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Aff LS

11. Oktober

Beilage zur Fuldaer Zeitung

Ar. 235

Der Garten im Oktober.

Im Oktober erntet man das Winterobst und einen Teil des Wintergemüses-, di« Ernt« hat sorgfältig zu erfolgen, und die Aufbewahrung ist sachgemäß vorzunehmen, denn nur so hält sich das Eingebrachte gut und lang. Im Obstgarten kann mit Neupflanzungen begonnen werden, so­bald die Bäume ganz entlaubt sind und das Holz ausgereift ist. Andere notwendige Arbeiten find: das Entfernen von Moos und Flechten an Ast und Stamm, das Kalken und das Sprißen mit Obst- baumkarbolineum der mit Borke behafteten Bäume, das Auslichten der Kronen, das Auflok- kern der Baumscheiben usw. Mit dem eigent­lichen Baumschnitt kann auch begonnen werden. Keinesfalls vergesse man dort, wo der Frostspan­ner -«uftritt, die Leimringe oder Klebgürtel, eben­sowenig bei jungen Bäumen den Schutz gegen Ka­ninchen- und Hasenfraß. Beerenobst wird eben­falls am besten im Herbst gepflanzt, da es im Frühjahr sehr zeitig treibt; unter den Sträuchern tvird gegraben und gedüngt. Die Erdbeeren er­halten, nachdem sie zum letztenmal entrankt und oberflächlich behackt worden sind, eine Düngerdecke, doch müssen die Herzen der Stöcke freibleiben. Das härtere Gemüse kann zumeist bis Mitte No­vember im Freien bleiben, selbst bei den Kartoffeln beeile man sich nicht zu sehr, bei ihnen wandert bei längerem Verweilen in der Erde noch viel Stärke in die Knollen. Von den Kopfsalat-, Kohl­rabi- und Wirsingfrühsorten verstopft man die stärksten Pflanzen mit 810 Zttn. Abstand auf abgeräumte kalte Mist- oder geschützte Garten­beete, die man später mit Glas oder Brettern zudeckt. Von Zichorie, Pastinake, Merrettich, Schwarzwurzel. Rosen- und Grünkohl erntet man jeweilig nur so viel, als man für die nächste Zeit gebraucht. Droht Frost, so bedeckt man die Beete mit Laub, damit der Boden nicht gefriert und jederzeit weiter geerntet werden kann. Abge­räumte Beete sind tief umzugraben, zu düngen und den Winter über m rauhen Schollen liegen zu lassen. Alle Strünke und Rückstände, die be­kanntermaßen große Mengen von Schädlingen und Pilzsvoren beherbergen, sind zu entfernen und zu vernichten.

Da viele Erpeger pilzlicher Krankheiten und auch zahlreiche tierische Schädlinge am Boden über­wintern, sollte alles Laub von Obstbäumen zu­sammengerecht und verbrannt werden. Die Baum­scheiben sind aufzulockern. Neu zu pflanzende Bäume und Sträucher tauchen wir zum Schutze gegen Wurlelkropf, bevor wir sie einpflanzen, bis zum Wurzelhals in einen dünnen Ufpulun-Lehm- brei. der in einem bis mr Hälfte mit lehmigen Sand gefüllten 10-Liter-Eimer mit Zusatz von 50 Gr. Uspulun und Auffüllen mit Wsffer zube­reitet wird

Spinatsamen der noch gesät wind, vergesse man nicht mit Eeresan trocken zu beizen; durch die Beizung wird die junge Saat gekräftigt und die Widerstandsfähigkeit gegen die im Ausbreiten be­griffene Mosaikkrankheit erhöht.

Der Zimmergarten.

Die Winterarbeiten beginnen und richten sich nach dem Wetter. Je nach diesem müssen die här­teren Topfgewächse früher oder später in die Ueberwinterungsräume gebracht werden, wobei Pflanzen und Töpfe zu reinigen sind. Schleckte und kranke Pflanzen wirft man dabei weg, denn es wird doch nichts aus ihnen. Die andern stellt man möglichst hell und trocken in kühle, nur im äußersten Notfall zu heizende Räume, die man bei milder Witterung reichlich lüstet. Die ganz harten Kübelpflanzen läßt man u. U. bis im No­vember im Freien und gibt sie dann einem zu­verlässigen Gärtner zur Aufbewahrung, der Räume dafür besitzt. Eingezogene Knollen und Zwiebeln werden aus den Töpfen genommen, ge­reinigt und trocken aufbewahrt, die bekannten Sortimentspflanzen (Fuchsien, Pelargonien) frost­frei überwintert. Die Treibhyazinthen kön­nen jetzt auf Gläser gestellt und dunkel gestellt

Wilm ffinwlt gegen eine maste.

Roman von Maximilian Bernd.

Copyright by Carl-Dunker-Derlag.

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In dem Gängewirr zwischen Clisi- und Goldstreet waren mit der Zeit die Höfe so klein geworden, daß die anliegenen Häuser sogar an hellen Sommertagen im tiefen Dämmerschatten lagen. Drei hohe alte Giebel bildeten einen kleinen dreieckigen Hof, der seit einigen Jahren noch weiter ausgebaut worden war, so daß die Grundfläche des Hofes nunmehr ein bedeutend kleineres Trapez wurde. Dieses neue Haus, dessen einzige freie Seite zum Hof von einem geschickten Maler mit Ruß und Wasser der Umgebung angepaht wurde, war für die Bewohner der Höfe ein ungeklärtes Geheimnis. Man hatte es im Bau gesehen. Das Haus hatte in jedem der acht Stockwerke, entsprechend seinem Grundriß, nur ein dreieckiges Zimmer, dessen Wände fast gleichmäßig sieben Meter lang waren. Ob in dieses seltsame Haus eine Treppe hineingekommen war, hatte niemand ge­sehen. Man wußte, daß durch das niedrige Hoftor, das von außen alt und unscheinbar, von innen aber eisenbeschlagen war. asiatische Gesichter aus und ein­gingen. In dem untersten Zimmer, das den Eingang bildete, saß ein alter Chinese und rauchte den ganzen Tag Zigaretten. Die Stummel warf er aus dem Fenster sie wurden selten weggefegt. Schmutzige Hunde und Katzen jagten sich in dem lichtlosen Hof, an dem noch Kellerwohnungen lagen.

Niemals betrat ein Weißer durch dieses Hoftor das dreieckige Haus. Und doch war der Besitzer dieses ge­heimnisvollen Baues ein Amerikaner. Er kam und ging auf einem Weg in sein Haus, den selbst sein Vertrauter, der alte Chinese Wu fong, nicht kannte. Wu fang hatte sich und seine Bande mit Haut und Haar dem Amerika­ner verschrieben, der ihnen allen ein sorgenfreies Leben gewährleistete, solange sie seinen Befehlen unbedingt Folge leisteten. Wu fang war eine Art Vizekönig im

wenden, währen- Treibstauden und Treibsträu­cher nach dem Umpflanzen noch möglichst lang im Freien bleiben sollen und erst später in den Kel­ler kommen. kos.

Blühende Astern.

Diese Sternblumen, von denen es nur wenige einheimische Vertreter gibt, sind eine Pflanzen­gattung der Kompositen, der großen Familie der Korbblütler. Bereits vor zweihundert Jahren nannte sie ein Chronist alsGelbes Sternkraut", alsGroßes und kleines blaues Sternkraut". Die Kunst unserer Gärtner hat es verstanden, aus derchinesischen Aster", die eine einjährige Pflanze ist, tausende von Zierastern in allen möglichen Farben zu ziehen, deren Sortenzahl heute fast un­übersehbar ist. Unsere Astern sind zu ihrer Be­liebtheit gelangt, da sie eine große Mannigfaltig­keit in ihrer Blüte zeigen. Die Urform unserer einheimischen Wiesen-Aster mit den gelben Schei­benblüten und den hellvioletten Strahlen ist längst überholt durch violett«, tiefblaue, leuchtend ultra- marinvioleste, lavendelblaue, purpurne und silber- rosa schimmernde klein- und aroßblumiae wedrige Herbstblüter, unter denenLichtblick",Silberblick" und Modekind" besonders bekannt sind. Hoch- sckossige Herbstblüher sind zumeist aus ameri­kanischen Arten entstanden und für den Herbstflor unserer Gärten durch ihre Farbenpracht bestim­mend, zumal viele unter ihnen auch die ersten Fröste überstehen und mehrere Jahre blühen. Von ihnen erfreut dieHimmelskönigin" durch ihre purpurnen Knospen und die später leuchtend blauen großen BlütenHerbstw-un-er" prangt in reinem Hellblau,Heiderose" in Zartrosa, wäh­rend Dutzende anderer Gruppen zwischen blau und rot liegen mit großen Blütenkövfen oder dicht- blütigen Risven. Von besonderer Eigenart ist die AsterHerbstzauber" wegen ihrer großen Blüten in zartem lilarosa, das in der Mitte in zitronen­gelb übergeht. Die Zwergbukettaster dagegen ist weiß mit rotem Herz, und die Triumpf-Aster dun- kelscharlach mit weiß. Sehr reichblühend in weiß mit rosa Herz entfaltet sich jetzt die Mignonaster. Großer Beliebtheit erfreuen')fto auch die einfachen China-Astern mit hohem, kräftigem Wuchs und großblumiger, spätblühender Rosette.

Herbskpflanzung ist die beste!

Die Zeit naht wieder, in welcher wir daran denken müssen. Neuanpflanzungen oder Ersatzpflan­zungen von Obst- und anderen Gehölzen vorzu­nehmen, und der Gartenbesitzer wirk) sich die Frage wieder vorlegen was soll ich und wo? kann ich jetzt im Herbst pflanzen, und für was und unter welchen Verhältnissen kommt eine zeitige Früh­jahrspflanzung in Frage?

Eine allgemeingültige Regel hierfür aufzustel­len ist schwierig, doch kann gesagt werden, daß fast für alle Holzgewächse unter normalen klimatischen Bodenverhältnissen der Herbstpslanzung bis zu dem Zeitpunkt des scharfen Bodenfrostes der Vor­zug zu geben ist. Wenn im Oktober »der Novem­ber einige Tags scharfer Kälte die Pflanzungsar­beiten unterbrechen ließen, dann abör wieder of­fene Witterung eintrat, so kann unbedenklich noch bis spät in den Winter hinein gepflanzt werden. Der große Vorteil der Herbstpflanzung liegt dar­in, daß die Wurzeln sich noch vor der Winter­ruhe, die aber für die feinen Saug- und Haftwur­zeln nur scheinbar ist, am neuen Standort einge- wähnen, ja überhaupt durch die natürliche Win- terfeuchtigkeit erst die richtigen Vorbedingungen für ihr Anwachsen finden. In den meisten Fäl­len, in denen die Bäume nicht zum Austrieb ge­langten, ist die übermäßige Bodentrockenheit schuld, die namentlich im Frühjahr sich zeigt. In ausge­sprochen keuchten Böden mit hohem Grundwasser­stau- ist allerdings die Frühjahrspflanzung vor­zuziehen; hierbei ist notwendigerweise oftmals die Hügelpflanzuna in Anwendung zu bringen. Auch für empfindliche Steinobstgewächse und einige Ziergehölzarten ist die Frühjahrspflanzung zu empfehlen; im Zweifelsfalle läßt man sich da am Reiche einer der bedeutendsten internationalen Verbre­cherdanden. Er saß imfünften Zimmer" des Hauses, das, im fünften Stockwerk gelegen, fein Wohn- und Arbeitszimmer war.

Plötzlich hörte er Schritte über sich. Er schreckte zu- sammen.

Wu fong erhob sich vom Diwan und horchte. Ein Signal schnarrte auf seinem Schreibtisch. Er ordnete sein weites, faltiges chinesisches Gewand und ging in den spitzen Winkel des Hauses, der der Fensterwand gegenüberlag. In der äußersten Ecke berührte er einen Druckknopf, ein dreieckiges Stück Fußboden hob sich. Wie eine Bühnenoersenkung trug der Fahrstuhl den Chine­sen in das sechste Stockwerk, in dem das Arbeitszimmer seines Herrn lag., Der Fahrstuhl, der so in das Haus eingebaut worden war, daß ein Fremder ihn schwer ent­decken konnte, bildete in jedem Stockwerk einen Teil der Decke beziehungsweise des Fußbodens. Er ersetzte über- dies die Treppe. Einem Fremden, der mit dem Me­chanismus des Fahrstuhles nicht vertraut war, sein Vor­handensein ja auch schwer festzustellen vermochte, was es nicht möglich, von einem Geschoß in das nächste zu gelangen. Die dreieckigen Zimmer hatten natürlich auch keine Tür, da die zwei Außenwände direkt an die Gie­belwände der Nachbarhäuser angebaut waren. Dem eigenartigen Fahrstuhl gegenüber lagen je zwei Fenster zum Hos.

Da der Chef nicht das Arbeitszimmer Wu fongs pas­siert hatte, der Fahrstuhl sich auch nicht bewegt hatte, muhte der Herr dieses Hauses eine Geheimtür in einer der Giebelwände benutzt haben. Wu fong hatte in sei­ner fünfjährigen Tätigkeit in diesem dreieckigen Turm­bau trotz sorgfältigster Suche den geheimen Eingang noch nicht finden können.

Die Fuhbodenplatte, aus der Wu fong stand, schloß sich an den Fußboden des sechsten Zimmers an. Der Ches saß vor einem großen Arbeitstisch am Fenster. Die Rolläden waren wie immer herunter gelassen. Wu fong lief auf ihn zu, fiel auf den teppichbelegten Boden in die Knie und erhob sich wieder. Unbeweglich und still wie ein asiatischer Gott thronte sein Herr in einem reichen goldgestickten Kimono hinter seinem Schreibtisch.

besten durch eine Baurnschulfirma beraten. Sin- die Bäume zur Herbstpslanzung schon beschafft und wurden die Pflanzarbeiten durch plötzlichen scharfen Frost unterbrochen, so sind die Baumwur­zeln in gutem tiefem Bodeneinschlag zu schützen, und dieser sowie auch die Baumscheiben bereits gepflanzter Bäume durch eine Schicht Torfmull oder verrotteten Dünger abzndecken. Aus dem Transport angefrorene Baumpakete müssen tn einem frostfreien Raum eine Weile unausge­packt liegen bleiben, damit sie langsam auftauen; erst nach dem Auftauen sind die Bäume gut im Baden einzuschlagen. Solche Bäume aus dem Ein­schlag können noch spät bis ins Frühjahr, ja sogar noch Anfang Mai, gepflanzt werden, woraus fick die Folgerung ergibt, daß man sehr wohl sich im Herbst schon seinen Pflanzenbedarf beschaffen kann, was wegen der größeren Auswahl sehr zu empfeh­len ist. aber mit der Pflanzung selbst noch warten kann, bis die notwendiae Bodenwärme vorhanden ift.

Eine wichtige Voraussetzung für das Gelmgen einer Anpflanzung ist natürlich die Beschaffung von einwandfreiem Pflanzmaterial. Die bedeutende Herabsetzung des Preises für alle Baumschularti­kel ermöglicht es jedem Gartenfreund, seine Bäume aus einer gutgeleiteten reellen Baumschule zu be­ziehen, marktschreierisch angebotene Pflanzware betrachte man mit dem größten Mißtrauen, denn diese ist gewöhnlich geschenkt noch zu teuer. Der Bund deutscher Baumschulenbesitzer" e. V., Sitz Berlin, hat seine Mitglieder verpflichtet, Bäume 1. Qualität nur nach den dafür festgelegtenQua- litätsbezeicknunaen und Normalmaßen" zu lie­fern. Den Bestimmungen über Qualitätsbezeich- nungen usw ist der Satz vorangestellt:Alle Pflanzen müssen gesund, sortenecht und gut bewurzelt sein!" Und das ist das Mindeste, was man von einem guten Obst- baum verlangen sollte. Billige Baumkrüppel sind die Pflanzung nicht wert, es ist nur Platzver- schovendung. «s.

Frostspanner-Bekümpfung.

1. Der Leimgürtel muß rechtzeitig, d. h. vor Eintreten der ersten Nachtfröste, angelegt werden.

2. Der Klebegürtel muß an der richtigen Stelle angelegt werden, d. h. immer unter den nieder­sten Astgabelungen; sind diese tief am Boden, so ist jeder Nebenstamm eigens zu gürteln.

3. Der Klebgürtel muß in der richtigen Weise angelegt werden. Das Papier muß dicht am ge­glätteten Stamm anliegen, soll möglichst breit sein und zweimal gut mit Bindfaden oder Draht ge­bunden werden. Die Papierenden müssen über­einandergreifen. Der Leim ist breit und gleich­mäßig zwischen den zwei Schnüren aufzutragen.

4. Es darf nur eine bewährte Raupenleimsorte genommen werden. Dunkler Raupenleim ist ab­zulehnen. In Frage kommt nur Heller Raupen­leim, der vom Herbst bis zum Frühjahr gut fän- gig bleibt.

5. Man darf nur gutes, fettdichtes Klebegürtel­papier nehmen. Billiges Papier saugt aus dem Seim den Fettstoff in sich auf, das Papier ver­liert feine Haltbarkeit, und der beste Leim büßt dadurch an Klebkraft ein.

6. Rauvenleimringe müssen an sämtlichen Obst- bäumen angelegt werden. Wird es übersehen, nur einen Obstbaum nicht mit dem Raupenleim­ring zu versehen, so kann dieser Obstbaum eine Brutstätte der Schädlinge werden, die auch den anderen Bäumen gefährlich werden können.

7. Auch Baumpfähle müssen ihren Leimring erhalten. Wird es vergessen, die Baumpfähle mit Raupenleimringen zu versehen, so ist die Mög­lichkeit gegeben, daß die Frostspannerweibchen über die Baumpfähle bis zur Krone gelangen.

8. Die angelegten Raupenleimringe sind wäh­rend der Fangzeit öfters nachzusehen. Angewehte Blätter, größere Mengen von festgeklebten Frost­spannern und anderen Schädlingen können Brük- ken bilden, über die die Frostspannerweibchen

Kopfform und Kinn des Chefs ließen einen verhältnis­mäßig jungen Mann erkennen, über dessen Augen und Stirn aber eine schwarzseidene Gesichtsmaske lag. Wu fcng hatte ihn noch niemals ohne diese Maske gesehen. So konnte er vor Gericht nicht als Zeuge gegen seinen Herrn auftreten, da er ihn nicht kannte, wie alle die Untergebenen seiner Bande. Man sprach davon, daß der Chef zu den oberen Zehntausend von Newyork gehören solle er habe allen Grund, eine Maske bei feiner Arbeit zu tragen. Jeder einzelne der Bande hatte schwö­ren müssen, niemals nach der Person ihres Führers zu forschen. Eine grausame Strafe würde den treffen, der diesem ersten Befehl des Chefs zuwiderhandelte.

Song soll zu trinken bringen", sagte die Maske mit "leiser, tlarer Stimme.

Wu fong sprach den Befehl in ein Sprachrohr. Der Fahrstuhl in der Ecke des Zimmers glitt nach unten. Wenige Augenblicke später kam Song, eine Chinesin, die der Chef zur Bedienung hielt, aus dem fünften Zimmer wieder herauf. Sie hielt ein Tablett mit Sri- swll und Likören in den Händen, das sie vor der Maske auf einem niedrigen Messingtisch absetzte. Song küßte dem Chef die Hand und setzte sich demütig zu feinen Füßen auf ein schwarzseidenes Kissen, auf dem ei» goldener Drache gestickt war. In dieser Stellung ver­harrte sie regungslos.

Der Mann mit der Maske legte einen Arm auf ihre Schulter und sprach leise:

Was weißt du Neues, Wu fong?"

Unsere beiden Barkassen, o Herr, hoben heute die dritte Ladung an der Beekman Street gelöscht."

Was war es?"

Französischer Kognak von derLe Havre"." Verkauft?"

Wie kannst du fragen, o Herr, Feng M zahlte einen großen Preis."

Wann kommt der Champagner?"

Wir konnten noch nicht heran ein Zollboot lag den ganzen Tag vor derToulouse" und machte uns die Arbeit unmöglich."

Recht nicht übereilen ein langsamer und

kriechen können. In diesem Falle sind die Hinder- nisie zu beseitigen, und der Aufftrich an den Rau­penleimringen ist zu erneuern.

9. Im Frühjahr sind die Raupenleimringe wie- der rechtzeitig zu beseitigen. Die Leimringe müs­sen bis Mitte März abgenommen sein und ver­brannt werden, du nicht alle von ihnen von den Weibchen evtl, abgelegten Eier abgetötet sind und bie jungen Räupchen deshalb immer noch Schaden stiften können.

10 Nur ein unbedingt sicher wirkender Rau­penleim bietet Aussicht auf durchschlagenden Er­folg.

Oer Meirrkierhof im Oktober.

Der Winter kommt und deshalb sind im Ge­flügelhof die Stallungen auf ihren Widerstand gegen dessen schädigenden Einflüsse zu prüfen und gegebenenfalls auszubessern Die Einstreu ist mehr denn je sauber und trocken zu halten und mög­lichst oft zu erneuern, da sich die Tiere wieder viel in den Ställen aufhalten müssen; wenn an­gängig, sind aus dem gleichen Grund ßaufräume anzulegen. Die Mauser wird bei günstiger Wit­terung bald beendet sein, bei schlechtem Wetter müssen Nachzügler besonders gut gepflegt werden. Vom Iunggeflügel wird nur erstklassiges zur Zucht behalten, alles andere verkauft oder geschlachtet. Die Junghennen, die mit Gegen beginnen, merk« man genau und nehme wenn sie weiterhin zu­friedenstellend legen von ihnen die Bruteier. Das Gesagte gilt im großen und ganzen natürlich auck für bas Wassergeflügel. Bei den Rassen- kanirlchen wird von der Weiterzucht abgesehen, bei den Schlacht- und Pelztieren braucht man es nickt so genau zu nehmen. Di- Griinfütterung der Ziegen wird immer mehr eingeschränkt; nasses, bereiftes oder gar gefrorenes Futter ist äußerst schädlich, man bevorzuge vor allem gutes Heu. Es ist auch an der Zeit, für Wmtersutter zu sor- gen: Knollen und Rüben sind einzuwintern, Kohlstauden zu sammeln, Kohlabfälle einzusäuern, Heu und Stroh zu kaufen, denn ohne gute Fütte­rung, reichlich Streu und trockene Ställe gedeiht kein Vieh

Beim Grünfutter der Kaninchen vermeide man folgende Pflanzen: alle Zwiebelgewächse, Spinat, Taubnessel, Kartoffelkräuticht, Hahnen­fuß, Anemonen, Rittersporn und selbstverständlich die bekannten Giftpflanzen wie Stechapfel, Wolfs­milch. Fingerhut, Maiglöckchen. Nachtschatten usw.

Unter Zeckenplage haben die Hunde auf dem Lande und in waldreichen Gegenden sehr zu lei­den, da sie von der Hundezecke (Holzbock, Ixodes reduvius) befallen werden, die sich dann dermaßen vollsaugt, daß sie haselnußgroß wird. Als bestes Beseitigungsmittel erweist sich das Betupfen mit Benzin ober Terpentin; da es die Zecke nicht ver­trägt läßt sie los und fällt ab. Ausreißen ange- fogener Zecken ist nicht zu empfehlen, weil mit­unter der Rüffel in der Saugwunde zurückbleibt und Eiterungen verursacht. kos.

kleine Winke.

Das Verschleppen der Lier durch die Hühner bringt manchen Verdruß, den abzustellen verhält­nismäßig leicht ist. Meist trägt das Fehlen von Legenestern die Schuld, oft ist der Stall zu hell und die Nester sind nicht versteckt genug, des net­teren kann die Luft zu schlecht sein, es fehlt Rein­lichkeit, es ist Ungeziefer vorhanden usw Smb bie betr. Fehler abgestellt, so kann man damit rechnen, daß ein Huhn sein Nest wieder aufsucht und nicht Stellen benützt, die nur Notbehelfe sind.

Sückenhänser sind von Zeit zu Zeit an andere Plätze zu bringen, damit der Boden frisch bleibt und nicht durch Kot usw. verseucht wird. Müssen die Häuser an derselben Stelle stehen bleiben, so ist der Erdboden von Kot zu reinigen und von Zeit zu Zeit umzugraben oder durch neue Erde zu ersetzen.

sicherer Gewinn ist mir lieber als ein schneller, der bas Geschäft verdirbt."

Etwas Unangenehmes, o Herr", sagte Wu fong und senkte den Kopf.Die Bande,Blaues Messer" hat in Brooklyn eine Autoladung Liköre aus dem Schup­pen gestohlen."

Woher weiht du, daß esBlaues Messer" war?

Sie hatten ihr Zeichen in die Tür geschnitten." Gut", murmelte der Chef der Pfeilringbande,das geht mir zu wett."

Einen Augenblick herrschte vollkommene Ruhe m dem dreieckigen Raum, dann sagte die Maske:Schicke heute nacht Billy mit zwölf Leuten im Auto zur Glen- dal-Schenke. Sie sotten zwei von den Mefserleuten an die Wand stellen. Aber schnell handeln und verschwin- den, bevor die Polizei kommt. Ich will Billy vorher noch sprechen. Verstanden?"

Wu fong nickte und heftete seinen Blick ängstlich auf die Täfelung der gegenüberliegenden Wand.

Noch eine böse Nachricht, o Herr man hat Jimmy Owen beim Opiumschmuggel ertappt und festgenommenl"

Verdammt Owen ist sanft fo vorsichtig, sitzt er fest?"

Im zwölften Polizeirevier."

Die Maske entnahm einer Schublade einen Bries- bogen, der als Kopf einen roten Ring mit einem schrä­gen durchschießenden Pfeil zeigte, und schrieb mit dem Füllfederhalter lässig ein paar Zeilen nieder.

Schick dieses schnell dem Kommissar vom zwölften Revier, er wird Owen in vierundzwanzig Stunden frei­lassen."

Wu song nahm das Papier, faltete es und ließ es in den Falten des Kimonos verschwinden.

Nun was machen die Deuffchen?" fragte die Maske mit ihrer leisen Stimme und streichelte das schwarze Haar Songs, die noch immer zu feinen Füßen kauerte.

Zürne nicht, o Herr bis jetzt ist unsere Arbe.t vergebens. Es ift ein drittes Mitglied zur Expedition hinzugekommen ein reicher Schwede, er heißt Gunnar Stromberger und liebt die Nichte des deutschen Pro- feslsor. Wir haben einen ernsten Gegner mehr. (F. f-)