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2tnaeiger für die Stadt Julda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt

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TTt* 2ö3 !m dich- undBuchenblätter". Rotationsdruck und Verlag v hi>r ttiilhnor OlrfionhrurpA».«; o._____L_. .er

Areikag, 13. Nou. 1931

Wfl. 58.

Präsident Bartels f

Friedrich Bartels,

Ae Spannungen im Fernen Offen

nicht

der der

Sitzungen des Völkerbundsrats nicht beiwohnen, es sei denn, um Joshisawa gelegentlich zu vertre­ten. Der japanische Gesandte in China hat An­weisung erhalten, bei der Nankinger Regierung Beschwerde zu erheben, weil sich chinesisches Mili­tär bei den letzten Unruhen in Tientsin näher als 50 Meter vor der japanischen Konzession befunden habe, wag gegen das chinesisch-japanische Abkom­men vom Jahre 1902 verstößt. Die amtlichen Kreise äußern ernste Befürchtungen hinsichtlich der Entwicklung der Dinge in der Nord-Mandschurei, wo die südlich von Angantschi stehenden chinesischen Truppen den japanischen Kräften -an Zahl über­legen seien.

Entspannung der Lage in Tientsin.

wtb. London, 12. Nov. (Eig. Meld.) Ueber die Notlage Deutschlands und Oesterreichs sagtTi­mes" in einem Leitartikel u. a.: Deutschland sei so schwer verschuldet, daß es seine jetzigen Ver­pflichtungen weder vollkommen noch pünktlich er­füllen könne. Ob es iiberhaupt jemals zur vollständigen Erfüllung im Stande sein werde, werde wahrscheinlich bald offiziell untersucht wer- Zahl der Arbeitslosen betrage mehr als *<? Mill, und steige noch immer. Löhne und Ge­halter seien wiederholt herabgesetzt worden und der Lebensstandard sei so niedrig, daß Tausende von verzweifelten Leuten Revolution oder Anar­chie als Ausweg predigten. Aber die Verzweiflung sei gegenwärtig nicht die vorherrschende Note. In der Finsternis zeige sich ein Hoffnungsschimmer, em intuitiver Klaube, daß bessere Tage bevorstün­den. Gerade die Niederdrückung des Lebens­standard der Arbeiter habe Deutschland zum größ­ten Exportland der Welt gemacht. Es habe den Vorteil, einen wirklichen Führer zu besitzen, oder vielmehr ein Triumphirat von Führern und bisher Habs es jeden Aufruf, den Dr. Brüning habe er­geben lassen, mit Disziplin und Geduld Folge ge­leistet. Der Zweck der jetzigen verbissenen Ent­schlossenheit des deutschen Volkes sei, größere Frei­heit von den Lasten eines verlorenen Krieaes zu erlangen.

.Times" schließt: In Deutschland wie in Oester­reich ist das normale politische, wirtschaftliche und finanzielle Leben einer so schweren Belastung aus­gesetzt, wie sie gerade noch erträglich ist. 'Es ist von größter Wicktigkeit, für die gesunde Entwick­lung Europas zu verhindern, daß die Belastung derartig wächst, daß ein Zusammenbruch erfolgt und jede Anstrengung zu unternehmen, um die Last zu erleichtern.

Die Umstände haben, so heißt es weiter, nach Ansicht vieler Deutscher dem Lande bei den kom­menden internationalen Verhandlungen eine lieber* legenheit gegeben. Man hoffe, daß Deutschland nur sehr wenig Reparationen zu bezahlen haben werde und den größten Teil davon in Sachliefe­rungen, während die Tilgung seiner privaten Schulden in erträglichen Jahresraten erfol­gen werde, so daß die vormaligen politischen Gläu­biger direkt ein Interesse daran haben dürften, sich Deutschland gegenüber gut zu benehmen.

Die Aussichten darauf, daß die deutschen Ver­bindlichkeiten vielleicht eine erhebliche Herabsetzung erfahren werden, haben die Führer der deutschen

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Friedrich Bartels stand im 61. Lebensjahr. Er war früher Maler, dann Gewerkschaftsangestellter und sozialdemokratischer Parteibeamter. Seit 1913 gehörte er zum soz. Parteivorstand. Von 1904 bis 1931 war er Mitglied der Hamburger Bürger­schaft. Seit 1919 gehörte er als Vertreter des Wahlkreises Potsdam II der verfassunggebenden, preußischen Landesversammlung und dem Land- tagean. 1925 wurde er zum ersten Male zum Präsidenten, des Landtages gewählt. Dieses Amt hatte er bis zu seinem Tode inne.

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Die objektive Amtsführung Bartels int preußischen Landtag war bei allen Parteien an­erkannt.

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Auf dem Landtagsgebäude sind die Reichs- und die Preußische Landesflagge halbmast gesetzt.

Die Vizepräsidenten des Preußischen Landtages, die von den Deutschnattonalen, der Deutschen Volkspartei und dem Zentrum gestellt werden, widmen dem verstorbenen Landtagspräsidenten im Reichs- und Preußischen Staatsanzeiger einen of­fiziellen Nachruf, der, wie das Nachrichtenbüro des V.D.Z. meldet, hervorhebt, daß Landtagspräsident Bartels vor der Uebernahme des Präsidiums des Parlaments bereits fünf Jahre, von 1919 bis 1924, den Hauptausschuß des Landtages als Vorsitzender geleitet habe. Dem hohen Amte als Präsident des Preußischen Landtags, so sagt der offizielle Nach­ruf weiter, hat ficb der Verstorbene mit Eifer ge­widmet. Güte. Ausgleich und das Bestreben, je­dem Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, waren die Richtlinien seiner Amtsführung. Das Andenken des verewigten Präsidenten Bartels werde vom Landtag stets in Ehren gehalten werden.

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wtb. Berlin, 12. Nov. (Eig. Meld.) Reichskanz­ler D r. B r ü n i n g hat aus Anlaß des Hinschei- dens des Präsidenten des Preußischen Landtages, Friedrich Artels, der Gattin des Verstorbenen so, wie dem Präsidium des Preußischen Landtages telegraphisch zugleich im Namen der Reichsregie­rung seine Anteilnahme ausgesprochen.

Oeffentlichkeit veranlaßt, die Nation aufzufordern, die jetzigen Opfer als den Preis ei­ner b e ffer e n Z u k u n ft zu tragen. Die ganze Lage hat sich zweifellos vorwärts entwickelt unbedingt zum Besten Deutschlands und vielleicht auch zum Besten der Welt. Bezeichnend ist, daß ein Nationalist kürzlich seine Anhänger auffor­derte, energisch jetzt nach der Macht zu streben, weil alles reif für d i e Lösung unserer auswärtige »Probleme i ft". Wenn sich bei ber Reckten eine zunehmende Bereitschaft zur Zusammenarbeit zeigt, mag diese Bereitschaft sehr wohl auf den Wunsch zurückzuführen sein, dabei mitzuheffen, die Früchte des Erfolges einzusammeln. Ferner bemerkt der Korre­spondent: Inzwischen geht das Leben in Deuffch- land so ziemlich seinen gewohnten Gang. Das Land leidet unter Einschränkungen, aber die Ein­schränkungen sind nicht übertrieben. Es hat noch niemals eine fo wohlwollende Diktatur gegeben. Die Notlage, der seit 18 Monaten mit Notverord­nungen begegnet wurde, war nicht eine bevor­stehende Revolte oder Katastrophe, sondern die Unfähigkeit des Reichstages mit fei­ner Unzahl von Gruppen und Par­teien als gesetzgebender Körper zu arbeiten. Notverordnungen, die einen sehr ex­tremen Eindruck machen, sind im Geiste der Mäßi­gung zur Anwendung gebracht worden.

Was ein englischer Arbeiter sagt.

Aus London wird gemeldet:

Deutschland im nächsten Februar seine Kredite zurückzuzahlen habe. Er erklärte, es tonne- niemand, der die deutschen Finanzen studiert habe, glauben, _ daß Deutschland imstande sei, die 3 Hauptposten seiner Verbindlichkeiten, nämlich bie Reparationen, die Schulden an Amerika und bie eingefrorenen Kredite, zu bezahlen. Er meinte, hoffentlich nicht England diese Suppe werde auslöffeln müssen. Wedgwood behauptete, Laval treffe bereits Vorkehrungen, um die Bezahlung der Frankreich geschuldeten Reparationen zu er­halten. Auch die britische Regierung müßte Sorge tragen, daß England ebenso gute Chancen auf Bezahlung im Februar habe wie alle anderen. Angesichts der Tatsache, daß das englische Geld vorgestreckt worden sei, um Deutschland im letzten Juli vor dem Ban krottzu re t- ten, habe England ein stärkeres Recht auf

Der Arbeiterführer Wedgwood, der nach Churchill im Unterhaus das Wort ergriff, er­klärte sich gegen eine Stabilisierung des Pfundes auf seinen ursprünglichen Wert, da doch das Fallen der englischen Währung die britischen Exporteure n die Lage versetzt habe, mit den anderen Läw- 5ent auf gleicher Grundlage in Wettbewerb zu steten. Damit sei aber die Frage des Schn tz- zolles in ein gänzlich anderes Sta - dlnm getreten, weil ja das Fallen des Pfundes auf die Einfuhr aller nach England kommenden Waren wie e i n Z o l I wirke. Darü­ber seien die Franzosen natürlich keineswegs er- reut und sie hätten, int Gegensatz zu ihrer früheren Haltung, England jeden Betrag zur Stützung sei­ner Währung angeboten, als sie sahen, welche Folgen die Entwertung des Pfundes für die Welt nachzog.

Wedgwood richtete hierauf die Aufmerksam­keit des Hauses auf die Gefahr, die drohe, wenn

V.D.Z. Berlin, 12. Nov. (Eig. Meld.) Der Preu- ßische Landtag wird eine Trauerkund- g e b u n g für seinen verstorbenen Präsidenten am kommenden Montag 3 Uhr in der großen Wan­delhalle des Parlamentsgebäudes veranstalten. Die Kundgebung wird durch musikalische Darbietungen von Mitgliedern der Staatsoper umrahmt werden. ®s sind Ansprachen eines Vertreters des Landtags- präfibenten und eines Vertreters des Staatsmini- jteriums vorgesehen. Mit Rücksicht darauf, daß ge- genmärtig int Landtag noch Ausschußfitzungen an» gesetzt sind, wird der verstorbene Präsident Bar­tels einstweilen in würdiger Weise in einem Re­präsentationsraum des Präsidentenwohngebäudes aufgebahrt. Am Samstag foll die Leiche in die Wandelhalle überführt und dort ausgebahrt wer­den. Die Vizepräsidenten des Landtages haben cm besonderes Beileidschreiben an die Gattin Friedrich Bartels gesandt

Oben: Der Bahnhof von Mandfchuli an der nordschnrischen Bahnstrecke, auf die die savaniscken Truppen jetzt matteren Unten: Das Stadttor von Tientsin, wo es erneut zu schweren Köpfen zwischen .Chlnejen und Soldaten der japanischen Konzession kam.

Deutschlands Lage ist erkannt.

Ein bemerkenswerter Aufsatz der Londoner Times. Deutsch land besitzt in Vrüning einen wirklichen Führer.

wtb. Tientsin, 12. Nov. (Eig. Meld.). Wie der hiesige Vertreter der Agentur Reuter aus zuständi­ger Quelle erfährt, ist soeben ein Abkommen be­schlossen worden, das innerhalb 24 Stunden zur Entspannung der Lage in der Stadt Tientsin füh­ren dürfte. Einzelheiten seien jedoch noch '' zu ermitteln gewesen.

Präsident des preußischen Landtags, ist nach Operation, der er sich unterziehen mußte, ge­storben.

Berlin und Paris.

Die Verhandlungen zwischen Berlin und Paris haben während der letzten Tage konkrete Ergeb­nisse noch nicht gezeitigt. Was mir darüber in der französischen Presse gelesen haben, sind überwie­gend Kombinationen, Tastversuche, vor allem zu dem Zwecke Stimmungsmache zu betreiben und die Weltöffentlichkeit in französischem Sinne zu beein­flussen.

Man erwartet zwar jetzt seitens der ausländi­schen Negierungen, daß Deutschland doch in kurzer Frist einen formellen 2Infrag an die Bank für Internationale Zahlungen in Basel auf Ein­berufung des Beratenden Sonderausschusses stel­len wird. Doch wird die Reichsregierung gleichzei­tig noch einmal ihren Standpunkt dahin präzisie­ren, daß unbedingt die Rechte dieses BJZ.- Ausschusses erweitert werden müssen, daß seine Vollmachten nicht auf den Rahmen des Doung- planes befchlänkt bleiben dürfen.

Wenn wir die Rede des englischen Premier­ministers Macdonald auf dem historischen Vankett des neuen Lordmayors von London, an dem alle Botschafter und Gesandten der Auslandsmächte teilnahmen, lesen, dann finden wir, daß wir sicher­lich mit dieser nur gerechten deutschen Forderung auch auf die Unterstützung der englischen Regie­rung rechnen können. Denn Macdonald erklärte: Die augenblickliche Lage Deutschlands in bezug auf die übrige Welt muß vollkommen über­prüft werden, wobei Deutschland selbst ein wich­tiger Mitarbeiter sein muß. Wir müßen finan­zielle Vereinbarungen abschließen, die erträglich und praktisch sind, die nicht zu größeren finan­ziellen Handelsschwierigkeiten führen, und die den internationalen Warenaustausch nicht verhindern, in normale Kanäle zu fließen. Eine sehr schwere Verantwortung ruht auf den Regierungen der alten und der neuen Welt, damit ein Unglück ver­mieden werde. Nächsten Monat können wir uns schon einer stürmischen Aera nähern."

Es wäre verfn'iht und nicht im deutschen Inter­esse gelegen, nunmehr vielleicht optimistische Erwartungen zu wecken. Aber das darf man ru­hig sagen, daß die Not der Zeit, die sich täglich steigernde Krise in aller Welt den Widerstand ein­zelner Anslandsregierungen gegenüber den deut- lchen Forderungen brechen werden

wtb. London, 12. Nov. (Eig. Meld.) Times meldet aus Tokio: Einer Mitteilung des Kriegs- mmlsterlums zufolge betragen die bisherigen x erJn japanisch en Truppen in

^dNandschuret 129 Tote, 302 Verwundete und 6 Vermißte.

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. .wtb. Honkong, 12. Nov. (Eig. Meld.) Ein britischer Minenwerfer mit dem Oberbefehlshaber der Chma-statton an Bord, ist an der chinesischen Küste gestrandet. Der größte Teil der Be­satzung ist wohlbehalten gelandet. Der deutsche Dampfer Derfflinger ist auf S. O. S. Rufe hin an der Unfallstelle eingetroffen.

Unterstützung Joshisawas in Paris. Japanische Beschwerden in Banking.

wtb. Tokio, 12. Nov. (Eig. Meld.) Die japani­schen Botschafter in London und Rom haben An- weisimg erhalten, zur Tagung des Völkerbunds- rates nach Paris zu fahren, um Joshisawa zu un­terstützen. Sie werden aber, wie verlautet, den

Am 13. und 14. November werden nunmehr die Arbeiten des deutsch-französischen Wirtschafts- kcmitees in Paris beginnen. Zuerst wird sich die deutsch-französische Wirtschaftskommission endgül­tig konstituieren, sodann gehen die eigentlichen Ar­beiten direkt an die vier Unterausschüsse.

Die erste Unterkommission behandelt die Fra- m allgemeinen Wirtschaftsbeziehungen zwi- Ichen Deutschland und Frankreich. Ihr ist ein be- -onderer Unterausschuß angegliedert für die Be- handlimg des deutsch-französischen Handelsvertra- fes- Von deutscher Seite wird diesem Unteraus- fchnß Ministerialdirektor Posse vorsitzen. Die Ver- handlungen dieses Ausschusses beanspruchen unser größtes Inetresse, denn von beiden Seiten liegen eine Reihe von Wünschen vor zur Verbesserung des Handelsvertrags, zum weiteren Ausbau der deutsch-französischen Handelsbeziehungen. Der -weite Unterausschuß hat die Aufgabe,'Produktion und Warenaustausch in beiden Ländern durch Vervollkommnung und planmäßigen Ausbau der bestehenden privaten Vereinbarungen zu organisie­ren und enger zu gestalten.

Die zweite Unterkommission, die in ihrem Auf- gabenkreis in unmittelbarem Zusammenhang mit dem zweiten Unterausschuß steht, hat die Probleme der Kartellierung und der Bildung von Interessen­gemeinschaften zu behandeln. Schon bei der An­wesenheit Lavals und Bri-ands in Berlin haben wir erfahren, daß auf diesem Wege vor allem eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit gesucht wer­den soll.

Die dritte Unterkommission hat verkehrsteck- Msche und verkehrspolitische Fragen zu lösen. Alle Zweige der Verkehrswirtschaft sollen in die Ver­handlungen einbezogen werden, Eisenbahn Bin- nenschlffahrt, Seeschiffahrt und Luftfahrt.

i, größte Bedeutung aber kommt der vierten Unterkommiffion zu, welche über Wege und Mittel zu einer innigeren deutsch - französischen Zusarn- ^arbeit auf ausländischen Märkten beraten soll ®3jft Aufgabe diefer Kommission, durch das ge­meinsame wirtschaftliche Vorgehen Deutschlands "nb, Frankreichs neue Absatzmärkte zu schaffen. Auch hier Haven wir aus den früheren diplomati- ,chen Besprechungen einige Gewißheit über die wahrscheinlich verfolgten Pläne erhalten.

""ter anderem daran gedacht, ftanzö- sllche Kapitalkraft mit deutscher Wirtschafts- und Arbeitskraft zu verbinden, um besondere für beide yanöer wichtige wirtschaftliche Aufgaben in Mit­teleuropa, auf dem Balkan, in den Kolonien vor allem in Nordaftika und in anderen Teilen' der Welt zu erfüllen.

Die Arbeiten aller Kommissionen werden eine geraume Zeit in Anspruch nehmen. Die Aufgabe der deutschen Politik wird es fein, vorsichtig und sorgsam zu taktieren, unseren Vertretern auck durch eine weitere zielklare Innenpolitik ihre schwierige Position zu stärken, damit sie in bi» vage kommen, alles, was im deutschen Interesse siegt, bei den bevorstehenden Verhandlungen wirk­sam vertreten zu können. Daneben geht immer weiter die Aufklärung der Weltöffentlichkeit über Deutschlands Finanz- und Wirtschaftslage. Unter Bemühen wird es bleiben müffen, der gesamten -toelf die Tatsache klar vor Augen zu führen, daß tlr jeder versäumten Gelegenheit immer schlechter gehen wird, daß jetzt eine klare und zu- unstsdauernde Entscheidung in der gesamten Welt- lr.schaftspolitik gefunden werden muß, weil sie sien einzigen Ausweg aus den Krisen bringen Qn". Geschieht das nicht, werden wir eines Ta= ses in allen Ländern einen Zusammenbruch und "amit auch neue Revolutionen erleben.

dez ah lang als alle anderen Staa­ten, insbesondere als die Franzosen mit ihren Repararwnssorderungen, die sie befriedigenoer hät­ten regeln können, wenn sie das Hoover-Morato- rtium rechtzeitig angenomme n hätten.

Amerikanische Abrüslungskuudgekmugen.

wtb. New York, 12. Nov. (Eig. Meld.) Die Carnegie-Friedensstiftung, der Völkerbunds-Ver- band und verschiedene andere Friedensverbände veranstalteten anläßlich des Wassenstillstandstages

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