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Um bie Thüringer Norbwolle-Vekriebe.

Der Landtag von Thüringen behandelte am Dienstag eine Große Anfrage der KPD., ob die Regierung bereit fei, sich mit allen Mitteln für die Erhaltung der Nordwollebetriebe in Eisenach, Schweina und Wernshausen einzusetzen Durch die Stillegung würden 3000 Arbeiter und Arbeiterinnen mit ihren 8000 Angehörigen betrof­fen. Minister Baum antwortete, die Regierung sei seit Monaten bemüht die Stillegungen zu ver- hüten. Es seien laufend Verhandlungen gebührt worden, die bis jetzt nicht zum Abschluß geführt hätten. Es bestehe aber Hoffnung aus Aufrecht­erhaltung der Betriebe, zum mindesten der von Eisenach und Wernshausen.

Mißerfolg nicht abhalten lassen werden, zweiten Vormarsch zu versuchen.

Die kammermah^en in Thüringen.

3m Gegensatz zu Sachsen hat sich die Bauernschaft gegenüber der Nationalsozialistischen Arbe'terpar- tei recht gut gehalten. — 3m Landkreise Eisenach schnitt sie am besten ab.

Am Sonntag wurden in Thüringen die Wah­len zu den Kreislandwiirtschaftskammern durch­geführt. Rach einem mit ziemlicher Schärfe durch­geführten Wahlkampf ist der Wahltag ziemlich ru­hig verlausen.

Da die Wahlziffern aus den einzelnen Ort­schaften diesmal nicht telephonisch, sondern nur brieflich an die Landratsämter übermittelt wur­den, dauerte die Feststellung des Ergebnisses einige Zeit.

Aus den vorliegenden Zahlen ersieht man das starke Vordringen der Nationalso- zialisten in die Landwirtschaftskammer, wäh­rend andererseits festgestellt werden kann, daß es sich bei den der Wahlurne ferngebliebenen Land­wirten wohl meist um solche handelt, bei denen, wie das ja allgemein vielfach der Fall ist, die Kammer und besonders die Kammerbel- träge unbeliebt sind. Da sie sich nicht für di« Rationaljo.sialisten entscheiden wollten, blieben sie zu Hause.

Rach dem endgültigen amtlichen Ergebnis be­trägt die Zahl der Gewählten 111. Davon hat der Landbund 75 Mandate erhalten. Auf tue Nationalsozialisten entfielen 3 6 Sitze. Die durchschnittliche Wahlbeteiligung betrug 66 Proz.

Im Landkreis Eisenach hatte die Wahl folgendes Ergebnis: Dauernliste 2643 Stimmen, Nationalsozialistische Arbeitervartei 467 Stimmen. Die Bauern erhalten 8 Sitze, die Nationalsozrallsten 1 Sitz. Als Vertreter der im Bauernverein orga­nisierten katholischen Bauern des Geisaer Landes ist Landwirt Rudolf Wald in Geisa gewählt.

Trifft ein schwerer Schicksalsschlag die Fa­milie durch den Verlust der Frau und Mutter, muh die Elisabethschwester der erste Ersatz für die besorgte Hausfrau werden. Sie wird Mann und Kindern durch innige Teilnahme, durch besorgten Rat, durch tätige Handlegung über die ersten schweren Stunden und Tage Hinweghelsen, für Hilfe im Haushalt durch eine Haus- jPflegerin sorgen. Auf diese Weise wird der Mann über manche Gefahr übereilter SBieberljeirat hinwegkommen.

Die gleiche Fürsorge, wie dem verwitweten Mann, muß auch der Witwe und chren Kindern zuteil werden, da gilt es bald einen lässigen Vormund an seine Pflicht zu erinnern und ihn immer wieder zu ermahnen, sein Amt in rechter Weise auszuüben; bald heißt es, der Frau zu helfen im Verkehr mit dem Vormundschastsge- richt, dem Arbeitsamt, den Krankenkassen, dem Wohl­fahrtsamt, der Kriegsfiirsorge, kurz, allen den Stellen, mit denen es die Frau als Vorstand ihres Witwenhaus­haltes zu tun hat. Viel Mühe wird das kosten, aber das Bewußtsein, einer Witwe geholfen zu haben, ist so erhebend, daß es zur Quelle reinster Freude wird. Da­von schreibt bereits der Apostel Jakobus: „Reiner, makel­loser Gottesdienst vor Gott und dem Vater besteht da­rin, daß man Witwen und Waisen in ihrer Rot zu Hilfe kommt, und sich unbefleckt bewahrt von dieser Welt." Jak. 1, 27.

Eine besondere Aufgabe zur Beratung und Erziehung haben mir bei der jungen Frau zu erfüllen. Fabrik- arbeft — Zugeh-Dienste — Beschäftigung als Verkäufe­rin — bis unmittelbar vor der Ehe läßt oft dem Jung­mädchen keine Zeit und Gelegenheit, sich für die kom­mende Ehe, für Haushalt und Mutterberuf vorzube- reitcn und auszubilden. In größtem Leichtsinn und in Unbedachtsamkeit wird die Familie gegründet, ohne Kenntnis der hauswirtschastllchen Arbeiten, ohne Sinn für Sparsamkeit, ohne Ahnung von der Schwere der Pflichten. Da muß es bald zu Enttäuschungen, zu Mitzhelligkeiten zwischen den jungen Ehegatten kommen, mitunter zu gegenseitiger Abneigung und sogar zu feindseliger Gesinnung. Bei gelegentlichen Hausbe- suchen wird die junge Frau zu praktischer Arbeit ange- wiesen, sie wird aufgefordert zu Koch-, Näh- und Flick- Kursen, die unsere Elisabeth-Vereine oder uns nahe- stehende Organisationen abhalten. Wo es notwendig ist, wird die Clisabetbschwester selbst mit Hand anlegen und die unerfahrene Hausfrau manche Fertigkeit in der Hausarbeit, im Kochen, im Einkauf lehren. Auch hier kann eventuell eine tüchtige Hauspflegerin zur «eite ge­stellt werden, die einige Zeit jede Arbeit mit der nrau Zusammen verrichtet, um mit viel Geduld eine Aus­bildung zu erreichen.

Aus der Thüringischen Rhön- Aus Getto und Umgebung

an der Spitze

deutscher Qualitätsfabrikation.

Schon diese Tatsache allein muß jeden Liebhaber von Goldmundstück-Zigaretten veranlassen, das neue Zwillingsprodukt,

katholische Welt.

= vier katholische Sirchensürsten gestorben. Der „Ofservatore Romano" meldet neben dem Tod des Erz­bischofs von Sens, Monsignore Chesnelong, noch den Tod des Titularbijchofs von Egina, Man- signore Sedef und des Weihbischofs von Lyon, Monsignore Bourshany. Monsignore Sedej war bis vor wenigen Wochen Bischof von Görz. Sein Rücktritt wurde in der faschistischen Presse mit offener Genugtuung begrüßt. Auch nach seinem Tode werfen die italienischen Blätter ihm völligen Mangel an Ver­ständnis für die Lage in den neuen italienischen Grenz­gebieten vor. Die italienischen Blätter melden außer­dem aus Schanghai den Tod des Bischofs von To- bruck, Monfignore Riccim, der in diesem Som­mer von chinesischen Kommunisten verschleppt und lange als lange als Geisel gefangengehalten wurde. Sein Tod soll auf die Mißhandlungen zurückzuführen sein, die er während dieser Zeit erlitt.

In der nordfranzösischen Hafenstadt camp kam es am Sonntag zu einer wahren Ratten sch lacht. Tausende von Ratten über­fielen in geschlossenen Reihen das Hafenviertel und drohten die in den Lager­schuppen aufgespeicherten Waren zu vernichten Die Bevölkerung und die Hafenbehörden wußten kein anderes Mittel, die Ratten zu vertreiben, als eine ganze Meute von Hunden auf sie loszulassen, die nach langem Kampfe die Eindringlinge in ihre Verstecke zurückjagten. Das „Schlachtfeld" war mit toten Ratten besät. Man

Der tiefe Segen, der einer ganzen Familie auf diese Weise zugute kommt, ja, der Gedanke, diese Familie vielleicht gerettet zu haben, ist der schönste Lohn für alle Mühe.

Bei der großen Familiennot ist das Kind in ganz besonderer Weise in Mitleidenschaft gezogen. Das Kind schon vor der Geburt. Auch um des Kindes Willen ist — wie ich bereits ausführte — die werdende Mutter zu betreuen und zu versorgen. Durch die ihr zuteil wer­dende Fürsorge kommen wir naturgemäß auch dem Kindchen zu Hilfe. Die Fürsorge an den Neugeborenen ist in der Fürsorge für die Wöchnerinnen inbegriffen. Für baldmöglichste laufe wird Sorge getragen, dieselbe auch — so weit als möglich — feierlich gestaltet.

Dem Kleinkind wendet sich nun unsere nächste Sorge zu. Die Wohnungsenge, der Mangel cm Luft und Licht, muß sich aus das Wachstum sehr nachteilig aus­wirken. Ist die Mutter gezwungen, einem Erwerb nach­zugehen, so ist das Kleine oft schon im zartesten Alter sich selbst oder aber nur der Obhut eines um wenig älteren Geschwisterchens überlassen. Aus eine Unter­bringung in Säuglingskinderkrippen oder in Kinderhel. men tagsüber, müssen mir in diesem Falle hinwirken. Später tritt an deren Stelle der Kindergarten, und für das bereits schulpflichtige Kind sind die Horte für Kna- ben und Mädchen eine außerordentlich wohltätige Ein­richtung. Sie bewähren sich ganz besonders iwrt, wo die Kinder aufsichtslos den Gefahren der Straße aus­gesetzt sind. . .

Für erholungsbedürftige Kinder vermitteln wir die Teilnahme an Ferienkolonien, in Erholungsheimen, in Tagesheimen, durch einen Gang zum Schulamt, zum Schulleiter, oder zur Schulleiterin, um diese aus die be- sondere Notlage der Hilfsbedürftigen aufmertfam zu

Ihre Beachtung schenkt die Elisabethfrau dem Shul- kind, wenn es zur ersten hl. Beichte, zur ersten hl. Kom­munion kommt. Don der rechten Vorbereitung, beson- bers auf den Tag der ersten hl. Kommunion, hangt ja entscheidend das kommende religiös-sittliche Leben des Menschen ab. Die Elifabechschwester stellt sich für diese wichtige Zeit opferfreudig zur Verfügung. Sie sam- weit die Kinder außerhalb der Unterrichtsstunden und beschäftigt sie bei fröhlich ernstem Zusammensein. Sie empfiehlt das Kind bei ihren Hausbesuchen immer wie­der der ganz besonderen Sorgfalt der Mutter und weist diese auf kleine Züge für die Behandlung des Kommu- nwnkindes hin. Sie trägt für die Ausstattung in Klei­dung und Schuhwerk Sorge, ist jedoch immer darauf be­dacht, daß auch die Eltern das Mögliche hierfür leisten.

Auf die Heranwachsende Jugend müssen wir unser

* Kreuzer „Karlsruhe" zu seiner zweiten Aus­landsreise ausgefahren. Am Montag nachmittag l>at der Kreuzer „Karlsruhe" unter dem Kom­mando des Fregattenkapitäns Waßmer von Kiel ßU5 seine zweite Auslandsreise angetreten, bie ein volles Jahr dauern wird. Die Reis«, die in erster Linie der Ausbildung von 45 Seekadetten und 12 Jngenieurkadetten dienen soll, geht über Spa­nien und die Kanarischen Inseln nach Süd-, Mit­tel- und Nordamerika. Der Kreuzer hat eine Be­satzung von 540 Mann an Bord.

• Lahusens Slammsih wirb versteigert. Am 1 und 2. Dezember wurde die Einrichtung von Schloß Hohehorst, dem Stammsitz der Fami­lie Lahusen, versteigert. Unter den vom Auktiona­tor katalogisierten Einrichtungsstücken aus dem 107 Zimmer und 12 marmorneBade­zimmer enthaltenen Schloß sind u. a. eine Radio- zentrale mit acht Lautsprechern und Grammo­phonübertragung. zahlreiche Klubsesiel, Büfetts und Schränke, drei Billards, eine ganze Sammlung von kostbaren Orientteppichen und bibliophilen Seltenheiten sowie eine angeblich aus einer Pots­damer Kirche stammende wertvolle Holzschnitzerei, die die „Vertreibung aus dem Para­diese" darstellt.

* Racheakt an einem Fürsorgebeamten. Der Stadtobersekretär Heinrich Große - Sch aefer vom Hamborner Fürsorgeamt wurde auf offener Straße in der Nähe seiner Wohnung von dem Friseur H o l' i t durch drei Revolver sch üsse lebensgefährlich verletzt. Der Täter hatte vor einiger Zeit beim Fürforgeamt den An­trag auf Unterstützung wegen schlechten Geschäfts­ganges gestellt, war aber von der Fürsorge abge- wiesen worden. Dieser Entscheid wurde von dem Oberstadtsekretär Große-Schaeper dem Antragsteller pflichtgemäß mitgeteilt. Der Täter scheint sich jetzt in die fixe Idee verrannt zu haben, daß der Be­amte an dem Ablehnungsbescheid Schuld habe. Der Beamte mußte ins Krankenhaus gebracht und operiert werden. Sein Zustand ist bedenklich. Der Täter konnte festgenommen werden.

* Der Einbruch im Reichsversicherungsamt Wie wir von unterrichteter Seite erfahren, hat sich nun herausgestellt, daß sich die Summe, die den E n- brecbern im Reichsversicherunqsamt in die Hände gefallen ist, nicht auf 40000, sondern nur auf 20000 Mark beläuft.

* Drei junge Lenke ermorbef aufgefunben. Bei dem holländischen Ort Echt in der Nähe des be­nachbarten belgischen Ortes Maeseyck wurde ein mysteriöser Mord entdeckt, dem drei Personen zum Opfer gefallen sind. Drei junge Leute aus dem Dörfchen P u t b r o e k bei Echt, die sich am Frei­tag abend zum Wildern in den benachbarten Wald begeben hatten, waren bis Sonntag morgen nicht zurückgekehrt. Bei einer durch Einheimische im Verein mit der Landjägerei vorgenommenen Durchsuchung der Umgebung fand man in einer mit frischem Moos bedeckten Grube bie G e i • chen der brei jungen Leute. Ihre Kör­per waren von vielen Kugeln duriA>ohrt. Ueber Täter, Umstände und Beweggründe der Tat herrscht noch vollkommenes Duntel.

♦ Französisches Porzellan. Zwischen dem deut­schen Botschafter von Hoesch und dem Handels­minister Rollin wurde am Montag abend ein Ab­kommen unterzeichnet das die Beziehungen zwi­schen der deutschen und der französischen Porzellan­industrie neu regelt. Das Abkommen vom 17. 8 1927 wird dadurch außer Straft gesetzt.

Wo bleibt das Strafgesetzbuch.

Von besonderer Seite wird der Bayerischen Volkspartei-Korrespondenz (vom 28. Nov. 1931) geschrieben:

Das Geheimprogramm der Nationalsozialisten in Hessen mag nun echt sein ober nicht. (An der Echtheit ist gar nicht zu zweifeln. D. Schriftl) Aber der nationalsozialistischen Denkungsweise ent­spricht schon der Umstand, daß an mehreren ©fei­len immer wieder von gewaltsamer Beendigung des Lebens die Rede ist . . wird auf der Stelle erschossen . . . Einziehung des ge­samten Vermögens envsntuell Ahndung mit To­desstrafe . . . usw Um dafür Beweise zu fin­den, braucht man gar nicht nach Hessen zu gehen und braucht keine Geheimdokumente.

Den ..Landvolk-Nachrichten" wurde vor einiger Zeit folgender Brief, an dieSchriftleitung k„r .■>„■ rPffr-twjoif" ’ur Verfü­gung gestellt: „Im Text der Nr. 46 Ihrer Zeüt- ichrift „Deutsches Landvolk" vom 12. November

Die Ausgaben der Elisabelh-verelne unler Serüllsichkigung der benschenden Aollage

Von Frau Hertha Runkel, Vorsitzende des Reichsverbandes der Elisabeth-Vereine.

TOTTJulKli bie Mich än.Csolewt Ihnen unoe. nommen, zu tun, was Sie nicht lasten können. Für alle Fälle aber mache ich Ihre Funktionäre dar­auf aufmerksam, daß sie die Quittung für ihr Verhalten bekommen werden und Sie, wenn Sie so weitermachen, im Dritten Reich auswandern können. Heil! gez. R Walter Darre." _ — Darre ist sog. „landwirtschaftlicher Sachverständi­ger" der Nationalsozialisten. Die ,,Landvolk-Nach- ri-Msv," frfrei^en »" biptom schönen Brief: „Zur Feststellung des Tatbestandes nur der eine Hinweis, daß der Angriff gegen Herrn Darre wegen offenbarer Aufreizung zur Gewalttätigkeit erhoben wurde. Man kann es dem Temperament des einzelnen überlafsen, ob er den oben wieder- gegebenen Brief als Angelegenheit des Witzblatt- Redakteurs. des Irrenarztes ober des Staatsan­waltes betrachten will."

Das Game ist ein kleiner Beitrag zur „Legali­tät" oder bester zum „Köpferollenlassen" der Na­zis auf leaalem Wege"

Die Beispiele können noch vermehrt werden. So nennt das Inaolstädter Hitler-Or- a et n hi» Süd’" ''erienigen Personen im Marktflecken Pförring, die zuerst „r o l- l e n" werden, mit Namen! . .

Da muß man doch fragen: haben wir denn eine Rechtspflege? Die Staatsanwaltschaft muß doch pflichtgemäß die in ihrem Amts­bezirk erscheinende Taaespreste lesen! Daß hier m»r<r-h»n 'M Sinne des

Strafgesetzbuches (§§ 126, 241 usw.) vvrliegen. dar. über gibt es wohl keine Auseinandersetzung Die Symbolisierung der Gerechtigkeit mit den verbun­denen Augen hat doch nicht den Sinn, daß man alles gehen läßt.

Gottes dienttordnung.

Evangelischer Gottesdienst

Adventsandacht in der Kirche heute abend Pfarrer Reichard. i:r

Schriftleiter: Dr. phil. Johannes Kromer. Verontwortlich für die Anzeigen: Direktor der Fuldaer Actiendruckerei 3. Parze11er.

— Dermbach. Herb st Versammlung des Rhön-Sängerbundes.) Im Sale des „Deutschen Hauses" hielt der Rhön-Sänger- bunb „Buchonia" feine Herbstoersammlung ab die von Vertretern fast aller Ortsvereine be- sucht war. Nack herzlichen Begrußungswo-rten des Vorsitzenden, Gärtnereibesitzer Stöber (Dermbach), wurde der Tätigkeitsbericht erstattet, aus dem zu entnehmen war, daß auch im vergan­genen Jahre der Bund sehr rege gewesen ist So. dann nahm der Bezirks-Chormeister Lehrer Grimm (Wiesenthal) das Wort zu fernem Be­richt über die Tätigkeit der Gesangsgruppen und übte Kritik an ben im vergangenen Jahre em- studierten Liedern. Der Kassenbericht ergab an­nähernde Deckung der Ein. und Ausgaben. Der Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt Für den aus Altersrücksichten aurütfgetretenen 2. Vor­sitzenden, Gustav Möller (Empfertshausen), trat Oberpostschaffner Walter (Kaltennordhetm) em. Die beiden Bezirks-Chormeister wurden wiederge- wählt. Als Ort des nächstjährigen Beztrksfestes wurde Neidhartshausen bestimmt.____

narti besonderes Augenmerk richten. Diese ist stark ge­fährdet durch das intensive Werben neutraler und reu- gionsseindlicher Organisationen und muß katholischen Jugendvereinigungen zugeführt werden Wir müssen uns eingehend befassen mit der so gefährlichen Kinder- freundebewegung und den kommunistischen Iugendver- bänben. Eindringlich müssen bie Eltern auf bie Gefah- ren solcher Vereinigungen aufmerksam gemacht werden. Wie weit die Bewegung gediehen ist, scheu wir aus den vielbesuchten Zeltlagern der sozialistischen und kom­munistischen Jugend. Deshalb ist auch die Schulung un- erer Elisabethsrauen in pädagogischer Hinsicht notwen­dig und zu wünschen, namentlich auch in der Frage her sexuellen Aufklärung.

Es ist anerkannte Tatsache, daß soviel Familiennot nicht Auswirkung der materiellen Schwierigkeiten und Notverhältnisse ist, sondern daß der tieffte Grund tm Niedergang der religiösen und sittlichen Lebensaufgabe gesucht werden muß. Darum bezeichnet auch bas Rund­schreiben des Hl. Vaters über die chrisü. Ehe die Rück­kehr zu den Geboten Gottes als ben einzigen Weg ber Rettung.

Elrsabech-Arbeit muß zugleich mit ber äußeren Not auch bie Not der Seele erfassen. Alle materielle Hilfe wird vergebens sein, wo es nicht gelingt, unsere Fami­lien zurückzufichren zu der göttlichen Auffassung von ber Heiligkeit der Ehe, zu einem Leben in und mit der Kirche. .

Es gilt, gerade in sittlich,religiöser Beziehung die Fa­milie — den Mann — die Frau — zu heben. Voraus­setzung eines Wegllickes und Gottes-Segens ist bie kirch­liche Trauung. Das Sakrament gibt ja erst Heiligung und Stärkung zur Erfüllung der übernommenen Pflich­ten. Es ist darum — wo noch nicht geschehen — bie kirchliche Trauung zu veranlassen. Wilben Chen nach­zugehen und sie zu sanieren, ist ja unsere Teilaufgave

Nur mit unerschöpflicher Güte, mit größter Klug­heit und doch mit heiligem Ernste kann die Seele reli­giös beeinflußt werden.

Die katholische Kirche hat eine besondere katholische Familienkultur geschaffen. Mit dem Abbröckeln dieser Kultur ist ein großes Stück Familienglück unb Eltern» seligkeit verloren gegangen. Gelingt es uns, diese Kul­tur zu erneuern, fo retten wir die Familie.

Da ist zunächst an der Schwelle von Wohn- und Schlafzimmer em Weihwasserkessel anzubringen. Nö­tigenfalls bringen wir ihn selbst als Geschenk und ver­weisen gleich auf den Ort, an dem in der Kirche bas Weihwoster zu holen ist.

Das Rückgrat eines religiösen Familienlebens ist das tägliche Gebet, das in der chrisllichen Hausordnung seinen bestimmten Platz hat als Morgengebet — Abend­gebet — Tischgebet. Wir werden uns taktvoll erfunbigen, ob regelmäßiges Gebet sich in der Familie findet, und wenn angebracht, dazu aufmuntern. Ein Kruzifix wird den Ehrenplatz im Wohnzimmer, wie auch in den Sdjfafräume einnehmen. (Schluß folgt.)

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