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Irr. 283

Beilage zur Fuldaer Zeitung

8. Dezember

Germania Fulda — V. f. L. Lauterbach 1:1 (0:0).

Unentschieden und doch oertoten!

Der eklatante Fall, daß eine Mannschaft mit einem „Unentschieden" theoretisch, d. h. auf dem Papier, einen Punkt rettet und letzten Endes doch beide Punkte ein» büßen muß, hat sich bei obiger Pokalspielbegegnung zu­getragen, die am Sonntag auf „Waldheim" ausgetra­gen wurde. Das Spiel endete mit einem Mißton da­durch, daß der Schiedsrichter in der 67. Spielminute durch das Verhalten der Gäste veranlaßt wurde, dem Spiel durch Abpfeifen ein vorzeitiges Ende zu geben. Als der Schiedsrichter nämlich in der 66. Minute das Ausgleichstor für Germania gegeben hatte, erhoben zwei Lauterbacher heftigen Protest; der Schiedsrichter wandte sich an den Spielführer der Gäste und verlangte Angabe der Namen der beiden Störenfriede, die ihm verweigert wurden. Aus die Frage an den Spielführer, ob seine Nannschaft weiterspielen wolle, erklärte dieser: „Nein", und so blieb nichts anderes übrig, als abzupfeifen.

"Sie- Germanen hatten Ersatz für Roßmar, Wallen- lmrger, Birkenbach und Lerner eingestellt. Ihre Mann­schaft lautete: Mathes; Derbort, Schäfer; Ullmicher, Wei­gand II, Weigand I; Schmitt, Schneider, Nüchel, Hoff­mann, Kalb. Vorweg sei festgestellt, daß die Platzelf in keiner Weise überzeugen konnte mit ihrem Spiel, die gebotenen Leistungen in bezug auf Gesamtheit brachten eine Enttäuschung nach der anderen nud nur selten er­reichte das Spiel ein Niveau, wie man es von erster Klaffe beanspruchen darf; daran ändert auch nichts das Fehlen der vier Spieler. Außerdem war die Aufstellung des kleinen Weigand als Mittelläufer, der meist „nicht da war", ein Mißgriff und erst nach der Auswechselung mit Derbort, die allerdings zu spät erkannt und vorge- nommen wurde, klappten Spielaufbau und Vorlagen an die Stürmer besser. Gutes Einzelspiel zeigten nur Ull­micher, Hoffmann, Derbort und Kalb und auch Mathes im Tor verdient besondere Erwähnung wegen seiner famosen Abwehrarbeit, mit der er sein Tor reinhielt; an dem Erfolg der Gäste, das der Germane Schneider für Lauterbach eingeleitet hatte, trifft ihn keine Schuld.Sträf- liche Mätzchen leistete sich wiederum der linkeLäufer Wei­gand, der äußerst schwach war im Halten seines Geg­ners, dafür um so eifriger auf das Fummeln mit dem Balle sich verlegte und so immer wieder seine Mann­schaft in Nachteil brachte.

Spielverlauf: Das Spiel selbst war, wie das Resultat dartut, keine einseitige Angelegenheit, wenn auch das Cckenoerhältnis mit 7:2 feststand. Die Gäste hatten es durch eifriges Spiel zuwegegebracht, daß sie die einheimische Abwehr tüchtig einheizten. Die produktive Spielweise im Wechsel mit den schnellen Flügelstllrmern

Sei schlechtem Mundgeruch tüchtig gurgeln mit dem guten Chlorodont-Mundwasser. Flasche 1 Ml. Versuch überzeugt. Rüfen S!-> b"* nnr minbormerttrien. billigen Nachahmungen.

und die bevorzugte schnelle Ballabgabe brachten sie im­mer wieder in Vorteil. Beinahe wäre ihnen noch ein Zweites Tor geglückt. Wenn es nicht durch eigenes Ver­schulden zum Abbruch gekommen wäre, dann wußte man noch nicht, wer Gewinner der beiden Punkte war. — Un­mittelbar nach dem Anstoß kam Germania's Angriff schön durch und in der Bedrängnis lenkte ein Lauter­bacher Verteidiger den Ball ins eigene Tor, der m. E. also regelrecht erzielte Erfolg wurde vom Schiedsrichter wegen angeblichen „Abseits" nicht anerkannt. In der 15. Minute wehrt ein Gästeläufer, im Tor stehend, den Ball mit der Hand ab, der Schiedsrichter hatte aber eine Se­kunde früher abseits gepfiffen. Einen für Germ, diktierten Strafstoß setzt Derbort über die Querlatte und die fol­gende 1. Ecke wird verpaßt. Eine glänzende Chance läßt Schmitt aus und im Gegenangriff bringt der Gäste-Links- außen eine gefährliche Situation zustande, der Mathes mit glänzender Parade begegnet. Auch Lauterbach ver­hetzt den erhaltenen Strafstoß durch hohen Spitzenkick und Abseitsstellung. Als dann endlich einmal bei Germania das Kombinationsspiel in Erscheinung getreten ist, hat Hoffmann mit seinem gut angelegten Torschuß, der haar­scharf die Latte streift, offensichtliches Pech. Einmal ret­tet Schäfer einen gefährlichen Durchbruch des L. Rechts­außen, den Weigand hatte passieren lassen, in höchster Not vorbildlich. Eine gute Flanke des Germ.-Rechts- außen köpft der Gäste-Mittelläufer zur Ecke; diese kommt präzis vor das Gästetor, doch Hoffmann verschießt knapp. Die 1. Ecke für Lauterbach in der 38. Minute hat der wenig ehrgeizige Weigand I verschuldet und es fehlte nicht viel, dann wäre das verdiente Tor fällig geworden. 15 Minuten vor der Pause wird Schäfer verletzt, er ver­läßt bas Spielfeld und schon muß Mathes harte Arbeit verrichten. Jetzt zwingt der einsetzende Platzregen für kurze Zeit zur Unterbrechung des Spieles; in den letzten Minuten bis zum Wechsel ereignet sich dann nichts mehr von Bedeutung.

Nachdem die Gäste in der 49. Minute ihren 2. Eckball verpaßt hatten und Germania dem Gästetor einen Besuch abgestattet hatte, passierte das Nichtalltägliche, daß der

TW Berichte über sportliche Veranstaltungen am Sonntag müssen der Schristleitung spätesten« am Ulonlogabend oorliegen. Vach diesem Termin ein lausende Berichte können nicht mehr berücksich­tigt werden.

Borussia siegt in

Der Lokalkampf am Sonntag hatte etwa 1200 Zu- ichauer auf den Horaser Sportplatz gelockt, der sich wider Erwarten in gutem Zustand befand. Die Borussenelf ge­wann sicher, aber vielleicht etwas zu hoch. Ihr Sturm nützte jede Gelegenheit zum Torfchießen aus. Dagegen war der Horaser Angriff wiederum das Schmerzenskind der Mannschaft.

Spielverlauf.

Dem Schiedsrichter Boruki vom Spielverein Kassel stellten sich die Mannschaften in salzender Besetzung:

Borussia: Iehn; Christian, Fischer; Hoßseld, Roh­berg, Hümmler; Heßberger, Kamerl, Pleffch, Leugers und Bonard.

horas: Brankers; Stübinger, Schultheis; Baier, Erdmann, Kramm; Brühler, Eckhardt, Michel, Völker und Knips. (Erdmann war von der zuständigen Be­hörde nur zu einem Spielverbotssonntag verurteilt worden, der mit dem Pokalspiel in Hersfeld am Vorsonn­tag erledigt war.)

Horas hat Anstoß und kommt bis zum gegnerischen Strafraum. Rohberg erhält den Ball, gibt zu Leugers, dieser flankt über das Feld zu dem Rechtsaußen, ein kleiner Retourpaß zu Kamerl und schon saust ein flacher Schuß scharf auf Horas' Tor, der von Brankers sicher ge­halten wird. Ein Gegenbesuch der Horaser noch einem Freistoß endet im Aus. Nach einem Zusammenprall mit Heßberger scheidet Schultheis vorübergehend verletzt aus. Er spielt nach seinem Wiedereintritt als Statist halb­rechts, während Eckard in die Verteidigung zurückgeht. Der Kampf wird immer schneller. Ein Vorstoß von Ho­ras wird von der gegnerischen Verteidigung abgewehrt. Als der Ball sich im Gästestrafraum befindet, zögert Schultheis mit dem Schuß. Ein Nachschub Michels geht über die Latte. Während bis dahin die platzgewohnte Gastgeberelf die größeren Torchancen hatte, schießt in der 15. Minute Pletsch unhaltbar zum Führungstor für Bo­russia ein. Kurze Zeit später umspielt Pletsch mehrere Gegner. Ein scharfer Schuß, aber Brankers kann im Fallen den Ball noch erreichen. Drei aufeinanderfol­gende Eckstöße der Borussen werden abgelenkt. In der 28. Minute arbeitet sich Kamerl durch, Leugers erhält den Ball und schießt zum zweitenmal ein. Die Borussen beherrschen das Feld. Nach vorbildlichem Zusammenspiel gelingt es Leugers, den dritten Treffer anzubringen. Schon in der nächsten Minute geht ein Weitschuß Roh-

Horas 7:1 (4:1).

bergs aus ca. 45 Meter Entfernung in die rechte obere Torecke und bringt Borussia den vierten Erfolg. Eine seine Leistung! Völker spielt jetzt als Mittelläufer. Ein gefährlicher Schuß von Pletsch wird noch im letzten Augenblick von Brankers abgefangen. Endlich gelingt es Horas, die erste Ecke, die von Knips gut hereingegeben wird, durch Völker zum Ehrentor zu verwandeln. Bo­nard schießt noch einen Strafstoß über das Horaser Tor, dann ist Halbzeit.

Nach Wiederbeginn gibt Borussia vollständig den Ton an. Ein fast aussichtsloser Ball wird von Pletsch noch an der Linie erreicht und zu Leugers gegeben, der zum fünften Borussentor einsendet. Wenig später fällt, eben« falls durch Leugers, das sechste Tor. Der Kampf flaut jetzt allmählich ab. Horas bricht noch einmal durch, aber im Borussenstrafraum ist es mit der Kunst zu Ende. Dagegen kann Heßberger das siebente Tor für seine Far­ben buchen.

Mannschaflskrilik.

Bei der Siegerelf, die ein schnelles, kombinationsrei­ches, flaches Spiel zeigte, war der Angriff der beste Mannschaftsteil. Leugers schoß aus allen Lagen und verteilte die Bälle gut. Bonards Flanken waren vor­bildlich. Auch Pletsch war sehr beweglich. Kamerl bil­dete mit dem schnellen Heßberger einen guten rechten Flügel. Rohberg war der beste in der Halfreihe. Von den Außenläufern gefiel Hoßseld besser als Hümmler. Die Verteidiger ließen hinsichtlich ihres Stellungsspiels und des Verständnisses untereinander noch Wünsche of­fen. Iehn im Tor arbeitete mit ruhiger Sicherheit.

Bei den Horafern ragte wieder Völker hervor. Erd­mann war, wie immer, sehr eifrig, aber er muß mit mehr Ueberlegung arbeiten. Baier konnte befriedigen. Im Sturm gefielen nur die beiden Außen. Der Innensturm kann einfach nicht ichießen. Der beste war hier noch Kramm, während Michel sich auffallend schwach zeigte. Stübinger und Eckhardt als Verteidiger batten angesichts des kombinationsreichen Spieles der Borussenangriffe schwere Arbeit. Eckart war weniger als in den letzten Kämpfen. Eine angenehme Enttäuschung bot der jugend­liche Brankers im Tor, der ttotz der sieben Treffer gefiel.

Der Leiter des Spiels, Boruki-Kasfel, übte sein Amt unauffällig und sicher aus, doch war er gegenüber dem harten Spiel einzelner Leute zu nachsichtig. K. G.

Germane Schneider seinem Gegner einen Ball kunstge­recht vor die Füße legte, den dieser zum Führungstor für Lauterbach einschoß. Gegen einen vom Schiedsrichter in der 57. Minute verhängten Strafstoß protestierte ein Gästespieler in unsportlicher Art, weshalb er des Platzes verwiesen wurde. Jetzt verlegt sich L. stark aufs „Mau­ern". ihr Tor ist vollständig abgeriegelt. Schäfer scheidet jetzt zum 2. mal aus und Derbort übernimmt den Mit­telläuferposten mit gutem Erfolge. Als Germania in der 66. Minute ausgeglichen batte, kam es aus oben erwähn­ten Gründen zum Abbruch.

— Born Ium- und Sportverein Künzell. Das am Sonntag in Künzell ausgetragene Verbandsspiel Turn- und Sportv. Künzell (Siga) und F. D. E l m (Liga) endete 3:5 zu Gunsten der Gäste.

Eichenzell 1.—Rothenkirchen 1. 2:1 (1:1).

Zur Austragung des fälligen Verbandsfviels standen sich am Sonntag obige Mannschaften gegenüber. Eichen­zell muhte infolge Erkrankung einiger Spieler mit 3 Mann Ersatz antreten. Bereits in der 10. Minute ging Eichenzell durch den Mittelstürmer in Führung. Doch wenig später gelang den Gästen der Ausgleich. Mit dem Stande 1:1 ging es in die Pause.

In der 2. Halbzeit beherrschte Eichenzell das Feld. Rothenkirchen kam kaum noch über die Mittellinie hin­aus. Trotz der zahlreichen Verteidigung vor dem gegne­rischen Tor konnte der Mittelstürmer Eichenzells in der 80. Minute noch ein zweites Tor für feine Mannschaft buchen.

Die Elf der Eichenzeller muß im Ab- und Zuspiel noch schneller werden. Die Gäste waren körperlich schwerer, aber ihnen fehlt noch die Ausdauer und besseres Zuspiel.

Der Schiedsrichter hätte, als einige Spieler eine harte Note in das Spiel hineintrugen, schärfer eingreifen dür­fen. H.

Fußball in Hessen-Harmov er.

Ein lag der lleberraschungen.

Am zweiten Sonntag „nach Halbzeit" wartete die Bezirksliga in Hessen-Hannover mit großen Ueberra- schungen auf. Die größte Sensation des Tages leiste­ten sich die Marburger Germanen, die sich nach auffallend schwachem Spiel von Hessen 09 in Kassel mit nicht weniger als 6:0 schlagen ließen und dadurch au: den dritten Tabellenplatz zurücksielen. Der Bezirksmei­ster SC. 03 mußte eine neuerliche Niederlage hinneh­men, er verlor trotz stärkstem Aufgebot mit 5:1 gegen die Marburger Kurhessen. Mit 1:6 muhte sich der VfB Gießen auf eigenem Gelände von Kurhessen Kassel schlagen lassen. Die Fuldaer Borussen hielten sich durch einen 7:1-Sieg in Horas weiterhin an der Ta­bellenspitze der Süd gruppe mit 18:4 Punkten, ge­folgt von Hessen 09 Kassel mit 15:5 und Germania mit 15:7 Punkten. In der Nordgruppe sorgten die Hersfelder Hessen mit einem 5:2-Sieg über Sport Kassel für die Ueberraschung des Tages. Daß die Kas­seler Hermannen mit 5:2 über Sp. 33g. Göttingen er­folgreich bleiben würden, war eigentlich zu erwarten. Das Treffen Göttingen 05 — SuS. Northeim fiel der Ungunst der Witterung zum Opfer. Durch Sports Nie­derlage hat Göttingen 05 seine führende Position in der Nordgruppe wesentlich befestigen können, die Elk führt klar mit 20:2 Punkten vor Spielverein Kassel und Sport Kassel mit je 11:7 Punkten.

Die Spiele der Südgruppe.

VfB. Gießen — Kurhessen Kassel 1:6 (1:2).

Die Mannschaften lieferten sich einen interessanten Komps, der den Kasseler Kurhessen einen sicheren Sieg brachte. Fast während des ganzen Spieles waren die Gäste überlegen. Trotzdem das Treffen unter den schlechten Bodenverhältnissen sehr zu leiden hatte, zeigte die siegreiche Mannschaft ein schönes Spiel,

Kurhessen Marburg — SC. 0 3 Kassel 5:1.

Mit dieser neuerlichen Niederlage schwinden die Aus­sichten des vorjährigen Bezirksmeisters, wieder an die Spitzengruppe Anschluß zu bekommen, immer mehr. Trotz stärkster Ausstelluna konnten sich die Kasseler nicht erfolgreich durchsetzen. Der schußsckiwache Sturm schei­terte an der soliden Deckung der Gastgeber, die ihrer­seits gerade in der Angriffsreihe ihre Stärke hatten. Hessen 09 Kassel — Germania Marburg 6:0.

Von den Marburger Germanen hatte man in diesem Treffen entschieden mehr erwartet. Sie enttäuschten auf der ganzen Linie und mußten den gut aufgelegten Kas­selern während des ganzen Spiels das Kommando überlassen, die in regelmäßigen Abständen zu 6 Toren kamen.

Die Spiele der Nordgruppe.

Hessen Hersfeld — Sport Kassel 5:2 (4:1).

Der Sieg der Hersfelder in dieser Höhe bedeutete eine Ueberraschung. Sport lieferte trotz der hohen Nie­

derlage keine schlechte Partie und gab auch den Kampf nicht auf, als die Gastgeber bereits bei der Pause mit 4:1 führten. Lediglich großes Schußpech verhinderte ein Aufholen.

Herrn annia Kassel — S p. 23 g. Göttingen 5:2 (2:0).

Hermania war meist überlegen und gewann ver­dient. Die Hermannen führten bereits mit 5:0, als es den Göttingern erst gelang, zwei Tore aufzuholen.

Tabellensland in der vezirksliga.

Gruppe Süd:

Sv. geto.

untfdb. Verl. lote.

Punkte

Borussia-Fulda

11

9

—

2

55:17

18:4

Heffen09 Kassel

10

7

1

2

37:15

15 :5

Germania-Marburg

11

7

1

2

30:28

15:7

Kurhessen-Marburg

10

6

1

3

23:20

13:7

SC. 03 Kassel

11

6

—

4

37:25

12:10

Germania-Fulda

9

5

1

3

25:12

11:7

Kurhessen-Kassel

10

4

3

3

22:21

11:9

VfB. Gießen

10

2

—

7

12:42

4:16

FC. Horos

10

1

1

7

12:45

3:17

FC. Ockershausen

10

—

—

10

12:40

0:20

Gruppe Nord:

Sv.

geto.

untlch. Verl.

Tore

Punkte

SC. 05 Göttingen

11

9

2

—

36:9

20:2

Sport Kassel

11

7

1

3

38:24

15:7

Spielverein Kassel

11

7

1

3

37:20

15:7

Hessen-Hersfeld

11

6

3

2

27:16

15:7

Hermannia-Kassel

11

6

2

3

34:28

14:8

FC. Grone

11

5

—

6

11:28

10:12

Tura-Kassel

11

3

3

5

18:18

9:13

FC. Großalmerode

11

4

1

6

16:21

9:13

FC. 05 Einbeck

10

1

4

5

14:28

6:14

Sp. u. Sp. Northeim

11

2

1

8

12:25

5:17

SV. Göttingen

11

1

—

10

14:40

2:20

Turnen.

Sliidtewettkamps Kassel—Fulda—Hersfeld.

1. Sieger 9. 3ägertompagnle Kassel 333 Punkte, 2. Turngemeinde Fulda 303 P., 3. Turnverein

Hersfeld 261% P.

Die vielen Besucher, die sich am Samstagabend in der großen Turnhalle in Hersfeld zu dem.Städte­wettkampf im Geräteturnen eingesunden hatten, waren Zeugen eines äußerst spannenden Wettkampfes. Eine besondere Note erhielt die Deranstaltung dadurch, daß Angehörige der Wehrmacht mit den Turnern um den Sieg kämpften.

Wie bereits in der Vorschau berichtet wurde, verfügt die Iägerkompagnie Kassel über eine völlig ausge­glichene Mannschaft, die auf Grund ihrer gleichguten Leistungen an allen Geräten und durch die gleichguten Freiübungen, insbesondere aber auch durch ihre meister­lichen Hebungen am Pferd siegte. Auch die Mannschaft der Fuldaer Turngemeinde, in deren Reihen drei Wettkämpfer nämlich Fritz, Lohfink und Späh, schon das 30. Lebensjahr überschritten haben, warteten mit Leistungen, die jeden Anhänger der Turnkunst begei­stern mußten, auf. Das Hersfelder Publikum hat ge­rade deren Leistungen durch lebhaften Beifall unterstri­chen. Auch die jüngsten Jahrgänge in der Fuldaer Mannschaft, nämlich Odenwald, Reith und an der Spitze Dr. Großmann zeigten Schwierigkeitsübunaen in einer vollendeten Form und Vollkommenheit. Den eigent­lichen Vorsprung vor der Fuldaer lurngemetnbe er­zielte, wie bereits erwähnt, die Iägerkompagnie durch ihre exakten Hebungen am Pferd. Viele Turnvereine legen viel zu wenig Wert auf dieses Gerät, das ein viel intensiveres Training erfordert, als alle anderen Geräte. Mag fein, daß die Jäger in ihrem Soldaten­leben sich für dieses Gerät mehr interessieren, es ver­half ihnen jedenfalls, sich einen Vorsprung von 12% Punkten zu sichern. Leider war das Reck nicht in der Verfassung, wie es eigentlich für einen solchen Wett­kampf sein müßte. Versager, die es in jeder Mann- chast an diesem Gerät gab, waren wohl in der Haupt- ache auf diesen wenig erfreulichen Umstand zurückzu- ühren. Bedauerlich war es für die Fuldaer Mann­schaft, daß durch diesen Mangel der hochbefähigte Tur- ner Dr. Großmann bei einer Sturzfelge den Halt ver­lor und vom Gerät weit ab in das Publikum hinein- stürzte. Glücklicherweise konnte Dr. Großmann, der selbst Arzt ist, ernstliche Verletzungen an sich nicht fest­stellen. Die unterbrochene Reckübung konnte durch den Unfall leider nur mit 8 Punkten bewertet werden. Da­durch ist der weitere Vorsprung der Iägerkompagnie zu erklären. Sämtliche Hersfelder Turner, die an allen Geräten sonst gute Leistungen zu verzeichnen hatten, fielen am Reck weit ab.

Ms beste Einzelturner erwiesen sich: Mit Freiübung: Schönewols 9. Komp. 68 Punkte; Söhngen 9. Komp. 67^ P; Asthalter 9. Komp. 67 P; ohne Freiübung: Niemeyer 9. Komp. 47% P.; Reith Tgd Fulda 44% P.; Hahn 9. Komp. 42 P. Es sei noch erwähnt, daß von den Fuldaer Turnern Fritz di- höchste Punktzahl erreichte, und daß als die beste Frei­übung im Städtewettkampf die Freiübung von Oden­wald bewertet wurde.

Als Kampfrichter fungierten Kreisvolksturnwart Engelbrecht (Oberschiedsgericht), Kreisjugendwart Henneberg und Kreisspielwart Denn. Die technische Leitung der Veranstaltung lag in den Händen d-s Ober turnroarts Hans Mohr. F- L.

26. Rhönturnkag.

In der „Hauptwache" zu Fulda fand am Sonntag- nachmittag der 26. Rhönturnkag statt. Anwesend wa­ren u. a. Gauvertreter Fernau - Hersfeld, sowie Ver­treter der Turnvereine Hersfeld und Rotenburg. Der Vorsitzende des Rhönturnfest-Ausschufses entbot den Turnbrüdern einen herzlichen Willkomm grüß und gab einen kurzen Rückblick auf das bei herrlichem Wetter recht harmonisch verlaufene Fest des silbernen Jubilä­ums im Juni d. I. auf der Wafserkuppe. Auch die da­mals am Vorabend in Gersfeld veranstaltete Zu­sammenkunft nahm einen sehr schönen Verlauf. Zum Schluffe seiner Ansprache wünschte der 1. Vorsitzende, daß die Rhönturnseste in Zukunft aus weiteren Tur­nerkreisen aus Nah und Fern wie auch von Fremden besucht werden möchten. Insgesamt beteiligten sich im vorigen Jahre 284 Turner an den Wettkämpfen. In der Folge soll der Rbönturnfestausschuß vor dem Feste mit dem Turnverein Gersfeld verbandeln zwecks erheb­licher Verbilligung entstehender Kosten. Das nächste Rhönturnsest ist auf den 26. Juni des kommenden Jah­res festgesetzt. — Der seitherige Kassierer Kaufmann wurde wiedergewählt. Für den seitherigen Pressewart Konst. Fuchs wurde Kreispressewart D a h m e r in Hersfeld gewählt.

An Wettkampfübungen wurden festgesetzt:

V i k r k a m p f: Oberstufe: 100 Meter-Lauf, Weit- sprung, Kugelstoßen 7% Kg., Weithochsprung. Unter­stufe: 100 Meter-Lauf, Weitsprung, Kugelstoßen 7% Kg.. Weiihochsprung.

Dreikampf: Jugend, Jahrgang 1913 / 14: 100 Meter-Lauf, Weithochsprung, Kugelstoßen 5 Kg. (aus dem Kreis). Jugend, Jahrgang 1915 / 16: 75 Meier- Lauf, Weiihochsprung, Kugelstoßen 5 Kg. (aus dem Kreis). Altersklasse, 33—39 Jahre: 75 Meter-Lauf, Weitsprung, Kugelstoßen 10 Kg. Altersklasse, 40 Jahre und älter: 75 Meter-Lauf, Weitsprung, Kugelstoßen 10 Kg. Turnerinnen: 75 Meter-Lauf, Hochsprung, Kugel­stoßen 4 Kg. aus dem Kreis.

Sonderkampf: Oberstufe 4—100 Meter Pen- belftaffel (Wanderpreis), Läufer müssen 40 Punkte haben. Iugendturner: 4—100 Meter Pendelstaffel,

Wanderpreis, Läufer müssen 30 Punkte haben.

Schlagballwettspiel für Knaben (Wander­preis) Sonderkampf Stabhoch.

Nach Beendigung des geschäftlichen Teils dankte der Vorsitzende allen Anwesenden für ihre intensive Arbeit und sprach die Hoffnung aus, daß die gefaßten Beschlüsse dem Turnfest zu einem guten Erfolg verhelfen mögen.

Autosport.

— ADAE-Gesamtsporloersammlung. Am 13. 12. hält der ADAC seine diesjährige Gesamtsportversammluna in Berlin ab. Ans der Tagesordnung seien erwähnt die Fest- setzung der sportlichen Termine für bas nächste Jahr, der Bericht über die 30-Tage-Fahrt und der Slusbau der Tech­nischen Abteilung, sowie Ausführungen über kombinierte kraftsohr- und flugsportliche Veranstaltungen unter Ein­beziehung des Schleppstartes von Flugzeugen mittels Kraftwagen. Im Rahmen der Tagung wird Wolfgang von Gronau einen Filmvortrag über feinen lieber« fee-Flug Grönland—Amerika halten. Ferner wird der Tonfilm „Der gläserne Motor" zur Vorführung gelan­gen.

Sport-Ilemgketten in kürze.

Der Fußball-Länder kampf Belgien- Schweiz in Brüssel endete mit einem nur knappen 2:1 (Halbzeit 1:0) Sieg der Belgier.

Slavia Prag, der tschechische Fußballmeister, de- siegte in Prag vor 18 000 Zuschauern den ungarischen Herbstmeister Ferenczvaros Budapest mit 2:1. Alle drei Treffer fielen bereits vor der Pause.

Für das Endspiel um den Berlin er Fuß­ball- Po kal haben sich Tennisborussia und Wacker 04 qualifiziert. TB. siegte über Union Oberschöneweide 3:0, während Wacker über Minerva 93 2:1 erfolgreich war. „

Als erster süddeutscher Gru ppenrn ei­st e r wurde nach seinem 6:0 Sieg über Rheinfelden der Karlsruher FV. in der Gruppe Baden ermittelt.

Im Zwischenrund en spiel um den Hock e y- S i l b e r s ch i l d schlug in Hamburg Norddeutschland rne westdeutsche Elf mit 3:1 (2:1). Der Norden trifft nun im Endspiel auf den Silberschild-Verteidiger Branden- bürg.

Der Turnausschuß der DT. hat beschlossen, trotz aller Not der Zeit an dem Plan, dasDeutscheTurn- feft 1933 in Stuttgart durchzuführen, festzuhalten.

München wird als Austragungsort für den nächst- jähr. Leichtathletik-Länderkampf Deutsch- l a n d—F r a n k r e i ch genannt.

Das 50. Newyorker Sechstagerennen wurde von der französischen Mannschaft ßetoumeur« ©uimbretiere mit Rundenvorsprung gewonnen. Von den deutschen Teilnehmern endete Dülberg mit Grimm auf dem 5., die Brüder Nickel auf dem 9. Platz.

Cilly Äußern wurde beim Endspiel um die Mei- sterschaft von Chile im Einzel von ihrer Landsmännin Rost 8:6, 6:2 geschlagen. Frl. Rost holte sich außerdem mit Cilly Äußern die Meisterschaft im Damendoppel und mit Egon Schönherr zusammen auch den Titel im Ge­mischten Doppel.

Flugsport.

— Tödlicher Unfall eines amerikanischen Rekordflie­gers. Wie aus Detroit berichtet wird, ist der Flieger Lowell Bayles, dessen am 2. Dezember auf gestellter Lang­streckenflugrekord nicht anerkannt wurde, bei einem neuen Versuch ums Lehen gekommen. Das Flguzeug Bayles stürzte ab und ging sofort in Flammen auf.

Tabellensland der süddeutschen Lezirksliga.

®nippe Main:

Sviele

Tore

Punkte

Eintracht Frankfutt

15

57 :14

26:4

Rot-Weiß Frankfurt

15

41 :18

23.7

FSV. Frankfurt

14

36 :16

20:8

Union Niederrad

15

44 :28

18:12

Kickers Offenbach

14

30:26

16:12

Germania Bieber

15

27 :39

13:17

Heusenstamm

V.f.L. Neu-Isenburg

15

20:34

12:18

14

24:30

11:17

Hanau «3

15

23:37

10:20

SD. Griesheim 02

14

2t :50

7:21

Germania94 Frankfutt 14

Gruppe Hessen

Sviele

19:50

Tore

4:24

Punkte

Mainz 05

16

64 :24

26:6

Wormalia Worms

16

38:12

24:8

FVg. Kastel

17

31 :23

21:15

1. FC. Langen

17

22:19

18:16

Alemannia Worms

17

36:30

17:17

Olympia Lorsch SV. Wiesbaden

17

27:33

16:18

17

27:30

15:19

Vikioria Urberach

17

26:40

13:21

Viktoria Walldorf

17

21:47

10:24

SV. 98 Darmstadt

Gruppe

17 25:58

Württemberg:

Sviele Tore

8:26

Punkte

FC. Pforzheim

16

46: 24

23:9

VfB. Stuttgart

16

34:23

19:13

SV. Feuerbach

16

38:29

19:13

Germania Brötzingen

16

26:21

19:13

Union Böckingen

17

31:31

19:13

SFr. Eßlingen

16

40:32

18:14

FV. Zuffenhausen

16

21:33

12:20

Stuttgarter Kickers

16

25 :30

12: 20

FC. Birkenfeld

17

25:37

12:22

VfR. Heilbronn 16 24:49

Gruppe Nordbayern:

Sviele Tore

9: 23

Punkte

1. FC. Nürnberg

16

45:16

26:6

SpV. Fürth ASV- Nürnberg

17

48:18

25:9

16

38:33

20:12

VfR. Fürth

17

40:32

17:17

1. FC. Schweinfurt

16

29:30

16:16

Kickers Würzburg

16

23:36

15:17

FC. Bayreuth

16

23:34

13:19

FV. 04 Würzburg

16

28:41

12:20

SpVg. Weiden

16

22 :45

11:21

Bayern Hof 16 26:40

Gruppe Südbayern:

Sviele Tore

7:25

Punkte

Bayern München

16

59 :29

25:7

1860 München

16

43:18

24:8

Teutonia München

16

42:30

20:12

Jahn Regensburg

16

30:31

18:14

Wacker München

17

30:29

16:18

DSV. München

16

30:31

15:17

Ingolstadt/Ringsee

16

26:46

13:19

SSV. Ulm

1,

24:38

12: 20

Schwaben Augsburg

16

24:37

11:21

FC. Straubing

17

30:48

8:26

Schriftleiter: Dr. phil Johanne» Kramer.

Verantwortlich für allgemeine und kommunale Po­litik Dr. phil. Johannes Kromer für Heimat Iu- genöblatt und teligiöte Beilage Dr oec. putzt I o» leph Sauer tüt den übrigen lert Dr rer pol. Karl 21 u ft e t m a n n, >lle In Fulda Verantwortlich für die Anzeigen: Direktor Der Fuldaer Actiendruckerei I. ParzeUer. ..— ■_