die Prüf­linge schon Tage zuvor an hren Ausstellungsarbeiten. Da waren Bratenplatten, Fisch und Geflügel, Früchte- Stilleben, wie auch Käse-Torten in humoristischer Auf­machung zu sehen. Auch ein komplettes Frühstücks- und Teetischchen in raffinierter Aufmachung war vorhanden. Die Lehrlinge waren in der verhältnismäßig kurzen Zeit des Kursus bemüht, möglichst tief in die Geheimnisse der Kochkunst einzudringen, wovon die Prüfungsarbei­ten Zeugnis gaben. Etwa 200 Interessenten besuchten die Ausstellung. Herr Findeisen wird nach Weihnach­ten einen zweiten Kursus ab halten, dessen Termin durch Inserat noch bekannt gegeben wird. Anmeldungen wer­den jederzeit entgegengenommen.

Aus dem Reich des Landwirts.

Ilstähriges Bestehen des Surhestifchen Verbandes der Riedernngsviehzüchler.

Ser Kurhessisch« Verband der Niederungsviehzüchier, deffen Generalversammlung dieser Tage in Kastel stati- fanb, kann auf ein 1 »jähriges Bestehen zurückblicken. Sie Versammlung wurde vom Vorsitzenden des Verban­des, Rittergutsbesitzer von Pappenheim-Stammern eingeleitet, der die zahlreich erschienenen Gäste — man bemerkte u. a. den Präsidenten der Landwirtschaftskam­mer, Kammerherrn Keudell, den Verfeter des Regie­rungspräsidenten, Regierungsrat Dr. Oellrich, und Prof. Wißmann-charleshausen — begrüßte. Kammerherr von Keudell betonte in einer Ansprache, daß in der heu­tigen schweren Zeit die Züchterverbände und Landwirt­schaftskammer in unlösbarer Rotgemeinschaft zueinan­der stehen müßten. Vieles, was die Kammer aufgebaut hätte, müsse jetzt eingeschränkt werden. Durch die ge­plante Herabsetzung der Zinsen und Preise in der neuen Notverordnung sowie durch die hoffent­lich bald einsetzende Uebertragung der Osthilfe aus den Westen, Minderung der sozialen Lasten für Arbeitgeber und Arbeiternehmer und überall angestrebte Herab­setzung der Produktionskosten sei jedoch Hoffnung auf Besserung der allgemeinen Lage ge­geben. Rittergutsbesitzer von Pappenheim gab so­dann einen Ueberblick über die Entwicklung des Verban­des. Danach ist die Mitlioderzahl von 150 im Laufe der Zeit auf 350 gestiegen, die Zahl der im Herdbuch aufenommenen Zuchttiere von 3879 auf 7427. Seit Einführung der Milchkontrolle im Jahre 1924 fei ein großer Aufschwung in der Leistung zu verzeichnen. Neu eingeführt wurde in diesem Jahre die Auktion von Zuchtbullen. Aus finanziellen Gründen fei die D. L. G.-Ausstellung in Hannover leider nicht beschickt wor­den. Landwirtschaftsrat Dr. Schaub wies bann durch umfangreiches Zahlenmaterial den auch in diesem Jahre erzielten Fortschritt in den Milchleistungen der dem Verbände angeschlossenen Herden nach. Hiernach wur­den 7427 Niederungskühe, 2189 Fleckviehkühe und 180 Rotoiehkühe kontrolliert. Die Graffchaft Schaumburg erzielte wiederum den höchsten Jahresdurchschnitt, dann folgt an zweiter Stelle der Kontrollverein Hanau. Das Niederungsvieh hat hierbei am besten abgeschnitten. Die beste Niederungskuh erbrachte 9780 Kg. Milch mit 351 Kg. Fett. Der Etat des Verbandes ist in Ordnung, die I

— Bereinigung ehemal. Kavalleristen. Die am Sonn­tagnachmittag im Vereinslokal abgehaltene Monatsver­sammlung wurde vom 1. Vorsitzenden, Kameraden Möl- I (er, geleitet. Die Verhandlungen betrafen fast ausschließ- I (ich die Abhaltung des Weihnachtssestes, das am 2. Ja­nuar 1932 im Saale des evangelischen Gemeindehauses stattfinden soll. Die Festfolge wurde endgültig festgestellt, Die Kameraden mögen nach Kräften für zahlreichen Be­such dieser Veranstaltung werben. Zugedachte Geschenke für die Verlosung wolle man bis zum 1. Januar abends bei Kamerad Vogel, evangelisches Gemeindehaus, abge- ben.

= (üarfenbauoerein Fulda. Die am Montagabend im Dereinslokal abgehaltene letzte diesjährige Versamm­lung war leider nicht stark besucht. Der 1. Vorsitzende, Hauptlehrer Agricola, sprach über die im Dezember und Januar vorzunehmenden Arbeiten des Kleingarten­baues. Er empfahl u. a. das Ausstreuen von Thomas­mehl, ferner das Füttern der Vogel in den Gärten, das richtige Schneiden der Bäume und das Abkratzen der Rinde an den Bäumen, um Pilze und Moose zu entfer­nen und die Eier der verschiedenen Schädlinge zu be­seitigen. Auch mäste man an die Bekämpfung der Blut­laus denken. Das Bespritzen von Bäumen und Sträu- chern zu diesem Zwecke mit einer besonderen Losung dürfe nicht versäumt werden. In der Aussprach« emp­fahl u. a. Gärtner Freißlich Radikalmittel zur Be- kämpsung der Blutlaus. — Drei Neuaufnahmen er­folgten. Bei der anschließenden Verlosung von Blumen­stöcken ergab sich zum ersten Male feit Bestehen des Vereins, daß weit mehr Blumenstöcke zur Verfügung standen, als Mitglieder anwesend waren. Es mußten daher zwei Verlosungen stattfinden. Fast jedes an­wesende Mitglied durfte als Weihnachtsgeschenk zwei Blumenstöcke mit nach Hause nehmen. Die Januarver- sammlung fällt aus. Die Generalversammlung wird im Februar abgehalten

— Dad Salzschlirf. Man schreibt uns: Dem hiesigen Kaninchenzuchtverein war es nach langer Müh« gelungen, einen Pelznähkurfus zur Verarbeitung der Kaninchenfellen unter der bewährten Leitung der Pelznählehrerin, Frau Fritz aus Fulda, abzuhalten. In dem Kursus, der vom 7. bis 12. Dezember stattfand, wurden 110 Kaninchenfelle zu 32 verschiedenen sehr brauchbaren Pelzgegenständen umgearbeitet. Die Ar- I beiten des Kursus wurden am 13. Dezember im „Frank- futter Hof" zur Besichtigung ausgestellt und fanden bei allen Besuchern Anerkennung. Es wurde damit die viel­seitige Verwendungsmöglichkeit und die wirtschaftliche Bedeutung der Fellverarbeitung und damit auch der Ka­ninchenzucht bewiesen.

Geschäftliches.

Das neue Radio-Geräk.

Hora Z-Röhren-Schirmgilker-Rehempfänger.

Der neue S30W bringt ein gänzlich anderes Emp­fängst» ild. Bei bescheidener Zimmerantenne, kurzer Außenantenne oder auch ohne Antenne ist er jebem 3-Rohren-Gerät der letzten Jahre überlegen, liegen die Empfangsergebnisse zwischen denen eines 4-Röhren- und auch 5-Röbrengerätes. Im Wellenbereich von 200—600 Meter ist sozusagen alles da, was aus diesem Chaos von Wellen überhaupt herauszufischen ist. Diese Prüfung wurde ausgeführt an dem Typ S 30 WL mit eingebau­tem dynamischen Lautsprecher. Klanglich erfüllt dieser Lautsprecher alle Bedingungen, die auch das verwöhnte musikalische Ohr zu stellen vermag. Eine geeichte neu­artige Stationsskala, mit der die Nora-Schirmgitter- Zweikreis-Empfänger ausgerüstet sind, gestattet im Augenblick ohne jedes Suchen die Einstellung eines ge­wünschten Senders. Auf einem mit fünfzig in- und aus­ländischen Sendenamen versehenen Skalenband sind fünf­zig drehbare Zeiger angeordnet, die von der Fabrik ein­gestellt, Wegweiser zum Rundfunksender sind. Die Be­dienbarkeit ist einfach und kinderleicht, bei Vertrautheit mit dem Selektionswähler, der vorzüglich arbeitet, braucht man auch den Hexenkessel von Straßburg bis Algier nicht mehr zu fürchten und es wird gelingen, London, Mühl­acker, Graz emwandfrei zu empfangen. Im Gesamt-Ur­teil ist zu sagen, daß dieses Gerät eine Spitzenleistung darstellt, die selbst den Funkfreund, der bisher gewöhnt war, mit 4 oder mehr Rohren zu arbeiten, hinsichtlich Empfangsleistung und Klangschönheit überraschen wird. Alle Nora-Geräte werden nach der neuesten Notverord­nung bereits mit 10 Proz. Preisabbau geliefert.

Wejhnachksvorseler der Srlppenfreunde.

Aufführung eines fitippenfpiels.

Sie Gemeinschaft der Krippenfreunde brachte am Sonntag abend im vollbesetzten Theatersaale des Bischöf­lichen Konvikts ein Krippenfpiel zur Aufführung. Sie wollte mit ihm wohl den Zweck ihrer Arbeit weiteren Kreisen darlegen. Die Krippe ist ja nicht nur eine be­sondere Freude der Kinder, sie läßt auch im Erwachsenen so manche Saite erklingen, die im rauhen Alltag nicht zu Gehör kommt. Vor ihr wird der Mensch wieder zum Kinde, und steht ehrfürchtig und mit kindlichem Glauben vor dem großen Wunder der göttlichen Menschwerdung. In echt volkstümlicher, kerniger und doch wieder fein­fühliger Art erzählt das Spiel von Menschen, die in den Nöten und Sorgen des Alltags (eben, von großen und kleinen, kindlich gläubigen und einem, der an feinem Glauben Schiffbruch litt. Der findet wieder zurück zur Weihnachtsgrippe. Das, was das Herz bewegt in der Heiligen Nacht, wenn es noch nicht ganz verstockt ist, bi« Ehrfurcht und heilige Scheu vor dem großen Geheimnis der Menschwerdung Gottes, die Erinnerung an die Weih­nacht der seligen Kinderzeit und ein bißchen auch das hinreißende Beispiel feiner Familie geben ihm den Glau- den wieder. Glaube und Liebe sind verkörpert in den Gestalten seliger Geister, die mit ihrem Lichte das Herz des ungläubigen Bauern erhellen und erweichen. Schlicht und einfach, aber groß in ihrer Art sind die Szenen, denen man mit tiefer Ergriffenheit folgte. — Das erst eben im Druck erschienene Spiel erlebte mit der gestrigen Veranstaltung seine Uraufführung. Die Darsteller, unter ihnen besonders der Großvater, der Knecht und der kleine Bub, wirkten durch wirklich hervorragendes und über­zeugendes Spiel für einen vollen Erfolg. Der Chor der Fratres vom Frauenberg gab der Feier durch gut vor- getragene Weihnachtslieder eine stimmungsvolle Umrah­mung , _______________

— Berichtigung. In der Besprechung der Sam- ! rneyerschen Ausstellung in der Landes- d i b l i othek hat sich am Ende des vorletzten Abschnit­tes ein sinnstörender Fehler eingeschlichen. Es muß heißen: Vielleicht liegt da ein« Gefahr für die Entwick­lung. Ratlos steht man vor einem Versuch, der die Sicher­heit des „Segelflugs" verdeutlichen soll; trotzdem ist das Bild schon nach Frankfurt verkauft.

= Kunstausstellung. Zu der unter dieser Ueberschrist gestern veröffentlichten Besprechung über die Weihnächte- I ausstellung des Herrn Glasermeisters Fuchs bittet uns Frau Pappert, richtigzustellen, daß der Name Nau- I Pappert, bezw. E. Papperf-Nau nur zur Signatur ihrer I Bilder dient. Ihr bürgerlicher Name ist Pappert.

Wie wird das Wetter?

lieber Skandinavien hat sich ein kräftiger Wirbel ent­wickelt, der sich noch weiter verstärkt. Er wird feinen Einfluß auch auf unsere Witterung geltend machen und bei auffrischenden und zunächst noch etwas milderen roeft« üchen Winden zum Auftreten von Niederschlägen führen. Später wird mit Druckanstieg und bei auf Nordwest drehenden Winden Abkühlung einsetzen.

Witterungsaussichten für Mittwoch: Bei nach Nord­west drehenden Winden Abkühlung, mehr wechselnde Bewölkung und einzelne schauerartige Niederschläge.

(Schluß des redaktionellen Teiles.)

Mitgliedsbeiträge konnten sogar um 10 Prozent gesenkt werden. Professor W i ßm a n n von der Landwirt­schaftlichen Versuchsanstalt in Harleshausen hielt sodann einen Vortrag über „Neuzeitliche Fütterungsfragen",

Ser Saatenstand in Preußen Anfang Dezember.

Das Novemberwetter war wider Erwarten milde und offen. Erst gegen Ende des Monats traten überall im Staatsgebiet Fröste auf. Die Hackfruchternte konnte ohne Storungen b endet werden. Das Pflügen der Winter­furche hat in allen Teilen des Staates gute Fortschritte gemacht. Die Roggeneinsaat ist in allen Provinzen des etaates beendet. Auch der Winterweizen konnte im Norden und Osten des Freistaates fertiggedrillt werden. In den westlichen und mittleren Gebieten Preußens hofft man bei offenem Wetter noch mehr Land mit Weizen bestellen zu können.

Aufgrund der Meldungen von 3830 Berichterstattern lies Preußischen Statistischen Landesamtes ergibt sich, roemt 2 — gut, 3 — mittet, 4 — gering bedeutet, An­fang Dezember 1931 folgender Saatenstand Winterweizen 2.7 (Anfang Dezember 30 2.7, Anfang Dez. 1913 2.4) Winterroggen 2.7 (2.7; 2,3); Wintergerste 2.6 (2.6; 2,3); Gemenge aus Wintergetreide 2.8 (2.8, —); Raps und Rübsen 2.5 (2.6; 2.4); junger Klee 2.6 (2.8; 2.4); Vieh­weiden 2.9 (2.8 —). I

in Frankfurt a. M. abzuhalten. Die Verlegung der Ta­gung nach Frankfurt a. M. war jedoch in der letzten Zeit fraglich, weil der Völkerbund entsprechend dem allge­meinen Sparprogramm auch den Etat für geistige Zu­sammenarbeit stark beschnitten und sich gegen die Ver­legung von Tagungen außerhalb Genfs ausgefprochen hatte. Wie nunmehr mitgeteilt wird, ist es gelungen, diese Schwierigkeiten ju beheben. Der Ausschuß, dem namhafte Persönlichkelten des geistigen und künstleri­schaffens der verschiedenen Länder angehören, aus Deutschland u. a. Thomas Mann und Geheimrat Wätz- holdt, wird infolgedessen vom 12. bis 14. Mai in der Goethe-Stadt seine Tagung abhalten.

Kunst und Literatur.

Ser Völkerbundsausfchuß für Kunst und Literatur tagt im Goethejahr in Frankfurt a. 211.

Der Völkerbundsausfchuß für Kunst und Literatur hatte auf seiner letzten Tagung beschlossen, seine nächst- jährige Tagung anläßlich der Goethe-Jahrhundertfeier

— Wunderwerke der Kochkunst. Dieser Tage wurden im Restaurant „Waldschlöß­chen" eine Anzahl Prüfungsarbeiten der Kochschülerin­nen und -Schüler ausgestellt, die an dem unter Leitung von Herrn Küchenmeister Findeisen veranstalteten Kochkurfus teilgenommen haben. Das Bild der Ausstellung war sehr bunt und abwechselungsreich. Die

Empfehle meinen Saal und meine Vereinszimmer zur Abhal­tung von Festlichkeiten und Versammlungen.

E. Knips, Ballhaus

Marktstraße 18.

VorkeuwimalemttM-ik wurde a. Sonntag, d.!3.Dez., in meinem Laden gfnnöen. Abzuholen bet 8176 Oskar Sramer,

Buchhandlg. Suttermarft.

Rleseudampfer-Vau eingestellt. I Die Sauarbeiten an dem 73 000 Tonnen großen englischen Ozeanriesen werden abgebrochen. — Das Schiff, dessen Stappellauf für Februar 1932 vorgesehen war, sollte der „Bremen" das Blaue

Band" des Ozeans entreißen.

m Die englische Cunard-Line hat beschlossen, den I B a u des 73000-Tonnen »Dampfers, der zur Zeit auf der Werft von John Drown u. Co. am Clyde in Arbeit ist, e i n g u ft e 11 e n.

Die Cunard-Line hat den Aktionären mitge­teilt, daß die Ueberfchüffe der Gesellschaft sehr ge­ring seien. Die Gesellschaft habe die Absicht ge- habt, die drei großen Schiffe, die zur Zeit den Schnelldienst versehen, durch zwei größere Schiffe zu ersetzen. Es seien aber Verhältnisse entstanden, die nach Ansicht der Direktoren eine gewisse Ver­zögerung in der Durchführung des Baupro­gramms als angezeigt erscheinen ließen. Es sei nicht einmal möglich gewesen, hinreichende Sum­men zu verdienen, um damit die Abschreibungen für die alten Schiffe zu decken. Die internationale Krise habe die gesamte finanzielle Lage geändert. Der Ban des neuen Dampfers bleibe folan ge unterbrochen, bis sich die Aus« fichten wieder geändert hätten.

Die Arbeiten an dem Dau des 73 000-Tonnen- Dampfers, der 3000 Mann beschäftigt, sollen am Freitag eingestellt werden. Man hatte erwartet, daß das Schiff im Februar 1932 von Stapel lau­fen könne. Die Gesamtkosten waren auf 4 500 000 Pfund geschätzt. Das Schiff sollte eine Geschwin­digkeit von rund 28 Knoten haben. Es sollte das Blaue Band des Ozeans, das der deutsche Dampfer „Breme n" besitzt, für England wieder, gewinnen.

Die Nachricht von der Einstellung des Baues hat in England große Bestürzung hervorgerufen. Die Angelegenheit wird voraussichtlich am Freitag I tnt Unterhaus zur Sprache gebracht werden.

Der linksradikale Abgeordnete Maxton erklärte in einem Interview, die Regierung wäre töricht, wenn sie eine Verschwendung der bereits geleiste­ten Arbeit und der Ausgaben zulassen würde. Die Entscheidung über die Einstellung des Baues würde nicht nur die auf der Werft beschäftigten Arbeiter, sondern auch eine große Reihe von Hilfs- industrien treffen.

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Das „Quatttäksbuch"

Neue Bücher des Verlags 3. p. Bachem.

Ein Hinweis von Dr. Alois Schmidt.

Im vorigen Jahre sprach man zur Zeit der Weih­nachtseinkäufe im Buchladen nur vom „billigen Buch". Das ist heuer schon wieder ein wenig anders geworden. Das Publikum ist selbstverständlich auch heute noch dank­bar für jedes literarisch oder sachlich wertvolle Buch, das ihm zu den bekannten Einheitspreisen angeboten wird. Das Publikum ist aber gottlob andererseits auch wieder kritisch genug geworden, das „billige Buch" nicht allein um der Billigkeit willen zu loben. Vielmehr: Auf die Qualität des Buches kommt es zunächst an. Um das Qualitätsbuch geht es, nicht um das billige Buch. Wo Qualität und Billigkeit zusammenfallen, um so besser. Wo nicht, da wird es feine Gründe haben; da gesteht der rechte Leser dem Qualitätsbuch gerne auch die hier notwendigen höheren Preise zu. Geistige Arbeit läßt sich nun einmal nicht über einen Leisten schlagen, selbst nicht im Verkauf.

Wer die neuen Bücher durchsieht, die der bekannte und angesehene Kölner Buchverlag I. P. Bachen 1931 herausgebracht hat, findet dis obige Beobachtung bestä­tigt. Keine neuen „billigen Bücher", dagegen eine ganze Reihe von Neuerscheinungen zu mäßigen Preisen, die aus Grund ihrer besonderen Qualität auf Anerkennung und Verbreitung rechnen dürfen. Da gibt es das Qua- litätsbuch in den bewährten alten Formen: Studien, Werke und Handbücher aus den Stoffgebieten der Ge­schichte, Politik, Kunstgeschichte, Zeitgeschichte; und bane- l'en literarisch bedeutende Romane und Erzählungen. Da gibt es aber auch das Qualitätsbuch in sachlich und formal neuen Formen, so wie sie die Anregungen und Bedürfnisse der Zeit verlangen. Und zwar haben wir hier im Auge den groß angelegten Versuch einer grund­sätzlichen Neugestaltung des Jugendbuchs. Von dieser für unser Urteil wichtigsten Leistung der diesjährigen Produktion im Verlag Bachern fei daher zuerst Näheres berichtet.

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Die neuen Jugendbücher des Verlags I. P. Bachern treten auf in einer Buch-Reihe, die.Länder, Abenteuer,

Helden" betitelt ist, und die von Dr. Leo Weismantel, dem bekannten Dichter und Begründer der „Schule der Volkschaft", verantwortlich herausgegeben wird. Hier wird wohlüberlegt und tatkräftig in Angriff genommen eine Reihe von Jugend- und Volksbüchern, die länder- kundlieh«, geschichtlich«, naturkundliche und lebenskund- liche Sachberichte, ergänzt durch urkundliches Bildma­terial, geben. Die Bücher sollen, das ist ihre Besonder­heit, dem Bedürfnis dienen, nach Sachkenntnis und gei­stiger Welteroberung, wie es ein bestimmtes Lebensalter der Jugend, das sogenannte Abenteueralter, besitzt, wie es darüber hinaus aber auch jeder unverbildete Mensch für sein ganzes Leben behält. Es handelt sich also um ebenso gediegene wie spannende, um ebenso sachgerechte wie von atemberaubendem Geschehen gepeitschte Werke, ausgewählt von einem Pädagogen, ausdrücklich nach den Maßstäben heutiger kritischer Bewertung und heutiger Bedürfnisse der Jugend.

Vier Bände der Reihe .Länder, Abenteuer, Helden" liegen bereit» vor, von der gesamten ersten Kritik warm begrüßt, und von den jugendlichen Lesern mit Begeiste- rung ausgenommen. In dem Buch „Wolfe, Bären und Banditen" (geh. 2,90 Rm., gbd. 3,90 Rm.) erzählt Jo­seph Dslter von den aufregenden Erlebnissen eines drei­jährigen Aufenthalts in der sibirischen Wüste. Der gleiche Erzähler ist der Verfasser des abenteuerlichen Buches „Australien, kreuz und quer" (geh. 2,90 Rm. gbd. 3,90 Rm.), in dem zwei junge Deutsche zu Pferd und Auto zweimal diesen Kontinent durchqueren. Nach Lappland führt uns die ergreifende Geschichte von „ge­mein, dem Lappen" (geh. 2,90 Rm. gbd. 3,90 Rm.) von A. Koschewnikow; ein hartes Schicksal ist Jewan, dem Lappenbuben und Renntierhirten, beschieden und gräbt sich tief ein in das Gemüt der jungen Leser. Das vierte Werk der neuen Reihe ist endlich ein kleiner Tierroman, der Roman eines Wiesels: „Der braune Tod" von Wer­ner Heinen (geh. 3,90 Rm. gbd. 4,90 Rm.) Heinen ver­steht meisterhaft, naturkundliche Beobachtungen umzu­wandeln in einen richtigen Handlungsablauf des Tier­lebens in der Heide.

Ein naturkundliches Jugendbuch vom gleichen Rang, das „vom Leben der Pflanzen" (geh. 3,90 Rm., gbd. 4,90 Rm.) in ganz neuer, höchst lebendiger und ein­drucksvoller Weise erzählt, ist endlich der Reihe .Län­

der, Abenteuer und Helden" als Einzelwerk an die Seite gegeben worden. Der Verfasser des Buches ist Franz Lichtenberger, ein bekannter Volks- und Jugendlehrer. Auch dies gleichfalls mit wundervollen Fotos von Aenne Biermann ausgestattete Jugend- und Volksbuch verdient also wärmste Empfehlung.

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Unter den literarischen Neuerscheinungen des Jahres 1931 nimmt die Herbstnovität, der Roman ,Zigeuner­fahrt" (geh. 5,— Rm. gbd. 6,70 Rm.) von dem Schwei­zer Dichter Heinrich Ernst Kromer den ersten Rang ein. Es ist dies Werk ein Künstler- und Entwicklungsroman wie etwa der „Grüne Heinrich" von Gottfried Keller. Unter den zeitgenössischen Romanwerken stehen ihm die Bücher von Hans Earossa vielleicht am ehesten benach­bart. Hohe literarische Kultur, echtes menschliches Emp­finden, ein leiser feiner Humor und eine harmonische Le- bensanschauung machen den besonderen Wert dieser ech­ten Dichtung aus.

Gute Gegenstücke zu dem idyllischen Roman Kromers stellen dar die Frühjahrsnovitäten des Verlags Baähem: der erschütternde leidenschaftliche Eigenbrötler-Roman „Das Geheimnis" (geh. 4,— Rm., gbd. 5,50 Rm.) von der großen sardinischen Dichterin Grazia Deledda, der unerhört farbige und reiche kullurhistorische Roman aus der Zeit bes- span. Philipps II. „Versuchungen bes Don Ramiro" (geh. 6,— Rm., gbb. 7,50 Rm.) von bem argen- tinischen Dichter Enrico Larreta unb enblich ber ent« Jütfenbe Wiener Liebesroman „Sinfonietta" (geh. 3,— Rm., gbd. 4,— Rm.) von Friedrich Schreyoogl, dem jungen österreichischen Dichter.

Wir kommen schließlich auf die wissenschaftlichen Neuerscheinungen bes Verlags Bachem zu sprechn. Auch hier: eine Reihe höchst beachtlicher Werkel

Die größte Aufmerksamkeit oerbient wohl ber nahe Abschluß bes imposanten Geschichts- unb Ouellenwerkes über bie Zentrumspartei, bas Geh. Justizrat Dr. Karl Bachem bem deutschen Volke geschenkt hat: „Vorgeschichte, Geschichte und Politik ber Deutschen Zentrumspartei" in 8 Bänden und einem Ergänzungsband (Preis: pro Band 25,— Rm.) Soeben ist in diesem Monumental- Werk, der ersten großen Geschichte einer deutschen poli­tischen Partei, neu erschienen der 8, Band, wohl der in­

teressanteste Band bes ganzen Werkes, jener Band näm­lich, der „Die Entwicklung der Zentrumspartei unb ber Zentrumsfraktion von 1887 bis 1914 unb 1914 bis heute" behandelt. (Es folgt als 9. Band bann noch ein Ergiinzungsbanb.) Der Wert biefer großen Publikation liegt auf ber Hand. Kein Politiker unb Historiker, fein politischer Journalist unb kein höherer Beamter wird künftig diese Parteigeschichte des Zentrums außer acht lassen können; die schönen vornehmen Bände werden die Zierde jeder politischen Bücherei bilden.

Als zweites Werk der Wiffenschaft: ein Dogmen- unb kirchengeschichtliches Buch von besonderem Rang! En­gelbert Strebs, ber bekannte TRe-Uegtevrofesior. hat zum 1500. Jahresgebächtnis bes Konzils von Ephesus die Geschichte ocs na- ,-v- ©nttesgebärerin" in einem ebenso betitelten Werk (geh. 3,60 Rrn.) bargestellt. Das Buch ist als Vereinsschrift ber Görres-Gesellschaft 1931 erschienen.

Unb neben dem kirchen- unb bogmengeschichtlichen Werk ein Buch aus ber rheinischen Kulturgeschichte: ein Querschnitt durch bie Geschichte ber Jugenderziehung in Köln vom 12. bis zum 18. Jahrhundert, aufgewiesen von Josef Kuckhoff an der „Geschichte bes Gymnasiums Trico- ronotum" (geh. 28,— Rm., gbb. 30,— Rm.), ein Zeit- bilb von köstlicher Lebendigkeit.

Zum Schluß bann noch eben ber Hinweis auf Werke über neue Architektur unb auf zwei kleine Schriften be- fonberen Charakters. Es liegen im Verlag Bachem also ferner noch neu vor Werke über „Das neue Priesterse­minar ber Erzbiözese Paderborn" (gbb. 4,— Rm ), über bas von Dominikus Böhm gebaute „Asthma-Kranken- haus ber Kamillianer in Gladbach-Rheydt" (geh. 6,— Rm), über „Die Heilstätten unb bas neue Tuberkulose- Krankenhaus in Beelitz" (von Fritz Schulz; gbb. 10.— Rm.), über „Vier Jahre Hochbauamt Frechen" (von Julius Gatzner; Preis oeh. 4,— Rin.); enblich ein „Kom­mentar zur Wahlorbnung für bie katholischen Kirchen- oorftänbe" (von Dr. Karl Hauke, Kanzler bes Erzbis­tums Köln; Preis geh 1,50 Rm.. gbb. 2.30 Rm.), ber für ganz Preußen Geltung hat, unb eine maßgebliche lleberfetzung ber bekannten Ehe-Enzyklika „Casti connubit", eingeleitet unb herausgegeben von Dr. E. Freiherrn Raitz vom Frentz (geh. 1,— Rm.).