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Ar. 235

Beilage zur Fuldaer Zeitung

Christus König?

500 000

360 000

300 000

daß etwaH o ch-

Stimmen der Allgemeine

T NILS

11. Oktober

Das Königsfest Christi»

Eingangslied: Oftb. 5, 12 und 1, 6.

Würdig ist das Lamm, das geschlachtet war, zu empfangen die Macht und die' Gottheit, Weis­heit, Stärke und Ehre. Sein ist Herrlichkeit und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit (Pf. 71, 1). Gott, übergib dem König dein Gericht, deine Gerecht­same dem Königssohn.

Epistel: ftol, 1. 1220.

Würden dem dessen ewiges Königtum es aufs neue verkünden sollte, nicht Wogen ungläubigen Hasses, vermessenen Stolzes, dreisten Hohnes als I Antwort entgegenschlagen? Und wahrhaftig, be­denkt man der letzten Zeiten Lauf, so erweist sich vrel von dem, was da nicht gefallen kann, leicht als Gegenparole einer gottfeindlichen Welt auf den Königsruf Christi. '

?ie. Welt verdirbt in Gottferne und Liebeleere. Als wollte der Teufel die Welt des Heiligen ganz aus ihren festesten Angeln heben, so branden die Wasser der Gottlosigkeit an alles, was Christi Namen trägt.

gf. Osten rast wie Steppenbrand satanischer , i?n^. über die Welt. Inmitten eines Volkes mit cyristlicher, fast mystisch tiefer Seele wird Gott- loslgkeit als Vürgertugend gefeiert, wird Gott- felndschaft gegen alles Gläubige organisiert und in die Weiten der Erde getragen. Kirchen wurden dort zu Ruinen, keine Glocke mehr lädt zum Be- ten. Bald lebt dort ein Geschlecht, in dessen Seele

das Chaos lauert, weil keine Mutter an sei­ner Wiege Gottes heiliger Namen sprach. Aber warum von Rußland reden?

Ganz schmählich würde (übrigens) derjenige ir­ren, der dem Menschen Christus jegliches Herr­scherrecht über die staatsbürgerliche Ordnung ab­leugnete" (Pius XI. in der Enzyklika über das Königtum Christi).

Darauf kommt es für uns an, daß wir die ge­sammelte Kraft christlichen Glaubenserbes aus uns herausbrechen lassen in alle privaten und öffent­lichen Bezirke menschlichen Sinnens und Suchens. So nur wird mit dem Glauben die Liebe wieder- kehren, die viel verlorene, die weit weg geschickte, verstoßene Liebe, die nimmer Platz hatte inmitten der selbstischen Geschäftigkeit der einzelnen Men­schen wie der Völker. Die Liebe, die sterben mußte oder siechen, damit götzenhafte mammonistische oder nationaleBelange" Raum zur Herrschaft hätten. Wir haben es erlebt:Das Volk und das Reich, das Dir nickt dient, wird vergehen, und die Völker werden veröden wie eine Wüste." Es fällt darum uns hart getroffenen Menschen nicht schwer, Sehnsucht zu haben nach den grü­nen Oasen Gottes, nach den Wasserbächen neuen j Geistes, an deren Kraft und Frische wir allein ge­sunden können.

Die welk muß heimkehren zu ihrem König!

Sie muß wieder glauben lernen wie die Zeiten, die Dome und Münster türmten, die heute noch das Lob Gottes in den blauen Him- I mel und in unsere Herzen tragen. Sie muß wie­der lieben lernen mit der seraphischen Glut des umbrischen Toren, der zu seiner Zeit Welt und Kirche dem König Christus wicüergewann. Wir I puren: Christus Rex allein ist auch uns in unseren I Qualen Arzt und Helfer: ErwirdderFriede ein. Er ist der Welt F r i e d e n s f ü rst!

Laßt uns fern Könias*eft wieder aufscklagen in- I mitten der Herbergen unserer Armseligkeit. Laßt das Komgszeichen seines Kreuzes segnend stehen über den Tälern unserer Nöte.

Heimfinden zu Gott will die irre Sehnsucht der Zeit; die Menschheit war, weil sie fern von ihm wanderte, an Gott krank. Ihres neuen Friedens I wurde kein Ende fein, des Friedens der Raffen, I

frefannt geben, der Volksverein möge dort, wo er früher schon bestand, neu belebt, und dort, Serben be^t- neu eingeführt

- M ^.^-.-Entschließungen haben sämtliche deutschen Bischöfe ihren Entschluß kundgetan, daß der Volksverein überall in Stadt und Land erngefuhrt und neubelebt werden soll. Sache des katholischen Volkes und seiner Führer ist es nun, im bevorstehenden Winter diesen Entschluß aus der ganzen Linie zur Durchführung zu bringen, und den Bolksverein zu machen zu dem das ganze katholische Volk in allen seinen Ständen umfassenden großen Volksbund der deutschen Ka- t h o l i k e n.

Hackebeils Illustrierte" mit dieKölnische Illustrierte" mit usw.; es sei nur einmal bedacht, land",Heiliges Feuer",

, Was sollte einer Menschheit in 5°^" Geisteshaltung ein Königs­fest Gottes?

veraltet ist, dabei zugleich aber die verhängnis­vollste Wirkung ausüben muß, ist die, welche als Prinzip der gesellschaftlichen Wert, schätzung nur den nacktenBesitz gelten läßt. Der Bolschewismus zieht daraus die äußerste Konsequenz, indem er das Privateigentum endgül. tig zerschlägt. Der Marxismus hatte in feiner Art diese Konsequenz bereits gezogen, indem er den Sozialismus gleichsetzte einer klassenlosen Gesell­schaft. Das ist die Barbarei in höchster Form, denn alle Kultur beruht auf Differenzie­rung. Die Sünde der bürgerlichen Gesellschaft liegt darin, daß sie das einzig mögliche Prinzip solcher kulturellen Differenzierung vernachlässigt hat, nämlich das Prinzip der Stiftung. Ge- lingt der christlich-sozialen Bewegung, zu diesem gesellschaftlichen Wertungsprinzip der Leistung zu- rückzukehren, dann ist damit die einzig mögliche Front gefunden, die allem, was Bolschewismus und absoluter Sozialismus, aber auch verkommens Bürgerlichkeit" heißt, entgegengesetzt werden kann.

Rach dem Gesagten wird es nicht notwendig fein, das Buch Gurians noch besonders zu empfeh­len. Jeder, der sich zu der letzt erwähnten Front­stellung bekennt, wird es lesen müssen. Niemand wird es ohne großen geistigen Gewinn aus der Hand legen. Gurian ist ein Meister der Darstel­lung und, wie bereits gesagt, ein Meister beson­ders der kritischen Analyse. In seinem Bolsche- wismusbucke hat er Gelegenheit gefunden, aus sei­ner ungewöhnlich reichen Kenntnis und Erkennt­nis mit vollen Händen zu schöpfen.

Wunder zu glauben, auf die Wunder Gottes in den Herzen verzichten zu können. Nicht nur auf die Wunder, sondern auch auf ihn selbst!

Da mußteder arme Vikar des lieben Gottes" gerade Pius XI. fühlt, dem entthron­ten Gottkomg neuer Herold werden, wie jener arme von Assisi, der zu einer Zeit, nicht minder aufgewühlt, nicht weniger voll Menschentrotz, voll Trübsal und Bitternis denn unsere Tage als .He­rold des großen Königs" das strahlende Christus- f°"ner neu entrollte und in mächtiger Geistes- den Kampf aufnahm mit den Gewalten der Fmsternls.

was soll werden, wenn wir. denen das Königs­zeichen Christi auf der gekauften Stirne glüht, 'hu nur im Dämmerdunkel feiner Kirchen ehren, wenn wir nur unverbindlichen Kult frommer Gefühle und Privatandachten pflegen? Diese 3-it schamloser Frechheit fordert hundertprozen­tiges Bekennen, wo Millionen ihre Gottlosigkeit diabolischen Sinnes auf flatternde Lanner schrei­ben, muß das Sönigsbanner Christi das Sturm­banner aller jener bleiben und erst recht noch werden, die wissen, daß in ihm allein der Völker heil beschlossen ist:

... Zebes Jahr, wenn der leuchtende Glanz dieses 'unMen, erst vom elften Pius des der Christenheit geschenkten Hochtestes auf unseren Altären liegt, klmgt in den Königsjubel zögernd die Frage ob dieser Herrentag nicht doch fehl am Platze sei Diese Zeck, bar der Ehrfurcht, hat weithin aufgeräumt mit Dingen und Zeichen, die Jahrhunderten heilig waren.

der Klassen, der Nationen, der Konfessionen, des Friedens endlich der Seelen.

Der Heroldsruf erklingt, der Welten König harrt seiner Geschöpfe. Wie lange noch zögern sie? Wie lange noch bleibt ihnen Zeit?

Heinrich Höfler, Freiburg i. Br.

3«m Sterben Inihnlischer Zeitschriften

schreibt dieSchönere Zukunft":

Am stärksten scheint sich die Krise auf dem Gebiet der katholischen Zeitschriften breitzumachen, obwohl ihnen als Mittelorgan zwischen Universität und Buch einerseits und Tageszeitung andererseits, als dem eigentlichen Kern und Rückhalt katholischer Publizistik die denkbar höchste Bedeutung zukommt. Schon bisher war der Stand der katholischen Zeitschriften gegenüber nichtkatholischen ein erschreckend schwacher. Es seien hier nicht etwa dem katholischen

Feuerreiter" mit 120000 Auflage

entgegengehalten die Ullsteinsche

BerlinerIllustr. Ztg." mit 1850 000 Auflage bteMünchener Illustrierte Presse" mit 700 000 dieDeutsche Illustrierte" mit

Höchste Mnettennnng für den Bolteoetein. f Dem Volksverein für das katholische Deusich- lanid sind m den letzten Wochen von höchster kirch- ltcher Seite ganz besondere Anerkenn un gen zuteil geworden. Die Bischofskonferenz Anerkenn, n? U"b Geising haben ihm mit diesen gesprochenng^n emmuh9 ihr Vertrauen aus- .So teilte der Vorsitzende der Fuldaer Bischofs-

H Kardinal-Fürsterzbischof h» ber Volksoereinszentrale

M. Gladbach unter dem 23. August u. a. fol­gendes mit:Die Bischosskonferenz begrüßt die Ö lSh" Zusammenfassung der katholischen fSffitrr b bex Schulungsarbeit auf religiösem, M z s und sozialem Gebiet geleistete reiche Arbeit des Volksvereins, besonders dessen Arbeit gegen rechts- und linksradikale Strömungen der BbSen Seiter bie ganz im Rahmen der

Aktion liegen. Es ist der Wunsch der Bischofskonferenz, daß der Volksverein überall Stadt- und Landgemeinden ein geführt oder neu belebt werde. Die Bischofskonfe- renz billigt den Plan des VolksveKs am abrtftf ontflsfonntög eine groß« Ab- wehraktlon gegen die immer mehr überhandneb- mende Arbeit der Gottlosenoerbände zu organisie­ren und den Christkönigssonntag als $ßerbe- I on ntag für den Volksverein zu benutzen All- * feihg wird die Arbeit des Volksvereins mit'herz- lichem Segenswünsche begleitet, vertrauend, daß öte Winke für regsamere Benutzung seiner Hilfe und seines Schrifttums in den einzelnen Orts­gruppen nicht fruchtlos bleiben."

Im gleichen Sinn schreibt der H. H. Erzbischof von^ Miinchen-Freisinq Kardinal Dr. Michael

religosen Einwirkungen fernhält- faßer in seiner Kulturbestätigung an jene Jn- ftinnc appelliert, die man nicht ungestraft für die Entwicklung der Persönlichkeit zu unbeschränk­tem Schalten und Walten aufryfen darf; daß er öie materiellen Werte den Gesinnungswerten in seiner Propaganda rücksichtslos voranstellt- daß auch für ihn wie für denbäuerlichen" Menschen, wenn auch in anderer Weise, das Haben über dem toetn steht. Das alles ist nichts anderes als vor-

<mQt .^ir den konsequenten und zuende gedachten Marxismus, der im Bolschewismus vor uns steht Man kann die Massen sozu­sagen bis an die gleisnerische Welt ®e ® Bolschewismus heranführen unb fieöann plötzlich in «inen a n - deren Weg abbiegen lassen. Dazu ist auf die Dauer kein Führer stark genug. Der Bol- fchewismus wird dann beweisen, daß er der Stär- kere ist, weil er roie ©urian richtig sagt an das Sendungsbewußtsem des sozialistischen Proletari­ats appellieren kann. Er ist bie Utopie, welch- ben Massen als Endziel der wirklichen Entwick­lung erscheint und sie zur Aktivität treibt. Gerade feine barbarische Primitivität und die Einfachheit seiner Formen sind von einer so unheimlichen An­ziehungskraft. In ihm wird auch für uns das Gericht über die bürgerliche Gesellschaft ergehen.

Dem christlichen Arbeiterführer legt Gu.rian in einer Fülle von feinen Bemerkungen Möglichkeiten dar, wie man den Bolschewismus gerade da bekämpfen muß und Fann, wo feine arm ^gt. Dahin gehört der Nachweis, daß :m Bolschewismus die Diktatur des Proletariats zu einer Diktatur über

Der Bolschewismus.

Von Prof. Dr. Brauer.

(Vergl. auchFuldaer Zeitung" Nr. 241.)

Sur die Träger und Führer einer christlich- n a 11 o n a len Bewegung ist die Erwägung von größter Bedeutung, daß man dem Beginnen, toXT lm Bolschewismus vor uns sehen, "ZA allein mit der kleinen prak- £ n Q t ö e s 21U t fl g s begegnen kann, ft«? eK Bolschewismus wird uns in den näck- Iten Jahren furchtbarer und immer furchtbarer be- Orauen. Immer war es so, daß in der Mensch- pett Diejenigen das Regiment an sich rissen die eine Entwicklung in äußerster Konsequenz nerbif« fen ZU Ende gingen. Der deutsche Sozia- rnnhiof5 cuf bie Dauer dem Druck, der

nX r r- r£?l^quen3 ausgeht, nicht entziehen. M^^ soz-alist,scheu Massen in Deutschland wollen S S Jl e ®'e .fmb Zwar sehr entfernt von finh ! S ®Ttnts bes remen Marxismus, und I® J b recht weit entfernt von dem bru-

E " ana11smus, mit dem die russischen reinen Marxisten für die Idee und bas Wollen btefes Marxismus eintreten. Dennoch roinb auf b°f russische Beispiel auf die Dauer mit un- tttr ? Gewalt einwirken. Zumal unser deutscher Sonalismus immer neue Eingangspfor­ten für den Bolschewismus öffnet. Er tut es ins­besondere dadurch, daß er die G o 11 l o s i g k e i ts. Propaganda nicht bloß zuläßt, sondern för­dert; daß er Diesseitigkeit in Reinkultur zu pfle­gen alles aufbietet; daß er di« Jugend nack Lowensteinischem Rezept möglichst von allen

Dürfen Katholiken dem Sterben führender katholischer Zeitschriften ruhig Zusehen? Wir glauben nicht. Je I mehr bei einem Menschen katholisches Bewußtsein, um I f° mehr auch das Bewußtsein von der Verbundenheit I mit dem Ganzen und der Verantwortung für das Ganze. I Je mehr bei einem Katholiken Geist und Vernunft, um I so mehr Erkenntnis der Bedeutung der Idee im gesam­ten Kulturleben und des Entscheidenden der Kraft der I einzelnen Ideen und Jdeenträger im Wettbewerb der Der« I schiedenen Lebensideale. Katholische Zeitschriften wir I meinen nicht Käseblättchen, sondern Revuen, die Sprach­rohre der katholischen Intelligenz sind preisgeben, heißt wichtigste Positionen des Katholizismus im öffentlichen Leben preisgeb en; heißt wichtigste

Stützpunkte und Bundesgenossen für Seelsorge,

Unterricht, Erziehung, preisgeben. Gewiß un­sere Zeiten sind Zeiten der Not, die eingreifendsten Spar­maßnahmen verlangen. Aber in solchen Zeiten vernünf­tig sparen, heißt bei Essen und Kleidung, bet Tabak und Alkohol, beim Urlaub- und Reisebudget sparen, aber nie­mals bei Literatur und Presse sparen. Denn je größer die Not, um so wichtiger solide Aufklärung über die Entwicklung; je mehr Wissen, um so mehr Sicherung im Existenzkampf. Erst die Teilnahme am Geistesringen der Zeit erhebt den Menschen aus Philisterhaftigkeft und Krähwinkelei, macht ihn zum gebildeten Menschen, be­wahrt ihn davor, zum Opfer von Zeitpsychosen zu wer­den. Die katholische Zeitschriftenpresse ist ein Hauptteil der Artillerie im Kampfe der Geister. Angesichts der Diktaturgelüste von Macht und Geld in der Weltpolitik, angesichts der Gefahren von Faschismus, Sozialismus und Bolschewismus in der Innenpolitik, angesichts der Vorstöße des Neuheidentums im Kulturleben darf von den Katholiken, welche die Wett für den Christuskönig erobern wollen, nicht ab-, muß vielmehr ausgerüstet wer­den. Rationelle Aufrüstung aber heißt vor allem Blätter beziehen und fördern, die Sprachrohr, Kanzel führender katholischer Persönlichkeiten auf allen Gebieten von Wis. sen und Leben sind. Denn bei Blättern dieser Art, zumal wenn sie bereits stark verbreitet sind, ist am meisten Ein­fluß und Gestaltungsmöglichkeit.

Brüder! Wir sagen Dank dem Sßater, der uns würdig gemacht hat, Anteil zu erhalten am Erbe der Heiligen im Lichte, der uns der Gewalt der Finsternis entrissen und ins Reich seines geliebten Sohnes versetzt hat. In ihm haben wir die Er­lösung, durch sein Blut die Nachlassung der Sün­den. Er ist bas Ebenbild Gottes, des Unsicht­baren, der Erstgeborene vor aller Schöpfung; denn in ihm ist alles erschaffen im Himmel und auf Er­ven, das Sichtbare und das Unsichtbare, feien es Throne oder Fürstentümer, Herrschaften oder Ge­walten: alles ist durch ihn und auf ihn hin erschaf- fen Er ist vor allem, und alles hat in ihm De- ffanix Er ist das Haupt des Leibes, das heißt der Kirche; beim er ist der Anfang, der Erstgebo­rene unter den Toten. So sollte er in allem den Vorrang haben; denn es gefiel Gott, in ihm die ganze Fülle wohnen zu lassen und durch ihn altes ateber mit ihm zu versöhnen, was auf Erden und I mas tm Himmel ist, indem er durch bas am Kreuz vergossene Blut Frieden stiftete: in Christus Je- sus, unserem Herrn. 1 I

Evangelium: Joh. 18, 3337.

An jener Zeit sprach Pilatus zu Jesus: Bist du der König der Juden? Jesus antwortete: Sagst du das von dir selbst, ober haben es dir andere I ron mir gesagt? Pilatus er rotierte: Bin ich denn em Jude? Dem Volk und die Hohenpriester haben dich mir überliefert. Was hast du getan? Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. I TZenn mein Reich von dieser Welt wäre, so wür» I ben gewiß meine Diener für mich streiten, und ich wäre nicht den Juden überliefert worden Nun aber ist mein Reich nicht von hier. Da sprach Pi­latus zu ihm: Also bist du doch ein König, Jesus antwortete: 3a. ich bin ein König. Dazu I bin ich geboren und in die Welt gekommen, baß ich kur die Wahrheit Zeugnis gebe. Jeder, der aus öer Wahrheit '-st, hört auf meine Stimme. I

^uIM^ unter dem 10. September:Ich habe an die Konferenz der bayerischen Bischöfe in Frei- fmg am 8. September 1931 den Antrag gestellt, dem Vvlksverem in seiner neuen Gestalt die Ab- wehr der bolschewistischen und kommunistischen Gefahr, überhaupt der radikalen politifchen und kulturellen Strömungen zu übertragen, und habe für diesen Antrag die freudige Zustim- m u n g der bayerischen Bischöfe gesunden. Wir bayerischen Bischöfe haben zum Dolksverein bas « r"°u<n, daß er in Volksversammlungen und Kundgebungen größeren Umfanges, wie auch in öen überaus fruchtbaren Führerkursen für Geift- «che und Laien, aufklärende und abwehrende Ar- bett leistet. Die bayerischen Bischöfe werden in ihren Amtsblättern dem Klerus und dem Volke

Zeit",Schönere Zukunft'

Rundschau",Neues Reich",Schilbgenos- sen",Literarischer Handweifer",Gelbe H4e4f4t4e",Die B üch erwelt" bisher zu» sammengenommen vielleicht 6070 000 Auflage hatten, während UllsteinsGrüne Post" 1 Million Auflage, Ull- steinsUhu" 190 000 Auflage,Das Magazin" 210 OOO, dieSüddeutsche Sonntagspost" 180 000 ,die Ullsteinsche Revue" 100 000 Auflage haben. Nun ist auch noch das bißchen katholischer Zeitschriftenpresse schwerstens be­droht. Schon find die katholischen ZeitschriftenD e t Pflug" undOrpli d" im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch des Volksvereins-Verlages verschwun­den. Von denSchildgenossen" Prof. Guardinis und dem Heiligen Feuer" (inzwischen hat das .Heilige Feuer" ihr Erscheinen bereits eingestellt. Die Red.) wird ge­meldet, daß sie in ihrem Bestände schwer gefährdet sind. Eben kündet der Verlag Herder die Einstellung seiner seit Jahrzehnten erscheinenden, auf außerordentliche Höhe ge­brachte MonatsschriftLiterarischer Handwei- s e r" an. DerG r a l" mußte aus dem Münster Helios- Verlag in den Verlag Kösel-Pustet flüchten.

bas Proletariat geworben ist, baß er bie Bürokratie, oon der er bte Menschen erlösen wollte, erst recht verstärkt, aber habet außerordentlich vergröbert hat, baß er durch bie Erhebung bes politischen und wirtschaftlichen Le­dens zur entscheidenden Daseinsmacht zu einer Entmenschlichunq bes Menschen ge­führt hat, daß seine Herrschaft trotz allen Anscheins der Massenbilbung zu einer Mas senverdum- mung im größten Stile führt, baß er die @e- walt absolut macht, unb baß am Ende der bolsche­wistischen Entwicklung, so wie sie bisher sich in Rußland zeigt, doch nur 6er bolschwisti che Spießbürger steht, her bie bestehende Or­ganisation ausnutzt, um sich Vorteile zu verschaf­fen. Damit tritt praktisch in die Erscheinung, was manche deutsche Sozialisten, bie Menschenkenner ftnb, oon dem Marxschen Oefonomismus über- gaupt gejagt haben, baß nämlich bie Hinführung Der Menschen zum reinen DeFonomismus also bas Geltenlassen nur wirtschaftlicher und materieller Erwägungen, zwangsläufig den Menschentyp er­zeugen muß, ber schließlich feine Aufgabe in her Ausnutzung unb Auspressung seiner Mitmenschen erblickt unb sich bas Wort zu eigen macht: Nach mir bie Sintflut!

Ganz entscheidend für die Guiransche Auffas- fung ist her Satz, daß der Bolschewismus nicht wegen feiner Doktrin für bie heutige Welt gefähr- -ich fei, sondern darum, weil bie heutige Welt tarFan Vorstellungen festhält, bie der gewandel­ten gesellschaftlichen WirFlichkeft nicht entsprechen", purum Fann er zu einer negativen Kraft ber ge» ellfchastlichen Reform werben. Diejenige Borstel- lung, bie nach dieser Richtung hin am meisten

3m Abendland, bas äußerlich offenbar immer noch Wert darauf legt, bas .christliche" ge-

I nont!£> werden, ist ber Antichrist nicht weniger I tf1 ^rL Der Unterschied ist vielleicht ber, daß I rJe.Lber Angriff auf bas Heilige kultivierter, ver- ttVbelL Derbetfter erscheint Die ganz groben Methoden derkämpfenden Gottlosen" JDlosFauer tus stehen ber zivilisierten Mitte der Welt etwas schlecht zu Gesicht. Und so gibt sich Gottlosigkeit tn unseren Breiten harmloser, bürgerlicher aber mub raffinierter. Man ist versucht zu sage ; In Ruß and ist zum Staatsgesetz geworden und zum Gesellschaftskobex erhöht, was Europas Neunmal- weifevon hohen Kathedern jahrzehntelang als ab

I R^lcheuwitzes Letztes kündeten. Kultur- b o lschew i sm us ist, den meisten unbemerkt, mngst ber R e li g ions e r satz europäischer Burgerlichkeit geworden. Aufbrausendes ^orzeigen bes selbstverständlich wohlverwahrten christlichen Taufscheines kann 6a kaum als Beweis bes Gegenteils gelten. Wo ist Christus noch Kontg, außer etwa in den Herzen einiger Millionen, die die Welt die Armen im Geiste" nennt? Müssen nicht diese letzten unentwegten Gefolgsleute Gottes für ihren Treuedienst bitteren Spott ertragen? Ja, in den Herzen, in den Familien, in den Staaten ist das Bild Christi weithin verschwunden, ober doch fast bis zur Unsichtbarkeit verblaßt. Im Ue= "ermaß ihres Stolzes scheint die Zeit technischer

Ich hab' kein Geld -

und doch kaufe ich mir für _Rm. 1.- Fav's Sodener _______Mineral Pastillen, wenn ich erkältet bin.