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2. Oktober

Beilage zur Fuldaer Zeitung

Ar. 227

der regw

Oktoiber ausgetragen.

Waider. Spielwart.

DIK-Gelsk und DIK-Oiszlplin

!e-

Aber

(Schiri I. Gi.) fehlen.

wollen die Spielbericht

Das Wetter scheint es in diesem Jahre gerade mit den Sonntagen gut zu meinen. So hatten die Sportler auch am letzten Sonntag wieder den warmen Sonnen«

unermüd- 21. S.

Zwei schöne Worte sind es, von denen gar viel ge­sprochen und geschrieben mirb._ In tausend schönen 5Ri

gelegt.

4. Bei Herausstellungen von Spielern Schiri die Pässe der Betreffenden mit dem einsenden. (Doppelbrief.)

Bezirk Fulda-hünseld.

Amtliche Bekanntmachungen des Spielaurschusses.

B-Klasse (Gruppe 1). Das Spiel Sargenzell 1. Marbach 2. am 4. 10. fällt aus wegen religiöser Feier in der Pfarrei. Das Spiel wird nachgetragen. Steinau 2. Rückers 1. spielt am 25. Oktober.

B-Klasse (Gruppe 3). Das Spiel Petersberg 2. Bernhards 1. vom 18. 10. wird am kommenden Sonntag (4. 10.) in Bernhards ausgetragen.

C - Klasfe. Das in der Tabelle noch fehlende Spiel Margretenhaun 2. Almendorf 2. wird am 4.

und im Gedränge rollt ein schwacher Ball ins Tor voll Kleinlüder. Nach Wiederantritt wird das Gästetor wieder hart bedrängt. Schiedsrichter Müller aus D. entscheidet Elfmeter zugunsten Petersbergs (eine etwas harte Entscheidung!), die Petersberg zum führenden Tor verwandelt. Es sind noch etwa 10 Minuten zu spielen. Kleinlüder gibt das Spiel noch nicht verloren, stellt seine Mannschaft etwas um und erzielt kurz dar- auf den Ausgleich, und in der letzten Minute lären Spielzeit den Siegestreffer, dank der lichen Arbeit der gesamten Mannschaft.

5. Spielberichte HünfeldOberufhausen Gl.) und OberufhausenKirchhasel (Schiri , , , Frist für Einsendung 5. Okt., andernfalls Krs.» R. § 52 und 56 Anwendung finden. Für alle Berichte wolle man die Dorgefdjnebenen Formulare mit namentlicher Angabe der Spieler verwenden. Unterschrift des Schiri

Mannschaften wieder einzutreten. . ,

Spielerei auf keinen Fall dulden, werden die beiden Spiele in der Sitzung am nächsten Dienstag zur Ver­handlung kommen. Warum kann man der technisch bester spielenden Mannschaft nicht den Sieg gönnen? Wir haben schon des öfteren an dieser Stelle auf diesen wichtigen Punkt hingewiesen und machen darauf auf­merksam, daß der Spielausschuß jetzt mit Mannschasts-

Amlllche Bekanntmachungen der Bezirksleitung.

Der diesjährige H e r b ft g e l ä n b e I a u f, der im Oktober stattfinden sollte, fällt in anbetracht der wirt­schaftlichen Notlage aus.

Die Bezirksleitung: Lange Frech.

DJK Wochen-Rundschau.

Die Verbandsspiele. Spielberichte. Am Ende der Vorrunde

schein als lieben Begleiter.

Im Bezirk Fulda wurden alle 17 Spiele glatt durchgeführt. Bon 2 Vereinen wird über zu hartes und holziges Spiel Klage geführt. Die Punktejagd, die mit allen Mitteln durchgeführt wird, scheint bet einigen Da wir eine solche

den wird ihr Lob besungen: Das Lied vom Geist und der Disziplin in der DJK. Sie sind das Idealbild des Führers, aber noch lange, lange nicht die Praxis des Jugendkraftlers. Sie sind unser Ziel und Wollen aber noch sind sie nicht die Idee aller Sportler in der DJK. geworden. Wohl soll der Satz nicht ver­allgemeinert werden und auch nicht auf alle Anwen-

Amlliche (Baumitteilungen.

Bekanntmachungen des Gauspielwarts.

1. Spiel PetersbergSteinau wird wiederholt.

2. Gefperr auf zwei DerÄandsfpielfonntage finit: Steinau, Pah Nr. 227 (20. 9. 31 zählt) und Petersberg, Pah Nr. 334. Gesperrt für einen Verbandsspielsonntag sind: Steinau, Pah 416 und Dom, Paß 449 und 766.

3. Die entstehenden Unkosten für Verhandungen wer­den von jetzt ab zu Lasten der bett. Abteilungen um­

ober Platzsperre einschreitet, wenn die Vereinsleitungen nicht selber sür Abhilfe sorgen Bei einigen scheint tat­sächlich nur eine solche Strafe Eindruck zu machen. Wir sehen aber nicht ein, daß unter einigen Ausnahmen die Mehrheit der guten Vereine leiden soll. Außerdem for­dert es das Ansehen unserer DIK-Sportbewegung, daß solche Auswüchse ausgerottet werden. Anzuerkennen ist, daß die große Mehrheit unserer Mannschaften bis­her alle Spiele sehr fair durchgebracht hat.

Das Bolzen und robuste Spielen rächt sich mit der Zeit doch selber. Die betreffenden Mannschaften kom­men in der Tabelle trotzdem nicht vorwärts und ver­lieren außerdem im ganzen Bezirk ihren guten Namen und damit auch auf späterhin die Möglichkeit von guten Freundschaftsspielen. Wo bleibt die Einsicht und Ver­nunft?

Die Ausartung eines Spiels hat oft darin seinen Grund, daß der Schiedsrichter trotz gutem Willen zu weich ist und nicht genügend durchgreist. Die Spieler merken dies und nutzen es zugunsten ihrer Mannschaft aus. Da einige Vereine immer noch keine Schiedsrichter gemeldet haben, andere wegen ihrer Neuheit vorläufig nur mit Anwärtern vertreten sind, die manchem Spiel nicht ganz gewachsen sind und sein können, auf der an­deren Seite an manchen Sonntagen 25 Spiele mit Schiedsrichtern beschickt werden müssen, so ist es nicht immer möglich, auf jeden Platz gerade den geeigneten Schiedsrichter zu schicken. Dahin müssen mir aber bald­möglichst kommen. Deshalb hat die Bezirksleitung be­schlossen. in den nächsten Wochen, jetzt am Ende der ersten Runde, die theoretische und praktische Prüfung aller Schiedsrichter systematisch durchzuführen. Der Anfang wird gemacht auf der nächsten Schiedsrichterver. fammlüng am Kommunionsonntag. Außerdem wird der Spielausschuß in Zukunft gemeinsam jedes Spiel vor­her besprechen und den geeigneten Schiedsrichter fest­setzen, wobei an erster Stelle die Vereine berücksichtigt

auch, warum sind die Sportler der und jener Abteilung immer so fair und anständig im Spiel? Es liegt gewiß nicht allein am Präses ober betn Abteilungsleiter ober Spielleiter, daß diese gerade anders sind als ich. Es liegt fast nur an ihnen selbst. Und so liegt es auch nur an Dir, wenn Du anders bist. Es liegt nur an Dir, wenn Du am Sonntag hinten an der Kirchentür oder gar draußen stehst, um der Sonntagspflicht zu genügen. Wenn dann Dein Pfarrer ein Wort der Ermahnung an alle richtet, so bellt der getroffene Hund. Könnte es nicht auch anders sein? Es ist Dein Verdienst, wenn der Pfarrer in diesem Punkt mit Dir unzufrieden ist. Die Jugendkraft hat auch einen spielfreien Sonntag im Monat, den Kommunion- oder Familiensonntag. Hast Du schon einmal bedacht, was das heißt? Frage Dich mein lieber Freund, bist Du der, welcher regel- mäßg dabei bist? Du wähnst Dich stark genug und sagst, es genügt mir, wenn ich viermal im Jahre dabei bin. Gewiß, Du bist ein Goliath und doch ist ein Goliath der Kraft von einem David der Gnade bezwungen wor­den. Set ein David, mein Lieber, dann wirst Du siegen über Dich.

richten Der Pfiff der Schiedsrichter ertönt. Der Ball ist frei.

7. Jetzt bist Du nicht nur ein Spieler, sondern auch noch ein Freund und Kamerad und Bruder. Du ent­schuldigst Dich, wenn Du versehentlich ober absichtlich (das überhaupt nicht vorkommen düpste unter Jugend- kraftlern) den Gegner angrempelt hast und Du ver­zeihst gern, auch wenn es weh getan hat. Kein Wort zu oiel, kein Räsonieren über den Schiedsrichter, über Deinen eigenen Spielkameraden. Du schweigst und wenn Du Dir die Zunge abbeißen mußt. Schweigen und noch- mals schweigen! Hast Du Grund zur Beschwerde, bann ist der Spielführer der Wortführer. Ordne Dich unter, schweige, verzeihe, entschuldige Dich, bann bist Du ein bisziplinierter Sportler, ein echter Iugendkraftler, wie er auf betn Spielfelb sein soll.

8. Bewahre Deinen Gleichmut während desSpiels! Du darfft mit Eifer spielen, sogar mit Feuereifer, Du fällst flink und behend sein, bas Spiel sollst Du lebendig und interessant gestalten Helsen. Aber damit darfst Du nicht vergessen, daß Du nur spielst des Spieles nicht des Sieges wegen. Spielen wollen und siegen wollen das darfst Du. Aber nicht: Spielen wollen und unbedingt Siegen wollen. Das Letzte birgt immer den Anfang zum unschönen Spiel in sich, bas gar zu leicht entartet. Die Kategorie ber Verbandsspiele steht leider fast nur unter dem Gesichtspunkt des unbedingten Siegenwollens, ober, wie man beutlicher sagt, unter dem Gesichts­punkt der Punktejagd. Einer muß ja gewiß der Bes­sere ber Sieger sein. Dann aber, wenn Deine Parte: unterlegen ist, mein lieber Freund, dann bewahre den Gleichmut. Laß Dich nicht hinreißen zu harten: Spiel und denke nicht, den Mangel an Technik und Können vielleicht durch robustes und hartes Spiel auszugleichen. Dann wirst Du fast tierisch. Wenn Du die Niederlage schon klar erkannt hast, bann werfe nicht einfach die Flinte ins Korn und spiele den Statisten. Dann erst recht eifrig fein. Der ist ein wirklicher Charakter und ein Meister, ber auch eine Niederlage verbeißen kann. Der Sieger aber darf nicht stolz fein und übermütig werden, nicht sticheln und hänseln, nicht während und nicht nach dem Spiel. Gewiß darf er sich freuen, aber er muß daran denken, daß das Glück ein wetterwendisch Ding ist. Denkt an das schöne alte Sprichwort: Was Du nicht

willst, das man Dir tu, das füg guch keinem andern zu. , .

9. Nach dem Spiel. Der Sportruf der S:eger dem Besiegten, der Besiegte dem Sieger und beibe dem Schiedsrichter. Und bann rennen alle vom Platz. Etwas Derartiges dürste nie vorkommen. Der Schieds- richter läßt beide Mannschaften antreten. Der Platz­abbau ist vorher besorgt. Im schön geordneten Zuge, mit fröhlichem Lied kehren die Spieler zum Heim Zurück. Aber man singt nur anständige Lieder. Das Smgefajtff hat sehr feine Marschlieder. Ich will d:e schönsten nen- nen: Wohlan, die Zeit ist gekommen. Es lebt der Schutze froh und frei. Auf der Lüneburger Heide. W:r wollen zu Land ausfahren. Ich reife übers grüne Land. Stan­ger TOutrofenfang.

Im Heim stehen Waschschüsseln, Handtücher und Seife bereit Ordentliche und gründliche Reinigung des Kör- pers. Der ordentliche Sportler tut noch etwas mehr. Er reinigt auch seine Schuhe sofort, aber nicht mit dem Trikot, sondern mit ber Schuhbürste.

10. Der gemütliche Teil. Leider wird der meistens vergessen. Zunächst möchte ich an dieser Stelle unsere verehrten H. H. Präsides bitten und auch die Abteilungs­leiter, gerade da dabei zu (ein, die frohe, traute Stunde als feine Iugendfreudenstunde ausgestalten zu helfen.

Witz und Humor, Lied und Spiel auch ernste Worte sollen und müssen das Beisammensein gemütlich und angenehm machen. Wir sind ja unter Brüdern und Freunden. Dann der Abschied. Nicht mit Gebrüll und Lärm. Nicht in später Stunde. Der Freunde Schar begleitet Euch noch ein Stück des Weges. .Ein letztes frohes Heil und Gruß und Wunsch auf ein frohes Wie­dersehn in der Heimat der Gäste.

Meine lieben Freunde! Noch ein Nachwort. Eine Frage: Wo ist eine soilche Auffassung von D. I. K. Geist und D. I. K. Diszisllin? Ist die Erreichung dieses Zieles so furchtbar schwer? Konnte nicht schon das nächste Spiel, das nächste Zusammentreffen sich so gestalten und so aus­klingen?

Legen wir endlich Hand an und vollenden wir unser Werk. Kronen wir es mit dem echten D. I. K. Geist und der echten D. I. K. Disziplin!

Kimmel, Gauleiter.

düng finden. Es ist wohl so, daß viele gute Frucht nach zehnjähriger Saat und harter schwerer Arbeit heran­gewachsen ist, aber mitten hinein hat der Feind das Un­kraut gesät. Das Unkraut unter den Weizen.

Das Gleichnis unseres Meisters müssen wir auch in unserem DIK.-Wollen anwenden. Wir haben Hundert- tausende, die sich Iugendkraftler nennen, die stolz das Abzeichen der Jugendkraft tragen und echte brave Men­schen sind, echte Iugendkraftler. Sie wollen bauen und gestalten helfen einen vom guten Geist beseelten deut­schen Sport, einen katholischen Sport, der Wegweiser für die andern [ein soll. Da finden wir begeisterte junge Menschen, an denen kein Falsch ist, da sind junge Sportler, die durchdrungen sind vom DJK.-Geist und die DIK.-Disziplin halten, überall, auch ba, wo es schwer zu fallen scheint. Solche Iugendkraftler gibt es. Wir haben Sie gesammelt, die Jungscharen unter bas DJK.» Banner und auch manchen gesunden, in dem ein rauher Boden ist, der eigentlich nicht in unsere Reihen gehört. Die Jugendkraft soll eine sportliche Elite sein, weniger in den Leistungen, als in der Sporttultur, im sportlichen Be­tragen. Nicht die sportliche Leistung .ist das Primäre.

Karl Mosterts sagt klar und deutlich:Wir wollen Leibesübungen, die vom Geist getragen, die von Zucht beherrscht." Weiter sagt er:Sie Seele soll Führerin sein." Wir haben in alle den guten Samen gesät und doch finden wir das Unkraut, Dornen und Disteln. Da kommt uns die Frage: Wie kommt das Unkraut unter den Weiz^? Man mühte gar manchmal verzweifeln, wenn trotz-^iller guten Worte und trotz aller Hinder- niffe und Ermahnungen immer und immer wieder die so verhaßten Auswüchse, man kann fast sagen, Sonntag für Sonntag geschehen. Die heiligen Bücher unserer Re­ligion geben uns die kluge und treffliche Antwort:Das Sinnen und Trachten des Menschenherzen ist zum Bo­sen geneigt von Jugend auf." Wir sind alle Geschöpfe Gottes, schwache Menschen, mit der Erbsünde und ihren bösen Folgen behaftet. Daß das Bose in uns und über uns herrscht, ist eine Erbschuld. Aber nur dem kann bas Böse zum Verhängnis werden, der sich gehen läßt, ber nicht den Willen zur guten Tat aufbringt. Darin liegt bie Gnabe unfers Erlösers unb die Kraft des Kreu­zes auf Golgatha, baß wir antämpfen können gegen bas Böse in uns, daß wir Herr werden über die trieb­haften Gewalten in uns. Wir brauchen nicht schwach zu fein, wenn wir nicht wollen. Der freie menschliche Wille kann auch den Weg des Guten gehen, wenn wir nur wollen. Und darin liegt das Geheimnis -bts >Ju- gendkraftgeistes verborgen im guten Wollen, gestärkt durch die Gnade Gottes. Aber es kann bie Gnade Got­tes nicht in uns wirken, wenn wir nicht selbst den ersten Schritt tun, den Schritt zur katholischen Tat, den Schritt zum Bekennen, zur Besserung. Ich glaube, darin liegt das Geheimnis jener braven Menschen, die vom Ju- genbtraftgeift durchdrungen sind. Sie haben bie Seele zur Führerin ihres Tatlebens gemacht und lassen die niederen Triebe im Menschen nicht aufkommen. Sie kämpse nunb ringen mit sich selbst und stärken sich regel­mäßig mit der Gnade Gottes durch bie öftere heilige Kommunion.

Wie kommt es, baß das Unkraut unter dem Weizm blüht? Wie kommt es, daß auch unter uns noch viele finb, die in sich die niederen Triebe herrschen lassen? Die Erbschuld allein kann es nicht sein. Das Wollen zum Guten fehlt. Was nützen alle Gebote, die geschaf­fen sind, um einen echten Iugendkraftler zu gestalten, wenn wir uns nicht danach richten. Wohl soll die Seele Führerin fein. Das Sollen muß ein mächtiges, nie erlahmendes Wollen werden. Da muß jeder anfangen zu arbeiten. Darum mußt Du, mein lieber Freund, ber Du weißt, baß es in Dir mangelt, daß Du bewußt Dich als schlechter Sportler gezeigt hast (ich meine in der Sportkultur), es anders machen, es anders anfangen. Frage Dich, warum habe ich mich am Sonntag nicht beherrschen können, warum habe ich mich zu Unsport­lichkeiten meinem Gegner gegenüber hinreitzen lassen, warum habe ich den Vorsatz gehabt, den Gegner un­schädlich zu machen? Warum hast Du gedroht, geschla­gen und Dich als Wilder gebärdet? Frage Dich aber

werden, die gute Schiedsrichter stellen; diejenigen aber, di« überhaupt keine stellen, werden unter Umstände i auch keinen erhalten, sodaß die betreffenden Spiele abge­sagt werden müssen. Wenn man keine Einsicht hat, hat man sich den Schaden selber zuzuschreiben. Ausgerechnet die lässigen Vereine stellen die größten Anforderungen an Schiedsrichter und Spielausschuß, an die technische und praktische Möglichkeit denkt man nicht.

Betreffs der Spielberichte haben wir noch ei­niges zu berichten. Wir sind froh, wenn recht viele Be­richte kommen, um die Sportecke mit aktuellem unb in­teressantem Stoff zu füllen. Aber damit die Berichte aufgenommen werden können, müssen 3 Bedingungen erfüllt sein. Sie beziehen sich auf Zeit, Inhalt unb Form. Die Zeit: Spätestens Mittwoch vormittag müs­sen die Berichte im Besitze des Pressewarts sein. Wirk­lich Zeit genug! Was also später kommt, ist von vorn­herein erledigt. Inhalt: Kurz unb sachlich, ruhig seine eigenen Fehler und Mängel eingestehen. Ein Spiel­bericht wirb nur bann Wirkung haben, wenn er beiden Seiten gerecht wird; und das ist doch der Zweck der Sache. Sekbstoerlhimmelung, die die andere Seite außer Acht läßt, ruft nur Spott und Aerger hervor. Außer­dem, was den Inhalt angeht, sachlich bleiben, nicht fana­tisch werden, allen Phrasenschwall vermeiden! Nur nicht nachäffen. Es ist doch oft so, daß an Spielen, die in der Zeitung mordsmäßig aufgemacht wurden, tatsächlich nicht viel dran war. Oft ist das ber Ersatz für das un- befriebigenbe Spiel. Was bie äußere Form angeht, so möge man nur eine Seite des Blattes beschreiben, diese aber sauber, deutlich und richtig. Hoffentlich wird dieser kleine Hinweis helfen! Weil sie die oben genannten Voraussetzungen nicht erfüllten, mußten in der letzten Sportecke 2 Berichte, die wir sonst gerne genommen hätten, unveröffentlicht bleiben. Die es an geht, werden Bescheid wissen.

Die Ergebnisse ber ® auf pi eie standen in ber letzten Woche erst in der Sontagsnummer! Woran hängt es? Wir dürfen die Gauschiedsrichter dringend bitten, ihre Berichte pünktlich am Sonntag ober Montag einzuschicken an den Spielmart. Nach dem Kommunion­sonntag wird in der Sportecke auch die Tabelle der Gauspiele erscheinen für beide Gruppen.

Aus den anderen Bezirken meldet Kassel ein Spiel vom letzten Sonntag. Man steht dort schon am Ende der ersten Spielrunde.

Auch im Bezirk Fulda ist in einigen Gruppen die erste Runde beendet, andere haben noch 12 Spiele zu absolvieren. Am nächsten Sonntag werden deshalb schon weniger Spiele ausgetragen. Nach kur­zer Pause wird die Nachrunde beginnen. Den Vereinen wird es gut tun, einmal ausschnaufen zu können. B.

Es wird mit Recht geklagt, daß immer unb immer roieber Auswüchse im Sport vorkommen. In Kranken­häusern ist bereits an Sonntagen eine erhöhte Bereit­schaft eingerichtet, weil gerade am Tage des Herrn eine hohe Zahl von sportlichen Unfällen und Verletzungen vorkommen. Die Zahl solcher Unfälle, die seit Beginn ber neuen Spielserie im gesamten Sportleben vorkom­men, ist erschreckenb. Wir reben von Sportpslege unb Wert bes Sports für bie Gesunbheit des Menschen. Wenn solche Dinge geschehen, bann muß man schwei­gen. Nein, bann muß man Stellung nehmen gegen den Sport unb denen recht geben, die ständig warnten. Wir wollen aber das festhalten: Für uns ist bas kein Sport. Wir haben mit diesem Sport nichts gemein. Und trotzdem kommen auch jene Unfälle immer noch in unseren Reihen vor. Ist nicht das Geschehen unferm Wollen ein Schlag ins Gesicht? Ja, das ifts. Aber wir müssen einschreiten, wir müssen alle Auswüchse im Keim ersticken. Wir haben bas Sofortprogramm, bas weitgehendste Gegenmaßnahmen gestattet. Aber auch bas allein genügt nicht. Wir tragen bie Verantwortung, mir wollen anbers fein, mir wollen oerebeln. Die Füh­rer, der Präses und bie Leiter, müssen immer unb immer wieder eindringlich sagen, so mußt Du Dich be­nehmen, Dich verhalten. Das Sonntagsspiel soll ein Spiel ber Freundschaft werden. Darum muß der Geg­ner aber auch schon als Freund empfangen werden. Es ist Sitte und Brauch im deutschen Volk, daß wir un- sern Gast abholen unb festlich empfangen unb bewirten, es ihm in unferm Heim gemütlich unb angenehm ma-

Sport -Blatt der Deutschen Iugendkraft

AmNiches Gauorgan der Bezirke Fulda-Hünfeld, Kinzig-Zossa, Hessen-Kassel, Hohe Rhön und vorder-Rhö«

Fußball.

Spielergebnisse vom Sonntag.

Ergebnisse der Gauspiele.

BirnbachDorn 3:1.

JohannesbergMargretenhaun 3:0.

PetersbergKleinlüder 2:3.

BarschHünfelb 0:2.

EiterfeldHilders 3:0.

OberufhausenKirchhasel (Bericht fehlt).

Ergebnisse aus dem Bezirk Fulda-Hünfeld.

A. - K l a s s e : WelkersVeitsteinbach 3:0.

Kohlhaus Neuhof 3:3.

Wissels Dirlos 1:4.

Pilgerzell Mackenzell 0:1.

Wiesen Dietershan 3:1.

Mittelrode Müs 3:2.

Michelsromboch Neuenberg 2:3.

B.-Klaffe:

Steinau Sargengell 0:3.

Büchenberg Dalberg 1:4.

Kerzell Poppenhausen 2:1.

Döngesmühle Memlos 2:2.

Petersberg Bimbach 4:5.

Mittelrode Di et erlaufen 1:5.

Dammersbach Hünfeld 0:1.

C. - Klasse: Almendors Dietershausen 3:3.

Rothemann Neuhof 2:0.

Büchenberg Kerzell 4:3.

Spielberichte.

Petersberg 1. Al.Kleinlüder 1. 21t. 2:3 (0:1).

In Petersberg trafen sich zum fälligen Verbands- fpiel der Gauklasse obige Mannschaften. Das Spiel be­ginnt kurz nach 2 Uhr. Kleinlüder geht sofort, von Wind und Sonne stark beeinträchtigt, zum Angriff über. Leider werden sämtliche von der Läuferreihe heraus- gearbeiteten Chancen verschossen, bis endlich eine gute Vorlage den verdienten Erfolg bringt. Gegenangriffe Petersbergs scheitern an ber Hintermannschaft von Klein­lüder. Mit bem Ergebnis 1:0 für Kleinlüder gehts in die Halbzeit.

Nach Wiederbeginn wird das Spiel noch etwas schnel­ler. Petersberg drängt Kleinlüder weit zurück, und will unbedingt den Ausgleich, und auch den Siegestreffer er­zielen. Kleinlüder muß einige Zeit stark verteidigen,

chen.

Ich will nicht darstellen, wie es statt dessen im Sport geschieht. Aber es soll gesagt sein, wie die Abteilun­gen es machen sollen:

1. Wir schreiben dem Gastverein, daß er am Sonntag unser Gast ist und bitten ihn, sich recht zahlreich mit vielen Freunden bei uns einzufinden. Der Gastverein dankt für bie freundliche Einladung und teilt mit, daß er am Sonntag um soundsoviel Uhr mit allen feinen Freunden mit der Bahn, ober Auto, Rad ober zu Fuß eintrifft.

2. Der Platzverein holt feine Gäste ab, begrüßt sie freubigen Auges unb mit herzlichen Worten. Dann ge­leitet er feine Gäste unter fröhlichem Lied unb Spiel ins Heim zum Umkleiden.

3. Der Umkleideraum ist verschließbar. Alle Sport- ter beider Abteilungen kleiden sich im selben Raum um. Dann treten beide gemeinsam unter Führung des Schiedsrichters zum Abmarsch auf den Sportplatz an. Unter Sang und Spiel, als Kameraden und Freunde, ziehen sie hinaus 'zum Spiel. Mit frohem Iugendkraft Heil wird der Platz betreten.

4. Der Schiedsrichter läßt sofort zur Paßkontrolle antreten. Die Mannschaften, als disziplinierte Sportler, sind ruhig und sachlich, damit bie Kontrolle schnell und genau erlebigt ist. Der Schiedsrichter spricht ein freund­liches Wort zur Ordnung und Freundschaft.

5. Der Platz ist in bester Ordnung. Am Tage vor­her wurde her letzte Mangel beseitigt. Zeitig vor dem Spiel wurde abgestreut, die Fähnchen ausgestellt, die Platzordner, die Linienrichter (mit Winkfahnen versehen) und die Kassierer bestimmt.

6. Die Mannschaften sind spielbereit. Ein Iugendkraft Heil dem Gast, ein Heil bem Platzverein, dem Schieds-

darf nicht fehlen.

6. Wirken bei Gauspielen Ersatzleute mit, die nicht für die Gauklasse gemeldet finb, so finb in der Mann­schaftsmeldung deren Spielklasse und Paßnummer neben dem Namen des Spielers zu vermerken. Kr. Sp. O. § 17a ist hierbei zu beachten.

7. Das Spiel DomMargretenhaun am 4. Oktober wird auf 2 Uhr vorverlegt.

Faßbender, ©aufpielmarL

Mittelrode 1.Müs 1. 3:2.

Mittelrode hatte Anstoß und es entwickelte sich sofort ein flottes Spiel, das Müs überlegen sah. Mit 1:2 für Müs gings in die Halbzeit. Auch nach der Halbzeit war Müs flott am Ball, konnte aber zu keinem Treffer mehr kommen. Kurz vor Schluß sandte Mittelrode noch zweimal erfolgreich ein. 3- M.

Mittelrode 2.Dietershausen 1. 1:5.

In ber ersten Hälfte war das Spiel ziemlich aus­geglichen. Mit 9:1 für die Gäste ging es in die Halb­zeit. Nach der Pause konnten die jungen Leute von Mittelrode das scharfe Tempo der Gäste nicht mehr aushalten. Dietershausen konnte noch 4mal erfolgreich einsenden, während Mittelrode es nur zu dem Ehren­tor brachte. Der Schiedsrichter hatte das Spiel jeder­zeit in der Hand.

Kerzell 1. M.Poppenhausen 1. M. 2:1.

Bei herrlichem Fußbollwetter trafen sich am Sonntag obige Mannschaften zum letzten Verbandsspiel der ersten Runde auf dem Sportplatz in Kerzell. Nach etwa 20 Minuten gehen bie Gäste in Führung. Kerzell drückt jetzt stärker, es will ben Ausgleich erzielen. Einige Fernschüfse vom Linksaußen gehen tnapp übers Tor. Mit 1:0 für Poppenhausen werden die Seiten gewechselt.

Die zweite Spielhälfte beginnt. Beide Hintermann­schaften haben schwer zu schaffen. Endlich 15 Minuten vor Schluß erzielt der Gastgeber den Ausgleich. Der Linksaußen sandte durch einen 20 Meterschuß unhaltbar ein. Poppenhausen setzt jetzt alles auf eine Karte. Ker­zells Torwart rettet einigemale m größter Gefahr. Er nimmt den Stürmern den Ball vom Fuß weg. Sieben Minuten vor Schluß macht ein Gästeverteidiger Hand. Der gegebene Eismeter wird von Kerzells Linksaußen im Nachschuß verwandelt. Es heißt 2:1 für Kerzell. Poppenhausen gibt das Spiel noch nicht verloren und (egt nochmals mächtig los, kann aber nichts mehr er­reichen. t

Poppenhausen hat in diesem Spiel den ersten Punkt- verlust erlitten. Bei dem Sieger waren Linksaußen, Verteidigung und Torwart die besten Leute. Von den Verteidigern ragte der rechte durch seinen sicheren Ab- schlag hervor. Der Schiri war bem Spiel nicht ganz gewachsen. Als es zeitweilig etwas hart wurde, hatte er strenger burchgreifen müssen. A. W.

Almendorf 2. Dietershausen 2. 3:3 (2:1).

Bei herrlichem Sonnenschein trafen sich am vergan­genen Sonntag Obengenannte Mannschaften zum itJlligen Berbandssviel auf dem schön gelegenen Sportplatz in Horwieden. Das Spiel begann mit flottem Tempo. In ben ersten Minuten ist schon eine leichte Uebcrlegen- beit ber Almendörfer zu erkennen. Eine Flanke von links wird durch ben Mittelstürmer Almendorss zum ersten Tor verwandelt. Einige Zeit später kann Dieters» häufen aus einem Gedränge heraus den Ausgleich er-

Obwohl die Almendörfer infolge Verletzung des tsaußen nur noch mit 10 Mann spielten, gelang es dem Halblinken Almendorss mit schönem Schuß das Ergebnis aus 2:1 zu stellen. , ,

Nach Wiederantritt fängt Almendorf den Ball ab und gebt geschlossen vor. Der Mittelstürmer Almendorfs sendet abermals mit unhaltbarem Schuß ein. Die Par­tie sicht nun 3:1 für Almendorf. Ein Eigentor ber Almendörfer bringt Dietershausen einen billigen Er- folg, bem sie durch einen sehr schön getretenen Schutz unter bie Torlatte bas dritte Tor anfügen. Bei diesem Resultat blieb es, bis der Schlußpsss ertönte. I. B.

Hünfeld 2. M.Marbach 2. 3:3.

Ein klassearmes Spiel, bei dem bei Hünfeld sich be­sonders gut ber eingestellte Ersatz bewährte. Alle drei Tore für die Hünfelder Farben schoß Wingenfeld, der sich als ein sehr talentierter Taktiker und vor allem als Schußkanone zeigte. Jedenfalls braucht die erste Elf keine Sorge um Nachwuchs zu haben, soweit sie auf solche Leute zurückgreifen kann. Wie schon erwähnt, zeigten beide Mannschaften keine besonderen Leistungen, abgesehen von einigen Einzelleistungen. Das Spiel wurde von dem Schiedsrichter Koch aus Kerzell vorbild­lich geleitet. C. S.

Borfd) 1. M.hiinseld 1. M. 0:2.

Am Sonntag standen sich in Borsch obige ©aumann« schäften gegenüber. Hünfeld hatte Antritt. Das Spiel nahm gleich einen flotten Lauf. Kurz vor Schluß ber ersten Halbzeit konnte Hünfeld bas Führungstor er­zielen. Mit 1:0 ging es in bie Pause. In ber zweiten Hälfte versuchte Borsch vergebens aufzuholen. Eine schone Flanke von rechte nach ber Mitte brachte Hünfeld bas zweite und letzte Tor. Gut vorgetragene Angriffe ber Platzmannschaft hatten keinen Erfolg, da der richtige Torschuß noch fehlt. So fand bas flott und fair durch- geführte Spiel sein Ende. K. Sch.