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Das Priväflügzeug D 1830, das Freitag früh

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Am Samstag vormittag begann die Vernehmung von 42 Zeugen, zu denen noch mehrere Personen kommen, die von der Verteidigung und der Staatsanwaltschaft bestellt worden sind, so daß sich die Zahl auf 47 erhöht. Unter ihnen befinden sich 15 Polizeibeamte und Offiziere, während die anderen meist Passanten sind, die von den Demonstranten überfallen und durch Schläge verletzt worden sind.

Spanien verzichtet aus den Krieg.

wtb. Paris, 19. Sept. (iEg. Meld.) Die spanische Kammer hat gestern, wie aus Madrid gemeldet wird, be ider Beratung des Verfassungsentwurfs einen Artikel angenommen, durch den Spanien auf den Krieg als In­strument nationaler Politik verzichtet.

Empfang des Nuntius Orfenigo beim Papst. Der apostolische Nuntius in Berlin, Erzbischof Orfenigo. ist vom Papst empfangen worden. Nach Ablauf eines kurzen Urlaubs kehrt der Nuntius in der nächsten Wochc nach Berlin zurück.

Als der Gouverneur der Mandschurei, Mar­schall Tschangsuehliang, diese Nachricht erhielt, be­fahl er den chinesischen Truppen, die Waffen in die Waffendepots zu bringen und das Feuer nicht zu erwidern. In Peking glaubt man, daß die japani­schen Militärbehörden so unvermutet gehandelt ha­ben, um die Chinesen zu zwingen, die Angelegen­heit des Hauptmanns Nakamura zu regeln, der dem japanischen Generalstabe angehörte und im Juni in der Mongolei ermordet wurde, angeblich von chinesischen Soldaten der Mukdener Armee. Chinas Zögern zu antworten, rief große Erbitte­rung in den militärischen Kreisen Japans hervor.

wtb. Tokio, 19. Sept. (Eig. Meld.) Die japani- Truppen, die in den Festungsgürtel von Mukden eingedrungen sind, griffen dann das Arsenal an. Sie beabsichtigten, olle wichtigen Punkte im In­nern der Stadt bis heute abend zu besetzen. Wie es scheint, ist es zu keinen ernsten Kämpfen gekom­men und die Zahl der Op'er ist gering. Wie ver­lautet, soll die Regierung dem japanischen General­konsul in Mukden befohlen haben, die Angelegen­heit zu lokalisieren.

* Die brasilianische Regierung gibt bekannt, daß sie infolge der akuten wirtschaftlichen Depression in Brasilien nicht in der Lage gewesen ist, in genügendem Maße Devisen aufzutreiben, um di eint Oktober fällig werdenden Zinszahlungen für die Auslandsschul­den zu leistem. .

wtb. Genf, 49. Sept. (Eig. Meldg.). In der Dormittagssitzung des Wirtschaftsausschusses der Völkerbundsversammlung gab der deutsche Ver tretet, Ministerialdirektor Dr. Posse eine kurze aber sehr scharfe Erklärung ab, die sich auf die von den schweizerischen Vertretern angekündigte Aen- derung der schweizerischen Handelspolitik, von der vornehmlich Deutschland betroffen würde, bezog. Dr. Posse sagte, er behalte sich vor. in der Finanz­debatte im Zusammenhang mit den deutschen Zah­lungsverpflichtungen auf die Angelegenheit zurück, zukommen, erklärte aber jetzt schon, daß die ange-

Partei verboten wären. Sie könnten sich nur erklären, daß die Unruhen auf die Tätigkeit von Provokateuren und K o m m u n ist e n, die die Nationalsozialisten dort­hin gelockt hätten, zurückzuführen seien.

Der Arbeiter Panke, stellvertretender Sturmführer des Sturmes 43, wird als Rädelsführer angesehen. Auf Befragen des Staatsanwalts bestritt er, von der SA- Leitung irgendwelche Anregungen und Befehle erhalten zu haben. Er gab zu, daß er an dem betreffenden Tage stellvertretender Sturmführer gewesen sei. Ein anderer Angeklagter bekundete, daß er lediglich zum Kurfürstendamm gegangen sei, umProsit Neu­jahr" zu wünschen.

Nach längerer Beratung verkündete das Schnellfchök- sengericht Carlottenburg, daß gegen 30 der wegen der Ausschreitungen am Kurfürstendamm bisher in Polizei­haft befindlichen Angeklagten Untersuchungshaft verhängt werde, da wegen der zu erwartenden hohen Strafe Fluchtverdacht zu befürchten fei. Von die­ser Maßnahme wurde bei zwei Angeklagten wegen ihre» Gesundheitszustandes abgesehen und zwei andere An­geklagte, die sich jetzt auf freiem Fuß befinden, bleiben es auch weiterhin Während der Verkündung des Be­schlusses wurde einer der Angeklagten, Huhn, ohn­mächtig, io daß sich die Justizwachtmeister um ihn be­mühen mußten.

Weiter beschloß das Gericht die Beschlagnahme der bisher polizeilich sichergestellten Kraftwägen der Angeklagten Kühns und Brandt, weil diese als Mittel zu den Verbrechen des Landfriedensbruches benutzt zu sein scheinen. Von diesen beiden Kraftwagen aus sind nämlich die Ausschreitungen am Kursürstendamm gelei­tet worden.

Zu erwähnen ist noch, daß der Staatsanwalt den vier Mitfahrern, die sich in dem Wagen des Angeklagten Brandt befanden und deren Namen dieser vor Gericht nicht nennen wollte, freies Geleit zugesichert hat, so daß sie als Zeugen erscheinen können.

kunftsverpflichtungen gemacht werden, so sind ent­sprechende Strafbedi ngungen vorgesehen. Das Reichsbankgesetz wird durch die Verordnung über die Bankenaufsicht nicht berührt. Ferner findet es nicht auf diejenigen Institute Anwen­dung, die schon unter der Aufsicht von Reich und Ländern st ehe n. Es sind dies Privatnotenbanken, Hypothekenbanken, Bauspar­kassen, Wohnungsunternehmungen, Sparkassen. Allerdings sind die Institute, insoweit als sie aus­ländische Verpflichtungen und Ansprüche haben, zu Auskünften gegenüber dem Bankkommiffar ver­pflichtet.

kündigten Maßnahmen der Schweiz eine unver­antwortliche Störung des europäi­schen Handels bedeuten würden .

Der schweizerische Vertreter Stucky antwortete sofort auf die Ausführungen des deutschen Ver­treters. Er erklärte u. a., der Ausschuß werde selbst beurteilen können, ob seine gestrigen Erklä­rungen eine so scharfe Antwort rechtfertigen. Er habe gestern Gegenseitigkeit verlangt, nicht ein­mal Meistbegünstigung. Es sei absolut unbestreit­bar. daß die anormale wirtschaftliche Lage eine gewisse Unordnung auf fiskalischem Gebiet hervor­gerufen habe Wenn ein kleines Land in dieser anormalen Lage gewisse vorübergehende Aus­nahmemaßregeln treffe, so sei es übertrieben, von einer Zerschlagung Europas zu sprechen.

wtb. Paris, 19. Sept. (Eig. Meld.) Die geplan­ten Schutzzollmaßnahmen der englischen Regierung beschäftigen die französische tOeffenilichkeit in star­kem Maße. Was die Wirtschaftsorganisation Eu­ropas anlangt, so schreibt u. a-Journal", können die Maßnahmen, die evtl, in London getroffen werden katastrophal wirken. Alle seit dem Kriege abgehaltenen Konferenzen haben den Kreuz­zug gegen die Zollschranken gepredigt. Wenn Eng­land sich jetzt hinter Schutzzollmauern verschanzt, werden Repressalien folgen. Andere Völker wer­den fein. Beispiel nachahmen. Frankreich hat im vergangenen Jahr nach England für 7 Milliarden seiner Erzeugnisse ausgeführt, davon für 3>4 Mil­liarden Luxuswaren. Eine Wert-Besteuerung ne­ben den bestehenden Zollsätzen für Luxuswaren würde genügen, um unseren Export tödlich zu treffen. Unsere englischen Freunde müssen es sich also gesagt sein lassen, daß eine derartige Gesetz­gebung unsererseits sofortige Schutzmaßnah­men erfordern würde und daß die sehr ernsten Schwierigkeiten, die sie unserem Handel und unse­rer Industrie schaffen würden, jede neue finanzielle Hilfeleistung Frankreichs fast unmöglich machen würden. Zwischen Paris und London sind Ver­handlungen im Gange.

Die französischen Gewerkschaften.

Sie verlangen Mi-kontrolle der Rüstungen durch die Arbeiterschaft.

wtb. Paris, 19. September. (Eig. Meld.) Der Kongreß der französischen Gewerkschaften (C.E.T.), der gestern zu Ende gegangen ist, nahm eine Entschließung an, in oer für eine Politik internationaler Annäherung eingetre­ten wird, desgleichen für die Herabsetzung der Rüstungslasten. Die Abrüstung müsse auf allen Gebieten durchgeführt und unter natio­nale und internationale Kontrolle, an der bte Arbeiterorganisationen zu be­teiligen seien, gestellt werden.

Das tägliche Flugzeug-Anglück.

Absturz eines Privaflugzeugs auf der Fahrt von Augsburg nach Frankurt a. Hl. Beide Insassen tot.

Reichskanzler Dr. Brüning empfing Mit­glieder des Reichsverbandes der Deutschen Industrie zu einer Aussprache über die augenblickliche Wirtschaftslage sowie über die Pläne der Reichsregierung.

dächtig anhielt, erschossen. Die Verbrecher, deren einer als der Arbeiter Altrock aus Königsberg fest- gestellt ist, flüchteten unter Zurücklassung des Mo­torrades und von Einbruchswerkzeugen.

* Verhaftung eines deutschen Polizeioffiziers In Polen. Auf Antrag des Staatsanwalts des Be­zirksgerichts in Ka11owitz ist der deutsche Po­lizeihauptmann Natzny. der in Bochum statio­niert ist, verhaftet worden, al er sich vorüberge­hend mit Frau und Kind in Urlaub bei fernen Schwiegereltern in Tichau im Kreis Pleß auf­hielt, und zwar unter dem Verdacht. Informatio­nen zum Schaden des polnischen Staates gesam- melt zu haben. Das deutsche Generalkonssulat m Kattowitz bat sich der Angelegenheit angenommen.

Der nationalsozialistische Abg. Münchmencr zu 1200 Mark Geldstrafe verurteilt. Der national- sozialistische Reichstagsabgeordnete Münchmeyer war seinerzeit von dem Gericht in L'egnitz von der Anklage des Vergehens gegen das Republik­schutzgesetz Münchmeyer hatte in einer Ver­sammlung den Ausdruck .Ludenrepublik gebraucht freigesprochen worden. Daraufhin hatte die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Der Oberstaatsanwalt beantragte in der Beru­fungsverhandlung am Donnerstag drei M o - nate Gefängnis. Er wies u. a. darauf hin, daß der Angeklagte wegen desselben Ausdruckes bereits in Brieg und Magdeburg verurteilt wor­den fei. Der Verteidiger beantragte Verwerfung der Berufung. Das Urteil lautete anstelle einer Gefängnisstrafe von 60 Tagen auf 1200 Rm. Geldstrafe.

D eutschlandS chw eiz.

Scharfe Erklärung des deutschen Vertreters Genfer Wirtschaftsausschuß.

ausländischen Zahlungsver-

Japan geht gegen China vor.

Japanische Truppen besetzen Mukden und wollen die ganze Mandschurei in ihre Gewalt bringen.

Die Krawalle in Berlin-^V.

Der Prozeß gegen die Hakenkreuzler.

Im weiteren Verlauf der Vernehmung in dem Prozeß gegen 44 Nationalsozialisten wegen Ausschreitungen ge­gen jüdische Straßen-Passanten im Berliner romanischen Viertel bestritten mehrere Angeklagte ganz entschieden, die RuseJuda verrecke!" undJuden raus!" ausge- stoßen zu haben, und erklärten, daß die Rufe von der

Iournee industrielle" fragt, ob es nicht seltsam sei, daß in der Stunde, in der man in Genf über die Mit­tel zur Schaffung einer europäischen Zusammenarbeit verhandele, so viele Regierungen und vor allem die englische Regierung, sich von einer Wirtschaftssolidarität frei zu machen suchten, deren Notwendigkeit von ihren offiziellen Vertretern in Gens ständig proklamiert werde. Um diese Zweideutigkeit zu beseitigen, müsse eine dauerhafte europäische und den realen Interessen Rech­nung tragende Wirtschastsauffassung anscheinend noch geschaffen werden.

Eine notwendige Anordnung.

Ein neuer Erlaß des preußischen Innenministers.

Der preußische Minister des Innern hat, wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, ei­nen Runderlaß an die Ober- und Regierungsprä­sidenten und den Polizeipräsidenten in Berlin un­terzeichnet, der u. a. folgendes besagt: Seit einiger Zeit mehren sich Anzeichen dafür, daß die radika­len politischen Parteien und Organisationen versu­chen, die infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise gespannte Stimmung durch planmäßige Beunruhi­gung der Bevölkerung zu verschärfen. Neben der täglichen Hetze in Wort und Schrift sind schwere politische Ausschreitungen gegen Andersdenkende und sogar verbrecherische Anschläge verübt worden, die in ihrer politischen Bedeutung höchste Beach­tung verdienen. Selbst die friedliche religiöse Betätigung ist durch das unverantwortliche Trei­ben radikaler Gruppen wiederholt gefährdet und gestört worden. Hierher gehört auch die aufs schärfste zu verurteilende antisemitische Verhetzung, die erst vor einigen Tagen wie­der in Berlin zu groben Ausschreitungen geführt hat. Solche Vorgänge sind geeignet, den Frieden im Innern sowie das Ansehen Deutschlands nach außen aufs schwerste zu erschüttern. Der Mini­ster ersucht daher die Landespolizeibehörden, die­sem Treiben mit allen Mitteln tatkräftig entgegen­zuwirken, und weist darauf hin, daß auch die Er­weckung und Schürung von Gegensätzen zu a mi­ch r i st l I ch e n ober antisemitischen Zwek- ken als Gefährdung der öffentlichen Sicherheit anzusehen ist. Rach den gleichen Gesichtspunkten sind auch die aufreizenden Zurufe der Radikalen auf den Straßen zu behandeln, Es muß iebe Vorlorae getroffen werden, daß die ge­setzmäßige religiöse oder weltanschauliche Betäti­gung jedes Staatsbürgers unbedingt gewährlei­stet ist.

dem. Er erstattet, dem Kuratorium Bericht. Be­stehen innerhalb" des Kuratoriums große Mei­nungsverschiedenheiten, so liegt die letzte Entschei­dung bei der Reichsregierung. Reichs-, Kommunal- und Länderbehöröen sind angewiesen, den Bankkommissar in seiner Tätigkeit zu unter­stützen: der gesamte Apparat der Reichsbank soll außerdem dem Kommissar zur Verfügung gestellt werden. Wenn falsche Angaben seitens der Aus-

Die neueste Notverordnung

Banken-Aufsicht und Aktien-Aecht.

wtb. Shanghai, 19. Sept. (Eig. Meld.) Reuter: Hiesige Kreise betrachten die Besetzung Mukdens durch die Japaner als die Endwirkung einer hef­tigen, vom japanischen Militär betriebenen Pro­paganda zugunsten einer festeren Politik gegenüber China. Die Japaner sollen die Absicht haben, die ganze Mandschurei zu besetzen.

Japanische Truppen in Tsingtau.

wtb. Tsingtau, 19. September. (Eig. Meld.) Japanische Truppen sind heute vormittag hier ge­landet. Die chinesischen Behörden haben Maßnah­men zur Aufrechterhaltung der Ordnung ergriffen. Die Dergnügungslokale sind geschlossen worden.

Nach einer ergänzenden Meldung eine japanische Abteilung bas Feuer auf das Arse­nal von Mukden. Im Anschluß daran beschoß sie auch das chinesische Laaer und die Stadt. Alle zehn Minuten fielen Granaten nieder, obwohl die Chinesen das Feuer nicht erwiderten. 70 bis 80 chinesische Soldaten wurden getötet.

Gegen neue Schutzzoll-Maßnahmen.

Frankreich ist sehr un gehalten über die englischen Pläne. Gin Zwischenfall in Genf. Rededuell Deutschland-Schweiz.

In der Umgebung von Mukden kam es zu einem Zusammenstoß zwischen japanischen und chinesischen Truppen, nachdem Chinesen versucht hatten, die Brücke der südmanschurischen Eisenbahn zu zer­stören. Die Japaner nahmen die chinesische Garnison von Peitaying gefangen.

* Verhaftung wegen Beteiligung bei der Er­mordung der Berliner Polizeioffiziere. Der unter dem Berdacht der Mittäterschaft an der Ermor­dung der Berliner Polizeioffiziere steckbrieflich ge­suchte Heinrich Blöser aus einem Ort bei Frankfurt a. O. ist von saarländischen Landjägern bet Bübingen (Saargebiet) aufgegriffen wor­den. Bläser hatte die Absicht, bei Hanweiler die Grenze zu überschreiten und sich auf französisches Gebiet zu begeben.

* Polizeiwachlmeister von Einbrechern erschos­sen. In der Nacht zum Samstag wurde in 2 a - b i a u der Polizeiwachtmeister Wendt, von zwei Einbrechern, die er auf ihrem Motorrad als ver-

Erlöschen des Brandes der pefroleumfonbe von Moreni. Nach nahezu zweieinhalbjährigem ununter­brochenem Wüten ft der Brand in der Petroleumsonde bei Moreni von selbst erloschen. Die eine Sette des Kraters ist emgesturzt und die einstürzenden Erdmassen haben das Feuer vollständig erstickt. Nach bern Ein­sturz brechen immer noch Gase hervor, die durch den etwa 150 Meter entfernt liegenden Rauchfang ins Frete geleitet werden. Die Umgebung der Sonde wird streng bewacht.

cnb. De lia, 19. September. (Eia. Meld.) Die heute im Reich: gefetzblatt erscheinende Notverord­nung über die Bankenaussicht, die am 1. Oktober in Kraft tritt, beläßt den deutschen Banken »eiter- hin die volle privatwirtschaftliche Ver­antwortlichkeit für ihre Geschäftsführung und sieht nicht Eingriffe in die Geschäftsführung im einzel­nen vor. Andererseits aber haben Reichsregierung und Relchsbank die Möglichkeit, sich über die Lage des deutschen Bankgewerbes zu unterrichten und die allgemeine Bankpolitik vom Standpunkt der gesamtwirtschaftlichen Jnterefsen zu beeinflussen.

Dte Verbindung zwischen dem Reichskommissar für das Bankgewerbe, der Reichsregierung und der Reichsbank stellt das Kuratorium für das Reichsbankgewerbe bar, dessen Vor­sitz der Reichsbank pr äs ident führt. Das Kuratorium stellt die Richtlinien auf, nach denen der Bankkommissar zu arbeiten hat. Es hat ferner zu entscheiden, ob allgemeine Grundsätze für die Geschäftsführung des Bankkommissars durchzufüh­ren sind, ferner darüber, ob ein Bankinstitut als unter die Verordnung fallend aufzufassen ist. Damit ist dem Bankkommissar die Möglichkeit ge­geben, sich auch mit den Privatbankiers zu be­fassen, bezw. mit den Bankinstituten, die keine Monatsbilanzen veröffentlichen. Der Bankenkom- mifsar erhält sehr weitgehende Befugnisse Hinsicht-. sich der A u s ku nf t e r t ei I un g. Er kann- d) er einsehen, Nachprüfungen v eran - st alten, Vorstands - und Aufsichtsr ats- sltzung veranlassen und auch die Einberu­fung einer Generalversammlung beantragen.

In der Praxis wird der Verkehr sich allerdings für gewöhnlich in Aussprachen mit den Mit­gliedern des Vorstandes abwickeln. Diesem um­fassenden Auskunftsrecht steht eine entsprechende Verpflichtung zur strengsten Verschwiegenheit des Bankkommissars und seines Personals gegenüber. Der Bankkommissar hat nach der Notverordnung das Recht, von denjenigen Personen, die nicht das Dankgewerbe betreiben, Auskunft über

Augsburg zu einem Fluge über Frankfurt am Main nach Rotterdam gestartet war und infolge des herrschenden Nebels die Orientierung verloren hatte, stürzte am Albrande in der Nähe von Wittingen ab. Die Insassen, der Besitzer der Maschine, der Tech­niker Strähle, und sein Begleiter, der Mechaniker Speid- ter, beide aus Augsburg, fanden bei dem Absturz den Tod. Das Flugzeug wurde vollkommen zertrümmert.

vier Flugzeugabstürze in Polen.

CNB. Warschau, 19. Sept. (Eig. Meld.) Unter einem schlechten Stern steht eine polnische Militaroeran- ftaltung, die vorgestern hier begonnen hat und drei Tage dauern soll. Bisher sind bereits 4 Unglücksfälle zu verzeichnen. Vorgestern abend gingen zwei Flugzeuge bei Notlandungen, die sie in der Gegend von Kutno vornehmen mußten, in Trümmer. In der Nacht stürzte ein Flugzeug be Plock ab, wobei die beiden Insassen u ms 8 eb e n tarnen. Ein viertes Flugzeug fiel ge­stern nachmittag auf die Warschauer Flugzeughalle der polnischen Flugverkehrsgesellschaft. Es durchschlug das Dach und beschädigte leicht drei Zivilflugzeuge. Der Flugzeugführer, ein polnischer Leutnant, war aus der Stelle tot ___________

Deutschnationaler Parteitag.

Aus Stettin wird gemeldet:

Als eigentlicher Auftaft zum deutschnaftonalen Parteitag fand eine stark besuchte Sitzung des Parteivorstandes statt, die vom Parteiführer Dr. Hugenberg geleitet wurde. In der Sitzung standen in erster Linie organisatorische Fragen zur Debatte. Die politische Aussprache dehnte sich bis in die Nachtstunden aus. lieber die Sitzung wurde ein Bericht ausgegeben, in dem es u. a. heißt: Zur Durchführung organisatorisch er Maßnahmen wurden dem Parteiführer Dr. Hugen­berg besondere Vollmachten erteilt. Die Referate stellten ein starkes Anwachsen der deutschnationalen Jugendbewegung fest. In bewußter Abkehr von demokratischen Gepflogenhetten wurde das Führer­prinzip in den Vordergrund gestellt. Die Aus­sprache beschäftigte sich vor allem mit den Gefah­ren, die in dem einseitig französischen Kurs unserer Außenpolitik liegen.

Der Reichsparteiausschuß der Deut­schen Zentrumspa rtei ist zu einer Sitzung am 25. Oktober nach Bersin einberufen worden. Reichskanzler Dr. Brüning wird in dieser Sitzung einen längeren Vortrag über die politische Lage halten.

FuldaerZertung

Anzeiger für die Stadt Fulda und denLandkreis Fulda. Amtliches Areisblatk.

Nr. 217

Eochrim jechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen:Die Welt im Bild" undBuchenblätter". Rotationsdruck und Verlag Oer Fuldaer Actiendruckeret in Fulda. Fernrufe: Schrist- ::: leituna 3153. Fuldaer Aetiendruckerei 3151 und 3152. m

Sonntag, 20. September 1931.

Monatlich 1 80 einlchlietzt. Postgebühr (48 P,g.> ohne .-Zustellg Anzeigen-Preise: Kleinzeile (Sol.) lokal 0.15 RM.. auswärts 0.20 RM Reklamezeile: lokal 0.60 RM., auswärts 0.80 RM Bei Wieberbolii'men Robort 'Bnftti+rrfF ;trmf1 n M 4">51

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