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NILS

s. Oktober

Beilage zur Fuldaer Zeitung

Ilr. 232

man den Kragen

als große Mode.

abheben.

Kalle iSüfce

Die Frau in der Küche

assuna der Dieses offene Bekenntnis einer Kommunistin bedarf

in Ehrfurcht.

Stimme

selbst",

ein Geläute begann

obige Bri.< ist Dokument.

Hochaltar. Es waren die

von dem Ehorraum sagte einfach und

im Bett verhindern oft das Einschlafen. Ein rasches, kaltes Fußbad mit nachfolgender tüchtiger Frottierung vor dem Zubettgehen machen die Füße nxtrnt und er­möglichen rasches Einschlafen.

Bemusterte Pullover zum Kostüm, insbesondere wenn es etwas sportmäßig gearbeitet ist, stehen im Mittelpunkt des modischen Interesses. Man liebt gradlinige Orna­mente, dagegen haben sich die Blumenmuster weniger gut durchgesetzt. Gedeckte Farben werden bevorzugt, vor allem Grün in allen Schattierungen. Braun und Beige folgen dann in zweiter Linie.

nistinwohin führt die neue Lebensauffassung der Kommunisten und wie soll sich ihr Verhältnis zur Frau, die Mitglied der Partei ist, gestalten? lieber diese

Für Tee- und Abendkleider, überhaupt für bessere Kleider jeder Art bevorzugt man Crepe de Chine und Georgette in möglichst satten Farben. Pastelltöne flick» nicht beliebt. Man gibt dem kunstseidenen Gewebe allent­halben den Vorzug, da es neben der Billigkeit vor allem auch den Vorzug besserer Tragbarkeit aufweist. Kunst- seidene Gewebe pflegen nicht so'empfindlich zu sein wie reine Seide. Modefarben: Schwarz, Braun, Grün, Rot.

form ist für Jäckchen besonders gern ren Kleidern und Kostümen arbeitet auch vielfach aus Pelz.

auch der Ausputzmöglichkeiten erinnert, die dieses ge­schmeidige und gut zu verarbeitende Gewebe bietet. Sam­metkleider dagegen erscheinen noch etwas vernachlässigt.

eine Plage und eine täglich wiederkehrende Hetzerei, wenn sich die Weinen nicht selbst anziehen können, wenn man sie nicht gelehrt hat, sich sauber zu waschen und all die Verrichtungen sorgsam zu erledigen, die der hygienische Mensch für notwendig häll. Meine Buben und Mädels haben sich mit 4 Jahren schon selbst gewaschen und ange­zogen. Sie wußten dos gar nicht anders und daß es mit der nötigen Sorgfalt geschah, dafür sorgte schon die strenge Musterung vor dem Frühstück. Wer nicht sauber gewaschen war, wer mit schmutzigen Fingernägeln er­schien. der wurde unbarmherzig zur zweiten Reinigung abkommandiert, nicht ohne vorher eine ernsthafte Beleh­rung empfangen zu haben. Ergab sich dann an den näch­sten Tagen, daß der kleine Sünder hartnäckig den kleinen Fehler beging, wurde mit ihm eine praktische Hebung abgehalten, bei der sich sehr zeigte, ob Ungeschick ober Bequemlichkeit als Ursache anzusehen war. Im ersteren Fall muß man natürlich Geduld mit dem Kind haben und ihm immer wieder zeigen, wie es richtig zu machen ist, denn nicht jedes Kind besitzt die gleiche Auffassungsgabe. Bei den Bequemen und Faulen aber Hat der Entzug des Kompottes zum morgendlichen Frühstück, eine strafweise verordnete halbstündige Tätigkeit im Garten beim Steine- lesm oder Unkrautrupfen in fast allen Fällen sofortige Besserung bewirkt.

Es ist ganz klar, daß auf diese Weise die Mutter manche Stunde int Tag erübrigen kann, die sie dann an­deren wichtigen Arbeiten im Haushalt zu widmen in der Lage sein wird. Und ein anderer Vorzug ergibt sich bei diesem Verfahren, die Wnder lernen beizeiten, was Ord­nung halten heißt. Selbstverständlich wird man auch int Laufe des Tages noch mancherlei andere Beschäftigungen für Wnder finden, die sie selbständig ausführen können, die sich dann in der Praxis als eine wesentliche Unter­stützung der Mutter darstellen, ohne als Arbeit gewertet zu werden. Man darf nämlich auch die Sache nicht über­treiben. Ein Kind soll neben seinen Schularbeiten auch spielen. Es soll sich erholen und Kräfte sammeln, beson­ders in der Großstadt. Deshalb auch hier Maß und Ziel nicht außer acht lassen. Wer es jedoch geschickt anfängt, dem können die Kinder ganz nützliche Helfer sein und dabei gleichzeitig der Hausfrau die Entlastung bringen, die sie sich so oft wünscht.

Stlrb und Werde.

Don Rosa Hamacher- Boppard.

Ein regengrauer Oktobertag . . . Dor dem Fenster reckt ein Baum seine kahlen Aeste und Zweige: er hebt sich von der durchnäßten Straße wie eine gespenstische Silhouette ab Darüber hängt der Himmel dunkle Wol­kenschleier bis an ben Saum der Berge . . .

Und dieser gleiche Baum wird int nächsten Früh­jahr blütenüberschüttet stehen und dann wunderschwer voll roter Wrschen prangen: Unglaubliche Erfüllung ei­nes herrlichen Traumes!

Dein eigenes Geschick liegt in der Hand des gleichen Lenkers. Erkennst du die ^<chre, die der Kirschbaum gibt , , £

Frage habe ich mich mit Kommunistinnen unterhalten, die 12 und 13 Jahre bei der Partei sind, unb alle klagen darüber, daß die Männer der Kommunistinnen sich ge­radezu empörend führen, int Geheimen Verhältnisse mit anderen Frauen unterhalten, die eigene Familie ver­nachlässigen und für ihre Kinder nicht sorgen. . . . Noch eine Tatsache: ich war mit einem Kommunisten ver­heiratet. Als ich der Niederkunft entgegensah, schickte er mich in eine Klinik. Während dieser Zeit knüpfte er ein Verhältnis mit einer anderen Frau an, die das von ihm zu erwartende Kind auf seinen Rat abtreiben ließ. Außerdem hat er neben der eben genannten Geliebten noch eine, die von ihm ebenfalls einen Sohn hat. So­mit hat mein Mann faktisch drei Frauen. Daraufhin habe ich meinen Mann verlassen und mich an Partei­mitglieder gewandt, damit wenigstens die Partei ihren Einfluß auf ihn geltenb macht. Mein Sohn fragt täg- sich nach dem Vater, der aber hat schon eine vierte Frau ausfindig gemacht . . . Sagen Sie mir, wie tarnt ich unter den Verhältnissen arbeiten? Ich bin elf Jahre Mitglied der Partei und arbeite ausschließlich für die Partei. Meine Gesundheit ist arg in Mitleiden­schaft gezogen, besonders jetzt, wo das persönliche Leben einen Riß erhalten hat und mein junges Leben vergiftet ist. Dieses erzähle ich nur deshalb, weil sehr viele meiner Genossinnen sich in gleicher Sage befinden. Die Kommunisten zersetzen das Leben. Ich kann Ihnen zahlreiche Tatsachen anführen, die das wahre Antlitz der gegenwärtigen Kommunisten enthüllen. Wenn man sich aber bei der Kontrollkommission der Partei über die Lebensführung der Parteimitglieder beschwert, dann fragt man dich: Bist du Kommunistin? Wenn ja, dann lebe eben nicht mehr mit ihm! ... Ist das etwa eine Lösung? Es ist besser, man schont seine Gesundheit für sich und feine Kinder und verläßt die Partei".

Modische Kleinigkeiten.

Von Berta Segura, Men.

Der Damenhandschuh bevorzugt in diesem Winter als verarbeitetes Material vor allem Leder, darunter viel Wildleder und Nappa. Auch Glaceleder wird beliebt sein, besonders in gedeckten Farben, die sich ausgezeich­net tragen. Als Modefarben werden Schwarz, Weiß, Braun und Marineblau genannt, oft auch zwei dieser Farben am gleichen Handschuh. Weiter hat man ge­wirkte und gestrickte Handschuhe hn gleichen Farbensorti­ment. Schlupfhandschuhe aus Leder, die über dem Man­tel und Kostümärmel getragen werden, müssen ihre prak­tische Brauchbarkeit allerdings erst erweisen.

polizeilichen Anzeige. Denn viele ansteckende Krank­heiten, bei einzelnen sogar der Verdacht, sind meldepflich­tig. Morgen wird der Ausschlag wohl da sein, obwohl es Fälle von Scharlach ohne Ausschlag nicht selten gibt. Wir wollen hoffen, daß alles gut geht!" Sechs Wochen mußte Hansi zu Hause bleiben, aber unter der Obhut des Arztes und der Pflege der Mutter ging alles gut, so daß er nach Ablauf der Krankheit wieder luftig und munter wie srüher in die Schule gehen konnte.

Wenn Ihr schlafet, wache ich. Ich wache vor dem Herrn. Ich bin die ewige Anbetung. Ich verkündet, daß er hier zugegen ist. Mein Licht ist es, nach dem die Menschen schauen, wenn sie wissen wollen, ob Gott hier wohnt. Solange Gott hier ist, solange bin ich "

Die Stimmen erftarben. Draußen aber erhob sich ein fernes Brausen. Und es kam näher und näher. Ein Sturmwind roars. Und mit einem Male erzitterten die Mauern der Kirche von der anstürmenden Gewalt, ein Fenster gab nach, herein brauste der Sturm und fuhr in die ewige Lampe hinein, daß sie erlös ch.

Die Kerzen erzitterten. Scholl es nicht wie eine Stimme in dem Gebraus, eine Stimme, welche sprach: Ich brauche euch alle nicht?"

Und von der Kanzel sprach es in vernehmlichen Lau­ten:Dienet in Demut und fraget nicht, wer kleiner oder größer sei. Gottes ist die Ehre---"

keinerlei Erläuterung. Mit wenigen Worten ist hier die ganze Tragik eines Frauenschicksals geschildert, das unter dem Sowjetstern zur Massenerscheinung geworden ist. Was mag in der Seele dieser Frau vorgegangen sein, ehe sie sich entschloß, ihr geschändetes Frauentum der Oeffentlichkeit zu offenbaren und der Kontrollkommission zur Diskussion vorzulegen? Und wieviel Frauen und Mädchen gibt es heute in Sowjetrußland, die, der kom­munistischen Dottrin vertrauen, Leib und Seele zu Markte tragen? Darüber berichtet keine Stattstik, keine Rundfrage und keine bolschewistische Zeitung. Nur hier und da bringt der Schrei einer gepeinigten Seele aus einem Brief zu uns herüber, den selbst die Sowjet­presse nicht zu verheimlichen wagt. Der Same, den Lenin im Verein mit Alexandra Kollontay gesät hat, ist aufgegangen zu Üppiger Frucht: die Frau ist Frei­wild geworden, Objekt zum Zeitvertreib für Partei­mitglieder. Diese Tatsache läßt sich nicht leugnen. Der

Frauen-Schlcksal in Sowjelnrßland.

In der soeben erschienenen sowjetruffischen Halb­monatsschriftBolschewik" Nr. 14 ist u. a. auch das Protokoll der Plenartagung der Zentral-Kontrollkom- mission der Russischen Kommunistischen Partei (ZKK.) veröffentlicht. Das Protokoll enthält einen Auszug aus der Rede Emeljan Iaroslawskis, des Vorsitzenden des Bundes der Gottlosen, in der IaroÄawski anhand eines Briefes, den er von einer Kommunistin erhalten hat, die Lebensverhältnisse unter den Kommunisten schildert. Eine Frage intereffiert mich" schreibt die Kommu-

Kleme ärztliche Ratschläge.

Schweißsüße bei Kindern

lassen sich in vielen Fällen verhüten, wenn man dafür Sorge trägt, daß die Kleinen nicht lange mit schmutzigen Strümpfen herumlaufen. Werden mit Schweiß durch­setzte Strümpfe dem Kind am nächsten Tage wieder an- gezogen, dann wird die zarte Haut gereizt. Entdeckt man aber Schweißgeruch an den Füßen der Weinen, so emp­fiehlt es sich, abends die Füsse mit einem in Franzbrannt- wein getauchten Wattebausch abzureiben und mit Salizil- streupulver einzupudern. Auch in die Strümpfe kann das Pulver eingestreut werden.

Gegen Jroftbeulen.

Man kocht Tischlerleim, bestreicht damit alte Leinwand und legt sie warm auf. Sie bleibt solange darauf liegen, bis sie sich von der Frostbeule loslöst. Ein anderes be­währtes Mittel besteht aus Terpentin mit dem 20. Teil Kampfer untermischt, welches dreimal täglich auf die Frostbeule ausgeftrichm wird.

Gegen Sopsschuppen

bewährt sich folgendes Mittel: Mit einer Mischung von 200/4. Franzbranntwein, 40 Gramm Glycerin, 50 Gr. Rofenwasser und einigen Tropfen Rosenöl wird die Kopf­haut täglich eingerieben.

Heilkraft des Zwiebelsaftes.

Um das Ausfallen der Haare zu hemmen, reibt man die gelichteten Stellen der Kopfhaut mit einer durchfchnit- tenen Zwiebel ein oder besser noch, mit einer Abkochung von Franzbranntwein, Wettenwurzeln und Zwiebelsaft. Auch gegen Nasenbluten hilft Zwiebelsaft mit Essig ge- mischt sowie bet Insektenstichen als Linderungsmittel. Auch als Desinfektionsmittel hat sich die Zwiebel bewährt. Hände und Lippen mit frischem Zwiebelsast eingerieben, schützen die Krankenpflegerinnen vor Ansteckung. Durch­schnittene Zwiebeln an verschiedenen Stellen im Kranken­zimmer verteilt, desinfizieren. Man erneuert die Zwie­beln alle zwei Tage.

Stockschnupfen.

Man halte den offenen Mund über einen Topf kochend­heißen Fliedertee, indes man den Kopf mit einem Tuche verhängt. Den Gebrauch der Dämpfe wiederhole man täglich 23 mal, und man wird bald das Hebet los fein.

Gegen Warzen.

Auf ein Stückchen Seinen streicht man gewöhnliche grüne Seife und legt dieses auf die Warze. Man wech­selt die Auflage täglich. Nach zwei bis drei Wochen sind dann die Warzen weich geworden und lassen sich leicht

Ihr Murmeln erstarb Da kam eine einzelne her.

Ich bedeute Christus schicht die Osterkerze.

tzLaschenbrütet was ans

Don Dr. W. Schmidt, Aschaffenburg.

Das Tabernakelttcht erlischt.

Von I. Endringer.

Noch einen letzten Blick warf der Küster in das dunkle Kirchenschiff zurück, dann tauchte er die Finger in das Werhwajserbecken, schlug bas Kreuz und trat in die Vorhalle hinaus. Er schob die schweren Kirchentüren zusammen, steckte den Schlüssel ein und schloß sie ab. In der Vorhalle sah er sich wieder nach allen Seiten um, schritt bann durch bas Außentor, Maß auch dieses ab und ging nach Hause. Leise klirrten die Schlüffel in sei­ner Hand.

In der Kirche aber erhoben sich leise Stimmen. Die Kerzen waren es, welche zu sprechen begannen. Die auf den kleinen Tischen neben dem Altar fingen an.

SewstLndigke» bei Kindern.

Von Margarete Susmann-Hlm.

Manche Mutter könnte sich die Arbett im Haushalt wesentlich erleichtern, wenn sie beizeiten darauf bedacht sein wollte, die Kinder zu größerer Selbständigkeit zu er- ziehen. Es ist ein alter Irrtum, wenn immer und im­mer wieder von Müttern behauptet wird, Kinder können nichts allein machen, sie bedürfen stets der Unterstützung und Nachhilfe der Mutter. In jedem Kind, selbst dem kaum dem Säuglingsalter entwachsenen Kleinkind, steckt ein gesunder Beschäftigungsdrang. Diese Naturanlage sollte die kluge Mutter verständig ausnutzen, umsomehr als Langeweile in der Kinderstube Ursache zu mancherlei Hngelegenheiten zu sein pflegt. Sind mehrere Kinder vorhanden, bann erleichtert man sich die Sache noch inso­fern, als die älteren Kinder den jüngeren schon mit Rat und Beispiel vorangehen können. Die Mutter hat dann nur nötig, sich ab und zu als Aufsichtsperson sehen zu lassen, um festzustellen, ob ihre Anordnungen auch be­folgt und richtig ausgeführt werden.

Das geht am frühen Morgen schon an! Es heißt auf­stehen, die Kinder müssen in die Schule. Was ist das für

lich demütigen. Wnder, die diesen Stolz haben, besitzen ein gutes Hnterscheidungsvermögen für Gerechtigkeit.

Hnd gerecht müssen wir Müller bleiben, auch wenn Not im Hause ist, dem Kind sein Recht nicht kürzen.

Wilde Zärtlichkett, aus einem schlechten Gewissen ge­boren, ist ein Unrecht am Kind.

Nerven? Wer will, kann Herr der Nerven bleiben, trotz Not, trotz Sorge. Ein klarer Kopf ist eher imstande, das Heberwirtschaften der Lücken zu meistern, als ein Menschenkind, das sich selber aus der Hand gegeben hat.

Mütter müssen verantwortungsbewußt bleiben. Wenn alles gut und glatt geht, ist das kein Kunststück. Mütter müssen ein Beispiel (ein: Kinder, die die Mutter in Not­zeiten ruhig und beherrscht sahen, werden Menschen, die ihr Leben meistern um ihrer Mutter willen. F. B.

Hansi ist beim Spielen heut so launisch! Sonst ein verträglicher, netter Bursche, ist er heute gereizt, beult ohne Grund und zankt sich. Bei Tisch hat er kaum ge­gessen, dafür sicht man ihn oft zum Brunnen laufen, um Wasser zu trinken. Die Mutter hält fein Verhalten für Unart und droht, als Hansi eben wieder heult, nut Schlägen. Kurz daraus erscheint Hansi mit der Klage mir ist so schlecht", aber die Mutter läßt sich auf keine Unterhaltung ein.Das kommt von dem unvernünftig vielen Wassertrinken" meint sie kurz. Bald muß Hansi wieder stören, denn er hat nun auch Kopf- und Halsweh. Mutter ruft:Marsch ins Bett!" Sie muß Hansi aber mchr tragen als führen, denn ihm sind alle Glieder wie abgeschlagen, der kalte Schweiß steht ihm auf der Stirn und über den Rücken laufen ihm kalte Schauer. Wie Mutter und Sohn so ins Haus gehen, kommt die alte Hausmeisterin daher. Sie hatte selbst eine Menge Kin­der und kennt sich daher gleich aus.Wie sieht denn der Hansi aus, gewiß brütet der was aus meine haben gerade so angefangen, als sie damals Scharlach hatten!" Der herbeigerufene alte Dr. Höfer, seit Jahren Arzt in der Familie, besah sich den Fall und gab der Hausmei­sterin Recht. Ein Blick in den Hals Hansis, dazu die Fiebermessung und der Umstand, daß Hansi mit kran­ken Schulkameraden allerdings vor ihrem Fernblei­ben in der Schule zusammen war, ergab die Fest­stellungbeginnender Scharlach".Merken Sie sich", sprach Dr. Höfer zu Hansis Mutter,Kinder und Er» wachsene, dieetwas ausbrüten", befinden sich int An- fangsstadium von ansteckenden Krankheiten. Man kann als Arzt ost nicht immer gleich sagen was für eine Krank­heit kommt, man muß abwarten und in dieser Zeit nichts versäumen. Da fit zuerst äußerst wichtig, daß diese Menschen schon in der Lage sind, andere anzustecken, obwohl man ihre Krankheit selbst noch nicht nachweisen kann. Also Absonderung, nicht in die Schule schicken, kein öffentliches Verkehrsmittel benutzen. Das Pflege­personal soll fleißig gurgeln, denn die meisten Ansteckun­gen gehen über den Nasenrachenraum. Am zweckmäßig­sten ist es, den Arzt zu rufen. C welche besondere Vorsicht nötig ist, auch hinsichtlich der

Rosenkranzmonat.

Wenn Kränze des Sommers verblassen

Und Lieder der Lüste verklingen. Wenn Blätter zitternd entfetten Und Blumen zum Tode sich ballen,

Dann blühen himmlische Rosen

In gläubigen Händen auf. Und kindliche Seelen schwingen Sich settg zum f) tarntet hinauf.

Und betende Lippen orgeln

Wie brausender Blätter Chor, Und Kränze der Liebe winden An heil'gem Bild sich empor:

Maria, Rosenkranzkönigin, Du aller Gnade Müllerin, In uns'rer Erde Vergänglichkeit Sei du reine Schönheit in Ewigkeit!

Maria Bracht.

Dunkel und geheimnisvoll wie

es nun, und es war die ewige Lampe, welche sprach:

Am Kleid, Mantel und Kostüm bleibt der schon im vergangenen Winter gern getragene halbhohe Kragen auch weiterhin modern. Er zeigt nur allenthalben die Tendenz noch höher zu werden wie seither. Die Stuart- gesehen. An besse-

Wir haben wieder einmal für die armen Seelen gebrannt. Wie viele mögen bei unferm Anblick gebettet haben: Herr, gib ihnen die ewige Ruhe. Wie viele mögen gedacht haben: auch für mich wird einst ein Licht- lein angezündet werden und ein Flärnmchen brennen. So verzehren wir uns im Dienste der Nächstenliebe. Wir üben die Werke der geistigen Barmherzigkeit. Es ist ein segensreiches Dasein, das wir führen.

Da flüsterte es auf dem Hochaltar. Es waren dte Meßkerzen, welche zu dreien an jeder Seite den Altar

Sammet gilt in der Putzbranche

Man verwendet ihn nicht nur zu Hüten, sondern hat sich

Nerven behalten!

Kindererziehung ist heute schwieriger als in der Vor­kriegszeit. Vom Umschwung hn Schulwesen will ich nicht sprechen; nur glaube ich, daß die ftüher gespanntere Zucht und die konzentriertere Lehrform auch ihr Gutes hatten. Alles zielte mehr auf Selbstbeherrschung im Den­ken und Tun hin.

Auch im Elternhaus rft heute vieles anders als früher. Die abgleitende wirtschaftliche Sicherung der Familien ist gerade in ihren Auswirkungen auf die Wndererziehung ein großes Unglück. Väter und Mütter sind nervös. Das war einmal eine Wankheit der Leute, die zuviel Geld und zu wenig Arbeit hatten. Jetzt sind fast alle Menschen nervös, die Eltern besonders. Wer noch im Beruf ist, wird es durch den dauernden Gehaltsabbau. Oder aus Angst: Wann kommt für mich die Kündigung? Die Arbeitslosen leiden unter unhaltbaren Zuständen. Die Ernährung ist vielfach so, daß den Nerven die notwen­dige Ernährungssubstanz zum Standhalten nicht mehr gegeben wird.

Sattheit, Wärme geben Ruhe. Diese Ruhe ist ein ge­sunder Faktor der Wndererziehung. Nervöse Eltern be­wegen sich nicht mchr in ruhigem Gleichmaß. Das gibt Schwankungen tat Stimmungsbarometer des Familien­lebens, die rein erzieherisch eine unabsehbare Gefahr sein können.

Wenn eine Mutter knietief in Sorgen steht, dann ist e5 schwer, den Kindern gerecht zu werden. Hundert Fra­gen stellt ein Kindermund. Wird es uns einmal zu viel, dann sollen wir um Gotteswillen das Kind nicht an- schreien, nicht zurückstoßen. Das Kind soll zur Rücksicht­nahme erzogen werden, aber in ruhigem Ton. Es gibt andere Ventile, unserer Stimmung eine Auslösung zu geben: eine halbe Stunde Sauf in Wind und Wetter, ein Buch, das ablenkt, ein Gebet. Wir müssen uns zur Be­herrschung führen. Wir nützen uns damit auch selbst, unfern Nerven, unserer Kraft zum Durchhalten. Man änbert nichts durch Schreien, Weinen, dumpfes Grübeln: damtt ruinieren wir unsere Nerven nur in Grund und Boden.

Hnd nachher, wenn unser Heberkochen verdampft ift, sollen wir uns vor einem andern Fehler hüten: unser Kind mit Zärtlichkeiten zu überschütten.

Kinder empfinden fein. Sie fühlen heraus, daß die Mutter etwas gutmachen will. Unbedingt leidet darunter die Autorität der Mutter. Die Kinder nehmen einen neuen Ausbruch der Hngeduld nicht mehr ernst. Aber auch die Zärtlichketten werden ihnen gleichgültig, oft lästig. So hart es klingt: wir dürfen hier den Kin- dern nur den kleinsten Vorwurf machen. Sie schützen sich durch Gleichgültigkett und Abwehr instinktiv vor zu starken Nervenerschütterungen. Ein Äinbergemüt ver­trägt so starke Wechselstimmungen nicht. Es wird zuerst erschrecken, dann würde es zerbrechen daran.

Gleichmäßige Wärme, gerechte Zügelung braucht ein heranwachsendes Kind. Zärtlichkeiten sollen nur ein Zei­chen mütterlicher Liebe sein, auch einmal ein Lohn.

Haben wir aber einmal das Kind ftrafen oder zurück- weisen müssen, dann soll es kommen und um Verzeihung bitten. Es gibt so kleine, verstockte Sünder, die nichts weniger gern tun als das. Um des Kindes willen dür­fen wir diesen Trotz nicht wuchern lassen. Das Leben gibt niemals nach: es ist so unerbittlich hart. Ein Kind, dem das erste Wort schwer fällt, wird seinen gesunden Stolz nicht verlieren, wenn wir sein Gemüt nicht absicht-

zierten. . ,

Heilig, heilig, heilig ist der Herr. Und heilig m das Opfer, bei welchem wir in Andacht brennen. Wir leuchten dem Herrn, wenn er sich in heiliger Brotsgestalt uns entgegenhebt. Wir stehen wie die Engel vor seinem Thron."

Erschrocken wandten sie sich bei diesen Worten um. Denn ein Murmeln entstand hinter chnen in der Hohe.

Seht Ihr nicht uns, die großen Festtagskerzen, die wir schwer und feierlich zu den höchsten Geheimnissen des Herrn brennen? Wir leuchten in die Mysterien der Gottheit hinein. Kein A"ge hat es gesehen, kein Ohr hat es vernommen< "*

f. Pfeffersohe, gut zu neuen Kartoffeln. (Für 4 Per. fönen). Zutaten: 50 Gr. roher Schinken, 2 Schalotten, 1 Mohrrübe, ein Stück Sellerie, 50 Gr. Butter, Yi Liter Fleischbrühe aus 1 Maggi's Fleischbrühwürfel, 1 Glas Rotwein, 10 weiße Pfefferkörner, etwas Zitronensaft oder Essig, gebräuntes Mehl zum Binden. Zuberei­tung: Der Schinken wird feinwürselig geschnitten, die Schalotten und die Gemüse gröblich gehackt, worauf man alles mischt und unter Rühren in der Butter braun brät. Man gibt nun die Fleischbrühe, den Rotwein, die Pfefferkörner und etwas Essig oder Zitronensaft dazu, «.,» worauf man die Soße langsam % Stunde kochen läßt.

Er weiß am besten. Sie wird dann durchgestrichen und mit gebräuntem Mehl zu sämiger Soße gekocht. _______L. H.