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Auf beiden Seiten gab es mehrere Verletzte e s s e r st i ch e und Stockschläge. Schließlich

nis Hermeskeil zugeführt.

Das Urkeil im Kranichfelder Landfriedensbruchs- prozetz.

Im Kranichfelder Landfriedens­bruchsprozeß, in den 36 Angeklagte we­gen der vor längerer Zeit erfolgten Zusammen­stöße zwischen Kommunisten und Natio­nalsozialisten vor dem Kranichfelder Volks­haus anläßlich einer nationalsozialistischen Ver­sammlung verwickelt waren, wurde am Donners»

das KilW sich ohne Hast anziehen und in Ruhe ftüh- stücken können. Die Viertelstunde mehr Schlaf, die sich schwache Mütter immer wieder abringen lassen, bringen dem Kinde nicht den geringsten Nutzen, wohl aber vieler­lei Schaden, nämlich: Das ungewaschene oder unge­nügend gewaschene Kind ist halb verschlafen, unlustig und daher unfähig, dem Unterricht zu folgen. Die gründ­liche Reinigung findet am besten abends vor dem Schla­fengehen statt, weil einerseits mehr Zeit Ist, anderer­seits Staub und Schmutz des Tages nicht mit Ins Bett genommen werden, was nicht nur aus ästhetischen, son­dern auch aus hygienischen Gründen zu fordern Ist. Diese gründliche Reinigung bildet zusammen mit Zähneputzen und Säubern der Finger- und Fußnägel, sowie Aus­wischen der Ohren mit einem von Watte dünn umwickel- ten, zugefpitzten Holzstäbchen einen weitgehenden Schutz vor Infektionskrankheiten.

Manche Kinder sind sogenannte Leseratten. Es Ist verkehrt und zwecklos, ihnen dieses Vergnügen zu rau­ben. Man versuche nur, die Lektüre unaufällig zu über­wachen und selbst dem Interesse und Geschmack des Kin­des entsprechende Bücher ausfindig zu machen. Man lasse sie in ihrer Freizeit bei gutem Wetter im Freien lesen, sonst tun sie es heimlich bei jeder sich bietenden Gelegenheit, und wenn es für Minuten auf der Toilette ist, abends im Bett mit der Taschenlampe, zwischen den Schularbeiten! Die Lesewut ist eine manchmal ans Pa­thologische grenzende Erscheinung bei intelligenten, wis­sensdurstigen Kindern, die man nur durch Verständnis in gemäßigten Grenzen halten kann.

Die Mahlzeiten müssen regelmäßig eingenommen werden. Sie sollten den Ergebnissen der modernen Er­nährungslehre entsprechend zusammengesetzt fein. Die

stets die neuesten Schallplatten von faulstich, karlstr

* Trauriger Ausgang einer Vorst inne». Auf der Nachkirmes in dem HochwaLckorf Waldweiler (Bez. Trier) kam es zu einem Zusammenstoß zwischen jungen Beuten. iT " ' " ~ " ' - • - - '

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Verantwortlich für allgemeine und kommunale Po- nttf Dr odil Johanne« gramer füt Heimat Iu- gendblan und religiöte Beilage Dt oec publ Jo­ie p h Sauer für Öen übrigen Teri Dr rei pol. Kari S u fl e r m <1 n n, (le in Fulda Verantwortlich n’ir dir Anzeigen: Direktor der Rui Mer Actrendruckerei i > » i, » r

Behandlung mit Rizinus ebenfalls nur nutzen kann. Schuhe, die auf diese Weise vorbereitet werden, können als absolut waflerdicht gelten.

Hauptmahlzeit besteht au» wenig Fleisch, viel Gemüse, Salat, Obst. Zum Frühstück gibt man am besten einen nahrhaften Mehl-, Haferflocken- oder Grießbrei, besten Langweiligkeit durch Zusatz von Nüssen nud Obst aus­geglichen wird. Vollkornbrot anstatt Semmel oder Hausbrot ist unerläßlich wegen des höheren Gehalls an Kalorien und Mineralsalzen, dann zur Kräftigung der Zähne (Vollkornbrot erfordert energisches Kauen) und nicht zuletzt als Mittel gegen Entstehung und zur Be­kämpfung der Verstopfung. Milch oder Fruchtjäfte er­setzen den Kaffee, Tee oder Kakao! Spirituosen sind keinesfalls, auch nicht tropfenweise zum Kosten, zu er­lauben. _________

Dafferdlchle Schuhe für den Dinker.

Von Anna Sende r-Dresden.

Die kalte Jahreszeit mit ihrem ost schlechten Wetter erfordert gutes Schuhwerk, das vor allem gegen die Nässe genügenden Schutz bietet, denn manche Erkran­kung ist auf naste Füße zurückzuführen. Nun weiß sich manche Hausstou keinen Rat, wenn es immer wieder regnet. Da halten die besten Sohlen dem Master nicht mehr stand, wenn man sich nicht zu helfen weiß. Am besten beginnt man jedoch schon mit der Behandlung der Schuhe, ehe di« Regenperlode einsetzt. Daß die Schuhe einwandfrei, d. h. gut gesohlt und sorgfältig ver­näht sein müsten, versteht sich von selbst. Man nimmt nun ein ziemlich rauhes Glaspapier (Schmiergelleinen) und rauht die Sohlen der zu dichtenden Schuhe auf. Hierauf werden die Sohlen mit Rizinusöl behandel, in­dem man die Schuhe solange mit denk Oel tränkt, das mit der Hand eingerieben werden muß, bis sie nichts mehr aufnehmen. Nun läßt man die Schuhe zwei Tage stehen und wiederholl die ganze Prozedur noch einmal, jedoch ohne die Sohlen erneut aufzurauhen. Nach zwei weiteren Tagen werden die Schuhe zum dritten Mal geölt und dann mit Krebsfett eingerieben, vor allem auch die Nähte und das Oberleder, dem übrigens eine

Die Gesundheit des Schulkindes

Von Dr. med. Charlotte Zschocke.

Die Gesundheit des Schulkindes wird jetzt in anderer Weise überwacht als in der Vorkriegszeit. Häufige Turnstunden und Wanberungen sichern die körperliche Ausbildung neben dem üblichen Unterricht. Die regel­mäßige Untersuchung durch den Schularzt ermöglicht Maßnahmen zur Verhütung von Krankheiten und Kör­perfehlern im ersten Stadium und Aussonderung von ansteckungsfähigen und gebrechlichen Kindern. Mit die­sen fürsorgerischen Maßnahmen ist aber durchaus nicht dem Elternhaus die Verpflichtung ob genommen, für eine gesunde Lebensweise und sachgemäße Ernährung Sorge zu tragen; beim die Heranwachsenden Kinder, besonders di« 10—14jährigen, stellen einen großen Prozentsatz der Patienten in der Sprechstunde des Kinderarztes und der Kinderpolikliniken. Der Grund dafür ist teils iy schnel­lem Wachstum, teils in unvernünftiger Lebensweise zu suchen. Was ich in folgendem sage, gilt hauptsächlich für die 10—14jährigen, obwohl es im wesentlichen auch auf jüngere und ältere Schulkinder anzuwenden ist. Wichtig für die ungehemmte Entwicklung ist vor allem eine genaue Zeiteinteilung, die Aufstehen und Zubettgehen, sowie Arbeits- und Freizeit regelt und nur ganz ausnahmsweise durchbrochen werden darf.

Ein Kind braucht 10 bis 12 Stunden Schlaf, für besten pünktlichen Beginn und ungestörte Dauer die Eltern zu sorgen haben. Bei einem ausgeschlafenen Kinde wird auch das Aufftehen ohne große Schwierig­keiten vor sich gehen. Je nach der Länge des Schul­weges wird dieser Zeitpunkt morgens 1—2 Stunden vor den Schulbeginn zu legen sein. Auf alle Fälle muß

Aus der Thüringischen Rhön.

Aus Geisa und Umgebung.

irliner Industrie- und Handelskammer ausging, wurde lucht, di« Bedeutung der Belastung zu kleinern. So hieß es, der Zinssatz für fremdes Geld mache, auf den Umsatz der Industrie berechnet.

Mu» dem Dermbacher Gemeinderak.

-- Dermbach. Recht lebhafte Formen nahm die letzte öffentliche Gemeinderatssitzung in Derm­bach an. Der Zudrang der Zuhörer war so stark, daß neue Sitzgelegenheiten herbeigeschafft werden mußten. Auf der Tagesordnung standen zwei Punkte, die die allgemeine Teilnahme hervorgeru- fen hatten: Verdoppelung der Bürger- st e u e r und Sparmaßnahmen in der Gemeinde. Die Erhöhung der Bürgersteuer um 100 Proz. wurde von den Gemeinderatsmit­gliedern einstimmig abgelehnt. Doch ist damit durchaus noch nicht gesagt, daß die Erhöhung un­terbleibt. Die Kreisverwaltung hat das letzt? Wort, und es dürfte dem heurigen Beschlüße der Ge­meindeväter ähnlich ergehen wie dem Beschlüsse vor Jahresfrist: Als es sich damals um die Ein­führung der Bürgersteuer handelte, verhielt sich her Gemeinderat ebenfalls ablehnend, mit dem Er­folg, daß die Kreisverwaltung die Steuer auf dem Verordnungswege einführte. So wird es wohl auch diesmal werden! — Die Sparmaßnahmen lie­fen darauf hinaus, einen Beamten der Gemeinde abzubauen, der Wunsch war laut geworden, aber niemand wollte sich zu diesem Wunsch bekennen. Bürgermeister Petzenberger kennzeichnete in treffender Weise die wenig anständige Art, Stim­mung gegen die Verwaltung zu machen. Vor dem Kriege seien in Dermbach bei einer Einwohner­zahl von 1200 neun Beamte beschäftigt gewesen, heute seien es bei gesteigerter Arbeitslast und über 1600 Einwohnern nur noch sechs. Er gab im Einzelnen einen Ueberblick über die Monatsgeh ft- ter der Beamten und lehnte für sich und seine Mit­arbeiter den Vorschlag, daß jeder Beamte nach all den vorhergegangenen Kürzungen nochmals frei­willig auf 10 Prozent des Einkommens verzichten solle, entschieden ab. Der Abbau des Poli'eidie- ners, der sich die Ungnade einiger rauflustigen Elemente zugezogen bat, wurde «gelehnt.

Nirch M e s s e r st I ch e und Stockschläge. Schließlich mußte die Polizei aus Herrn skeil herbeigerufen wer­den, gegen die die Streitenden jedoch tätlich oorgingen. Die Beamten machten von ihre Schußwaffe Ge­brauch, wobei ein junger Mann au» Kell durch einen Bauchschuß schwer verletzt wurde Die Haupträbe:», führer wurden verhaftet und dem Amtsgerichtsgefän-

Aeikungsverbok.

Der Oberpräsident der Provinz Sachsen hat das in Erfurt erscheinende Thüringer Dolks- blatt, Organ der kommunistischen Partei Deutschlands für Großthüringen, Erfurt und an­grenzend« preußische Gebietsteile, aus die Dauer von drei Wochen verboten. Das Verbot wird damit begründet, daß durch Ausführungen in Nr. 224 dieser Zeitung der preußische Minister des Innern beschimpft und die öffentliche Sicherheit und Ordnung gefährdet wurde.

Das sehr bedeutsame Problem der Z i n s b e l a - st u n g der deutschen Wirtschaft ist in den letzten Tagen in den vielfachen Protesten gegen einen zwangsweisen Eingriff in die langfristigen Schuldverhältnisse sichtlich Ehr einseitig bargestellt worden; es wurde dadurch die orfteUung erweckt, als wolle sich die sog. Zinsaktion im wesentlichen auf eine Beschneidung der Kapitalzinsen beschränken. Tatsächlich ist jedoch nicht anzunehmen, daß verantwortliche Kreise glauben, mit einer einfachen Zins- töpfung ein außerordentlich schwieriges Problem lösen zu können.

Es ist notwendig, sich einige Vorstellungen von den

aller landwirtschaftlichen Betriebe mehr die Zinsen aus dem Reingewinn bezahlen. Die Zinsbelastung Der Landwirtschaft betrug bereits in den letzten Jahren durchschnittlich an die 10 Prozent. Für di« landwirt­schaftlichen Preise errechnet daraus Prof. Wagemann eine Belastug von 33% Prozent.

Für die übrige Wirtschaft sind vor allem Ne kurz- triftigen Kredite eine außerordentliche Last ge­worden. Sie werden für 1930 auf etwa 31 Milliarden Mark geschätzt gegen etwa 17.6 Milliarden vor dem Kriege, während die langfristigen deutschen Schuldver­haltnisse 58.5 gegen 100 Milliarden vor dem Kriege be­tragen. Für die kurzfristigen Kredite ist zumeist der Reichsbankdiskont maßgeblich, der ungefähr bas Doppelte ber Vorkriegszeit beträgt. Die bankmäßigen Kredite sind aber darüber hinaus noch mit ganz erheb­lichen Zuschlägen belastet. Normalerweise berechnen Ne Banken 3 Prozent über Reichsbankdiskont, während der Aufschlag vor dem Kriege nur 1 Prozent neben einer geringen Provision betrug. Dazu kommen bann aber heute noch andere Aufschläge, Ne man früher nicht kannte, so daß der Zuschlag zum Diskont 5—6 Prozent beträgt. Wenn allein die großen Kreditbanken noch etwa 7 Milliarden Mark Kontokorrentkredite ausweisen, so kann man sich leicht die daraus ruhende Zinslast er­rechnen.

Für ganz große Schuldnergruppen hat sich die Lage so zugespiht, daß mit ber Gefahr bes Aus­falls der Zinszahlungen gerechnet werben muß. Das betrifft nicht nur Ne Landwirtschaft, sondern auch die Städte oder den Hausbesitz u. a. Da ist es' nicht mehr möglich, Ne Neuregelung ber Schulbver- hältnisse der privaten Absprache zwischen Gläubiger ober Schuldner ober der Zwangsvollstreckung zu über­lasten. Das Mittel müßte angesichts des enormen Um­fangs ber zu bewältigenden Aufgabe versagen. Ein Ein­griff des Staates ist erforderlich, soll nicht eine unab­sehbare Katastrophe entstehen.

Wie etwa vorzugehen ist, hat die Stellungnahme ber Hypothekenbanken angebeutet, bte In ihrem „Protest" gegen die Konvertierungspläne sich wesentlich von anderen derartigen Kundgebungen unterscheiden. Sie sehen den Weg richtig in ber Zinsverbilli­gung über eine starke Diskontsenkung, die angesichts ber Abschnürung bes deutschen Gelb- unb Kapitalmarktes burchf ührb ar erscheint und auch währungspolitisch heute keine grundsätzlichen Bedenken mehr w a ch r u f t. Eine energische Beschneidung d e r Z i n s s p a n n e der Banken ist dabei ebenfalls anzustreben. Das Ganze ist eine stufenweise durchzu­führende gewaltige Umschuldung. „Sobald bi« Lage es zuläßt, müßten die Umwandlungen ber hoch- verzinslichen Anleihen — natürlich nur auf vertraglichem Wege — versucht unb mit allen Mitteln gefördert werden." So heißt es auch in dem „Protest" der Hypothekenbanken. Ein solches Mittel ist ber Aus­gleich eines niebrigeren Zinses durch anderweitig« Ver­günstigungen. Die Eisenbahnanleihe unb Ne in Er­wägung gezogene kommunale Umschuldungsanleihe zei­gen ja, wie berartige Vergünstigungen geschaffen werden können, nämlich durch einen weiteren Abbau ber Be­lastung des Kapitalverkehrs. Beide Anleihen sind üb­rigens „Zwangsanlechen", unb Ne notwendige Umschul­dung wird ber staatlichen Führung unb eines gewissen Druckes ohnehin nicht entbehren können. Selbstverständ­lich muß biefe Aktion begleitet sein von einer allge­meinen wirtschaftlichen Entlastung bezw. einer herauf gerichteten Wirtschaftspolitik. Dies sind auch wohl im Kerne die tatsächlichen Erwägungen, die über das in der Oeffentlichkeit sehr verzerrte Thema „Zinsabbau" angestellt werden. Ihn selbst überlassen, würde in dem Zustand, in dem sich unser« Wirtschaft befindet, einer Katastrophe gleichkommen.

tagnachmittag vom Schöffengericht Weimar bas Urteil gefällt. F r e i g e s pr och e n wurden zehn Angeklagte, und zwar ausschließlich Rom» munisten. Mit vier Monaten Gefängnis wegen einfachen Landfriedensbruchs bestraft wurden vier Kommunisten, mit sechs Monaten Ge­fängnis wegen schweren Landfriedensbruchs unter Zubilligung mildernder Umstände zehn Ange­klagte, und zwar ein Nationalsozialist und neun Kommunisten, mit vier Monaten Gefängnis wegen einfachen Landfriedensbruch» und Vergehens gegen das Waffengefetz sieben An­geklagte, und zwar sechs Kommunisten und ein Nationalsozialist, mit sieben Mona­ten Gefängnis wegen schweren Landfriedensbruchs und Waffenmißbrauchs unter Annahme mildern­der Umstände drei Kommunisten. Außer, dem wurde ein Ehepaar wegen Beihilfe zum Waffenmißbrauch zu drei Wochen Gefängnis ver­urteilt.

In der Urteilsbegründung heißt er: Was die kommunistischen Teilnehmer an dem Zusammenstoß betrifft, so steht das Schöffengericht auf dem Standpunkt, daß die Hauptverhandlung ergeben hat, daß sie zu dem Platz des Zusammen­stoßes nicht etwa gekommen sind, um einen ihrer Anhänger zu befreien, sondern um einen An­griff auf die Hakenkreuzfahne an dem Versammlungslokal der Nationalsozialisten zu unternehmen. Andererseits könne das Gericht aber nicht der Auffassung folgen, daß die National- soziallsten bei den Zusammenstößen vor dem Volkshaus etwa nur eine Verteidigungs- Maßnahme im Sinne gehabt hätten. Das Ge­richt hat die Ueberzeugung gewonnen, daß auch sie. ihre politischen Gegner a n g r e i f e n wollten.

höchstens 3 Prozent aus, während ber Arbeitslohn bei »er verarbeitenden Inbustie mit annähernd 30 Prozent, bei ber Industrie ber Rohstoffe weit höher auf dem Um­satz laste. Und weiter wirb in der gleichen Eingabe an die Regierung bas Bild verfälscht, wenn es heißt: „Die durchschnittliche Nominalverzinsung der in den Jahren 1924 bis 1930 aufgenommenen langfristigen Inlands­anleihen betrug 6.66 Prozent." Mit einer solchen sche­matischen, bas Gewicht ber einzelnen Anleihegruppen nach ihrem kapitalmäßigen Umfang, gänzlich unberück­sichtigt lassenben Durchschnittsberechnung wirb bas Zins- Problem geradezu als nicht fo vordringlich hingestellt. Die gleiche Verkennung des wirklichen Zinsdruckes kommt in dem Hinweis zum Ausdruck, baß ber Rea l- kredit ber beutschen Landwirtschaft nur etwa 6.1 Prozent ber gesamten innerdeutschen Ver­schuldung ausmache. Jeder Kenner der Verhältnisse weiß, daß die Realverschuldung ber beutschen Land­wirtschaft nur den kleineren Teil der landwirtschaftlichen Gesamtverschulbung ausmacht, daß weiterhin nicht, was ganz allgemein gilt, der nominelle Zinsfuß die eigent­liche Zinslast darstellt, sondern, daß dazu auch Ne ganz erheblichen Zinslasten zu rechnen sind. Wenn schon für Ende 1929 eine Zinsbelastung der Landwirtschaft in Höhe von etwa 1 Milliarde Mark jährlich sestgestellt wurde bei einer Verschuldung von 11—11.5 Millrd. Mk., so muß die nach den letzten Erhebungen jetzige Ver­schuldung von 13,8 Milliarden Mark na­turgemäß diese Last noch erhöht haben. Gleichzeitig hat sich aber nach einer Schätzung des Instituts für Konjunkturforschung ein Kaufkraftausfall für die Land­wirtschaft von einer halben Milliarde ergeben, Nach ber vor einigen Wochen veröffentlichten Erhebung der RentenbankkreNtanstatt kann nicht einmal Ne Hälfte

- Stadtlengsfeld. (Sühne für einen E i n b r u ch). Vor dem Amtsgericht in Stadt­lengsfeld fand fetzt der Einbruchsdiebstahl im La­ger der Fa. Rothschild seine Sühne. Im Fe­bruar d. I. waren dort Felle im Werte von 600 Mark gestohlen worden. Durch Zufall wurden vor zwei Monaten die gestohlenen Sachen in der Scheune des früheren Gastwirts H. entdeckt. Die­ser wurde verhaftet und fetzt aus der Unter« suchungshaft von Eisenach vorgeführt. Der Ange­klagte erklärte, unschuldig an dem Einbruch zu fein; er will die Felle auf feiner Wiese gefunden haben. Das Gericht schenkte ihm keinen Glauben und verurteilte ihn zu 4 Monaten und 1 Woche Gefängnis. Don der Untersuchungshaft wurde ihm 1 Monat angerechnet.

Eisenach. (Aus der katholischen Gemeinde). Am kommenden Sonntag feiert die hies. katholische Pfarrgemeinde den Schluß des Elisabeth-Jubiläums durch ein feierliches Leviten­amt mit Generalkommunion und einem Ge» meinbeabenb im Gewerbehaus. Bei günstiger Witterung finbet nach dem Hochamt Prozession auf dem Festplatze statt. Der Franziskanerpater 2 u i n c t i a n aus Fulda hält beim Hochamt die Feftpredigt und bei ber Abendfeier die Fest­rede.

verfchiedene n Setten ber Zinsfrage in fammenhang mit ber allgemeinen wirtschaftlichen Wicklung zu machen. Dabei ist jedenfalls von ber Feststellung auszugehen, baß ber Kostenbestanbteil Zins in ber Nachkriegszeit eine sehr viel stärker« Belastung als vor bem Kriege barstellt. Die Anleiherenbite ber letzten 15 Dorkriegsjahre wirb auf 3.5 bis etwas über 4 Prozent errechnet, in ben Jahren 1924—1930 betrug ble Renbite ber (Bolbpfanbbiefe bagegen 9.90 bis 7.75

Prozent. Berechnungen über Ne Gesamthöhe ber beut« sch en Zinslasten stimmen nicht ganz überein. Der Prä­sident bes Statistischen Reichsamts, Prof. Wagemann, errechnet für 1929 eine Zinslast von Insgesamt etwa 6.3 Milliarden Mark gegen etwa 4.3 Mil­liarden 1913. Inzwischen hat sich aber die Zinsbelastung sowohl bem Betrage nach erhöht unb ist außerdem ihrem Gewicht nach infolge ber Golbwertsteigerung um etwa ein Drittel bes Wertes brückender geworben; auf ber an­deren Seite muß sie von einer Wirtschaft getragen wer­ben, deren Erzeugung um etwa ein Drittel gegenüber berjengen von 1913 zurückbleibt.

In einem ber sehr lebhaften Proteste gegen Ne an­geblichen Absichten einer Zinsbechneidung, ber von ber

Die Wirtschaft der Woche.

Don Dr. 21. Noti Frankfun a. M.

Sinfenbämmerung ? — Das Gewlchk der deutschen Verschuldung.

Umschuldung oder Zusammenbruch.

Berliner Oev eenkuree

12 November

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Dänemark

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Norwegen

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Schweden

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Prag

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