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Fuldaer Land und Aachbargebiet

Scheunenbraad in Grüsselbach.

Bilder vom Tage.

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Skudenkenauszug aus Satte

Ans der Thüringischen Rhön.

Aus Geisa und Umgebung

Ans dem Thüringer Landtag.

um Vs4 Uhr Versammlung im Saale von Imhof, Mittelkaibach

um V-8 Uhr Versammlung im Saale von C. Heil, Eichenau

um */i8 Uhr Versammlung.

Das llniversitätsgebäude von Halle.

Der Vorstand der Deutschen Studentenschaft der Friedrichs-Universität Halle-Wittenberg hat aus Protest gegen die Berufung des evangelischen Pfarrers D. Dehn auf den Lehrstuhl der prakti­schen Theologie die Studenten aufgefordert, im Wintersemester nicht in Halle zu studieren. Der Protest gegen Pfarrer Dehn hat politische Gründe. Dehn ist den rechtsradikalen Studenten nicht n a t i o n a l i st i s ch genug. Er hat sich dagegen verwahrt, den Opfertod Christi mit dem Solda­tentod im Feld in eine Linie stellen zu lassen Das nehmen ihm die Hakenkreuz-„Christen" übel.

Dr. lag. Julius Dorpmüller,

der Generaldirektor der Deutschen Reichsbahn, wurde zum Vorsitzenden des Völkerbundsaus­schusses für die internationale Vergebung öffent­licher Arbeiten gewählt«

Muschanoff,

der frühere bulgarische Innenminister im Kabmett Malinoff, hat nach dessen Rücktritt die Regierungsbildung übernommen.

woher er die Uhr habe, antwortete der Junge: ,Die hat mein Vater einem Mann abgenommen." Der Beamte ging dem Fall nach, und da die Uhr das Monogramm des Berliners trug, kam man bald auf die richtige Spur.

Kleine Rachrichten.

Nachts stieß in S a a l f e l d an einer Straßen- kreuzung ein Postkraftwagen mit einer Kraft­droschke zusammen. Zwei Insassen der Kraft- droschke erlitten schwere Verletzungen und mußten ms Krankenhaus gebracht werden.

ror 3*1 Luisenthal kam beim Zersägen von Blochen ein schweres Stück ins Rollen und sauste einen steilen Abhang hinunter. Ein mit dem Sammeln von Baumrinde beschäftigtes lOjähriges Mädchen wurde durch den Blochen schwer verletzt und starb nach dem Unfall an innerer Verblutung.

In der Gemeindekasse von Ichtershausen (Kr. Arnstadt) sind Unrichtigkeiten festgestellt wor-

Bon einem Pferd erschlagen.

— Mainz. Der bei dem Bürgermeister in Harx­heim beschäftigte 23jährige landwirtschaftliche Arbeiter Schnabel aus Kaiserslautern erhielt bei der Arbeit von einem.Pferd einen Huftritt gegen den Unterleib. Der Arbeiter wurde mit schweren Verletzungen ins Kranken­haus gebracht, wo er gestorben ist.

Meineid wird streng bestraft.

— Mainz. Zwei junge Burschen aus Ober- Ingelheim traten in einem Strafprozeß wegen ei- "er Dorfschlägerei zur Entlastung Beteiligter als Eideshelser auf, mdem sie falsches Zeugnis durch Eid bekräftigten. Drei der damaligen Angeklagten hat- tcn sie unter Drohung zum Meineid ange- [t1 f t e t. Das Schwurgericht billigte den leichtsinnigen des Falscheids angeklagten Burschen mildernde Um­stande zu und erkannte auf Gefängnisstrafen von 8 bezw. 6 Monaten. Den Anstiftern wurde Milde versagt. Das Gericht erkannte gegen jeden der drei An­geklagten auf 1 Jahr und drei Monate Zuchthaus, «amtlichen Verurteilten wurden die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von fünf Jahren und die Fähigkeit eidlich als Zeuge vernommen zu werden, auf Lebenszeit aberkannt.

An der Bergstraße reifen Zitronen.

= Weinheim. In einem Garten im Prankel- gebiet sind an einem dort gepflanzten Zitronen- baumchen Fruchte zur Reise gelangt, ein Zeichen der hier vocherrschenden günstigen Witterung.

Volksverein für das katholische Deutschland. Am 18. Ottober In Haimbach

nach dem Hauptgottesdienst gegen ’Ml Uhr Ver­sammlung im Saale von Möller, in Grotzenlüder

im Jugendheim um 3 Uhr Volksvereinskonferenz,

in Rommerz

bere auf den nachträglichen Eingang von Steuer­resten aus dem Monat Juli zurückzuführen. Die am Schluffe des Monats Juli vorhanden gewesene Mehrausgabe von 7 767 000 Rm. wird dadurch auf 4 700 000 Rm. gemindert.

Zu Lasten des außerordentlichen Haushalts sind im Berichtsmonat 387 000 Rm., darunter 334000 Rm. für den Ausbau der Feldabahn und 46 000 Rm. für die Kleinbahn Schleiz—Ebersdorf verausgabt wor- oen. Insgesamt sind seit Beginn des Rechnungs- an außerordentlichen Ausgaben o 530 000 Rm. bestritten worden. Die außeror­dentlichen Einnahmen beliefen sich im gleichen Zeitraum auf 8 422 000 Rm., darunter 7 709 000 Jim. Erlös von Schatzanweisungen, so daß sich beim außerordentlichen Haushalt eine Mehrein­nahme von 4 892 000 Rm. ergibt.

Die Summe der ungedeckten Fehlbe- *£,“9 e aus 1929 und Vorjahren beträgt 2 27 4 2 0 0 0 R m., denen Einnahmereste in Hohe von noch 1595 000 Reichsmark gegenüber« stehen.

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Aus Oberhessen.

= Amöneburg (Kr. Kirchhain). Hier wurde ein An­geklagter aus Holzhausen, dem zur Last gelegt wurde, den Förster Henkel aus Roßdorf in grober Weise beleidigt zu haben, ihn ferner auf dem Wege von Holzhausen nach Roßdorf Ende Mai abends mit einem Stein geworfen zu haben, zu einer Gefängnisstrafe von 10 Tagen und zu zwei Tagen Haft verurteilt.

Zu dem Germanenspiel am Sonntag auf dem Sportplatz Waldheim wird uns noch geschrieben: Die Germanen als die Gastgeber stehen, obgleich sie den Vor­test des eigenen Platzes genießen, diesmal vor einer schweren Aufgabe, denn es gilt, den vorsonntäglichen Sieger (4:1) über Gießen auszuschalten; die derzeitige Spielstärke der Marburger Gästeelf ist außerdem eindeu­tig belegt durch den kürzlichen 3:1 .Sieg über den Lokal- rmalen Germania-Marburg, der bis dahin die Tabellen­spitze — vor Borussia und 03-Kassel — behauptet halle. I Der Umftanb, daß beide Gegner bei Durchführung dieser I -Begegnung darauf bedacht fein werden, ihre Position zu verbessern, läßt ein scharfes Spiel mit spannenden Situa­tionen erwarten.

= Spotverein 1910 e. D. Neuhof. Am Sonntag empfangt der Sportverein Neuhof die Liga-Mannschaft des Fußballvereins 1910 e. V. Schlüchtern. In Anbetracht der Tatsache, daß Neuhof unter allen Um- Itatmen durch einen weiteren Sieg in der Spitzengruppe I oJurv ro® un? Schlüchtern bestrebt ist, dem drohenden Abstieg zu entrinnen, darf man auf ein äußerst spannen- öes Spiel rechnen. Spielbeginn 3 Uhr nachmittags. Lei- m Frays, Hersfeld. Vorher treten die Schüler-

Mannschaften Neuhof-Niederkalbach an. Kl.

, = Turn- und Sportverein 1911 Künzell. Zum vor­letzten Verbandsspiel der 1. Serie empfängt die Liga­mannschaft die Ligaelf des Sportverein Alsfeld als Gast. Mit Neuhof bilden beide Mannschaften zur Zeit °*e Spitze der Tabelle. Dieses Spiel führt die Mann­schaften zum erftenmal zusammen. Nach den Erfolgen zu urteilen, dürften sich beide Mannschaften ziemlich gleichwerttg sein. Das Spiel dürfte, da es um die Füh- rung geht, erst mit dem Schlußpfiff des Schiri entschieden sein. Vor diesem Spiele treffen sich die beiden Schüler- mannschasten von Bachrain und Künzell. -dt.

Radsport.

= Anfall eines bekannten Sechslagefahrers. Der be- kannte Sechstagefahrer D i n a l e erlitt auf der glitschigen Landstraße bei Verona einen Autounfall. Dinale kam zusammen mit seinem Bruder unter den Wagen zu lie­gen und wurde mit einem Kieferbruch und chweren Quetschungen ins Krankenhaus eingeliefert. Seine Wie- nLrr^n*Un9tbOx^t.na4 pickst der Aerzte wenigstens vier Wochen, so daß der beliebte Italiener bestimmt nicht am Start erscheinen kann.

Vom Eichsfetd.

Schwere Bluttat aufgeklärt.

Zigeuner erschlagen einen Erholungsreisenden, um ihn auszuplündern.

Hsiligensladt. Bor etwa 6 Wochen wurde am Ro- tenberg bet Berlingerode ein unbekannte junger Mann an einem Handtuch erhängt aufgefunden. Die Leiche war schon stark verwest. Man glaubte, es liege Selbstmord oor und beerdigte den Toten, ohne den Fall einer ge­naueren Prüfung zu unterziehen. Durch einen Zufall kam man aber jetzt dahinter, daß ein ruchloses Verbrechen Dori legt. Der Unglückliche, der am Rotenberg verscharrt wunde ist der Sohn einer guten Berliner Familie. Er °/Gnd sich auf einer Erholungsreise und Halle in Duder- statt 80 Mk., die ihm von zu Hause nachgeschickt worden tDaEel't stet der Post abgeholt. Auf der Fußwanderung nach Heiligenstadt traf er am Rotenberg auf 2 um einen 3‘geimertDagen lagernde Korbflechter, die er nach dem "“Wen Orte fragte. Die Zigeuner vermuteten, daß der gut gekleidete Wanderer Geld bei sich haben müsse und verlangten unter Androhung von Gewalt die Herausgabe

Berliner setzte sich aber zur Wehr, roorauf ihn die Wegelagerer einfach totschlugen. H m* Hr Verbrechen zu verbergen, hängten sie die Leiche dann an einem Handtuch im Walde auf. Auf btefe Weise sollte em Selbstmord vorgetäuscht werden was auch gelang. Das Verbrechen kam aber doch an Öen Tag. In einem Dorfe des Untereichsfeldes sah eines Tages em ßanbjäger den kleinen Sohn des einen Korb- fled>ters mit einer wertvollen Uhr spielen. Auf die Frage,

Zuchthaus für vorsätzliche Brandstiftung.

== Main;. Vor dem hiesigen Schwurgericht hatten sich der Kaufmann Christian Schmitt von hier und dessen Ehefrau wegen vorsätzlicher Brandstiftung zu ver­antworten. Die Angeklagten sollen versucht haben, zwei ihnen gehörige Häuser in Mainz in Brand zu setzen um m den Besitz der Brandverficherungssurnme zu ge- krngeu. Der Brand wurde von Hausbewohnern im Kenne erstickt. Die Angeklagten bestritten entschieden die Tat und stellten den Vorfall als einen Racheakt eines Hausbewohners hin. Nach zweitägiger Verhand­lung verurteilte das Gericht die Angeklagten zu je 1% Jahren Zuchthaus und drei Jahren Ehrverlust. Die Be­weisaufnahme habe, so wurde bei der Urteilsverkündung ausgefuhrt, einwandfrei ergeben, daß die Beschuldigten die Tat ausgeführt hallen. Mit Rücksicht auf die kalt­blütige Vorbereitung der Brandstiftung, die 40 bis 50 Menschen m Lebensgefahr gebracht habe, habe das Gericht auf eine schwerere Strafe erkennen müssen.

zerkrieg, aber wer unsere Organisationen an greift, den schlagen wir. (Lebhafter Beifall bei den Soz.)

Abg. Herkers (komm.)

erklärt, die Kommunisten würden der sozialdemokrattschen Lockung für Brüning nicht folgen. Die falsche Meldung des 8 Uhr-Abendblattes von kommunistischen Abkommandierungen habe die Fraktion ver­anlaßt, alle Abwesenden — selbst die im Aus­lande weilenden Mitgjieder — telegraphisch herbei- 3 u r u f e n, damit sie an der Abstimmung gegen Brü­ning teilnehmen können.

Gegen 7 30 Uhr mirb die Weiterberatung auf Freitag 12 Uhr vertagt.

Auf der vom Vizepräsidenten Esser vorgeschla- penen Tagesordnung stehen weiter Anträge auf Genehmigung zur Strafverfolgung verschiedener Abgeordneten.

Abg. Torgler (Komm.) protestiert gegen die Beratung dieser Anträge, da der Aeltestenrat eine solche nicht vorgesehen habe. Die Absetzung die­ser Anträge wird beschlossen. Dafür stimmten mit der Rechts- und Linksopposition auch die Sozialdemokraten.

*

Interessant ist. wie der „Völkische Beobachter" unter dem Eindruck des falschen Gerüchtes über die kommunistische Taktik über die Rechtsopposi­tion das Urteil gesprochen hat. Das Blatt schreibt wörtlich: „W ehe dem, der in der Durch­führung seiner politischen Ziele auf die Unter st ützung dieser roten Mordbrenner angewiesen ist." Die Erklärung der Kommunisten im Reichstag sollt« offenbar die „Nationale Opposition" beruhigen, daß sie sich auf die Kommunisten, „die roten Mordbrenner", bei ihrer Attacke auf Brüning ver­lassen können.

Schriftleiter: Dr. phil. Johannes Kramer. Verantwortlich für die Anzeigen: Direktor der Fuldaer Actiendruckerei I. Parzeller.

den. Die Nachprüfung der Bücher ergab einen Fehlbetrag von 16 000 Mark, jedoch steht noch nicht fest, ob Unterschlagung oder schlechte Buchung vor­liegt. Die Tatsache, daß der Gemeindekassierer seit einigen Tagen verschwunden ist, gibt allerdings zu denken.

In der Nähe von Kühndorf überfielen drei Handwerksburschen das Auto des Direktors der Mercedeswerke. Sie schleuderten Steine gegen das Auto, die die Scheibe durchschlugen und' den Chauffeur am Kopf verletzen. Er konnte jedoch die Fahrt fortsetzen und benachrichtigte dann die Polizei. Die Täter konnten alsbach festgenorn- men werden. Es stellte sich heraus, daß sie auch einen Ueberfall auf das Postauto der Strecke Bella—Mehlis—Meiningen und auf einen Suhter rioatkraftwagen versucht hatten.

— Grüsselbach (Kr. Hünfeld). Donnerstag nachmit­tag gegen 4% Uhr stand plötzlich die mit Erntevorräten bis an die Dachziegel gefüllte Scheune des Landwirts Pralle in hellen Flammen. Die Ortsbewohner standen dem Toben des Elementes machüos gegenüber. Die Scheune brannte bis auf die Grundmauern nieder. Doch gelang es, das dicht neben der Scheune liegende Wohn­haus zu retten. Die Familie war, als das Feuer aus- brach, auf dem Felde beschäftigt. Als Brandursache wird Kurzschluß vermutet.

Thüringen und die katholische Kirche. r. Donnerstag wurde im Landtag von Dhü- rmgen die Vorlage über die Staatsleistungen an öte katholische Kirche in erster Lesung behandelt. Es sollen — wobei sich die katholische Kirche ent­gegenkommend verhalten hat — an das B i s - 7o^ulda vom i. April 1929 ab rückwirkend 72 000 Mark jährlich gezahlt werden und für die vorhergehende Zeit eine Abfindung von 41000 Mark. An das Bistum Würzburg sollen vom 1. Januar 1925 ab 3/8 Mark jährlich gegeben wer- den.

Angriffen der KPD. gegenüber erklärte Mini­ster Baum, daß es sich bei der Vorlage ledig­lich um eine Formsache handele. Für die Zahlun­gen liegt auf Grund der Reichsverfassung eine Verpflichtung vor und es sind daraufhin immer schon Vorauszahlungen in Höhe von 54 000 Mark gelefftet worden. Durch die Veam- tengehaltskürzungen wird außerdem eine Her­absetzung der Summe von 72 000 Mark eintreten, so daß es wahrscheinlich bei der Höhe der Vorauszahlungen bleiben wird. Die Vorlage ging an den Ausschuß.

Eine Anfrage der Nationalsozialisten.

In der Mittwochsitzung des Thüringer Land­tags beantwortete Minister Baum u. a- eine na­tionalsozialistische große Anfrage, die sich darauf akZog, ob wegen der Beteiligung der Nationalso­zialisten an der Regierung von feiten außerthü»

rrngischer Gläubiger der Thüringer Regierung Schwierigkeiten bereitet worden seien, ob es zwei­tens insbesondere den Taffachen entspräche, daß durch ein Bankinstitut Kredite verweigert wurden, solange Nationalsozialisten in der Regierung seien, und ob es richtig sei, daß die Voraussetzungen für die Beschaffung weiterer Betriebsmittel die Besei­tigung der nationalsozialistischen Mitglieder aus der Regierung gewesen sei.

Die Antwort des Ministers Baum lautete: £»ei der Einstellung der Nationalsozialisten zur Bankwelt muß es als s e l b stv e rst ä n d l i ch erscheinen, daß Schwierigkeit en der Thü­ringer Regierung in der gefragten Art nicht ausgeschlossen waren. Die Kreditfähigkeit des Landes, an deren Erhaltung ja auch den Fragestellern nach ihrer Anfrage besonders gele- aen ist, laßt es aber gerade bei der derzeitigen ieldmarktlage nicht zu, die einzelnen Borkomm- niffe und Steuerungen zum Gegenstand parla­mentarischer Erörterung zu machen. Die Beant­wortung der Fragen 2 und 3 wird daher abge­lehnt."

50 Jahre Eisenbahn Hanau—Friedberg.

. -“^onau. Am Donnerstag waren es 50 Jahre her daß die Strecke Hanau—Friedberg dem Verekhr überge­ben wurde. Mit der Eröffnung der Bahn war die Verbin­dung von Hanau an die Main-Weserbahn bei Fried­berg geschaffen. Die Strecke Hanau—Windecken war bereits am 22. November 1879 dem Verkehr übergeben worden. Am 15. Oktober 1881 wurde dann die Gesamt- I strecke Hanau—Friedberg befahren.

Auf der Lokomotive verunglückt.

= £janan. Aus eigenartige Weise ist ein 43jähri- ger JReferDe=Sotemotrofübrer von hier im Bahnhof Mühlheim a- M- verunglückt. Der als Heizer tätige I Verunglückte holte beim Feuern der Maschine mit dem Feuerhaken zu weit nach außen aus, als im gleichen Augenblick em Schnellzug auf dem Nebengleis vorbei- kam und den Feuerhaken wuchtig zurückstieß. Dabei wurde der Haken dem Heizer gegen den Kops geichleu- cinfr Gehirnerschütterung, einem Nasen- beinbruch und sonstigen Gesichtsverletzungen mußte der I Verunglückte ins Krankenhaus gebracht werden

I Kommunisten versuchen mit der Polizei anzubändeln.

I f..T 2lm Mittwochabend wurden von Der« chiedenen Gruppen kommunistischer Jugendorganisa- tionen Umzuge veranstaltet. Dabei kam es zu Zufam-

I m s &er Polizei, wobei acht Kommunisten

~‘■Mtet wurden. Fünf der Verhafteten wurden nach

I Feststellung der Personalien wieder freigeloffen Die I übrigen drei werden am Donnerstag dem Schnellrich- I tar oorgefuhrt, da nach der Notverordnung die Teil­nahme an nicht angemeldeten Umzügen strafbar ist.

Ein Revolverheld vor Gerichk.

. . - Kastel. Das Schwurgericht in Kassel behandelte in feiner^Stfjung am Dienstag die Anklage wegen versuch- ^^Mordes rn zwei Fällen gegen den 24 Jahre alten Weber Adam Neumann aus Hessisch-Lick- $n Wenau besteht seit längerer Zeit zwi- eben den Familien Neumann und Schramm Feind- lchaft' die am Abend des 24. Juni zu einem Wort- Wechsel zwischen dem allen Neumann und der Frau Schramm führte. Da sich der junge Schramm ein- mifthte, rief her alte Neumann seinem Sohne zu, er fette mal bas „Ding" holen, worauf der junges Neu­mann mit einer Pistole wieder erschien und nach der I Drohung: ,Zn fünf Minuten bist du tot" zweimal auf den jungen Schramm schoß. Die Schüsse waren gezielt gingen aber infolge einer Ladehemmung fehl. Darauf flihlle Neumann sich von den Augenzeugen be- ^rohi und fluchtete in das Haus zurück. Der 49 Jahre alte Weber Fockner tief ihm nach, worauf Neumann Ü4 ’ta Flur umbehte und Fockner mit einem I ^".Lunge njeder streckte. Die Ver­letzung ist aber inzwischen ohne nachteilige Folgen wie- ^as ,Urtei[ lautete dahin, daß der Ange­klagte wegen des letzteren Falles berechtigt war Not­wehr anzunehmen, weshalb in diesem Falle Freilvre- Grfi*fiVr OlK e- ber °uf Schramm abgegebenen todmffe nahm das Schwurgericht versuchten Totschlag an und erkannte einschließlich einer Strafe von zwei Monaten wegen unberechtigten Waffenerwerbs auf eine Gesamtstrafe von einem Jahr sieben Monaten Gefäng- nis. Neumann bleibt m Hast.

Neues aus Frankfurt.

Der rasende Tod. Der Motorradfahrer Leo I x r um9-tr rannte vor kurzem mit seinem Motorrade in der Nahe von Bonames gegen ein Lastfuhrwerk und wurde dabei erheblich verletzt. Er kam in das Bürger- 1 Hospital, wo er seinen Verletzungen erlag.

Bon einem Bullen angegriffen und schwer verletzt.

Z^?outabaur. Der Pächter der Domäne 1L e 1 s <y n e u d o r f wurde auf der Weide von einem wildgewordenen _ Bullen angegriffen. Das Tier n ah mb en Pächter auf die Hörner und schleu- derte ihn zu Boden. Als das Tier zum zweiten

Male auf den am Boden Liegenden losging, gelang es einem zufällig vorbeikommenden Arbeiter den Bullen von seinem Opfer fernzuhatten und einzufangen. Der Pachter wurde schwerverletzt dem Krankenhaus zuge­führt, wo er in bedenklichen Zustand öarnieberliegt.

3m Rebel auf ein Fuhrwerk aufgefahren.

= Klingenberg a. 2R. Oberhalb von Rollfeld stieß ein Motorradfahrer infolge dichten Nebels auf bas Fuhrwerk eines Großheubacher Schweinehändlers. Der Motorrad­fahrer sowie ein auf dem Soziussitz mitfahrender Ar­beiter wurden in schwer verletztem Zustand in das Kran­kenhaus emgeliefert.

Motorradfahrer rasen gegeneinander.

.7”. Biedenkopf. In Menden rannten zwei Motor­radfahrer gegeneinander. Ein 23jöhriger Mann aus Menden wurde dabei so schwer verletzt, daß er nach kurzer Zeit starb. Auch der zweite Fahrer erlitt le- i bensgefahrliche Verletzungen, so daß an seinem Aus­kommen gezweifelt wird.

Einnahmeüberschuß Thüringens im August.

Nach dem Monatsausweis des Landes Thürin­gen betrugen im August 1931 die Einnahmen des Landes im ordentlichen Haushalt 13 101 000 Rm., die Augaben 10 034 000 Rm. Die Einnah­men überstiegen also die Ausgaben um 3 067 000 Rm. Diese Mehreinnhame ist auf höhere Ein­gänge von Reichs- und Landessteuern, insbeson-

Futzball-Vorschau.

Das wichtigste, vielleicht sogar entschetaendste Spiel der ersten Serie wird am kommenden Sonntag in Kassel ausgetsegen: Borussia 5 u Iba—03 Kassel, die Begegnung der beiden Tabellenführer. In der Ausstel­lung:

Schätz ßeugers Harz Maintz Kamerl Rohberg Pietsch Hoßfeld

Enders Christian

Büchner

dürste Borussia ihre stärkste Ligaelf stellen, deren tech­nische Qualitäten einwandfrei sind, so daß bei dem für ein Verbandsspiel unerläßlichen Kampfgeist und Sieges­willen dieser Mannchaft der Sieg nicht zu nehmen sein dürfte. Nerven nud Energie werden aber auch eine große Rotte spielen. Das Treffen wird sonderbarer weise wie­derum von einem Kasseler Schiedsrichter, Herrn L o h r e y, geleitet.

Germania Fulda empfängt auf eigenem Platze Kurhessen Marburg. Fünf Spiele und 5 Punkte müßte es für den heimischen Verein nach diesem Spiele in der Tabelle heißen, und es wäre noch nichts verloren. Germanias Sturm hat Verstärkung erhallen. Hoffentlich ist damit auch feine Schußfreudigkeit gehoben. Schieds­richter: Mösta, Kassel.

Weitere Spiele in der Südgruppe: Ockers­hausen gegen Germania Marburg, (!) Kurhessen Kassel gegen V. f. B. Gießen. ©. N.

—! Siegen. Zur Unterbringung neuer Ausschrei­tungen in Stegen, weil sie von kommunistischer Seite für die nächste Zeit angedroht werden, wurde ein grö­ßeres Kommando Schutzpolizei nach Siegen beordert, um für die Folge neben der städtischen Polizei im Ordnungsdienst der Stadt eingesetzt zu werden.

Freistaat Hessen.

7 Lauterbach. Das Lauterbacher Heimat- mufeum, das manches wertvolle Stück aus der Stadtgeschichte, vorgeschichtliche Funde aus dem Sögels* berg und dem Oberhessischen Volksleben enthält, hat nunmehr eine neue Heimstätte im sogenannten „Hohlhaus" erhalten.

= Offenbad). Am 18. Oktober feiert der Offenbar 4)er sozialdemokratische Beigeordnete Leonhard Eiß- n e r t sein 25jähriges Dienstjubiläum. Eißnert war der erste Sozialdemokrat Deutschlands der zum Beige­ordneten gewählt worden war und seine Bestätigung durch den damaligen Großherzog von Hessen gesunden hat. Seme Bestätigung hat damals das größte Auf- schen erregt. 1