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KÖNIGIN VON

SABA

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eine bessere

Ar. 265

Fuldaer Zeitung (Amtliches Kreisblatt.)

Sonntag, den 15. November 1931

Kann es für unsere neue

geben.

daß jeder, der

einmal probiert,

ihr die voll-

Schwester

der berühmten

erkennt und begeistert raucht

Höchste Temperatur htt Schatten

am 13 11.

Höchste Temperatur in der Sonne am 13 11.

+14,0‘ C

Schwerbestrafter Spion.

Der Reichswehrgefreite Friedrich Wagner, der aus Kassel stammt, und bei der 3. Batte­rie des Artillerie-Regiments Nr. 5 in Fulda diente, wurde jetzt vom 4. Strafsenat des Reichs­gerichts in Leipzig unter Ausschluß der Oeffent- lichkeit wegen fortgesetzter Spionage zu 7 Jah­ren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrver- iust verurteilt. Außerdem wurde die Aus­stoßung aus dem Heere unter Versal! von 3000 Mk. Spionagegeldern ungeordnet. 9 Monate Un­tersuchungshaft gelten als verbüßt.

Der Angeklagte ist geständm. vom 11. Sevtem- ber 1929 bis zu seiner am 20. Januar 1931 in Karlsruhe erfolgten Verhaftung mit zeitweiligen Unterbrechungen dem französischen Geheimen Nach­richtendienst in Mainz, Basel und Forbach Nach- richten sowie auch Schriftstücke übermittelt zu ha- ben, die nach dem Gutachten des militärischen Sachverständigen zum größten Teil im Interesse der Landesverteidigung geheim zu halten waren.

Bekanntlich schwebt noch ein weiterer Sp i o na g e p r o z e ß, in den neben einem auswärtigen Rechtsanwalt und einem Kaufmann aus Mainz auch ein weiterer früherer Angehöriger der Fuldaer Artillerie sowie ein Fuldaer und ein Hünfelder Geschäftsmann verwickelt sind.

Me wird das Wetter?

- vornehmlich in den höheren Luftschichten oorstoßende Kaltluft hat über dem Kontinent zur Ausbildung eines Hochdruckrückens geführt. Der bei Island erschienene neue kräftige Tiefdruckwirbel führt an seiner Vorderseite einen breiten Strom warmer, subtropischer Luftmassen nordwärts. Sie werden auch bei uns neuen Luftdruck- fall Hervorrufen und zu stark verbreiteten Regenfällen führen. Das Wetter bleibt also auch weiterhin zyklonal.

Witterungsausfichten für Sonntag: Bei milden, süd­westlichen Winden vorwiegend bewölktes Wetter und stark verbreitete Niederschlagsneigung.

Temperatur- und Barometerstand in Fulda.

Mitgeteist von Diolom-Ootiker Sauerborn

. her allein maßgebenden Lager so stark zur Zu­rückhaltung bewogen, mutig und erfolgreich ge­kämpft, mit dem Erfolg, daß die neue 'staatliche Grundlage als Hort gegen den damals so scharf I andrängenden Bolschewismus gewonnen wurde.

Als das Werk von Weimar geschaffen war, im Februar 1920, zog sich Richard Müller aus dem Parlament zurück. Der Organisations­arbeit der Zentrums-Partei, namentlich der I kurhessischen Zentrums-Partei, deren Ehrenvor­sitzender Richard Müller nach seinem Rücktritt vom Vorsitz wurde, hat er noch bis in die letzten Tage sein Interesse geschenkt. Seine Sorge galt auch, ebenso wie während seines ganzen Lebens, bis zuletzt karitativen und sozialen Einrichtungen, die er großherzig auch materiell unterstützt hat. Ri­chard Müller war auch stets ein tatkräftiger und treuer Freund der katholischen Presse. In der „Kölnischen Volkszeitung" sind häufig Auf­sätze von ihm erschienen. Der Schriftleitung der „Fuldaer Zeitung" hat er in Freundschaft nahegestanden. Richard Müller wußte die Bedin­gungen, unter denen ein poliftfches Blatt ge­staltet wird, objektiv zu würdigen. Er betrachtete mit Großzügigkeit und frei von persönlicher Emp­findlichkeit das, was im Interesse der weltanschau­lichen Richtung eines Blattes gesagt werden muß und was vermieden werden muß. Er wußte in Reih und Glied zu marschieren. Er war kein Ver­teidiger bequemer Zurückhaltung und weichlicher Schonung verhängnisvoller Vorurteile einfluß­reicher Schichten.

Richard Müller war eben ein Mann, dem es um die Sache und nicht um die Person ging. Das rühmt man allgemein an ihm, daß er eine große persönliche Bescheidenheit und Zurückhaltung übte und seine Arbeit am liebsten in der Stille leistete. Deshalb wußten und wissen vielfach auch nur die Kundigen des Näheren, wie groß tatsäch­lich sein Einfluß auf die Politik und namentlich auf die Finanzpolitik des Reiches lange Jahre hindurch gewesen ist. Sicher ist aber, daß der Name Müller-Fulda in der Geschichte des deutschen Volkes fortleben wird, und sein Wirken, vom Ge­schichtsschreiber der deutschen Zentrums-Partei, Geheimrat Bachem, in einem großen Werke fest­gehalten, nicht vergessen werden wird. Vor allem wird man in d e r Sta d t Fulda, die sich der besonderen Fürsorge und treuen Mitarbeit des Heimgegangenen zu erfreuen hatte, ihn nicht ver­gessen. Er lebt in seinen Werken bei uns fort. Stiftungen wie das Josephsheim werden sei­nen Namen noch bei fernen Generationen leuch­ten lassen und in der Erinnerung wachhalten, was er als ein christlicher deutscher Mann, abhold pa­triotischen Redensarten, aber von tatkräftigem Willen und klugem Können beseelt, für seine Mit­menschen getan hat.

Die Beisetzung Richard Müllers erfolgt am Dienstag Nachmittag 4 Uhr auf dem alten Fried­hof am Franzosenwäldchen, an der Seite seiner nach ganz kurzer Ehe verstorbenen Gemahlin.

I. K.

Personen-Nachrichten.

Herr Lehrer Fedke in Gotthards, Kreis I Hünfeld, ist in den Ruhestand getreten.

Landwirkschafisfchule Fulda.

Dieser Tage hat der Unterricht an der Land- wirffchaftsschule Fulda wieder seinen Anfang ge­nommen. Die Schule wird in diesem Winterhalb­jahr von insgesamt 60 Schülern besucht, gegen 77 im Vorjahre. Der gesamte Unterricht wird aus Sparsamkeitsrücksichten von den 3 hauptamt­lichen Lehrkräften übernommen. Den gegenwär­tigen Verhältnissen entsprechend ist der Besuch auch dieses Jahr als gut zu bezeichnen, obwohl die Not der Zeit auch an der Anstalt nicht spurlos vorüber­gegangen ist.

Bürgermeister-Versammlung.

Der Vorsitzende des Kreisausschusses, Landrat Freiherr von (Sagern, hat die Bürgermeister des Landkreises Fulda zu einer Dienstversammlung auf Montag, den 23. Nov., vormittags 9 Uhr in die „Harmonie" geladen. (Tagesodnung siehe un­ter „Amtliche Bekanntmachungen).

Wichtig für Sozialrentner.

Am Dienstag, den 17. November dieses Jah­res, von 9—12 Uhr, wird die Unterstützung für November an die hilfsbedürftigen Sozialrentner der Stadt Fulda ausgezahlt. Die angegebene l Zeit zur Abholung fft genau einzuhalten. Rote Ausweisnummerkarten sind vorzulegen.

Ansatzrenteuempfanger.

Am Montag, den 16. November 1931 von 9 bis 12 Uhr, wird die Zusatzrente für November an sieche, erwerbsunfähige Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene gezahll. Gelb« Ausweis- nummerkarten sind vorzulegen. Renten, die an I diesem Tag« nicht abgeholt sind, werden den |

' Empfangsberechtigten auf ihre Kosten durch d Post übersandt.

r Wachsende Ermerbslosenlast der Städte.

Nach der Mitteilung des Deutschen Städtetagl 1 ist die Zahl der Wohkfahrtserwerbslosen im Ö& her wiederum stark gestiegen. In den Städten m mehr als 25000 Einwohnern wurden am 3 Oktober 1931 rund 949 000 von den Arbeit! ämtern anerkannte Wohlfahrtserwerbslose gezähl Das bedeutet gegenüber dem Stande am Ende de Vormonats mit 883000 eine Zunahme von 66 (K gleich 7,5 v. H. Den 949 000 anerkannten Woh fahrtserwerbslosen sind weitere 17000 laufen unterstützte hinzuzurechnen, deren Anerkennung« verfahren noch schwebt. Die Zahl der von de Gemeinden zusätzlich unterstützten Empfänger vo Arbeitslosen- und Krisenunterstützung ist gleich falls gestiegen. Sie betrug Ende Oktober tun 134000 gegen 122 000 am Ende des Vormonat- Organisierte Winterhilfe des Fuldaer Einzelhandel« Der Fuldaer Einzelhandel hat durch seine hie sige örtliche Organisation, die Vereinigung Fuldae Handelsgeschäfte, eine Winterhilfsaktioi eingeleitet mit dem Ziel, neben der durch di Organe der Wohlfahrtspflege betriebenen Samm lung eine, besondere Sammlung des Einzelhandel! zu veranstalten, die in erster Linie in Waren s p e n d e n besteht, die dem städtischen Wohlfahrt amt zur zweckmäßigen Verteilung zugeführt werde, sollen. Geschäfte, deren Waren sich nicht zui Verteilung an Hilfsbedürftige eignen, werden ge beten, sich mit einer entsprechenden Geldspende zu beteiligen. Alle diejenigen Firmen, die ein, ausreichende Spende abgeliefert haben, werden durch ein entsprechendes Schildchen kenntlich gemacht. Ein Aufruf zur Beteiligung an diese, Attion wird den einzelnen Firmen in den nächsten Tagen noch besonders zugehen. Aus demselben werden alle erforderlichen Einzelheiten ersichtlich sein.

Einen strengen Winter

I und einen darauffolgenden trockenen und sonnenhellen Sommer prophezeite uns ein Landwirt aus der Umgegend Fuldas, der uns heute morgen eine Anzahl quietschvergnügter Maikäfer vorstellte, die er beim Pflügen gefunden hatte. Nach seiner Erfahrung dürfe man aus dem Erscheinen der Maikäfer im Herbst auf diese Ent­wicklung des Wetters schließen. Auch die Tat­sache, daß die Rosen so lange blühen, bestärke ihn in seiner Ansicht. Uns bleibt nichts übrig als abzuwarten, ob unser wetterkundiger Bauer recht hat oder nicht. Im übrigen haben ja auch die wissenschaftlichen Wettervoraussager einen weit besseren Sommer als in diesem Jahre versprochen.

Die Gehaltszahlung in Preußen.

Ein Runderlaß der preußischen Staatsregie­rung bestimmt, daß den Beamten das vierte Viertel der ihnen für den November zustehen­den Dienst- und Bersorgungsbezüge in bar am 21. November auszuzahlen ist. Ueberweifungen dür­fen nicht vor dem 19. November erfol­gen.

Lin schwerer Zunge gefaßt.

Dieser Tag« wurde von der Polizei ein Be­trunkener in Schutzhaft genommen, der durch sei­nen Zustand das Publikum erheblich belästigte. Als er nach seiner Ausnüchterung von der Kri­minalpolizei „beleuchtet" wunde, stellt« es sich her­aus, daß man es hier mit einem „schweren Jun­gen", dem 27jährigen Musiker Franz M i - Hal aus Altenstadt zu tun hatte. Er ist er­heblich, zuletzt mit 4% Jahren Gefängnis wegen Einbruchsdiebstahl (Fassadenkletterer) vorbestraft und wird augenblicklich wegen eines derartigen Diebstahls gesucht, den er im Juni dieses Jahres in einem Hotel in Bad Wildungen ausgeführt ha­ben soll. Bei diesem Diebstahl ist einem Hotel­gast eine Brieftasche mit einem größeren Geld- betrag entwendet worden. M. würde dem hiesi­gen Amtsgericht zugeführt.

Die politische Schulungskagung des Windthorstbundes vom 16. bis 21 .November beginnt Montag abend, 8.15 Uhr, mit einem Begrüßungsab end in der „Harmonie**. Die übrigen Tage haben folgende Ordnung: 8 Uhr helftge Messe im Josephsheim, 8.45 Uhr Kaffee­trinken, 9.30 Uhr Referat und Aussprache, 1 Uhr Mittagessen, 3 Uhr Referat und Aussprache, 7 Uhr 'Abendessen, 8 Uhr Abendveranstaltungen. Die Re­ferate finden mit Ausnahme von Mittwoch (Buß- und Bettag) und Donnerstag nachmittag in der „HMmonic" statt. Die Einführungsvorträge an den beiden ersten Tagen hält der Führer der Windthorstbünde, Reichstagsabg. Dr. Krone - Berlin. Er spricht auch Dienstag abend in einer öffentlichen Kundgebung im großen Stadtsaal. Donnerstag vormittag spricht Reichstagsabgeordneter Prof. Dr. Dessauer in der „Harmonie** über das Thema: „Im Kampf mit der Wirtschaftskrise." Auf diesen Vor­trag fei besonders hingewiefen. Freitag, den 20. November, leitet Reichstagsabgeordneter Hof­mann-Ludwigshafen den Kursus. Samstag vor­mittag ist die Schlußkundgebung. Mittwoch abend findet in der „Harmonie** ein Heimatabend mit Gedächtnisfeier für die Gefallenen statt. Donners­tag abend hält der Windthorstbund Fulda seine Bannerweihe. Freitag abend soll ein Lustiger Abend die nötige Ausspannung bringen.

Das Tagungs büro befindet sich ab Mon- j tag, den 16. November, nachmittags 3 Uhr, in der „Harmonie**. Dorthin mögen sich die auswärtigen Teilnehmer bei ihrem Eintreffen in Fulda wenden. Dort werden die Teilnehmer-, Quartier- und Essenkarten ausgegeben und jede weitere Auskunft erteilt

gung des Reichsparteiausschusses der Zentrums-Partei in Berlin in der vergangenen Woche der Vorsitzende der Deuffchen Zentrums-Partei, Prälat Dr.Kaas, ton 80jährigen Richard Müller Worte freund­lichen Gedenkens widmete und ihn der „inneren Verbundenheit und kameradschaftlichen Treue" des Zentrums versicherte. Die 500 im Plenarsitzungs­saal des Reichtages versammelten Vertreter der gesamten Deutschen Zentrums-Partei haben diese Worte ihres Vorsitzenden mit lebhafter Zustim­mung unterstrichen. Sicherlich haben diese Kund­gebungen tiefempfundener Dankbarkeit den Le­bensabend unseres alten Reichstagsabgeordneten, der nie nach äußeren Ehren gestrebt hat, freund­lich erhellt. Sie waren und sollten sein ein Hei« n«r Beweis des Dankes, den sich der greife Zen­trums-Führer, der zugleich ein Wohltäter des Volkes war, verdient hatte. Bescheidener Beweis freilich nur, wie es der Lohn fein kann, den die Welt zu geben vermag. Als gläubige Christen wissen wir, daß die Vergeltung dessen, was einer auf Erden seinen Brüdern getan hat, dem Jenseits vorbehalten ist.

*

Richard Müller war am 6. Oktober 1851 als dritter Sohn des Fabrikbesitzers Burkard Müller Mr West gekommen. Der Vater war Begründer der später zur Blüte gelangten Fuldaer Mechani- schen Schuhstoffweberei und Filzfabrikatton. In der Leitung dieser Unternehmungen in Verbin- S Mkcheichen onbcren toud)S immer mehr

Richard Müllers weitblickende industrielle Betätl- 8W und entfaltete sich der finanzpolitische Scharf- <gepaart mit selbstlosem Gemeinsinn, Ä 4° fruchtbringend für das Reich gestalten er ein lebhaftes Empfinden für dre Gefühlswelt und die Anschauungen der Ar - I bei ter und überhaupt der breiten Volkskreise.

man> bis in die letzte Zeitz feststellen, daß Richard Müller das unerschütterliche . ^rtr au en der einfachen Leute in Fulda und nn Fuldaer Land besaß. Die Revolutton hatte an I hreiem Vertrauensverhältnis zu den Schichten der Arbeiter und Bauern nichts geändert. Man wußte, daß Richard Muller ein Volksmann war von der guten Fuldaer Artz der keinen Kastengeist kannte, der hohle Aufgeblasenheit durchschaute, der für Byzantinismus nie zu haben war und vor mehr oder minder unverdienten Titeln und Wür­den zu katzbuckeln nicht bereit war. Richard Müller war ein Demokrat im guten Sinne des Wortes Zahlreiche Aeußerungen in Rede und Schrift aus früherer Zeit beweisen das.

In das aktive politisch« Leben trat er verhält­nismäßig erst spät ein Er hatte Die 40 schon hin­ter sich, als er 1893 im Wahlkreis Fulda als San» didat der Zentrums-Partei in den Reichstag ent­sandt wurde. Trotz seiner Zurückhaltung er­kannte man hier bald seine hervorragende Bega­bung und Sachkenntnis. Vor allem in der Bud- getkommission des Reichstages mußte er als scharf­blickender Finanzpolitiker bald eine führende Stell | sung einnehmen. Ganz besonders war natürlich l sein Urteil und seine Arbeitskraft in der Zen- trumsfraktion geschätzt, die ihn darum auch, w oft er auch der parlamentarischen Tätigkeit, die chn überaus stark in Anspruch nahm, entsagen Sollte, stets wieder festzuhalten verstand. Auch w die Nationalversammlung entsandte _ ihn das vuldaer Land und unter ifjm als Spitzenkandida-

des Zentrums haben wir 1919, als die Wogen Cet Revolution die Führer der anderen, bis- | i

Fulda, den 14 November 1931

Richard Müller f.

Als unser verehrter Mitbürger Richard Mül­ler am 6. Oktober seinen 80. Geburtstag fei­ern konnte, haben wir in der „Fuldaer Zeitung" seine Lebensarbeit und seine Persönlichkeit ge­würdigt, leider aber auch die Mitteilung machen müssen, daß er schon damals schwer krank darnie­derlag. Nach Wochen schmerzlichen Leidens, in dem aber sein reger Geist noch immer an den Vor­gängen im öffentlichen Leben Anteil nahm, ist in den heutigen frühen Morgenstunden Richard Mül­ler sanft in die Ewigkeit hinüber­geschlummert.

Er hat ein Leben verlassen, das der Arbeit und der Sorge um das Wohl des Volles gewid- met war. Gerade die letzten Wochen hatten dem Achtzigjährigen deutliche Beweise allgemeiner An­erkennung seiner Wirksamkeit gebracht. Die ge­samte katholische Presse gedachte seiner anläßlich des Geburtstages in herzlichen Worten. Die „Kölnische Volkszeitung", das führende Zentrums- Organ am Rhein, schrieb am 7. Oft. u. a.:

„Richard Müller war im Reichstag der Vor­kriegszeit ein Parlamentarier von außerordent­lichem Ansehen. Sein Name bedeutete damals eine solche Fülle von Sachkenntnis in Steuer- und Finanzfragen, daß fein Urteil von maßgebendem Einfluß und absoluter Bedeutung war. Die Deutsche Zentrums-Partei verdankt diesem ar­beitsamen, immer sachlichen und erstaunlich kennt­nisreichen Manne außerordentlich viel."

Auch Reichskanzler Dr. Brüning hat! m einem Glückwunschtelegramm Richard Müllers Verdienste gewürdigt und wir Fuldaer haben es mit großer Freude beobachtet, wie auf derTa-

Niedrigste Temperatur^ feit 13. 11. + 1,0 C

Niederschlag a 13.11.80. morg. -14 11.81L morg. 0,0 mm Relative Feuchtigkeit der Lust am 14.11. mitt 12 Uhr 78,0 •/•

Barometerstand

(traf Meereshösie reduziert)

Thermo- meterstant

13.11. 6 Uhr abends

14 11. 8 Uhr morgens

14 11.12 Uhr mittags

759,0 mm

759,0 mm

759,0 mm

+ 8.01 C + 4,0° C + 5,0' C