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rekte Wirksamkeit beide Nationen beschenkt habe, zusammenfänden.

— Melsungen. Die Segeltuch Weberei Salz­mann u. C o., Kassel, hat für ihr Melsunger Werk einen Stillegungsantrag bei der Regierung ge­stellt. Durch die Stillegung dieses Betriebes werden wiederum 165 Arbeiter brotlos.

Vürgermeistereinführnng in Hersfeld.

— Hersfeld. Der neue Bürgermeister Schafft ist in einer außerordentlichen Stadtverordnetenversamm­lung durch den Regierungspräsidenten in sein Amt ein- geführt worden. Der Regierungspräsident führte aus, daß ein tüchtiger Bürgermeister die Mitarbeit und Mit­verantwortung der Körperschaften nicht entbehren könne. Es könne der einzelnen Gemeinde und unserem Vater­lande nur zum Segen gereichen, wenn wir dem Gedan­ken der Stein'schen Selbstverwaltung auch unter den heutigen Verhältnissen wieder breiteren Raum gewähr­ten. Besonders hob der Redner noch hervor, daß der jetzige Bürgermeister schon über ein Jahrzehnt der Stadt als Magistratsmitglied gedient habe.

Pflichlarbeil für die Wohlfahrt«rwerbslofeu.

— Lod Homburg o. d. h. Der Kreisausschuß des Obertaunuskrerses hat den kreiseigenen Gemeinden drin­gend empfohlen, der Frage der Pflichtarbeit der jugend­lichen Erwerbslosen zwischen 17 und 25 Jahren näher zutreten. In kleineren Orten soll die Maßnahme auch auf ältere arbeitslose Wohlfahrtsempfänger ausgedehnt werden.

Kleine Nachrichten.

Auf der Straße Sangerhausen—Eisleben ver­unglückte ein Geschirrführer aus Eisleben tödlich. Als feine Pferde vor einem Lastauto scheuten, stürzte er aus der Schoßkelle und wurde über­fahren.

Ein Zeitungsbote aus Orlishausen bei Kölleda, der Zeitungsgelder unterschlagen und noch andere Betrügereien begangen hatte, erhängte sich. Er war seit einigen Tagen in Orlishausen ver­mißt und wurde nun als Leiche in einer Feld­scheune gefunden.

Infolge Ablehnung des Nachtragshaushalts­plans durch den Arnstadter Stadtrat ist Bür­germeister Worch in Langenwiesen als Staats­kommissar bestellt worden.

Aus dem Landtag.

Krach wegen der Kürzung der Ministergehälker im I Thüringer Landtag. — Das „Uebergangsgeld" des I Ministers Dr. Frick. — Warum er nicht verzichtet?

Der Thüringische Landtag behandelte noch ein« I mal die Frage der Notverordnungen. Bei der Aus­sprache spielte der Abbau der Ministergehälter eine große Rolle. Die Nationalsozialisten hatten bei den letzten Haushaltsberatungen beantragt, die Ge­hälter der Minister auf 12 000 Mark, zu kürzen. Der Ministerpräsident Baum erklärte hierzu, daß die Kürzung der Ministerbezüge durch Reichsnot­verordnung geregelt sei. In die Rechte der Mini­ster und Staatsbeamten könne daher durch Lan­desrecht nur in dem Maß eingegriffen werden, wie das durch Reicbsverordnungen zu gelassen werde. Dem Ansehen eines Ministers würde es abträglich fein, wenn feine Bezüge niedriger bemessen wür­den als die der nachfolgenden Staatsbeamten.

Im übrigen stehe eine weitere zwölfpro­zentige KLrzu n g der Gehälter in Aus­sicht, so daß die Bezüge der Minister sowieso auf annähernd 12 000 RM. gesenkt würden. Er wies im übrigen darauf hin daß er auf 2 000 Mark feines Gehalts bereits freiwillig verzichtet habe, was er auch nach der weiteren Kürzung um 12 v.H. tun werde. Wie stehe es aber in dem Musterländle der National- sozialisten, in Braunschweig? Thürin­gen zahle jährlich 28 000 Mk. für seine Minister, während Braunschweig, das um Zweidrittel klei­ner sei als Thüringen, 24 000 Mk. ausgebe. Die Nationalsozialisten könnten da mit gutem Beispiel vorangehen. Baum wies dann darauf hin, daß der frühere Minister Dr Frick seit feinem Sturz bis zum Jahresende 10378 M k. Uebergangsgeld bezogen habe, ohne ir­gendwelche Gegenleistung. Als der Minister dann auf den Pensionssondervertrag für Dr. Frick hin­wies, entstand großer Lärm. Zwischen dem So­zialdemokraten Gründler und dem Vizepräsidenten des Landtags, Mächler (NSDAP.), kam es dabei zu einem heftigen Zusammenstoß, da Mächler feinen Gegner Spitzbuben und Schwind- l e r nannte. Mächler wurde darauf vom Santi» tagspräsitienten aus dem Saal gewiesen. Mini­ster Baum erklärte im übrigen, daß er die An­träge der Parteien dem thüringischen Kabinett vorlegen werde.

Mißbilligung der Regierung.

Die Abstimmungen über die Anträge zur Not­verordnung wurden am Donnerstag nachmittag beendet. Am Schluß wurde eine sozialdemo­kratische Entschließung angenommen in

Blick in den llniversitäkskarzer.

Nach einem neuen Gesetz über das Disziplinarrecht auf den staatlichen Hochschulen soll jetzt ne­ben anderen Resten des akademischen Sonderrechts die Karzer st rase abgeschafft werden. Die Einsperrung in den Karzer war bekanntlich eine Art studentischer Ehrenhaft, die in letzter Zeit überhaupt nicht mehr verhängt wurde und bereits früher mehr als Gelegenheit zu allerlei studen­tischem Übermut denn als Strafe angesehen wurde.

Totenfeier im Aermelkaual.

Kreuzer Karlsruhe gedenkt der gefallenen Kame­raden. — Deutschland verlor im Weltkrieg 199 Li-Boote und 111 Torpedo-Boote.

Beim Passieren des englischen Kanals wurde durch den deutschen Kreuzer „Karlsruhe" bei Beachy-Head eine Gedenkfeier für die im Kriege gefallenen Angehörigen der Unterseeboot- und Tor- pedobootswasfe abgehalten.

Während des Weltkrieges sind 111 Torpedo, boote und 199 Unterseeboote verloren ge­gangen. Im Anschluß an die Feier wurde ein Kranz mit Eisernem Kreuz versenkt.

Dom Rundfunk.

— Die neuen deutschen Großrundfunksender erst im Februar betriebsfertig. Die in Arbeit befindlichen neuen deutschen Großrundfunksender Frankfurt, Breslau und Leipzig werden nach Mitteilung der Reichs­post erst im Februar nächsten Jahres betriebsfertig sein. Für die weiter in Aussicht genommenen Großsender Berlin und Hamburg müssen noch verschiedene Fragen technischer Art, die in Verbindung mit dem Ausbau des deutschen Rundfunksendernetzes stehen, geklärt werden.

Aus der Thüringischen Rhön.

Aus Geisa und Umgebung.

der der Landtag der Regierung seine Mißbilligung ausspricht, da sie den Beschluß des Parlaments, das Ministergehalt auf 12 000 Mark her- abzusetzen, nicht Rechnung getragen habe. Für diese Entschließung stimmten außer den Sozialde­mokraten die Kommunisten und Nationalsoizali- sten (31 Stimmens, dagegen die Regierungspar­teien und Deutschnationalen (18 Stimmen). Der Staatsparteiler enthielt sich der Stimme. Irgend­welche Folgerungen hat die Annahme der Ent­schließung nicht.

— Geisa. (Versammlung der Bür« germeister des Landkreises Eisenach.) Eine Versammlung der Bürgermeister des Eisen«, cher Landes fanti in Eisenach statt. Sie war aus Anlaß der immer größeren Not der einzel­nen Gemeinden einberufen worden. Es wurde Klage geführt, daß die Zuwendungen aus der Einkommen-, Körperschafts-, Grund- und der Umsatzsteuer den Gemeinden nicht mehr zugehen, so daß diese nun genötigt sind, die Bürgersteuer in drückender Weise zu erhöhen. Dagegen wehren sich natürlich die Gemeindevertretungen, und die Bürgermeister befinden sich in einer schwierigen Lage. Manche wurden bereits von Unterstützungs­empfängern bedroht, und in einem Orte mußten Gutscheine zum Kauf von Lebensrnitteln verab- folgt werden. Ein Teil der Bürgermeister möchte das Amt am liebsten niederlegen, da sie mit wachsenden Schwierigkeiten zu kämpfen haben.

— Neidhartshausen. (E i n Brand st ifter verhaftet.) Am 9. November dieses Jahres brannten in Witterda, Kreis Erfurt, zwei land­wirtschaftliche Gehöfte nieder. Als Täter wurde jetzt ein 30 Jahre alter Dienstknecht von hier er» mittelt und nach Ablegung eines Geständnisses in das Amtsgericht Kaltennordheim überführt.

Jugendliche Sprengstoff-Räuber.

einige hundert Sprengkapseln im Bahndamm »er­graben. — Das Dynamit sollte an Frankfurter

Kommunisten verkauft werden.

— Limburg. Vier junge Leute aus Niederhada­mar im Mer von 16 bis 19 Jahren hatten sich vor dem hiesigen Schöffengericht wegen fortgesetzten Dynamit- diebstahls und Transportgefährdung zu verantworten. Durch mehrere gemeinsam ausgeführte Einbruchsdieb­stahle hatten sie aus dem Dynamitlager eines Kalkwerks m Hadamar größere Mengen Dynamit und über

Gründung eines 3ungmänneroereins.

~ Großkrotzenburg (Krs. Hanau). Man schreibt uns: Am Sonntag, den 29. November, feierte der neu- gegründete kakh0l. Jungmännerverein sein Erstehen. Morgens um 7 Uhr war Generalkommunion der Jungmänner mit Ansprache des hochw. Herrn P. Tapper vom Missionshaus der „Weißen Väter" da­hier. Um 9.30 war feiert. Levitenamt mit Festpredigt des hochw. Herrn Diözesanpräses Pfarrer Kind. Zur Nachmittagsandacht fanden sich die Jungmänner, die Gäste und die Sturmscharen der benachbarten Jung­männervereine des Bezirks Main-Freigericht in der Kirche ein. Nach dem mehrstimmigen Hymnus „Den! creator", vorgetragen von dem Chor der Missionsschüler vom Kloster Kreuzburg, die außerdem noch mehrere Chöre zur Verschönerung der Feier muftergiltig zum Vortrag brachten, begeisterte Herr Diözesanpräses in kerniger Ansprache für die kathol. Jungmänner-Organi- fation. Es folgte dann die Ablegung des „Fuldaer Be kenn kniff es" hn Sprech-Chor, die Weihe der Christusnadeln und die Ausnahme von 42 Iungmän- nern in den Verein durch den Ortspfarrer Lippert. Hier, auf fand die Banner- und Wimpelweihe statt. Der wuchtige Schlußchor: „Herr, unser Gott, wie groß bist du," beendete die kirchl. Feier. Um 4 Uhr war im Bereinslokal „Zum Anker" die Bezirksoertretersitzung, die äußerst anregend verlies und Richtlinien gab für die Vereinsarbeit im Winter. Abends 7.30 Uhr fand bet vollbesetztem Haus in der Turnhalle durch die Mff- sionsschüler der Weißen Väter eine Theateraufführung statt: „Die heilige Krone", Schauspiel aus der Zeit der Ehristenversolgungen von P. Paul Humpert. Das Spiel wirkte ergreifend, zumal die Spieler sich mit Sfjem Geschick in die z. T. sehr schwierigen Rollen emdachten, wofür ihnen reicher Beifall zuteil wurde. Auf vielseitigen Wunsch findet am Sonntag, den 13. Dezember nachm. 3 Uhr eine Wiederholung der Theateraufführun« statt, wozu die Nachbarschaft herzlich eingeladen ist.

Freistaat Hessen.

Glück muß man haben!

— Schotten. Auf den rechten Fleck gefallen ist der Hauptgewinn der soeben gezogenen Ardeiter-Wohlfahrts- [otterie. Er fiel in Höhe von 50 000 RM. an den 23- jährigen Tuchreffenden Schreiner im Kreisorte Freien­feen. Der glückliche Gewinner war durch die Not der Zeit und den Stillstand der väterlichen Weberei gezwun­gen gewesen, mit Tuchen auf den Handel zu gehen. Nunmehr kamt er seinen Lieblingswunsch verwirklichen und ein eigenes, größeres Geschäft am Platze eröffnen.

Muller und Söhne wegen Meineids zu Zuchthaus verurteilt.

— Gießen. Vor dem hiesigen Lezirksschöffengericht hatten sich gestern zwei Landwirte und deren Mutter aus Ober-Roßbach (Kreis Friedberg) wegen Verleitung zum Meineid zu verantworten. Einer der Söhne war in eine Alimentationsklage verwickelt, die er gerne zu feinen Gunsten ausgehen lassen wollte. Er sowohl wie auch feine Mutter und sein Bruder versuch­ten zu diesem Zwecke, einen bei ihnen beschäftigten Ar­beiter gegen Gewährung von mancherlei Vorteilen zu einer falschen Aussage vor Gericht zu veranlassen. Der Mann erklärte jedoch an Gerichtsstelle den wahrheits­gemäßen Sachverhalt, so daß nun gegen die Mutter und ihre beiden Söhne das Verfahren wegen Verleitung zum Meineid in Gang gesetzt wurde. Das Gericht kam nach gründlicher Prüfung des Falles zur Verurteilung der Angeklagten und erkannte gegen die Mutter und ihre beiden Söhne auf die gesetzliche Mindeststrafe von je einem JahrZuchthaus.

1400 Sprengkapseln gest0hlen. Einig« hun­dert Sprengkapseln vergruben sie in dem Bahndamm der nach Simburg führenden Seitenlinie der Westerwald­bahn. Diese Menge hätte genügt, um, wie ein Schieß­meister erklärte, den Bahndamm völlig in die Luftzusprengen. Sie haben ihren Plan, dem Füh- rer der Frankfurter Kommunisten das Dynamit zu ver­kaufen — wie bei der früheren Vernehmung einer der Angeklagten angab — später doch nicht durchgeführt. Zwei der Angeklagten hatten sich Auslandspässe besorgt, und einer von ihnen hatte bei der Ausführung eines Diebstahls eine Maske geführt. Es wurden verurteilt: der Angeklagte Brötz wegen gemeinschaftlichen fortgesetz­ten Einbruchdiebstahls und Transportgefährdung zu einem Jahr sechs Monaten Gefängnis, der Angeklagte Maxheirn zu einem Jahr Gefängnis, der Angeklagte Jung zu zwei Monaten zwei Wochen und der Angeklagte Grammel zu zwei Monaten einen Tag Gefängnis. Wäh­rend bei den Angeklagten Jung und Grammel di« Strafe als durch die Untersuchungshaft verbüßt gilt, wurden Brötz und Maxheim aus dem Gerichtssaal heraus ver­haftet und ins Landgerichtsgefängnis verbracht, da Fluchtverdacht besteht.

Aeues aus Frankfurt.

— Einbruch in bas katholische Gesellenheim. Dem katholischen Gesellenheim „K0 l p ing sh au s" in der Fellnerstraße statteten Einbrecher einen Besuch ab. Sie brachen an der Rückseite des Hauses di« Kellertür auf und kletterten mit Hilfe einer dort gefundenen Leiter durch eine eingedrückte Scheibe in das Haus. Im Büro nahmen sie den ganzen Vorrat an Zigaretten sowie bas im Saufe des Tages vereinnahmte Geld an sich und ließen auch fönst noch einige für sie brauchbare Gegen­stände mitgehen. Zum Aufbrechen des in demselben Raum stehenden Kaffenschrankes reichten wahrscheinlich tißre Werkzeuge nicht aus. Die Diebe nahmen ihren Ruckweg wieder durch die eingedrückte Scheibe. Nach her ganzen Art des Einbruchs ist anzunehmen, daß es sich AM Täter handelt, die ortskundig waren.

Neichsabgeordneter Schwarz-Frankfurt spricht in fol- genden Versammlungen:

3ohamiesbetg •

Freitag, den 4. Dezember, abends 8 Uhr.

Httdtees

Samstag, den 5. Dezember, abends 8 Uhr.

Obeebimbadi

Sonntag, den 6. Dezember, nachmittags 3 Uhr in der Gastwirtschaft Weißmüller.

Otopenlßbet

Sonntag, den 6. Dewmber, abends 8 Uhr in der

Gastwirtschaft Otterbein.

Reichstagsabgeordneter Dr. Trone-Münzebrock spricht m

Hofbieber

Sonntag, den 6. Dezember, nachmittags 3 Uhr in in der Gastwirtschaft Sondergeld.

Zu diesen Versammlungen werden die Parteifreunde mit ihren Angehörigen freundlichst eingeladen.

Aus Oberhefsen.

Einbruch in ein Bahnhofsgebäude.

— Detter (Kr. Marburg). Das Bahnhofsgebäude in Münchhausen, in dem wahrscheinlich größere Geldbeträge vermutet wurden, ist in der Nacht zum Mittwoch von Einbrechern heimgesucht worden. Die Einbrecher hatten aber wenig Erfolg, denn trotz Durch­wühlens sämtlicher Schränk« und Ausb rechens des Kas­senschrankes fielen ihnen nur etwa 30 Mk. in di« Hände.

Beim Offenbarungseid darf nichts vergessen werden.

— Marburg. Ein älterer Mann aus einem Orte des Kreises Marburg hatte den Offenbarungseid gelei­stet und dabei vergessen, ein Auto anzugeben, das wohl im Besitz seines Sohnes war. Ober immer noch zu feinem Eigentum gehörte. Nach der Sefftung des OffeUbarungseides kam er aber zur Besinnung und teilte dem Amtsgericht in einem Nachtragsantrag mit, daß er auch ein Auto besitze. Dieser Vorgang brachte ihm eine Anklage wegen fahrlässigen Meineides ein. Das Gericht sprach den alten Mann frei, weil ihm nicht nachgewiesen werden konnte, daß er mit Willen das Auto bei der Eidesleistung nicht angegeben hatte.

= Margretenhaun (Kr. Fulda). Vergangenen Sonn­tag fand hier zum Abschluß des Säkular-Jubiläums der hl. Elisabeth eine kleine Feier statt, die außerge­wöhnlich stark besucht war. Im Mittelpunkt stand der Lichtbildervortrag des Franziskanerpaters H 0 nora - t u s. Leben und Zeit der Heiligen wurde für die heutige Zeit und ihre Kultur vorzüglich ausgewertet. Besonderes Interesse fand der Vergleich zwischen dem hl. Franziskus, dem Stifter des Franziskanerordens und der hl. Elisa­beth, der hohen Patronin desselben. Mit einer Kollekte für die Missionen der Franziskaner fand die Feier ihren Abschluß. _____

vischossjubilüum des Kardinals Frühwirth

Der Kanzler der heiligen römischen Kirche, Kar­dinal Andreas Frühwirth, trat am 30. November in das 25. Jahr seiner bischöflichen Würbe ein, bie ihm am 30. November 1907 in der deutschen Nationalkirche der Anima durch den damaligen Kardinalstaatssekretär Merry bei Dal im Beisein des jetzigen deutschen Botschafters beim Heiligen Stuhl, Dr. von Bergen, der damals der preußischen Gesandtschaft beim Vatikan angehörte, gespendet wurde. Der verehrungswürdige Senior des Hei­ligen Kollegiums der Kardinale hielt an diesem denkwürdigen Erinnerungstage in voller Rüstigkeit das Pontifikalamt in der Franziskanerkirche der hl. Apostel. An den folgenden Tagen sanden sich in der Wohnung des Kardinals Gratulanten ein, um dem gelehrten Kirchenfürsten ihre Glückwünsche barzubringen. Der Nestor des höchsten Senats bei Kirche betonte dabei diesen Vertretern gegenüber die Notwendigkeit der Ausbreitung des Frje­den s g e d ank e ns in der Welt, da es eine unleugbare Forderung des christlichen Sittenge­setzes sei — wie Papst Benedikt XV. in Erinnerung gebracht habe —, daß die Nächstenliebe nicht nur als Gebot von Person zu Person, sondern auch von Nation zu Nation beobachtet werde. Rückblickend auf die hohen verantwortungs­vollen Stellen, die er als Dominikanergeneral und Nuntius bekleidet hatte, konnte er an ein wichtiges Vorkommnis in der Kriegszeit erinnern, bei dem er mit vollem Erfolge sich für den Schutz einer bedeutenden, Persönlichkeit der gegnerischen Seite, die in deutschen Händen war, eingesetzt hatte. Die Förderung und die Vertiefung der Friedensidee, ungeachtet aller Hindernisse und beklagenswerten Störungen, bezeichnete der Kardinal als eine pflichtgemäße und zugleich schöne Auf­gab e der deutschen und französischen Katholiken, die sich gerade in dieser Zeit und besonders in diesem Monat in der Verehrung für Albert den Großen, dessen weitreichende kultu-

Am Mittwochabend stießen beim Torpedo» schießen in der Nähe von Kiel die Torpedo­boote „Falke" und „Albatros" zusammen. Bei „Falke" wurde der Bug beschädigt, während „Albatros" geringe Beschädigungen über der Wasser­linie und am Oberdeck davontrug. Beide Boote sind in das Arsenal eingelaufen, um die Schäden ausbessern zu lassen. Personen sind nicht verletzt worden.

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Wie wird das Weiter ?

Der Ausläufer eines kräftigen bei Irland liegen­den Tiefdruckwirbels hat unter ftartem Luftdruckfall unser Gebiet erreicht und durch da? Ausgleiten milde­rer ozeanischer Luftwaffen an der aus dem Festland' be­findlichen Kaltluft kommt es dabei zu verbreiteten Nie­derschlägen. Bei auffrischenden westlichen bis südwest­lichen Winden dürften die Temperaturen etwas an­steigen und die Witterung einen unbeständigen und zu Niederschlägen neigenden Charakter erhalten.

Witterungsaussichten für Samstag: Fortdauer des unbeständigen Wetters mit zeitweisen Niederschlägen, I bei westlichen Winden ziemlich mild. •