Sportnachrichten der „Fuldaer Zeitung
1. Dezember
Beilage zur Fuldaer Aeituug
7lr. 277
A. L. Ockershaufen 4:1 (2:0)
Borussia
Vie Zeit in der Karikatur.
tor-
Spielverlauf.
tittbet-Inrniet der besten deutschen und stanzöflschen Tennls-Prosessionals
am Sonntag der ersten durchweg die Das einzige
Der Süddeutsche Fußball- und Leichtathletik-Verband erläßt einen Aufruf, worin er bekannt gibt, daß am 10. Januar 1932 an allen Orten
20:2 Punkten liegen die Göttinger klar in „ , Spart Kassel mit 15:5 Punkten und Spielverein Kassel
z. C. Horas — HesieU'Hersseld 2:4 (1:2)
Beide Mannschaften traten zu dem Pokalspiel am Sonntag in Hersstw, dem etwa 600 Zuschauer beiwohnten, mit Ersatz an. Bei Hersfeld vermißte man vor allem den Mittelstürmer Sticht. Horas trat mit folgender Mannschaft an: Gunkel; Schultheiß, Schneider; Krannn, Völker und Beier; Knips, Keil, Michel, SMunger, Brühler, also ohne Erdmann, Leiser und Eckardt.
Wie immer, so muß man auch diesmal dem Horaser Innensturm die Schuld an der Niederlage geben. Was nützten die diesmal besseren Außenstürmer Knips und Brichler, wenn der Innensturm nach gutem Durchspiel vor dem gegnerischen Tore mit seinem Latein zu Ende ist. Auch di« Verteidigung, die früher mit der beste Mannschaftsteil dieser (Elf war, verfällt in den großen
Don links nach rechts: Najuch, der frühere deutsche Meister, und Nüßlein, der jetzige Meister, sowie die beiden französischen Berufsmeisterspieler Plaa und Ramillon.
gehen. Der Reisende kann das nicht verstehen und fragt den Direktor, der jetzt an einem anderen Schalter steht: „Herr Direktor, verzeihen Sie, wissen Sie denn überhaupt, weshalb ich bei Ihnen vorspreche, hören Sie mich doch bitte erst einmal an." Er zittert jetzt beim Sprechen und seine Stimm« fistelt. Der Direktor bekommt vor Wut einen blutroten Kopf und schreit dem am Schalter Stehenden zu: ..Verlassen Sie sofort das Lokal, ich will Ihr Anliegen gar nicht hören, wir haben keine Zeit für Sie." Dann schlägt er wieder den Schalter zu» daß die Scheiben klirren.
Der kleine Reisende ruft ganz verzweifelt zum Schal- ter herein: „Ich bin Bücherreisender und versuche auf diesem Wege, meinen Lebensunterhalt für mich und
meine Familie zu verdienen. Wenn es einem aber überall so ginge wi« hier, daß man nämlich seine Sachen noch nicht einmal anpreisen kann und darf, dann stünde es schlecht um uns. Ich habe ohnehin vier Jahre hn Krieg gestanden und meine Nerven und mein Körper sind durch mehrere Verschüttungen und Gasvergiftungen dmufgegangen. Ich war früher ein gesunder Mensch und bin beute saft ruiniert. Die Unterstützung ist nicht so, daß wir davon leben können, und da ich meinen früheren Beruf nicht mehr ausüben kann, mußte ich eine andere Beschäftigung suchen. Sie aber, Herr Direktor, leben in geordneten Verhältnissen und sind sicher gesund. Sie haben sicherlich gar keine Ahnung, wie es uns geht, sonst würden Sie einen doch wenigstens anhören, man ist doch ein anständiger Mensch und hat seine Pflicht. Dem Direktor kochts. Er stürzt mit der Wut eines Käfigtieres an den Schalter und schreit den Halbverzweifelten an: „Wenn Sie jetzt nicht gehen, dann helfe ich mit. Machen Sie, daß Sie hinauskommen."
Der Reisende, dessen Glieder schlottern, packt seine Sachen zusammen, spricht aber immer noch leise vor sich hin von Ungerechtigkeit und Dank des Vaterlandes, denn er hatte gesehen, daß der Direktor Ordensbänder im Knopfloch hat. Der Direktor schnaubt vor Wut, rast die Schalterbank entlang durch eine Glastür und ist schon im Kassenlokal. Der Reisende hat seine Bücher bereits unterm Arm und läuft, indem er sich scheu, wie ein vor Menschen flüchtendes Tier, umblickt, der Ausgangstüre zu. (Aus „Das Neue Reich", Tyrolia, Wien.)
Sport-Jteutgteiten in kürze.
Beim Kölner Sechstagerennen lag nach 43 Stunden die Mannschaft Schön-Göbel mit einer Runde Vorsprung vor den drei Paaren Pijnenburg-Bulla, Schorn-Wühler und Rausch-Hürtgen in Front. Alle übrigen Mannschaften waren zwei bis sechs Runden zu- rückgefallen.
Im Schwimm-Städtekampf Paris — Köln, der in Paris vor sehr starkem Besuch ausgetragen wurde, siegten die Rheinländer mit 37.5 zu 26.5 Punkten. Das Wasserballspiel zwischen den beiden Städtemannschaften endete mit 6:6 unentschieden.
Pokalspiel: Germania-Julim—!.u.8p.v. Künzell 6:0 (4:0) (Eckenverhattnis 8:3).
Der Tennisländerkampf Deutschland-Frankreich führte in Berlin am Wochenende die Berufsspieler Najuch und Nüßlein sowie auf der anderen Seite Plaa und Ramillon zusammen. Die Franzosen gewannen am ersten Tage ihre Einzel, Plaa gegen Nüßlein 6:3, 6:3, 5:6, 8:6, Ramillon gegen Najuch 6:4, 6:4, 6:4 und stellten am zweiten Spieltage ihren Gesamtsieg durch den Erfolg von Plaa über Najuch mit 6:4, 6:2, 12:10 sicher. Einen vielbejubelten Sieg trug dann der deutsche Meister Nüßlein über Ramillon 1:6, 6:4, 6:3, 6:4 davon und errang damit für Deutschland den ersten Gutpunkt.
Auch in dem reichen Frankreich hat die Zahl der Arbeitslosen jetzt die erste Million über» schrillen. Leider hat sich in Frankreich noch nicht die Erkenntnis Bahn gebrochen, daß die Wirtschaftsnot der Welt zmn großen Teil auf das Festhalten an den Tributzahlungen zurückzuführen ist.
Ministerpräsident Laval: „Nanu, wer hat mir dieses Kuckucksei ins Nest gelegt?"
hält Ockershausen sein Drei-Derteidiger-Systern bei. Borussia drcht sofort wieder mächtig auf, aber die harte Abwehr läßt keine allzu große Schußsicherheit aufkom- men. Strafstöße und immer wieder Strafstöße. Präzis« Flügelvorlagen fehlen auf Borussias Seite. Pletfch verschießt einmal in guter Chance. Das dritte Tor: Buchner schlägt den Ball zu Beugers, der ihn mit dem Kopfe zu Kamerl dirigiert und dieser sendet ihn nach schnellem Spurt an dem herauslaufenden Torwart vorbei ein. Nach kurzem Feldspiel ein Durchbruch von Ockershausen, der Ball landet in den Händen von Büchner. Doch ehe sich dieser der Gefahr bewußt wird, hat ihn ein anlaufender Ockershäuser Stürmer mitsamt dem Ball in das Tor gesetzt. Ein humoristischer Ehrentreffer! Borussia setzt sich nach Anstoß sofort wieder in der gegnerischen Spielhalste fest, aber Ockershausen wehrt sich bis zur letzten Minute, in der Bonard mit dem Balle einläuft und m einem schönen Schrägschuß das vierte Tor, wohl auch das schönste Tor, erzielt.
Mannschafiskritik.
Me bereits gesagt, Ockershausen stellte sich von vornherein auf vorwiegendes, nicht gerade zartes Defensivspiel ein mit gelegentlichen Durchbrüchen. Immerhin ist es noch fraglich, ob die Ockershäuser den letzten Tabellenplatz behalten werden. Ihr Torwart ist sehr gut. Borussia war durch die Herausstellung von Manch gezwungen, Rohberg als Mittelläufer spielen zu lassen und stellte Fischer als Verteidiger ein. Er hat zweiselAihne gute Verteidigeranlagen, vor allem eine gute Kopfabwehr. Mit größerer Spielerfahrung wird sich auch besseres Stellungsspiel einstellen, zudem verfügt er über lobenswerten Eifer und große Schnelligkett. Bonard stand wieder einmal auf Linksaußen. Der schwere und glatte Boden macht« ihm viel zu schaffen, doch wird Bonard bei intensivem Training bestimmt wieder em guter Stürmer werden. - Die gesamte Mannschaft lieferte em gutes Spiel. Man darf rmch den gezeigten Leistungen mit Zuversicht den kommenden Begegnungen entgegen sehen.
Nachdem die Fußballbehörde auch noch das Spiel in Horas wegen der Pokaltteften abgesetzt hatte, sand in der Südgruppe nur die obige Begegnung statt, in der Borussia erwartungsgemäß stch Sieg und Punkte Holle. Der F C. Ockershausen hatte bereits am verflossenen Sonntag in Kassel gezeigt, daß er zu kämpfen versteht. Durch Neu- eHteüungen hat sich diese Elf auch in der Gefamtspiel- weife erheblich gebessert, ohne sich jedoch wirklichem kultivierten Fußball zu nähern. Mittels einer derben, ungekünstelten Spielweise wehrten sie sich gestern bis zum Schlußpfiff unentmutigt gegen di« kombinationsreichen Angriffe unserer heimischen Elf und auch nur jenem draufgängerischen Elan verdankt Ockershaujen fein Ehren-
Det Vücherr eisende.
Von Hans Zimmermann.
Durch das prunkvolle Eingangstor der Großbankfiliale kommt eine schmächtige, in einem verschlissenen Anzug steckende kränklich aussehende Gestalt, die eine Pappmappe unter dem Arm schleppt. Das Gesicht ift farblos, die Züge sind verwirrt. Es ist ein Bücher- reisender, denn er packt bereits einige Bücher aus und legt sie auf di« Schalterbank. Ein junger Bankangestellter geht zum Schalter und fragt den Reisenden nach seinem Anliegen.
„Rann ich die Direktion mal sprechen/ fragt dieser leise. Der Angestellte meldet ihn dem Chef, der etwas weiter vom Schalter weg an seinem Schreibtisch sitzt. Der Direttor fragt in unzufriedener Miene: „Was will der denn schon wieder?", wobei er zornige Blicke dem am Schalter Stehenden zuwirft. Der Angestellte sagt, er fei ein Bücherreifender, er glaube es wenigstens, worauf ihm der Chef die Antwort ins Gesicht schmeißt: „Der kommt mir gerade recht." Der Angestellte geht zu dem Mann an den Schalter und sagt ihm in ruhigem Ton, er möge warten, der Direktor komme gleich. Nach einigen Minuten steht der Direktor auf, geht in strammen und bewußten Schritten zum Schalter und sagt aufgeregt und laut: „Wir haben keine Zeit, uns mit Ihnen abzu- geben, mir haben wichtigeres zu tun." — Dann schlägt er den Schalter zu.
Der klein« Reisende ist zunächst vollständig verwirrt und ruft dem jungen Angestellten, dessen Arbeitstisch in der Nähe des Schalters steht, zu: „Erlauhen Sie, darf ich Sie noch einmal spechen?", worauf der Angestellte zum Schalter geht und ihm leise sagt, der Chef sei nicht gut gelaunt, er möge [eine Bücher einpacken und weg-
Fchler, noch, vor dem eigenen Tore den gegnerischen Stürmer zu umspielen, statt mtt kräftigen Abschlägen den Strafraum rein zu halten. Ein Torhüter kann dann natürlich die aus nächster Nähe abgegebenen Schüsse schlecht abwchren. Solid« Arbeit verrichtete die Läufer- reche, überragend war wieder Völker.
Bei den Hersseldern ist der noch jugendliche Torhüter mit die Stütze der Elf. Gut ift auch der linke Ver- teibiger, unschön wirkt allerdings fein manchmal etwas zu robustes Spiel. Auch sonst war diese Els nicht schlecht besetzt. Die Flankenläufe des jugendlichen Linksaußen Schafferts verdienen noch besondere Erwichnung.
Spielverlauf. Beide Parteien sind sich roäb- rend des ganzen Pokalkampfes vollkommen gleichwerttg. Ja, die Homser haben im Feldspiel sogar ein Plus zu verzeichnen, aber bei den Hersfeldern zeichnet sich der Angriff, die viel größere Schußsteudigkeit aus. Bis zum HaDzeitpfiff haben die Lullusstädter zwei Tore vorgelegt, dem die Horaser durch einen zugespochenen Elfmeter, den Schneider plaziert einschoß, ein Tor entgegensetzen könnte. Nach dem Wechsel erzielt jede Partei noch einmal dieselbe Anzahl Treffer, Michel auf Horaser Seite war der Schütze des zweiten Treffers.
Die 1. Jugend des Horaser Fußballvereins konnte am Sonntag die gleiche vom Sportverein Borussia-Fulda 2:0 schlagen. K. G.
AutzbaN in Hessen-Hannover.
R«r vier Verbandsfpiele.
Infolge Ansetzung der Pokalspiele sind in Hessen-Hannover nur 4 Punktekämpfe Klasse zum Austräg gebracht worden, die erwarteten Siege der Favoriten brachten. _ _
Spiel in der Südgruppe sah Borussia Fulda in Spiel in der Südgruppe sah Borussia Fulda in Oders» hausen siegreich. Dadurch rüden die Fuldaer wieder an die Tabellenspitze; an zwetter Stelle folgt Germania Marburg mit 15:5 Punkten gegen 16:4 der Borussen, an dritter Stelle Hessen 09 Kassel mit 15:7 Punkten. In der Nordgruppe gab es drei hohe Siege. Spielverein Kassel schlug Grone mit 7:0, Tura Kassel fertigte Northeim 6:0 ab und schließlich gab der Tabellenführer Göttingen 05 mit 4:0 Großalmerode das Nachsehen. Mit 20:2 Punkten liegen die Göttinger klar in Führung vor
gang mit feiner Einzelleistung. Ein weiterer Pfosten- schuß von Lerner hinterlieh an der Querlatte «men deutlich sichtbaren schwarzen Fled.
Wer geglaubt hatte, daß die Gäste bei dem vorgelegten flotten Tempo bald ihr Pulver verschossen hatten, wurde eines Besseren belehrt. Di« Künzeller hatten mit ihren Kräften gut Haus gehalten, sie standen nicht nur gut durch, sondern vermochten sogar zum Schluß hin das Germanentor gefährlich zu bedrängen und in den letzten 5 Minuten noch 2 Eckbälle zu erzielen.
Alannfchafiskritik.
In der Gästemannfchaft bewährten sich vornehmlich Mittelläufer, Halblinks, Tormann und r. Verteidiger; befriedigende Leistungen boten auch die beiden Flugel- leute und der linke Läufer. Bei Germania tat der Ersatz-Torhüter im großen ganzen vollauf seine ^Schuldigkeit er darf nur nicht allzuoft sein Tor verlassen; m einem Falle konnte es ihm leicht zum Verhängnis wer- ben. Bei Schäfer ist ein Formrückgang seit Wochen unverkennbar, während sein Partner zur Rechten sich offenbar Reserve auferlegte, um sich für schwerere Punktespiele zu schonen. Birkenbach verdient Anerkennung str sein durchdachtes Spiel und seinen Rieseneifer, das gleiche gilt von Ullmicher, der sich immer gleich bleibt., Wei- ganb leistet tm Zerstören Brauchbares, er sollte :>ch nur das oft ganz unangebrachte Tribbeln abgewöhnen. Kalb macht als Linksaußen zusehends gute Fortschritte so daß man ihn auf diesem Posten unbedingt Waffen sollte. Auch Hofmann und Lerner komtten gefallen, letzterer dürste etwas schußfreudiger sein. Der Halblinke fügt sich nur unzulänglich ins Mannschaftsganze ein und der rechte Flügelstürmer bringt zu wenig Ueberlegung auf; zur Ballannahme steht er stets verkehrt! Schiedsrichter Wingenfeld leitete korrekt. Er.
Cilly Außem/Irmgard Rost setzten auf ihrer Südamerikareise ihre Erfolgserie in Chile fort. Bei einem Turnier in Santiago gewannen die beiden Rheinländerinnen das Endspiel im Damen-Doppel gegen die Geschwister Lizana mit 6:4, 6:2.
Was die Bürste für tut-e-Jl die Zähne — das ist tffir den Rabl
Neue Handballmeister. Bei den süddeutschen Handball-Punktekämpfen am Sonntag wurden all Gruppenmeister ermittelt: Sp. Vg. Fürth und Pol. Nürnberg in Nordbayern, Kickers Stuttgart und Sp. Vg. Tübingen in Württemberg, sowie München 60 und Ulmer F. V. 94 in Südbayern. Bereits feit einiger Zeit stehen als Gruppenmeister fest: S. V. Wiesbaden (Südrhein), Westmark Trier und 1. FC. Kaiserslautern (Saar), sowie SC. Freiburg (Oberbaden).
Im Sportpark „Waldheim" erledigte Germania das erste fällige Pokalspiel gegen die Mannschaft des Turn- sportvereins Künzell, die in letzter Zett recht beachtenswette Resultate, u. a. 3:0 gegen Fuhballverem Bebra, erzielt hatte. Wenn auch die Platzelf, die bis auf den durch Mathes ersetzten Roßmar komplett war, mtt einem halben Dutzend Tore Unterschied das bessere Ende für sich buchen konnte, so muß zur Ehre des unterlegenen Teils gesagt werden, daß der Sieger mcht um eine Klasse bessere Leistungen bot, wie das Ergebnis es vermuten läßt. Die Gäste entwicketten eine enorme Schnelligkeit und waren mit vorbildlichem Eifer bei der Sache. Künzell hatte mtt seinen flott durchgeführten Angriffen in der ersten Hälfte mehrmals besonderes Pech und hätte zum mindesten ein Ehrentor verdient. Man darf sagen, daß ein 3:1 Halb-Ergebnis dem Spielverlauf besser entsprochen haben würde als das tatsächliche 4:0.
Spielverlauf.
Mit dem Anstoß Germanias entwickelte sich bald ein Spiel, das außerordentlich schnell war und auch schön« Kampfmomente vor beiden Toren bot. Die Äün^ücr konnten sich unter der famosen Aufbauarbeit ihres Mit- telläufers und ihrem Flügelspiel mit exakten Flanken zur Mittel immer wieder fo gut zur Geltung bringen, daß Germanias Abwehr starke Beschäftigung fand. Ne- ben einigen verpaßten Torgelegenheiten bot sich den Gästen in der 38. Minute eine ganz große Chance, die aber unausgenutzt blieb.
Die 4 Erfolge m der ersten Spielzeit standen beretts in der 21. Minute fest. Der Halblinke Hofmann nutzte in der 8. und 13. Minute brauchbare Vorlagen des Sturmführers Lerner zu Nr. 1 und 2 aus. Wenig später wird von der Mitte eine gute Sache verpaßt, aber bald darauf kann Lerner einen sogen. „Erdroller" zum 3. Tor anbringen, das bei bessere Aufmerksamkeit des Gästehüters zu verhüten gewesen wäre. Als da km Hofmann in der 21. Minute einen seiner gefürchteten Torschüsse angebracht hatte, war der Tormann zunächst gut auf bent Posten und konnte sich in den Besitz des Balles bringen; doch das tückische Leder — vermutlich war es ein Drehball —, entglitt seinen Händen und fiel hinter ihm ins Tor.
Schon bald nach Wiederbeginn stand die Partte 5:0, nachdem Wallenburger einen Elfmeter verwandelt hatte, den der Unparteiische wohl oder übel diktieren mußte. Der rechte Verteidiger der Gäste hatte Hofmann im Ansatz« zum Torschüsse im Strafraum regelwidrig gehakt! Em mal läßt Lerner den zum erfolgreichen Gelingen notwendigen Uneigenmch vermissen; hier würde die Abgabe des Balles an den freistehenden Linksaußen unbe- dingt Mm Torerfolg geführt haben! Das schönste Tor des Tages, dazu das letzte, buchte Hofmann nach Allein-
feines Verbandsgebietes „N o t h i l f e s p ie k«" durchgeführt werden sollen, deren Reinettrag für die örtlichen Winterhilfe-Organisationen besttmmt ift.
Borussia trat mit folgender Mannschaft an: Büchner; Fischer, Christian; Hoßfeld, Rohberg, Hümmler; Heßberger, Kamerl, Pietsch, Leugers, Bonard. Gleich bei Anstoß bricht Odershausen mit schnellem Flügelwechsel durch und Borussias Verteidigung muß eingreifen. Wechselseitige Durchbrüche ohne Torerfolge. Borussia kombiniert, aber die Flanken kommen von den Flügeln unpräzise herein ober landen, besonders von linksaußen, meistens hinter dem Tor. Während die Odershäuser Verteidigung (3 Vett.) sich ziemlich hatt durchzusetzen ersucht, klätt der neue Borussenverteidiger durch vorbildliche Kopfabwehr. Nahem 20 Minuten geht der Kampf, als der eifrige Kamerl den Ball gerade noch an der Außenlinie erreichen kann, ju Leugers halbhoch herein- gibt, so daß dieser mit einem Kopfball das erste Tor erzielen kann. Odershausen versucht einen Angriff, den aber Borussias Läuferreihe unterbindet. Jetzt drudt Borussia. Weitschüsse verfehlen das Ziel. Auch der gegne= rische Torwart ist aufmerksam. Plötzlich hat sich Pietsch dUrchqesetzt, einen Verteidiger umspielt und das Resultat lautet 2:0 für Fulda. Borussia beherrscht wetterhin das Feld. Hin und wieder kommt Odershausen durch und bet größerer und entschlossener Schußsteudigkeit hätte der Platzmannschaft solch ein Durchbruch beinahe vor Halbzeit schon zum Ehrentteffer verholfen. Auch nach Halbzett be=
mit 15:7 Punkten.
Die Spiele der Hortgruppe.
Spielverein Kassel — F C. Grone 2:0.
Von der Gästeelf hatte man eigentlich mehr erwartet. Mannschaft enttäuschte in jeder Beziehung und war ben diesmal sehr gut aufgelegten Kasselern nie ein gleichwertiger Gegner. Besonders in der zweiten Halbzeit fielen die Oraner ihrem eigenen Anfangstempo zum Opfer und überließen dem Sieger völlig das Feld.
Tura Kassel —Northe im 6:0.
Schon am vorigen Sonntag hatte die Tura gezeigt, daß sich die Mannschaft verbessert hat. Lediglich der Sturm ließ noch Wünsche offen, zeigte aber ebenfalls eine Besserung.
Göttingen 05 — Großalmerode 4:0.
Der Tabellenführer kam W dem erwarteten sicheren Siege über die Großalmeroder, die außer einigen guten Leistungen in der Dedung nichts Besonderes boten. Da aber auch die Göttinger Verteidigung in bekannt guter Manier abwehrte, war es den Großalmerodern versagt, das Ehrentor W erzielen.
Ein 3ubitäumsfpiel.
Hermannia Kassel — SC. 03 Kassel 4:6 (2:4).
Anläßlich ihres 25jährigen Jubiläums hatte sich die Hermannia den Bezirksmeister SC. 03 Kassel zu einem Freundschaftsspiel verpflichtet, das vor einer großen Zu- schauerm-nge nach spannendem und schönem Kampfe mit dem knappen, aber verdienten Siege des in der Gesamtleistung etwas besseren Bezirksrneisters endigte.
Drei Autzbatl-Lünderkämpse
standen auf dem Sonntagsprogramm. In Bafel feierte Oesterreich über die Schweiz mit 8:1 (2:1) einen auch in dieser Höhe verdienten Sieg. Frankreich spielte an zwei Fronten, in Paris verlor die sranzösffche Nationalmannschaft gegen Holland 3:4 (1:4), dagegen triumphierten Frankreichs Reserven in Toulouse über Spanien knapp mit 3:2 (3:0).
Radsport.
Die 3. Deulschland-Rnndfahrl
wurde auf der Tagung des Jbus in Berlin im Prinzip beschlossen. Obwohl noch nicht seststeht, welche deutschen Firmen sich an der Ausrichtung beteiligen, wurde zum Kalenderkongreß der I. B. U. am 12. Dezember in Zürich der 24. April bis 15. Mai als Termin angemeldet. Für die einzige und größte deuffche Etappenfahrt sollen 12 deutsche und 12 ausländische Straßenfahrer engagiert werden, so daß bas. Rennen diesmal nicht als Mann- schafts-, sondern nur als Einzelwettbewerb zum Austrag kommt.
Motorsport.
Ehrung des Deutschen Molorrad-Slraßenmeisters Kahrmann, Fulda.
Der bekannte Fuldaer Motorrad-Rennfahrer Hans Kahrmann, welcher unter stärkster und erster Klassenfahrer ben Titel eines deutschen Straßenmeisters im Motorrad-Rennsport in der 250 Kubikzentimeter-Klasse für bas Jahr 1930-31 erringen konnte, erhielt als besondere Auszeichnung für fein« sportlichen Leistungen noch bas deutsche Sportabzeichen des Deutschen Motorradfahrer-Verbandes.
Vom Magistrat der Stabt Qulba wurde dem jungen Metsterfahrer, anläßlich einer Klubsitzung des R. u. M. C. Opel Fulda als besondere Anerkennung um seine Verdienste und würdige Vertretung der Stadt Fulda, unserer Heimafftadt, das Buch der Stadt Fulda, mit Widmung und Unterschrift des Oberbürgermeisters Dr. Danzebrink, überreicht.
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